Fondstausch mit Ausgabeaufschlag – der stille Feind für Ihr Portfolio

Ausgabeaufschlag

Geld kann nur arbeiten, wenn es sich bewegt. Diese alte Weisheit kennen wir. Also bewegen wir unser Geld von einem Fonds in den anderen, folgen den Trends. Vielleicht schaffen wir es sogar, unser Geld dadurch in rentablere Fonds zu bewegen, wäre da nicht der Ausgabeaufschlag, der alles zunichte machen kann.

Das Spiel ist nicht leicht, jede Fondsgesellschaft präsentiert sich als sicheren Hafen für Ihre Altersvorsorge. Alle wissen immer alles besser und jeder hat für die Fehler der anderen immer eine plausible Erklärung auf Lager.
Wie heißt es so schön – hinterher ist man immer schlauer. Wie soll man sein Portfolio aus den tausenden Fonds, die derzeit zum Handel zugelassen sind, aufteilen?
Die Frage ist eigentlich gar nicht so schwierig.
Denn fest steht, dass jeder Fonds immer nur so gut ist, wie die Köpfe, die hinter den Investitionsentscheidungen des Fonds stehen. Ist der Fondsmanager durchschnittlich, kann man wohl kaum von einem überdurchschnittlichen Anlageerfolg ausgehen. Selbstverständlich kann jeder mit etwas Glück überdurchschnittliche Anlageergebnisse vorweisen. Doch wer will sich auf das Glück verlassen? In den “fetten” Neunzigerjahren brachte es so gut wie jeder Fonds zu respektablen Ergebnissen. Das war auch nicht schwer, da nahezu jede Aktie einem Aufwärtstrend folgte. Tausende Fonds rangen um die Gunst der Anleger. Doch selbst zu Zeiten, wo das Gros der Aktien stieg, trennte sich die Spreu der Fondsmanager vom Weizen. Nur etwa 2-3% der zugelassenen Fonds waren und sind auch heute noch
Spitzenfonds, denn sie werden von Spitzenmanagern betreut. Alle anderen Fonds bilden den Durchschnitt, die graue Masse. Es gibt noch eine weitere Komponente, die man berücksichtigen muss, wenn man Fondsinvestment betreibt: die Kosten. Der größte Posten ist in der Regel der Ausgabeaufschlag. Zur Erklärung: Der Ausgabeaufschlag ist eine Gebühr, die beim Kauf von Fonds fällig wird. Als Anleger spürt man den Ausgabeaufschlag bei der Investition nicht wirklich. Würde er nicht auf der Kaufabrechnung stehen, würde man kaum Notiz von ihm nehmen. Dennoch ist er da und darf nicht unterschätzt
werden, denn der Ausgabeaufschlag ist eine prozentuale Gebühr. Das hat zur Folge, dass die Gebühr immer höher wird, je größer der Anlagebetrag ist.


Ausgabeaufschlag:
Der Ausgabeaufschlag wird auf den Nettoanlagebetrag aufgeschlagen und stellt die Vertriebsprovision (Werbung, Marketing, Provision für Vermittler). Bei Rentenfonds beträgt er ca. 1-3%, bei Aktienfonds ca. 3-6,5%. Der Ausgabeaufschlag berechnet sich aus der Differenz zwischen Einzahlung und Nettoanlage: Einzahlung – Nettoanlage oder 10.000,00 Euro – 9.523,81 Euro = 476,19 Euro
Netto- und Bruttoanlage:
Die Bruttoanlage ist Ihr Einzahlungsbetrag, also die Gesamtsumme inkl. dem Ausgabeaufschlag. Die Nettoanlage ist der reale Anlagewert ohne Ausgabeaufschlag und wird mit dem Rücknahmepreis ausgewiesen.
Beispiel:
Kunde Maier legt 10.000,00 Euro im ABC-Fonds an, dieser Fonds hat einen Ausgabeaufschlag in Höhe von 5%. Seine 10.000,00 Euro entsprechen demnach dem Wert inkl. Ausgabeaufschlag. Wir wollen nun wissen, wie hoch die reale Anlage und wie hoch der Ausgabeaufschlag sind:

(Einzahlung x 100)/(100 + AA) oder (10.000 Euro x 100)/(100 + 5) = 9.523,81 Euro

Die reale Anlage beträgt demnach 9.523,81 Euro


Konstruieren wir mal ein Beispiel: Angenommen, Sie investieren 10.000,00 Euro in Aktienfonds. Der Fonds durchläuft Phasen steigender und fallender Kurse. Wie würde sich der Fondstausch (-switch: engl. schalten) und die Berechnung von 5% Ausgabeaufschlag (AA) auswirken? Angenommen, das Investment würde alle 10 Jahre mit 5% AA belastet werden, wie stark würde das Endergebnis darunter leiden?
Wir haben in der Grafik unten eine Entwicklung erdacht, die sowohl über steigende als auch fallende Kurse verläuft. Wir unterstellen für beide Varianten den gleichen Kursverlauf. Eine Variante zeigt den Verlauf ohne Berücksichtigung von Kosten (kein Switch), der andere Verlauf entsteht, wenn alle 10 Jahre 5% Ausgabeaufschlag abgezogen werden. Nach den ersten 10 Jahren wird das eine
Investment umgeschichtet, was in unserem Beispiel mal eben runde 783 Euro an Kosten und Performanceeinbuße produziert. In der angenommenen Laufzeit summieren sich die Ausgabeaufschläge
auf insgesamt 15.585 Euro. Je größer das Vermögen wird, umso höher wird der Ausgabeaufschlag beim Switch. Vermeiden Sie häufiges Fondstauschen.

Infos zum Autor: Michael Sielmon
Foto: Datenbank Fotolia

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