Immobilien: Realität und Wahrnehmung

Immobilien

Die Euro-Krise ist im Bewusstsein der Menschen ankommen. Natürlich ist sie das, hier ist jedoch gemeint, dass sich ein Wandel vollzieht. Das Anlegerverhalten verändert sich. Das Vertrauen in die seit Jahrzehnten als sicher propagierten Geldanlagen bröckelt immer mehr.

Wie sicher z. B. Staatsanleihen wirklich sind, kann man eindrucksvoll bei unseren europäischen Partnerstaaten erkennen. Und selbst Deutschland, was im Vergleich noch gut dasteht, büßt immer mehr von seinem guten Namen ein und wird von den Rating-Agenturen durch Abstufung abgestraft. Man will den Euro retten, koste es, was es wolle. Dabei arbeitet man jedoch nicht an der Beseitigung der Ursachen der Schuldenkrise. Im Gegenteil, man bekämpft Feuer mit Öl und hofft, dass es besser wird. Doch dass es nicht besser werden kann, wenn die Fehler der Vergangenheit wieder, ja sogar verschlimmert gemacht werden, dürfte auf der Hand liegen. Die EZB kauf faule Staatsanleihen, um die Staaten mit Liquidität am Leben zu erhalten. Die Hilfsgelder, die angeblich dem Partnerstaat helfen sollen, landen bei den Instituten, bei denen die Staaten verschuldet sind. Beim Volk kommen keine Hilfen an. Sie werden genötigt, ihren Lebensunterhalt mit großen Einschränkungen weiter zu beschreiten und man erwartet sogar, dass die Menschen dafür dankbar sind.

Die Berichterstattung der namhaften Presse nennt die Probleme derzeit regelmäßig beim Namen und macht auf die Probleme für Anleger aufmerksam. Jedoch fährt die einschlägige Verbraucherschutzpresse nach wie vor eine völlig andere Richtig ein, indem sie Sachwertanlagen verteufelt und als extrem riskant und gefährlich darstellt. Im Verkauf ist es legitim zu vereinfachen und zu übertreiben. Diesem Prinzip bedient man sich auch bei diesen Medienvertretern und Verkauf dem Menschen selbst heute noch eine heile Welt mit Absicherungsmechanismen wie z.B. den Einlagensicherungsfonds. Die Anleger sollen sich keine Sorgen machen und ihr Geld dort belassen, wo es ist, bei den Instituten, in den Staatsanleihen und überall, wo andere mit dem Geld mehr Rendite machen als der Anleger selbst. Der Punkt ist, dass es gar nicht genug Sachwertanlagen für alle gibt. Wenn jetzt plötzlich alle aus den Geldwertanlagen ausstiegen und in Sachwerte gingen, würde das Geldsystem bei diesem Versuch komplett zusammenbrechen. Es ist somit notwendig, dass die meisten Menschen so lange wie möglich darauf hoffen, dass schon alles wieder gut wird. Der Gewinn des einen ist schließlich nur durch den Verlust des anderen möglich. Wenn man das verstanden hat, erscheint es einem völlig sonnenklar, warum man versucht, die Masse dazu zu bewegen, nicht in Sachwerte zu investieren, damit im Ernstfall genug unwissende Menschen da sind, die Gewinne der wissenden Minderheit zu finanzieren.

Es brodelt jedoch gewaltig im Geldmarkt und niemand kann vorhersagen, was nun auf lange Sicht mit dem Euro passieren wird. Eines scheint jedoch extrem wahrscheinlich, die Inflationsgefahr steigt mit jeder Milliarde, die in den Markt gepumpt wird. Immer mehr Anleger besinnen sich und investieren in Sachwerte, allen voran in Immobilien. Objekte aus der Bankenverwertung sind dabei sehr gefragt. Mit vergleichsweise günstigen Einstiegspreisen lässt sich gut kalkulieren und die Wahrscheinlichkeit für hohe Renditen und eine stattliche Marge beim Wiederverkauf sorgen mittlerweile dafür, dass es immer schwieriger wird, an attraktive Objekte über den Weg der Bankenverwertung zu kommen. Gut wenn man sich an einen Spezialisten wenden kann. Es gibt Unternehmen, die sich mit speziellen Nischen für Immobilienkapitalanlagen befassen und sich darauf spezialisiert haben, in genau diesem Segment zu arbeiten. Sie legen Wert auf günstige Einkaufspreise, denn im Einkauf liegt der Gewinn. Einige dieser Unternehmen ermöglichen es Privatanlegern, mit einzusteigen. Vielleicht sind genau diese Möglichkeiten eine sinnvolle und vor allem gewinnbringende Alternative zu den üblichen, derzeit sehr schlecht verzinsten Standardprodukten der Institute.

Infos zum Autor:
Michael Sielmon
Foto: Bernd Liebl, Magdeburg

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