Kleinstverträge machen auch Mist

Kleinstvertraege

Oder hieß es, Kleinvieh macht auch Mist? So muss es wohl heißen. Viele Menschen haben kleine Sparverträge mit Beiträgen um 50 Euro oder weniger. Viele dieser Verträge laufen schon länger und wurden damals als Zusatz für die Altersvorsorge abgeschlossen. gern genommen wurden Lebens- und Rentenversicherungen, denn das macht ja jeder so.

Zuschuss für die Altersvorsorge? Nun, es darf sicher hinterfragt werden, ob ein solcher Sparvertrag wirklich im Alter helfen kann. Denn einerseits unterliegt dieser als Geldwert der Inflation und der Gefahr der Entwertung im Falle einer Währungsumstellung. Und wer jetzt denkt, dass das kein denkbares Szenario ist, sollte sich offen der Deutschen Geschichte zuwenden, die voll ist von Währungsumstellungen und Tränen in den Augen der Geldwertfans.

Aber selbst wenn es keine Umstellung geben würde, sind die Renditen, die mit den traditionellen Finanzkonstrukten wie Lebens- und Rentenversicherungen viel zu gering, um etwas zu bewirken. Es ist sogar noch viel schlimmer. Die Kosten solcher Verträge sind bei den meisten Anbietern unannehmbar hoch. Das ist nie wieder aufholbar, also mit solchen Verträgen jedenfalls nicht.

Was aber das Schlimmste an solchen Verträgen ist, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass sie nichts zur Altersvorsorge beitragen. Das Problem mit der Vorsorge ist nämlich folgendes:

Entweder die gesetzliche Rente reicht für ein Leben, wo alles Nötige mit der Rente bezahlt wird oder eben nicht. Wenn nicht, muss zusätzlich Grundsicherung beantragt werden. Und bei der Grundsicherung wird zunächst erstmal alles angerechnet, was an privater Eigenvorsorge besteht. Ist ja auch nachvollziehbar. Schließlich soll der Steuerzahler nicht zu arg zur Kasse gebeten werden. So die Theorie. Aber die Rentner von morgen sind die Steuerzahler von heute. Daher ist es doch solidarisch gesehen in Ordnung, genau wie beim Umlagesystem der gesetzlichen Rente. Nun denn, die Grundsicherung hat eine feste Höhe. Dieser Maximalbetrag, den man ausgezahlt bekommen darf, wird um jede bestehende Vorsorge gekürzt. Oder anders erklärt, wenn Hans und Fritz mit gleich hoher gesetzlichen Rente Grundsicherung beantrage und z.B. 500 Euro bekommen könnten, bekommt Hans die vollen 500, Fritz nur 400, da er eine private Rentenversicherung hat, die ihm monatlich 100 Euro auszahlt und die von der Grundsicherung abgezogen wird. Demzufolge geht es Fritz nicht einen Euro besser als Hans, obwohl er der Politik vertraute und wie empfohlen, privat vorgesorgt hat.

Hans hatte sogar sein ganzes Berufsleben mehr Geld in der Hand, denn er hat es nicht für Lebens- oder Rentenversicherung verschwendet. Fritz hat für nichts investiert.

Wenn Sie solche kleinen Verträge bei sich in den Ordnern schlummern haben, hinterfragen Sie einfach mal den Sinn. Und wenn Sie einsehen, dass Sie keinen Sinn sehen, haben Sie keine Angst vor Kündigungsverlusten. Die sind bei weitem geringer als wenn Sie es bis zum Schluss durchziehen, nur um festzustellen, dass es für die Katz war.

Insofern muss die Überschrift wohl korrigiert werden. Nicht Kleinstverträge machen auch Mist sondern Kleinstverträge sind Mist.

Infos zum Autor: Michael Sielmon
Foto: Bilddatenbank Fotolia

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