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Abflussprinzip

Gemäß dem Abflussprinzip sind Ausgaben immer in dem Jahr zu berücksichtigen, in dem auch der dazugehörige Zahlungsvorgang gewesen ist. Auf diese Weise werden Kosten also nicht mit Rechnung oder Fälligkeit als solche anerkannt, sondern erst mit dem stattfindenden Abfluss der Liquidität (tatsächliche Zahlung oder Abbuchung). Falls es sich bei diesem Abfluss um eine Überweisung handelt, wird der Bezahlvorgang unmittelbar dann als solcher anerkannt, in welchem die Überweisung vom Kreditinstitut angenommen wurde. Die Zahlung gilt also als in dem Zeitpunkt als zugeflossen, in dem der Steuerpflichtige über den Betrag Verfügungsmacht erhält. Bei Banküberweisungen ist das zum Beispiel am Tag der Gutschrift und bei Schecks im Zeitpunkt der Entgegennahme. Für Zuflüsse von Geldmitteln gilt analog das Zuflussprinzip. Daher gelten Einnahmen erst dann als dem Steuerpflichtigen zugeflossen, wenn dieser tatsächlich über die Einnahmen verfügen kann. Für das Abflussprinzip gibt es jedoch folgende Ausnahmen:
Die Ausnahme bei der Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich besagt, dass beim Bilanzieren ein Ertrag bereits mit dem Entstehen einer Forderung verbucht werden kann. Die Ausnahme bei Lohnzahlungen besagt, dass das Arbeitsentgelt dann als erhalten gilt, wenn der Arbeitslohnzahlungszeitraum - üblicherweise das Jahr - endet. Werden Gehälter für Dezember beispielsweise erst im Januar ausgezahlt, betrachtet man diese trotzdem im Dezember als Zufluss.
Bei der Abschreibung für Abnutzung (AfA) besagt die Ausnahme, dass wenn ein Wirtschaftsgut der AfA unterliegt, darf nur ein Anteil der Kosten im Jahr seiner Entstehung als Mittelabfluss erklärt werden. Auf der Grundlage der gesetzlich vorgegebenen Nutzungsdauer müssen die Kosten über mehrere Jahre verteilt werden.
Bei regelmäßig wiederkehrenden Einnahmen gilt, dass Einnahmen, die dem Steuerpflichtigen kurz vor oder kurz nach dem Ende eines Kalenderjahres zukommen, sind dem Jahr zuzuordnen, dem sie wirtschaftlich zugehören. Die Ausnahme bei Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich heißt, dass ein Unternehmen, welches bilanziert, es zum Beispiel bereits das Entstehen einer Verbindlichkeit als Aufwand zu verbuchen hat.



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Abgabefrist

Die Abgabe von Steuerklärungen beziehungsweise Umsatzsteuervoranmeldungen ist nur innerhalb von festgelegten Fristen machbar. So könnte etwa eine Einkommenssteuererklärung immer nur bis zum 31. Mai des folgenden Jahres beim Finanzamt eingereicht werden. Kann diese Frist nicht eingehalten werden, existiert die Möglichkeit eine Fristverlängerung zu erhalten. Diese muss jedoch vom Steuerpflichtigen begründet werden. Mögliche Gründe für eine Fristverlängerung ist zum Beispiel eine längere Krankheit beziehungsweise das Fehlen von Belegen. Zur eigenen Sicherheit ist es ratsam, einen Antrag auf Verlängerung der Abgabefrist schriftlich beim Finanzamt vorzulegen. Das Finanzamt verlängert die Abgabefrist in der Regel ohne Schwierigkeiten bis zum 30. September. Für den Fall, dass die Einkommenssteuererklärung durch einen Steuerberater erledigt wird, ist ein schriftlicher Antrag nicht erforderlich, da die diese dann automatisch durch die Finanzbehörde bis zum 30. September verlängert wird. Liegen besondere Gründe vor, dann ist eine Verlängerung der Abgabefrist in Ausnahmefällen auch bis zum 28. Februar beziehungsweise sogar bis 30. April des übernächsten Jahres möglich.
Land- und Forstwirte, mit einem zum Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr müssen abweichende Abgabefristen beachten. Hier gilt die Regelung, dass eine Abgabe immer bis zum dritten Monat nach dem abgelaufenen Wirtschaftsjahr erfolgen muss. Auch hier gilt, dass die Frist bei Bearbeitung durch einen Steuerberater formlos verlängert werden darf. Bei Personen, welche ihr Einkommen ganz beziehungsweise teilweise aus einer nicht selbstständigen Arbeit beziehen, erfolgt eine Veranlagung zur Einkommenssteuer nur auf Antrag. Der dazugehörige Antrag wird durch Abgabe der Steuererklärung gestellt, welche bis spätestens zum Ablauf des zweiten Folgejahres auf den Veranlagungszeitraum vorliegen muss. Seit dem 01.01.2008 haben Personen, welche nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet wurden, vier Jahre Zeit, um diese abzugeben und eine Rückerstattung der zu viel überwiesenen Steuer zu verlangen. Vor diesem Zeitraum war eine Rückerstattung nur bei Vorlage der Erklärung in der Zusammenfassung der zuvor erwähnten Fristen möglich. Die neue Regelung darf für alle Steuererklärung ab dem Veranlagungszeitraum 2005 in Anspruch genommen werden.


Nützliche Hinweise

Wert die Abgabefrist für die Einkommenssteuererklärung nicht einhalten kann, ist in jedem Falle einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Andernfalls könnte das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festsetzen, der unter Umständen recht hoch ausfallen darf.


Verwandte Themen: Einkommensteuervorauszahlungen, Veranlagung

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Abgabenordnung

Die Abgabenordnung bildet das grundlegende Regelwerk der Besteuerung in Deutschland. Sie ist gültig für alle Formen der Besteuerung hinsichtlich Festsetzung, Erhebung und Vollstreckung. Dies betrifft auch Steuervergünstigungen, welche unter Bundesrecht beziehungsweise das Recht der Europäischen Gemeinschaft fallen. Voraussetzung ist, dass die Steuern und Steuervergünstigungen entweder durch die Bundes- oder eine Landesfinanzbehörde verwaltet werden.
Die Abgabenordnung besteht aus neun Teilen:
1. Einleitende Vorschriften: Grundbegriffe, Definitionen, Anwendungsbereich der AO, Steuergeheimnis, Zuständigkeit der Finanzbehörden.
2. Steuerschuldrecht: Grundsätze des Verhältnisses zwischen Staat und Steuerschuldner. Grundlage für das Besteuerungsverfahren.
3. Allgemeine Verfahrensvorschriften: Grundsatz der Gleichmäßigkeit und Gesetzmäßigkeit hinsichtlich der Besteuerung, Verwaltungsakte, Verfahrensgrundsätze.
4. Durchführung der Besteuerung: Vorschriften die Durchführung des Besteuerungsverfahrens betreffend. Erfassung von Steuerpflichtigen, Festsetzungsverfahren, Feststellungsverfahren, Außenprüfung, Steueraufsicht und Steuerfahndung.
5. Erhebungsverfahren: Fälligkeit und Erlöschen von Steuern, Stundung, Steuererlassung, Verjährung und Verzinsung von Ansprüchen.
6. Vollstreckung: Zwangsvollstreckung bei nicht erfolgter Zahlung von Steuern
7. Außergerichtliches Rechtsbehelfsverfahren: Einspruchverfahren der Steuerpflichtigen, Verfahrensvorschriften.
8. Straf- und Bußgeldvorschriften: Materielle Vorschriften über Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten (Steuerhinterziehung und Steuerverkürzung).
9. Schlussvorschriften: Einschränkung der Grundrechte als Gesetzesvorbehalt


Verwandte Themen: Ermessen

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Abgeltungssteuer

Seit die Abgeltungssteuer am 01.01.2009 eingeführt wurde sind sämtliche Kapitalerträge, die nicht im Unternehmen erzeugt werden, mit einem einheitlichen Steuersatz in Höhe von 25 Prozent steuerpflichtig. Dazu kommen noch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.
Als Bemessungsgrundlage zieht man die Brottoerträge heran, abzüglich des Sparer-Pauschbetrages von 801 Euro für ledige Personen und 1.602 Euro für verheiratete Menschen. Werbungskosten können dabei nicht in Abzug gebracht werden. Sollte der persönliche Einkommenssteuersatz unter 25 Prozent liegen, darf Erstattung der Differenz zur Abgeltungssteuer über die Erklärung vom Finanzamt beantragt werden. Innerhalb Deutschlands sind Schuldner und Zahlstellen wie z.B. Banken und Kreditinstitute dazu verpflichtet, die Abgeltungssteuer in Abzug zu bringen und an das Finanzamt abzuführen. Dadurch wird die Einkommenssteuer dem Steuerpflichtigen gegenüber als beglichen angesehen. Der steuerpflichtige Bürger muss diese Einkünfte aus Kapitalvermögen also nicht mehr in seiner Einkommenssteuererklärung berücksichtigen.
Die Abgeltungssteuer betrifft alle Einkünfte aus Kapitalvermögen. Das bezieht sich vor allem Zinserträge aus Geldanlagen bei Kreditinstituten, Termingeschäften, Dividenden, Zertifikatserträge, Kapitalerträge aus Forderungswertpapieren und Erträge aus Investmentfonds. Des Weiteren müssen Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften erfasst werden, was in erster Linie Investmentanteile, Wertpapiere und Beteiligungen an Kapitalgesellschaften betrifft. Immobilien sind hiervon jedoch nicht betroffen. Die Einführung der Abgeltungssteuer macht die Spakulationssteuer überflüssig, daher fiel diese bei Kapitalerträgen weg. Kursgewinne sind seitdem von der Haltedauer unabhängig zu versteuern.
Seit November 2015 gibt es Stimmen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, die die Abschaffung der Abgeltungssteuer betreffen. Kapitalerträge sollen dann zum persönlichen Steuersatz versteuert werden. Eine solche Gesetzesänderung träfe dann Besserverdienende, da deren persönlicher Steuersatz über dem Steuersatz der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent läge. Sozial schwächer gestellte Haushalte mit Steuersätzen unter den 25 Prozent der Abgeltungssteuer erführen eine Steuerentlastung. Unter dem Strich erhofft sich Finanzminister Schäuble jedoch enorme Mehreinnahmen für die Staatskasse, da Besserverdiener in der Regel auch über höhere Vermögen verfügen und damit mehr Steuern zu zahlen hätten. Darüber hinaus wäre eine Entlastung sozial schwächerer Haushalte eine sinnvolle Maßnahme, da diese es ohnehin schon viel schwerer haben, mit geringeren Möglichkeiten für später vorzusorgen.


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Abgeordnetenbezüge

Bezüge, die Bundes- und Landtagsabgeordneten aber auch Abgeordneten des Europaparlaments auf der Grundlage des Abgeordnetengesetztes überwiesen werden, wurden steuerlich sonstige Einkünfte. Dagegen beziehen Kreistagsabgeordnete aber auch Mitglieder kommunaler Vertretungen, zum Beispiel Stadt- und Gemeinderäte, Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit und keine sonstigen Einkünfte. Erhält ein Abgeordneter andere Bezüge oder Löhne, etwa für Fraktionstätigkeiten, so liegen keine sonstigen Einkünfte, sondern in dem meisten Fällen Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit beziehungsweise Einkünfte aus selbstständiger Arbeit vor. Allerdings unterliegen nicht alle Abgeordnetenbezüge der Besteuerung. So wurden etwa die Aufwandsentschädigungen sowie die Tagungs- und Sitzungsgelder, mit denen anfallende Mandatskosten gedeckt werden, steuerfrei. Diese steuerfreien Einnahmen wurden vom Werbungskostenabzug ausgeschlossen. Das heißt, dass Abgeordnete auch ihre Wahlkampfkosten nicht steuerlich geltend machen können. Neben den Aufwandsentschädigungen wurden auch die Zuschüsse zur Krankenversicherung aber auch Rentenversicherungsbeiträge steuerfrei.


Verwandte Themen: Einkommensteuervorauszahlungen

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Abschlagszahlung

Bei Abschlagszahlungen ist zwischen einem Abschlag auf den Arbeitslohn und dem Abschlag auf die Vergütung eines Auftrages zu unterscheiden. Zahlt ein Arbeitgeber Arbeitnehmern Abschläge auf den Arbeitslohn, ist es gestattet, welche Lohnsteuer erst bei der endgültigen Lohnabrechnung einzubehalten. Das gilt allerdings nur, falls die Abschlagszahlung dem bereits verdienten Lohn annähernd entspricht und falls der Restarbeitslohn später im Rahmen einer endgültigen Lohnabrechnung überwiesen wird. Zudem darf der Lohnabrechnungszeitraum höchstens fünf Wochen betragen, und die Lohnabrechnung muss binnen drei Wochen ab Beendigung des Lohnabrechnungszeitraums erfolgen. Im Falle, dass die Lohnabrechnungen monatlich erfolgen, muss die Abrechnung spätestens am 20. Tag des folgenden Monats vorliegen. Ist es nicht machbar, welche Zeiträumen zu wahren, hat der Arbeitgeber bereits bei der Abschlagszahlung die Lohnsteuer einzubehalten. Bei Abschlagszahlungen auf die Vergütung von Aufträgen ist zu bedenken, dass sämtliche Abschlagszahlungen beziehungsweise Vorauszahlungen der Umsatzsteuer unterliegen. Beim Erstellen der Schlussrechnung wurden bestimmte Besonderheiten zu bedenken, um nicht Gefahr zu laufen, die Umsatzsteuer doppelt abführen zu müssen.


Verwandte Themen: Arbeitgeberdarlehen

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Abschlussgebühr

Werden bei Abschluss eines jeden Bausparvertrages gebühren berechnet, so besteht die Möglichkeit, welche als Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen anzugeben. Notwendigkeit dazu ist immer, dass der Abschluss des Bausparvertrags in keinem knappen zeitlichen und wirtschaftlichen zusammen mit einem zu verwirklichenden Bauvorhaben steht. Zudem muss zu erwarten sein, dass die Zinseinnahmen aus dem Bausparvertrag auf Dauer positiv sein werden.


Nützliche Hinweise

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Abschlussgebühren als Werbungskosten bei den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung anzugeben. Dies ist immer dann möglich, wenn das mit dem Bausparvertrag zu errichtende Gebäude der Erzielung von Einnahmen dient.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Kapitalvermögen

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Abschlusstabelle

Als Abschlusstabelle wird eine zusammenfassende Übersicht bezeichnet, über die Entwicklung der Beträge der doppelten Buchführung. Während der Erstellung des Jahresabschlusses wird diese Übersicht aufgestellt. Sie zeigt einen Überblick über den Verlauf des gesamten Geschäftsjahres. Mit ihr wird die Entwicklung der Sachkonten (Bestandskonten, Erfolgskonten, gemischte Konten) im Jahresverlauf (von der Anfangsbilanz bis zur Schlussbilanz) dargestellt. Die Abschlusstabelle bezieht sich auf einen Zeitraum und nicht auf einen Zeitpunkt. Damit gewährt sie einen Überblick über den Betriebsablauf im Geschäftsjahr. Sie dient der Kontrolle und gleichzeitig der Ermittlung des Jahresabschlusses. Die Abschlusstabelle sollte nach amtlicher Vorgabe in einzelne Spalten zu gliedern:
  1. Spalte: Eröffnungsbilanz (Bestandskonten zu Beginn des Wirtschaftjahres)
  2. Spalte: Umsatzbilanz (Summe der Zugänge in allen Sachkonten)
  3. Spalte: Summenbilanz (Summe aus Eröffnungsbilanz und der gesamten Zugänge auf den einzelnen Sachkonten
  4. Spalte: Saldenbilanz (Salden auf den einzelnen Sachkonten nach der Summenbilanz)
  5. Spalte: Hauptabschlussbilanz (Salden der Bestandskonten korrigiert um Abschlussbuchungen)
  6. Spalte: Gewinn- und Verlustrechnung (Salden aller Erfolgskonten)
  7. Spalte: Abschluss (Salden der Hauptabschlussbilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung müssen übereinstimmen)
Der Begriff »Abschlusstabelle« wird in der Praxis gleichbedeutend mit »Betriebskostenübersicht« verwendet. Die Abschlusstabelle ist ein Probe- bzw. Zwischenabschluss aller Konten in tabellarischer Form. Sie weist die Entwicklung aller Bestandskonten von der Eröffnungsbilanz bis zur Schlussbilanz, aller Aufwandskonten und Ertragskonten zur Gewinn- und Verlustrechnung sowie das Resulat der Inventur aus. Sie hilft, Buchungsfehler zu entdecken, gibt Übersicht über alle Konten und vor allem dient sie als Hilfsmittel und Grundlage für die Erstellung des Jahresabschlusses. Sie ist eine zusammenfassende Übersicht, die die Entwicklung der Beträge in der doppelten Buchführung aufzeigt. Während der Erarbeitung des Jahresabschlusses wird diese Tabelle zusammengetragen. So wird der Verlauf des kompletten Jahres festgehalten. Mit ihr werden die Sach- und Erfolgskonten im jeweiligen Jahr aufgezeigt und über das Schlussbilanzkonto aufgelistet. Die Abschlusstabelle bezieht sich auf einen bestimmten Zeitraum und zeigt daher einen Überblick über das Geschäftsjahr. Des Weiteren dient sie zum Check und zur Ermittlung des Jahresabschlusses. Die einzelnen Konten gliedern sich in Eröffnungsbilanz, Umsatzbilanz, Summenbilanz, Saldenbilanz, Hauptabschlussbilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Schlussbilanz.


Nützliche Hinweise zur Abschlusstabelle

Die Abschlussbilanz des vorangegangenen Jahres wird bei Eröffnung des neuen Geschäftsjahres zur Eröffnungsbilanz.


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Abschlusszahlung

Sobald bei der Einkommenssteuerveranlagung eines Steuerpflichtigen eine noch zu begleichende Restschuld verbleibt, gilt diese als Abschlusszahlung. Um die Restzahlung zu bestimmen, verrechnet der Staat die bereits über Lohn- und Kapitalertragssteuer vom Finanzamt vereinnahmten Steuerbeträge mit der Steuerschuld. Spätestens einen Monat nach dem Bekanntgeben des Steuerbescheides muss der Steuerpflichtige die Abschlusszahlung leisten. Als Termin der Bekanntgabe gilt der dritte Tag nach dem Datum des Bescheides. Sollte dieser auf einen Sonn- beziehungsweise Feiertag fallen, gilt der nächste Werktag als Zahlungsfrist. Besteht die Abschlusszahlung aus einem Teil der Einkommenssteuervorauszahlung, so ist dieser Anteil der Abschlusszahlung sofort zu zahlen. Wird die Steuerschuld in der Zusammenfassung von fünf Tagen nach Ende der festgelegten Zahlungsfrist beglichen, gilt die Zahlungsfrist per Gesetz als gewahrt und es darf vom Finanzamt noch kein Säumniszuschlag verlangt werden. Bei Überschreitung dieser sogenannten Schonfrist darf ein Prozent Säumnisgebühr je angefangenen Monat berechnet werden. Fehlerhafte Steuerabzüge und Vorauszahlungen wurden unabhängig von der Fälligkeit des Bescheides anhand Einspruch anzufechten.


Verwandte Themen: Lohnsteuerklassen, Einkommensteuervorauszahlungen

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Abstandszahlungen

Die Abstandszahlung wird im mundnen Rechtjargon als Ablösesumme oder Abschlagszahlung benannt. De facto stellt sie einen Ausgleich für einen Nachteil dar, den eine Vertragspartei erleidet, und gleicht einen Vorteil aus, der bei Verträgen einseitig zugestanden wird. In der Regel handelt es sich um eine einmalige Zahlung, welche aber auf Grund einer individuellen vertraglichen Vereinbarung auch auf Rentenbasis gewährt werden kann. Letztere Regelung ist besonders häufig bei den Abstandszahlungen für die Übernahme von Handelsbetrieben und Unternehmen der Gastronomie anzutreffen, wo der Verkäufer dem Käufer beispielsweise auch seine Kundenkarteien überlässt.
Abstandszahlungen finden sich in der Praxis vor allem in der Immobilienbranche. Dort bietet das Wohnungsvermittlungsgesetz die Möglichkeit, dass man als ausziehender Mieter mit dem Nachmieter eine freiwillige Übereinkunft treffen kann, dass eine 'Vergütung' für besondere Einrichtungen vereinbart werden darf, welche vom Vormieter und nicht vom Vermieter eingebracht worden wurden. Dabei dürfen die Abstandszahlungen bis zu mit 50 Prozent des aktuellen Zeitwerts angesetzt werden. Auch kommt die Vereinbarung über die Abstandszahlung bei mietbaren Objekten nur zustande, falls es auch tatsächlich zum Abschluss des neuen Mietvertrages kommt.
Bei der Übernahme von Einbauten des Vormieters über Abstandszahlungen muss man vorsichtig sein, denn die meisten Mietverträge enthalten eine Klausel, dass sie bei Beendigung des Mietverhältnisses wieder entfernt werden müssen. Diese Pflicht trifft dann auch auf den übernehmenden Nachmieter zu.


Verwandte Themen: Gebäudeabschreibung, Werbungskosten / Vermieter, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

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Abrechnungsbescheid

Unter einem Abrechnungsbescheid versteht man einen Verwaltungsakt, der vor allem dann durch das Finanzamt erlassen wird, falls es zu Streitigkeiten über Steueransprüche kommt. Zumeist erfolgt er auf Antrag des Steuerpflichtigen. Abrechnungsbescheide kommen so bei den folgenden Streitpunkten zum Einsatz: Rückerstattungsansprüche, welche durch falsch geleitete Zahlungen entstehen sowie Erlöschen eines Anspruchs durch Anfechtung oder Zahlung. Auch bei einem Konflikt über Steuerabzugsbeträge und auch Steuervorauszahlungen kann die Finanzbehörde durch das Erlassen jedes Abrechnungsbescheids entscheiden.
Es gibt die Möglichkeit, gegen den Abrechnungsbescheid Einspruch zu erheben. Dieser beinhaltet die Feststellung, ob und in welchem Umfang (bei geleisteten Teilbeträgen) die sich aus dem Steuerbescheid ergebenden Zahlungsverpflichtungen erloschen sind. Gründe für das Erlöschen der Steuerbeträge wurden beispielsweise Zahlung, Erlass, Aufrechnung oder auch die Verjährung des Anspruchs. Erteilt wird der Abrechnungsbescheid gewöhnlich durch die Finanzkasse. Wenn es jedoch Streit über die Anrechnung von Steuerabzugsbeträgen und über die Rückforderung von falsch erstatteten Beträgen gibt, ist die Veranlagungsstelle für den Abrechnungsbescheid zuständig.


Verwandte Themen: Zuwendung

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Abtretung

Eine zivilrechtliche Abtretung liegt immer dann vor, sobald eine Forderung vertraglich an eine andere Person abgetreten wird. Dabei wird der bisherige Gläubiger durch den neuen Gläubiger ersetzt. Falls das Abflussprinzip oder das Zuflussprinzip angewendet wird, hat die Abtretung auch steuerlich eine Bedeutung.
Findet die Abtretung 'an Erfüllungsstatt' durchgeführt, so bedeutet dies für den abtretenden automatisch ein geldwerter Vorteil. Dies ist etwa der Fall, falls ein Mieter seine offene Miete durch die Abtretung einer Forderung begleicht. In diesem Fall müsste der Abtretungsbetrag als Einnahme aus Vermietung und Verpachtung erfasst werden. Sollten die Forderungen später zum Beispiel nur zu 60 Prozent eingetrieben werden, so dürfen die restlichen 40 Prozent nicht von den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden. Diese werden steuerlich nicht berücksichtigt.


Nützliche Hinweise

Bei einer Forderung, welche 'erfüllungshalber' abgetreten wird, liegt ein anderer Umstand vor. In diesem Fall entsteht der geldwerte Vorteil erst dann, sobald die abgetretene Forderung ausgeglichen wird.


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Abzinsung

Die Abzinsung (auch Diskontierung) ist eine mathematische Möglichkeit aus der Finanzmathematik, bei der der Betrag einer zukünftigen Zahlung für eine Zeit, der vor dem dieser Zahlung liegt, errechnet wird. Häufig wird über die Diskontierung der gegenwärtige Wert (Barwert) einer in der Zukunft liegenden Zahlung bestimmt. Die umgekehrte Verfahrensweise zur Abzinsung nennt man Aufzinsung (auch Askontierung). Bei dieser Operation ihr wird der Wert, den eine Zahlung zu einem späteren Zeitpunkt hat, ermittelt. Auf Grundlage von Verzinsung hat derselbe Geldbetrag einen um so höheren Wert, je früher man ihn erhält. Dieser Zusammenhang wird durch die Rechenmethoden der Abzinsung bzw. Aufzinsung wiedergegeben. Die Abzinsung ermittelt also über die Anwendung der Abzinsungsformel den Wert einer zukünftigen Zahlung zu einem bestimmten davor befindlichen Zeitpunkt. Man bezeichnet den gesuchten Wert als Barwert oder Gegenwartswert. Dadurch lassen sich Geldwerte zu verschiedenen Zeitpunkten vergleichen, was z.B. für die Analyse von Investments, bei denen man Erträge in Zukunft erwartet, nützlich ist.

Die Abzinsung spielt auch im Rechnungswesen eine Rolle. Denn das Handelsrecht verlangt für die Bilanzierung in bestimmten Fällen eine Abzinsung zur Buchwertermittlung, z.B. für langfristige Rückstellungen. Verbindlichkeiten, die in der Steuerbilanz aufgeführt werden, müssen grundsätzlich mit einem Zinssatz von 5,5 Prozent abgezinst werden. Die Abzinsung der Verbindlichkeiten ist seit 1999 zwingend vorgeschrieben. Ausnahmen davon sind lediglich Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter 12 Monaten, die, die zu verzinsen sind, sowie Verbindlichkeiten, die auf einer Anzahlung bzw. Vorauszahlung zurückzuführen sind.
Im dem Fall, dass sich ein Gewinn ergibt, ist es legitim, diesen in einer Rücklage einzustellen. Diese sollte dann in den folgenden neun Geschäftsjahren zu je einem Neuntel gewinnbringend ausgelöst werden. Verbindlichkeiten, die verzinst werden, sind generell mit dem Nennwert anzugeben, wobei der vereinbarte Zinssatz nicht ins Gewicht fällt.

Nützliche Hinweise zur Abzinsung: Bei Unternehmen zwischen denen enge Beziehungen existieren, liegt es üblicherweise nahe, das diese einen niedrigen Zinssatz festsetzen, um eine Abzinsung zu verhindern.



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Abzugsverbot

Das Abzugsverbot gilt für alle Kosten, welche für private Zwecke verwendet wurden. Das heißt, welche dürfen im Rahmen einer Steuerklärung nicht zur Minderung des steuerpflichtigen Einkommens eingesetzt werden. Daraus ergibt sich, dass die einem Abzugsverbot unterliegenden Aufwendungen auch nicht als Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Kosten in der Steuererklärung aufgeführt werden dürfen. Auch ein Abzug als Betriebsausgaben ist nicht statthaft.
Einem Abzugsverbot unterliegen unter anderem Kosten für Kleidung, Kosmetik und Besuche zu privaten Veranstaltungen. Zudem gilt das Abzugsverbot auch für Aufwendungen, welche nur teilweise privaten Ursprungs wurden. Eine Ausnahme vom Abzugsverbot gilt, wenn der private Anteil an den Aufwendungen unter 10 Prozent liegt. Zudem könnte der berufliche Anteil steuersenkend eingesetzt werden, wenn sich dieser zahlenmäßig eindeutig herausrechnen lässt. In diesem Fall spielt die Höhe des privaten Anteils keine Rolle.


Nützliche Hinweise

Es ist ratsam, dass Steuerpflichtige direkt bei der Entstehung der Aufwendungen in private und berufliche Kosten getrennt werden. Dies könnte beispielsweise durch ein Fahrtenbuch geschehen. Dabei sollte genau schriftlich festgehalten werden, wofür die Aufwendungen verwendet wurden.


Verwandte Themen: Liebhaberei

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Abzugsteuer

Als Abzugssteuern zählen solche Steuern, welche einem Steuerpflichtigen geradewegs abgezogen werden. Beispiele hierfür wurden unter anderem die Kapitalertragssteuer aber auch die Lohnsteuer. So gibt es beispielsweise eine gesetzliche Verpflichtung für den Arbeitgeber, die Lohnsteuer fällige Lohnsteuer einfach einzubehalten und an das zuständige Finanzamt abzuführen. Dies gilt auch für Banken und Versicherungen, bei denen steuerpflichtige Zinserträge anfallen. So müssen alle über einen existierenden Freistellungsauftrag hinausgehenden Erlöse aus Zinsen und Dividenden einfach an die Finanzbehörde überwiesen werden. Ein Steuerpflichtiger kann zu viel gezahlte Steuern dann einzig über seine Steuererklärung wieder zurückfordern. Eine weitere Abzugssteuer ist auch die Aufsichtsratsteuer.


Nützliche Hinweise

Zudem haben die Finanzbehörden das Recht, auch von einem beschränkt Steuerpflichtigen den Steuerabzug abzuverlangen, auch dann, wenn kein Dienst- und Beschäftigungsverhältnis vorliegt. Dies gilt zum Beispiel, falls Einkünfte aus einer Tätigkeit als Künstler und Sportler zu Buche schlagen.


Verwandte Themen: Lohnsteuerklassen

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Abzugsverfahren

Das Abzugsverfahren dient dazu, Steueransprüche des deutschen Finanzamtes gegenüber ausländischen Firmen abzusichern. Es kommt zur Anwendung, sobald ausländische Unternehmer, welche weder Wohnort noch Sitz im Inland haben, steuerpflichtige Umsätze in Deutschland erzielen.
Der Leistungsempfänger und Auftraggeber ist dazu verpflichtet, einen Steuerabzug durchzuführen. Eine Umsatzsteuer ist von folgenden Umsätzen einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen:
Werklieferungen und sonstige Leistungen von einem im Ausland ansässigen Unternehmen, im Falle, dass sie im Inland erbracht werden. Lieferungen von sicherungsübereigneten Gegenständen außerhalb des Insolvenzverfahrens durch einen Sicherungsgeber an einen Sicherungsnehmer und unter das Grunderwerbsteuergesetz fallende Umsätze.
Leistende dürfen in diesen Fällen keine Umsatzsteuer auf der Rechnung ausweisen. Falls der Empfänger der Leistung zum Abzug einer Vorsteuer berechtigt ist, kann er die übergegangene Steuerschuld wieder als Vorsteuer abziehen.
Der Abzug der Umsatzsteuer ist von allen inländischen Unternehmern und juristischen Personen des öffentlichen Rechts verpflichtend durchzuführen. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Unternehmer selbst umsatzsteuerpflichtig ist, weswegen die Regelung auch für Kleinunternehmer und Unternehmer mit steuerfreien Umsätzen sowie für pauschal versteuernde Landwirte gilt.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Abzugsumsätze

Für den Fall, dass in einem Firmen Umsätze nach § 4 des Umsatzsteuergesetzes von der Umsatzsteuer befreit sind, dann könnte hierfür unter bestimmten Voraussetzungen keine Vorsteuer geltend gemacht werden. Zur Prüfung der Vorsteuer muss unterschieden werden, ob es sich um Abzugsumsätze und Ausschlussumsätze handelt. Während für Abzugsumsätze ein Abzug der Vorsteuer möglich ist, bleibt dieser bei Ausschlussumsätzen versagt.
Abgezogen werden darf die Vorsteuer prinzipiell von allen im § 15 Abs. 3 des Umsatzsteuergesetzes erwähnten Umsätzen. Hierunter fallen unter anderem Ausfuhrleistungen und innergemeinschaftliche Leistungen. Ebenfalls ist für die im § 25 UStG genannten Reiseleistungen ein Abzug der Vorsteuer möglich. Als Ausschlussumsätze sind alle Umsätze, welche nicht im § 15 Abs. 3 aufgeführt wurden. Zudem zählen alle Umsätze, welche im Inland steuerfrei wären und auch alle unentgeltlichen Leistungen, für die auch bei Bezahlung eines Entgelts keine Steuer berechnet würde als Ausschlussleistungen.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Aktienoptionen

Eine Aktionsoption räumt die Chance ein, ein Paket vonm Aktien zu einem festgelegten Übernahmepreis zu erwerben. Es hat sich eingebürgert, dass Aktiengesellschaften Aktionoptionen des eigenen Hauses an ihre Mitarbeiter als einen Teil ihrer Vergütung weitergeben. Durch diese Vorgehensweise sollen die Arbeitnehmer angespornt werden, zum Erfolg der Firma beizutragen, damit der tatsächliche Aktienwert über die Summe, die in der Option festgelegt wurde, möglichst übertrifft. Auf diese Weise vergrößert sich die Rendite des Mitarbeiters, wenn dieser beim Kauf der Aktien die Option benutzt und die Wertpapiere anschließend zu einem höheren Preis weiter verkaufen kann.
Grundsätzlich sind Aktienoptionen entweder 'handelbar' oder 'nicht handelbar'. Dies bedeutet, die Option kann weiterverkauft werden oder muss gehalten werden. Erzielt der Arbeitnehmer durch eine nicht handelbare Option eine Rendite (einen geldwerten Vorteil durch die Differenz von Verkaufswert und Optionswert), so gilt diese als Arbeitsentgelt und wird deshalb von der Lohnsteuer erfasst. Der Bundesfinanzhof war diesbezüglich maßgeblich, denn dieser sprach sich für eine Besteuerung der Einlösung nicht handelbare Aktienoptionen aus. Da dieser Schritt nur dann passiert, wenn der Optionswert unter dem augenblicklichen Tageswert liegt, geht damit also eine Besteuerung eines verbilligten Aktienbezugs einher. Daraus folgt, dass die bloße Gewährung der Option durch den Arbeitgeber keine Steuerpflicht nach sich zieht.
Handelbare Optionen unterscheiden sich diesbezüglich, weil dem Arbeitnehmer schon in dem Moment sein Arbeitsentgelt zufließt, in dem er die Option erhält, da er diese direkt weiterverkaufen könnte. Als sogenannter 'Zuflusszeitpunkt des geldwerten Vorteils', der für die steuerliche Behandlung maßgeblich ist, gilt der Tag, an dem die Option aus dem Depot des Unternehmens ausgebucht wurde.

Nützliche Hinweise zu Aktienoptionen: Möchte man die eigene Steuerlast verringern, sollte man die Optionen bei niedrigem Aktienkurs nutzen.


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Aktienüberlassung

Bei Aktien, welche dem Mitarbeiter durch den Mitarbeiter verbilligt oder unentgeltlich überlassen werden, ist der geldwerte Vorteil nur bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei. Eine Steuerfreiheit liegt vor, wenn der geldwerte Vorteil weniger als den halben Börsenwert und der erzielte geldwerte Vorteil nicht mehr als 135 Euro pro Jahr beträgt. Wenn der geldwerte Vorteil diese Grenzen übersteigt, werden die Aktien als steuerpflichtigen Arbeitslohn festgehalten. Zur Erfassung des geldwerten Vorteils dient immer der amtliche Börsenkurs des Tages. Steuerfreiheit wird erlangt durch Belegschaftsaktien (Aktien eigener Firma) beziehungsweise Aktien fremder Firmen. Die Begünstigung fremder Aktien erreicht man nur, wenn sie auf dem deutschen Börsenmarkt zum gerezählen Markt beziehungsweise zum Freiverkehr zugelassen wurden. Bei Überlassung von Aktienfonds vom Arbeitgeber an den Mitarbeiter können ebenfalls steuerliche Förderungen erlangt werden.


Nützliche Hinweise

Als geldwerter Vorteil mussten die Aktien früher innerhalb der Sperrfrist von sechs Monaten nachversteuert werden. Nach Einführung des Steueränderungsgesetzes von 2001 entfällt dieses.


Verwandte Themen: Aktienoptionen

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Allgemeine Nachschau

Am 01.01.2001 wurde in das Steuerbekämpfungsgesetz den § 27 b aufgenommen. Somit hat das zuständige Finanzamt das Recht eine Nachschau zur allgemeinen Umsatzsteuer auch unabhängig von einer Außenprüfung vorzunehmen. Die zuständigen Mitarbeiter der Finanzbehörden können dabei ohne vorige Ankündigung die Grundstücke und Räume von Personen die eine selbstständige Tätigkeit ausüben durchsuchen. Ebenfalls ist es den Finanzbehörden ermöglicht, während der Geschäftszeiten bestimmte Sachverhalte festzustellen, wie zur Erhebung der Steuer von Bedeutung sein können.


Nützliche Hinweise

Wohnräume dürfen jedoch nicht ohne Einwillung des Steuerpflichtigen betreten werden. Betroffene müssen jedoch auf Verlangen Aufzeichnungen, Bücher, Geschäftspapiere und andere Dokumente vorzeigen.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Altersvermögensgesetz

Seit dem 26. Juni 2001 wird mit dem sogenannten Altersvermögensgesetz der Aufbau einer privaten, kapitaldeckenden Altersvorsorge staatlicherseits gefördert. Alle Personen, die der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen, können diese Fördermöglichkeit in Anspruch nehmen.


Verwandte Themen: Riester-Rente/ Besteuerung

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Allgemeiner Durchschnittsatz

Einzelne Unternehmer haben die Möglichkeit, anfallende Vorsteuer auch ohne Einzelnachweise, sondern pauschal geltend zu machen. Grundlagen: Es existiert für den Unternehmer keine Buchführungsplicht. Der Jahresumsatz hat im vergangenen Jahr den Betrag von 61.356 Euro nicht überschritten. Er unterliegt einer Regelbesteuerung, bei der für die Ermittlung der Steuer Durchschnittsätze herangezogen werden. Diese sind beim Finanzamt zu erhalten. Für bestimmte Gewerbezweige und Berufsgruppen gilt grundsätzlich die Regelbesteuerung. Allerdings wurden für einzelne Berufsgruppen verschiedene Vorsteuer-Durchschnittssätze festgelegt, wie etwa für Journalisten 4,8 Prozent, Bildhauer 7,0 und für Kunstmaler 5,2 Prozent. Welche Durchschnittssätze im Einzelnen und aktuell gültig wurden, lässt sich aus dazugehörigen Tabellen ablesen.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Amateursportler

Erhält ein Amateursportler von seinem Verein finanzielle Leistungen, so wurden diese Einnahmen steuerpflichtig. Eine steuerfreie Erstattung von Aufwand durch eine Aufwandsentschädigung ist nur machbar, sobald der Amateursportler die Zahlungen - wie beispielsweise Reisekosten - konkret nachweist. Pauschale Kostenerstattungen wurden dagegen steuerpflichtig.


Nützliche Hinweise

Fallen Zahlungen an, sollten diese konkret aufgelistet werden - bei Reisekosten zum Beispiel unter Angabe des Tages und des Grundes der Reise aber auch aller einzelnen Kosten.


Verwandte Themen: Reisekostenerstattung

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Amtshilfe

Amtshilfe nennt man die Unterstützung einer Behörde für eine andere Behörde. Diejenige Behörde, die um Amtshilfe ersucht, wird ersuchende Behörde genannt. Die Behörde, die Amtshilfe geben soll, wird als ersuchte Behörde bezeichnet. Ersuchen Justizbehörden um Amtshilfe, wird dies als Rechtshilfe bezeichnet. Amtshilfe ist sogenannte zwischenstaatliche Amts- und Rechtshilfe, die Finanzbehörden in Anspruch nehmen können. Bilaterale Verfahrensgrundlagen hierfür sind beispielsweise das EG-Amtshilfe-Gesetz oder die Doppelbesteuerungsabkommen zwischen verschiedenen Staaten. Amtshilfe bzw. Rechtshilfe dient immer dem Zweck, die steuerrechtlichen Zusammenhänge bei grenzüberschreitenden Geschäftsbeziehungen zu ermitteln. Voraussetzungen für Leistungen der Finanzbehörden im Rahmen zwischenstaatlicher Amtshilfe sind gegeben, sollte der nachfragende Staat sicherstellt, dass die erhaltenen Informationen und Unterlagen ausschließlich für die Aufdeckung von Steuerstraftaten oder Ordnungswidrigkeiten innerhalb des Steuerrechts benutzt werden, Gegenseitigkeit verbürgt ist und die entsprechenden Unterlagen bzw. Informationen ausschließlich Personen, Gerichten oder Behörden zur Verfügung gestellt werden, die mit der Betreuung des speziellen Falles betraut sind. Außerdem muss der Amtshilfe ersuchende Staat zusichern, dass den inländischen Beteiligten keinerlei nicht verantwortbarer Schaden entsteht, die allgemeine Sicherheit und Ordnung nicht beeinträchtigt wird und alles getan werden muss, Doppel- oder Fehlbesteuerung durch sachgerechtes und besonnenes Vorgehen zu vermeiden. Eine Behörde darf um Amtshilfe bitten, wenn sie aus rechtlichen Gründen die Amtshandlung nicht selbst vornehmen kann, aus tatsächlichen Gründen, besonders weil die zur Vornahme der Amtshandlung Infrastruktur oder das Personal fehlen, die Amtshandlung nicht selbst vornehmen kann, zur Durchführung ihrer Aufgaben ungenügende Fakten bzw. Tatsachen zur Verfügung stehen und diese nicht beigebracht werden können, zur Durchführung ihrer Aufgaben Urkunden oder sonstige Beweismittel benötigt, die sich im Besitz der ersuchten Behörde befinden, die durchzuführende Maßnahme oder Amtshandlung für die ersucchende Behörde viel aufwändiger ist als für die ersuchte. Die ersuchte Behörde darf jedoch keine Hilfe leisten, wenn sie hierzu aus rechtlichen Gründen nicht in der Lage ist oder durch die Hilfeleistung dem Wohl des Bundes oder eines Landes erhebliche Nachteile bereitet würden. Die ersuchte Behörde ist zur Erteilung von Auskünften und insbesondere zur Vorlage von Urkunden oder Akten nicht verpflichtet, wenn die Vorgänge nach einem Gesetz oder ihrem Wesen nach geheim gehalten werden müssen. Die ersuchte Behörde braucht Hilfe nicht zu leisten, wenn eine andere Behörde die Hilfe wesentlich einfacher oder mit wesentlich geringerem Aufwand leisten kann, sie die Hilfe nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand leisten könnte oder sie unter Berücksichtigung der Aufgaben der ersuchenden Behörde durch die Hilfeleistung die Erfüllung ihrer eigenen Aufgaben ernstlich gefährden würde.



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Amtssprache

Werden bei deutschen Steuerbehörden Anträge in einer fremden Sprache gestellt, so können diese verlangen, dass eine deutsche Übersetzung vorgezeigt wird. Dies gilt auch für die Vorlage von Belegen, Urkunden beziehungsweise sonstigen Schriftstücken, welche nicht in Deutsch wurden. Falls der Aufforderung zur Vorlage einer Übersetzung nicht nachgekommen wird, so könnte die Behörde selbst eine Übersetzung beauftragen und die Kosten hierfür dem Beteiligten in Rechnung stellen.
Werden Anträge oder Willenserklärungen die eine Frist für das zuständige Finanzamt beinhalten in einer fremden eingereicht, so beginnt diese Frist erst mit dem Termin, zu dem die Übersetzung vorliegt. Besteht eine Frist für den Abgebenden, so gilt diese als eingehalten, sobald die Übersetzung innerhalb einer angemessenen Frist eingereicht wird.


Nützliche Hinweise

Der Zeitpunkt des Eingangs einer Übersetzung ist immer dann für die Wahrung der Frist maßgebend, solange keine anderweitigen zwischenstaatlichen Vereinbarungen existieren. Dabei wurden die Finanzbehörden verpflichtet, die Beteiligten darauf hinzuweisen, dass eine geänderte Rechtslage vorliegt.


Verwandte Themen: Bundesfinanzhof

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Amtsträger

Als Amtsträger gelten in Deutschland neben Beamten und Richtern auch alle in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis stehenden Personen sowie solche, deren Aufgabe es ist bei einer öffentlichen Stelle Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnehmen. Dabei unterliegen Amtsträger immer einer Haftungsbeschränkung.
Falls ein Amtsträger zum Beispiel eine steuerliche Nebenleistung zu gering beziehungsweise zu spät festsetzt, zu Unrecht eine Rückerstattung der Steuer gewährt und eine anzuwendende Besteuerungsgrundlage gar nicht oder zu niedrig ansetzt, dann könnte der Amtsträger nur haftbar gemacht werden, wenn aufgrund der Amts- und Dienstpflichtverletzung eine Strafe ausgesprochen wurde.


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Anfechtungsklage

Eine Anfechtungsklage kommt in vier verschiedenen Rechtsgebieten in Betracht. Dazu zählen das Gesellschaftsrecht und das Sozialrecht aber auch die Bemühungen, auf der Basis der Verwaltungsgerichtsordnung beziehungsweise der Finanzgerichtsordnung Bescheide der Behörden für nicht rechtens erklären zu lassen.
Eine wichtige Notwendigkeit für die Anfechtungsklage ist, dass der Verwaltungsakt noch nicht vollzogen wurde. Welche Fristen dabei gewahrt werden müssen, wird in den Bescheiden der Behörden in der so genannten 'Rechtsbehelfsbelehrung' erklärt. Vor der Anfechtungsklage muss in einem ersten Schritt ein Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt werden. Diese Vorgehensweise ist identisch zum Beispiel bei der Ablehnung von Rentenanträgen beziehungsweise Sozialhilfeanträgen und muss genauso bei Bussgeldbescheiden und Steuerbescheiden genutzt werden. Dieses Widerspruchsverfahren ist in den Paragrafen 68 ff. der Verwaltungsgerichtsordnung geregelt und wird in der Fachsprache der Juristen auch als Vorverfahren beschrieben. Bleibt die Behörde nach einem Widerspruch untätig, kann alternativ zur Anfechtungsklage auf der Basis des Paragrafen 75 der Verwaltungsgerichtsordnung auch eine Untätigkeitsklage eingereicht werden.
Die Anfechtungsklage ist in Deutschland sowohl als Gestaltungsklage als auch als Kassationsklage ausgelegt. Das bedeutet, dass eine unmittelbare Rechtswirkung für den Verwaltungsakt davon ausgeht, der im besten Fall komplett gestrichen werden könnte.
Für die Anfechtungsklage können Menschen mit einem geringen Einkommen auch staatliche Unterstützungen wie die Beratungskostenbeihilfe und die Prozesskostenbeihilfe in Anspruch nehmen.


Verwandte Themen: Einspruch

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Angehörige

Als Angehörige zählen steuerlich Verlobte und Ehegatten aber auch in gerader Linie Verwandte und Verschwägerte, Geschwister und Halbgeschwister, Kinder von Geschwistern (Nichten und Neffen), Ehegatten von Geschwistern sowie Geschwister der Ehegatten (Schwägerin, Schwager). Auch Geschwister der Eltern und auch Personen, welche aufgrund eines auf längere Dauer angelegten Pflegeverhältnisses mit häuslicher Gemeinschaft miteinander verbunden wurden wie Eltern und Kind (Pflegekinder und Pflegeeltern) gelten als Angehörige, während die Kinder der Geschwister untereinander steuerlich nicht als Angehörige betrachtet werden (Cousin oder Cousine). Verwandtschaftsverhältnisse sind steuerlich erheblich bei Schenkungen und Erbschaften, im zusammen mit der Eigenheimzulage (bei unentgeltlicher Vermietung an Angehörige) aber auch beim Auskunftsverweigerungsrecht. Nahe Angehörige unterliegen beispielsweise einer deutlich geringeren Erbschaft- und Schenkungsteuer.


Nützliche Hinweise

Auch bei einer Scheidung bleibt das Angehörigkeitsverhältnis bestehen. Kommt es jedoch zur Lösung eines Verlöbnisses, besteht auch kein Angehörigkeitsverhältnis mehr.


Verwandte Themen: Erbschaftsteuer/ Freibetrag, Schenkungssteuer, Eigenheimzulage

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Anlagevermögen

Anlagevermögen ist ein Fachbegriff aus der Buchhaltung und beschrieben die auf der Aktivseite einer Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte, die am Bilanzstichtag dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb eines Unternehmens dauernd zu dienen. Die Bezeichnung Anlagevermögen wird nicht nur im Rechnungswesen, sondern auch in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung genutzt. Zum Anlagevermögen gehören z.B. Grundstücke und Gebäude, Patente, Maschinen, Software oder PKW des Unternehmens – man bezeichnet diese folglich als Anlagegüter. Es gibt abnutzbare Anlagegüter wie Maschinen, Autos, Patente, Gebäude oder Software, die über die Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben werden, sowie nicht abnutzbare Anlagegüter wie Anlagen im Bau, Wertpapiere oder Grundstücke. Nach der für Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzgliederung des § 266 HGB unterteilt man die Anlagegüter in drei Oberkategorien: immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen. Anlagegüter werden bisweilen anders bewertet als Umlaufvermögen. Es existieren meist planmäßige Abschreibungen (mit einer gegebenenfalls sofortigen Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG)) und es gilt das gemilderte Niederstwertprinzip. Das Anlagevermögen ist, ebenso wie das Umlaufvermögen, auf der Aktivseite der Bilanz gesondert auszuweisen. Die Zuordnung eines Wirtschaftsgutes zum Anlagevermögen ergibt sich somit aus der Zweckbestimmung und nicht aus der bilanztechnischen Behandlung. So gehören Gebäude, die auf Dauer dem Betrieb gewidmet sind, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- beziehungsweise Geschäftsausstattungen zum abnutzbaren Anlagevermögen. Ein zum Anlagevermögen gehörendes Wirtschaftsgut ist auch im Falle eines anstehenden Verkaufs weiterhin dem Anlagevermögen zuzuordnen, solange es nicht zu einer Änderung der bisherigen Nutzung kommt.


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Anleihen

Der Wort Anleihe stellt ein Sammelbegriff für jegliche Art von Schuldverschreibungen dar. Wer eine Anleihe ausstellt, gibt ein Versprechen zur Rückzahlung des dem entsprechenden Betrages zuzüglich festgelegter Zinsen ab. Die festgelegten Zinsen zählen als Ertrag und sind damit der Kapitalertragssteuer unterworfen.


Verwandte Themen: Freistellungsauftrag, Zinsabschlag, Sparerfreibetrag

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Anmeldezeitraum

Entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen, müssen Steuern, die aufgrund der jeweiligen Steuergesetze anfallen, im Rahmen festgelegter Zeiträume beim zuständigen Finanzamt angemeldet werden. Für die Kapitalertragssteuer gilt: Die während des Monats anfallende Steuer ist immer bis zum zehnten Kalendertag des Folgemonats an das zuständige Finanzamt zu überweisen. Für die Lohnsteuer zählen, abhängig von der jeweiligen Höhe verschiedene Regelungen. Während der Anmeldezeitraum regulär dem Kalendermonat entspricht, beträgt er ein Vierteljahr, falls die Lohnsteuer im abgelaufenen Jahr zwischen 800 Euro und 3000 Euro lag. Das Kalenderjahr gilt dagegen als Abrechnungszeitraum, falls dieser Wert 800 Euro nicht überstieg. Die Umsatzsteuervoranmeldung ist zwingend bis zu 10. des Folgemonats nach Ablauf des Voranmeldezeitraumes vorzulegen. Der im laufenden Jahr gültige Voranmeldezeitraum wird nach der Steuerschuldhöhe im vergangenen Kalenderjahr festgelegt. Lag diese über 6136 Euro, gilt der Kalendermonat, darunter ist dar Kalender-Vierteljahreszeitraum maßgebend. War die Steuerschuld im letzten Jahr niedriger als 512 Euro ist das gesamte Kalenderjahr gültig. Für die Feuerschutzsteuer wurde als Anmeldezeitraum der Kalendermonat festgelegt. Bei Beträgen bis zu 1200 Euro im Vorjahr gilt auch hier wiederum der Vierteljahres-Zeitraum.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Lohnsteuerklassen

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Anrechnungsverfahren

Das Anrechnungsverfahren wurde genutzt, falls es um die Veranlagung von Kapitalgesellschaften zur Körperschaftssteuer geht. Angewendet wurde das Anrechnungsverfahren, um zu verhindern, dass es zu einer Doppelbesteuerung der Kapitalgesellschaft aber auch des Anteilseigners kam. Genutzt wurde das Anrechnungsverfahren bis zum Jahre 2001 und wurde dann durch das Halbeinkünfteverfahren ersetzt.
Beim Anrechnungsverfahren wurde die Körperschaftsteuer, die in ausgeschütteten Gewinnanteilen wie zum Beispiel Dividenden enthalten ist steuerlich berücksichtigt. Hierzu wurde die im Anteil des Gewinns enthaltende Körperschaftssteuer dem Anteilseigner und auch Aktionär wieder zugerechnet. Dadurch wurde die im Gewinnanteil enthaltende Körperschaftssteuer quasi eliminiert. Der um die Körperschaftssteuer vermehrte Gewinn wurde dann im Rahmen der Einkommenssteuerberechnung berücksichtigt.


Nützliche Hinweise

Das seit 2001 angewendete Halbeinkünfteverfahren dient auch zur Eliminierung der im Gewinnanteil enthaltenden Körperschaftssteuer. Dabei wird die Körperschaftssteuer von 25 Prozent einfach durch die kapitalausschüttende Gesellschaft an das Finanzamt abgeführt.


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Anrufsauskunft

Sowohl Arbeitgeber wie auch abhängig Beschäftigte haben die Möglichkeit sich bei Fragen zum Lohnsteuerabzug direkt an das zuständige Finanzamt zu wenden. So können zum Beispiel Informationen über steuerfreie Zuwendungen, eine beschränkte Steuerpflicht, die Bewertung von Sachbezügen und über bestimmte Freibeträge einzuholen. Zudem können abhängig Beschäftigte sich beim Finanzamt direkt ihren Lohnsteuerabzug berechnen lassen.
Zuständig ist dabei immer der Fiskus, welches sich an der Betriebsstätte des Arbeitgebers befindet. Bei Unternehmen mit mehreren Betriebsstätten zählt immer das Finanzamt als zuständig, das sich an der Betriebsstätte mit Sitz der Geschäftsleitung befindet. Anfragen können sowohl telefonisch wie auch schriftlich gestellt werden, wobei die Beantwortung in der Regel immer auf schriftlichem Wege erfolgt. Finanzämter müssen jedoch nur solche Anfragen beantworten, die einen bestimmten Einzelfall betreffen. Die Erteilung von allgemeinen Auskünften darf dagegen abgelehnt werden. Für den Fall, dass eine Auskunftserteilung abgelehnt wurde, haben sowohl Arbeitgeber wie Arbeitnehmer die Möglichkeit dagegen Einspruch einzulegen. Dies ist ausführbar, da es sich bei der Auskunftserteilung des Finanzamtes nach dem Gesetz immer um einen Verwaltungsakt handelt.


Nützliche Hinweise

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes ist eine mündliche Auskunft des Finanzamtes über einen Lohnsteuerabzug immer bindend. Mögliche Gebühren solche verbindlichen Auskünfte können dem § 89 AO entnommen werden.


Verwandte Themen: Lohnsteuerklassen

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Anteilsverkäufe

Wenn eine Person Anteile von Kapitalgesellschaften veräußert, die diese bislang privat gehalten hatte, so ist eine auf diesem Weg erzielte Rendite nicht steuerpflichtig, falls der Verkauf nicht innerhalb der ersten zwölf Monate nach Ankauf der Anteile (die sogenannte 'Spekulationsfrist') erfolgte. War die Person jedoch in der Zusammenfassung der letzten fünf Jahre irgendwann 'wesentlich' am Kapital der Gesellschaft beteiligt, deren Anteile sie nun verkauft, ändert dies den Umstand. Wesentlich ist eine Beteiligung seit dem 1. Januar 2002 immer dann, sobald die mittelbare beziehungsweise unmittelbare Beteiligung bei wenigstens einem Prozent des Kapitals lag. Zuvor lag diese Grenze bei zehn Prozent.
Wurden solche Anteilsverkäufe, welche aus dem Privatvermögen getätigt wurden, steuerpflichtig, dann haben Sie den Status von Einkünften aus einem Gewerbebetrieb und fallen folglich unter das Halbeinkünfteverfahren. Dies bedeutet, sie wurden nur zu 50 Prozent steuerpflichtig. Verkaufen jedoch Einzelunternehmen beziehungsweise Personengesellschaft die Anteile mit Gewinn, erhöht dies den laufenden Gewinn des Hauses. Die Veräußerungsgewinne unterliegen deshalb der Einkommenssteuer. Allerdings wurden in einem solchen Fall 50 Prozent der Veräußerungsgewinne steuerfrei.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Gewerbebetrieb

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Anschaffungskosten

Als Anschaffungskosten bezeichnet man im Rechnungswesen nach § 255 Abs. 1 HGB die Aufwendungen, die dem Kauf eines Wirtschaftsgutes dienen und erforderlich sind, dieses in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen (z.B. Montagekosten, Inbetriebnahme), soweit sie dem Wirtschaftsgut einzeln zugeordnet werden können. Die Anschaffungsaufwendungen legen den Betrag fest, mit dem erworbene Güter bei erstmaligen Ansatz in der Bilanz (zum Erwerbszeitpunkt) verbucht werden. Gleichzeitig sind sie die Grundlage für die Berechnung der planmäßigen Abschreibungen beim abnutzbaren Anlagevermögen. Dieser Betrag wird auch niemals in der Bilanz überschritten. Das gilt auch dann, wenn der Verkehrswert bzw. Marktwert später darüber liegen sollte. Werden Vermögenswerte hingegen nicht erworben, sondern vom Unternehmen eigens produziert, stellen die Herstellungskosten den Wertmaßstab dar. In § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB wird das entsprechende Bewertungsprinzip festgelegt. Man nennt es Anschaffungswertprinzip oder auch Anschaffungsaufwendungenprinzip. Die in den darauf folgenden Jahren um planmäßige Abschreibungen geminderten Anschaffungskosten haben die Bezeichnung fortgeführte Anschaffungsaufwendungen. Zu den Anschaffungsaufwendungen werden alle Ausgaben gezählt. Maßgeblich ist dabei das Prinzip der direkten Zurechenbarkeit. Es können also nur Kosten, die direkt mit dem Wirtschaftgut in Verbindung stehen, auch dessen Anschaffungsaufwendungen zugerechnet werden. Demnach gehören anteilige Gemeinkosten bzw. kalkulatorische Kosten, wie sie beispielsweise in der Verwaltung (Anfragen, Bestellungen) entstehen, standardmäßig nicht zu den Anschaffungsaufwendungen. Anschaffungsnebenkosten werden jedoch hinzugezählt.
Beispiele für Anschaffungsnebenkosten: Kosten für Verpackung und Transport, Notarkosten bei Grundbucheintragungen sowie sämtliche Aufwendungen, die für die Aufstellung und Inbetriebnahme des Wirtschaftsgutes erforderlich sind (z.B. Umbauten, Umrüstungen).
Sollten nach der Anschaffung zusätzliche Kosten anfallen, die in einem direkten Zusammenhang mit dem erworbenen Wirtschaftsgut stehen, sind diese nachträglich als Anschaffungsaufwendungen anzusetzen. Beispiele: Ankauf oder Herstellung zusätzlicher Einrichtungen. Auch nachträgliche Minderungen der Anschaffungsaufwendungen sind möglich. Dies geschieht beispielsweise durch die Gewährung von Rabatten, Boni oder mängelbedingten Preisminderungen.




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Ansparabschreibung

Als Ansparabschreibung wird eine Rücklage mit gewinnmindernder Wirkung bezeichnet, die nach der bis zum 31.12.2006 geltenden Rechtslage laut § 7 g Absatz 3 EStG unter bestimmten Rahmenbedingungen von kleinen und mittleren Unternehmen gebildet werden durfte. Sie hatte den zweck, die künftige Anschaffung oder auch Herstellung eines Wirtschaftsgutes durch Bereitstellung von finanziellen Mitteln zu ermöglichen. Zum 01.01.2007 wurde die Ansparabschreibung durch den Investitionsabzugbetrag ersetzt.
Die Ansparabschreibung bzw. Ansparrücklage war seit 01.01.2001 auf höchstens 40 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des betreffenden Wirtschaftsgutes begrenzt, welches dann auch innerhalb der beiden darauffolgenden Jahre anzuschaffen beziehungsweise herzustellen war. Bei Existenzgründern galt eine Frist von fünf Jahren, in der die Anschaffung beziehungsweise Herstellung zu erfolgen hatte. Insgesamt durften die innerhalb eines jeden Betriebes des Betriebsinhabers gebildeten Ansparabschreibung bzw. Ansparrücklagen nicht die Obergrenze von 154.000 Euro überschreiten. Bei Existenzgründern durfte sich die Gesamtsumme der gebildeten Ansparabschreibung bzw. Ansparrücklagen auf bis zu 307.000 Euro pro Betrieb belaufen. Bei der Bildung einer Ansparrücklage waren in der Steuererklärung die Art, die Höhe, der Zeitpunkt sowie der Ort der beabsichtigten Investition anzugeben. Der Gesetzgeber verlangte jedoch keinen Nachweis für das tatsächliche Bestehen einer Investitionsabsicht. Erfolgte die Investition nicht, so hatte der Steuerpflichtige die Rücklage Gewinn erhöhend aufzulösen. In diesem Fall war übrigens ein Gewinnzuschlag in Höhe von sechs Prozent der nicht investierten Rücklage anzusetzen. Dies galt analog auch für eventuelle Differenzbeträge, die entstanden, wenn die tatsächlich durchgeführte Investition geringer ausfiel als die dafür gebildete Rücklage. Wurde ein Unternehmen, welches eine Ansparrücklage gebildet hatte, in eine andere Gesellschaft eingebracht, musste die Ansparrücklage aufgelöst werden. Über das Thema Auflösung von Ansparabschreibungen bei Betriebsveräußerung oder Betriebsaufgabe äußerte sich das Bundesfinanzministerium in dem Schreiben vom 25.08.2005, während sich die BMF-Schreiben vom 25.01.2004 sowie vom 16.11.2004 mit der Bildung von Ansparabschreibungen im Falle einer wesentlichen Vergrößerung eines schon bestehenden Betriebs befassten.


Nützliche Hinweise zur Ansparrücklage

Es ist darauf zu achten, dass ein bei der Bildung einer Ansparrücklage angegebenes Investitionsgut später auch in der angekündigten Weise angeschafft beziehungsweise hergestellt wird. Dabei muss es sich zumindest um die Anschaffung oder Herstellung eines artverwandten Wirtschaftsgutes handeln. So ist es beispielsweise nicht möglich, die für die beabsichtigte Anschaffung eines Transporters gebildete Ansparrücklage zum Kauf einer neuen Heizung oder einer Produktionsmaschine zu verwenden. War jedoch ursprünglich die Anschaffung eines PKW der Marke Volkswagen beabsichtigt, so kann stattdessen auch ein PKW der Marke Mercedes angeschafft werden, da dieser im Prinzip die gleichen Funktionen erfüllen kann. Bestand keine Investitionsabsicht mehr, so konnte eine Ansparrücklage bereits ein Jahr nachdem sie gebildet wurde wieder aufgelöst werden. Die Bildung von Ansparrücklagen für verpachtete Wirtschaftsgüter, beispielsweise im Anlagevermögen, war nicht möglich. Wurde wiederholt eine Ansparrücklage zur Anschaffung der gleichen Zielinvestition gebildet, so hatte der Unternehmer genau darzulegen, weshalb die zuvor bereits einmal geplante Anschaffung nicht umgesetzt werden konnte. Bestand bei der Bildung einer Ansparrücklage noch keine Absicht zur Veräußerung des Unternehmens, so ist die Rücklage im Falle einer bei Betriebsveräußerung zum steuerbegünstigten Aufgabegewinn hinzuzurechnen. Die Bildung von Ansparrücklagen für Erweiterungsinvestitionen oder Investitionen in neu zu gründende Unternehmen war nur statthaft, wenn bereits bei Bildung der Ansparrücklage eine verbindliche Bestellung der betreffenden Güter erfolgte.


Verwandte Themen: Abschreibung / linear

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Anteilsbewertung

Die Anteile von Kapitalgesellschaften können nach dem Kurswert oder dem gemeinen Wert eingestuft werden. Sie werden dann nach dem Kurswert eingestuft, wenn sie Teil des amtlichen Handels, des regulierten Marktes oder des Freiverkehrs sind. Die jeweiligen Kurswerte werden vom Bundesfinanzminister einmal pro Jahr zum Stichtag am 31. Dezember bekanntgegeben.
Anteile einer GmbH aber auch nicht notierte Aktien unterliegen dazu im Gegensatz der gemeinen Bewertung. Das hierfür verwendbare Verfahren trägt die Bezeichnung 'Anteilsbewertung'. Bei der Feststellung des gemeinen Wertes gibt es zwei Möglichkeiten: Die Ableitung aus Verkäufen und eine Methode namens Stuttgarter Verfahren. Bei der ersten Option erfolgt die Wert-Feststellung in erster Linie über geeignete Verkäufe, die weniger als ein Jahr zurückliegen. Verkäufe, die erst nach dem Stichtag erfolgten, dürfen nicht in die Bewertung einfließen. Kann der gemeine Wert jedoch nicht über Verkäufe ermittelt werden, wie es meist bei GmbH-Anteilen Gang und Gäbe ist, kommt das Stuttgarter Verfahren zur Anwendung. Im Ergebnis geht dem Unternehmer hierzu ein einheitlicher Feststellungsbescheid durch die Finanzbehörde zu. Rechtsbehelf gegen diesen können ein am Verfahren beteiligter Anteilseigner sowie die Gesellschaft, deren Wert durch den Bescheid ermittelt wurde, einlegen. In der Praxis handelt es sich bei dem Rechtsbehelf um einen Einspruch.

Anteilsbewertung und Erbschaftssteuer

Zu bedenken wäre, dass die erfolgte Anteilsbewertung für erbschaftsteuerliche Zwecke einer umfangreichen Anpassung unterworfen wurde. Infolge einer Feststellung des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungswidrigkeit des Erbschaftsteuergesetzes wurde Ende 2008 das Erbschaftsteuergesetz umfassend neugeordnet. Die seit dem gültige Rechtslage ist grundsätzlich für sämtliche Erwerbe nach dem 31.12.2008 anzuwenden. Nach Artikel 3 ErbStRG kann ein Erwerber auch schon für Erwerbe aufgrund von Tod auf die neuen gesetzlichen Regelungen anwenden, wenn dieser Erwerb von Todes wegen nach dem 31.12.2006 und vor dem 1.1.2009 geschah. Wenn das zutrifft werden alle neuen gesetzlichen Regelungen – mit Ausnahme der ab dem 1.1.2009 vorgeschriebenen persönlichen Freibeträge nach § 16 ErbStG – angewandt. Dies betrifft insbesondere die neuen Bewertungs- und Verschonungsregelungen.



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Anzahlung

Durch eine Anzahlung oder eine Teilzahlung wird ein für eine bestimmte Leistung zu zahlendes Entgelt bereits zu einem Termin ganz und anteilig entrichtet, zu dem die Gegenleistung noch nicht oder nicht vollständig erbracht wurde. Bei Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung wird bei Erwerb von Umlaufvermögen das Zufluss- beziehungsweise Abflussprinzip angewandt. Das bedeutet, dass erhaltene Anzahlungen zum Zeitangabe des Zuflusses als Betriebseinnahmen und überwiesene Anzahlungen zum Termin der Zahlung, d. h. des Abflusses, als Betriebsausgaben erfasst werden müssen. Der Erwerb von Anlagevermögen führt dagegen nicht zu sofort abzugsfähigen Betriebsausgaben. Diese entstehen vielmehr erst, wenn das gekauften Gegenstand geliefert und abnutzbar ist, in Form von Abschreibungen. Falls der Gewinn durch Betriebsvermögensvergleich errechnet wird, sind bekommene Anzahlungen zu passivieren, geleistete Anzahlungen dagegen zu aktivieren. Bei geleisteten Anzahlungen kann die Vorsteuer geltend gemacht werden, sobald die dem entsprechende Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer erstellt wurde und die Zahlung erbracht wird.


Verwandte Themen: Abschreibung / linear, Abflussprinzip

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Arbeitsbekleidung

Arbeitgeber können an die Mitarbeiter steuerfreie Zuschüsse, für die Arbeitsbekleidung zahlen. Alternativ gibt es die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber die Arbeitsbekleidung zur Verfügung stellt. Sollte der Mitarbeiter selber für die Kosten der Berufsbekleidung aufkommen, darf er die anfallenden Beträge, in der Zusammenfassung seiner jährlichen Steuererklärung, als Werbungskosten geltend machen. Dabei gilt allerdings zu bedenken, dass nur die Kosten für typische Arbeitsbekleidung als Werbungskosten geltend gemacht werden können. Sollte eine private Nutzung der Arbeitsbekleidung möglich sein, entfällt automatisch die Möglichkeit der Werbekostenerstattung. Zur typischen Berufsbekleidung gelten etwa Arztkittel, Uniformen und auch schwarze Anzüge für Bestatter. Nicht berücksichtigt werden zum Beispiel außerordentlich hohe Kosten für Sekretärinnen, welche das Unternehmen repräsentieren müssen. In solch einen Fall werden auch Arbeitgeberzuschüsse als steuerfähiger Lohn bedacht. Weiterhin nicht abzugsfähig wurden zum Beispiel Socken, welche weiße Arzthose beziehungsweise aber die Hose des Musikers. Falls die Arbeitsbekleidung als Werbungskosten anerkannt wird, existiert auch die Möglichkeit, welche anfallenden Reinigungskosten als Werbungskosten geltend zu machen. Sollte die Reinigung der Arbeitsbekleidung über ein professionelles Firmen erfolgen, empfiehlt es sich, die Quittung mit dem jeweils gereinigten Stück zu versehen. Anderenfalls könnten die Rechnungen nicht anerkannt werden. Falls die Arbeitsbekleidung privat gereinigt wird, sollten als Bemessungsgrundlage der Werbungskosten die allgemeinen Erfahrungswerte der Verbraucherverbände herangezogen werden. Am 11.04.2006 hat der Bundesfinanzhof beschlossen, dass keine Arbeitsbekleidung vorliegt, falls der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern aus höheren Ebenen hochwertige Arbeitsbekleidung, wie etwa teure Anzüge, überlässt. Sollte Arbeitsbekleidungen wurden als geldwerte Vorteile steuerpflichtig. Sollte dem Arbeitnehmer hingegen vorgeschrieben werden, dass dieser während der Arbeitszeit bürgerliche Kleidung tragen soll und sollte diese vom Arbeitgeber bereitgestellt werden, liegt kein geldwerter Vorteil vor.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter, Werbungskosten/ Arbeitnehmer

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Arbeitsessen

Überlässt ein Arbeitgeber seinen abhängig Beschäftigten Getränke und Genussmittel zum Verzehr im Betrieb teilentgeltlich und unentgeltlich, dann sind diese als Aufmerksamkeiten und wurden nicht Bestandteil des steuerpflichtigen Arbeitslohns. Dies gilt ebenso für solche Speisen, die Mitarbeitern aus Anlass und während außergewöhnlicher Arbeitseinsätze wie Sitzungen oder Besprechungen vom Arbeitgeber in ganz überwiegend betrieblichem Interesse an der günstigeren Gestaltung von Arbeitsabläufen teilentgeltlich und unentgeltlich überlassen werden, sofern ihr Wert nicht höher ist als 40 Euro.


Verwandte Themen: Aufmerksamkeiten, Dienstreise, Verpflegungsmehraufwand

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Arbeitnehmerueberlassung

Als Arbeitgeber zählt immer der, welche einen Dritten zur Erfüllung von Arbeitsleistungen überlässt. Im Rahmen von Arbeitnehmerüberlassungen ist also immer der Verleiher auch gleichzeitig der Arbeitgeber. Von einer unerlaubten Mitarbeiterüberlassung spricht man immer dann, wenn der Arbeitslohn nicht durch den Verleiher, sondern den Entleiher übernommen wird. In diesen Fällen gilt der Entleiher regelmäßig auch als Arbeitgeber.
Für den Zeitraum der Mitarbeiterüberlassung ist der Entleiher ebenso wie der Verleiher für das korrekte Abführen der Lohnsteuer verantwortlich und haften auch dazu. Dies gilt was den Entleiher betrifft jedoch nur für gewerbsmäßige Mitarbeiterüberlassungen. Notwendigkeit für eine gewerbsmäßige Mitarbeiterüberlassung ist, dass diese durch den Verleiher nicht nur gelegentlich, sondern regelmäßig mit dem Ziel wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen durchgeführt wird.


Nützliche Hinweise

Wird Beispiel bei der Vermietung von Baumaschinen auch gleichzeitig das benötigte Personal gestellt, so handelt es sich hierbei nicht um eine Arbeitnehmerüberlassung. Dies gilt zumindest, solange der wirtschaftliche Wert der Vermietung überwiegt.


Verwandte Themen: Arbeitnehmer-Sparzulage, Arbeitgeberdarlehen

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Arbeitnehmer-Pauschbetrag

Beim Mitarbeiter-Pauschbetrag handelt es sich um einen Werbungskosten-Pauschbetrag. Er darf von Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit abgezogen werden. Seit dem 01.01.2011 beträgt er 1.000 Euro pro Jahr. Werbungskosten können grundsätzlich pauschal in Höhe des Pauschbetrages oder auf Basis eines jeden Einzelnachweises aller angefallenen Kosten berücksichtigt werden. Der Mitarbeiterpauschbetrag darf immer in voller Höhe angesetzt werden, sobald in dem betreffenden Jahr Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit erzielt worden wurden. Ob der Mitarbeiter dabei das gesamte Jahr über oder nur für wenige Tage berufstätig war, spielt dabei keine Rolle. Für Ehepartner, welche einkommensteuerlich zusammen veranlagt werden, gilt stets das Doppelte des Pauschbetrages. Beschränkt Steuerpflichtigen ist die Nutzung der Werbungskosten-Pauschbeträge dagegen nicht möglich. Versorgungsempfäger erhalten seit 01.01.2005 nur noch einen Werbungskosten-Pauschbetrag in Höhe von 102 Euro jährlich, zum Ausgleich für den weggefallenen höheren abhängig Beschäftigte-Pauschbetrag gewährt ihnen der Staat jedoch einen Versorgungsfreibetrag.


Nützliche Hinweise

Es empfiehlt sich, immer zu prüfen, ob der Pauschbetrag bei einzeln nachgewiesenen Werbungskosten überschritten wird. Falls das der Fall ist, sollte der Einzelnachweis der Werbungskosten mit den dem entsprechenden Belegen erfolgen.


Verwandte Themen: Beschränkte Steuerpflicht, Werbungskosten / Vermieter

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Arbeitsmittel

Die Kosten für die Anschaffung- und Produktion inkl. Umsatzsteuer von Arbeitsmittel aus nicht selbstständiger Arbeit darf der abhängig Beschäftigte komplett als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Jedes Arbeitsmittel darf bis zu einer Höhe von 410 Euro inklusive Umsatzsteuer geltend gemacht werden. Arbeitsmittel, deren Wert über 410 Euro inklusive Umsatzsteuer liegt, müssen dagegen abgeschrieben werden. Der festgestellte Betrag kann jährlich unter Webungskosten in der Steuererklärung erklärt werden. Für Anschaffungen im ersten Halbjahr gilt es den vollen Wert abzuschreiben, für Arbeitsmittel im zweiten Halbjahr darf nur der halbe Betrag abgeschrieben werden. Wird das Arbeitsmittel veräußert, so ist der Erlös bei den Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit zu berücksichtigen. Folgende Arbeitsmittel wären beispielsweise absetzbar: wie beispielsweise Telekommunikation, PC und Zubehör, Addiermaschine und die Möbel für das private Arbeitszimmer, Fachliteratur und Arbeitskleidung. Um beruflich benutzte Arbeitsmittel geltend zumachen, muss, das Arbeitsmittel mindestens 90 Prozent zur Arbeit genutzt werden.


Nützliche Hinweise

Bereits privat benutzte Arbeitsmittel können beruflich mit dem sogenannten Restbuchwert benutzt werden. Mit einer Quittung ist es dokumentiert werden. Der Restbuchwert ergibt sich wie folgt: Anschaffung minus Abschreibung. Der festgestellte Betrag kann dann als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.


Verwandte Themen: Abschreibung / linear, Arbeitszimmer, Berufskleidung, Computer/ Arbeitgebergeschenk

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Arbeitszimmer

Im Allgemeinen versteht man unter einem Arbeitszimmer einen Raum, wo berufliche Tätigkeiten ausgeübt werden, aus denen Einkommen erzielt wird. Eine rechtliche Definition für ein häusliches Arbeitszimmer gibt es nicht, so dass auf die Grundsätze zurück gegriffen werden muss, die durch die höchstrichterliche Rechtssprechung entstanden wurden. Das hauptsächliche Indiz für ein häusliches Arbeitszimmer ist die Tatsache, dass es von der Ausstattung her nur für die Erledigung beruflicher und betrieblicher Aufgaben geeignet ist. Der zweite markante Punkt ist, dass es unmittelbar in das räumliche Umfeld des Haushalts eingebunden sein muss.
Die Finanzämter stellen dabei immer darauf ab, dass es sich um einen abgeschlossenen Raum handeln muss. Ist das der Fall, werden die darauf entfallenden Kosten als Werbungskosten beziehungsweise bei einem Selbstständigen beziehungsweise Freiberufler als Betriebsausgaben anerkannt. Trotz aller sich in der Rechtssprechung abzeichnenden Tendenzen wurden davon diejenigen noch benachteiligt, die zum Beispiel über Telearbeitsplätze das komplette Einkommen von zu Hause aus erzielen, ihren Schreibtisch aber beispielsweise im Wohnzimmer, im Flur und im Schlafzimmer stehen haben. Hier ist die 'nure' betriebliche und auch berufliche Nutzung nicht gegeben.
Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer können in verschiedener Form steuerlich geltend gemacht werden. Dabei ist in die Kosten der Ausstattung und die Kosten des laufenden Betriebs zu unterscheiden. Bei der Ausstattung wurden die Regelungen des Steuerrechts zu bedenken, nach denen differenziert wird, was sofort komplett in den Betriebsausgaben erfasst werden kann, und was auf Grund eines hohen Werts über Abschreibungen berücksichtigt werden darf. Zu den typischen Einrichtungen für ein häusliches Arbeitszimmer zählen neben einem Schreibtisch nebst Stuhl auch Kommunikationstechnik sowie ein PC sowie Aktenschränke.
Zu den Kosten der Unterhaltung wird für ein häusliches Arbeitszimmer nicht nur die anteilige Miete berücksichtigt. Auch Kosten der Versicherung, Betriebskosten, Heizkosten und Stromkosten können anteilig für das Arbeitszimmer mit berücksichtigt werden. Wird ein Telefon- und Internetanschluss privat und beruflich genutzt, müssen die Kosten aufgeteilt werden. Bei demjenigen, bei dem die berufliche Nutzung überwiegt, lohnt sich der Nachweis, in welchem Anteil die berufliche Nutzung erfolgt. Er ist einmalig über drei Monate nachzuweisen.
Eine Trendwende bei der Mischnutzung für ein häusliches Arbeitszimmer hat mit dem Urteil 10 K 4126/09 des Finanzgerichts Köln aus dem Jahr 2011 eingesetzt. Dort wurde eine steuerliche Anerkennung auch dann als rechtens anerkannt, wenn der Anteil der privaten Nutzung mehr als zehn Prozent beträgt. Das galt vorher als Grenzwert, dessen Überschreitung die Anerkennung als häusliches Arbeitszimmer ausgeschlossen hat. In eine ähnliche Richtung geht auch ein Beschluss des Bundesfinanzhofs, der im September 2009 ergangen ist.
Wer die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer geltend machen möchte, der muss beim Finanzamt einen Grundriss der Wohnung und des Hauses einreichen, in dem das Arbeitszimmer markiert ist. Außerdem ist eine Berechnung mit vorzulegen, aus dem der prozentuale Anteil des Arbeitszimmers an der gesamten Nutzfläche/wohnfläche hervor geht.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Architekten

Da Architekten zur Gruppe der Freiberufler zählen, unterliegen sie nicht der Gewerbesteuerpflicht. Diese besteht nur für den Fall, dass ein Architekturbüro in Form einer Kapitalgesellschaft geführt wird. Wird dieses jedoch von mehreren beteiligten Architekten gemeinsam nur als Sozietät geführt, so gibt es keine Gewerbesteuerpflicht.


Nützliche Hinweise

Da Architekten Ihre Einnahmen aus einer selbstständigen Tätigkeit erzielen, erfolgt die Gewinnermittlung über eine Einnahme/Überschuss Rechnung. Dagegen ist die Aufstellung einer Bilanz unabhängig von der Höhe des Gewinns nicht erforderlich.


Verwandte Themen: Freiberufler

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Arztkosten

Arztkosten werden steuerlich als außergewöhnliche Belastungen betrachtet, falls sie nicht durch eine Versicherung übernommen werden.


Verwandte Themen: Außergewöhnliche Belastung, Kur

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Atypisch stille Gesellschaft

Eine stille Gesellschaft wird als atypisch stille Gesellschaft gewertet, wenn der stille Gesellschafter als Mitunternehmer zu betrachten ist. Ausschlaggebend ist, ob er eine Mitunternehmerinitiative entwickeln darf und ob er ein Mitunternehmerrisiko trägt. Der stille Gesellschafter wird als Mitunternehmer betrachtet, wenn er am tatsächlichen Zuwachs des Gesellschaftsvermögens - einschließlich eines Geschäftswertes und der stillen Reserven - beteiligt ist. Wenn der stille Gesellschafter, anders als handelsrechtlich geregelt, Einfluss auf das Schicksal der Gesellschaft hat, gilt er auch als Mitunternehmer, falls er nicht an den stillen Reserven beteiligt ist. Darüber hinaus liegt laut der Entscheidung des BFH vom 15.12.1992 eine atypisch stille Gesellschaft auch dann vor, sobald sich der alleinige Geschäftsführer und beherrschende Gesellschafter als stiller Gesellschafter mit einer erheblichen Einlage an seiner GmbH beteiligt und eine hohe Gewinnbeteiligung sowie die persönliche Wahrnehmung der Belange bestimmter Geschäftspartner vereinbart.


Verwandte Themen: Personengesellschaften

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Aufbewahrungspflicht

Die Aufbewahrungspflicht ist Teil der Buchführungs- und Aufzeichnungspflicht. Zu den Unterlagen, welche von Steuerpflichtigen im Rahmen der Aufbewahrungspflicht geordnet aufzubewahren wurden, gehören Bücher und Aufzeichnungen ebenso wie Inventare, Jahresabschlüsse und Lageberichte, Eröffnungsbilanzen und zu deren Verständnis notwendige Arbeitsanweisungen und sonstige Organisationsunterlagen. Auch empfangene Handels- und Geschäftsbriefe sowie Wiedergaben abgesandter Handels- und Geschäftsbriefe, alle Buchungsbelege und sonstige Unterlagen, welche von Bedeutung für die Besteuerung sind, unterliegen der Aufbewahrungspflicht. Die erwähnten Unterlagen dürfen - mit Ausnahme von Eröffnungsbilanz und Jahresabschlüssen - auch auf Bildträgern oder auf einem anderen Datenträger aufbewahrt werden, falls das den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung gerecht wird und gewährleistet ist, dass die Wiedergabe beziehungsweise die Daten bildlich mit den empfangenen Handels- und Geschäftsbriefen und auch den Buchungsbelegen übereinstimmen; bei den anderen Unterlagen muss eine inhaltliche Übereinstimmung sichergestellt sein. Außerdem haben die Unterlagen bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist jederzeit verfügbar zu sein und müssen ein unverzügliches Lesbarmachen und eine maschinelle Auswertung erlauben. Bücher und Aufzeichnungen, Lageberichte, Jahresabschlüsse, Inventare, Eröffnungsbilanzen und Buchungsbelege wurden zehn Jahre lang aufzubewahren. Für alle anderen aufbewahrungspflichtigen Unterlagen gilt eine sechsjährige Aufbewahrungspflicht. Für den Beginn der Aufbewahrungsfrist ist jeweils der Termin der letzten Eintragung in die betreffende Geschäftsunterlage maßgeblich oder der Entstehung des Beleges; die Frist beginnt jeweils mit Ende des Jahres, in dem die letzte Eintragung und Aufzeichnung erfolgte beziehungsweise dieser Buchungsbeleg entstanden ist.


Verwandte Themen: Buchführungspflicht

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Aufrechnung

Bei einer Aufrechnung wird eine Hauptforderung mit einer gestellten Gegenforderung verbucht. Dies ist beispielsweise möglich, wenn ein Handwerker eine Leistung für der Fiskus erbringt. Dann könnte der Wert der Leistung mit einer vom Finanzamt gegen den Handwerker bestehenden Forderung verrechnet werden. Dabei kommen die geltenden Bestimmungen des bürgerlichen Rechts zur Anwendung. Um eine Aufrechnung durchzuführen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
Entscheidend ist zunächst, dass der Gläubiger einer Forderung zugleich auch der Schuldner der Gegenforderung ist. Ansprüche von dritten Personen können dagegen nicht verbucht werden. Zudem ist eine Aufrechnung nur dann möglich, wenn beide Forderungen Geldansprüche wurden. Weitere Bedingung ist, dass die Hauptforderung bei Entstehen der Gegenforderung bereits bestanden hat. Dazu kommt noch, dass die zur Aufrechnung benutzte Forderung fällig sein muss.


Nützliche Hinweise

Ansprüche aus einem Steuerschuldverhältnis können nur dann aufgerechnet werden, wenn diese noch nicht aufgrund einer Verjährung und einer Ausschlussfrist erloschen wurden. Zudem muss die aufzurechnende Steuerschuld unbestritten und rechtskräftig festgestellt sein.


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Aufspaltung

Die Aufspaltung ist eine durch das Umwandlungsgesetz geregelte Umwandlungsart, ebenso wie die Verschmelzung, der Formwechsel und die Vermögensübertragung. Vor allem wirtschaftliche Vereine wie Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften aber auch Einzelkaufleute aber auch Stiftungen können anhand einer Spaltung strukturelle Änderungen umsetzen. Bei einer Spaltung wird zwischen den drei möglichen Formen Aufspaltung, Abspaltung und Ausgliederung differenziert. Bei einer Aufspaltung spaltet ein Rechtsträger sein Vermögen auf und überträgt es auf wenigstens zwei andere Rechtsträger; der übertragende Rechtsträger wird dabei aufgelöst. Die Vermögensübertragung darf sowohl auf schon bestehende als auch auf neu gegründete Rechtsträger erfolgen. Im Gegenzug erhalten die Anteilsinhaber des übertragenden Rechtsträgers Anteile beziehungsweise Mitgliedschaften an den Rechtsträgern, auf die die Übertragung erfolgt. Bei der Abspaltung hingegen wird vom Vermögen des übertragenden Rechtsträgers ein Teil abgespalten und auf einen und mehrere übernehmende Rechtsträger übertragen. Die übernehmenden Rechtsträger können wiederum bereits bestehen oder neu gegründet werden. Nach einer Abspaltung gibt es der übertragende Rechtsträger weiter; seine Anteilsinhaber erhalten für das übertragene Vermögen Anteile an den übernehmenden Rechtsträgern. Bei einer Ausgliederung gliedert der übertragende Rechtsträger einen beziehungsweise mehrere Teile aus seinem Vermögen aus - entweder auf einen und auf mehrere Rechtsträger, die bereits bestehen oder neu gegründet werden. Im Gegenzug werden Anteile an den übernehmenden Rechtsträgern auf den übertragenden Rechtsträger und - im Unterschied zur Abspaltung - nicht auf dessen Anteilseigner übertragen. Eine Spaltung darf erst in das für den übertragenden Rechtsträger zuständige Register eingetragen werden, falls sie zuvor in das Register des übernehmenden Rechtsträgers eingetragen wurde.


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Aufwandsentschaedigungen

Entschädigungen für Zahlungen, welche aus öffentlichen Kassen bezahlt werden wurden generell steuerfrei. Hierzu gehören insbesondere die Kassen des Bundes, welche der einzelnen Länder, und auch auch Kassen der Kommunen. Weiterhin sind als öffentliche Kassen die Orts- und Landeskrankenkassen, die Kassen öffentlicher rechtlicher Religionsgemeinschaften und auch die Kassen der Deutschen Bahn. Um Werbungskosten und Betriebsausgaben absetzen zu können, müssen die überwiesenen Beträge die Aufwendungen abdecken. Durch das Gesetz beziehungsweise Verordnungen gegebene Aufwandsentschädigungen können bei gewerblichen Personen in voller Hohe und bei Privatpersonen welche ehrenamtlich tätig sind bis zu einem Drittel geltend gemacht werden, mindestens jedoch 154 Euro pro Monat. Der Mindestbetrag von 154 Euro kann ebenfalls abgesetzt werden, sobald keine Rechtsverordnungen vorliegen.


Nützliche Hinweise

Für ehrenamtliche Tätigkeiten kann man 6 Euro täglich als steuerfreien Betrag einsetzen.


Verwandte Themen: Steuerfreie Einnahmen

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Ausbauten

Für Ausbauten konnte die Eigenheimzulage beansprucht werden, falls diese zu eigenen Wohnzwecken bestimmt waren. Seit 01.01.2006 wird die Eigenheimzulage jedoch nicht mehr gewährt.


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Ausbilder

Im deutschen Steuerrecht werden Ausbilder mit der so erwähnten Übungsleiterpauschale begünstigt. Ihre Rechtsgrundlage ist der Paragraf 3 des Einkommenssteuergesetzes. Er macht für die Gewährung der Übungsleiterpauschale für Ausbilder zur Bedingung, dass die Tätigkeit entweder für eine Organisation mit anerkannter Gemeinnützigkeit oder einen öffentlich-rechtlichen Träger ausgeführt werden muss.
Neben dem Ausbilder kann die steuerliche Pauschale auch von Betreuern und Erziehern aber auch von Dozenten und nebenberuflich tätigen Altenpflegern in Anspruch genommen werden. Auch die Vergütungen für Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren, des THW und ähnlichen Organisationen können darüber von der Steuerpflicht befreit werden.
Aktuell liegt der aus der Übungsleiterpauschale resultierende steuerliche Freibetrag pro Jahr bei 2.100 Euro. Aus ihm ergibt sich als zweiter Vorteil auch eine Befreiung zum Abführen von Beiträgen zur Sozialversicherung. Den Freibetrag übersteigende Einnahmen der Ausbilder wurden sowohl zu versteuern als auch bei der Sozialversicherung mit Beiträgen zu belegen.
Seit dem Jahr 2007 könnte steuerlich ein weiterer Freibetrag von einem Ausbilder geltend gemacht werden. Sie kommt dann in Frage, wenn die Tätigkeit vom Grundsatz her ehrenamtlich ausgeübt wird. Genau deshalb wird sie auch als Ehrenamtpauschale benannt und kann pro Jahr bis zur einer Höhe von 500 Euro pro Steuerpflichtigen berücksichtigt werden.
Gemeinsam veranlagte Ehegatten, die als Ausbilder in den genannten Organisationen tätig sind, sollten wissen, dass die Pauschale für jeden Einzelnen gewährt wird. Sie könnten entsprechend 4.200 Euro aus der Übungsleiterpauschale oder 1.000 Euro aus der Ehrenamtpauschale erklären.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Ausbildungsbeihilfen

Zu den Ausbildungsbeihilfen gehört insbesondere das BAföG, wobei solche Ausbildungsbeihilfen immer steuerfrei wurden. Dies gilt auch für aus öffentlichen Kassen bezahlte Erziehungsbeihilfen und Studienzuschüsse. Dagegen unterliegen Unterhalts-, Schul- und Studiengelder, welche auf freiwilliger Basis oder auch aufgrund einer Rechtspflicht die freiwillig begründet ist gezahlt wurden der Einkommenssteuer. Voraussetzung hierfür ist, dass der Geber nicht unbeschränkt steuerpflichtig ist. Dies ist zum Beispiel bei Gebern die im Ausland beheimatet sind der Fall.


Nützliche Hinweise

Ausländische Studenten und auch Praktikanten, die in Deutschland wohnen und an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sind, von Angehörigen aus dem Ausland finanzielle Zuwendungen, so müssen diese nicht versteuert werden. Dies gilt allerdings nur dann, wenn der Grund des Aufenthalts nur der Besuch einer Schule ist und er auf die Zuwendungen angewiesen ist.


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Ausgliederung

Das Umwandlungsgesetz kennt und regelt mehrere Umwandlungsarten: Verschmelzung, Formwechsel, Vermögensübertragung und auch die Spaltung. Letztere ist vor allem bei wirtschaftlichen Vereinen wie zum Beispiel Personen- und Kapitalgesellschaften eine beliebte Methode, um strukturelle Veränderungen vorzunehmen. Doch auch Einzelkaufleute und Stiftungen greifen diesbezüglich immer wieder gerne zur Spaltung.
Zu unterscheiden wurden dabei drei Formen der Spaltung: Aufspaltung, Abspaltung sowie Ausgliederung. Bei der Aufspaltung darf der übertragende Rechtsträger durch Auflösung (ohne danach folgende Abwicklung) seinen Besitz aufspalten. Bedingung dafür ist, dass er seinen Besitz unter wenigstens zwei Rechtsträgern aufteilt. Nicht vorgeschrieben ist, ob die Übertragung auf bestehende und neu zu gründende Rechtsträger zu erfolgen hat. Beide Varianten wurden machbar. Im Gegenzug für die Übertragung erhält der übertragende Rechtsträger Anteile beziehungsweise Mitgliedschaften der übernehmenden Rechtsträger.
Die Abspaltung sieht vor, dass der übertragende Rechtsträger einen oder mehrere Teile seines Besitzes (bzw. seines Vermögens) abspaltet. Die Besitzübertragung kann dabei in der Gesamtheit auf einen oder in Teilen auf mehrere übernehmende Rechtsträger erfolgen. Diese können bereits bestanden haben beziehungsweise neu gegründet worden sein. Der übertragende Rechtsträger bleibt bei dieser Variante bestehen. Die Inhaber von Anteilen des übertragenden Rechtsträgers erhalten im Gegenzug Anteile der übernehmenden Rechtsträger.
Bei der Ausgliederung gliedert der übertragende Rechtsträger einen und mehrere Teile seines Vermögens aus seinem Besitz aus. Die Übertragung darf anschließend auf einen beziehungsweise mehrere übernehmende Rechtsträger erfolgen, die entweder schon bestanden haben und neu gegründet worden wurden. Im Gegenzug erhalten die Inhaber von Anteilen des übertragenden Rechtsträgers Anteile von den übernehmenden Rechtsträgern. Für alle drei Fälle gilt: Die Spaltung muss zuerst in das Register der übernehmenden Rechtsträger eingetragen werden, bevor sie im Register des übertragenden Rechtsträgers vermerkt werden darf.


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Auskunftspflicht

Die Auskunftspflicht entsteht auf Grund verschiedener Gesetze. Dazu gehören das Gesetz über die Statistik für Bundeszwecke, welche Abgabenordnung, welche Strafprozessordnung, das Verwaltungsverfahrensgesetz, das Baugesetzbuch und nicht zuletzt das BGB, in dem sich gleich mehr als ein halbes Dutzend Paragrafen auf die Auskunftspflicht in verschiedenen gemeinsamhängen beziehen.
Die Regelungen im Verwaltungsverfahrensgesetz besagen, dass der Staat das Recht auf die zwangsweise Durchsetzung seiner Rechte auf Auskunft hat. Dabei können sich die Behörden, in der Regel wird das die Finanzbehörde sein, verschiedener Hilfsmittel bedienen. Im einfachsten Fall wird ein Bußgeld für verweigerte Auskünfte verhängt. Aber auch die so genannte Ersatzvornahme und die Erzwingungshaft wurden Hilfsmittel, mit denen eine gesetzlich zustehende Auskunft verlangt werden könnte. Besonders häufig kommt die Erzwingungshaft, kurz auch Zwangshaft genannt, im zusammen mit der Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung über eine eingetretene Zahlungsunfähigkeit zum Einsatz.
Mit dem Paragrafen 93 der Abgabenordnung wird jeder Steuerpflichtige konfrontiert. Er regelt nämlich, welche Angaben das Finanzamt im gemeinsam mit der Steuererklärung von juristischen und natürlichen Personen fordern kann. Sie trifft nicht nur den Steuerpflichtigen selbst, sondern auch Dritte, die als Beteiligte in ein Steuerverfahren eingebunden wurden. Darunter fallen nicht nur Steuerberater, sondern unter Umständen auch Firmen und Behörden, von denen der Steuerpflichtige Zahlungen erhalten hat.
Bei der Auskunftspflicht ist man gewissenhaft sein und mitarbeiten, da man ansonsten ein Bussgeld riskiert. Bei der Vernachlässigung von Auskunftspflichten gegenüber staatlichen Stellen kann die Auskunft sogar über eine Haftanordnung erzwungen werden.


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Auslagen

Die Steuerbehörden können für bestimmte Dienstleistungen Auslagen erheben. Diese wurden im § 344 der Abgabenordnung festgelegt. Für Schreiben, die nicht von Amts wegen erstellt werden müssen beziehungsweise für per Fax übfestgestellte Abschriften pro Seite 0,50 Euro erhoben werden. Außerdem dürfen Post- und Telekommunikationsdienstleistungen mit Ausnahme von Entgelten für Telefondienstleistungen im Orts- und Nahbereich ebenfalls in Rechnung gestellt werden.
Für Nachnahmen und Postzustellungen mit Postzustellungsurkunde können die Kosten dafür dem Empfänger in Rechnung gestellt werden. Weiterhin können Auslagen berechnet werden für das Öffnen von Türen und Behältnissen im Rahmen einer Durchsuchung und zur Durchführung von Vollstreckungsmaßnahmen. Auch Aufwendungen, welche für Zeugen, Sachverständige und Treuhänder anfallen, werden ebenfalls an den betreffenden Steuerpflichtigen weitergegeben.


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Auslandsanleihen

Anleihe steht als Überbegriff für Schuldverschreibungen. Beim Erwerb einer Anleihe verspricht der Aussteller neben der Rückzahlung des Anleihebetrags auch die Zahlung der vereinbarten Zinsen. Die Ausgabe von Auslandsanleihen ist entweder von einem inländischen Aussteller im Ausland beziehungsweise einem ausländischen Aussteller im Inland ausgegeben werden.


Nützliche Hinweise

Dabei ist eine Ausgabe sowohl in Euro wie auch in einer anderen Währung machbar. Durch Auslandsanleihen erzielte Zinserträge unterliegen der Kapitalertragssteuer.


Verwandte Themen: Zinsabschlag, Freistellungsauftrag, Sparerfreibetrag

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Ausländische Einkünfte

Vom Grundsatz her unterliegen auch Einkünfte, die im Ausland erzielt werden, der deutschen Besteuerung. Hierzu zählen unter anderem Einnahmen aus der Vermietung einer Immobilie im Ausland sowie Einkünfte aus ausländischen Wertpapieren.
Da die Bundesrepublik mit verschiedenen Gesetzgeberen ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen hat, kann es auch vorkommen, dass die Steuern dem jeweiligen Land zustehen. Dann wurden die Einnahmen in Deutschland steuerfrei.


Nützliche Hinweise

Liegt der ausländische Steuersatz unter dem deutschen, so stellt das Doppelbesteuerungsabkommen ein echter Vorteil für den Steuerpflichtigen dar. Zu beachten ist dabei jedoch, dass im Ausland erzielte negative Einkünfte nur bedingt abzugsfähig wurden.


Verwandte Themen: Auslandsverluste, Unbeschränkte Steuerpflicht

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Auslandsimmobilie

Erzielt ein in der Bundesrepublik Deutschland ansässiger Bürger mit einer Auslandsimmobilie zum Beispiel durch Vermietung Einnahmen, muss er diese gemäß deutschem Einkommenssteuergesetz versteuern. Entstehen dagegen Verluste, dürfen diese mit positiven Einnahmen aus der Immobilienvermietung oder Verpachtung im Ausland verbucht werden. Dabei gilt der Grundsatz der gleichen Herkunftsart. Das heißt, die Gewinn-Verlust-Verrechnung gilt immer nur für Objekte aus dem gleichen Land. Der maßgebliche Steuersatz wird bei Einnahmen aus dem Ausland derart berechnet, als würde es sich um deutsches Einkommen handeln. Auch hier gilt der Progressionsvorbehalt. Zusätzlich können Immobilien im Ausland der im jeweiligen Land üblichen Gewerbe- und Grundsteuer unterliegen. Außerdem wird im Falle einer Schenkung und Erbschaft Steuer nach dem Erbschaftssteuerrecht erhoben. Möglicherweise fällt im Ausland sogar eine bedeutend höhere Erbschaftssteuer an, als es in Deutschland der Fall wäre.


Nützliche Hinweise

Wer eine Auslandsimmobilie erwerben möchte und im Ausland erbt, sollte vorab eine ausführliche steuerrechtliche Beratung in Anspruch nehmen. Eine gute Adresse dafür ist die Schutzvereinigung für Immobilien im Ausland e.V.


Verwandte Themen: Ausländische Einkünfte, Auslandsvermögen

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Auslandstätigkeit

Als Auslandstätigkeit sind alle Tätigkeiten, die ein unbeschränkt Steuerzahler im Ausland übernimmt. Im Falle, dass für diese Tätigkeit keine Befreiungsvorschrift zur Anwendung kommt, unterliegt das dabei erzielte Einkommen der deutschen Steuerpflicht. Eine Befreiung ergibt sich zum Beispiel aus einem vorhandenen Doppelbesteuerungsabkommen beziehungsweise aus dem Ausländertätigkeitserlass.
In den Doppelbesteuerungsabkommen ist in der Regel festgelegt, dass die Steuern im Tätigkeitsstaat zu zahlen wurden. Allerdings gilt dies nur dann, falls der Steuerzahler sich länger als 183 Tage pro Jahr im betreffenden Tätigkeitsstaat aufhält. Dazu darf der Lohn für die Tätigkeit nicht von einem Firmen im Tätigkeitsstaat ausgezahlt werden und der Arbeitgeber darf auch nicht dort ansässig sein.


Nützliche Hinweise

Erfolgt keine Besteuerung im Inland, so führt der Arbeitslohn aufgrund des Progressionsvorbehalts zu einer höheren Steuerlast.


Verwandte Themen: Arbeitslohn, Progressionsvorbehalt

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Auslandsverluste

Hat ein steuerpflichtiger Bürger im Ausland Verluste zu verbuchen, so können diese im Inland nicht uneingeschränkt steuerlich berücksichtigt werden. Bei bestimmten negativen Einnahmen ist nach § 10d EStG ein zwischenstaatlicher Verlustausgleich beziehungsweise ein Verlustabzug ausgeschlossen; jedoch dürften diese negativen Einkünfte mit positiven Einkünften derselben Einkunftsart und aus demselben Gesetzgeber ausgeglichen werden. Dies gilt für Verluste, die aus im Ausland belegenen land- und forstwirtschaftlichen Betriebsstätten und aus im Ausland belegenen geschäftlichen Betriebsstätten und aus dem Ansatz des niedrigeren Teilwertes von zu einem Betriebsvermögen gehörigen Anteilen an Körperschaften resultieren. Auch Verluste in Fällen des § 17 EStG bei Anteilen an einer Kapitalgesellschaft und negative Einkünfte aus Beteiligungen an Handelsgewerben als stiller Gesellschafter sowie aus partiarischen Darlehen zählen zu dieser Fallgruppe, ebenso wie negative Einkünfte aus Vermietung beziehungsweise Verpachtung von unbeweglichem Vermögen beziehungsweise von Sachinbegriffen. Dagegen wurden negative Einkünfte, welche aus betrieblichen Betriebsstätten im Ausland stammen, deren Gegenstand fast ausschließlich und ausschließlich in der Herstellung beziehungsweise Lieferung von Waren, Gewinnung von Bodenschätzen sowie in der Bewirkung gewerblicher Leistungen liegt, nicht von dem Verlustausgleichs- und -abzugsverbot betroffen.


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Auslandsvermögen

Ist eine Person in der Bundesrepublik Deutschland ansässig, gilt er steuerrechtlich als Inländer. Damit unterliegt sein Auslandsvermögen nicht der regulären, laufenden Besteuerung. Allerdings sind Schenkung und Erbschaft Gründe für eine Steuerpflicht. Deshalb muss auch Auslandsvermögen von Bundesbürgern mit Erbschafts- oder Schenkungssteuer belegt werden, falls keine Freistellung auf Basis eines jeden Doppelbesteuerungsabkommens gilt.


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Außergewöhnliche Belastung

Als außergewöhnliche Belastungen gelten Kosten, die einem Steuerpflichtigen entstehen und die höher wurden als die der überwiegenden Mehrheit von Steuerpflichtigen mit den gleichen Vermögensverhältnissen und dem gleichen Familienstand. Diese können dann steuerlich geltend gemacht werden. Hierzu können die über dem zumutbaren liegenden Belastungen von den erzielten Einkünften abgezogen werden.


Nützliche Hinweise

Die Höhe der zumutbaren Belastung festgestellt sich aus dem im Jahr erzielten Einkommen und den Familienverhältnissen. So zählen etwa für Steuerzahler mit einem jährlichen Einkommen von bis zu 15.340 Euro und einer Anwendung der Grundtabelle Kosten von 5 Prozent des Jahreseinkommens als zumutbar. Hat man ein beziehungsweise zwei Kinder vorhanden wären es zwei und bei mehr als zwei Kindern noch ein Prozent des erzielten Einkommens.


Verwandte Themen: Krankheitskosten, Kur

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Außerordentliche Einkünfte

Zu den außerordentlichen Einkünften zählen Veräußerungsgewinne, etwa bei einer Betriebsveräußerung, Entschädigungen, die zum Beispiel für die Einhaltung eines Wettbewerbsverbotes oder für die Aufgabe einer Tätigkeit ausgezahlt werden, aber auch Nutzungsvergütungen sowie Zinsen, falls es sich um eine Nachzahlung für mehr als drei Jahre handelt. Auch die Vergütung einer mehrjährigen Tätigkeiten beziehungsweise Einnahmen aus außerordentlichen Holznutzungen wurden außerordentliche Einkünfte. Für außerordentliche Einkünfte wird ein ermäßigter Steuersatz angewandt (Fünftelungsmethode).


Verwandte Themen: Abfindung

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Ausschlussumsätze

Tätigt ein Unternehmen Umsätze, welche gemäß § 4 Umsatzsteuergesetz steuerfrei wurden, so ist für diese Umsätze der Vorsteuerabzug bei bestimmten Grundlagen verwehrt. Um den Vorsteuerabzug festzustellen muss stets unterschieden werden zwischen Abzugsumsätzen einerseits und Ausschlussumsätzen andererseits. Für Abzugsumsätze ist ein Vorsteuerabzug zulässig, während er für Ausschlussumsätze verwehrt bleibt. Zu den in § 15 Abs. 3 UStG genannten Abzugsumsätzen, von denen die Vorsteuer abziehbar ist, gehören neben Ausfuhrlieferungen und innergemeinschaftliche Lieferungen auch Reiseleistungen an Endverbraucher und an Unternehmen und auch Finanz- und Versicherungsleistungen für Gegenstände, welche in ein Drittlandsgebiet ausgeführt werden. Steuerfreie Umsätze, die in § 15 Abs. 3 UStG nicht aufgezählt sind, gelten als Ausschlussumsätze. Darüber hinaus wurden auch solche Umsätze vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen, welche steuerfrei wären bei Ausführung im Inland, aber auch unentgeltliche Leistungen, welche, im Falle, dass dafür ein Entgelt zu zahlen gewesen wäre, steuerfrei wären.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Auswärtstätigkeit

Von einer Auswärtstätigkeit spricht man immer dann, wenn diese außerhalb der Wohnung jedes abhängig Beschäftigtes sowie der regelmäßigen Arbeitsstätte stattfindet. Zudem zählen auch ständig wechselnde Tätigkeitsorte, die auf der beruflichen Tätigkeit beruhen und auch Tätigkeiten auf einem Fahrzeug als Auswärtstätigkeit.
Für Auswärtstätigkeiten gilt, dass Kosten für Fahrt und Übernachtung sowie ein pauschaler Satz für die Verpflegung als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden können. Dabei könnte die Verpflegungspauschale nur für die ersten drei Monate angesetzt werden, während die Kosten für Fahrt und Übernachtung auch länger als Werbungskosten aufgeführt werden dürfen.


Nützliche Hinweise

Findet die Übernachtung im Ausland statt, dann müssen die tatsächlich angefallenen Kosten als Werbungskosten angesetzt werden. Anstatt jedes Abzugs als Werbungskosten ist auch eine Erstattung durch den Arbeitgeber möglich.


Verwandte Themen: Dienstreise, Fahrtätigkeit, Verpflegungsmehraufwand, Reisekostenerstattung

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Bagatellgrenzen

Kapitalertragssteuer wird nur berechnet, sobald Zinsen unter dem Bagatellzinssatz und der Bagatellgrenze liegen. Ebenfalls entfällt die Kapitalertragssteuer, wenn einzelne Guthaben pro Kalenderjahr gutgeschrieben werden und die Grenze 10 Euro nicht übersteigt. Keine Pflichten seitens der Bank Kapitalsteuer einzubehalten und abzuziehen besteht, wenn der Zinssatz oder Bonus unter einem Prozent liegt. Entscheidend ist, dass der abhängig Beschäftigte Bankgeschäfte wie zum Beispiel Barabhebungen, Lastschriften, Überweisungen, Scheck- und Wechseleinreichungen tätigen darf.


Nützliche Hinweise

Zinsen, welche für Guthaben auf Bausparkonten anfallen, können unter die Bagatellgrenze fallen. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Zins beziehungsweise Bonus nicht oberhalb von einem Prozent liegt und auch im laufenden Kalenderjahr oder im vorigen Jahr eine abhängig Beschäftigte-Spazulage überwiesen beziehungsweise auch eine Wohnungsbauprämie gewährt beziehungsweise festgelegt wurde.


Verwandte Themen: Kapitalertragssteuer

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Bankgeheimnis

Das Bankkundengeheimnis, umgangssprachlich als Bankgeheimnis beschrieben, ist im Rahmen des Steuerrechts in § 30a AO geregelt. Kreditinstitute wurden zur Einhaltung des Datenschutzes verpflichtet, über kundenbezogene Daten Stillschweigen zu bewahren - sie dürfen keine Informationen an Dritte weitergeben. Allerdings können Finanzbehörden in Ausnahmefällen, beispielsweise bei einem Besteuerungsverfahren, Auskünfte einholen. Das betrifft nicht den Abgleich von Kundendaten mit Daten aus der Steuererklärung bei einer Außenprüfung. Weiterhin dürfen sie keine Überwachung vorhaben, indem sie einmalige und wiederkehrende Informationen zu einem bestimmten Kontenkreis anfordern oder zu Kontrollzwecken die Höhe von Guthaben erfragen. Ebenso muss kein Steuerpflichtiger dem Finanzamt seine Kontodaten mitteilen, es sei denn, es werden steuermindernde Abzüge geltend gemacht oder die Angabe ist zur Zahlungsabwicklung zwingend notwendig. Wird gegen einen Steuerpflichtigen festgestellt und ein gerichtliches Auskunftsersuchen blieb erfolglos, darf die Finanzbehörden ein Einzelauskunftsersuchen an das Kreditinstitut richten, welches dann zur Antwort verpflichtet ist - ein Auskunftverweigerungsrecht gibt es nicht. Aus diesem Grund bezeichnen Kritiker das Bankgeheimnis als Farce. Die Auskunftspflicht gibt es neben dem Besteuerungsverfahren in einzelnen konkreten Fällen und für das Vermögen verstorbener Kunden und deren Familienangehöriger, sofern der Verstorbene eine Verfügungsberechtigung hatte. Seit 01. April 2005 dürfen Finanzämter ohne Angabe von Gründen auch bei der 'Frankfurter Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht' Kundenstammdaten abfragen. Dasselbe Recht steht Sozialbehörden, Arbeitsämtern, BaföG-Ämtern und Familienkassen zu. Weder das betroffene Kreditinstitut noch der Kontoinhaber werden über derartige Anfragen informiert. Die weitergegebenen Informationen umfassen keine Kontostände.


Verwandte Themen: Erbschaftsteuer/ Freibetrag

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Barlohnumwandlung

Barlohnumwandlung und auch Arbeitsentgeltsumwandlung heißt die Umwandlung von Lohn und Gehalt in steuerbegünstigte Zuschüsse auf der Grundlage einer Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und abhängig Beschäftigte. Der Arbeitgeber kann dem Mitarbeiter zu den Kosten für die Fahrten zwischen Arbeitsstätte und Wohnung steuerbegünstigte Zuschüsse für die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienverkehr zahlen. Als Gehaltsumwandlung gilt auch die verbilligte und unentgeltliche Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (z.B. bei Mitarbeitern von Verkehrsbetrieben). Außerdem kann seit dem 01.01.2002 Barlohn und auch Arbeitsentgelt in Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge umgewandelt werden.


Nützliche Hinweise

Die Gehaltsumwandlung führt nur zu einem Steuervorteil und einer Reduzierung der Sozialversicherungsbeiträge, sobald der Arbeitgeber die Sachleistungen nicht anstatt eines Teils des vereinbarten Gehalts, sondern zusätzlich zum bereits geschuldeten Arbeitsentgelt bzw. Lohn gewährt.



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Barwert

Kapitalforderungen und Kapitalverbindlichkeiten müssen üblicherweise mit deren Nennwert angesetzt werden. Bei niedrig verzinslichen Kapitalforderungen und Verbindlichkeiten wird hiervon jedoch abgewichen. Statt des Nennwertes kommt ein abgezinster Barwert zum Einsatz. Der Barwert gibt Auskunft über den heutigen Wert einer zukünftigen Zahlung und wird deswegen auch als Gegenwartswert beschrieben. Der anzuwendende Zinssatz beträgt 5,5 Prozent.
Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten muss vor allem bei den folgenden Fällen zum Barwert erfolgen: Unverzinsliche Schulden und Forderungen aus Fälligkeitsdarlehen: Forderungen und Schulden wurden mit dem Barwert anzusetzen, wenn deren Laufzeit mehr als ein Jahr beträgt und sofern die Unverzinslichkeit sich nicht durch andere Vorteile wirtschaftlicher Art ausgleichen lässt. Die Abzinsung erfolgt mit 5,5 Prozent.
Hoch und niedrig verzinsliche Schulden und Forderungen aus Fälligkeitsdarlehen: Der Nennwert muss um den Kapitalwert Zinsdifferenz pro Jahr bei einer niedrigen Verzinsung vermindert und bei einer hohen Verzinsung erhöht werden. Dabei darf es bei der niedrigen Verzinsung nicht zu einem Ausgleich durch wirtschaftliche Vorteile kommen. Unverzinsliche Kapitalforderungen (Ratentilgung): Hierbei ist der Jahreswert der Raten beziehungsweise Renten zu vervielfachen. Siehe hierzu § 13 Abs. 1 BewG sowie Anlage 9a BewG (Vervielfältiger). Lebenslange Renten und Zeitrenten: Es wird der Kapitalwert der Rente mittels Vervielfältiger aus Anlage 9a BewG berechnet.



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Barzuschüsse

Ein Barzuschuss liegt vor, sobald der Arbeitgeber die Kosten für das tägliche Essen seiner abhängig Beschäftigte ganz und teilweise übernimmt. Grundlage ist das Einnehmen der Mahlzeiten in betriebsfremden Gaststätten beziehungsweise Kantinen. Dabei ist es unerheblich, ob der Arbeitgeber den Zuschuss in monetärer Form und als Gutschein leistet. Auch die Überlassung von Räumlichkeiten zu besonders guten Konditionen, die damit verbundene Übernahme der Nebenkosten beziehungsweise die Überlassung von Einrichtungsgegenständen kann zum Zweck der Verbilligung der Mahlzeiten vertraglich vereinbart werden. In der Regel wird ein Arbeitgeber Restaurantschecks, Essenmarken beziehungsweise Gutscheine an seine Mitarbeiter verteilen, die in vertraglich gebundenen Einrichtungen in Zahlung gegeben werden können. Hierbei gilt Folgendes: Nicht der Wert des Essengutscheines jeden, sondern der sogenannte Sachbezugswert der tatsächlich in Anspruch genommenen Mahlzeit ist steuerlich relevant. Dieser Bezugswert hat eine amtlich festgelegte Obergrenze, welche aktuell bei 6,10 Euro liegt und nicht überschritten werden darf. Für Tage, an denen eine Dienstreise und Einsatzwechseltätigkeit stattfindet, dürfen keine Essenmarken ausgegeben werden. Auch ist es die Pflicht des Arbeitgebers, für Fehltage, etwa wegen Krankheit beziehungsweise Urlaub, bereits ausgegebene Marken vom Mitarbeiter zurückzufordern. Eine alternative Möglichkeit sieht der Fiskus im Vberechnen der Fehltage mit der Anzahl der Essenmarken im Folgemonat. Sollte die Dienstreise jedoch nur bis zu drei Arbeitstage in Anspruch nehmen, oder für den laufenden Monat weniger als 15 Wertmarken ausgegeben worden sein, entfällt diese Rückforderungspflicht. Der Mitarbeiter ist verpflichtet, den Sachbezugswert als geldwerten Vorteil der Steuer zu unterziehen. Pro Monat wurden aktuell folgende Sachbezugswerte festgeschrieben: für das Frühstück 42,10 Euro und für das Mittag- und Abendessen insgesamt 75,25 Euro.


Nützliche Hinweise

Die pauschale Versteuerung der Sachbezugswerte mit 25 Prozent erleichtert die Handhabung sowohl für Arbeitgeber als auch für den abhängig Beschäftigte sehr. Es fallen dann nämlich auf beiden Seiten keine Sozialbeiträge an.



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Baudenkmäler

Ob ein Gebäude als Baudenkmal aufgeteilt ist und nicht, hängt in Deutschland von den Denkmalschutzvorschriften des jeweiligen Bundeslandes ab. Handelt es sich bei einem Gebäude beziehungsweise einem Gebäudeensemble um ein Baudenkmal gemäß dem jeweiligen Landesdenkmalschutzgesetz, so kann dafür eine steuerliche Förderung gewährt werden. Hierzu hat der Fiskus Fördervorschriften im Rahmen des Einkommensteuergesetzes kodifiziert. Gefördert werden vor allem Baudenkmäler sowie Objekte in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsgebieten. Die steuerliche Berücksichtigung von Zahlungen für Baudenkmale wird erreicht, indem diese von der Bemessungsgrundlage abgezogen werden. Konkret erfolgt dies durch erhöhte Absetzungen sowie - bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Baudenkmalen und bei schutzwürdigen Kulturgütern - durch Steuerbegünstigungen. Zudem wird der Erhaltungsaufwand bei Baudenkmälern steuerlich in besonderer Weise behandelt. Gemäß § 7i EStG waren bis zum 31.12.2003 bis zu zehn Prozent der Eigenproduktionskosten im Jahr der Produktion sowie in den folgenden neun Jahren absetzbar, sofern das begünstigte Gebäude nicht zu eigenen Wohnzwecken dient. Für Maßnahmen, mit denen nach dem 31.12.2003 begonnen wurde, können in den ersten acht Jahre jeweils nur noch neun Prozent abgesetzt werden, in den folgenden vier Jahren dann lediglich noch sieben Prozent. Bei eigenen Wohnzwecken dienenden Baudenkmalen waren nach § 10f EStG bis zum 31.12.2003 die Zahlungen im Jahr der Baumaßnahme sowie in den darauf folgenden neun Jahren jeweils zu zehn Prozent als Sonderausgaben absetzbar. Seit 01.01.2004 ist der Sonderausgabenabzug für zehn Jahre ausführbar, beträgt aber nur noch neun Prozent der steuerbegünstigten Kosten. Somit wurden nur noch 90 Prozent der Aufwendungen steuermindernd absetzbar. Analog gilt dies nach § 10g EStG für schutzwürdige Kulturgüter. Die Sonderbehandlung des Erhaltungsaufwandes bei Baudenkmälern besteht gemäß § 11b EStG darin, dass dieser sofort in voller Höhe als Werbungskosten beziehungsweise Betriebsausgaben abzugsfähig ist.


Nützliche Hinweise

Es ist in jedem Falle ratsam, Baumaßnahmen an Gebäuden unter Denkmalschutz beziehungsweise Kulturgütern vor dem Beginn mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde abzustimmen, denn die steuerliche Förderung kommt nur für so genannte denkmalschutznotwendige Zahlungen infrage. Diese sollten deshalb durch die Denkmalbehörde schon vor dem Start der Baumaßnahmen in ihrer konkreten Höhe genannt werden.


Verwandte Themen: Gebäudeabschreibung, Abschreibung / linear

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Bauherr

Der Bauherr kann nach der im Baurecht verankerten gesetzlichen Definition sowohl eine natürliche als auch eine juristische Person sein. Kennzeichnend ist die Eigenschaft, der Auftraggeber für ein Bauvorhaben zu sein. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob die Ausführung des Bauvorhabens selbst überwacht oder in die Hände von fachkundigen Dritten gelegt wird. Auch ist es ohne Belang, ob es sich um einen Neubau, eine Sanierung und Modernisierung handelt.
Der Bauherr kann einige steuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen, welche bei der Sanierung von Gebäuden mit Denkmalschutzauflagen besonders hoch ausfallen. Der Bauherr ist auch derjenige, der die Finanzierung für das Bauvorhaben bereit stellt und dafür bei der Erfüllung einiger Bedingungen sogar diverse Fördermittel erhalten kann.
Der Bauherr ist in der Verantwortung, was die Beantragung der Genehmigungen für das Bauvorhaben betrifft. Diese Aufgabe darf er über die Anwendung von Verträgen und Vollmachten auch auf geeignete Dritte übertragen. Auch die Sicherheit auf der Baustelle unterliegt der Aufsicht des Bauherrn. Passieren dort Unfälle auf Grund mangelnder Absicherung, ist er derjenige, demgegenüber die Schadensersatzforderungen geltend gemacht werden. Im Innenverhältnis kann er seine Vertragspartner regresspflichtig machen, wenn er diese Aufgabe zum Beispiel an ein ausführendes Bauunternehmen vertraglich nachweisbar delegiert hat.


Nützliche Hinweise

Wer sich als Bauherr gegenüber Schadenersatzforderungen Dritter auch bei Versäumnissen seiner Erfüllungsgehilfen absichern möchte, der ist mit einer Bauherrenhaftpflichtversicherung gut beraten.


Verwandte Themen: Bauherrenmodell, Verlustzuweisungsgesellschaften

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Bauherrenmodell

Steuerzahler, welche sich an einem Bauherrenmodell beteiligen, können verschiedene daraus resultierende Kosten sofort als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Hierzu gehören etwa die Gebühren für eine Baubetreuung, eine wirtschaftliche Beratung und auch die Vermittlung einer Finanzierung. Dabei werden die Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung angesetzt.


Nützliche Hinweise

Die steuerliche Absetzbarkeit der Kosten für ein Bauherrenmodell ist seit dem 20. Oktober 2003 durch den Bauherren- und Fondserlass nur noch eingeschränkt.


Verwandte Themen: Abschreibung / linear, Werbungskosten / Vermieter, Gebäudeabschreibung

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Baukindergeld

Für gekaufte und selbst hergestellte Eigenheime und Wohnungen, für die der Eigentümer einen Anspruch auf Zahlung einer Eigenheimzulage besitzt, erhält dieser auf Antrag ein Baukindergeld in Höhe von 767 Euro pro Kind. Voraussetzung hierfür ist, dass für ein Kind auch ein Anspruch auf Kindergeld bzw. einen Kinderfreibetrag besteht. Des Weiteren wird nur für die Kinder ein Baukindergeld gewährt, die während des Förderzeitraums im Haushalt des Steuerpflichtigen gelegt haben, der Anspruch auf eine Förderung hat. Dabei ist es ausreichend, falls mindestens für einen Monat der Anspruch auf Kindergeld oder auch Kinderfreibetrag bestanden halt.
Das Baukindergeld ist immer an die Eigenheimzulage gekoppelt und wird immer mit dieser gemeinsam gewährt. Sollte beispielsweise aufgrund eines zu hohen Einkommens die Eigenheimzulage wegfallen, so wird ab diesem Zeitangabe auch kein Baukindergeld mehr gewährt.


Nützliche Hinweise

Falls beide Eltern gleichzeitig Eigentümer wurden und beide die Bedingungen erfüllen, erhält jeder Elternteil die Hälfte des gegebenen Betrages.


Verwandte Themen: Eigenheimzulage

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Baukostenverlust

Falls für ein Bauvorhaben Vorauszahlungen geleitet wurden und es in der Zukunft dennoch nicht zur Realisierung des Projektes kommt, können die verlorenen Vorauszahlungen bei den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung als Werbungskosten geltend gemacht werden. Als Grund für die Nichtumsetzung des Bauvorhabens wird vom Staat zum Beispiel Konkurs des Bauunternehmens beziehungsweise höhere Gewalt anerkannt.


Verwandte Themen: Gebäudeabschreibung

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Baukostenzuschuss

Baukostenzuschüsse sind sowohl durch private Geber wie beispielsweise Mieter und Flughafengesellschaften oder aus öffentlichen Mitteln, wie zum Beispiel aus einem Lärm- und Umweltschutzprogramm möglich. Steuerrechtlich gesehen führen Zuschüsse zu Baukosten zu einer Verringerung der Herstellkosten des betreffenden Bauwerkes und damit zu einer Reduzierung des Abschreibungs-Wertes und aber zu Einkünften aus Vermietung/verpachtung. Der Fiskus unterscheidet dabei zwischen Zuschüssen von Mietern und Nichtmietern. Zuschüsse, welche von Nichtmietern für Produktionsmaßnahmen geleistet werden, mindern immer die Herstellungskosten und dadurch die Abschreibungsbemessungsgrundlage. Im Falle, dass das Bauwerk zum Betriebsvermögen gehört, kann der Zuschuss ersatzweise als Einnahme aus Vermietung/verpachtung angesetzt werden. Zuschüsse zu Maßnahmen, welche zur Erhaltung von Gebäuden notwendig sind, sind immer als Einkünfte aus Vermietung/verpachtung. Dagegen können Zuschuss-Zahlungen von Mietern in Form von verlorenen Zuschüssen oder als Mietvorauszahlungen geleistet werden. Mietvorauszahlungen wurden als Einkünfte aus Vermietung/verpachtung immer im Jahr des Zuflusses anzugeben. Verlorene Mieterzuschüsse wurden wie eine Mietvorauszahlung zu behandeln.


Verwandte Themen: Gebäudeabschreibung, Baudenkmäler

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Bausparbeiträge

Beiträge, welche in einen Bausparvertrag einüberwiesen werden, sind nicht mehr als Sonderausgaben. Im Jahr 1996 wurde festgelegt, dass Bausparen nur anhand Wohnungsbauprämie gefördert wird. Mit Inkrafttreten dieser Regelung verwehrt der Staat die Möglichkeit des Sonderausgabenabzuges.


Verwandte Themen: Wohnungsbauprämie

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Bausparförderung

Eine Bausparförderung wird vom Fiskus auf zwei Arten gewährt: Entweder als Arbeitnehmer-Sparzulage und aber über eine Wohnungsbauprämie. Bei der Arbeitnehmer-Sparzulage ist es machbar, die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers für einen Bauspar-Vertrag zu nutzen. In einem solchen Fall zahlt der Staat zehn Prozent zusätzlich zu der Arbeitgeberleistung, die höchstens bei 480 Euro liegen darf. Folglich darf der abhängig Beschäftigte auf diese Weise ein staatliche Sparzulage von bis zu 48 Euro pro Jahr erhalten. Die Zulage wird nur dann gewährt, sobald das zu versteuernde Einkommen nicht 17.900 Euro (gemeinsam veranlagte Partner: 35.800 Euro) übersteigt.
Eine Bausparförderung über die Wohnungsbauprämie dient ebenfalls dazu, Bausparkapital zu bilden. Wiederum wurden zehn Prozent der jährlichen Bausparsumme, welche höchstens 512 Euro betragen darf, förderungsfähig. Der Staat schießt folglich höchstens 50 Euro pro Jahr dazu. Die Wohnungsbauprämie wird maximal sieben Jahre gewährt. Die Einkommensgrenze liegt bei der Wohnungsbauprämie bei 25.600 Euro (und auch bei Ehepaaren: 51.200 Euro). Seit 2001 muss allerdings für diese auch der eigentlich steuerfrei belassene Teil der Einnahmen eingerechnet werden.


Praxis Tipp

Die Arbeitnehmer-Sparzulage kann auch ohne vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers erreicht werden. In diesem Fall muss der abhängig Beschäftigte selbst die entsprechende Summe auf einen Bauspar-Vertrag einüberwiesen werden. Maximal förderfähig wurden dabei weiterhin 480 Euro.



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Bauwirtschaft

Spezielle Vergünstigungen werden vom Staat der Bauwirtschaft gewährt. Diese steuerlichen Vergünstigungen wären: Kurzarbeitergeld, Winterausfallgeld, Wintergeld, Winterhilfe, Übergangshilfe, Urlaubsabgeltung, Erschwerniszulage und Baustellenzulage. Obwohl das Kurzarbeitergeld und das Winterausfallgeld keiner Besteuerung unterliegen, müssen die Arbeitgeber selbige in der Lohnsteuerkarte vermerken. Sie dienen der bei Einkommenserklärung zur Ermittlung des Einkommenssteuersatzes, welcher sich (Progressionsvorbehalt). Bei Vorauszahlung des Wintergeldes muss jedoch Lohnsteuer bezahlt werden. Steht der Mitarbeiter in keinem festen Arbeitsverhältnis, werden die Winterbeihilfe, welche Übergangshilfe und die Urlaubsabgeltung von der Urlaubs- und Lohnausgleichkasse bezahlt.


Nützliche Hinweise

Diese Gelder wurden bei der Einkommenssteuer zu veranlagen, es sind keine Sozialabgaben zu bezahlen. Lohnsteuerpflichtig sind Erschwerniszulagen. Lohnsteuerfrei wären Lohnersatzleistungen.


Verwandte Themen: Arbeitgeberdarlehen, Lohnsteuerklassen

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Bedarfsbewertung

Vermögensgegenstände müssen für eine machbare Erbschaftssteuer bzw. Schenkungssteuer nur noch dann bewertet werden, wenn hierfür ein Bedarf vorliegt. Existiert ein solcher Bedarf, dann hat die Wertermittlung zum Datum es Todes des Erblassers oder auch der Durchführung einer Schenkung zu erfolgen. Dabei können die Grundsätze, zu denen die Bewertung erfolgen muss aus dem Erbschaftsteuergesetz und auch aus dem Bewertungsgesetz entnommen werden. Bis zum 01.01.1996 wurden bebaute Grundstücke noch mit dem Einheitswert festgehalten. Seit diese Datum erfolgt die Erfassung mit dem Grundbesitzwert.
Die Wertermittlung bei unbebauten Grundstücken erfolgt nach dem Wert ihrer Fläche Dazu kommt der Bodenrichtwert, welcher um 20 Prozent ermäßigt wird. Dabei sind solche Grundstücke als unbebaut, die entweder keine benutzbaren Gebäude oder ein im Bau befindliches Gebäude beinhalten. Ebenfalls zählen Grundstücke dazu, deren Gebäude sehr klein wurden und auf denen verfallene oder dem Verfall preisgegebene Gebäude stehen.


Nützliche Hinweise

Zur Ermittlung des Werts von bebauten Grundstücken wird das Ertragswertverfahren benutzt. Bei land- und forstwirtschaftlichen Vermögen richtet sich das Wertermittlungsverfahren nach dem jeweiligen Bewertungsobjekt.


Verwandte Themen: Erbschaftsteuer/ Freibetrag

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Beerdigungskosten

Beerdigungskosten fallen beim Tod eines jeden Angehörigen immer an, denn in Deutschland gibt es eine gesetzliche Bestattungspflicht. Sie ergibt sich aus den Bestattungsgesetzen, die von den einzelnen Bundesländern erlassen werden. Zur Bestattung verpflichtet sind immer die nächsten Angehörigen, woraus sich in der Praxis die Reihenfolge Ehegatten, Kinder, Eltern und danach die Geschwister ergibt. Auch Enkel und Großeltern sowie sonstige drittgradige Verwandte können für die Bestattungspflicht herangezogen werden. Im Bundesland Rheinland-Pfalz wurde eine abweichende Regelung geschaffen. Dort muss der Haupterbe die Beerdigungskosten tragen.
Eine ähnliche Regelung findet sich auch im Paragrafen 1968 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, der aussagt, dass der Erbe die Beerdigungskosten zu tragen hat. Ist er dazu nicht in der Lage, kommen als zweite Zahlungspflichtige die Personen in Betracht, die dem Verstorbenen zu Lebzeiten gegenüber unterhaltspflichtig waren. Bestattungskosten können als 'bestimmte Belastungen' steuerlich geltend gemacht werden.
Eine weitere Sonderregelung zur Übernahme der Beerdigungskosten gibt es für den Fall, dass der Tod von Dritten schuldhaft verursacht worden ist. Denkbare Fälle wurden hier Tötungsdelikte, Verstöße gegen die Verkehrssicherungspflicht und auch Verkehrsunfälle. Die Übernahme der Beerdigungskosten bei schuldhaft verursachten Verkehrsunfällen mit Todesfolge ist im Paragrafen 10 der Straßenverkehrsordnung geregelt.
Hartz IV Empfänger und Sozialhilfeempfänger haben die Möglichkeit, sich die Beerdigungskosten beim Amt zu holen. Zu bedenken ist aber, dass der Todesfall und die Pflicht zur Bestattung beim Amt vor der Beauftragung anzuzeigen ist. Viele regionale Ämter pflegen für diesen Fall Kooperationen mit einzelnen Bestattungsunternehmen, bei denen sie Sonderkonditionen bekommen.


Verwandte Themen: Erbschaftsteuer/ Freibetrag

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Beförderungsleistung

Die Besteuerung der Strecken im Umsatzsteuerrecht danach unterteilt, ob eine Beförderung komplett im Inland, im Ausland und im In- und Ausland durchgeführt wird. Bei Letzterem liegt im Güterverkehr dann eine gebrochene innergemeinschaftlicher Beförderung vor. Beim Personenverkehr gilt immer das Aufteilungsprinzip vor, wonach nur Strecken im Inland einer Besteuerung unterliegen. Eine Beförderungsleistung startet immer am Anfangsort. Bei innergemeinschaftlicher Güterbeförderung beginnen und enden die Leistungen in einem EU-Land. Eine gebrochene innergemeinschaftliche Güterbeförderung liegt vor, wenn die Leistung in einem EU-Land startet und in einem Nicht-EU-Land endet, aber auch zwei Transportunternehmen an einem Transportauftrag beteiligt sind. Eine innergemeinschaftliche Güterbeförderung liegt vor, wenn die Leistungen in EG-Ländern beginnen und anderen einem EG-Land enden und für Beförderungen in der Zusammenfassung der EG gilt ebenfalls eine innergemeinschaftliche Güterbeförderung.


Nützliche Hinweise

Bei grenzüberschreitendem Güterverkehr wird nur die inländische Strecke besteuert.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Beherbergungsleistung

Falls die Vermietung von Wohn- beziehungsweise Schlafraum der kurzfristigen Beherbergung fremder Personen dient, unterliegen die daraus erzielten Umsätze der Umsatzsteuer. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. So entfällt gemäß Umsatzsteuergesetz die Steuerpflicht infolge einiger grundlegender Rahmenbedingungen: Die Beherbergung mit allen üblichen Naturalleistungen einschließlich Verköstigung wird Personen unter 27 Jahren gewährt und dient der Erziehung, Ausbildung, Fortbildung oder Säuglingspflege. Außerdem bleiben die Beherbergungsleistungen steuerfrei, falls sie für Bedürftige geleistet werden. Als bedürftig im steuerrechtlichen Sinn sind Personen, die entweder einem Verband der freien Wohlfahrtspflege, einem freien Wohlfahrtsverband, der einer Körperschaft angegliedert ist und einem Wohlfahrtsverband von Vermögensmassen und Personenvereinigungen angehören. Auch Leistungen des Deutschen Jugendherbergswerkes, des Hauptverbandes für Jugendwanderungen und allen diesen unmittelbar angeschlossenen Verbänden, gehören hierzu. Allerdings ist es zwingend erforderlich, dass die erbrachten Leistungen per Satzung genau festgelegt und dementsprechend erbracht werden.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Belegschaftsrabatt

Überlässt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer verbilligte beziehungsweise kostenlose Dienstleistungen und Waren, spricht man von Personal- und Belegschaftsrabatt. Weil durch die jeweilige Rabattregelung Steuervorteile erzielt werden, sind derartige Vergünstigungen vom Mitarbeiter als zu versteuernder Arbeitslohn anzugeben. Hierbei ist der Preis relevant, der von einem Endkunden gewöhnlich bezahlt wird. Außerdem ist der Zeitangabe, an dem der Mitarbeiter den Rabattvorteil erhält, für den anzusetzenden Preis entscheidend. Demnach ist ein Bewertungsabschlag von bis zu vier Prozent ausführbar. Bis zu einem Betrag von 1224 Euro jährlich wurden Dienstleistungen und Waren, die dem Arbeitgeber zu gute kommen, stets steuerfrei. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Sachbezug in der Lohnabrechnung aufzuführen. Abgabeort und Abgabetag wurden hierbei eindeutig zu benennen. Von der Rabattklausel wurden in der Regel nur Waren beziehungsweise Dienstleistungen betroffen, die für Dritte produziert werden und mit denen das Firmen üblicherweise handelt. Typische Beispiele dafür sind: Mahlzeiten für Angestellte einer Gaststätte, Deputate, forstwirtschaftliche Erzeugnisse und Freifahrten für Mitarbeiter von Verkehrsunternehmen. Auch die Nutzungsüberlassung stellt einen Rabatt im steuerlichen Sinn dar. Die Pauschalisierung des Arbeitsentgeltes ist alternativ möglich. Diese ersetzt gewissermaßen eine relativ komplizierte Rabattrechnung und ergibt für den Arbeitnehmer ebenfalls einen steuerlichen Vorteil. Es ist sinnvoll, vorab zu prüfen, welche Variante günstiger ist. In der Regel gilt: Bei niedrigen und mittleren Einkommen wird das die Gewährung von Rabatten sein.



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Berufsgenossenschaft

Leistet ein Arbeitgeber für die bei ihm beschäftigten Mitarbeiter Zahlungen an die Berufsgenossenschaft, so handelt es sich um Betriebsausgaben. Dies gilt auch für die den abhängig Beschäftigte selbst betreffenden Beiträge.



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Berufskleidung

In vielen Fällen erhalten abhängig Beschäftigte die benötigte Arbeitskleidung durch das Firmen gestellt oder auch dieses zahlt den Mitarbeitern einen steuerfreien Zuschuss. Wenn ein Mitarbeiter seine Berufsbekleidung aus eigener Tasche bezahlt, darf er die Zahlungen dazu als Werbungskosten bei seiner Steuererklärung geltend machen.
Dabei gilt jedoch die Regel, dass es sich um eine für den jeweiligen Beruf typische Berufsbekleidung handeln muss. Ist es machbar die Kleidung auch privat zu nutzen, so ist ein Abzug als Werbungskosten nicht mehr möglich. Es gibt allgemeingültige Regelungen, welche Art von Kleidung durch die Finanzämter als Berufskleidung anerkannt wird. Hierzu gehören unter anderem die Arztkittel, festgelegte Uniformen und auch der schwarze Anzug eines Leichenbestatters. Dagegen fällt die Abzugsmachbarkeit bei einer gleichzeitigen privaten Nutzungsausführbarkeit weg. Dies gilt auch dann, wenn die Kleidung hohe Kosten verursacht hat und beruflich erforderlich war. Ein gutes Beispiel dafür ist, falls eine Sekretärin hochwertige Kleidung benötigt, um das Firmen entsprechend zu respektieren. So können Ärzte auch ihre Arztsocken oder die weiße Hose bei der Steuer genauso wenig geltend machen wie die Empfangsdame in einem Hotel ihre weiße Bluse.
Neben dem Kauf von Berufskleidung sind auch die Kosten für deren Reinigung als Werbungskosten und können somit steuerlich geltend gemacht werden. Wird die Reinigung durch ein professionelles Unternehmen vorgenommen, muss das gereinigte Kleidungsstück auf der Quittung genau beschrieben werden. Reinigt der Arbeitnehmer seine Berufskleidung selbst, dann könnte er hierfür die allgemeinen Sätze als Werbungskosten angeben. Als Vergleich können hier die Erfahrungssätze der Verbraucherverbände verwendet werden.


Nützliche Hinweise

Nutzen Mitarbeiter der Unternehmensführung durch das Firmen selbst hergestellte hochwertige Kleidung, so zählt dies nicht als Arbeitskleidung. In diesem Fall erzielen die Mitarbeiter durch die überlassene Kleidung einen geldwerten Vorteil, welcher versteuert werden muss. Dies geht aus einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 11.04.2006 (Aktenzeichen: VI R 60/02) hervor. Anders sieht es aus, wenn der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern vorschreibt, während ihrer Dienstzeit einheitliche Kleidung zu tragen. In diesem Fall liegt seitens des Mitarbeiters kein geldwerter Vorteil vor, falls die Kosten hierfür vom Arbeitgeber übernommen werden. Auch dies hat der Bundesfinanzhof mit einem Urteil vom 22.06.2006 entschieden.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Berufsverbände

Die Beiträge zu Berufsverbänden und berufsständischen Organisationen sind nur in den Fällen Werbungskosten, in denen Sinn und Zweck diesern Verbände nicht auf wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet wurden. Vielmehr muss es sich um eine Interessenvertretung der Mitglieder handeln. Dies trifft beispielsweise auf Gewerkschaften, Haus- und Grundbesitzvereine, den Beamtenbund und eine Anwaltskammer zu.


Nützliche Hinweise

Freiwillig ausgezahlte, den Pflichtbeitrag übersteigende Beiträge werden ebenfalls als Werbungskosten anerkannt, falls die Beiträge berufliche Interessen fördern.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Beschränkte Steuerpflicht

Für Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland keinen Wohnsitz beziehungsweise sonstigen gewöhnlichen Aufenthalt besitzen, gilt die beschränkte Steuerpflicht. Alle Einkünfte, die sie im Inland, also in der Bundesrepublik Deutschland, erzielen, sind somit beschränkt steuerpflichtig. Hierzu zählen beispielsweise Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb, einer in Deutschland betriebenen Landwirtschaft aber auch Einnahmen aus Vermietung beziehungsweise Verpachtung. Als Gewerbebetrieb gemäß deutschem Steuerrecht gilt auch eine ständige Vertretung und inländische Betriebsstätte jedes ausländischen Unternehmens. Ferner zählen Einkünfte aus nicht selbstständiger Tätigkeit, wie beispielsweise Arbeitslohn oder Arbeitsentgelt, zu den beschränkt steuerpflichtigen Einnahmen. Der Steuerpflichtige ist entsprechend nicht einkommenssteuerpflichtig. Mit dem Abzug der Steuer vom Lohn, Arbeitsentgelt beziehungsweise vom betrieblichen Gewinn gilt die Steuerpflicht als erfüllt. Ausnahme: Falls mindesten 90 Prozent der gesamten Einnahmen in der Bundesrepublik Deutschland zu Buche schlagen, und die steuerlich relevanten Einnahmen im Ausland 7664 Euro nicht überschreiten, besteht die Möglichkeit zur Beantragung der unbeschränkten Steuerpflicht. Die Person wird dann, wie jeder inländische Steuerpflichtige auch, zur Einkommenssteuer veranlagt.


Nützliche Hinweise

Mitarbeiter, die ihren Wohnsitz im Ausland haben, sollten sich von der zuständigen Betriebsstätten-Finanzbehörde machbarst vorab alle relevanten Freibeträge bescheinigen lassen. Dazu zählen unter anderem Sonderausgaben und Werbungskosten.


Verwandte Themen: Unbeschränkte Steuerpflicht, nach oben

Bestechungsgelder

Als Schmiergelder oder Bestechungsgelder zählen Zahlungen, mit deren Hilfe Dritten Vorteile eingeräumt und im Gegenzug eigene Vorteile begehrt werden. Ihre Zahlung stellt immer eine rechtswidrige Handlung dar. Sie unterliegen deshalb dem Verbot der steuerlichen Berücksichtigung und sind keine Betriebsausgaben. Als rechtswidrig gilt ein Umstand dann, wenn er aufgrund des Gesetzes nicht ermöglicht ist. Ein Strafantrag ist nicht notwendig. Sobald Verwaltungsbehörden, Gerichte beziehungsweise Staatsanwaltschaften auf Bestechungsvorgänge aufmerksam werden, ist es ihre Pflicht, das Finanzämter darüber in Kenntnis zu setzen. Alle Informationen dürfen für eine strafrechtliche Verfolgung benutzt werden. Sollte ein Mitarbeiter Schmier- oder Bestechungsgelder annehmen, muss er diese unter sonstige Einkünfte versteuern. Zahlt er die betreffenden Beträge allerdings zurück, vermindern sich seine Einnahmen um genau diesen Betrag wieder. In solch einem Fall ist auch ein Verlustabzug umsetzbar.



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Bestimmungslandprinzip

Der Begriff Bestimmungslandprinzip ist ein Bestandteil der Steuergesetzgebung. Eine wichtige Rolle spielt das Bestimmungslandprinzip bei der Erhebung der Umsatzsteuer. Dabei sagt es aus, dass die Umsatzsteuer in dem Land anfällt, in dem die Veräußerung einer Ware und Leistung an den Endverbraucher erfolgt. Dabei sind Sonderregelungen zu berücksichtigen, die innerhalb der Europäischen Union für den Verkauf an betriebliche Endkunden gelten, welche zum Vorsteuerabzug berechtigt wurden.
An sich sieht der Paragraf 3 des deutschen Umsatzsteuergesetzes vor, dass die Umsatzsteuer derjenige erheben muss, der die Ware verschickt oder die Dienstleistung erbringt. Abweichend davon können insgesamt vier Ausnahmen zur Anwendung kommen. Eine grundlegende Ausnahme wurde für den Versandhandel geschaffen. Er ist eigentlich verpflichtet, die vereinnahmte Umsatzsteuer im Land der Lieferung zu überweisen. Kleinere Firmen können aber die Umsatzsteuer ihres eigenen Landes anwenden.
Werden Waren und Dienstleistungen in Länder abgegeben, die nicht zur EU gehören, wird statt der normalen Umsatzsteuer eine Einfuhrsteuer erhoben. Auch für innergemeinschaftliche Lieferungen gibt es solche Ausnahmen, nach denen der Erwerber zur Versteuerung der gekauften Lieferungen und Leistungen verpflichtet ist. Bei innergemeinschaftlichen Verkäufen von Fahrzeugen fällt nach dem Bestimmungslandprinzip die Umsatzsteuer dort an, wo das Fahrzeug nach dem Erwerb zugelassen wird.
Um die Steuererleichterungen für Verkäufe an Firmen mit Berechtigung zum Vorsteuerabzug in Anspruch zu nehmen, verlangt der Fiskus deren Umsatzsteuernummer.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Betreuer

Die sogenannte Übungsleiterpauschale beträgt insgesamt 1848 Euro im Jahr und ist steuerfrei. Hierzu zählen Einkünfte, die als Erzieher, Übungsleiter, Ausbilder, Betreuer oder anderen vergleichbaren Tätigkeiten erzielt werden. Begünstigte Tätigkeiten wurden außerdem Gruppenleiter, Mannschaftsbetreuer, Trainer, ausbildende Feuerwehrangehörige, Dirigenten oder Prüfungsausschussmitglieder. Außerdem haben nebenberuflich tätige Pfleger behinderter beziehungsweise kranker Personen, Rettungssanitäter und nebenberuflich künstlerisch tätige Personen, wie Theaterstatisten oder Musiker Anspruch auf die Übungsleiterpauschale mit dem Vorteil der Steuerfreiheit bis zum Höchstbetrag. Sobald die Einnahmen aus der nebenberuflichen Tätigkeit noch höher wurden, gilt der Überschuss als wirtschaftlicher Gewinn. Der über dem Freibetrag liegende Anteil ist dann nach Abzug der Betriebsausgaben und Werbungskosten in vollem Umfang der Einkommenssteuerpflicht unterworfen. Hier ein Beispiel: Ein vollbeschäftigter Mitarbeiter ist nebenberuflich als Übungsleiter tätig. Für seine Übungsleitertätigkeit erhält er insgesamt 4000 Euro. Um zum Übungsort zu gelangen, für Telefon und Briefmarken entstehen ihm Kosten von 2000 Euro. Sein steuerpflichtiges, zusätzlich zum Arbeitseinkommen anfallende Einkommen beträgt daher 4000 Euro minus Übungsleiterpauschale gleich 2152 Euro minus Werbungskosten gleich 152 Euro.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Betrieb gewerblicher Art

Von einem Betrieb gewerblicher Art spricht man immer dann, wenn eine juristische Person des öffentlichen Rechts eine Tätigkeit ausübt, welche mit einer geschäftlichen Tätigkeit zu vergleichen ist. Als Voraussetzung dabei gilt, dass die juristische Person die Tätigkeit mit dem Ziel ausübt, einen nachhaltigen Gewinn zu erzielen. Ausgenommen hiervon sind Einnahmen aus der Land- und Forstwirtschaft. Dazu muss der Anteil der wirtschaftlichen Betätigung am Gesamtanteil von besonderem Gewicht sein. Dies wird immer dann angenommen, sobald die daraus erzielten Einnahmen mehr als 30.678 betragen.


Nützliche Hinweise

Sobald ein Betrieb gewerblicher Art vorliegt, müssen die daraus resultierenden Einnahmen versteuert werden. Maßgeblich zu Versteuerung ist dabei die Körperschaftssteuer mit einem Satz von 25 Prozent. Dabei haben Steuerpflichtige die Möglichkeit, einen jährlichen Freibetrag von 3.835 Euro geltend zu machen. Zudem unterliegt die juristische Person auch der Gewerbesteuer, falls die Rahmenbedingungen für einen betrieb gewerblicher Art erfüllt wurden.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Gewerbebetrieb

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Betriebsfinanzamt

Für Gewerbebetriebe im Rahmen der Bundesrepublik Deutschland, welche eine Geschäftsleitung besitzen, ist immer das Finanzamt zuständig, welches sich im Arbeitsbezirk der Geschäftsleitung befindet. Gibt es in einem betrieblichen Unternehmen keine Geschäftsleitung und befindet sich das Firmen im Inland, so ist das Finanzamt zuständig, in dessen Bezirk die wirtschaftlich bedeutendste Betriebsstätte des Unternehmens ansässig ist. Das Betriebsstätten-Finanzamt und das Betriebsfinanzamt können sich entsprechend durchaus an verschiedenen Orten befinden. Das Betriebsstätten-Finanzamt befindet sich immer im Bezirk der jeweiligen Betriebsstätte. Es ist für die Erhebung und das Abführen der Lohnsteuer verantwortlich. Dagegen erfolgt die Erhebung der Körperschaftssteuer durch das Geschäftsleitungsfinanzamt. Falls sich die Geschäftsleitung im Ausland befindet, gilt jedoch der Firmenssitz als Zuständigkeitsbezirk.


Verwandte Themen: Lagefinanzamt

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Betriebsunternehmen

Mit Durchführung einer Betriebsspaltung teilt sich das vorhergehende Unternehmen in zwei Teile; in ein sogenanntes Betriebsunternehmen und in ein Besitzunternehmen. Die Aufteilung findet sich in personeller und schachlicher Verflechtung. Dem Besitzunternehmen werden alle Vermögensgegenstände zugeschlagen. Das Betriebsunternehmen führt die Geschäfte und pachtet Wirtschaftsgüter vom Besitzunternehmen. Die Betriebsaufspaltung dient sowohl zur steuerrechtlichen als auch haftungsrechtlichen Aufteilung. Bei einem eventuellen Konkurs gehen die wesentlichen Teile nicht verloren. Jede Firmensform kann als Personengesellschaft und als Kapitalgesellschaft geführt werden. Die Einkünfte stammen aus gewerblich Betrieb und sind somit gewerbesteuerpflichtig.



Nützliche Hinweise

Im Idealfall wurden die gleichen Personen mit gleichen Teilen beteiligt. Wer die meisten Teile einer Unternehmung hat, der könnte auch über das Unternehmen bestimmen.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Gewerbebetrieb

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Betriebsvermögen

Unter dem Begriff Betriebsvermögen werden alle Wirtschaftsgüter gemeinsamgefasst, die aufgrund ihrer Art und Funktion in einem unmittelbaren betrieblichen zusammen stehen. Steuerlich betrachtet wird dabei zwischen notwendigem und gewillkürtem Betriebsvermögen unterschieden.
Zum notwendigen Betriebsvermögen gehören sämtliche Wirtschaftsgüter, die sowohl ausschließlich als auch unmittelbar allein für eigenbetriebliche Zwecke genutzt werden. Der betriebliche Nutzungsanteil muss bei mehr als 50 % liegen. Auch wenn versäumt wurde, welche Wirtschaftsgüter in der Buchführung entsprechend auszuweisen, werden solche Wirtschaftgüter als Betriebsvermögen benannt, falls die erwähnten Grundlagen erfüllt wurden. Es ist in diesem Falle notwendig, das betreffende Wirtschaftsgut nachträglich durch eine korrigierende Buchung dem Betriebsvermögen hinzuzufügen. Das Wirtschaftgut ist mit dem Wert anzusetzen, den es hätte, falls es von Beginn an (also direkt nach dem Kauf) richtig verbucht worden wäre.
Gewillkürtes Betriebsvermögen umfasst alle Vermögenswerte, welche zwar mit dem Betrieb selbst in einem objektiven zusammen stehen, aber deren betrieblicher Nutzen zwischen 10 und 50 % liegt. Außerdem müssen diese Güter dazu geeignet sein, den Betrieb zu fördern. Erst dann können Sie beim Betriebsvermögensvergleich im Rahmen der Gewinnermittlung vollumfänglich als gewillkürtes Betriebsvermögen angesetzt werden. Gewillkürtes Betriebsvermögen darf auch im Rahmen einer Einnahmenüberschussrechnung gebildet werden, im Falle, dass keine geringfügige Nutzung vorliegt. Als geringfügige Nutzung wird eine betriebliche Nutzung von weniger als 10 % angesehen.
Grundsätzlich ist vom Betriebsvermögen das Privatvermögen zu unterscheiden. Als notwendiges Privatvermögen werden Güter benannt, deren Nutzung zu mehr als 90 % privater Art ist.


Unser Tipp

Abschreibungspflichtige Wirtschaftgüter sollten grundsätzlich geradewegs nach dem Kauf auch aktiviert werden, da sonst die Abschreibungen verloren gehen. Wird ein Wirtschaftgut nämlich erst später angesetzt, kommt dafür ein theoretischer Buchwert zum Einsatz, wodurch sich die Abschreibungen der letzten Jahre nicht mehr nachholen lassen und steuerliche Vorteile nicht mehr benutzt werden können.



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Betriebsverpachtung

Falls ein Unternehmer seinen Betrieb nicht mehr weiterführen möchte, kann er ihn aufgeben, veräußern oder verpachten. Sobald er von der Möglichkeit der Betriebsverpachtung Gebrauch macht, könnte er das sogenannte Verpächter-Wahlrecht in Anspruch nehmen. Er kann, sobald er Teile des Betriebs bereits verpachtet hat, dem Fiskus diese Verpachtung sofort erklären beziehungsweise die Betriebsaufgabe erst zu einem späteren Termin angeben. Damit wird eine ermäßigte Aufgabegewinnsteuer fällig. Alle nachfolgenden Einkünfte gelten steuerlich gesehen, als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Bei der Auswahl der zweiten Möglichkeit sind die Einnahmen als Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb und es wird Gewerbesteuer erhoben. Für eine Verpachtung gelten folgende Voraussetzungen: Der bestehende Betrieb wird fortgeführt. Sämtliche Betriebsgrundlagen werden verpachtet und nicht nur die wesentlichen. Es erfolgt keine wesentliche Umgestaltung des Betriebes durch den Pächter. Vor der Verpachtung hat der Verpächter den Betrieb selbst geführt.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

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Berufskraftfahrer

Als Berufskraftfahrer werden Personen beschrieben, die im Personenkraftverkehr oder Güterverkehr im Fahrdienst tätig sind. Dabei bezieht das Steuerrecht auch Mitarbeiter mit ein, die schienengebundene Fahrzeuge beruflich führen. Ebenso wird die Gruppe der Taxifahrer ebenfalls als Berufskraftfahrer benannt. Mitarbeiter bei motorisierten Zustelldiensten und auch Fahrlehrer werden nicht den Berufskraftfahrern, sondern den Dienstleistern zugerechnet.
Steuerrechtlich hat der Status Berufskraftfahrer zwei Konsequenzen. Sie können in Anhängigkeit von der Dauer der Abwesenheit von der Wohnung einerseits eine Pauschale für einen erhöhten Verpflegungsaufwand geltend machen. Auch die Kosten von Übernachtungen bei mehrtägiger Abwesenheit können von der Steuer abgezogen werden. Der Abzug vom zu versteuernden Einkommen ist allerdings nur dann ausführbar, wenn diese Kosten nicht auf Grund von grundsätzlichen Regelungen im Tarifvertrag oder Klauseln im individuellen Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber erstattet werden. Im Falle einer solchen Erstattung können die Zahlungen als Aufwandsentschädigungen steuerfrei vereinnahmt werden. Das gilt auch dann, wenn der Berufskraftfahrer mit den Kosten für Reparaturen, den Kraftstoffverbrauch beziehungsweise die Kosten der beruflich bedingten mobilen Kommunikation in Vorleistung gehen muss und sie später vom Arbeitgeber erstattet werden.


Verwandte Themen: Verpflegungsmehraufwand, Dienstreise, Einsatzwechseltätigkeit

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Berufssportler

Sind Berufssportler als Individuum tätig, wie es etwa bei einem Tennisprofi der Fall ist, sind ihre Einnahmen als Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb. Mannschaftssportler erzielen im Gegensatz dazu in der Regel Einnahmen aus nicht selbstständiger Tätigkeit. Voraussetzung ist das Vorliegen eines Angestelltenverhältnisses, wie es zum Beispiel im Verein gegeben ist. Handballer, Fußballer beziehungsweise Rennfahrer sind hierfür typische Beispiele. Zum steuerpflichtigen Einkommen zählen neben dem Arbeitslohn auch Werbeeinnahmen und Sponsorengelder.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Gewerbebetrieb

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Berufsunfähigkeitsrente

Bei Berufsunfähigkeitsrenten handelt es sich um abgekürzte Leibrenten. Sie werden mit zeitlicher Befristung gewährt beziehungsweise enden, wenn der Anspruchsberechtigte verstirbt. Zu versteuern ist dabei lediglich der Ertragsanteil, der sich mit zunehmendem Lebensalter verringert.


Verwandte Themen: Ertragsanteil

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Besondere Veranlagung

Ehepartner haben die Möglichkeit im ersten Jahr ihrer Ehe eine festgelegte Veranlagung zu bekommen. Dies hat zur Folge, dass die Ehepartner steuerlich gesehen wie ledige betrachtet werden. Somit findet der Splittingtarif hier keine Anwendung. Die festgelegte Veranlagung könnte verschiedene Vergünstigungen nach sich ziehen. Falls einer der Partner vor der Heirat alleinerziehend war, dann würde ihm bei einer gemeinsamen Veranlagung der Haushaltsfreibetrag gestrichen werden. Auf diesen besteht ausschließlich ein Anspruch für Alleinstehende. Dagegen ist der Haushaltsfreibetrag bei einer festgelegten Veranlagung in voller Höhe abzugsfähig.
Des Weiteren bedeutet eine gemeinsame Veranlagung zumeist auch, dass die Freigrenze für eine Gewährung der Eigenheimzulage überschritten wird. Wenn einer der beiden Partner ein geringeres Einkommen als 81.807 Euro besitzt, kann die Eigenheimzulage zumindest noch für ein weiteres Jahr in Anspruch genommen werden.


Nützliche Hinweise

Eine festgelegte Veranlagung ist immer dann interessant, wenn beide Partner ein ähnlich hohes Einkommen haben. Bei größeren Arbeitsentgeltsunterschieden ist dagegen eher eine Anwendung des Splittingtarifs vorteilhaft.


Verwandte Themen: Einkommensteuervorauszahlungen, Lohnsteuerklassen

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Betreuungsfreibetrag

Seit dem 01. Januar 2006 gilt folgende Rechtslage: Im Artikel 1 des Gesetzes zur steuerlichen Begünstigung von Beschäftigung und Wachstum wurden alle Regelungen zur finanziellen Entlastung bei der Betreuung von Kindern festgeschrieben. Damit entfällt der bis dahin gültige Betreuungsfreibetrag. Bis zum 31. Dezember 2005 war dieser Freibetrag für die Ausbildung, Erziehung und Betreuung von Kindern gesetzlich verankert. Für unverheiratete Eltern betrug er 1080 Euro und für verheiratete Paare mit Kindern 2160 Euro. Anspruch auf diesen Pauschalfreibetrag bestand seit dem 01. Januar 2002. Einzige Voraussetzung: Die Kinder waren steuerlich zu erfassen und nicht älter als 27 Jahre. Geschiedene Paare konnten den Betreuungsfreibetrag demjenigen Elternteil übertragen, bei dem das Kind wohnhaft und polizeilich gemeldet war. Dazu bedurfte es lediglich eines Antrages des betreffenden Elternteils, welche Zustimmung des anderen war nicht notwendig. Außerdem bestand bis 21 Dezember 2005 Anspruch auf einen erwerbsbedingten Freibetrag. Nachweisbare, erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten konnten demnach zusätzlich zum Betreuungsfreibetrag steuerlich geltend gemacht werden. Sie galten als außergewöhnliche Belastung. Der Höchstbetrag betrug bei einem Selbstbehalt von 1548 Euro genau 1500 Euro. Die Anrechnung einer so erwähnten zumutbaren Belastung war nicht vorgesehen. Die genannten Kosten durften für ein zum Haushalt gehörendes Kind abgesetzt werden, falls es das 14. Lebensjahr zu Beginn des Jahres noch nicht erreicht hatte oder eine Behinderung vorlag. Der Steuerzahler selbst musste entweder erwerbstätig und behindert sein, sich in Ausbildung befinden und mindestens schon 3 Monate krank sein. Auch Krankheit, die unmittelbar nach Abschluss einer Ausbildung beziehungsweise nach dem Ende einer Erwerbstätigkeit auftrat, wurde anerkannt. Lebten die Eltern ledig und verheiratet gemeinsam, bedurfte es dieser Bedingungen bei beiden Elternteilen.


Verwandte Themen: Freibetrag/ Lohnsteuerkarte

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Betriebsrat

Zahlt ein Arbeitgeber einem Mitarbeiter Bezüge für dessen Tätigkeit als Betriebsrat, so wurden diese Teil des steuerpflichtigen Arbeitslohns. Lediglich die Erstattung von Auslagen durch den Arbeitgeber kann steuerfrei erfolgen. Dazu gehören beispielsweise Reisekosten, die einem Betriebsratsmitglied im Rahmen seiner Tätigkeit als Betriebsrat entstanden. Werden die Auslagen nicht vom Arbeitgeber ersetzt, können sie bei dem Betriebsratsmitglied als Werbungskosten berücksichtigt werden, falls die Mitarbeit im Betriebsrat den beruflichen Interessen des Arbeitnehmers nachweislich dient.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter, Reisekostenerstattung

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Betriebsgrundstück

Gemäß dem Bewertungsgesetz handelt es sich bei einem Betriebsgrundstück um einen zum Gewerbebetrieb gehörenden Grundbesitz. Es darf zwei Varianten von Vermögenswerten darstellen: Grund und Boden sowie Gebäude.
Wenn ein Grundstück zu mehr als 50 % seines Wertes dem Gewerbebetrieb zugehörig ist, so gilt das gesamte Grundstück als Teil des Gewerbebetriebs und somit auch als Betriebsgrundstück. Bemisst sich der gewerblich benutzte Anteil auf genau 50 % und weniger, so ist das Grundstück dem Grundvermögen zuzurechnen. Wird das Grundstück zu 100 % unmittelbar betrieblich verwendet, wird es dem notwendigen Betriebsvermögen zugeordnet. Falls noch weitere Personen Miteigentümer wurden, ist das Grundstück nur mit dem Anteil notwendiges Betriebsvermögen, der dem Inhaber des Betriebes gehört.
Bewertung: Betriebsgrundstücke werden entweder wie Grundvermögen und wie Land- und Forstwirtschaftliches Vermögen bewertet. Unter erbschaftssteuerlichem Aspekt erklärt wird das Betriebsgrundstück mit seinem Grundbesitzwert bewertet.


Nützliche Hinweise

Wurden in einem Grundstück stille Reserven enthalten, können diese den steuerpflichtigen Gewinn bei einer Entnahme aus dem Betriebsvermögen im Rahmen einer Schenkung erhöhen.


Verwandte Themen: Bedarfsbewertung

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Betriebsstätte

Das Gesetz definiert eine Betriebsstätte als feste Geschäftseinrichtung. Sie dient der Ausübung von Tätigkeiten eines Firmens. Darüber hinaus können Montagen oder Bauausführungen als Betriebsstätten sind. Rechtlich gesehen ist die Betriebsstätte eine unselbstständige Einheit und immer Teil eines Gesamtunternehmens. Mit einem Urteil vom 10. Februar 1988 stellte der Bundesgerichtshof eindeutig klar, dass eine Betriebsstätte auf einen festen Ort fixiert ist und der Ausübung einer unternehmerischen Tätigkeit dienen muss. Mit einem Urteil vom 30. Oktober 1996 hat der Bundesgerichtshof diese Definition folgendermaßen ergänzt: Eine feste Verbindung mit dem Erdreich ist nicht zwingend notwendig. Eine Betriebsstätte ist immer auf Dauer eingerichtet. Das bedeutet im Umkehrschluss: Der Unternehmer hat nicht nur eine kurzzeitige Verfügungsgewalt über das Objekt. Sobald die Geschäftseinrichtung länger als sechs Monate existiert, gilt diese Bedingung als erfüllt. Liegen die Betriebsstätte und der Firmensstammsitz in verschiedenen Gebieten, hat das durchaus steuerliche Auswirkungen. In diesen Fällen wurden steuerliche Abgrenzungsfragen besonders sorgfältig hinsichtlich des Steueraufkommens zu prüfen. Liegt das Objekt im Ausland, gilt das nationale Recht im zusammen mit den jeweils getroffenen Abkommen. Hier wird im Einzelfall überprüft, ob es sich um eine Betriebsstätte handelt.


Nützliche Hinweise

Räumlichkeiten einer Kanzlei, die in die häusliche Sphäre eingebunden wurden, zählen gemäß Steuerrecht nicht als Betriebsstätte, sondern als häusliches Arbeitszimmer. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um mehrere und nur ein Zimmer handelt.


Verwandte Themen: Doppelbesteuerung

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Betriebsstättenfinanzamt

Als Betriebsstättenfinanzamt wird das Finanzamt bezeichnet, in dessen Bezirk die Betriebsstätte eines jeden Firmens liegt und wohin die Lohnsteueranmeldung zu senden ist. Zudem ist die Lohnsteuer dorthin abzuführen.


Verwandte Themen: Lagefinanzamt

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Bewerbungskosten

Nicht erstattete Bewerbungskosten können im Lohnsteuerjahresausgleich abgesetzt werden. Sollte der abhängig Beschäftigte in diesem Jahr keine Einkünfte erhalten haben - er aber trotzdem Kosten für Bewerbungen verursacht hat - so wird der Verlust auf das vorhergehende Jahr zurückverbucht. Arbeitslosigkeit ist steuerfrei und könnte nicht im Lohnsteuerjahresausgleich geltend gemacht werden. Es findet eine sogenannte Rückvergütung ins Vorjahr statt. Hatte der Arbeitnehmer auch zwei Jahre zuvor keine Einnahmen, so wird der Verlust auf das kommende Jahr übertragen. Sobald wieder Einkünfte zu Buche schlagen, mindern die Kosten dann das zu versteuernde Einkommen. Als Bewerbungskosten gelten etwa Kosten für die Fahrt zu Bewerbungsgesprächen sowie für die die Übernachtung und der Mehraufwand für Verpflegung. Kosten für Porto können ebenso geltend gemacht werden wie Zahlungen für Passbilder und zum Anfertigen von Kopien.


Nützliche Hinweise

Im Falle einer Nichtnachweisung der Bewerbungskosten behält sich die Finanzbehörde vor, welche grob zu schätzen.


Verwandte Themen: Reisekostenerstattung

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Bewirtungsaufwendungen

Kosten, welche im zusammen mit der Bewirtung von Geschäftspartnern entstehen, wurden teilweise steuerlich abzugsfähig. Bis Dezember 2003 waren es 80 Prozent und aktuell sind es 70 Prozent, die als Betriebsausgaben Gewinn mindernd geltend gemacht werden dürfen. Ist in der Rechnung Umsatzsteuer enthalten, gilt diese zu 100 Prozent als Vorsteuer und ist entsprechend zu vberechnen. Der Bundesfinanzhof hat mit einem Urteil aus dem Jahr 2005 die ehemalige Beschränkung auf 70 Prozent als nicht rechtens bestätigt. In Bezug auf die Höhe der Bewirtungskosten gilt das Gesetz der Verhältnismäßigkeit. Die Zahlungen müssen daher dem geschäftlichen Anlass und der Anzahl der teilnehmenden Personen entsprechend, angemessen sein. Als Nachweis wurden dem Finanzamt Belege vorzulegen, aus denen die Anzahl der Teilnehmer, das Datum, der Ort, der konkrete Anlass und die Aufwendungshöhe eindeutig hervorgehen. Fand die Bewirtung in einer Gaststätte statt, wurden Angaben zu den teilnehmenden Personen und dem Anlass ausreichend. Außerdem ist die Rechnung beizulegen. Erfolgt kein formal korrekter Nachweis, können die Bewirtungskosten auch nicht als betriebliche Kosten geltend gemacht werden. Die Berücksichtigung der Bewirtungskosten erfolgt folgendermaßen: Summe aller Aufwendungen minus privat veranlasster Zahlungen minus Bewirtungsaufwendungen in unangemessener Höhe minus Kosten ohne Nachweis minus 30 Prozent. Dieses Ergebnis stellt die konkrete Höhe der abzugsfähigen Betriebsausgaben dar.


Nützliche Hinweise

Auch Mitarbeiter können Bewirtungskosten als Werbekosten geltend machen, sobald er betriebliche Kunden bewirtet. Allerdings besitzt diese Regelung nur Gültigkeit, sobald der abhängig Beschäftigte ein umsatz- und erfolgsabhängiges Gehalt bezieht. Auch Kosten, die im in Verbindung mit Festen zu Dienstjubiläen und der Pensionierung von Mitarbeitern anfallen und an denen nur berufsrelevante Personen teilnehmen, werden ebenfalls steuerlich anerkannt. Private Gäste wurden dabei allerdings nicht ermöglicht.


Verwandte Themen: Incentive-Reisen

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Bezüge

Als Bezüge sind alle Einnahmen in Form von Geld sowie Einnahmen in Geldeswert, welche nicht einkommensteuerpflichtig sind: pauschal versteuerter Arbeitslohn, nicht steuerbare Einnahmen und Einnahmen, die gemäß besonderer Vorschriften steuerfrei gestellt wurden. Bezüge werden, neben den Einnahmen, bei der Berechnung von Unterhaltsleistungen und bei der Prüfung des Anspruchs auf Kindergeld herangezogen. Angerechnet werden solche Bezüge, die zur Finanzierung der Berufsausbildung oder des Unterhalts geeignet beziehungsweise bestimmt wurden:
Renten aus
- der gesetzlichen Rentenversicherung
- der gesetzlichen Unfallversicherung
- aus der Kapitalanlage eigener Renten
aber auch
- Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG)
- Leistungen zur Sicherstellung des Unterhalts
- Wehrsold
- Sachbezüge
- überwiesene Arbeitnehmer-Sparzulage
- gezahlte Wohnungsbauprämien
- Weihnachtsgeld.


Nützliche Hinweise

Der Anspruch auf Kindergeld erlischt, wenn die Einkünfte und Bezüge des Kindes den Höchstbetrag von 7 428 Euro im Kalenderjahr (gültig für die Jahre 2003 und 2004) übersteigen. Auch Sachbezüge, welche das Kind für seine Tätigkeit als Au-Pair von seinen Gasteltern im Ausland erhält, gehören zu den Bezügen. Als Ansatz für die Bewertung zählen die amtlichen Sachbezugswerte.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

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BGB-Gesellschaft

BGB-Gesellschaft ist eine häufig verwendete Bezeichnung für eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die darauf anspielt, dass die wesentlichen für eine Gesellschaft dieser Rechtsform relevanten Vorschriften im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) zu finden sind. Eine GbR entsteht, falls sich mindestens zwei Personen zusammenschließen, um einen gemeinsamen Zweck zu fördern. Die GbR zählt zu den Personengesellschaften. Gesellschafter einer GbR können natürliche Personen ebenso wie andere Personengesellschaften beziehungsweise juristische Personen, beispielsweise Kapitalgesellschaften, sein. Übt eine GbR ein Handelsgewerbe aus oder wird sie ins Handelsregister eingetragen, so wird sie damit automatisch zur Offenen Handelsgesellschaft (OHG) mit der Folge, dass dann auch die entsprechenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für sie zählen. Als Personengesellschaft ist die BGB-Gesellschaft keine juristische Person und hat somit auch keine eigene Rechtsfähigkeit und Geschäftsfähigkeit. Deshalb wird eine Personengesellschaft auch nicht zur Einkommensteuer veranlagt. Stattdessen muss zum Ende jedes jeden Geschäftsjahres der Gewinn der Gesellschaft festgestellt und den an ihr beteiligten Gesellschaftern anteilig zugerechnet werden. Diese haben ihn dann zu versteuern. Ist die GbR gewerblich tätig, so führt die Gewinnzurechnung bei den Gesellschaftern dazu, dass diese Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu versteuern haben. Im Falle, dass die GbR nicht davon befreit ist, muss sie auf ihren Gewinn Gewerbesteuer entrichten. Die Gewinnermittlung erfolgt dabei nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes. Der Gewinn wird um Hinzurechnungen gemäß § 8 GewStG erhöht; Kürzungen gemäß § 9 GewStG wirken dagegen Gewinn mindernd. Falls keine Steuerbefreiung greift, ist auf die von der Personengesellschaft getätigten Umsätze Umsatzsteuer zu zahlen.


Verwandte Themen: Juristische Person, Einkommensteuervorauszahlungen, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Biersteuer

Nach dem Biersteuergesetz definiert sich die Biersteuer als Verbrauchssteuer. Aufgrund des Stammwürzgehaltes des Bieres errechnet sich die Gesamtsteuer in Grad Plato. Pro Hektoliter wird in der Regel 0,787 Euro je Grad Plato berechnet. Zwölf Grad Plato ist das durchschnittliche Stammwürzgehalt. Somit ergibt sich in den meisten Fällen ein Steuersatz von 9,44 Hektoliter. Kleineren Brauereinen gewährt man einen niedrigen Steuersatz. Je nach Kapazität ergeben: Kapazität bis zu 5.000 hl:50 %, 10.000 hl 60 %, 20000 hl 70 % und 40000 hl 75 %.


Nützliche Hinweise

Im Falle von verschiedenen einzelnen Brauereien zählt der Gesamtausstoß.


Verwandte Themen: Verbrauchssteuer

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Branntweinsteuer

Die Branntweinsteuer zählt zur Kategorie der Verbrauchssteuern und fließt in vollem Maße dem Bund zu. Die Regelungen zur Branntweinsteuer finden sich im Branntweinsteuergesetz. Alkohol, der in Deutschland erzeugt wird, muss ausgenommen von Korn, Wein und Obst bei der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein abgeliefert werden. Diese verkauft den Branntwein anschließend mit einem Steuersatz von 1.303 Euro je Hektoliter Alkohol.
Ein Branntweinaufschlag von etwa 1.200 Euro je Hektoliter wird bei der Veräußerung von Branntwein erhoben, der aus Korn, Obst beziehungsweise Wein gewonnen wurde. Für Alkohol, welcher vom Ausland importiert wird, gilt ein Monopolausgleich in Höhe von etwa 1.200 Euro je Hektoliter.


Nützliche Hinweise

Keine Branntweinsteuer wird für Alkohol erhoben, welcher ins Ausland ausgeführt wird. Ebenso ist der Branntwein von der Branntweinsteuer befreit, der alternativ zum Beispiel als Essig und Treibstoff verwendet wird.



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Buchführungspflicht

Die Buchführungspflicht ist zum einen in Steuergesetzen wie der Abgabenordnung, zum anderen im Handelsgesetzbuch und anderen Gesetzen und Vorschriften geregelt.
Gemäß § 141 der Abgabenordnung (AO) wurden alle geschäftlichen Firmen sowie Land- und Forstwirte zur Buchführung verpflichtet, wenn sie einen der folgenden Grenzwerte erreichen:
- Umsätze über 500 000 Euro im Kalenderjahr
- Gewinne aus Gewerbebetrieb über 30 000 Euro im Wirtschaftsjahr
- Gewinne aus Land- und Forstwirtschaft über 25 000 Euro im Kalenderjahr
- land- und forstwirtschaftliche Flächen, die selbst bewirtschaftet werden, mit einem Wirtschaftswert über 20 500 Euro.
Laut Handelsgesetzbuch (HGB), § 238, ist jeder Kaufmann zur Buchführung verpflichtet. Kaufmann ist, wer ein Firmen betreibt, das dem Gesamtbild nach als kaufmännischer Betrieb gilt. Zu dieser Definition liegen bereits zahlreiche Urteile vor.
Die steuerrechtlichen Bestimmen zur Art und Weise wie die Bücher zu führen wurden, sind auch, wenn die Buchführungspflicht nur auf anderen als steuerrechtlichen Regelungen beruht.


Nützliche Hinweise

Freiberufler wurden nicht zur Buchführung verpflichtet. Das gilt ungeachtet der erwähnten Grenzwerte. Sie können aber auf freiwilliger Basis Bücher führen, um bestimmte Vorteile, zum Beispiel im in Verbindung mit der Bildung von Rücklagen, zu nutzen.



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Buchwert

Als Buchwert benannt man den Wert, mit dem ein Wirtschaftsgut in der Bilanz steht. Beim Ermitteln des Buchwertes werden sowohl handelsrechtliche Rechnungslegungsvorschriften als auch steuerrechtliche Bewertungsvorschriften angewandt.



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Bundesfinanzhof

Der Bundesfinanzhof ist das höchste deutsche Gericht ('Bundesgericht') in Steuersachen. Er hat seinen Sitz in München. Die Senate des Bundesfinanzhofs haben die Aufgabe, Revisionsentscheidungen zu überprüfen. Ein Senat besteht dabei aus fünf Richtern. Beschlüsse können allerdings schon von drei Richtern gefasst werden.
Das höchste Organ des Bundesfinanzhofs ist der Große Senat, der aus dem Präsidenten und auch sechs Richtern und je einem Abgesandten von allen an der Entscheidung beteiligten Senaten besteht. Einberufen wird der Große Senat immer dann, falls die einzelnen Senate zuvor voneinander abweichende Urteile gesprochen haben. Aktiv werden muss der Große Senat zudem auch dann, wenn Rechtsfragen von immerer Bedeutung vorliegen und falls sein Urteil zur Absicherung einer einheitlichen Rechtsprechung sowie zur Fortentwicklung des Rechts unabdingbar ist.
In Steuerfragen haben die Finanzgerichte der einzelnen Bundesländer die Aufgabe der erstinstanzlichen Rechtsprechung. Aus diesem Grund verfügt auch jedes Bundesland über wenigstens ein Finanzgericht. Sollte die Entscheidung zur Revision zugelassen werden, kann eine Entscheidung in Steuerfragen in zweiter Instanz dem Bundesfinanzhof zur Kontrolle vorgelegt werden. Die Finanzgerichte der Bundesländer bestehen aus einem Präsidenten, einem Vorsitzenden sowie weiteren Richtern. Die Senate der Finanzgerichte wurden mit drei Berufs- und zwei ehrenamtlichen Richtern besetzt. Die ehrenamtlichen Richtern haben allerdings bei Beschlüssen und Vorbescheiden kein Mitwirkungsrecht.



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Bürgschaftskosten

Bürgschaftskosten können sowohl Werbungskosten sein, wie auch Betriebsausgaben. Es kann jedoch sein, dass Bürgschaftskosten in einigen Fällen entweder gar nicht und nur zu einem gewissen Teil von den Finanzbehörden anerkannt werden. Nach einem Urteil des Finanzgerichts Köln vom 20. 9. 2001 können die Verluste eines wesentlichen Gesellschafters, der für eine geleistete Bürgschaft einstehen muss, nicht im selben Jahr wie die geleistete Zahlung steuerlich geltend gemacht werden. Dies ist immer erst nach Beendigung der Liquidation möglich.


Nützliche Hinweise

Gesellschafter, welche für eine Bürgschaft eintreten müssen, sollten beim zuständigen Finanzamt einen Antrag stellen, dass der Auflösungsverlust so früh als ausführbar berücksichtigt wird. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass geleistete Bürgschaftsaufwendungen steuerlich verloren gehen.



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Büroausstattung

Kosten für Einrichtungsgegenstände als Büroausstattung (zum Beispiel Bürotische, -stühle und -schränke, Regale, Bilder und Teppiche) können linear über eine Nutzungsdauer von 13 Jahren abgeschrieben werden. Wenn der Wert des Ausstattungsgegenstandes 410 Euro (ohne Umsatzsteuer) nicht übersteigt, können die Anschaffungskosten sofort als Werbungskosten (falls der Gegenstand zum Privatvermögen gehört) und als Betriebsausgaben (wenn der Gegenstand zum Betriebsvermögen gehört) abgezogen werden.


Nützliche Hinweise

Die Zahlungen für die Einrichtungsgegenstände gehören nicht zu den Kosten für das Arbeitszimmer, wurden somit nicht in den abzugsfähigen Höchstbetrag für das Arbeitszimmer von 1 250 Euro einzubeziehen.


Verwandte Themen: Arbeitszimmer, Arbeitsmittel, Abschreibung / linear

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Chorleiter

Übt ein Chorleiter seine Tätigkeit im Nebenberuf aus, so bleibt die für diese Tätigkeit erhaltene Vergütung bis zu einer Höhe von maximal 2.100 Euro jährlich steuerfrei.


Verwandte Themen: Übungsleiter

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Computer/ Arbeitgebergeschenk

In dem Fall, dass der Arbeitgeber einem Mitarbeiter einen Computer und zugehörige Geräte wie Drucker unentgeltlich überlässt, so wird für dieses Geschenk eine pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent berechnet. Für den Fall, dass die betreffenden Geräte bereits benutzt und abgeschrieben wurden, entfällt die Berechnung einer Lohnsteuer.


Nützliche Hinweise

Sollte der Mitarbeiter einen für dienstliche Zwecke überlassenen Computer auch privat nutzen, existiert dafür keine Lohnsteuerpflicht.



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Damnum

Beim Damnum handelt es sich um den Oberbegriff, welcher für ein Disagio beziehungsweise ein Agio verwendet wird. Andere Bezeichnungen hierfür wurden Darlehensabgeld und Darlehensaufgeld. Die Höhe ergibt sich dabei aus dem Auszahlungsbetrag eines jeden Darlehens und dem Betrag, der an die Bank zurücküberwiesen wird. Darlehensnehmer, die mit ihrer Bank ein Disagio vereinbaren, zahlen eine um den vereinbarten Wert verringerte Darlehenssumme an die Bank zurück. Je nachdem ob das Damnum für ein privates und betriebliches Darlehen benutzt wird, erfolgt die steuerliche Behandlung.
Wird die Gewinnermittlung über einen Betriebsvermögensvergleich durchgeführt, so muss für das vereinbarte Damnum ein Rechnungsabgrenzungskosten gebildet werden. Dieser wird während der vereinbarten Laufzeit wieder aufgelöst. Für den Darlehensgeber bedeutet das Damnum eine Einnahme, während es für den Darlehensnehmer eine Ausgabe darstellt. Darlehensgeber die eine Einnahme/Überschussrechnung nutzen wird das Damnum als Zinseinnahme zu den Betriebseinnahmen gerechnet. Für den Darlehensnehmer bedeutet das Damnum eine sofortige Betriebsausgabe. Beim Kauf eines jeden Wirtschaftsgutes gehört ein Damnum nicht zu den Produktions-, sondern zu den Finanzierungskosten.


Nützliche Hinweise

Wer ein privates Darlehen mit einem Damnum vergibt, muss dieses bei seiner Steuererklärung als Einkünfte aus Kapitalvermögen angeben. Private Darlehensnehmer können das Damnum als Sonderausgabe geltend machen, sobald mit dem finanzierten Objekt Einnahmen erzielt werden. Dies ist zum Beispiel beim Bau und Kauf von vermieteten Immobilien der Fall.



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Dauer des Dienstverhältnisses

Die Zeit zwischen dem Beginn eines Arbeitsverhältnisses und seiner zivilrechtlichen Auflösung beschreibt eindeutig die Dauer jedes Dienstverhältnisses. Im Falle, dass ein Beschäftigungsverhältnis bei ein und demselben Arbeitgeber beendet und nach einer gewissen Zeit wieder begonnen wurde, gilt die Beschäftigungszeit ohne Berücksichtigung der Zeitspanne, die das frühere Dienstverhältnis in Anspruch nahm. Bei wiederholter Aufnahme der Tätigkeit beginnt entsprechend die Berechnung des Beschäftigungszeitraumes von Neuem. Unterbrechungen aufgrund von Arbeitslosigkeit wurden von dieser Regelung ausgenommen. Bedingung hierfür ist die Kündigung durch den Arbeitgeber und es darf keine Abfindungszahlung an den Arbeitnehmer geflossen sein. Unterhält ein Konzern mehrere verschiedene Unternehmen, sind alle dortigen Dienstverhältnisse als ein einziges Dienstverhältnis. Jedoch ist auch hier die Nichtzahlung von Abfindungsleistungen wegen Umsetzungen in der Zusammenfassung des Konzerns Voraussetzung. Ansprüche an Resturlaub und, falls vorhanden, Pensionsansprüche zählen auch weiterhin. Übernimmt ein neuer Eigentümer das Unternehmen, dürfen die jeweiligen Dienstzeiten des Mitarbeiters im Firmen addiert werden.


Verwandte Themen: Abfindung

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Denkmal

Für als Denkmal anerkannte Gebäude können Eigentümer steuerliche Förderungen erhalten. Ob ein Gebäude als Denkmal gilt, geht aus dem im jeweiligen Bundesland geltenden Landesdenkmalschutzgesetz hervor. Die steuerlichen Förderungen ergeben sich aus dem zum 07.12.1989 in Kraft getretenen 'Gesetz zur steuerlichen Förderung des Wohnungsbaus und zur Ergänzung des Steuerreformgesetzes 1990'. Dabei wurden insbesondere für Denkmäler und Gebäude die sich in Sanierungs- beziehungsweise auch in städtebaulichen Entwicklungsgebieten befinden neue steuerliche Förderungen geschaffen. Gebäudebesitzer erhalten diese durch eine Reduzierung der Bemessungsgrundlage.
Für vermietete Baudenkmäler sind beispielsweise höhere Absetzungsmöglichkeiten. So gab es bis zum 31.12.2003 die Möglichkeit im Eigenproduktionsjahr sowie in folgenden neuen Jahren 10 Prozent der Produktionskosten abzusetzen. Haben die Baumaßnahmen dagegen erst nach dem 01.01.2004 begonnen, so können für die ersten 8 Jahre ab Produktion 9 Prozent und für weitere 4 Jahre noch 7 Prozent abgeschrieben werden. Grundlage ist dabei immer, dass ein Gebäude vom Eigentümer nicht selbst verwendet wird.
Für Gebäude, bei denen die Baumaßnahmen vor dem 31.12.2003 begonnen haben und die vom Eigentümer selbst bewohnt werden können im Herstellungsjahr und den folgenden 9 Jahren 10 Prozent der Zahlungen als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Für später begonnene Baumaßnahmen können nur noch 9 Prozent über den Zeitraum von 10 Jahren steuerlich geltend gemacht werden.
Besondere Regelungen zählen auch für schutzwürdige Kulturgüter. Hierzu zählen Gebäude, die weder zur Erzielung von Einnahmen benutzt noch vom Eigentümer selbst bewohnt werden. Hier gilt ebenfalls die Regelung, dass für Baumaßnahmen vor 2004 10 Jahre lang jeweils 10 Prozent und für später durchgeführte Maßnahmen noch 9 Prozent über den Zeitraum von 10 Jahren bei der Steuer angerechnet werden.


Nützliche Hinweise

Eine steuerliche Förderung wird immer nur dann gewährt, sobald die durchgeführten Maßnahmen für den Denkmalschutz notwendig wurden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Notwendigkeit bereits vor Baubeginn mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde abzugleichen.
Alle Maßnahmen, welche zum Erhalt des Denkmalschutzes unbedingt notwendig sind, können direkt und in kompletter Höhe in der Steuererklärung als Sonderausgaben aufgeführt werden.


Verwandte Themen: Abschreibung / linear, Sonderausgaben

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Dienstfahrzeug

Als Dienstfahrzeug beziehungsweise alternativ Dienstwagen wird ein Fahrzeug beschrieben, der überwiegend zu gewerblichen Zwecken genutzt wird. Der Gesetzgeber geht in Deutschland grundsätzlich davon aus, dass es auch für private Fahrten benutzt werden darf. Diese Nutzung muss als so genannter 'geldwerter Vorteil' mit versteuert werden. Diese Regelung ergibt sich aus den Paragrafen 6 und 8 des deutschen Einkommenssteuergesetzes.
Danach wurden zwei verschiedene Formen der Versteuerung machbar und zulässig. Die erste Variante gibt es darin, pro Monat ein Prozent des Neupreises brutto für das Neufahrzeug als Wert der privaten Nutzung anzusetzen. Alternativ können auch die konkreten Werte anhand jedes detaillierten Fahrtenbuches zum Ansatz kommen. Welche Variante im Einzelfall die günstigste ist, hängt immer vom Preis des Dienstfahrzeugs und dem individuellen Umfang der privaten Nutzung ab.
Doch auch bei der Umsatzsteuer des Arbeitgebers muss die private Nutzung jedes Dienstfahrzeugs mit berücksichtigt werden. Hier stehen sogar drei verschiedene Varianten zur Auswahl. Die erste Möglichkeit ist wieder die Ein-Prozent-Regelung, die auf den Listenpreis brutto des Neuwagens abstellt. Die zweite Möglichkeit stellt auch hier das detailliert geführte Fahrtenbuch dar, welches als Variante Nummer 3 für die steuerliche Beachtung der Privatfahrten mit dem Dienstfahrzeug auch in vereinfachter Variante zulässig ist.
Bei der Einkommenssteuer des nutzenden Arbeitnehmers kommt noch ein zweiter Fakt hinzu. Er könnte das Dienstfahrzeug in der Regel auch für den Weg zur Arbeit und nach Hause einsetzen, was steuerlich ebenfalls einen geldwerten Vorteil darstellt. Als Verrechnungsfaktor gibt der Fiskus einen Satz von 0,03 Prozent des Brutto-Listen-Preises für das Neufahrzeug pro gefahrenen Kilometer an. Alternativ ist auch eine Verrechnung über den Nachweis durch ein Fahrtenbuch möglich.
Dass dir private Nutzung einfach so unterstellt werden darf, ist nicht nur im Gesetz selbst so verankert. Auch die höchstrichterliche Rechtssprechung gibt an dieser Stelle dem Staat Recht, wie ein Blick auf das Urteil Nummer VI R 19/05 des Bundesfinanzhofs vom November 2006 beweist. Er gibt dem Finanzamt sogar darin Recht, dass die Umsatzsteuer auf den Kaufpreis nur hälftig geltend gemacht werden könnte, wenn bei einem Dienstfahrzeug mehr als fünf Prozent auf die private Nutzung entfallen.
Praxistip: Wer besonders viel mit einem Dienstwagen privat fährt, für den ist meist die Ein-Prozent-Regelung die bessere Wahl. Für Mitarbeiter, die das Dienstfahrzeug außer für den Weg zur Arbeit so gut wie gar nicht nutzen, ist das Fahrtenbuch die günstigere Alternative. Es ist also durchaus lohnenswert, sich von Steuerberater eine Gegenrechnung für beide Varianten aufstellen zu lassen.


Verwandte Themen: Fahrtenbuch, Kilometersatz

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Dienstkleidung

Stellt ein Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes besondere Kleidung zur Verfügung, die zur Ausübung der dienstlichen Tätigkeiten notwendig ist, so ist das für den Mitarbeiter eine Einnahme, die nicht der Steuerpflicht unterliegt. Falls der Arbeitnehmer seine Berufs- beziehungsweise Dienstkleidung selbst bezahlt, wurden das Werbungskosten, die er bei seinen Einkünften aus nicht selbstständiger Tätigkeit geltend machen darf. Allerdings ist dieser Werbungskostenabzug lediglich auf typische berufliche Bekleidung beschränkt. Ist eine Privatnutzung diesern Kleidung möglich, entfällt der Anspruch auf steuerliche Abzugsausführbarkeit. Beispiele für typische Berufsbekleidung laut Steuerrecht: Uniformen jeglicher Art, der schwarze Anzug des Bestatters, Arztkittel, Schwesterntracht und Amtsgewand. Ist der Anzug jedoch auch zu privaten Anlässen tragbar, bleibt der steuerliche Abzug verwehrt. Auch besonders hohe Bekleidungskosten einer Sekretärin, die etwa dadurch entstehen, weil das Firmen entsprechend repräsentiert werden muss, sind keine Werbungskosten. In diesem Fall würden sogar Zuschüsse durch den Arbeitgeber als steuerpflichtiger Arbeitslohn sind. Unterwäsche, Socken oder die weiße Bluse einer Empfangsdame werden vom Gesetzgeber ebenfalls nicht anerkannt. Reinigungskosten wurden unter bestimmten Voraussetzungen Werbungskosten. Sobald die Arbeitskleidung geltend gemacht werden darf, ist auch deren Reinigung steuerlich relevant. Quittungsbelege von Reinigungsfirmen wurden vorteilhaft und werden in der Regel vom Finanzamt ohne Probleme akzeptiert. Erfolgt die Reinigung der Arbeitskleidung dagegen privat, werden Erfahrungswerte verschiedener Verbraucherverbände angesetzt. Hierfür gibt es entsprechende Tabellen, aus denen ersichtlich ist, wie viel beispielsweise ein Waschmaschinengang kostet.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Dienstreise

Nach der Definition handelt es sich um eine Dienstreise, sobald berufliche Gründe dafür verantwortlich sind, dass man zeitweise nicht in einer regulär im Arbeitsvertrag benannten Arbeitsstätte tätig wird. Bei Lehrern wurden das zum Beispiel die Klassenfahrten. Auch der Besuch von Fachmessen oder Weiterbildungen in anderen Städten sind häufige Anlässe für eine Dienstreise. Seit den Änderungen zum Steuerrecht im Jahr 2008 werden die Dienstreise, die Fahrtätigkeit und die Einsatzwechseltätigkeit nicht mehr differenziert, sondern unter dem Sammelbegriff 'beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit' geführt.
Welche Kosten für Dienstreisen vom Arbeitgeber übernommen werden, das hängt von den jeweiligen Tarifverträgen sowie den Regelungen im individuellen Arbeitsvertrag ab. Für Soldaten, Beamte und andere Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes wird das Bundesreisekostengesetz zugrunde gelegt, zu dem es in den einzelnen Bundesländern eigene Durchführungsbestimmungen gibt.
Interessant bei den Dienstreisen ist ein Urteil des Bundesfinanzhofs von September 2009. Unter dem Aktenzeichen GRS 1/06 wurde das 'Aufteilungsverbot' für rechtswidrig erklärt, das vom Staat vorher auf Reisen genutzt wurde, die sowohl privat als auch dienstlich veranlasst waren. Damit wurde die Anwendbarkeit des Paragrafen 12 des deutschen Einkommenssteuergesetzes eingeschränkt.
Bei Dienstreisen können verschiedene Formen von Kosten anfallen. Werden sie vom Arbeitgeber nicht erstattet, können die Kosten der An- und Abreise, die Übernachtungskosten und auch die Mehraufwendungen für die Verpflegung und Kommunikation steuerlich als berufsbedingte Kosten geltend gemacht werden und verringern so das zu versteuernde Einkommen.
Bei Fahrtätigkeit muss man genau schauen, ob sich der Einzelnachweis der Kosten lohnt, und ob man mit den Pauschalen in Abhängigkeit von den Stunden der Abwesenheit nicht besser wegkommt, zumal man sich noch jede Menge Arbeit bei der Erfassung von Einzelbelegen erspart.


Verwandte Themen: Auswärtstätigkeit, Verpflegungsmehraufwand, Reisekostenerstattung

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Dienstwagen

Die private Nutzung eines Firmenfahrzeuges unterliegt der Lohnsteuer: Der geldwerte Vorteil, der sich aus der Nutzungsüberlassung ergibt, ist mit dem persönlichen Satz zu versteuern. Die Berechnung des geldwerten Vorteils richtet sich nach der Nutzungsverteilung. Seit dem 01. Januar 2006 gilt, dass die Berechnung für ein Fahrzeug, welches zum notwendigen Betriebsvermögen zählt und zu mindestens 50 Prozent betrieblich genutzt wird, wahlweise die Fahrtenbuchmethode beziehungsweise die Listenpreismethode herangezogen werden kann. Liegt die betriebliche Nutzung zwischen 10 und 50 Prozent, wird das Fahrzeug dem gewillkürten Betriebsvermögen zugeordnet. Die private Nutzung wird in diesem Fall gemäß §6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG mit einem Teilwert festgestellt. Günstigerweise ist dieser aus fortlaufenden Aufzeichnungen ersichtlich, aus welchen die Nutzungsverteilung hervorgeht. Bis Ende 2005 gab es einzig die Listenpreis- und die Fahrtenbuchmethode. Die Listenpreismethode, auch als 1-Prozent-Methode beschrieben, ist in drei Berechnungsmethoden unterteilt. Grundlage zur Ermittlung des geldwerten Vorteils ist hier immer der inländische Listenpreis des Fahrzeugs. Bei privaten Fahrten gilt ein geldwerter Vorteil von 1 Prozent, für Fahrten zwischen der Wohnung und der Arbeitsstätte werden je Entfernungskilometer 0,03 Prozent angesetzt und für Fahrten, welche aufgrund einer doppelten Haushaltsführung erforderlich wurden, sind 0,02 Prozent je Entfernungskilometer zwischen dem Haushalt am Beschäftigungsort und dem Haushalt am privaten Wohnort. Fällt die Wahl auf die Fahrtenbuchmethode, ergeben sich die Nutzungsverteilung und die gefahrenen Kilometer aus dem Fahrtenbuch. Zur Ermittlung des geldwerten Vorteils werden die wirtschaftlichen Zahlungen als Grundlage herangezogen. Als tatsächliche Kosten zählen die Kfz-Steuer, Abschreibungen, Versicherungsprämien, Reparatur- und Benzinkosten, Darlehenszinsen und, falls erforderlich, die Kosten zur Unterstellung in einer Garage.
Praxistip: Für ein Firmenfahrzeug, bei dem die private Nutzung 5 Prozent übersteigt, könnte die im Anschaffungspreis enthaltene Umsatzsteuer lediglich zur Hälfte als Vorsteuer abgezogen werden. Wird ein Firmenwagen an einen Arbeitnehmer verkauft, hat dieser einen geldwerten Vorteil zu versteuern, im Falle, dass er weniger als den Händlereinkaufspreis für das Fahrzeug bezahlt. Laut einem Urteil des BFH vom 17. Juni 2005 (VI R 84/04) ist der Händlereinkaufspreis über ein Sachverständigengutachten zu bestimmen beziehungsweise die 'Schwacke-Liste' heranzuziehen. Das Finanzamt unterstellt stets auch eine private Nutzung von Firmenfahrzeugen, sofern nicht nachgewiesen wird, dass es ausschließlich dienstlich benutzt wird. Fehlt dieser Nachweis, unterliegt der ermittelte geldwerte Vorteil des Mitarbeiters der Lohnsteuer. Das BFH bestätigte dieses Verfahren mit einem Urteil vom 07. November 2006 (VI R 19/05). Auch mit einem Urteil des Finanzgerichts Köln vom 26. Oktober 2005 (10 K 8005/00) bekam die Finanzbehörde recht: Die Anschaffung eines hochwertigen Dienstfahrzeuges gilt, falls sich der Arbeitnehmer an den Kosten beteiligt, als private Investition. Die Kosten können daher nicht als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.


Verwandte Themen: Fahrtenbuch, Kilometersatz

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Dienstwohnung

Sobald ein Arbeitgeber seinem Angestellten Wohnraum zu besonders günstigen Konditionen oder unentgeltlich überlässt, gilt dieser Sachverhalt steuerrechtlich als geldwerter Vorteil. Dieser muss dann wertmäßig genau ermittelt werden und unterliegt der Lohnsteuer des Arbeitnehmers. Die Erfassung des geldwerten Vorteils kann unter Zuhilfenahme eines Sachbezugswertes oder auch durch eine Vergleichsrechnung auf Basis des örtlichen Mietspiegels erfolgen. Welche der beiden Möglichkeiten genutzt werden muss, ist von der Art des überlassenen Objektes abhängig. Geht es dabei um eine abgeschlossene Wohnung, die das Führen eines eigenständigen Haushaltes erlaubt, kommt die Vergleichsrechnung zur Anwendung. Eine Wohnung besteht zumindest aus einem Bad mit Toilette und einer Kücheneinheit. Der Fiskus erkennt auch Einzimmerwohnungen an. Der geldwerte Vorteil berechnet sich aus der ortsüblichen Vergleichsmiete vermindert um die vom Arbeitnehmer tatsächlich zu zahlenden Miete. Bei einem Zimmer und Mitbenutzung von Bad und Küche, wie es beispielsweise in einer WG üblich ist, handelt es sich nicht um eine Wohnungsüberlassung. Hierbei handelt es sich um eine Unterkunft und der geldwerte Vorteil ist auf der Grundlage des amtlich festgelegten Sachbezugswertes zu ermitteln.


Verwandte Themen: Arbeitnehmer-Sparzulage, Arbeitgeberdarlehen

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Direkte Steuern

Bei den unterschiedlichen Steuerarten wird zwischen geradewegsen und indirekten Steuern differenziert. Eine unmittelbare Steuer ist vom Steuerpflichtigen oder über Dritte zu zahlen. Ein Beispiel für die Zahlung über Dritte ist die Lohnsteuer, die vom Arbeitgeber geschuldet wird. Neben der Einkommensteuer und der Lohnsteuer gehören auch die Kapitalertragsteuer und die Körperschaftsteuer zu den wichtigsten geradewegsen Steuern. Bei indirekten Steuern schuldet ein Dritter, beispielsweise ein Verkäufer, die betreffende Steuer, während die letztlich durch die Steuer belastete Person nicht zur Abführung der Steuer an das Finanzamt verpflichtet ist. Die Ergebung von inunmittelbaren Steuern erfolgt über den Preis der jeweiligen Ware beziehungsweise Dienstleistung. Beispiele für indirekte Steuern wurden neben der Umsatzsteuer auch die Stromsteuer aber auch die Mineralölsteuer und die Tabaksteuer.


Verwandte Themen: Einkommensteuervorauszahlungen, Lohnsteuerklassen, Stromsteuer, Mineralölsteuer

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Dissertation

Erfolgt die Dissertation aus beruflichen Gründen (für das berufliche Weiterkommen) können die Promotionskosten als Werbungskosten geltend gemacht werden. Der bisherige Gesetzestext sah die Kosten zur Erlangung der Doktorwürde als Ausbildungskosten vor und nicht als Werbungskosten. Ebenso galt auch die Promotion nach Berufseintritt und eine Zweitpromotion als Ausbildungskosten vor. Ausbildungskosten können nur als Sonderausgaben abgezogen werden. Sollten auswärtige Kosten für Unterbringung anfallen, so kann ein Betrag abgezogen werden. Eine notwendige Dissertation aufgrund jedes Dienstverhältnisses zählt jedoch nicht zu den Ausbildungskosten. In diesem Fall können Promotionskosten wieder als Werbungskosten geltend gemacht werden.


Nützliche Hinweise

Um zu erreichen das die gesamten Promotionskosten geltend gemacht werden können, ist darauf verwiesen werden, dass die Promotion von erheblicher Bedeutung ist.



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Doppelbesteuerung

Wenn das Einkommen des Steuerpflichtigen für denselben Steuergegenstand und denselben Zeitraum einer vergleichbaren Steuer in zwei (und mehreren) Staaten unterliegt, wird dies als Doppelbesteuerung bezeichnet. Damit werden die Einnahmen zweifach steuerlichen belastet, in Ausnahmefällen auch mehrfach. Gründe dafür können sein, dass der Steuerpflichtige in mehr als einem Staat ansässig ist oder dass er Einkunftsquellen in Gesetzgeberen hat, wo er keinen Wohnsitz unterhält. In diesen Fällen erheben die einzelnen Staaten jeweils eigene Steueransprüche. Mithilfe bilateraler Verträge, der sogenannten Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), versucht man, eine steuerliche Doppel- und Mehrfachbelastung zu vermeiden. Dabei können grundsätzlich fünf verschiedene Möglichkeiten angewandt werden. Es wurden dies die Anrechnungsmethode, welche Freistellungsmethode, welche Abzugsmethode, die Pauschalierungsmethode sowie die Erlassmethode. Welche Methode angewandt wird, richtet sich nach dem Bestimmungen des nationalen Steuerrechts und des jeweils relevanten Doppelbesteuerungsabkommens, in dem geregelt ist, welchem Staat das Besteuerungsrecht zusteht. Die Bundesrepublik Deutschland hat mit zahlreichen Fiskusen Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Falls ein abhängig Beschäftigte wegen seiner Nichtansässigkeit in Deutschland von der Doppelbesteuerung betroffen ist, kann er an das zuständige Betriebsstättenfinanzamt einen Antrag auf Freistellung vom Steuerabzug richten, im Falle, dass ein Doppelbesteuerungsabkommen mit dem Staat besteht, in dem er ansässig ist.


Verwandte Themen: Beschränkte Steuerpflicht

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Doppelte Haushaltsführung

Eine doppelte Haushaltsführung liegt vor, sobald ein steuerpflichtiger Bürger neben der Wohnung, in der seine Familie lebt beziehungsweise sein Hausstand geführt wird, aus beruflicher Veranlassung noch eine zweite Wohnung an seinem Arbeitsort unterhält. Typischerweise kommt eine doppelte Haushaltsführung dann zustande, falls Mitarbeiter versetzt werden und neue Arbeitsstellen außerhalb ihres Wohnortes antreten. Bezieht ein Arbeitnehmer jedoch außerhalb seines Arbeitsortes eine zweite Wohnung und behält die Wohnung am Arbeitsort weiterhin bei, so handelt es sich nicht um eine doppelte Haushaltsführung im steuerlichen Sinne. Die Aufwendungen, die dem abhängig Beschäftigte aufgrund einer doppelten Haushaltsführung entstehen, können in der Steuererklärung bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit als Werbungskosten geltend gemacht werden. Stattdessen ist es jedoch auch möglich, dass der entstandene Mehraufwand dem Mitarbeiter durch den Arbeitgeber steuerfrei ersetzt wird. Für eine steuerliche Berücksichtigung als notwendiger Mehraufwand im in Verbindung mit doppelter Haushaltsführung kommen beispielsweise eine wöchentliche Heimfahrt, Kosten für Familien-Ferngespräche, Fahrtkosten am Beginn und am Ende einer doppelten Haushaltsführung, Umzugskosten, für die Zweitwohnung anfallende Kosten wie Miete und Einrichtungskosten sowie Verpflegungsmehraufwand für drei Monate in Betracht. Ging der Tätigkeit am neuen Arbeitsort eine Dienstreise voraus, so ist diese Zeit auf die genannte Dreimonatsfrist anzurechnen.


Nützliche Hinweise

Nachdem eine doppelte Haushaltsführung zuvor maximal für zwei Jahre anerkannt worden war, entschied das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 04.12.2002 , dass eine doppelte Haushaltsführung ohne zeitliche Begrenzung anzuerkennen sei, falls beide Ehepartner einer Berufstätigkeit nachgehen. Seit 2003 ist diese neue Rechtslage anzuwenden. Im Falle einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft ist die doppelte Haushaltsführung unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls anzuerkennen. Grundlagen für die Anerkennung sind das Vorhandensein von mindestens einem gemeinsamen Kind und die Berufstätigkeit beider Partner; außerdem müssen beide Partner eine Wohnung als gemeinsamen Lebensmittelpunkt bestimmt haben. Nach einem Urteil des BFH muss die Bestimmung des gemeinsamen Lebensmittelpunkts jedoch mit der Geburt des gemeinsamen Kindes in einem zeitlichen zusammen stehen. Auch ledige Mitarbeiter können laut aktueller BFH-Rechtsprechung eine doppelte Haushaltsführung begründen, vorausgesetzt der abhängig Beschäftigte führt seinen Haupthaushalt am Ort seines Lebensmittelpunktes. Auch wenn der Hauptwohnsitz im Rahmen jedes Ortes verlegt wird, gibt es die doppelte Haushaltsführung nach Auffassung des Bundesfinanzhofs weiter. Ein Umzug aus der ehelichen Wohnung in die Wohnung der Lebensgefährtin, die sich nur wenige Straßen entfernt befindet, stellt laut BFH den Fortbestand der doppelten Haushaltsführung ebenfalls nicht infrage.


Verwandte Themen: Einspruch, Werbungskosten / Vermieter, Verpflegungsmehraufwand, Fahrtkostenzuschüsse

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Drittaufwand

Kosten, die einem Dritten durch die Einkunftserzielung eines jeden Steuerpflichtigen entstehen, werden als Drittaufwand beschrieben. Diese können nicht als Werbungskosten beziehungsweise als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Ein Drittaufwand entsteht beispielsweise, wenn eine andere Person die Anschaffungskosten übernimmt und die angeschaffte Sache vom Steuerpflichtigen dazu verwendet wird, um damit Einkünfte zu erzielen.
Ein Steuerpflichtiger hat jedoch die Möglichkeit, einen Drittaufwand als sogenannte Abkürzung des Zahlungsweges steuerlich geltend zu machen. Dies ist etwa dann der Fall, wenn ein Dritter mit seinem Einverständnis eine Kaufsache bezahlt und damit eine Schuld, die er beim betreffenden Steuerpflichtigen hat, damit tilgt. Bedingung hierfür ist, dass der Dritte den fälligen Geldwert im Auftrag des Steuerpflichtigen an de Gläubiger bezahlt.
Schließt der Dritte dagegen auf eigenen Namen einen Vertrag ab, dann kann die Zahlung hierfür nur dann vom Steuerpflichtigen als Aufwendung abgezogen werden, sobald es sich hierbei um ein Geschäft des täglichen Lebens handelt. Ein abgekürzter Zahlungsweg bei Dauerschuldverhältnissen zählt hingegen nicht als abziehbare Aufwendung für den Steuerpflichtigen. Die einzelnen Voraussetzungen zur Abzugsmachbarkeit von Drittaufwand gehen aus einem Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen vom 09.08.2006 (IV C 3 - S 2211 - 21/06) hervor.


Nützliche Hinweise

In der Praxis sollten Steuerpflichtige immer darauf achten, dass es nicht zu einem Drittaufwand kommt. Werden beispielsweise die Kreditzinsen für eine Immobilie von dem Ehepartner gezahlt, welchem die Immobilie nicht gehört, so könnte der Eigentümer diese nicht als Werbungskosten steuerlich geltend machen.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Durchlaufende Posten

Als durchlaufende Posten sind Beträge, die im Namen und für Rechnung jedes anderen vereinnahmt oder verausgabt werden. Dabei müssen schon bei der Vereinnahmung beziehungsweise Verausgabung des Geldes der Wille und die Verpflichtung bestehen, den betreffenden Betrag weiterzuleiten. Zu den durchlaufenden Posten zählen zum Beispiel Zahlungen auf notarielle Anderkonten. Auch Auslagen, die ersetzt werden, sind als durchlaufende Posten, - so zum Beispiel zunächst von einem Auftragnehmer übernommene aber später durch den Auftraggeber ersetzte Fahrt- und Telefonkosten. Kein durchlaufender Posten ist dagegen die Umsatzsteuer. Bei der Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung werden durchlaufende Posten weder als Betriebsausgaben noch als Betriebseinnahmen angesetzt. Ist ein Unternehmer zur Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich und somit zur Aufstellung von Bilanzen verpflichtet, wurden die durchlaufenden Posten zu aktivieren beziehungsweise zu passivieren. Bei durchlaufenden Posten handelt es sich jedoch nicht um umsatzsteuerpflichtige Entgelte.


Verwandte Themen: Abflussprinzip

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Durchlaufspenden

Juristische und kirchliche Personen des öffentlichen Rechts haben Möglichkeit, bekommene Spenden an einen Zuwendungsempfänger weiterzuleiten. Voraussetzung hierfür ist, dass die Durchlaufstelle zuvor auch die wirtschaftliche Verfügungsmacht über die Spenden bekommen hat. Hierzu reicht es aus, die Spende auf ihrem Konto zu verbuchen. Sowohl die Vereinnahmung wie auch die Verwendung der Spende muss dabei von der Durchlaufstelle nachgewiesen werden.
Eine Weiterleitung könnte nur an solche Empfänger erfolgen, die eine Anerkennung zur Verfolgung gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke besitzen. Dies muss vor einer Weiterleitung durch die Durchlaufstelle nachgeprüft werden. Bei Sachspenden gilt, dass die Durchlaufstelle vor einer Weiterleitung das Eigentum an diesern Sache gekauft hat.


Nützliche Hinweise

Der endgültige Empfänger einer Spende muss seinen Status der Gemeinnützigkeit bereits zu dem Termin innehaben, zu dem die Durchlaufstelle diese erhält. Andernfalls ist es nicht machbar, welche als Betriebs- beziehungsweise auch Sonderausgabe steuerlich geltend zu machen.


Verwandte Themen: Spenden

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Eheähnliche Lebensgemeinschaft

Im Steuerrecht werden die eheliche und die eheähnliche Lebensgemeinschaft nicht gleichgestellt. Für die eheähnliche Lebensgemeinschaft ergeben sich zumeist Nachteile. Im Gegensatz zur ehelichen Lebensgemeinschaft bringt die eheähnliche Lebensgemeinschaft keinerlei Steuervorteile, falls unterschiedliche Einkommensverhältnisse gegeben wurden. Zudem haben finanziell schlechter gestellte Partner einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft, im Fall einer Trennung, keinen Anspruch auf Unterhaltsleistungen, wie es bei einer Scheidung beziehungsweise Trennung im Rahmen der Ehe der Fall wäre. Bei der steuerlichen Berücksichtigung von Kindern ist die eheähnliche Lebensgemeinschaft der ehelichen Gemeinschaft gleichgestellt. Ein weiterer Nachteil der eheähnlichen Lebensgemeinschaft ergibt aus einem Erbe und einer Schenkung. Hier müssen die eheähnlichen Lebenspartner wesentlich höhere Steuern zahlen, als die Ehepartner. Zusätzliche Nachteile ergeben sich in Bezug auf die Grunderwerbssteuer, von welcher ausschließlich Ehepartner, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt wurden, befreit werden können. Weiterhin könnten eheähnliche Partner Schwierigkeiten bei der Erklärung einer doppelten Haushaltsführung bekommen. Ein wesentlicher Vorteil der eheähnlichen Lebensgemeinschaft zeigt sich allerdings bei der Anerkennung von schuldrechtlichen Verträgen, welche keinem Fremdvergleich standhalten müssen.


Nützliche Hinweise

Aufgrund der zahlreichen, ausführbaren Vorteile einer Ehe könnte sie für viele Lebenspartner interessant sein. Allerdings kommt es auf den Einzelfall an, denn nicht immer ist eine Ehe, aus steuerrechtlichen Gründen, besser als eine eheähnliche Lebensgemeinschaft. Entscheidend ist eine vernünftige Beurteilung der Einkommens- und Vermögenssituation. Grundsätzlich empfiehlt sich eine Ehe, falls das gegenseitige Vererben oder Verschenken geplant ist. Weiterhin könnte sich eine Ehe aus steuerlicher Sicht lohnen, wenn die Einkommensunterschiede der Partner erheblich wurden.


Verwandte Themen: Doppelte Haushaltsführung

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Ehrenamtliche Tätigkeit

Die Einkommenssteuer für Steuerpflichtige ermäßigt sich um 300 Euro, falls er mindestens 20 Stunden im Monat freiwillige Arbeit leistet. Hierunter zählen alle Tätigkeiten im Auftrag einer nationalen juristischen, öffentlich-rechtlichen Person und in einer Einrichtung, die behinderte, alte oder kranke Personen freiwillig betreut.


Verwandte Themen: Zuwendung

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Eigenheimzulage

Die Eigenheimzulage ist eine im Jahr 2006 ausgelaufene Förderung der Bundesregierung, welche zur Schaffung von selbst benutztem Wohnraum gewährt worden ist. Aber alle laufenden Förderungen werden noch in vollem zugesichertem Umfang bedient. Dabei gibt es zwei Stufen. Alle Wohnungen und Eigenheime, welche spätestens am 31. Dezember 2003 gekauft und fertig gestellt worden wurden, werden noch mit fünf Prozent der Eigenproduktionskosten bis zu einer Maximalgrenze von 2.556 Euro für einen Neubau gefördert. Bei Eigentumswohnungen werden 2,5 Prozent der Anschaffungskosten zugrunde gelegt. Für selbst benutzten Wohnraum in Altbauten wurde eine Zulage von 1.278 Euro gewährt. Wer Kinder hat, darf sich freuen, denn er bekommt pro Kind noch einmal 767 Euro an Eigenheimzulage gewährt.
Die zweite Stufe der Eigenheimzulage gilt für Eigentumswohnungen und Eigenheime, die in den Jahren 2004 fertig gestellt oder gekauft worden sind. Hier liegt die Förderhöhe bei einem Prozent der Produktions- und Anschaffungskosten pro Jahr. Dabei gilt eine Höchstgrenze von 1.250 Euro. Kinder werden mit einem Wert von 800 Euro pro Jahr und 'Nase' bedacht. Die Eigenheimzulage wird jährlich vom zuständigen Finanzamt bezahlt.
Wer noch zu den denjenigen Haus- und Wohnungsbesitzern zählt, die die Eigenheimzulage bekommen, der darf den Zahlungseingang in Abhängigkeit von den Bearbeitungszeiten der Banken zum Ende der dritten Märzwoche eines jeden Jahres erwarten, denn sie wird vom Fiskus immer am 15. März zur Auszahlung gebracht.



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Eigenleistung

Werden bei der Produktion beziehungsweise beim Ausbau von Immobilien Eigenleistungen erbracht, so können diese steuerlich nicht als Ausgaben berücksichtigt werden, auch wenn sie den Wert diesern Immobilie steigern. Eigenleistungen erhöhen somit nicht die Eigenproduktionskosten einer Immobilie.



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Eigentumswohnung

Beim Erwerb einer Eigentumswohnung berechnet sich der Kaufpreis nach dem Verkehrswert beziehungsweise über Teilwerte auf das Grundstück und nicht nach der Restwertmethode. Der enthaltene Anteil für die Instandhaltungsrücklagen ist nicht im Kaufpreis eingerechnet und wird nicht in den Anschaffungskosten enthalten. Es zählen die gleichen Abschreibungsgrundsätze wie für Gebäude. Man könnte für Eigentumswohnungen, Einfamilien- und Zweifamilienhäuser erhöhte Abschreibungssätze geltend machen.


Nützliche Hinweise

Dient eine Eigentumswohnung zu mehr als 66 2/3 Prozent privaten Wohnzwecken und ist die Immobilie vor dem 01.01.1987 gekauft worden, dann man im Jahr dem Kauf und sieben Jahre danach, bis zu 5 % absetzen.


Verwandte Themen: Gebäudeabschreibung, Instandhaltungsrücklage

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Ein-Prozent-Regelung

Die Ein-Prozent-Regelung ist eine umgangssprachliche Bezeichnung der Listenpreismethode, welche zur Ermittlung des geldwerten Vorteils bei privat benutzten Firmenwagen verwendet wird. Eine Alternative zur Ein-Prozent-Regelung ist die Berechnung jedes individuellen Kilometersatzes. Maßgebend für die Höhe des geldwerten Vorteils ist bei der Listenpreismethode oder auch Ein-Prozent-Regelung immer der Grund, aus dem ein durch das Unternehmen überlassenes Fahrzeug privat benutzt wird. Der festgestellte geldwerte Vorteil wird zum Einkommen einer steuerpflichtigen Personen zugerechnet und unterliegt somit der Einkommenssteuer.
Für reine Privatfahrten beträgt der geldwerte Vorteil ein Prozent, des inländischen Listenpreises des verwendeten Fahrzeugs. Für Fahrten zwischen der Wohnung und dem Arbeitsplatz werden 0,03 Prozent des inländischen Listenpreises als geldwerter Vorteil angesetzt. Dabei zählt jeder Entfernungskilometer für die einfache Strecke beziehungsweise auch Hin- und Rückweg. Ebenfalls geregelt wurden Fahrten zwischen Beschäftigungsort und Wohnort im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung. Wird hierfür der dienstlich überlassene PKW benutzt, so werden für jeden Entfernungskilometer 0,02 des inländischen Listenpreises als geldwerter Vorteil angesetzt.


Nützliche Hinweise

Wird ein durch den Arbeitgeber überlassenes Fahrzeug ausschließlich zu dienstlichen Zwecken benutzt, so muss dies gegenüber den Finanzbehörden immer nachgewiesen werden. Kann ein solcher Nachweis nicht erbracht werden, dann ist das Finanzamt berechtigt, automatisch auch eine private Nutzung zu unterstellen. In diesem Fall wird der geldwerte Vorteil mittels der Ein-Prozent-Regelung durch den Gesetzgeber festgestellt und dem steuerpflichtigen Einkommen zugeschlagen. Dies hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 07.11.2006 (Aktenzeichen: VI R 19/05) so entschieden. Kommt die Ein-Prozent-Regelung zur Anwendung, so sind damit automatisch auch alle anderen mit diesern Fahrt zusammenhängenden Kosten abgegolten. Hierzu gehören etwa auch Kosten aufgrund eines jeden Unfalls, welcher sich bei einer privaten Fahrt mit dem Dienstwagen ereignet hat. Eine weitere Entscheidung des Bundesfinanzhofs besagt, dass ein für private Fahrten gezahltes Entgelt nicht automatisch die Ein-Prozent-Regelung ersetzt. Es sollte deshalb immer ein Fahrtenbuch geführt werden, um die durchgeführten Privatfahrten zu berechnen.


Verwandte Themen: Fahrtenbuch, Kilometersatz

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Einbehaltungspflicht

Sobald Dritte die Pflicht zur Einbehaltung und Abführung relevanter Steuern an die Finanzbehörde haben, spricht der Staat von Einbehaltungspflicht. Beispiele wurden unter anderem die Kapitalertragssteuer (Kreditinstitut) oder die Lohnsteuer (Arbeitgeber). Der Arbeitgeber hat zusätzlich die Einbehaltungspflicht bezüglich der vermögenswirksamen Leistungen und die Kirchensteuer. Nachzulesen im Vermögensbildungsgesetz, Kirchensteuergesetz und Einkommenssteuergesetz.


Verwandte Themen: Kirchensteuer, Lohnsteuerklassen

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Einkommensteuererklärung

abhängig Beschäftigte sind zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet, wenn
- sie von mehreren Arbeitgebern Arbeitslohn erhalten haben
- Ehepartner die Lohnsteuerklassen-Kombination III/v gewählt haben
- auf der Lohnsteuerkarte Freibeträge eingetragen wurden
- Haushaltsfreibeträge und Kinderfreibeträge übertragen wurden
- im laufenden Jahr die allgemeine aber auch die festgelegte Steuerkarte benutzt wurden
- Nebeneinkünfte und Einkünfte über 410 Euro die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, erzielt wurden
- ein abhängig Beschäftigte im Jahr des Todes seines Ehepartners wieder heiratet.
Personen, die andere Einkünfte als die aus nichtselbstständiger Arbeit erzielen - also keine abhängig Beschäftigte wurden - müssen eine Einkommensteuererklärung abgeben, wenn ihre Einkünfte den Grundfreibetrag (7 236 Euro für Ledige Steuerpflichtige und auch 14 472 Euro für Verheiratete Personen im Jahr 2002) übersteigen.
Für abhängig Beschäftigte lohnt sich in der Regel die Abgabe einer Einkommensteuererklärung auch dann, wenn sie dazu nicht verpflichtet wurden. Aufgrund der Pauschbeträge, wie dem abhängig Beschäftigtepauschbetrag, und weiterer Abzugsmöglichkeiten wird in vielen Fällen ein Teil der im Laufe des Jahres abgeführten Lohnsteuer zurückerstattet.
Die Einkommensteuererklärung muss bis zum 31.05. des Folgejahres bei dem zuständigen Finanzamt eingereicht werden.


Verwandte Themen: Einkommensteuervorauszahlungen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

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Einkunftsarten

Das Einkommen von Steuerpflichtigen unterliegt der Einkommensteuer. Das Einkommensteuergesetz definiert, was als Einkommen zu betrachten und entsprechend zu bewerten ist. Hierzu werden sieben grundsätzliche Einkunftsarten definiert. Einkünfte, die unter eine dieser Einkunftsarten fallen, wurden in Deutschland steuerpflichtig:
1. Einnahmen aus Land- und Forstwirtschaft;
2. Einkünfte aus Gewerbebetrieb;
3. Einkünfte aus selbstständiger Arbeit;
4. Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit;
5. Einkünfte aus Kapitalvermögen;
6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung;
7. Sonstige Einkünfte
Zu den sonstigen Einkünften gehören Renten, wiederkehrende Bezüge, private Veräußerungsgeschäfte, Unterhaltsleistungen und Leistungen, welche sich aus Verträgen zur Altersvorsorge ergeben.
Ist es nicht möglich, Einkünfte einer der erwähnten Einkunftsart zuzuordnen, so wurden diese steuerfrei. Beispiele dazu sind Gewinne aus Lotterien. Diese gehören keiner der sieben Einkunftsarten an und wurden somit steuerfrei. Auch Gewinne, die bei privaten Veräußerungen erzielt werden, werden nicht als einkommensteuerpflichtiges Einkommen gesehen. Beim Verkauf von Immobilien und Wertpapieren können jedoch steuerpflichtige Einkünfte anfallen.


Verwandte Themen: Einnahmen aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

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Einkunftsermittlung

Die Einkommensart ist dafür die Basis, wie Einkünfte zu ermitteln sind. So ist es in der Praxis üblich gemäß Vorschrift festzusetzen, dass Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus einem Gewerbetrieb oder selbstständiger Arbeit durch eine Einnahme/Überschussrechnung oder mittels eines Betriebsvermögensvergleichs ermittelt werden. Für die Ermittlung der Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft werden in der Praxis öfter Durchschnittswerte verwendet.


Nützliche Hinweise zur Einkunftsermittlung

Die Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit, aus Vermietung und Verpachtung, aus Kapitalvermögen, sowie die sonstigen Auskünfte rechnet man den Überschusseinkunftsarten zu. Den Gewinn erhält man hier ganz einfach aus der Differenz von Einnahmen und Werbungskosten. Bei den Überschusseinkunftsarten (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, Einkünfte aus Kapitalvermögen, sonstige Einkünfte) ergibt sich also der Gewinn aus der Saldierung der Einnahmen und Abzug der Werbungskosten.




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Einkünfte aus Gewerbebetrieb

Als Gewerbebetrieb gilt jede selbständige Tätigkeit, die nachhaltig mit dem Ziel ausgeübt wird, Gewinne zu erwirtschaften. Nicht als Gewerbebetrieb zählen land- und forstwirtschaftliche Betriebe und freiberufliche Tätigkeiten. Der Gewerbebetrieb muss von der privaten Vermögensverwaltung abgegrenzt werden.
Als Einkünfte aus Gewerbebetrieb sind
- Einkünfte aus dem betrieblichen Unternehmen
- Gewinnanteile von Gesellschaftern einer Personengesellschaft
- Einkünfte von gewerblich geprägten Personengesellschaften
- Gewinne aus der Veräußerung jedes Betriebs, eines jeden Teilbetriebs und wesentlicher Beteiligungen einer Kapitalgesellschaft.
Die Einkünfte aus Gewerbebetrieb wurden einkommensteuer- und gewerbesteuerpflichtig.
Grundsätzlich könnte der Gewinn des Gewerbebetriebs wahlweise nach dem Betriebsvermögensvergleich und der Einnahmen-Überschuss-Rechnung berechnet werden. Das gilt nicht, falls der Gewerbebetrieb aufgrund der Rechtsform und infolge der Überschreitung von Größenmerkmalen wie Gewinn, Umsatz oder Mitarbeiterzahl zur Aufstellung einer Bilanz verpflichtet ist.


Verwandte Themen: Freiberufler

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Einkünfte aus Kapitalvermögen

Als Einkünfte aus Kapitalvermögen zählen beispielsweise Zinsen und Dividenden, welche aus sich im Privatbesitz befindlichen Vermögen zu Buche schlagen. Gehört das betreffende Vermögen dagegen zum Betriebsvermögen, dann gelten die Einnahmen daraus nicht als Einkünfte aus Kapitalvermögen. Diese werden immer den Betriebseinnahmen zugerechnet, und werden folglich als Einnahmen aus dem Gewerbebetrieb behandelt. Zu den Einnahmen aus Kapitalvermögen gehören unter anderem Gewinnausschüttungen, Zinsen aus Hypotheken und sonstigen Kapitalforderungen, Grundschulden sowie daraus resultierende Renten oder auch Einnahmen aus stillen Beteiligungen.
Zunächst unterliegen Einkünfte aus Kapitalvermögen immer der Kapitalertragssteuer. Dabei handelt es nicht um eine eigenständige Steuerart, sondern um eine bestimmte Form der Einkommenssteuer. Diese wird als Quellensteuer geradewegs von der depot- oder auch kontoführenden Bank an das zuständige Finanzamt abgeführt. Bei der jährlichen Steuererklärung haben Steuerzahler dann die Möglichkeit zu viel überwiesene Steuern wieder zurückzufordern. Die Kapitalertragssteuer wird erst dann fällig, sobald ein Freibetrag von 801 Euro pro steuerpflichtiger Person überschritten wurde. Bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren gilt ein doppelter Freibetrag von 1.602 Euro. Um den Freibetrag zu nutzen, muss bei diesern Bank ein Freistellungsauftrag gestellt werden.


Nützliche Hinweise

Werbungskosten, welche in direktem zusammen zu den Einkünften stehen, können bei der Steuererklärung geltend gemacht werden. Anerkönntet werden zum Beispiel Gebühren für ein Depot, der Kauf von Fachzeitschriften und die Teilnahme an einer Hauptversammlung.


Verwandte Themen: Aktienoptionen, Werbungskosten / Vermieter

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Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft

In der Zusammenfassung der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft werden solche Erlöse festgehalten, die durch die Erzeugung von Tieren und Pflanzen mithilfe der natürlichen Kraft des Bodens erzielt werden. Hierzu zählen ebenfalls die aus der Verarbeitung und dem Verkauf der selbst gewonnenen Erzeugnisse. Der Gesetzgeber hat genau festgelegt, was alles zu den Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft gehört.
So gehören hierzu Einnahmen von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, aus dem Wein- und Gartenbau, von Baumschulen sowie anderer Betriebe, welche Pflanzen bzw. Pflanzenteile mithilfe der Natur gewinnen. Weiterhin zählt man auch die mit der Binnenschifffahrt erzielten Einkommen zu den Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft sowie auch Einkünfte aus der Saatzucht, der Fischzucht für Binnenfischer und mit der Imkerei bzw. Teichwirtschaft erzielte Erlöse.
Aus der Jagd stammende Einkommen werden nur dann als Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft gewertet, wenn diese in Zusammenhang mit einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb erzielt werden. Voll dazu gehören dagegen Einkommen aus Realgemeinschaften wie beispielsweise Hauberg, Forst-, Wald- und Laubgenossenschaften.
Für die Erklärung der steuerpflichtigen Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft gelten bestimmte Freibeträge. Ledige Steuerpflichtige mit einem Einkommen von weniger als 30.700 Euro können einen jährlichen Freibetrag von 670 Euro geltend machen. Für gemeinsam veranlagte Ehepaare rechnet man den Freibetrag mal zwei, sofern die gesamten Einkünfte bei weniger als 61.400 Euro liegt.
Besteht für den Steuerpflichtigen keine Pflicht zur Aufstellung einer Bilanz, beträgt die Größe seiner selbst bewirtschafteten Fläche unter 20 Hektar und sind keine größeren Tierbestände als 50 Vieheinheiten vorhanden, so kann der Gewinn aus Durchschnittssätzen ermittelt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die selbst bewirtschafteten Sondernutzungen einen Wert von weniger als 1.022 Euro besitzen.


Nützliche Hinweise über Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft

Was die steuerliche Behandlung von Biogasanlagen betrifft, gibt es in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 06.03.2006 nähere Angaben. In diesem Schreiben werden Biogasanlagen und Erträge aus der Erzeugung von Energie aus Biogas als Gewerbetrieb von den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben abgegrenzt.



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Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit

Arbeitslöhne, Arbeitsentgelte, Tantiemen, Gratifikationen und andere Bezüge zählen zu Einkünften aus nicht selbstständiger Tätigkeit. Es können auch Sachbezüge einfließen, wie zum Beispiel Waren oder Essenmarken. Sogar Waisen- und Witwenrenten, Warte und Ruhegelder wurden aus steuerrechtlicher Sicht wie Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit zu behandeln. Der Fiskus fasst alle Tätigkeiten, welche der Steuerzahler innerhalb eines weisungsgebundenen Beschäftigungsverhältnisses durchführt, als nicht selbstständige Arbeit in Verbindung. Alle Einnahmen aus diesen Beschäftigungsverhältnissen wurden grundsätzlich der Lohnsteuer zu unterwerfen. Der Arbeitgeber behält die Lohnsteuer automatisch ein und führt sie geradewegs an das zuständige Finanzamt ab. Hat der Mitarbeiter aufgrund von Werbungskosten, außergewöhnlichen Belastungen oder Sonderausgaben am Jahresende insgesamt zu viel Lohnsteuer überwiesen, kann er diese nach Ablauf des Jahres im Rahmen der Einkommenssteuererklärung vom Fiskus zurückfordern. Hierfür ist ein amtliches Formular auszufüllen und alle Ansprüche sind durch Belege zu beweisen. Für Mitarbeiter mit beschränkter Steuerpflicht zählen gesonderte Regelungen.


Verwandte Themen: Beschränkte Steuerpflicht, Werbungskosten / Vermieter, Lohnsteuerklassen

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Einkünfte aus selbstständiger Arbeit

Eine selbstständige und freiberufliche Tätigkeit liegt immer dann vor, falls die Tätigkeit nicht weisungsgebunden ist. Außerdem darf keine Einbindung in eine Organisationsstruktur, wie beispielsweise eines Firmens oder Ingenieurbüros, vorliegen. Der Selbstständige trägt sein unternehmerisches Risiko selbst. Für Freiberufler gibt es gemäß § 18 des Einkommenssteuergesetzes einen speziellen Katalog, in dem alle infrage kommenden Berufe und Berufsgruppen aufgelistet wurden. Typische freiberufliche Tätigkeiten wurden unter anderem: Rechtsanwalt, Arzt, Steuerberater, Architekt oder Schriftsteller. Alle im Rahmen der freiberuflichen Tätigkeit erwirtschafteten Einnahmen wurden nicht gewerbesteuerpflichtig. Bei einer gewerblich ausgeübten Tätigkeit zählen andere Regelungen. Von einer geschäftlichen Tätigkeit geht der Staat aus, sobald eine Beteiligung an der allgemeinen Wirtschaft vorliegt. Außerdem muss eine Gewinnerzielungsabsicht erkennbar sein. Tätigkeiten in der Land- beziehungsweise Forstwirtschaft wurden hiervon ausgenommen. Ein Gewerbebetrieb muss außerhalb des privaten Umlaufvermögens geführt werden.


Nützliche Hinweise

Erzielt der Selbstständige sowohl Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb als auch aus freiberuflicher Tätigkeit, gilt die sogenannte Abfärbetheorie. Die gewerbliche Tätigkeit infiziert demnach die freiberufliche Arbeit. Deshalb unterliegen die gesamten Einkünfte der Gewerbesteuer. Ausnahmen gibt es nur im Fall einer Gewerbesteuerbefreiung der betrieblichen Einnahmen beziehungsweise falls die Einnahmen aus freiberuflicher Tätigkeit im steuerlichen Sinn bedeutungslos wurden. Stellt ein Architekt ein schlüsselfertiges Haus im Auftrag von Dritten fertig, ist er automatisch gewerblich tätig.


Verwandte Themen: Freiberufler, Einkünfte aus Gewerbebetrieb

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Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

Als solche Einkünfte zählen alle Einnahmen, welche aufgrund der Überlassung von Wohnraum und Immobilien und auch durch das Verpachten von Grundbesitz gewonnen werden. Weiterhin gehören auch solche Einnahmen hierzu, welche aus der Vermietung von betrieblichem Vermögen und Vermögensgegenständen und auch aus der Überlassung von Rechten stammen. Als Rechte sind dabei insbesondere Urheberrechte aus geschriebenen und anderen künstlerischen Werken aber auch Urheberrechte aus geschäftlicher Natur. Ebenfalls zu den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung werden Einnahmen gerechnet, die aus der Veräußerung von Miet- und Pachtzinsforderungen stammen.
Im Falle, dass die entsprechenden Immobilien, Grundstücke und Rechte dem vorhandenen Betriebsvermögen angehören, gelten die daraus erzielten Einnahmen als Betriebseinnahmen. Somit handelt es sich hierbei um Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb.
Im Jahre 2004 wurden für Vermieter neue Vorschriften zur Umsatzsteuer eingeführt. Diese betreffen Reinigungs- und Bauleistungen, welche von ausländischen Firmen ausgeführt wurden. Für diese Leistungen besteht seither eine Zahlungsverpflichtung bzw. eine Steuerschuld gegenüber den Finanzbehörden. Für den Fall, dass der Vermieter mehr als zwei Wohnungen besitzt, ist die Umsatzsteuer nun nicht mehr an das jeweilige Unternehmen, sondern geradewegs an die zuständigen Finanzbehörden zu zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 17.08.2001 (Aktenzeichen: V R 1/01) müssen die Finanzbehörden anerkennen, falls ein Unternehmer die Vorsteuerbeträge nach dem Verhältnis der Ausgangsumsätze aufteilt. Dies gilt dem Urteil zufolge immer als sachgerechte Schätzung. Bestehen Unklarheiten, betreffs der Gewinnerzielungsabsicht eines jeden Vermieters, so kann das Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen vom 08.10.2004 zur Klärung herangezogen werden.


Nützliche Hinweise

Vermieter, welche Wohnraum an nahe Verwandte vermieten, sollten die Miethöhe in keinem Fall zu gering ansetzen. Andernfalls kann das Finanzamt den Abzug der Werbungskosten streichen. In dem Fall, dass ein Mieter anhand Abstandszahlungen zum Verlassen der Wohnung bewegt werden soll, so können diese immer dann als Werbungskosten geltend gemacht werden, sobald die Wohnung nach Auszug des Mieters wieder neu vermietet wird.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter, Vermietungseinkünfte

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Einkommenssteuer

Die Einkommenssteuer ist eine Abgabe, die bei natürlichen Personen auf das erzielte Einkommen gefordert wird. Die gesetzliche Basis für diese Steuer findet sich im Einkommenssteuergesetz. Die Einkommenssteuer macht mit einem erheblichen Drittel des Gesamtaufkommens einen erheblichen Anteil an den Einnahmen des Staates aus. Als Vorbild für die im 19. Jahrhundert eingeführte Einkommenssteuer gilt die 'income tax', welche zu diesem Termin in England praktiziert wurde. Eine Vereinheitlichung der vorher in den Ländern unterschiedlichen Einkommenssteuer wurde 1920 in Deutschland vorgenommen.
Bei der Einkommenssteuer handelt es sich um eine Abgabe, welche der Bund und die Länder gemeinsam vereinnahmen. Die dafür verantwortliche rechtliche Grundlage findet sich im Artikel 106 des deutschen Grundgesetzes. Diese Veränderung des Rechts wurde im Jahr 1955 im Rahmen eines jeden Verfassungsänderungsgesetzes vorgenommen.
In der Deutschen Einkommenssteuer wird mit einer Progression gearbeitet. Das heiß, je höher das zu versteuernde Einkommen ist, desto höher ist auch der Steuersatz. Allerdings müssen Gutverdiener keinen unendlich hohen persönlichen Steuersatz befürchten, denn in Form des Spitzensteuersatzes ist eine Deckelung erfolgt. Außerdem bleiben in der deutschen Einkommenssteuer bestimmte Beträge, die als Grundsicherung gelten, steuerfrei. Sie sind abhängig vom jeweiligen sozialen Status und der gewählten Steuerklasse des Pflichtigen.
Um die Jahreserklärung zur Einkommenssteuer ist man sich nicht zu drücken versuchen. Einerseits könnte sie der Staat zwangsweise einfordern und andererseits bietet sich damit die Chance, sich überzahlte Steuern durch das Geltendmachen von Freibeträgen und nachweisbaren anrechenbaren Kosten wieder zurück zu holen.


Verwandte Themen: Beschränkte Steuerpflicht, Unbeschränkte Steuerpflicht, Auslandsvermögen, Wohnsitzfinanzamt, Gewöhnlicher Aufenthalt, Progressionsvorbehalt

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Einkommensteuertabellen

Die Höhe der Einkommenssteuerschuld eines Steuerzahlers wird auf Grundlage des zu versteuernden Einkommens berechnet. Hierzu bedient sich das Finanzamt amtlicher Einkommenssteuertabellen. Man unterscheidet dabei getrennt und zusammen veranlagte Personen. Für getrennt veranlagte Eheleute oder ledigen Personen gilt die Grundtabelle. Werden Ehegatten gemeinsam veranlagt, bedient man sich für die Ermittlung der Steuerschuld der Splittingtabelle.



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Einkommensteuertarif

Der Einkommensteuertarif - der Steuersatz in %, der auf das steuerpflichtige Einkommen erhoben wird - entwickelt sich progressiv entsprechend dem steuerpflichtigen Einkommen: je höher das zu versteuernde Einkommen, desto höher der Steuersatz. Einkommen im Rahmen des Existenzminimums von 7 664 Euro wurden als sogenannter 'Grundfreibetrag' steuerfrei. Der Einkommensteuertarif für Einkommen über 7 664 Euro steigt von 15 % als Eingangssteuersatz bis auf aktuell 42 % als Spitzensteuersatz und auch 45 % als sogenannte 'Reichensteuer' für Einkommen über 250 000 Euro.
Der Einkommensteuertarif hat sich seit dem Jahr 2003 wie folgt entwickelt:
- 2003 betrug der Eingangssteuersatz19,9 %, der Spitzensteuersatz 48,5 %, der Grundfreibetrag 7 235 Euro
- 2004 wurde der Eingangssteuersatz auf 16 %, der Spitzensteuersatz auf 42 % gesenkt, der Grundfreibetrag auf 7 664 Euro angehoben
- 2005 wurde der Eingangsteuersatz weiter auf 15 % gesenkt, der Spitzensteuersatz bleibt mit 42 % unverändert ,ebenso der Grundfreibetrag von 7 664 Euro
- 2006 blieben alle Werte unverändert
- 2007 wurde die 45 %ige 'Reichensteuer' für steuerpflichtige Jahreseinkommen über 250 000 Euro eingeführt, alle anderen Werte blieben unverändert.
Ab dem 01.01.2008 gilt die Regelung für Einkommen über 250 000 Euro auch für Gewinneinkünfte, und somit auch für die Einnahmen von Selbstständigen und Freiberuflern.


Verwandte Themen: Einkommensteuervorauszahlungen, Zu versteuerndes Einkommen

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Einkommensteuervorauszahlungen

Innerhalb jedes festgesetzten Zeitraums - meistens am Ende des Jahres - werden Steuern erhoben. Je nach Veranlagung sind aber Vorauszahlungen zu leisten. Die Höhe wird in der Regel vom Vorjahr angesetzt. Die allermeisten Steuern wurden am Ende jedes Quartals fällig. Einen kürzeren beziehungsweise längeren Termin gilt meistens für die Umsatzsteuer. Das Finanzamt kann eine festgesetzte Vorauszahlung an die auch wirkliche Einkommensentwicklung anpassen. Somit kann die Steuerbehörde höhere Vorauszahlungen einziehen, aber bei einer schlechteren Einkommensphase reduzieren.


Nützliche Hinweise

Einen Antrag auf Anpassung der Vorauszahlung beim zuständigen Finanzamt sollten sie stellen, wenn sich Ihre Einkünfte verschlechtert haben.


Verwandte Themen: Einkommensteuertarif

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Einsatzwechseltätigkeit

Die Begriffe Fahrtätigkeit, Einsatzwechseltätigkeit und Dienstreise wurden unter dem Begriff Auswärtstätigkeit in Verbindunggefasst.Wechseln die Tätigkeitsstellen, an denen der Mitarbeiter beschäftigt ist ständig, ist von einer Einsatzwechseltätigkeit auszugehen. Dies gilt vor allem Montagearbeiter sowie Bau- und Leihpersonal. Fahrtkosten wurden dementsprechend Werbungskosten und können steuermindernd geltend gemacht werden. Auch die steuerfreie Erstattung der auch wirklich entstandenen Fahrtkosten durch den Arbeitgeber ist möglich. Alle Fahrten zwischen Einsatzstelle und der Wohnung aber auch Fahrten zwischen verschiedenen Einsatzstellen sind zu berücksichtigen. Bis zum 31. Januar 2007 musste die einfache Strecke mindestens 30 km betragen und die Tätigkeit an derselben Einsatzstelle durfte nicht länger als 3 Monate dauern, um überhaupt berücksichtigt zu werden. Diese Regelung ist seit dem 01 Januar 2008 entfallen. Für die Übernachtung am Wohnort gilt: Wird das eigene Kraftfahrzeug benutzt, ist der Nachweis mittels pauschalem beziehungsweise individuellem Kilometersatz möglich. Für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurden die Fahrausweise aufzubewahren. Sie dienen als Belege für die Berechnung der Fahrtkosten gegenüber dem Finanzamt. Falls der Einsatz am selben Ort länger als die ermöglichten drei Monate dauert, wurden pauschale Berechnungen nicht ermöglicht. Allerdings lassen sich die Zahlungen trotzdem steuerlich ansetzen. Ab dem vierten Monat greift nämlich bereits die gesetzlich festgelegte Entfernungspauschale. Für die Übernachtung am Einsatzort gilt: Als Werbungskosten zählen neben den täglich anfallenden Fahrtkosten auch der Verpflegungsmehraufwand und die selbst bezahlten Kosten für die Unterkunft. Der genaue Betrag für den Verpflegungsmehraufwand richtet sich nach der Dauer der Abwesenheit vom Wohnort. Allerdings darf die Verpflegungspauschale nur drei Monate in Anspruch genommen werden.


Verwandte Themen: Reisekostenerstattung, Fahrtätigkeit, Auswärtstätigkeit, Entfernungspauschale, Dienstreise, Verpflegungsmehraufwand

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Einspruch

Bei einem Einspruch handelt es sich um einen außergerichtlichen Rechtsbehelf, der gegen Verwaltungsakte eingelegt werden kann. Er verhindert, dass die betreffenden Verwaltungsakte Bestandskraft erlangen. Bedingung für das Einlegen eines Einspruchs ist, dass es sich um eine Abgabenangelegenheit handelt, bei der der Einspruch statthaft ist. Zudem muss der Einspruch form- und fristgerecht eingelegt werden. Dies bedeutet, dass der Einspruch schriftlich eingereicht und zur Niederschrift erklärt werden muss und dass dabei die Rechtsbehelfsfrist von einem Monat ab Zugang des (Steuer-)Bescheids nicht überschritten wird. Falls die Frist an einem Samstag und Sonntag beziehungsweise an einem Feiertag endet, verlängert sie sich um den nächstfolgenden Werktag. Ein form- und fristgerechter Einspruch ist zunächst wirksam auch ohne Angabe von Gründen und es ist möglich, die Begründung binnen angemessener Frist nachzureichen. Für das Einlegen eines jeden Einspruchs entstehen dem Steuerpflichtigen keine Kosten. Es ist aber auch mit der Möglichkeit zu rechnen, dass die Rechtssache sich zuungunsten des Steuerpflichtigen entwickelt. Falls die zuständige Behörde nicht dem Einspruch stattgibt, könnte gegen durch einer Klage beim Finanzgericht gegen diese Entscheidung vorgegangen werden. Gegen Steuerbescheide ist Einspruch erhoben werden, falls sich aufgrund neuer Tatsachen - wie beispielsweise durch Auffindung von noch nicht berücksichtigten Belegen - steuermindernde Umstände ergeben haben oder sobald die Finanzbehörde ohne Begründung Kosten nicht anerkannt beziehungsweise nicht berücksichtigt hat, die in der Steuererklärung geltend gemacht wurden.


Verwandte Themen: Zuwendung

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Entfernungspauschale

Durch die Entfernungspauschale werden die Kosten abgegolten, welche einem Mitarbeiter für die Fahrten von seiner Wohnung zur täglichen Arbeitsstätte und zurück anfallen. Vor diesem Hintergrund wird die Entfernungspauschale umgangssprachlich oft auch als 'Pendlerpauschale' beschrieben. Im Rahmen der Steuererklärung ist die Entfernungspauschale als Bestandteil der Werbungskosten bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit zu erklären. Der Ansatz der Entfernungspauschale erfolgt grundsätzlich unabhängig davon, welches Verkehrsmittel der Steuerpflichtige benutzt. Folglich dürfen auch diejenigen abhängig Beschäftigte die Entfernungspauschale als Werbungskosten ansetzen, die täglich zu Fuß und per Fahrrad zur Arbeit kommen. Für Wege zu derselben regelmäßigen Arbeitsstätte könnte die Entfernungspauschale nur einmal pro Arbeitstag angesetzt werden. Zusätzliche Fahrtkosten, die zum Beispiel dadurch existieren, dass ein Mitarbeiter während der Mittagspause nach Hause fährt und später wieder an seine Arbeitsstätte zurückkehrt, können steuerlich nicht berücksichtigt werden.
Für alle Fälle, in denen der Weg zwischen der Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte zu Fuß, per Fahrrad beziehungsweise mit einem Moped, Motorroller und Motorrad zurückgelegt wird, ist die anzusetzende Entfernungspauschale auf höchstens 4.500 Euro pro Kalenderjahr begrenzt (sogenannte Kostendeckelung). Diese Begrenzung gilt auch, wenn die Strecke im Rahmen einer Fahrgemeinschaft per Pkw zurückgelegt wird, und zwar für jene Tage, an denen der Steuerzahler nicht seinen eigenen beziehungsweise einen ihm zur Nutzung überlassenen Wagen für die Fahrgemeinschaft einsetzt. Bei Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Entfernungspauschale ebenfalls auf 4.500 Euro p. a. begrenzt, es sei denn, der abhängig Beschäftigte kann höhere Kosten nachweisen oder glaubhaft machen. Nutzt der abhängig Beschäftigte für den Arbeitsweg einen eigenen und einen ihm zur Nutzung überlassenen Pkw, dann gilt die Begrenzung auf 4.500 Euro nicht. Nachzuweisen oder glaubhaft zu machen ist dann lediglich, dass der Arbeitsweg mit dem eigenen und zur Nutzung überlassenen Pkw zurückgelegt wurde, während ein Nachweis der unmittelbaren Zahlungen nicht erforderlich ist, um gegebenenfalls - bei entsprechend langem Fahrtweg - einen höheren Betrag als 4.500 Euro jährlich anzusetzen. Pro Entfernungskilometer zwischen der Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte - also nicht für die gesamte tägliche Wegstrecke, die bei gleichem Hin- und Rückweg das Doppelte beträgt - dürfen 0,30 Euro als Entfernungspauschale angesetzt werden. Damit errechnet sich die gesamte Entfernungspauschale für ein Kalenderjahr durch Multiplikation des Betrages von 0,30 Euro mit der Zahl der vollen Entfernungskilometer sowie mit der Zahl der Arbeitstage im Jahr.
Bis zum 31.12.2003 war die Entfernungspauschale in den vorstehend genannten Fällen auf 5.112 Euro im Jahr begrenzt und betrug jeweils für die ersten 10 Entfernungskilometer 0,36 Euro, für alle Entfernungskilometer darüber hinaus jeweils 0,40 Euro pro Kilometer. Seit dem 01.01.2004 gilt die reduzierte einheitliche Pauschale von 0,30 Euro pro Entfernungskilometer; zugleich wurde die Kostendeckelung von 5.112 Euro auf 4.500 Euro gesenkt. Ab 01.01.2007 konnten Kosten für den täglichen Arbeitsweg nur noch von Fernpendlern ab dem 21. Entfernungskilometer mit 0,30 Euro pro Entfernungskilometer geltend gemacht werden. Nach einer entsprechenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wird jedoch rückwirkend ab 01.01.2007 wieder die bis 2006 geltende Gesetzeslage fortgeführt; Details dazu finden sich in einem BMF-Schreiben vom 31.08.2009.


Nützliche Hinweise

Für die Berechnung der Entfernungspauschale ist jeweils die kürzeste Wegstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zugrunde zu legen. Allerdings akzeptiert der Gesetzgeber auch eine auf einer längeren Wegstrecke basierende Entfernungspauschale, wenn der Steuerpflichtige dafür eine stichhaltige Begründung angibt. Eine solche Begründung könnte beispielsweise sein, dass die tatsächlich benutzte Strecke nicht nur länger, sondern auch verkehrsgünstiger ist und somit im Vergleich zur kürzesten Strecke zu einer erheblichen Zeitersparnis führt.


Verwandte Themen: Einsatzwechseltätigkeit, Dienstreise

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Entgeltumwandlung

Für Mitarbeiter besteht ein immerer Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer Entgeltumwandlung. Hierfür können 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze aus der Rentenversicherung benutzt werden. Auf, welche Art die betriebliche Altersvorsorge erfolgt, bleibt dabei dem Arbeitgeber überlassen. Möglich ist etwa ein Pensionsfonds, eine Pensionskasse und eine Direktversicherung.


Nützliche Hinweise

Wenn die Entgeltansprüche auf einem Tarifvertrag beruhen, dann kann eine Entgeltumwandlung nur dann durchgeführt werden, wenn dies im Tarifvertrag auch so vorgesehen ist.



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Entlassungsentschädigung

Die Entlassungsentschädigung wird gemeinhin auch als Abfindung bezeichnet und zumeist nach Auflösung eines jeden Beschäftigungsverhältnisses vom Arbeitgeber an den ehemaligen Arbeitgeber bezahlt. Dabei gilt immer nur dann eine steuerliche Vergünstigung, sobald die Betriebszugehörigkeit auf Betreiben des Arbeitgebers beziehungsweise aber aufgrund des Urteils eines Gerichts erfolgt ist. In anderen Fällen muss eine Entlassungsentschädigung in voller Höhe versteuert werden. Liegt ein Grund für eine steuerliche Ermäßigung vor, so hängt die Höhe vom Alter diesern Person und der Dauer seiner Betriebszugehörigkeit ab.
Angenommen die steuerpflichtige Person hat das 55. Lebensjahr vollendet und war mindestens 20 Jahre beim Unternehmen beschäftigt so gilt ein Freibetrag in Höhe von 11.000 Euro. Bei einem Veranlagungszeitraum vor dem 31.12.2003 erhöht sich die steuerliche Vergünstigung auf 12.271 Euro. Für Ehemalige Arbeitnehmer die mindestens 15 Jahre einem Betrieb angehört haben und das 50. Lebensjahr vollendet haben wird ab dem Veranlagungszeitraum 2004 ein Freibetrag von 9000 Euro und davor ein Freibetrag von 10.226 Euro gewährt. In dem Fall, dass Lebensalter und Betriebszugehörigkeit unterhalb dieser Werte liegen, sind betreffs des Freibetrags einheitliche Regelungen. Die steuerliche Vergünstigung liegt dann bei einem Veranlagungszeitraum ab 2004 bei 7.200 Euro und für einen früheren Zeitraum bei 8.181 Euro.
Für Mitarbeiter, welche das 55. Lebensjahr vollendet haben, gilt ein zusätzlicher Bewertungsaufschlag, falls die komplette Entlassungsentschädigung in der Zusammenfassung eines Veranlagungszeitraums ausbezahlt wurde. Probleme zählen auch dann, sobald der abhängig Beschäftigte noch nach seinem Ausscheiden den Firmenwagen nutzt. In diesem Fall gehen die gesamten steuerlichen Vergünstigungen verloren. Unbedenklich wurden dagegen Zuwendungen, welche die Folgen einer ausführbaren Arbeitslosigkeit verringern sollen. Hierunter fallen unter anderem Förderungen des Arbeitgebers für eine Weiterbildungsmaßnahme.
Das Bundesministerium für Finanzen hat für offene Fragen zur steuerlichen Behandlung von Entlassungsentschädigen am 24. Mai 2004 ein entsprechendes Schreiben herausgegeben.


Nützliche Hinweise

Besteht die Gefahr, dass nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine längere Arbeitslosigkeit folgt, ist es ratsam direkt bei Auflösung des Vertrags die Zahlung einer Beihilfe vereinbart werden. Diese entspricht der Höhe des späteren Arbeitslosengeldes. Der Vorteil ist, dass eine solche Beihilfe keinerlei Auswirkungen auf die Höhe der Freibeträge hat. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, unmittelbar im Arbeitsvertrag eine bestimmte Entlassungsentschädigung zu vereinbaren. Eine solche Vereinbarung hat keinerlei Einfluss auf einen möglichen Freibetrag.


Verwandte Themen: Arbeitslohn, Arbeitnehmer-Sparzulage

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Entlastungsbetrag

Ab dem Jahr 2004 wird der Haushaltsfreibetrag durch einen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende mit Kindern in Höhe von 1 308 Euro ersetzt. Die Gewährung des Entlastungsbetrages setzt voraus, dass
- dem Alleinerziehenden der Kinderfreibetrag und das Kindergeld für das Kind zusteht
- der Steuerpflichtige in Form einer Haushaltsgemeinschaft mit dem Kind in einer gemeinsamen Wohnung lebt
- der alleinerziehende Steuerpflichtige und das Kind die Wohnung als Hauptwohnsitz nutzen und beide auch dort gemeldet wurden. Der Entlastungsbetrag darf nicht auf einen anderen Elternteil übertragen werden. Steuerpflichtige sind als Alleinstehende, wenn sie keine Haushaltsgemeinschaft mit einer Person außer dem Kind bilden und die Bedingungen für eine zusammenveranlagung nicht erfüllen. Lebt der Steuerpflichtige in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, könnte er somit den Entlastungsbetrag nicht beanspruchen. Der Entlastungsbetrag wird nur für die Kalendermonate gewährt, in dem die gesetzlichen Grundlagen vorliegen. Er wird von der Summe der Einnahmen abgezogen, nicht vom Einkommen wie der bisherige Haushaltsfreibetrag.



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Entschädigung

Zahlt der Arbeitgeber seinem abhängig Beschäftigte eine Entschädigung, so ist diese als Arbeitslohn zu versteuern. Dabei ist unerheblich, ob die Entschädigung einen Ersatz für entgangene Einkünfte oder verhinderte Arbeitsleistungen darstellt. Vom Arbeitgeber überwiesene Entschädigungen im zusammen mit Arbeitnehmerleistungen sind dagegen steuerfrei, wenn dies per Gesetz eindeutig festgelegt ist. Das betrifft zum Beispiel Verpflegungspauschbeträge beziehungsweise von Arbeitgeber übernommene Übernachtungskosten bei auswärtiger Unterbringung. Eine ermäßigte Steuer erhebt der Staat auf sonstige Bezüge, sofern sie mit der Arbeitsleistung in unmittelbarem in Verbindung stehen und keinen fortlaufenden Arbeitslohn darstellen. Entschädigungen für entgangene Arbeitsleistungen und daraus resultierenden fehlenden Einnahmen wurden immer dann steuerlich begünstigt, falls die Nichtausübung der Tätigkeit unfreiwillig stattgefunden hat. Verzichtet der Arbeitnehmer dagegen zeitweise freiwillig auf die Ausübung seiner Arbeit, entfällt jegliche Steuerbegünstigung. Auch sogenannte Kopfgeld- und auch Abwerbe-Prämien unterliegen vollständig der Lohnsteuerpflicht.


Verwandte Themen: Abfindung

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Entsendung von Mitarbeitern

Immer falls Mitarbeiter vom Inland ins Ausland und vom Ausland ins Inland entsendet werden, muss überprüft werden, ob das Lohnsteuer-Abzugsverfahren genutzt werden muss. Falls ein in- bzw. ausländischer Verleiher vorhanden ist, besteht grundsätzlich eine Steuerpflicht. In anderen Fällen wird keine Lohnsteuer abgezogen.


Nützliche Hinweise

Bei einem Wegfall des Lohnsteuerabzugs muss der Mitarbeiter über die Veranlagung Einkommenssteuer auf den erhaltenen Lohn Einkommenssteuer zahlen. Im Vorfeld wird jedoch keine Lohnsteuer einbehalten.


Verwandte Themen: Lohnsteuerklassen, Einkommensteuervorauszahlungen, nach oben

Erbbaurecht

Ein Erbbaurecht ist ein veräußerbares und vererbbares Recht, ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden zu besitzen. Es wird im zivilrechtlichen Sinn durch die Eintragung im Grundbuch begründet. Das Erbbaurecht und das damit belastete Grundstück stellen zwei selbstständige wirtschaftliche Einheiten dar, weshalb beide gesondert zu bewerten wurden. Die Bestellung jedes Erbbaurechts ist grunderwerbsteuerpflichtig. Zudem unterliegen das Erbbaurecht und - falls darauf kein Gebäude errichtet wurde - das durch das Erbbaurecht belastete Grundstück der Grundsteuer. Vereinnahmte Erbbauzinsen zählen steuerlich zu den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung. Entstehen im in Verbindung mit dem Erwerb eines Erbbaurechts Kosten, so können diese abgeschrieben werden. Dasselbe trifft für die auf Basis jedes Erbbaurechts erstellten Gebäude zu. Die Zahlungen wurden dabei über die Laufzeit des Erbbaurechts zu verteilen. Hält der Steuerpflichtige das Erbbaurecht in seinem Betriebsvermögen, so muss er es als Anlagevermögen ausweisen. Bei den für den Erwerb eines Erbbaurechts anfallenden Kosten handelt es sich um Anschaffungskosten. Erbbaurechte unterliegen nicht der Umsatzsteuer. Bis Ende 2003 war es ausführbar, vorüberwiesene Erbbauzinsen für vermietete Grundstücke vollständig als Werbungskosten bei den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung geltend zu machen. Seit dem 01.01.2004 sind Vorauszahlungen von Erbbauzinsen jedoch nicht mehr sofort absetzbar, sondern müssen über den gesamten Nutzungszeitraum verteilt werden.


Verwandte Themen: Abschreibung / linear, Grundsteuer, Grunderwerbsteuer

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Erbengemeinschaft

Treten mehrere Personen gemeinsam ein Erbe an, ist von einer Erbengemeinschaft die Rede. Die Erbengemeinschaft ist in §2032 ff. BGB geregelt: Alle Personen, die dieser Gesamthandsgemeinschaft angehören, haben gemeinsam die Rechte und Pflichten, welche sich aus dem Nachlass ergeben. Dies betrifft auch die Steuer. Der Nachlass gilt als Gesamthandsvermögen, steuerlich wird in die Bruchteils- und die Mitunternehmergemeinschaft unterschieden. Bei der Bruchteilsgemeinschaft werden Überschusseinkünfte versteuert, wie sie zum Beispiel aus Mieteinnahmen der gemeinsamen Immobilie erzielt werden. Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb werden der Mitunternehmerschaft zugeordnet. Die Steuerpflicht der einzelnen Mitglieder der Erbengemeinschaft ergibt sich aus dem Gewinnverteilungsschlüssel, welcher sich nach den jeweiligen Erbteilen richtet. Eine andere Möglichkeit der Verfügung ist die Auseinandersetzung. Alle Erben haben das Recht, ihren Teil des Nachlasses zu veräußern, wobei jedes Mitglied der Gesamthandsgemeinschaft ein Vorkaufsrecht genießt. Mit der Auseinandersetzung endet die Gemeinschaft. Da bereits mit dem Antritt des Erbes eine Erbschaftssteuer fällig ist, werden bei der Auseinandersetzung keine weiteren Steuern auf die Erlöse erhoben. Weiterhin existiert die Möglichkeit der Schenkung: Tritt ein Erbe den Teil beziehungsweise einen Anteil seines Nachlasses an einen anderen Erben ab, wird dies steuerlich als Schenkung behandelt. Umfasst der Nachlass Schulden, können diese als Anschaffungskosten steuerlich geltend gemacht werden, wie der BFH im Dezember 2004 in einem Urteil entschied (IX R 23/02). Dabei gilt, dass die jeweiligen Schulden den Wert des Anteils am Nachlass übersteigen.


Verwandte Themen: Erbschaftsteuer/ Freibetrag

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Erbschaftssteuer

Die Erbschaftssteuer gibt es in Deutschland bereits seit 1906. Sie fällt an, sobald jemand Vermögen durch den Tod eines jeden Dritten erwirbt, gleichgültig ob der Erblasser mit ihm verwandt ist und nicht. Nach dem Grundgesetz wird sie von den einzelnen Bundesländern erhoben. In welcher Höhe sie fällig ist, ist dem Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz im in Verbindung mit der Erschaftssteuer-DV zu entnehmen.
Paragraf 1 des Erbschaftssteuergesetzes sagt aus, dass darunter der Erwerb auf Grund Tod, Zweckzuwendungen aber auch Zuwendungen an Stiftungen und Vereine fallen. Bei der Erbschaftssteuer kommen in Deutschland verschiedene Erleichterungen zum Ansatz. Ein Beispiel ist selbst benutzter Wohnraum, der seit der Reform des Jahres 2008 von der Erbschaftssteuer befreit ist.
Bei der Erbschaftssteuer kommen drei verschiedene Steuerklassen zum Ansatz, die sich nach dem Verhältnis richten, dass der Erbe zum Verstorbenen hatte. Wer zu welcher gehört, darf im Paragrafen 15 des Erbschaftssteuergesetzes nachgelesen werden. Aus diesem Verhältnis bestimmen sich auch die Freibeträge, auf die keine Erbschaftssteuer erhoben wird. Danach können Ehegatten und eingetragene Lebenspartner eine halbe Million Euro erben, ohne einen Cent Erbschaftssteuer bezahlen zu müssen. Bei Kindern und Stiefkindern ist ein Erbe von bis zu 400.000 Euro steuerfrei. Die gleiche Summe ist von der Steuer befreit bei leiblichen Enkeln, wenn der an sich erbberechtigte Elternteil verstorben ist. Alle anderen Enkel können bis zu 200.000 Euro steuerfrei erben. Wissen muss man bei der Erbschaftssteuer, dass sowohl Barvermögen als auch Sachvermögen und der Wert vererbter Rechte zur steuerpflichtigen Erbmasse gerechnet werden.
Die meisten Menschen denken, dass der Hausrat nicht auf das vererbte Vermögen angerechnet wird, vor allem falls man mit dem Erblasser in einem Haushalt gelebt hat. Doch diese Annahme ist falsch. Er ist nur dann steuerfrei, wenn der Gesamtwert einen Betrag von 41.000 Euro nicht übersteigt.


Verwandte Themen: Schenkungssteuer

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Erbschaftsteuer/ Freibetrag

Für die Berechnung der Erbschaftssteuer haben können Steuerpflichtige bestimmte Freibeträge in Anspruch nehmen. Die Höhe richtet sich dabei nach dem jeweiligen Verwandtschaftsgrad. Neben dem allgemeinen Freibetrag existiert je nach Verwandtschaftsgrad auch noch die Möglichkeit, einen Versorgungsfreibetrag geltend zu machen. Dieser gilt immer nur im Erbfall und nicht bei einer Schenkung. Die volle Höhe wird immer dann gewährt, sobald die Hinterbliebenen keinen weiteren Versorgungsleistungen wie etwa eine Witwenrente erhalten. Des Weiteren sind für Hausrat, Kleidung oder Wäsche ebenso wie für Kunstgegenstände, Fahrzeuge beziehungsweise Boote zusätzliche Freibeträge.
Mit 307.000 Euro steht Ehepartnern der größte Freibetrag zu. Dazu kommt ein machbarer Versorgungsfreibetrag von 256.000 Euro und auch für Kleidung, Wäsche etc. von 41.000 und 10.400 Euro für Kunst und Fahrzeuge. Kinder sowie Enkel, deren Eltern bereits verstorben wurden, bekommen neben einem allgemeinen Freibetrag ebenfalls einen Versorgungsfreibetrag zwischen 10.300 Euro und 52.000 Euro sowie die zuvor erwähnten zusätzlichen Freibeträge.


Nützliche Hinweise

Alle die Freibeträge übersteigenden Erbschaftsbeträge wurden steuerpflichtig. Die Höhe richtet sich nach der vorhandenen Steuerklasse, wodurch der Verwandtschaftsgrad zwischen Erben und Verstorbenen ebenfalls wieder berücksichtigt wird.
Sie auch Schenkung, Erbschaftsteuer, Erbschaftsteuer/steuersätze, Erbschaftsteuer/bewertung


Verwandte Themen: Zuwendung

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Ergänzungsbilanz

Eine Ergänzungsbilanz kann im Zusammenhang mit der steuerlichen Bilanzierung einer Personengesellschaft notwendig werden. In ihr werden Wertkorrekturen gegenüber den Ansätzen in der Steuerbilanz der Gesellschafterfasst, die nur einen bestimmten Gesellschafter berücksichtigen. Anlässe für die Erstellung von Ergänzungsbilanzen sind beispielsweise das Hinzukommen von neuen Gesellschaftern in eine vorhandene Personengesellschaft, der Wechsel von Gesellschaftern, die Umwandlung von Vermögen einer Kapital- auf eine Personengesellschaft bei Wandlung oder die Einbringung einer Firma, eines Teilunternehmens oder von Mitunternehmeranteilen in eine Personengesellschaft. Auch die Inanspruchnahme von personenbezogenen Steuervergünstigungen durch bestimmte Gesellschafter kann die Erstellung einer Ergänzungsbilanz notwendig machen. Am häufigsten tritt so ein Fall bei Veräußerungen von Beteiligungen an Personengesellschaften auf, da der vom erwerbenden Gesellschafter gezahlte Kaufpreis, in der Regel höher ist, als das Kapitalkonto des Gesellschafters, dessen Beteiligung dieser kauft. Ergänzungsbilanzen löst man erst auf, wenn keine Mehr- oder Minderbeträge mehr bestehen oder wenn der betreffende Gesellschafter, für den die Ergänzungsbilanz geführt werden musste, aus der Gesellschaft ausscheidet oder das betreffende Wirtschaftsgut nicht mehr im Gesamthandvermögen der Gesellschaft verbleibt. Eine Eröffnungsbilanz stellt also Mehr- oder Minderbeträge im Vergleich zur Steuerbilanz der Gesellschaft dar, während dazu zum Vergleich eine Sonderbilanz, die das Sonderbetriebsvermögen eines Gesellschafters erfasst. Der entgeltliche Erwerb eines Mitunternehmeranteils wird aus der Sicht des Erwerbers nicht als Erwerb eines Wirtschaftsguts "Personengesellschaftsanteil" gesehen, analog einer Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft, sondern die den Erwerb von Teilen an einzelnen Wirtschaftsgütern des Gesellschaftsvermögens. Der Erwerber hat seine Kosten, falls sie den Buchwert des übergehenden Kapitalkontos übersteigen, im Verhältnis der Teilwerte aufgeteilt als zusätzliche Kosten zur Anschaffung der Anteile an den Wirtschaftsgütern des Vermögens der Gesellschaft auf der Aktivseite einer positiven Ergänzungsbilanz auszuweisen. In gleicher Höhe ist auf der Passivseite ein Mehreigenkapital des Erwerbers auszuweisen. Der erwerbende Gesellschafter kann auf die Mehranschaffungskosten, soweit sie auf verschleißende Anlagegüter entfallen, Abschreibungen (AfA) und ggf. Teilwertabschreibungen vornehmen. Über die positive Ergänzungsbilanz werden dem Erwerber also höhere AfA und niedrigere Veräußerungs- oder Entnahmegewinne zugeordnet. Über die AfA oder Buchwertabgänge kommt es zu Gewinnverminderungen.



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Ergänzungsabgabe

Als Ergänzungsabgabe werden Zuschläge zur Steuer beschrieben, die auf verschiedene Varianten von Steuern erhoben werden. Dazu zählen die Abgeltungssteuer, welche Einkommenssteuer, die Kirchensteuer und die Körperschaftssteuer. Offiziell trägt dieser Steuerzuschlag die Bezeichnung Solidaritätszuschlag. Im Artikel 8 des deutschen Grundgesetzes ist geregelt, dass die Ergänzungsabgabe komplett an den Bund geht. Sie macht pro Jahr ein Aufkommen von mehr als zehn Milliarden Euro aus, die in die Kasse des Bundesfinanzministers gespült werden.
Als Bemessungsgrundlage für die Ergänzungsabgabe wird die zu tragende Steuerlast angesetzt. Anfänglich wurde der Satz des Solidaritätszuschlags mit 7,5 Prozent angesetzt. Beginnend mit dem Jahr 1998 wurde er auf 5,5 Prozent reduziert. Dass dieser auf den Steuerbescheiden in einigen Jahren als vorläufige Festsetzung ausgewiesen wurde, hat den Grund, dass eine Verfassungsklage zur Rechtmäßigkeit der Ergänzungsabgabe anhängig war. Von den Richtern des Bundesverfassungsgerichts wurde am 8. September 2010 bestätigt, dass die Bundesregierung den Solidaritätszuschlag nicht befristen muss.
Vor der Berechnung des Solidaritätszuschlags werden verschiedene Freibeträge abgezogen, auf die die Ergänzungsabgabe nicht erhoben wird. Sie wurden im Solidaritätszuschlagesgesetz, kurz SolZG, definiert. Danach fällt der 'Soli' in der Lohnsteuerklasse III erst an, sobald bei der monatlich zu zahlenden Lohnsteuer ein Wert von 162 Euro überschritten wird. In den Lohnsteuerklassen I, II sowie IV, V und VI wird der Grenzwert mit 81 Euro monatlicher Lohnsteuer erklärt.
Die Höhe der Ergänzungsabgabe lässt sich nebst der Steuerlast selbst vor allem im zusammen mit der Abgeltungssteuer beeinflussen. Hier ist man durchrechnen, ob man mit den 25 Prozent Abgeltungssteuer beziehungsweise dem persönlichen Satz der Einkommenssteuer besser wegkommt.


Verwandte Themen: Arbeitslohn, Abzugsteuer, Einkommensteuervorauszahlungen

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Erhöhte Abschreibungen

Zusätzlich zur gesetzlich festgeschriebenen normalen Abschreibung dürfen Sonderabschreibungen, auch erhöhte Abschreibungen genannt, zur Anwendung kommen. Dafür ist jedoch die normale, lineare Abschreibung Voraussetzung. Eine Ausnahme stellt die Ansparabschreibung dar, bei der eine degressive Abschreibung möglich ist. In bestimmten Situationen können höhere Abschreibungen schon bei entsprechenden Anzahlungen durchgeführt werden. Das kommt beispielsweise in privaten Krankenhäusern vor, in denen man Anzahlungen auf Anlagevermögen leistet. Unternehmen des Erz- und Kohlebergbaus können ebenfalls Sonderabschreibungen in Anspruch nehmen. Ein spezieller Katalog gibt führt auf, welche förderwürdigen Industriezweige, Unternehmen und Gebäude infrage kommen. Die am häufigsten genutzt Sonderabschreibungsform ist die Ansparabschreibung. Kleine und mittlere Betriebe können mit ihrer Hilfe schon vor dem Erwerb eines Wirtschaftsgutes eine entsprechende Rücklage bilden, den Gewinn mindert.


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Erhaltungsaufwand

Eine rechtlich verbindliche Definition gibt es beim Erhaltungsaufwand gibt es nicht. Üblicherweise werden darunter alle Aufwendungen verstanden, welche für die Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung der Gebrauchsfähigkeit eines Gegenstandes oder einer Immobilie aufgebracht werden müssen. Damit ergeben sich beim Erhaltungsaufwand zwei Teilgebiete: die Kosten der Instandhaltung und die Kosten der Instandsetzung.
Von einem Erhaltungsaufwand ist danach nur dann zu sprechen, wenn lediglich Teile jedes Gebäudes beziehungsweise eines Gegenstandes ausgetauscht werden, um dessen Funktionalität zu erhalten. Eine Veränderung oder Erweiterung der Nutzbarkeit darf damit nicht verbunden sein, was gleichzeitig die Abgrenzung zur Modernisierung darstellt. Dieser Auffassung ist auch das EStR. Außerdem ergibt sich diese Abgrenzung aus den Definitionen der Anschaffungskosten und Herstellungskosten, welche im Paragrafen 255 des Handelsgesetzbuches nachgelesen werden können.
Ein markantes Merkmal beim Erhaltungsaufwand ist, dass er regelmäßig auftritt. Beim Erhaltungsaufwand bei vermieteten Immobilien gibt es die Besonderheit, dass ein Teil der Kosten auf die Mieter über die Betriebskosten umgelegt werden kann. Eine weitere Besonderheit ergibt sich bei den Kosten, die nach dem Erwerb einer Immobilie für die Eigenproduktion der Fähigkeit zum Gebrauch entstehen. Sie werden den Anschaffungskosten zugerechnet. Ansonsten ist der Erhaltungsaufwand ein Bestandteil der Betriebsausgaben, die den Gewinn und damit auch die zu tragende Steuerlast reduzieren.


Nützliche Hinweise

Aufpassen heißt es bei dem Erhaltungsaufwand, der innerhalb von drei Jahren nach einem Immobilienerwerb anfallen. Diesen darf man geltend machen, falls der Nachweis erbracht werden kann, dass das Gebäude schon vorher 'betriebsbereit' gewesen ist.


Verwandte Themen: Gebäudeabschreibung

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Erholungsbeihilfe

Zahlt ein Arbeitgeber an ausgewählte Arbeitnehmer Unterstützungen, sind diese bis zu einem Höchstbetrag von 600 Euro steuerfrei. Voraussetzung dafür ist, dass die Unterstützung einem konkreten Anlass geschuldet und deren Höhe entsprechend angemessen ist, wie es etwa nach Unglücks- und Krankheitsfällen der Fall wäre. Der Mitarbeiter muss für derartige Mittel eine festgelegte Einrichtung, wie beispielsweise eine Unterstützungskasse organisieren, in die er bestimmte Beträge einzahlt. Die Einrichtung selbst wird vom Betriebsrat oder anderen abhängig Beschäftigtevertretungen verwaltet. Die Bewilligung der Unterstützungen erfolgt nach einheitlichen Grundsätzen und die Arbeitnehmervertretung ist in jedem Fall entscheidungsbefugt. Falls ein Arbeitgeber weniger als 6 Mitarbeiter beschäftigt, ist keine Zwischenschaltung einer Mitarbeitervertretung für die Zuteilung von Beihilfen notwendig. Der steuerfreie Höchstbetrag von 600 Euro darf in festgelegten Notfällen erhöht werden. Für eine derartige Entscheidung wurden zusätzlich zur Schwere der Notlage, der Familienstand und die Einkommensverhältnisse des abhängig Beschäftigtes maßgebend.


Verwandte Themen: Beihilfe

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Ermessen

Wenn das Gesetz lediglich einen Rahmen vorgibt, innerhalb dessen Finanzbehörden in einer Angelegenheit entscheiden können, so besteht für die Behörde ein Ermessenspielraum. Eine eher vage Formulierung im Gesetz - wie etwa 'soll' und 'kann' - ist ein Indiz für das Vorliegen einer Ermessensnorm. Die jeweilige Rechtsfolge wird mithin von der Verwaltung bestimmt und nicht durch das Gesetz. Im Ermessen der Finanzbehörden liegende Entscheidungen betreffen beispielsweise die Stundung von Steuern und das Festsetzen von Verspätungszuschlägen. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Ermessen. Beim Auswahlermessen kann die Behörde unter mehreren gesetzlich zugelassenen Rechtsfolgen eine Auswahl treffen. Beim Entschließungsermessen hingegen hat die Behörde die Möglichkeit, zu entscheiden, ob sie eine gesetzliche Rechtsfolge überhaupt durchsetzt und nicht. Finanzbehörden haben nach pflichtgemäßem Ermessen zu handeln, was die Einhaltung der gesetzlichen Ermessensgrenzen verlangt. Ermessensfehler, welche zu rechtswidrigen Verwaltungsakten führen, lassen sich nicht ausschließen. Dabei ist sowohl eine Ermessensüberschreitung und Ermessensunterschreitung als auch ein falscher Ermessensgebrauch machbar. Gegen Ermessensentscheidungen ist der Rechtsbehelf des Einspruchs gegeben.


Verwandte Themen: Einspruch

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Erschließungsbeiträge

Erschließungsbeiträge können nachträglich noch zu den Anschaffungskosten für Grund und Boden gerechnet werden. Grundlage dafür ist jedoch, dass es sich um eine erstmalige Anlage handelt und die Beiträge in einem direkten zusammen mit dem gekauften Grund und Boden stehen. Kommt es jedoch zu einer Modernisierung beziehungsweise Ersetzung der Erschließungsanlagen, so zählen die dabei entstandenen Kosten zu den Kosten für die Erhaltung. Falls sich das Grundstück dabei in seiner Substanz beziehungsweise seinem Wesen verändert, wird allerdings hiervon abgewichen.


Nützliche Hinweise

Zu den klassischen Erstattungsaufwendungen gehören zum Beispiel die Anschlussgebühren für einen Kanal, falls die Sickergrube und auch die Kläranlage ersetzt wird. Dazu kommen auch Kosten für Straßenarbeiten an einem Grundstück, das bereits durch eine Straße erschlossen wurde. Diese können durch die Gemeinde unter anderem bei einer Veränderung des Straßenbelags berechnet werden.


Verwandte Themen: Erhaltungsaufwand

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Erstattungsanspruch

Ein Erstattungsanspruch kann sich in verschiedenen rechtlichen gemeinsamhängen ergeben. Das Strafrecht und das Zivilrecht kennen beispielsweise einen Erstattungsanspruch für Auslagen, die ein Verfahrensbeteiligter hatte, der den Prozess gewonnen hat. Ein Erstattungsanspruch könnte auch aus dem Arbeitsvertrag entstehen, in dem der Arbeitgeber beispielsweise die Übernahme von Kosten für Dienstreisen oder Weiterbildungen zusichert. Bei zivilrechtlichen Verträgen entsteht ein Erstattungsanspruch aus Mängeln, die unter die gesetzliche Pflicht zur Gewährleistung und zur Produkthaftung ergeben. Im Strafrecht entsteht ein Erstattungsanspruch, sobald einem Straftäter die Straftat nachgewiesen werden könnte und er dafür verurteilt wird. Dann hat er dem durch seine Straftaten entstandenen Schaden zu ersetzen, wobei hier in der Praxis der Begriff Schadensersatz verwendet wird. Das gilt auch für den Erstattungsanspruch, der sich aus Verletzungen des Patentrechts und des Urheberrechts ergeben kann.
In der täglichen Praxis hat der so genannte öffentlich-rechtliche Erstattungsanspruch die größte Bedeutung, der aus dem Steuerrecht resultiert. Er regelt, dass der Gesetzgeber Anspruch auf die Nachzahlung von Steuern hat und der Steuerpflichtige die Steuern zurückfordern kann, die er im Laufe eines jeden Jahres nachweisbar zu viel bezahlt hat. Dafür kommen verschiedene gesetzliche Regelungen in Betracht. Dazu gehört der Paragraf 37 der Abgabenordnung, die Paragrafen 812 ff. BGB aber auch der Paragraf 49 der Verwaltungsverfahrensordnung und der Artikel 20 des deutschen Grundgesetzes.
Wissen sollte man, dass der Erstattungsanspruch in Deutschland auch als Gewohnheitsrecht anerkannt ist. Wer ihn auf dem Gerichtsweg geltend machen möchte, der könnte sich inzwischen nicht nur auf die Gesetze selbst, sondern auch auf zahlreiche Präzedenzfälle der höchstrichterlichen Rechtssprechung beziehen.


Verwandte Themen: Gesamtschuldner

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Ertragsanteil

Werden Geldbeträge angelegt oder angespart und verzinst, so besteht das Guthaben aus einem Ansparanteil und einem Ertragsanteil. Bei einer Rentenzahlung wird der Ertragsanteil von der Rente abgezogen und nur dieser unterliegt der Besteuerung. Somit hat der Rentenbegünstigte nicht die angesparten Rentenbeiträge, sondern nur den Ertragsanteil der Rente versteuern. Der Ertragsanteil wird nach einer amtlichen Tabelle ermittelt. Dabei bestimmt sich der Ertragsanteil nach dem Rentenbeginnalter. Bei Renten aus der staatlichen Rentenversicherung ist der Ertragsanteil seit 2005 bedeutungslos geworden. Renten werden seither nachgelagert besteuert (§ 22 Nr. 1 Satz 3aaa EStG). Das gilt auch für Renten aus berufsständischen Versorgungswerken, landwirtschaftlichen Alterskassen und aus einer privaten Rürup-Rente. In voller Höhe werden die Renten jedoch nicht besteuert. Im Rahmen einer längeren Übergangsregelung steigt je nach Jahr des Rentenbeginns der steuerpflichtige Anteil von neu beginnenden Renten schrittweise an. Erst Renten, die nach 2039 beginnen, müssen vollständig versteuert werden. Für andere Leibrenten dagegen gilt der günstige Ertragsanteil weiterhin (§ 22 Nr. 1 Satz 3abb EStG).
Renten sind sonstige Einkünfte. Kosten, die mit der Erzielung der Rente im Zusammenhang stehen, können als Werbungskosten abgezogen werden. Ohne Nachweis ist ein Werbungskosten-Pauschbetrag von 102,00 Euro abzugsfähig.
Der Zinsanteil, der durch Verzinsung von Geldbeträgen entsteht, ist also ein Ertragsanteil im steuerrechtlichen Sinn. Bei der Berechnung fließen neben dem gesetzlich festgelegten Altersruhegeld aus der Rentenversicherung, Renten aus betrieblichen Rentenkassen und Witwenrenten mit ein. Falls ein gesetzlich rentenversicherter Arbeitnehmer vor Erreichen des festgelegten Renteneintrittsalters erwerbs- oder berufsunfähig wird oder eine Waisen- oder Witwenrente bezieht, gilt eine andere Tabelle. In dieser werden auch Laufzeiten verkürzter Renten berücksichtigt. Sobald der Rentenbegünstigte das gesetzliche Rentenalter erreicht, greift wieder die spezielle Tabelle für Altersrenten.



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Ertragswertverfahren

Die Ermittlung des gemeinen Wertes von Grundstücken hat nach dem Sachwertverfahren beziehungsweise nach dem Ertragswertverfahren, teilweise auch nach dem Vergleichswertverfahren, zu erfolgen. Das Ertragswertverfahren ist bei Mietwohngrundstücken, Geschäftsgrundstücken, gemischt verwendeten Grundstücken sowie Ein- und Zweifamilienhäusern anzuwenden. In Sonderfällen ist auch das Sachwertverfahren zur Wertermittlung maßgebend. Beim Ertragswertverfahren wird der Grundstückswert durch die Multiplikation der Jahresrohmiete mit einem Vervielfältiger festgestellt. Der Grundstückwert umfasst neben dem Gebäudewert und dem Bodenwert auch den Wert der Außenanlagen.


Verwandte Themen: Gebäudeabschreibung, Sachwertverfahren

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Erziehungsgeld

Das Erziehungsgeld wurde in Deutschland im Jahr 1986 eingeführt worden und löste die Zahlung des Mutterschaftsgeldes ab. Anfänglich wurde ein Betrag von 510 DM pro Monat gewährt. Das Erziehungsgeld wurde für Kinder gewährt, die bis zum 31.12. 2006 geborenen wurden. Mütter beziehungsweise Väter, deren Kinder ab dem 01.01.2007 geboren wurden, werden auf der Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen zum Elterngeld gefördert.
Dass das Erziehungsgeld zu Gunsten des Elterngeldes abgeschafft wurde, hatte gleich mehrere gute Gründe. Einerseits warfen die Kritiker ein, dass Frauen, die vor der Geburt des Kindes Hausfrauen waren, besser gestellt werden würden als Mütter, die zuvor berufstätig waren. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass vom Erziehungsgeld nur verheiratete Frauen und keine alleinerziehenden Mütter profitieren konnten. Außerdem bemängelte die Öffentlichkeit die starren Regelungen zum Erziehungsgeld, bei dem die machbaren drei Jahre nur am Stück genommen werden konnten. Dadurch wurden die Job- und Aufstiegschancen der Mütter erheblich eingegrenzt. Interessant am Erziehungsgeld war, dass es nicht wie das Elterngeld mit anderen sozialen Leistungen verrechnet werden konnte.
Das Elterngeld, das das Erziehungsgeld ablöste, bietet wesentlich flexiblere Nutzungen. Beispielsweise wurden auch Vätermonate möglich. Hinzu kommt, dass das Elterngeld mit einer monatlichen Maximalsumme von bis zu 1.800 Euro deutlich großzügiger ausgelegt ist. Auch ist es gerechter, da die Zahlungshöhe abhängig vom vorherigen Einkommen berechnet wird.


Verwandte Themen: Steuerfreie Einnahmen

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Essenmarken

Dem Arbeitgeber steht die Möglichkeit offen, seinen Angestellten Barzuschüsse in Form von Essensgutscheinen oder Essenmarken zukommen zu lassen. Diese sind in der Praxis in einem Lokal oder ähnlichen Einrichtung verwendbar. Die steuerliche Seite stellt sich bei diesem Vorgang folgendermaßen dar: Für die Besteuerung zählt der maßgebliche Bezugswert der entgegengenommenen Mahlzeit und nicht der tatsächliche Wert des Essengutscheines. Für diesen Verrechnungswert existiert eine gesetzlich festgelegte Bemessungsgrenze. Sie liegt momentan bei 6,10 Euro und darf nicht überschritten werden. Dieser Betrag setzt sich aus einem steuerlichen Sachbezugswert/Mitarbeiteranteil von 3,00 Euro (SvEV) sowie einem maximalen Arbeitgeberzuschuss von 3,10 Euro (§ 8 Abs. 2 EStG) zusammen. Für Tage, an denen der Arbeitgeber eine Einsatzwechseltätigkeit hat oder sich auf Dienstreise begibt, ist die Ausgabe bzw. Verrechnung von Essenmarken nicht gestattet. Es ist die Pflicht des Arbeitgebers, für Fehltage des Mitarbeiters, beispielsweise wegen Urlaub oder Krankheit, bereits ausgegebene Essengutscheine zurückzufordern. Alternativ räumt das Finanzamt die Möglichkeit ein, in den Folgemonaten eine um die Fehlzeiten verringerte Menge von Essengutscheinen auszuhändigen. Für Dienstreisen bis zu drei Tage Dauer oder nicht mehr als 15 für den Monat ausgehändigten Essenmarken entfällt die Rückforderungspflicht vollständig. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, den amtlich festgelegten Gegenwert der Essengutscheine oder Essenmarken als geldwerten Vorteil zu versteuern. Seit 2006 gelten folgende Sachbezugswerte: Frühstück 1,48 Euro, Mittag- und Abendessen je 2,64 Euro. Die jeweiligen Werte gelten einmal pro Tag.


Nützliche Hinweise zu Essenmarken

Eine Versteuerung von Sachbezugswerten ist übrigens pauschal möglich und liegt bei derzeit bei 25 Prozent. Dabei entfallen sowohl für Unternehmer, als auch für den Arbeitnehmer die anteiligen Sozialversicherungsbeiträge.



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Euroumrechnungsrücklage

Verbindlichkeiten, Ausleihungen und Forderungen in Währungseinheiten von Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, ECU oder anderen Mitgliedsstaaten, sind am Ende des ersten Geschäftsjahres, das nach dem 31. Dezember 1998 endet, zum jeweils gültigen Wechselkurs zu berechnen und mit dem Resultat zu versteuern. Ergibt sich aus dem Ansatz für das jeweilige Wirtschaftsgut ein Gewinn, so kann dieses Resultat in eine steuerlich relevante, den Gewinn verringernde Rücklage gestellt werden. Wird das entsprechende Wirtschaftsgut aus dem Betriebsvermögen entfernt, muss die Rücklage gewinnerhöhend aufgelöst werden. Die Auflösung muss spätestens zum Ende des fünften nach dem 31. Dezember 1998 liegenden Wirtschaftsjahres geschehen. Bei der Euroumrechnungsrücklage können auch Erträge betrachtet werden, die sich aufgrund der Aktivierung wirtschaftlicher Güter ergeben. Für deren Höhe ist ebenfalls der jeweils gültige Umrechnungskurs relevant. Zur Verfolgbarkeit der Rücklagen-Bewegungen ist eine lückenlose Buchführung notwendig.



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Fachkongress

Fallen für den Besuch eines jeden betrieblich veranlassten Fachkongresses und für eine Studienreise, deren Teilnahme nur betrieblichen Zwecken dient Kosten an, können diese als Werbungskosten beziehungsweise Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Der Staat spricht von einer beruflichen beziehungsweise betrieblichen Veranlassung, falls ein erkennbarer und unmittelbarer zusammen zwischen Kongress und Reise und Beruf oder Betrieb gibt es und alle Kosten diesen Interessen geschuldet wurden. Dagegen dürfen private Erledigungen und Erlebnisse als Reise- oder Besuchsgrund keine Rolle spielen. Ausschließlich Zahlungen, die aus privaten und betrieblichen Mitteln stammen, wurden steuerlich, entweder als Werbungskosten oder als Betriebsausgaben zu berücksichtigen.


Nützliche Hinweise

Der Kongress-Aufenthalt und die Reise muss einer straffen Organisation unterliegen. Der beruflich relevante Teil muss üblicherweise mindestens acht Stunden pro Tag betragen. Die Begleitung durch den Ehegatten ist möglichst zu vermeiden. Ebenso ein anschließender Aufenthalt zu Erholungszwecken. Ansonsten geht der Anspruch auf Anerkennung als Werbungskosten beziehungsweise Betriebsausgaben möglicherweise vollständig verloren.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Fachliteratur

Die Kosten für Fachliteratur können als Werbungskosten abgezogen werden, sobald man Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit, aus Kapitalanlagen und der Verpachtung und Vermietung erzielt. Bei Freiberuflern und Selbstständigen können die Anschaffungskosten für Fachliteratur in den Betriebsausgaben mit berücksichtigt werden.
Als Fachliteratur zählen in erster Linie Lehrbücher und Nachschlagewerke. Auch Gesetzbücher und Bedienungsanleitungen werden zur Fachliteratur gerechnet. Hinzu kommt die Palette der Fachzeitschriften und der Fachbücher. Wörterbücher sind ebenfalls ein Teilbereich der Fachliteratur. Dabei kommen neuerdings sowohl die gedruckten Versionen als auch die digitalen Kosten in Betracht.
Bei der steuerlichen Abzugsfähigkeit der Kosten für Fachliteratur ist es wichtig, dass der Nachweis erbracht werden könnte, dass die Anschaffung beruflich bedingt ist. Vor allem bei Fachzeitschriften allgemeiner Natur unterstellt der Staat immer, dass eine parallele private Nutzung erfolgt. Dort muss man sich auf ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom Februar 1990 berufen, wo unter dem Aktenzeichen VI R 112/87 entschieden wurde, dass allein der Verdacht einer privaten Mitnutzung nicht ausreicht, um die Anerkennung als steuerlichen Abzugsposten zu verweigern.
Vor allem bei Publizisten hat sich das Finanzamt etwas sperrig, wenn sie zum Beispiel Wochenzeitschriften mit Klatsch und Tratsch steuerlich absetzen möchten. Doch möglich ist es, wenn man den Nachweis erbringen kann, dass man dazu konkrete Aufträge erledigt und abgerechnet hat. Das gilt analog auch etwa für Reiseführer, bei denen das Finanzamt üblicherweise nur von einer privaten Nutzung ausgeht.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Factoring

Unter Factoring wird der Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an einen Factor-Unternehmer verstanden, und zwar vor deren Fälligkeit. Factoring soll drei Funktionen erfüllen: Beschaffung zusätzlicher liquider Mittel, Weitergabe des Ausfallrisikos (Delkrederefunktion) und die Dienstleistungsfunktion (Forderungsmanagement). Generell wird zwischen echtem und unechtem Factoring unterschieden.
Echtes Factoring: Hierbei tritt der Verkäufer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen an den Factor ab. Dieser übernimmt auch das Ausfallrisiko (Delkrederefunktion) und verzichtet auf einen Regressanspruch. Er wird dabei aber nicht unternehmerisch tätig, wodurch ein Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist. Von Seiten des Forderungsverkäufers kann keine Berichtigung hinsichtlich der umsatzsteuerlichen Bemessungsgrundlage vorgenommen werden.
Unechtes Factoring: Bei diesem Verfahren bleibt der Verkäufer Inhaber der Forderung. Es besteht jedoch von Seiten des Factors ein Regressanspruch gegenüber dem Forderungsverkäufer. Durch den Verkauf der Forderung erhält der Verkäufer einen Kredit, weswegen der Vorgang nicht nur stark einem Zessionskredit ähnelt, sondern juristisch auch so behandelt wird. Die Forderungseintreibung übernimmt jedoch der Factor (Dienstleistungsfunktion) und ist wie alle anderen Leistungen umsatzsteuerpflichtig. Bei der Kreditgewährung handelt es sich um eine umsatzsteuerfreie Leistung. Sollte die Zahlung ganz oder teilweise ausfallen, darf der Forderungsverkäufer eine Minderung der Umsatzsteuer vornehmen.




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Fahrgemeinschaft

Bilden mehrere abhängig Beschäftigte für ihren täglichen Arbeitsweg eine Fahrgemeinschaft, so kann jeder von ihnen in seiner Steuererklärung die vollständige Entfernungspauschale geltend machen. Dasselbe ist auch zutreffend, falls Ehegatten zusammen im selben Auto zu ihrer Arbeitsstätte fahren. Die Berechnung der Entfernungspauschale erfolgt anhand der Entfernung von der Wohnung zur täglichen Arbeitsstätte. Maßgeblich ist jeweils die kürzeste Straßenverbindung, das heißt, etwaige Umwege zum Abholen von Mitfahrern können steuerlich nicht berücksichtigt werden. Bei der Teilnahme an Fahrgemeinschaften gilt die Kostendeckelung, sodass die Entfernungspauschale auf maximal 4.500 Euro pro Jahr begrenzt ist. Ausnahmen bilden diejenigen Tage, an denen der Steuerpflichtige sein eigenes und ein ihm zur Nutzung überlassenes Fahrzeug für die Fahrgemeinschaft nutzt; für diese Fälle gilt die Beschränkung nicht. Die insgesamt anzusetzende Entfernungspauschale ergibt sich jeweils als Summe aus den Entfernungspauschalen für die Tage, die als Mitfahrer beziehungsweise als Selbstfahrer absolviert wurden.
Besteht eine Fahrgemeinschaft etwa aus drei Mitarbeitern und beträgt die Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort bei jedem von ihnen 80 Kilometer, so ergibt sich bei 210 Arbeitstagen im Jahr folgende Rechnung, falls jeder der drei Mitarbeiter an 70 Arbeitstagen sein eigenes Fahrzeug benutzt hat: Da die Teilnehmer der Fahrgemeinschaft jeweils an 140 Tagen nicht das eigene Fahrzeug benutzten, errechnet sich für die Mitfahrten bei den anderen beiden abhängig Beschäftigten jeweils eine Entfernungspauschale von 3.360 Euro (140 x 80 x 0,30 Euro). Da diese Pauschale unterhalb des Höchstbetrages von 4.500 Euro liegt, greift die Kostendeckelung hier nicht und der Gesamtbetrag könnte ungekürzt zum Ansatz gebracht werden. Im nächsten Schritt ist die Entfernungspauschale für die 70 Tage zu berechnen, an denen das eigene Fahrzeug genutzt wurde. Die Rechnung lautet in diesem Fall 70 x 80 x 0,30 Euro = 1.680 Euro. Addiert man die Entfernungspauschalen für die Mitfahrten und für die Fahrten mit dem eigenen Fahrzeug, so ergibt sich ein Gesamtbetrag von 5.040 Euro, der als Werbungskosten abgezogen werden darf.


Verwandte Themen: Entfernungspauschale

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Fahrtätigkeit

Aufgrund einer Gesetzesänderung vom 01.01.2008 gelten die zuvor getrennt gehandelten Begriffe Einsatzwechseltätigkeit, Dienstreise sowie Fahrtätigkeit nun insgesamt als Auswärtstätigkeit. Die Rechtslage bis zum 31.12.2007 sah vor, dass abhängig Beschäftigte, welche Ihren Beruf auf einem Kraftfahrzeug ausübten wie zum Beispiel Tramführer, Busfahrer, Baustellenfahrer, Lokomotivführer, Zugbegleiter, Taxifahrer, Lastkraftwagenfahrer eine Fahrtätigkeit. Keine Fahrtätigkeit liegt vor bei Bereitschaftspolizeien, Grenzschutzbeamten, Kurierfahrer, Verkäufer im Außendienst, Fahrlehrer und Mitarbeiter der Binnenschifffahrt.
Seit 2004 sind Tätigkeiten, die auf einem Fahrzeug ausgeübt werden, stets als Fahrtätigkeit gewertet. Liegt die durchschnittliche Arbeitszeit außerhalb des Fahrzeugs unter 20 % der Gesamtarbeitszeit, kann dies unbesehen angenommen werden. Zu berücksichtigen ist, dass ein Be- und Entladen sowie Tätigkeiten an einem örtlich festen Arbeitsplatz nicht berücksichtigt werden.
Kosten für die Fahrt werden entweder vom Arbeitgeber voll erstattet beziehungsweise können alternativ auch vom Mitarbeiter als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.


Nützliche Hinweise

In dem Fall, dass ein Fahrzeug immer denselben Standort hat, ist eine steuerfreie Erstattung nicht vorgesehen. Eine Möglichkeit besteht nur bei einem Wechsel des Übernahmeortes. Neben den reinen Kosten für die Fahrt können auch solche für Verpflegung und Übernachtung in Abzug gebracht werden.


Verwandte Themen: Auswärtstätigkeit

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Fahrtenbuch

Um den privaten Nutzungsanteil bei einem betrieblichen Fahrzeug zu ermitteln, muss ein Fahrtenbuch geführt werden, falls nicht der geldwerte Vorteil pauschal nach der Ein-Prozent-Methode berechnet wird. Im Fahrtenbuch müssen zu jeder einzelnen beruflich veranlassten und betrieblichen Fahrt das Datum, die Kilometerstände bei Fahrtbeginn und -ende, das Reiseziel aber auch - bei Umwegen - die Reiseroute, der Reisezweck und die aufgesuchten Geschäftspartner genannt werden. Bei Privatfahrten genügt es dagegen, jeweils die Kilometerangaben zu vermerken. Auch bei Fahrten von der Wohnung zur Arbeitsstätte und zurück reicht ein kurzer Vermerk aus. Statt eines jeden Fahrtenbuches darf auch ein Fahrtenschreiber verwendet werden, falls mit dessen Hilfe die gleichen Erkenntnisse gewonnen werden können.


Nützliche Hinweise

Fahrtenbücher können auch mithilfe von Computerprogrammen erstellt werden. Bedingung ist, dass eine nachträgliche Änderung der ursprünglichen Eingabedaten ausgeschlossen ist beziehungsweise dass eine solche Änderung in der Datei dokumentiert wird. Sämtliche notwendigen Angaben sind zeitnah ins Fahrtenbuch einzutragen; nachträgliche Eintragungen akzeptiert das Finanzamt nicht.


Verwandte Themen: Kilometerpauschale, Kilometersatz

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Fahrtkosten

Im Steuerrecht wurden die Fahrtkosten ein Bestandteil der Reisekosten. Während bei den Reisekosten auch die Kosten von Verpflegung und Unterkunft mit einbezogen werden, umfassen die Fahrtkosten nur die eigentliche An- und Abreise. Dabei müssen die Ticketpreise für öffentliche Verkehrsmittel genauso anerkannt werden wie die Gebühren für eine Mitfahrzentrale beziehungsweise die Kosten, die für die Fahrt mit dem eigenen Auto und einem Mietwagen aufgewendet werden müssen. Steuerrechtlich existiert hier die Wahl zwischen dem Nachweis der stattfindenden Kosten und der Anwendung einer Kilometerpauschale.
Bei einem abhängig beschäftigten abhängig Beschäftigte mindern die Fahrtkosten unmittelbar das zu versteuernde Einkommen, wobei allerdings die besonderen Regelungen zur Pendlerpauschale zu beachten sind. Auch können Fahrtkosten dann nicht steuerlich geltend gemacht werden, wenn eine Erstattung der Kosten durch den Arbeitgeber erfolgt. Auf diese Erstattungen werden keine Einkommenssteuer und auch keine Beiträge zur Sozialversicherung erhoben. Bei einer Einsatzwechseltätigkeit ist eine Bestätigung der Einsatzorte mit konkreten Daten durch den Arbeitgeber mit der Einkommenssteuererklärung mit vorzulegen.
Beim selbstständigen Unternehmer mindern die Fahrtkosten den zu versteuernden Gewinn. Sie werden als eine Unterposition in den Betriebsausgaben berücksichtigt. Auch hier wahlweise ein konkreter Nachweis der aufgelaufenen Kosten oder alternativ der Ansatz einer Kilometerpauschale über ein Fahrtenbuch ausführbar.
Wer ein Fahrzeug hat, das wenig Sprit verbraucht und für das auch keine Reparaturkosten anfallen, für den könnte die Kilometerpauschale bei den Fahrtkosten lohnenswerter sein. Die Zeit für eine Vergleichsrechnung muss man sich deshalb nehmen.


Verwandte Themen: Entfernungspauschale, Kilometerpauschale, Werbungskosten / Vermieter, Dienstreise, Einsatzwechseltätigkeit, Fahrtätigkeit, Doppelte Haushaltsführung

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Fahrtkostenzuschüsse

Wenn ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern für deren Fahrten zwischen ihrem Wohnort und der täglichen Arbeitsstätte einen Fahrtkostenzuschuss zahlt, so war dieser bis zum Jahresende 2003 steuerfrei, falls ihn der Arbeitgeber für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gewährte. Auch das unentgeltliche beziehungsweise teilentgeltliche Überlassen von Fahrausweisen für öffentliche Verkehrsmittel war steuerfrei. Seit 2004 wurden jedoch auch solche Zuschüsse lohnsteuerpflichtig. Der geldwerte Vorteil von Fahrtkostenzuschüssen könnte jedoch pauschal versteuert werden und ist dann auch sozialversicherungsfrei.


Verwandte Themen: Pauschalierung der Lohnsteuer, Fahrtkosten, Steuerfreie Einnahmen

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Fahrzeugeinzelbesteuerung

Beim Erwerb jedes Neufahrzeuges innerhalb eines Gemeinschaftslandes ist der Erwerber verpflichtet, pro Fahrzeug eine Steuererklärung mit ausgewiesener Umsatzsteuer vorzulegen. Diese muss innerhalb von 10 Tagen nach dem Erwerb auf dem dafür vorgesehenen amtlichen Vordruck vorgezeigt werden. Zur Fahrzeugeinzelbesteuerung wurden folgende Personen verpflichtet: Privatpersonen, Unternehmer - falls sie das Fahrzeug zum Eigenbedarf nutzen und Vereinigungen, welche nicht unternehmerisch tätig wurden. Umsatzsteuerpflichtig wurden motorbetriebene Landfahrzeuge mit größerem Hubraum als 48 ccm und einer größeren Leistung als 7,2 Kilowatt, Wasserfahrzeuge mit mindestens 7,5 Meter Länge und Luftfahrzeuge mit mindestens einer Starthöhe von 1550 Kilogramm. Als Neufahrzeug gilt, falls die Erstinbetriebnahme nicht länger als drei Monate zurückliegt. Hierfür gilt der Termin des Erwerbs. Landfahrzeugen die weniger als 6000 km gefahren beziehungsweise bei denen die Zulassung weniger als sechs Monate zurückliegt, zählen ebenfalls als neu zugelassen.


Nützliche Hinweise

Noch als neu anzusehen wurden: Wasserfahrzeuge mit weniger als 100 Betriebsstunden und Flugzeuge mit weniger als 40 Betriebsstunden.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Familienangehörige

Als Familienangehörige im steuerrechtlichen Sinn sind: die Ehegatten, Verlobte, alle miteinander verwandte und verschwägerte Angehörige in gerader Linie, Geschwister und Halbgeschwister, im Falle, dass sie einen gemeinsamen Elternteil besitzen, Ehegatten der Geschwister, Geschwister der Eltern, Schwager und Schwägerin, Nichten und Neffen und Personen, die durch ein Pflegeverhältnis in häuslicher Gemeinschaft verbunden sind, wie etwa Pflegeeltern und deren Pflegekinder. Cousine und Cousin, also Kinder der Geschwister, sind zueinander steuerrechtlich nicht als Familienangehörige bzw. miteinander verwandt. Das Verwandtschaftsverhältnis ist bei Schenkung und Erbschaft, dem Auskunft-Verweigerungsrecht, der Eigenheimzulage und der kostenlosen Überlassung von Wohnraum steuerlich relevant. Beispielsweise unterliegen einander nahestehende Angehörige einer bedeutend geringeren Schenkungs- und Erbschaftssteuer.


Nützliche Hinweise

Auch nach der Scheidung bestehen verwandtschaftliche Verhältnisse fort. Bei Lösen eines Verlobten-Verhältnisses, sind jedoch alle verwandtschaftlichen Beziehungen als aufgehoben.


Verwandte Themen: Erbschaftsteuer/ Freibetrag, Eigenheimzulage, Schenkungssteuer

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Familienheimfahrt

Fahrten zwischen dem Wohnort mit eigenem Hausstand und dem Arbeitsort sind für einen Arbeitnehmer als Familienheimfahrten. Der Gesetzgeber erkennt die hierfür notwendigen Kosten im Rahmen der doppelten Haushaltführung an. Es handelt sich dabei um Werbungskosten, die bei den Einnahmen aus nicht selbstständiger Tätigkeit Berücksichtigung finden. Seit dem 04. Dezember 2002 existiert ein Grundsatzurteil, nachdem alle Kosten für eine beruflich bedingte doppelte Haushaltführung ohne zeitliche Begrenzung geltend gemacht werden dürfen. Die Zeitspanne von zwei Jahren wurde damit aufgehoben. Zur Ermittlung der Kosten für Familienheimfahrten gilt die sogenannte Entfernungspauschale. Jeder volle Kilometer zwischen dem Ort des persönlichen Hausstandes und dem Arbeitsort ist entsprechend anzusetzen. Allerdings erkennt das Finanzamt lediglich eine Heimfahrt pro Woche an. Falls der abhängig Beschäftigte für die Heimfahrten einen firmeneigenen Wagen nutzt, entfällt die Möglichkeit des Werbekostenabzugs.


Verwandte Themen: Entfernungspauschale, Doppelte Haushaltsführung

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Familienkasse

In Deutschland ist für die Festsetzung und Auszahlung des Kindergeldes die Familienkasse zuständig. Kindergeldberechtigte Personen bekommen das Kindergeld von der Familienkasse auf Antrag. Die Festsetzung erfolgt nach gesetzlichen Vorgaben und wird per Bescheid mitgeteilt. Die Familienkasse gehört zur Bundesarbeitsverwaltung und ist dem Arbeitsamt angeschlossen.


Verwandte Themen: Kinderfreibetrag

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Familienleistungsausgleich

Mittels des Familienleistungsausgleichs wird das Existenzminimum des Kindes sowie der Bedarf für Betreuung,Erziehung und Ausbildung steuerfrei gestellt. Als Instrument für den Familienleistungsausgleich stehen zum einen das Kindergeld, zum anderen der Kinderfreibetrag und der Freibetrag für den Betreuungsbedarf, Erziehungsbedarf und Ausbildungsbedarf, zur Verfügung. Angewandt wird die für den Steuerpflichtigen günstigere Variante, die bei der Veranlagung zur Einkommensteuer im Rahmen der 'Günstigerprüfung' festgestellt wird. Reicht das Kindergeld für die steuerliche Freistellung nicht aus, werden alternativ die Freibeträge gem. § 32, Abs. 5 EStG als Sonderausgaben bei der Veranlagung zur Einkommensteuer berücksichtigt: der Kinderfreibetrag in Höhe von 1 824 Euro für das sächliche Existenzminimum und ein Freibetrag für den Betreuungsbedarf, Erziehungsbedarf und Ausbildungsbedarf in Höhe von 1 080 Euro.


Nützliche Hinweise

Ein Anspruch auf Kindergeld beziehungsweise Kinderfreibetrag besteht nur, wenn das Kind keine eigenen Einkünfte und Bezüge hat, die den Höchstbetrag von 7 188 Euro im Kalenderjahr 2002, 7 428 Euro im Jahr 2003 und auch 7 680 Euro im Jahr 2004 übersteigen.


Verwandte Themen: Kinderfreibetrag, Betreuungsfreibetrag, Bezüge

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Familienverträge

Arbeitsverträge mit Familienangehörigen werden nur dann vom Gesetzgeber anerkannt, wenn sie gemäß einem üblichen Arbeitsvertrag, wie er auch gegenüber Dritten entsprechen würde, gestaltet wurden. Ernsthafte Festlegungen und die auch wirkliche Durchführung der vertraglich geresind Vereinbarungen sind als Notwendigkeit für eine steuerrelevante Anerkennung. .


Nützliche Hinweise

Verträge, die Eltern mit ihren Kindern abschließen, wurden per Gesetz nur dann gültig, sobald ein vom Vormundschaftgericht bestellter Betreuer an der Vertragsschließung beteiligt ist.


Verwandte Themen: Verbilligte Vermietung

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Familienzuschläge

Zahlt der Arbeitgeber Familienzuschläge, sind diese als zusätzliches, steuerpflichtiges Einkommen. Allerdings wurden Beihilfen anlässlich einer Eheschließung beziehungsweise der Geburt, steuerfrei. Allerdings ist dabei die Höhe der Beihilfe maßgebend.


Verwandte Themen: Familienverträge, Heiratsbeihilfe

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Feiertagsarbeit

Unter folgenden Notwendigkeiten sind Zuschläge für Nachtarbeit sowie die Arbeit an Sonn- und Feiertagen steuerfrei: Nicht versteuert werden Zuschläge, die neben dem Grundgehalt für die wirtschaftlich erbrachte Arbeit bezahlt werden und solche, welche zusätzlich zu einem vereinbarten Nettogehalt überwiesen werden. Weiterhin dürfen die Zuschläge maximal in einer anteiligen Höhe des Grundgehaltes vergütet werden, um von der Steuer befreit zu sein. Unter dem Grundgehalt wird die Vergütung der regelmäßigen Arbeitszeiten für einen definierten Zeitraum verstanden. Bei den Zuschlägen zählen Höchstgrenzen von 25 Prozent für Nachtarbeit und 50 Prozent für Sonntagsarbeit. Am 31. Dezember ist der bis zue steuerfreie Zuschlag ab 14 Uhr ebenso wie an allen gesetzlichen Feiertagen mit 125 Prozent festgelegt, am 01. Mai, dem 25. und 26 Dezember darf die Arbeit mit einem Zuschlag von höchstens 150 Prozent des Grundgehaltes vergütet werden. Dasselbe gilt für den 24. Dezember ab 14 Uhr. Als Nachtarbeit ist der Zeitraum zwischen 20 und 6 Uhr definiert, die gesetzlichen Feiertage richten sich nach den Regelungen des Bundeslandes. Beginnt die Nachtschicht vor Mitternacht, erhöht sich der bis zue Satz auf 40 Prozent. Für Sonn- und Feiertage ist festgelegt, dass die Arbeitszeit bis um 4 Uhr am folgenden Werktag über steuerfreie Zuschläge vergütet werden darf. Seit 2004 darf das Grundgehalt allerdings einen Stundenlohn von 50 Euro nicht übersteigen, andernfalls wurden die Zuschläge steuerpflichtig. Die Zuschläge für Nachtdienst sowie Sonn- und Feiertagsarbeit sind seit dem 01. Januar 2007 in den genannten Zeiträumen sozialversicherungsfrei, falls sie 25 Euro pro Stunde nicht überschreiten. Für höhere Zuschläge fallen die Beiträge der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung an.
Praxistip: Als Nachweise für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit wurden dem Finanzamt Einzelaufzeichnungen vorzulegen, andernfalls wurden sämtliche Zuschläge steuerpflichtig.


Verwandte Themen: Arbeitslohn

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Ferienwohnung

Bei der Vermietung von Ferienwohnungen können Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb beziehungsweise aus der Vermietung und Verpachtung entstehen. Sobald eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Hotelbetrieb vorliegt, etwa weil Personal zur Reinigung und Gästebetreuung vorhanden ist, liegt die Vermutung auf eine geschäftliche Tätigkeit nahe. Eine Ferienwohnung könnte auch dann als Gewerbebetrieb sind, wenn sie in einem sogenannten Feriengebiet liegt, eine pensionsähnliche Organisationsstruktur aufweist und eine Ferienorganisation mit der Werbung, Vermietung und Verwaltung beauftragt wurde. Alle Einkünfte aus einer gewerblichen Tätigkeit unterliegen sowohl der Einkommens- und Körperschaftssteuer als auch der Gewerbesteuer. Hat man die oben erwähnten Grundlagen nicht vorhanden, handelt es sich bei den Einnahmen um Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Allerdings ist es ganz wichtig, die zeitweise Selbstnutzung der Ferienwohnung gesondert aufzuführen. Die hierbei entstandenen Werbungskosten dürfen nämlich nicht in vollem Umfang steuerlich geltend gemacht werden. Zeiten der Vermietung und auch Leerstandzeiten begründen jedoch ein Recht auf das Ansetzen der Werbungskosten zu 100 Prozent.


Nützliche Hinweise

Der Fiskus geht davon aus, dass die minimale Vermietungszeit mindestens 25 Prozent der am Ort üblichen Vermietungszeit für Ferienwohnungen beträgt. Wird diese Zeitspanne unterschritten, kann die Anerkennung der entstandenen Werbungskosten versagt werden. Auch dauerhafte negative Einkünfte nimmt das Finanzamt gegebenenfalls übel. Es unterstellt Liebhaberei und erkennt sie steuerlich nicht mehr an.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Feuerschutzsteuer

Die Feuerschutzsteuer soll der Förderung des vorbeugenden Brandschutzes und des Feuerlöschwesens dienen, wobei das Steueraufkommen den Ländern zusteht. Erhoben wird die Feuerschutzsteuer auf Versicherungsbeiträge beziehungsweise Versicherungsprämien aus Feuerversicherungen. Sie ist von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft einzubehalten und an die Finanzbehörde abzuführen, falls der versicherte Gegenstand sich im Inland befindet. Die Feuerschutzsteuer beträgt acht Prozent der Versicherungsprämie. Steuerpflichtigen ist jeweils das Versicherungsunternehmen, das die Steuer selbst zu berechnen und einen Monat nach der Vereinnahmung der Versicherungsprämie an der Fiskus zu überweisen hat. Bei kombinierten Versicherungen, zum Beispiel bei Hausrat- und Gebäudeversicherungen, entfällt die Versicherungsprämie nur zum Teil auf die Absicherung von Gefahren durch Feuer. In diesen Fällen gilt nur ein Teil der Versicherungsprämie als Bemessungsgrundlage. So dienen bei der Gebäudeversicherung nur 25 Prozent, bei der Hausratversicherung dagegen nur 20 Prozent der jeweiligen Versicherungsprämie als Bemessungsgrundlage für die Feuerschutzsteuer.


Verwandte Themen: Zuwendung

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Finanzierungskosten

Als Finanzierungskosten werden alle Zahlungen beschrieben, die im Zuge einer Kreditbeschaffung anfallen. Sie werden daher auch als Fremdkapitalkosten bezeichnet. Hierzu gehören etwa Zinsen, Vermittlungsprovisionen, Bearbeitungsgebühren, Disagio (Abgeld) und Notarkosten bei Grundbucheintragungen im Falle einer Besicherung durch Hypothek oder Grundschuld.
Finanzierungskosten sind als Betriebsausgaben beziehungsweise auch Werbungskosten gemäß § 9 Abs. 1 EStG sofort abzugsfähig und mindern den zu versteuernden Gewinn im Jahr der Entstehung, falls ein unmittelbarer wirtschaftlicher zusammen mit der Erzielung von Einkünften gibt es. Beispiel: Ein neuer Firmenwagen wird ganz und teilweise über einen Kredit finanziert.
Kreditzinsen wurden als Finanzierungskosten im jeweiligen Veranlagungszeitraum sofort abzugsfähig. Werden Finanzierungskosten durch den Käufer eines jeden Wirtschaftsgutes vom Verkäufer übernommen, werden diese wie Anschaffungskosten behandelt und sind somit nicht geradewegs abzugsfähig. Beispiel: Zinsen für bereits bestehende Kredite beim Kauf einer Immobilie.
Wird hingegen ein Eigenheim zur nur privaten Nutzung per Darlehen finanziert, sind die Zinsen nicht als Werbungskosten abzugsfähig. Hierbei handelt es sich dann um nicht abzugsfähige Kosten im Rahmen der privaten Lebensführung.


Verwandte Themen: Gebäudeabschreibung, Wirtschaftsgut, Werbungskosten / Vermieter

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Finanzierungsleasing

Das Leasing stellt eine Sonderform für die entgeltliche Überlassung von Wirtschaftsgütern dar. Diese erfolgt zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer. Für eine steuerliche Bewertung des Leasings ist es maßgeblich, welchem der Beteiligten die geleasten Wirtschaftsgüter zugeordnet werden. Dies ist abhängig von der vertraglichen Ausgestaltung des Leasingvertrages. Es gibt verschiedene Arten des Leasings: Finanzierungsleasing, Operatingleasing und Spezialleasing.
Beim Finanzierungsleasing handelt es sich um die Überlassung eines Wirtschaftgutes vom Leasinggeber an den Leasingnehmer über eine vorher festgelegte Grundmietzeit und gegen Zahlung einer Leasingrate. Über die gesamte Grundmietzeit hinweg kann der Leasingvertrag nicht gekündigt werden, wofür der Leasingnehmer sämtliche Risiken, die mit dem gekauften Gegenstand verbunden wurden, tragen muss. Dazu gehören beispielsweise notwendige Reparaturen bei Schäden aber auch Zerstörung beziehungsweise Diebstahl. In der Praxis wird beim Finanzierungsleasing oftmals eine Anzahlung und eine höhere erste Leasingrate vertraglich vereinbart. Je nach Vertragsgestaltung wird zwischen Voll- und Teilamortisationsverträgen (Restwert-Leasing) unterschieden.
Bei Vollamortisationsverträgen amortisieren sich sowohl Anschaffungskosten als auch Nebenkosten und Finanzierungskosten des geleasten gekauften Gegenstandes für den Leasinggeber. Im Gegensatz dazu amortisieren sich diese Kosten bei einem Teilamortisationsvertrag nur teilweise. Falls ein Andienungsrecht vereinbart wurde, ist das Leasingobjekt dem Leasinggeber zuzurechnen. Wird eine Veräußerung des Wirtschaftsgutes nach der Grundmietzeit vereinbart, muss das Gut dem Leasingnehmer zugerechnet werden, sofern er mindestens 75 % des Mehrerlöses erhält.
Im Hinblick auf die steuerliche Zurechnung des Wirtschaftgutes ist vor allem die Kaufoption von Belang: Wird keine Kaufoption vereinbart, muss das Gut auch weiterhin dem Leasinggeber zugeordnet werden, sofern die Grundmietzeit zwischen 40 % und 90 % der regulären Nutzungsdauer liegt. Wird eine Kaufoption vereinbart, so ist das Vermögensgegenstand ebenfalls dem Leasinggeber zuzuordnen, im Falle, dass sich die Grundmietzeit zwischen 40 % und 90 % der Nutzungsdauer bewegt. Hinzu kommt, dass der Kaufpreis den nach der linearen Abschreibungsmethode berechneten Buchwert am Veräußerungszeitpunkt nicht unterschreiten darf.


Verwandte Themen: Operatingleasing

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Finanzrechtsweg

Bei welchen Sachverhalten ein Beschreiten des Finanzrechtsweges ausführbar ist, regelt die Finanzgerichtsordnung. Ein solcher Umstand wurden zum Beispiel öffentlich-rechtliche Dispute in Abgabenangelegenheiten, falls die betreffenden Abgaben der Bundesgesetzgebung unterliegen und ihre Verwaltung durch Bundes- oder Landesfinanzbehörden erfolgt. Auch falls es sich nicht um Abgabenangelegenheiten handelt, kann bei öffentlich-rechtlichen Streitigkeiten um die Vollziehung von Verwaltungsakten der Finanzrechtsweg beschritten werden, soweit Bundes- beziehungsweise Landesfinanzbehörden die betreffenden Verwaltungsakte gemäß Abgabenordnung zu vollziehen haben. Auch bei öffentlich-rechtlichen oder berufsrechtlichen Dispute über im Steuerberatungsgesetz geregelte Angelegenheiten ist der Finanzrechtsweg zulässig. Das gilt auch für weitere öffentlich-rechtliche Auseinandersetzungen, sobald der Finanzrechtsweg für diese durch ein Bundes- und Landesgesetz eröffnet ist. Es wurden sowohl Anfechtungsklagen als auch Verpflichtungsklagen machbar. Mit einer Anfechtungsklage könnte erreicht werden, dass ein Verwaltungsakt aufgehoben und geändert wird. Durch eine Verpflichtungsklage hingegen darf erreicht werden, dass ein bislang unterlassener beziehungsweise schon abgelehnter Verwaltungsakt realisiert wird. Voraussetzung für das Erheben einer Klage beim Finanzgericht ist, dass der außergerichtliche Rechtsbehelf - d. h. der Einspruch - bereits erfolglos war. Durch eine Sprungklage kann jedoch davon abgewichen werden, ebenso erfordert auch eine Untätigkeitsklage kein Vorverfahren. Anfechtungs- oder Verpflichtungsklage könnte jeweils innerhalb eines Monats erhoben werden, nachdem die Entscheidung über den außergerichtlichen Rechtsbehelf mitgeteilt wurde.


Verwandte Themen: Einspruch, Bundesfinanzhof

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Firmenfahrzeug

Durch die private Nutzung des Firmenfahrzeuges erlangt der Nutzer einen bestimmten geldwerten Vorteil, der lohnsteuerpflichtig ist. Seit dem 01. Januar 2006 sieht die Rechtslage folgendermaßen aus: Gehört das Dienstfahrzeug zum erforderlichen Betriebsvermögen und beträgt die Nutzung zu betrieblichen Zwecken mehr als 50 Prozent, könnte zur Bestimmung dieses geldwerten Vorteils zwischen Fahrtenbuchmethode und Listenpreismethoden gewählt werden. Beträgt die betriebliche Nutzung zwischen 10 und 50 Prozent, gehört das Fahrzeug zum gewillkürten Betriebsvermögen und es darf keine der beiden Möglichkeiten genutzt werden. In derartigen Fällen erfolgt die private Teilwertermittlung. Detaillierte Aufzeichnungen, aus denen private und dienstliche Fahrtenumfänge eindeutig hervorgehen, sind unbedingt empfehlenswert. Bis zum 31. Dezember 2005 sieht die Rechtslage folgende Regelungen vor: Für die Ermittlung des geldwerten Vorteils darf wahlweise die Fahrtenbuchmethode beziehungsweise die Listenpreismethode genutzt werden. Die Listenpreismethode ist im Allgemeinen auch als 1-Prozent-Regelung bekannt. Die genaue Höhe des geldwerten Vorteils errechnet sich nach dem genauen Zweck der Fahrten. Während für private Fahrten ein Prozent des nationalen Listenpreises zugrunde gelegt wird, wurden für Fahrten zwischen Wohnsitz und Arbeitsplatz je Entfernungskilometer 0,03 Prozent des nationalen Fahrzeug-Listenpreises anzusetzen. Hierbei handelt es sich immer um die einfache Fahrtstrecke. Bei doppelter Haushaltführung gilt folgende Regelung: Zwischen Arbeitsort und Wohnsitz wurden für jeden Kilometer 0,02 Prozent des nationalen Listenpreises zugrunde zulegen. Auch hier handelt es sich in jedem Fall um die einfache Fahrtstrecke. Bei der Fahrtenbuchmethode werden die stattfindenden Kosten für dienstliche und private Fahrten genau erfasst und entsprechend steuerlich geltend gemacht. Hierzu zählen die Kfz-Steuer, Abschreibungen, Kosten für eventuelle Reparaturen, Darlehenszinsen, Garagenkosten und Versicherungsbeiträge.


Nützliche Hinweise

Bei privater Nutzung des Dienstfahrzeuges zu mehr als fünf Prozent könnte die im Anschaffungspreis beinhaltete Umsatzsteuer lediglich zur Hälfte als Vorsteuer angesetzt werden. Sollte der Arbeitgeber einen Firmen-Pkw unter dem üblichen Einkaufspreis veräußern, entsteht dem abhängig Beschäftigte wiederum ein geldwerter Vorteil, der per Gesetz versteuert werden muss. Für die Ermittlung des Einkaufspreises ist das Hinzuziehen der Schwacke-Liste oder eines jeden Gutachtens durch einen autorisierten Sachverständigen ratsam. Wird das Fahrzeug ausschließlich zu dienstlichen Zwecken genutzt, ist dies nachzuweisen. Sollten dem entsprechende Beweise nicht erbracht werden können, unterstellt das Finanzamt eine private Nutzung. Der errechnete geldwerte Vorteil wird dann entsprechend der Lohnsteuer unterworfen. Zahlungen, welche ein Mitarbeiter zusätzlich leistet, um ein höherwertiges Dienstfahrzeug anzuschaffen, sind nicht als Werbekosten. Der Fiskus sieht in derartigen Zuzahlungen eine private Veranlassung, welche steuerlich nicht geltend gemacht werden darf.


Verwandte Themen: Kilometersatz, Fahrtenbuch

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Fiskalvertreter

Das Umsatzsteuerrecht sieht vor, dass ausländische Firmen unter bestimmten Notwendigkeiten die Möglichkeit haben, sich von einem Fiskalvertreter vertreten zu lassen. Dies ist immer dann möglich, wenn der ausländische Unternehmer im Inland steuerfreie Umsätze ausführt und dazu keine Vorsteuerbeträge abgezogen werden. Als Fiskalvertreter kann unter anderem ein Steuerberater benutzt werden.
Der Fiskalvertreter hat die Aufgabe, die steuerlichen Verpflichtungen des ausländischen Unternehmers zu erfüllen. Hierzu gehören neben den Melde- auch die Erklärungspflichten des ausländischen Unternehmers.


Nützliche Hinweise

Fiskalvertreter können auch die Vertretung von mehreren ausländischen Unternehmern übernehmen. In diesem Fall erhalten Sie für jeden ausländischen Unternehmer eine eigene Steuernummer sowie auch eine Umsatzsteueridentifikationsnummer. Mit diesen können sie dann gegenüber dem Finanzamt auftreten.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Firmenwagen

Firmenwagen, welche auch privat verwendet werden, stellen grundsätzlich einen geldwerten Vorteil dar und unterliegen deshalb der Lohnsteuer. Zur Ermittlung des geldwerten Vorteils stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Welche davon verwendet werden darf, hängt seit dem 01.01.2006 vom betrieblichen Nutzungsgrad des Fahrzeugs ab. Wird der Firmenwagen zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt, so gibt es die Möglichkeit, zwischen der Listenpreismethode und der Fahrtenbuchmethode zu wählen. Liegt der betriebliche Nutzungsgrad dagegen nur zwischen 10 und 50 Prozent, so zählt der Firmenwagen zum sogenannten gewillkürten Betriebsvermögen. Das bedeutet, dass die private Nutzung mit dem Teilwert festgestellt werden muss. Deshalt ist es ratsam, dass der Nutzer des Firmenwagens die betrieblichen und privaten Fahrten jeweils schriftlich festhält, um die jeweilige Nutzung später belegen zu können. Bis zum 31.12.2005 bestand unabhängig vom betrieblichen Nutzungsgrad eine Wahlmachbarkeit zwischen Listenpreis- und Fahrtenbuchmethode.
Die Listenpreismethode wird gemeinhin auch als 1-Prozent-Methode beschrieben. Dabei hängt die Höhe des geldwerten Vorteils vom Anlass der jeweiligen Fahrt ab. Für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz werden etwa 0,03 Prozent des inländischen Listenpreises als geldwerter Vorteil angesetzt. Werden Fahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung durchgeführt, so gilt ein Satz von 0,02 Prozent des inländischen Listenpreises. Hierzu zählen alle Fahrten zwischen Dienstort und Wohnort. Als Wohnort zählt dabei immer der Ort, an dem sich der eigene Hausstand befindet.
Die zweite Möglichkeit zur Berechnung des geldwerten Vorteils ist die Nutzung jedes Fahrtenbuchs. Dabei gibt es die Möglichkeit, den geldwerten Vorteil für eine private Nutzung mit der Höhe der tatsächlich entstandenen Aufwendungen angesetzt werden. Als auch wirkliche Aufwendung zählen neben der KFZ-Steuer und Versicherung auch die Abschreibungen, Kosten für Reparaturen, Benzinkosten, Zinsen für die Fahrzeugfinanzierung oder Garagenkosten.



Nützliche Hinweise

Beim Umgang mit einem Firmenwagen gilt es aus steuerlicher Hinsicht noch einige weitere Punkte zu bedenken. So darf bei einer privaten Nutzung von mehr als 5 Prozent nur die Hälfte der im Kaufpreis enthaltenen Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend gemacht werden. Zudem entsteht für den Mitarbeiter ebenfalls ein geldwerter Vorteil, sobald er den Firmenwagen unterhalb des eigentlichen Händlereinkaufspreises erhält. Dabei kann der Einkaufspreis mithilfe der aktuellen 'Schwacke-Liste' und des Gutachtens jedes Sachverständigen festgelegt werden. Für den Fall, dass der Arbeitnehmer einen Firmenwagen nur für dienstliche Zwecke nutzt, so muss er dies einwandfrei belegen können. Fehlen die entsprechenden Nachweise, können das Finanzämter automatisch eine private Nutzung unterstellen und somit einen geldwerten Vorteil ansetzen. Wer einen hochwertigen Firmenwagen wünscht und hierfür eine Zuzahlung übernimmt, der kann diese nicht als Werbungskosten steuerlich geltend machen.


Verwandte Themen: Fahrtenbuch, Kilometersatz

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Firmenwert

Der Firmenwert beschreibt den Mehrwert eines jeden Firmens, der dessen Substanzwert abzüglich etwaiger Schulden und sonstiger Verbindlichkeiten übersteigt. Der Firmenwert wird deshalb zu den immateriellen Vermögensgegenständen des Unternehmens gezählt und ist auf diese Weise ein potenzieller Teil der in der Zukunft liegenden Gewinne des Hauses. Dies bedeutet: Der Firmenwert gibt, welche Rendite von dem Firmen erwartet werden kann. Da der Firmenwert durch das Firmen erzeugt wird, ist er zudem untrennbar mit ihm verbunden.
Der Firmenwert wird durch unterschiedliche Faktoren erzeugt. Zu diesen zählen: Kompetenz der Mitarbeiter, die Organisation von Einkauf- und Absatz, Image des Firmens, Lage der Firma bzw. die Veräußerungsstelle sowie Bekanntheitsgrad des Hauses. Sollte der Firmenwert dabei über ein Entgelt erworben worden sein, könnte das Firmen diesen aktivieren. Von einem solchen entgeltlichen Erwerb spricht man beispielsweise dann, sobald die Kaufsumme der Firma höher als der kumulierte Wert der aktiven und passiven Wirtschaftsgüter ist.
Kapitalgesellschaften wurden gezwungen, den Firmenwert gesondert auszuweisen. Kleinere Kapitalgesellschaften haben zusätzlich jedoch die Option, welchen als 'immateriellen Vermögensgegenstand' zu aktivieren. Diese Möglichkeit besteht jedoch nur, wenn der Firmenwert entgeltlich erworben wurde. Hat das Unternehmen ihn selbst geschaffen, darf er nicht aktiviert werden. Die steuerrechtliche Behandlungen des Firmenwerts schreibt eine Aktivierung entgeltlich gekaufter Firmenwerte hingegen sogar vor (es gibt es die sogenannte 'steuerrechtliche Aktivierungspflicht'). Dabei zählt der Firmenwert zu den verschleißbaren Vermögensgegenständen. Deshalb muss er mit einer Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben werden.


Verwandte Themen: Abschreibung / linear, Wirtschaftsgut

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Flugkosten

Entstehen einem Mitarbeiter im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit Flugkosten, so darf der Arbeitgeber diese erstatten, ohne dass Steuern anfallen. Sollte der Arbeitgeber die Flugkosten jedoch nicht übernehmen, kann sie der Mitarbeiter als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Sie wurden dann sowohl im Rahmen der Einnahmen aus nicht selbstständiger Tätigkeit als auch im Zuge der doppelten Haushaltführung abzugsfähig. Grund: Der Mitarbeiter hat immer freie Wahl, welches Verkehrsmittel er für die regelmäßigen Familienheimfahrten nutzen möchte. Allerdings muss der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Sobald zu privaten Zwecken Flugzeuge zum Einsatz kommen, die Eigentum des Unternehmens sind, entsteht laut Gesetz Arbeitslohn, der einer Steuerpflicht unterliegt. Falls der Flugzeugnutzer Gesellschafter des Firmens ist, muss er die Reisekosten als Einnahmen versteuern.


Nützliche Hinweise

Um in den Genuss der steuerlichen Anerkennung zu kommen, darf es sich bei der Flugzeugnutzung um keine Privatnutzung handeln. Auch nicht im zusammen oder im Anschluss an eine Geschäftsreise.


Verwandte Themen: Reisekostenerstattung

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Flugscheinkosten

Zahlungen, welche für den Kauf eines Flugscheins entstanden wurden, gehören zu den Kosten der privaten Lebensführung. Somit spielen diese Kosten für eine Berechnung der Steuer unberücksichtigt. Lediglich falls der Flugschein Bestandteil einer Ausbildung ist, können die Kosten aus Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Dabei gilt ein jährlicher Maximalbetrag in Höhe von 920 Euro für entstandene Ausbildungskosten. Für den Fall, dass für die Ausbildung eine auswärtige Unterbringung erforderlich ist, erhöht sich der jährliche Maximalbetrag auf 1.227 Euro.


Nützliche Hinweise

Wird ein bereits gekaufter Flugschein erneuert, dann können die Kosten hierfür als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.


Verwandte Themen: Fortbildungskosten

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Folgeobjekt

In dem Fall, dass ein steuerpflichtiger Bürger nicht die gesamte ihm zustehende Eingenheimzulage benutzt hat, kann der restliche Anspruch auf ein Folgeobjekt übertragen werden. Dabei könnte jedes eigenständige Objekt als Folgeobjekt benutzt werden. Wurden für das ursprüngliche Objekt nicht die kompletten acht Jahre der Eigenheimförderung genutzt, dann können die noch ausstehenden Jahre auf das Folgeobjekt übertragen werden. Die Übertragung findet immer in dem Jahr statt, in dem der Förderberechtigte das Folgeobjekt für eigene Wohnzwecke nutzt. In dem Fall, dass der Auszug aus dem ursprünglichen Objekt in der Ersten und der Einzug ins Folgeobjekt in der zweiten Jahreshälfte erfolgen, findet die Übertragung erst im darauf folgenden Jahr statt. Damit soll verhindert werden, dass die Eigenheimzulage für zwei Objekte verwendet wird.


Nützliche Hinweise

Um ein Folgeobjekt einzusetzen, ist es nicht erforderlich, dass beide Objekte dieselbe 'Struktur' haben. So darf etwa das Erstobjekt ein Neubau und das Folgeobjekt ein Neubau sein. Wird auch für das Folgeobjekt nicht die gesamte Eigenheimförderung benutzt, so darf ein weiteres Folgeobjekt benutzt werden.



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Fördergebiet/baumaßnahmen

Nach dem Fördergebietsgesetz werden Baumaßnahmen an verbrauchbare unbeweglichen Wirtschaftsgütern steuerlich begünstigt. Unbewegliche Vermögensgegenstände können sein, Gebäude, Eigentumswohnungen, Räume in Teileigentum (§ 3 EStG) und auch Miet- und Ladeeinbauten. Auf Grund und Boden kann keine steuerliche Vergünstigung erteilt werden. Die Förderung wird in Sonderabschreibungen gewährt. Bei Sonderabsetzungen könnte man geltend machen: Anschaffung und Produktion abnutzbarer unbeweglicher Vermögenswerte und auch die Modernisierung dieser. Modernisierungsarbeiten können sein: Anbau, Ausbau, Umbau und Erweiterungsarbeiten. Es ist aber zu erfassen, dass kein neues Gebäude erbaut wird. Förderungsfähig wären auch die Nutzungsrechte von immateriellen Wirtschaftsgütern. Hierzu gehören zum Beispiel Bauten, welche auf fremden Grund erstellt wurden.


Nützliche Hinweise

Es sind zahlreiche Voraussetzungen um in den Genuss von Förderungen zukommen. Das gekauften Gegenstand durfte nicht degressiv abgeschrieben und eine Sonderabschreibung in Anspruch genommen worden sein.


Verwandte Themen: Gebäudeabschreibung, Baudenkmäler

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Fördergebietsgesetz

Befristete Sonderabschreibungen für unbewegliche und bewegliche Vermögenswerte, Anschaffungs- und Produktionskosten von beweglichen Vermögensgegenständen des Betriebsvermögens und des privaten Vermögens können bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen als Sonderabschreibungen steuerlich geltend gemacht werden. Darüber hinaus werden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie nachträgliche Produktionsarbeiten, sowohl an Gebäuden als auch im betrieblichen Geschehen gefördert. Das Fördergebietsgesetz erausführbart weiterhin die Bildung steuerfreier Rücklagen in gewissem Umfang. Diese müssen allerdings für eine spätere Investition vorgesehen sein. Selbst genutzter Wohnraum, der sich in der Zusammenfassung des Fördergebietes befindet, wirkt sich ebenfalls steuerbegünstigend aus. Die Förderung betrifft grundsätzlich immer die gesamte Gesellschaft. Bei Ausscheiden jedes Gesellschafters verliert dieser mit sofortiger Wirkung seinen Förderanspruch. Eine anteilige Berechnung gibt es per Gesetz nicht. Falls ein neuer Gesellschafter eintritt, kann dieser nur noch die gestellten Restansprüche seines Vorgängers in Anspruch nehmen.


Verwandte Themen: Abschreibung / linear

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Förderverein

Ein Förderverein verfolgt mit seiner Tätigkeit das Ziel, Mittel zur Weitergabe an eine steuerbegünstigte Körperschaft zu beschaffen. In der Satzung muss dieser Vereinszweck fixiert sein. Seit 2002 wird zudem verlangt, dass der Förderverein als gemeinnützig anerkannt ist. Anderenfalls darf er keine Spendenbescheinigungen für die von ihm vereinnahmten Zuwendungen ausstellen. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgt, wenn es sich um einen gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Vereinszweck handelt. Dieser Vereinszweck muss selbstlos, unmittelbar und ausschließlich verfolgt werden und in der Vereinssatzung festgeschrieben sein. Auch müssen die tatsächlich vom Verein verfolgten Ziele dem Satzungszweck gerecht werden. Bei Fördervereinen ist die unmittelbare Förderung ihres Satzungszwecks für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit nicht erforderlich. Mit Erlangung des Gemeinnützigkeitsstatus kommt der Verein in den Genuss steuerlicher Begünstigungen. So ist es möglich, Einnahmequellen des Vereins von der Besteuerung freizustellen oder die Steuerlast zu vermindern. Das Erzielen von Einnahmen ist dem Verein aus der Vermögensverwaltung, aus dem ideellen Bereich, aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb sowie aus Zweckbetrieb möglich.




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Förderzeitraum

Sobald der Bauherr sein Haus fertig gebaut hat, erhält er vom Staat eine Eigenheimzulage, welche insgesamt acht Jahre gewährt wird. Notwendigkeit ist, dass sein Haus bewohnbar ist: d. h., welche Wohnung ist soweit fertiggestellt, dass die Heizung funktioniert, der Strom fertiggestellt ist und die sanitären Anlagen benutzt werden können. Für den Beginn des Förderzeitraums ist der Beginn des Baues völlig irrelevant. Der Förderzeitraum wird nicht verlängert, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt werden. Die Zulagen können nicht erteilt werden, sobald der Bauherr sein Heim nicht selbst nutzen könnte und die Einkommensgrenze überschritten wird, dann sind die Notwendigkeiten als nicht erfüllt. Wenn jedoch der Bauherr im Laufe seiner Förderzeit aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt umziehen muss, kann die Restlaufzeit der Förderung auf ein neues Eigenheim erteilt werden.


Nützliche Hinweise

Bei Tod des Bezugsberechtigen erlischt die Eigenheimzulage - wenn nicht falls ein Erbe vorhanden - dieser alle Grundlagen zur Förderung erfüllt. Dem Erbe darf aber nur noch die Restlaufzeit gewährt, denn die Förderung kann nicht wieder neu beantragt werden.


Verwandte Themen: Eigenheimzulage

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Fördergrundbetrag

Der Fördergrundbetrag bildet zusammen mit dem Baukindergeld die Eigenheimzulage. Beim Bau bzw. Kauf eines jeden Neubaus beträgt die Grundförderung 5 Prozent der Produktionskosten beziehungsweise des Kaufpreises. Dabei gilt ein Maximalbetrag von 2556 Euro pro Jahr. Bei Umbau und Erweiterung sowie beim Kauf von Altbauten wird die halbe Grundförderung von 2,5 Prozent bis maximal 1.278 Euro ausgezahlt. Dazu kommt pro Kind, für das der Steuerpflichtige einen Anspruch auf Kindergeld beziehungsweise Kinderfreibetrag hat, eine Kinderzulage von 767 Euro jährlich. Für Fördergrundbetrag und Kinderzulage gilt ein Förderzeitraum von 8 Jahren.
Beim Bau eines Niedrigenergiehauses erhält der Steuerpflichtige zudem noch eine Ökozulage von 205 Euro pro Jahr, falls das Gebäude die Wärmeschutzverordnung von 1994 um mindestens 25 Euro unterschreitet. Die Förderung gilt allerdings nur für Niedrigenergiehäuser, die vor dem 01.01.2003 fertiggestellt bzw. gekauft wurden.


Nützliche Hinweise

Die Eigenheimzulage wird generell nur einmal gewährt. Wird noch ein zweites Gebäude erbaut beziehungsweise gekauft, so gibt es die Möglichkeit, dass der Ehepartner hierfür eine Förderung erhält.


Verwandte Themen: Eigenheimzulage

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Folgebescheid

Steuerbescheide, Feststellungs- und Steuerbemessungsbescheide können als Folgebescheide an Steuerpflichtige versandt werden. Die Feststellungen aus dem Grundbescheid sind für einen Folgebescheid Voraussetzung. Der Folgebescheid wird nur dann versandt, wenn andere als für den Grundbescheid festgestellte Änderungen im Nachhinein gelten. Ein Folgebescheid kann nur dann aufgehoben oder geändert werden, wenn auch der zugrunde liegende Bescheid geändert oder aufgehoben wird.



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Fortbildungskosten

Die Fortbildungskosten werden alternativ auch als Weiterbildungskosten beschrieben und wurden steuerrechtlich von den Ausbildungskosten unterschieden. Um Ausbildungskosten handelt es sich, sobald in dabei Abschlüsse in einem neuen Beruf erworben werden. Zu den Fortbildungskosten zählen die Investitionsvorhaben, die zum Erwerb neuer Kenntnisse in einem Beruf getätigt werden, der bereits ausgeübt wird. Ausbildungskosten können steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden, während die Fortbildungskosten steuerlich als Bestandteil der Werbungskosten behandelt werden. Diese Differenzierung ergibt sich aus den Regelungen der Paragrafen 10 ff. des Einkommenssteuergesetzes. In diesem in Verbindung sind auch zwei Urteile interessant, die der Bundesfinanzhof unter den Aktenzeichen VI R 7/10 und VI R 38/10 im Jahr 2011 gefällt hat.
Zu den Fortbildungskosten gehören nicht nur die Gebühren, welche für den Lehrgang selbst bezahlt werden müssen. Findet die Fortbildung auswärts statt, werden dabei auch die Kosten der Anreise sowie der Unterkunft mit angerechnet. Werden diese Zahlungen vom Arbeitgeber erstattet, unterliegen sie weder der Lohnsteuer nebst Solidaritätszuschlag noch der Pflicht zur Abführung von Beiträgen zur Sozialversicherung. Erfolgt kein Ausgleich durch den Arbeitgeber, darf man auch den Mehraufwand bei der Verpflegung in Abhängigkeit von der Zeit der Abwesenheit geltend machen. Bei den Fahrtkosten wurden Unterschiede bei der steuerlichen Berücksichtigungsfähigkeit nach der Dauer der Weiterbildung zu machen.
Um die Fortbildungskosten geltend zu machen, muss man sich vom Arbeitgeber eine Bescheinigung geben lassen, dass der Erwerb neuen Wissens für den Verbleib im Job und für eine Beförderung notwendig war.


Verwandte Themen: Entfernungspauschale

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Freiberufler

In der allgemeinen Rechtsprechung erkennt der Fiskus alle Berufsgruppen, welche im Einkommenssteuergesetz § 18 aufgeführt wurden, als Freiberufler an. Steuerberater, Architekten, Schriftsteller, Ärzte oder Wirtschaftsprüfer üben etwa typische freiberufliche Tätigkeiten aus. Auf Einkünfte aus selbstständiger, freiberuflicher Tätigkeit entfällt in Deutschland, unabhängig von deren Höhe, keine Gewerbesteuer. Egal, wie hoch Umsatz und erzielter Gewinn ausfallen: Für Freiberufler gibt es keine Buchführungspflicht. Das Aufstellen einer Bilanz kann folglich ebenfalls entfallen. Die Gewinnermittlung erfolgt immer nach der Einnahmen Überschuss Methode. Wer einen Heilberuf auf freiberuflicher Basis ausübt, darf auf seine Leistungen keine Umsatzsteuer aufschlagen. Folglich braucht auch keine Umsatzsteuererklärung abgegeben zu werden. Sobald die Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit in der Zusammenfassung eines Dienstverhältnisses erfolgt, verliert der Steuerpflichtige seinen Status als Freiberufler und gilt als abhängig beschäftigt. Er erzielt dann wie jeder andere abhängig Beschäftigte auch, Einnahmen aus unselbstständiger Tätigkeit. Welche Heilberufe vom Staat als freiberufliche Tätigkeit anerkannt wurden, regelt das Schreiben des BMF vom 22. Oktober 2004 eindeutig.


Nützliche Hinweise

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes vom 29. April 2005 ist die Tätigkeit jedes Bauleiters als freiberuflich einzustufen, falls er eine Qualifikation besitzt, die mit der eines Ingenieurs vergleichbar ist und dazugehörige ingenieurtechnische Arbeit leistet.



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Freibetrag

Wer beispielsweise viel Geld für eine doppelte Haushaltsführung, Werbungskosten, Fortbildungen oder Sonderausgaben (z.B. Unterhaltsleistungen) hat und dies belegen kann, hat die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen und einen sich einen Freibetrag eintragen zu lassen. Die Lohnsteuerkarte wurde abgeschafft und zum 01.01.2013 durch Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) ersetzt. Bei den ELStAM handelt es sich um diejenigen Angaben, die zuvor auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte eingetragen wurden (zum Beispiel Zahl der Kinderfreibeträge, Freibetrag, Steuerklasse, Kirchensteuerabzugsmerkmal). Mit der erstmaligen Anwendung der ELStAM wurde das Lohnsteuerabzugsverfahren für alle Beteiligten verschlankt. Beim Arbeitgeber werden steuerlich relevante Änderungen nach ihrer Eintragung im Melderegister (zum Beispiel Heirat, Geburt eines Kindes, Kirchenein- oder Kirchenaustritt) automatisch für Ihren Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, sich über die Elektronischen LohnSteuerAbzugsMerkmale bestimmte Freibeträge eintragen zu lassen. Zur Eintragung muss ein entsprechender Antrag beim zuständigen Finanzamt gestellt werden. Die Eintragung von Freibeträgen ist immer dann möglich, wenn ein abhängig beschäftigter erhöhte Sonderausgaben oder Werbungskosten hat. Werden die Werbungskosten berechnet, so muss hierbei die Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.044 Euro sowie die Pauschale für Sonderausgaben in Höhe von 72 Euro abgezogen werden. Zudem ist die Eintragung eines Freibetrages immer nur dann möglich, wenn die Aufwendungen eine Summe von 600 Euro überschreiten.
Unter bestimmten Voraussetzungen werden Freibeträge auch ohne besondere Hürden eingetragen. Dies gilt unter Anderem, wenn der Steuerzahler einen Anspruch auf den Behinderten- bzw. Hinterbliebenen-Pauschbetrag hat. Freibeträgen können auch eingetragen werden, wenn das Kapitalvermögen auf der Einnahmenseite Verluste oder im Gesamten Verluste zu Buche schlagen. Dazu kann ein Kinderfreibetrag ohne Einschränkungen eingetragen werden, wenn kein Anspruch mehr auf Kindergeld besteht.


Nützliche Hinweise

Bei Steuerpflichtigen mit der Lohnsteuerklasse IV ist es möglich, einen Freibetrag bis zur Höhe der Steuereingangstabelle einzutragen. Hat man Freibeträge über Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale eingetragen, so werden diese bereits vor der Anwendung einer Lohnsteuertabelle abgezogen. Die Freibeträge müssen nicht in jedem Jahr neu beantragt werden, allerdings sind die Beweise, dass diese weiterhin legitim nutzbar sind, vorzulegen. Wer hohe Aufwendungen direkt als Lohnsteuer-Ermäßigung absetzen möchte, muss dies jedes Jahr neu beantragen.



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Freistellungsauftrag

Ein Freistellungsauftrag dient der Freihaltung von Kapitalerträgen von der Steuer. Der Anleger muss ihn bei Bedarf beim zuständigen Kreditinstitut bekommen. Es besteht durchaus die Möglichkeit, mehrere Freistellungsaufträge an verschiedene Kreditinstitute zu erteilen. Dabei darf jedoch die gesetzlich festgelegte Obergrenze insgesamt nicht überschritten werden. Derzeit räumt der Staat einen Sparerfreibetrag von 750 Euro ein. gemeinsam veranlagte, verheiratete Paare dürfen den doppelten Wert in Anspruch nehmen. Der Sparerfreibetrag kann zudem um die Werbungskostenpauschale aufgestockt werden. Diese beträgt derzeit für Verheiratete Personen 102 Euro und für Ledige 51 Euro. Sobald die steuerlich relevanten Kapitalerträge den Freibetrag übersteigen, ist das Kreditinstitut verpflichtet, für Zinserträge 30 und für Dividendenerträge 20 Prozent Kapitalertragssteuer zu berechnen, einzubehalten und an das Finanzamt zu zahlen. Einmal erteilte Freistellungsaufträge sind in aller Regel bis auf Widerruf und unbefristet.


Nützliche Hinweise

Aufgrund des sogenannten Halb-Einkünfte-Verfahrens unterliegen lediglich noch 50 Prozent aller Dividendenerträge der Steuer. Es lohnt sich also, bestehende Freistellungsaufträge dahin gehend zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Der frei gewordene Wert kann dann zur zusätzlichen Freistellung von Zinserträgen Anwendung finden.


Verwandte Themen: Sparerfreibetrag

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Freistellungsbescheid

Mit einer Freistellungsbescheinigung ist eine bestimmte Form des Steuerbescheids, mit dem die Finanzbehörde einer Person die Freistellung von einer Besteuerung bescheinigt. Steuerpflichtige erhalten diese als Benachrichtigung, dass sie für einen bestimmten Zeitraum beziehungsweise einen gewissen Sachverhalt keine Steuern bezahlen müssen.
Ein Freistellungsbescheid ist ein Steuerbescheid und gilt somit als Verwaltungsakt, der in jedem Falle schriftlich erstellt werden muss. Für alle Steuerbescheide gilt, dass diese die Höhe der festgesetzten Steuer sowie die Steuerart immer angegeben werden müssen. Ebenso muss aus dem Steuerbescheid hervorgehen, wer die zu zahlende Steuer schuldet. Dazu gehört zu jedem Steuerbescheid eine Belehrung darüber, in welcher Frist dagegen Einspruch erhoben werden kann. Dieser wird zunächst immer beim betreffenden Finanzamt eingelegt. Bei Ablehnung des Einspruchs ist dann eine Klage beim Finanzgericht ausführbar. Die nächste Instanz wäre dann eine Revision beim Bundesfinanzhof.


Nützliche Hinweise

Ehepartner, welche gemeinsam veranlagt werden, erhalten nur einen Steuerbescheid. Dabei gelten beide Ehepartner als Gesamtschuldner. Wird auf dem Steuerantrag keine gemeinschaftliche Adresse angegeben, so erhalten beide Partner einen getrennten Steuerbescheid.


Verwandte Themen: Zuwendung

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Freistellungsbescheinigung

Für eine Tätigkeit im Ausland empfiehlt sich immer eine Freistellungsbescheinigung ausgefüllt werden. Ein Freistellungsauftrag wäre ebenfalls sinnvoll, wenn die Besteuerungsrechte (zum Beispiel Doppelbesteuerung) im Ausland liegen. Das ist zum Beispiel der Fall, sobald der Steuerzahlende im Ausland für eine inländische Firma arbeitet. Personen mit keinem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland fallen nicht mehr unter die Besteuerung im Inland. Durch die Stellung jedes Freistellungsauftrags lässt sich eine Doppelbesteuerung vermeiden. Bei geringfügig beschäftigten Mitarbeitern wird der Freistellungsauftrag ebenfalls anerkannt. Dieser wird immer beim Finanzamt am Wohnsitz derselben Person beantragt. Bei einem Einkommen von mehr als 325 Euro pro Monat können auch mehrere Freistellungsaufträge vorgezeigt werden. Bei nachträglicher erdarfter Steuerfeststellung ist der Arbeitgeber nicht haftbar zumachen. Bei einer zu Unrecht erteilten Freistellungsbescheinigung fordert das die zu wenig bezahlten Steuern vom Steuerpflichtigen zurück.


Nützliche Hinweise

Es ist beachtet werden, dass nur eine Freistellungsbescheinigung pro Jahr ausführbar ist.


Verwandte Themen: Gewöhnlicher Aufenthalt

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Fremdvergleich

Schließen nahestehende Angehörige untereinander Verträge ab, werden diese vom Staat nur anerkannt, wenn sie einem Fremdvergleich standhalten. Das heißt, der dem entsprechende Vertrag muss derart gestaltet sein, als wäre er mit einem fremden Dritten geschlossen worden. Vor allem bei Darlehensverträgen, Arbeitsverträgen oder Mietverträgen mit Angehörigen ist die Fremdregelung steuerlich besonders relevant. Derartige Verträge werden vom Finanzamt einer besonderen Kontrolle unterzogen. Falls der Fiskus den Vertrag nicht anerkennt, können Werbungskosten und Betriebsausgaben steuerlich nicht zum Abzug gebracht werden. Die Berücksichtigung aller Aufwendung im Sinne der Steuer geht damit verloren. Typische Beispiele: Im Rahmen jedes Mietverhältnisses zwischen Eltern und Kind, dessen Konditionen nicht dem örtlichen Mietspiegel entsprechen, werden entstehende Werbungskosten nicht anerkannt. Hält ein Darlehensvertrag dem Fremdvergleich nicht stand, können anfallende Kosten, wie etwa die Zinsen, nicht steuermindernd geltend gemacht werden.



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Freiwillige Zuwendung

Sobald die Zuwendungen auf einer freiwillig begründeten Rechtspflicht basieren, werden sie steuerlich nicht anerkannt. Für zusätzliche Zuwendungen an unterhaltsberechtigte Personen, die diese vom Steuerpflichtigen bekommen, gilt ebenfalls keine Steuerbegünstigung. Im Gegensatz dazu können Zuwendungen, die auf Basis einer gesetzlichen Pflicht überwiesen werden und nicht freiwillig wurden, steuermindernd geltend gemacht werden.



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Gartenanlage

Entstehen bei der Errichtung jedes Wohngebäudes Kosten für die gärtnerische Gestaltung des Grundstückes, so werden diese zu den Produktionskosten hinzugerechnet. Dies gilt jedoch nur dann, wenn die Kosten für an den Grundstücksgrenzen angepflanzte Hecken, Büsche beziehungsweise Bäume entstanden sind. Ansonsten zählen Gartenanlagen immer als eigenständiges Wirtschaftsgut.
Können die Gartenanlagen von Mietern mitverwendet werden und handelt es sich dabei um einen Vorgarten, müssen die Kosten für die Gartenanlagen gleichmäßig auf die regelmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren verteilt werden.


Nützliche Hinweise

Entstehen Kosten für die Pflege der Gartenanlage beispielsweise durch einen Gärtner, dann können diese sofort abgezogen werden. Dies gilt nicht, sobald die Zahlungen zur Pflege für Gartenanlagen entstanden wurden, welche ausschließlich vom Eigentümer genutzt werden bzw. für solche, die nicht von einem Mieter benutzt werden dürfen. Diese zählen immer zu den Lebensführungskosten.


Verwandte Themen: Lebensführungskosten

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Gebrauchtwagenbesteuerung

Große Wichtigkeit findet die Differenzbesteuerung im Handel von verwendeten beweglichen körperlichen Gegenständen, wie zum Beispiel mit einem Gebrauchtwagen. Aufgrund dieser Regelung wird vermieden, dass beim Wiederverkauf nochmals in voller Umsatzsteuer berechnet wird. Zum Erlangen der Differenzbesteuerung müssen bestimmte Anforderungen erfüllt werden. So müssen die Gegenstände beim Gemeinschaftsgebiet gekauft werden, der Verkäufer darf beim Wiederverkauf keine Umsatzsteuer schulden. Entscheidend ist jedoch, dass beim Kauf keine Umsatzsteuer angefallen ist. Dies ist etwa dann der Fall, falls das der Kauf bei einer Privatperson und einem Kleinunternehmen, welche keine Rechnungen mit Umsatzsteuer ausstellen erfolgt ist. Als Widerverkäufer werden Unternehmen benannt, die gewerblich benutzte Gegenstände ankaufen und anschließend selbst wieder verkaufen. Bestes Beispiel dafür sind Gebrauchtwagenhändler.


Nützliche Hinweise

Das Besondere an der Differenzbesteuerung ist die Tatsache, dass hier lediglich der Unterschied zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis bei der Umsatzsteuer Berücksichtigung findet. Nutzt das Unternehmen den gekauften Gegenstand zu eigenen Zwecken und wird dieser zu privaten Zwecken gekauft, dann findet die Differenzbesteuerung keine Anwendung.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Gefahrenzulage

Bekommt ein abhängig Beschäftigte vom Arbeitgeber eine Gefahrenzulage überwiesen, so unterliegt diese der Lohnsteuer.


Verwandte Themen: Lohnsteuerklassen

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Gehaltsverzicht

Verzichtet ein Arbeitnehmer auf einen Teil seines Lohns, so unterliegt nur der um eben diesen Teil verminderte Arbeitslohn der Steuerpflicht. Voraussetzung ist, dass der arbeitsrechtliche Anspruch des betreffenden abhängig Beschäftigtes auf diesen Teil des Gehalts erlischt. Falls dafür jedoch eine bestimmte Verwendung wie zum Beispiel die Anlage in einer Versicherung beabsichtigt ist, liegt eine Einkommensverwendung, aber kein Lohnsverzicht vor. In solch einem Fall ist auch dieser Teil des Gehalts weiter lohnsteuerpflichtig.



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Geldbeschaffungskosten

Geldbeschaffungskosten und auch Finanzierungskosten wurden alle Zahlungen einer Darlehensbeschaffung. Die häufigsten Typen wurden dabei Zinsen, Disagio, Kosten für den Grundbucheintrag bei einer Hypothek aber auch Kreditvermittler-Provisionen. Die Finanzierungskosten gelten dabei als sofort abzugsfähige Werbungskosten und auch Betriebsausgaben. Dies bedeutet, sie reduzieren den jährlichen steuerpflichtigen Gewinn. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Dies gilt nur, sollten die Finanzierungskosten im zusammen mit dem Erreichen von Einnahmen stehen. Wird zum Beispiel ein Objekt, das vermietet wird, über ein Darlehen finanziert, dann sind die Kreditzinsen sofort abzugsfähige Finanzierungskosten. Wird das Objekt jedoch ausschließlich dazu verwendet, um selbst darin zu wohnen, so wurden die Kreditzinsen keine Werbungskosten und deshalb nicht mehr abzugsfähig. Sie werden dann Teil der nicht abzugsfähigen Kosten, die für die private Lebensführung notwendig wurden. Sollte ein Käufer jedes Vermögenswertes vom Verkäufer Finanzierungskosten (bestehende Kreditzinsen) übernehmen, so wurden diese Anschaffungskosten und damit voll steuerpflichtig.


Verwandte Themen: Gebäudeabschreibung, Wirtschaftsgut, Werbungskosten / Vermieter

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Geldbußen

Ordnungs- und Verwarnungsgelder sind Geldbußen. Hat man diese Strafen betrieblich veranlasst, dürfen sie trotzdem nicht als Werbungskosten und Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Parkt etwa ein Kurier an unerlaubter Stelle, könnte er die Strafgebühr nicht als Betriebsausgabe angeben. Vom Abzugsverbot ausgenommen wurden Geldbußen, die durch Gerichte oder staatliche Behörden gegen den Betrieb verhängt werden.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Geldwerter Vorteil

Geldwerte Vorteile wurden Vorteile, die Mitarbeitern aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit zukommen, ohne dass es sich dabei um Arbeitsentgelt handelt. Darf ein Mitarbeiter beispielsweise einen Firmenwagen auch zu privaten Zwecken nutzen, so gilt der private Nutzungsanteil steuerlich als geldwerter Vorteil. Auch das kostenlose Überlassen von Parkplätzen an Mitarbeiter zur privaten Nutzung gilt als geldwerter Vorteil und ist entsprechend auch lohnsteuerpflichtig.


Verwandte Themen: Firmenfahrzeug, Sachbezüge

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Gemeinschaftskonten

Eheleute unterhalten häufig ein Gemeinschaftskonto. Sämtliche Einnahmen, wozu auch Zinserträge zählen, werden den Ehepartnern je zur Hälfte angerechnet. Dabei ist es unerheblich, von wem das angelegte Geld stammt und wer der Verdiener des Vermögens ist.


Verwandte Themen: Freistellungsauftrag, Zinsabschlag, Sparerfreibetrag

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Gemischte Schenkung


Eine Schenkung liegt vor, sobald ein Gegenstand entweder zum Teil gegen Entgelt beziehungsweise zum Teil unentgeltlich gekauft wurde. Eine Schenkung gilt als gemischt, wenn die Veräußerungspreis unter dem Verkehrswert liegt. Bei einer Abweichung des durchschnittlichen Verkehrswertes von etwa 10 Prozent wird im allgemeinen noch von einem Erwerb gegen Entgelt ausgegangen. Eine gemischte Schenkung wird aufgespalten in einen entgeltlichen und einen kostenlosen Teil. Beim entgeltlichen Erwerb kann dem Kaufspreis als steuerrechtlichen Betrag geltend gemacht werden. Bei Veräußerung dieses, wird der Gewinn aus dem verkauften Teil als Besteuerungsgrundlage herangezogen. Beispiel: Das Grundstück wird innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist veräußert, dann darf ein steuerpflichtiger Gewinn existieren.



Nützliche Hinweise

Eine gemischte Schenkung gilt nach dem Umsatzsteuergesetz als Leistungsaustausch. Grund dafür ist, dass immer eine Gegenleistung gefordert wird. Diesen Wert wird auch als Mindestbemessunsgrundlage beschrieben. Bei einer Schenkung die über dem gemeinsamen Wert liegt, findet nur der entgeltliche Teil Berücksichtigung



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Gesamtbetrag der Einkünfte

Die Summe aller Einkünfte minus Altersentlastungs-Betrag minus Freibetrag für Forst- und Landwirte ergibt den Gesamtbetrag der Einnahmen. Die Summe aller Einnahmen wird dabei folgendermaßen festgestellt: Alle positiven Erträge aus jeglichen Einkunftsarten werden in Verbindunggerechnet. Davon zieht man negative Werte ausgleichsfähiger Einkunftsarten ab. Erst danach erfolgt die Abrechnung des Altersentlastungsbetrages und des Freibetrages für Forst- und Landwirte. Vom Ergebnis werden nun weiterhin Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, eine eventuelle Wohneigentumsförderung und Verlustabzüge, für Verluste, die vor 1998 entstanden wurden, abgezogen. Minus im Ausland angefallene Einkommenssteuern plus hinzuzurechnendes Einkommen gemäß Paragraf 15 Absatz 1 des Einkommenssteuergesetzes. Jetzt erhält der Einkommenssteuerpflichtige eine Größe für sein Einkommen gemäß Steuerdefinition. Davon werden Kinderfreibeträge, der Haushaltsfreibetrag und ein eventueller Härteausgleich abgezogen. Diese Zahl stellt letztendlich das zu versteuernde Einkommen dar.


Verwandte Themen: Einkommensteuervorauszahlungen

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Gesamtschuldner

Haben mehrere Personen parallel und innerhalb ein und desselben Schuldverhältnisses Haftung für die gleiche Leistung übernommen, zählen diese Personen als Gesamtschuldner. Auch Personen, die einer gemeinsamen Veranlagung bei der Besteuerung unterliegen, wie beispielsweise Erben des gleichen Objektes oder Ehepartner, welche einen gemeinsamen Kredit aufgenommen haben, wurden per Gesetz Gesamtschuldner. Dabei schuldet jede einzelne Person die gesamte Leistung aus dem gemeinsamen Schuldverhältnis. Sofern ein Gesamtschuldner Leistungen erbringt, wirkt sich das unmittelbar auf die Höhe der Schuld der anderen Schuldner aus. Sicherheiten wurden im Schuldverhältnis von Gesamtschuldnern den gleichen Gesetzmäßigkeiten unterworfen. Es gilt zu berücksichtigen, dass sich die Gesamtschuldnerschaft nicht nur die konkrete Leistung betrifft, sondern auch alle sich daraus ergebenden Verbindlichkeiten, wie zum Beispiel Überziehungszinsen, Nachforderungen, Stundungszinsen beziehungsweise Säumniszuschläge.


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Gesamtschuld

Von einer Gesamtschuld spricht man immer dann, wenn eine Steuerschuld von mehreren Personen gleichzeitig geschuldet wird. Eine Gesamtschuld gilt auch dann, sobald etwa verheiratete Paare gemeinsam veranlagt werden und mehrere Steuerpflichtige nebeneinander für eine Steuerschuld haften. Die Forderung für eine Gesamtschuld seitens des Finanzamtes gibt es nur einmal, wobei jedoch jeder Schuldner diese begleichen kann. Solange die Gesamtschuld nicht beglichen wurde, ist jeder Schuldner gleichermaßen zu einer Zahlung verpflichtet. Eine Gesamtschuld könnte immer nur dann bestehen, wenn vom Finanzamt vorher ein Steuerbescheid erlassen wurde. Dieser gilt gleichermaßen für alle Schuldner und kann auch von jedem einzeln angefochten werden. Sobald ein Gesamtschuldner die Schuld begleicht, gilt diese auch für alle anderen als getilgt. Bei einer verspäteten Begleichung werden die sich daraus ergebenden Säumniszuschläge für alle Gesamtschuldner gleichermaßen erhoben. Dagegen muss bei einer Anfechtung nur derjenige Gesamtschuldner die Aussetzungszinsen übernehmen, von dem die Anfechtung ausgegangen ist.


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Gesamtrechtsnachfolge

Sobald ein Rechtsfolger auch die Steuer-Forderungen und / und Steuer-Schulden erhält, spricht man von einer Gesamtrechtsnachfolge. Vor allem in einem Erbfall nimmt die Gesamtrechtsnachfolge eine große Rolle ein. Das heißt, alle Steuerschulden werden auf den Erben übertragen. Dazu zählen aber nicht die möglichen Zwangsgelder. Laut den Vorschriften des bürgerlichen Rechts müssen die Erben für die zu entrichteten Steuerschulden einstehen. Von dieser Vorschrift sind allerdings keine Vorschriften zur steuerrechtlichen Haftung betroffen.



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Geschäftsführergehalt

Ist ein Gesellschafter einer GmbH gleichzeitig auch als Geschäftsführer tätig, so unterliegen seine Vergütungen dem Fremdvergleich. Bei einem solchen Fremdvergleich wird überprüft, ob ein Geschäftsführer der nicht Gesellschafter ist, dasselbe Einkommen erzielt hätte. Zu der Frage welches Einkommen für einen Geschäftsführer angemessen ist liegen bereit einige Entscheidungen von Gerichten vor. So gibt es zum Beispiel eine Entscheidung des niedersächsischen Finanzgerichts, dass ein Geschäftsführergehalt dann angemessen ist, wenn es bei einem hohen Arbeitseinsatz bis zu drei Viertel des durch die Gesellschaft erzielten Betriebsergebnisses beträgt. Nach Auffassung des Bundesfinanzhofes gibt es dagegen keine einheitlichen Regelungen, welches Gehalt für einen Geschäftsführer angemessen ist. Dieser geht immer von einer Einzelfallentscheidung aus bei der unter anderem die Art und der Umfang der Tätigkeit, welche Vergütung der Geschäftsführer in ähnlichen Betrieben, welche vorhandenen Ertragsaussichten der Gesellschaft sowie das Verhältnis des Gehalts zum erzielten Betriebsergebnis berücksichtigt werden müsse.
Dazu liegen auch Urteile vor, nach denen das Gehalt des Geschäftsführers nicht den gesamten Gewinn in Anspruch nehmen darf. Zum Gehalt jedes Geschäftsführers zählt ein ausführbares Festgehalt zuzüglich Zusatzvergütungen, Pensionszusagen sowie Sachbezügen. Sowohl die einzelnen Bestandteile des Arbeitsentgelts wie auch das gesamte Lohn müssen angemessen sein.


Verwandte Themen: Gesellschafter

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Geschäftsreise

Eine Geschäftsreise liegt immer dann vor, wenn ein Unternehmer für einen bestimmten Zeitraum auswärtig tätig ist. Alle Kosten, die im Rahmen einer Geschäftsreise existieren, werden als Betriebsausgaben gewertet. Für Fahrtkosten kann der gesamte durch einen Beleg nachgewiesene Betrag berücksichtigt werden, wobei auch ein Vorsteuerabzug machbar ist. Wenn die Fahrt mit einem privaten Fahrzeug durchgeführt wird, sind die dafür vorgesehenen Kilometersätze. Diese betragen pro gefahrenen Kilometer 0,30 Euro. Für die während einer Geschäftsreise benötigte Verpflegung können dagegen lediglich Pauschalsätze in Anspruch genommen werden. Dabei richtet sich die Höhe nach der Dauer der Abwesenheit von der privaten Wohnung. Beträgt diese mehr als 24 Stunden, gilt ein pauschaler Satz von 24 Euro. Bei einem Zeitraum zwischen 14 und 24 Stunden beträgt der Pauschalbetrag 12 Euro und bei einer auswärtigen Tätigkeit zwischen 8 und 14 Stunden 6 Euro. Die Kosten für eine Übernachtung können bei Vorlage jedes Beleges in auch wirklicher Höhe zu den Betriebsausgaben gerechnet werden.
Alle Kosten, die nicht zu den erwähnten Aufwendungen gehören zählen zu den Reisenebenkosten. Dies können beispielsweise Kosten für die Gepäckbeförderung und auch erhöhte Kosten für die Telekommunikation sein. Auch die durch einen Verkehrsunfall entstandenen Kosten zählen zu den Reisenebenkosten.


Nützliche Hinweise

Ist für die Geschäftsreise eine Begleitung wie zum Beispiel eine Sekretärin erforderlich, dann zählen deren Reisekosten ebenfalls zu den Betriebsausgaben.


Verwandte Themen: Verpflegungsmehraufwand, Übernachtungskosten, Kilometerpauschale

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Geschäftswagen

Fahrzeuge, die einem Firmen dauerhaft dienen, werden als Geschäftswagen benannt. Grundsätzlich führen erst die laufenden Abschreibungen zu den stattfindenden Betriebsausgaben, wodurch der Geschäftswagen erst mit den Abschaffungskosten zu aktivieren ist. Gelegentlich kommen Geschäftswagen auch für private Zwecke zum Einsatz. In diesem Fall muss der geldwerte Vorteil, der durch die Nutzung gegeben ist, der Lohnsteuer unterworfen werden. Sofern kein Arbeitslohn erzielt wird, erfolgt stets eine Entnahme. Wahlweise besteht die Möglichkeit, den geldwerten Vorteil entsprechend der Listenpreismethode und aber entsprechend der Fahrtenbuchmethode zu bestimmen. Die Listenpreismethode wird umgangssprachlich auch als 1-Prozent-Methode beschrieben. Ausschlaggebend für die Höhe des geldwerten Vorteils ist hierbei die Nutzungsart des Fahrzeuges. Für Privatfahrten muss etwa 1 Prozent des inländischen Listenpreises angesetzt werden. Wird hingegen die Fahrtenbuchmethode benutzt, muss für den Firmenwagen ein dazugehöriges Fahrtenbuch geführt werden. Hiermit lassen sich die stattfindenden Kosten für das Fahrzeug genau berechnen. Dazu zählen neben Abschreibungen und Reparaturkosten auch die KFZ-Steuer, welche Benzinkosten und Darlehenszinsen sowie die Prämien für Versicherungen und die anfallenden Gebühren für eventuelle Unterstellungen.


Nützliche Hinweise

Im Falle, dass der Geschäftswagen zu höchsten 30 Prozent privat benutzt wird, empfiehlt sich der Einzelkostennachweis durch einen individuellen Kilometersatz. Außerdem ist vor der Entscheidung für eine Methode eine Vergleichsrechnung mit der Fahrtenbuch- und der Listenpreismethode durchgeführt werden.


Verwandte Themen: Abschreibung / linear, Fahrtenbuch, Kilometersatz, Geldwerter Vorteil

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Geschenke

Übersteigt der Wert von Geschenken den Wert von 40 Euro pro Monat und Mitarbeiter nicht, bleiben diese Zuwendungen steuerfrei. Bei Überschreitung gilt das Geschenk als Arbeitslohn und der gesamte Zuwendungswert ist zu versteuern. Dagegen können betrieblich begründete Geschenke an Geschäftskunden und andere Nichtarbeitnehmer seit 2004 nur noch bis zu einem Wert von 35 Euro steuerfrei veranlasst werden. Bei Überschreitung darf kein Vorsteuerabzug erfolgen und der Abzug als Betriebsausgabe bleibt verwehrt. Die Aufzeichnung über die Art und den Wert der Geschenke hat lückenlos und jederzeit nachvollziehbar zu erfolgen. Zuwendungen, die der Arbeitgeber anlässlich besonderer Anlässe dem Arbeitnehmer zu Gute kommen lässt, gelten nicht als Geschenke. Beispiele hierfür wurden beispielsweise Hochzeit oder Geburt.


Verwandte Themen: Annehmlichkeiten

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Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Bei der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft, welche mit einem (Einmanngesellschaft) und mehreren Gesellschaftern geführt werden darf. Die Gründung erfolgt durch Gesellschafterbeschluss und ist ins Handelsregister einzutragen. Die Gesellschafter einer GmbH haften nur bis zur Höhe der Stammeinlage, die mindestens 25.000 Euro betragen muss. Als Kapitalgesellschaft ist die GmbH eine juristische Person und damit auch selbstständig rechts- und geschäftsfähig. Sie kann beispielsweise selbstständig Klage einreichen, Arbeits-, Darlehens- und andere Verträge mit ihren Gesellschaftern abschließen und wird auch zur Besteuerung veranlagt. Ihr Gewinn unterliegt der Körperschaftsteuer. Liegen Sitz und Geschäftsleitung im Inland, ist die GmbH unbeschränkt steuerpflichtig. Eine Kapitalgesellschaft ist kraft Rechtsform grundsätzlich gewerblich tätig. Im Falle, dass keine Steuerbefreiung greift, unterliegt sie daher der Gewerbesteuer. Da im Unterschied zur Personengesellschaft weder Staffeltarif noch Freibetrag zur Anwendung kommen, ist die gewerbesteuerliche Belastung gegenüber einer Personengesellschaft zwangsläufig höher. Die Einbringung von Immobilien und Grundstücken in eine Kapitalgesellschaft unterliegt der Grunderwerbsteuer, da ein Rechtsträgerwechsel vorliegt.


Verwandte Themen: Gesellschafter

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Gesellschafter

Bei der Besteuerung gibt es wesentliche Unterschiede zwischen Gesellschaftern von Personengesellschaften und Gesellschaftern von Kapitalgesellschaften. Bei Personengesellschaften werden die Gesellschafter steuerrechtlich als Mitunternehmer betrachtet und erzielen Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Je nach ihrem Anteil an der Gesellschaft beziehungsweise nach einem anderen, beispielsweise im Gesellschaftsvertrag vereinbarten Verteilungsmaßstab, erhalten Sie am Ende jedes jeden Wirtschaftsjahres den Gewinn beziehungsweise Verlust der Personengesellschaft anteilig zugerechnet. Sie haben diese Einkünfte jeweils im Rahmen ihrer persönlichen jährlichen Einkommensteuererklärung unter den Einnahmen aus Gewerbebetrieb anzugeben und zu versteuern. Bei einer Kapitalgesellschaft hingegen können die Gesellschafter entweder Einkünfte aus Kapitalvermögen und Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erzielen. Der erste Fall trifft zu, falls sie nicht in einem Anstellungsverhältnis zur Gesellschaft stehen, sondern Gewinne beziehungsweise Verluste aus ihrer Beteiligung an der Gesellschaft beziehen. Der zweite Fall trifft zu, falls Gesellschafter als Angestellte für ihre Gesellschaft arbeiten, beispielsweise als Geschäftsführer. Darüber hinaus können Gesellschafter auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu versteuern haben, falls sie an die Gesellschaft Wirtschaftsgüter ihres Privatvermögens verpachten oder vermieten.


Verwandte Themen: Geschäftsführergehalt

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Getrennte Veranlagung

Getrennt lebende Ehepartner und Ehepartner, dessen einer Partner über das gesamte Vorjahr im Ausland verbrachte, werden innerhalb der Einkommenssteuer ebenso wie ledige, verwitwete und geschiedene Personenkreise getrennt veranlagt. Im Falle, dass also ein Ehepartner eine getrennte Veranlagung beantragt, wird diese grundsätzlich auch durchgeführt. Falls die getrennte Veranlagung allerdings willkürlich beantragt wurde, könnte der andere Ehepartner dagegen vorgehen. Willkür bedeutet in diesem zusammen zum Beispiel, dass der Antragsteller gar keine beziehungsweise nur über sehr geringe Einnahmen verfügt. Ebenso wird von Willkür gesprochen, falls der Antragsteller nur geringe oder gar keine negative Einkünfte zu befürchten hat. Die Veranlagung im Trennungsjahr ist grundsätzlich von der getrennten Veranlagung abzugrenzen. In der Regel empfiehlt sich eine gemeinsamveranlagung während des Trennungsjahres, da diese zu steuerlichen Vorteilen führen könnte. Eine getrennte Veranlagung ist nur in speziellen Ausnahmen lukrativ. Vorteile ergeben sich beispielsweise bei höheren Verlustberücksichtigungen des einen Ehepartners und geringeren Einnahmen des anderen Ehepartners. In solch einem Fall würde die getrennte Veranlagung dazu führen, dass die Höhe des Verlustvortrages nicht so schnell gemindert werden darf. Der Widerruf einer getrennten Veranlagung wirkt sich auf eine bestandkräftige Veranlagung aus. Hierbei kommt es zur Aufhebung der bestandkräftigen Veranlagung. In gleichem Zuge tritt die zusammenveranlagung der Ehepartner in Kraft. Sofern Ehepartner dauernd voneinander getrennt leben und ihre Gemeinschaft aufgegeben haben, kommt grundsätzlich keine zusammenveranlagung in Betracht. Sollte hingegen eine unfreiwillige Trennung, etwa durch einen Gefängnisaufenthalt, vorliegen, ist auch eine zusammenveranlagung möglich.


Verwandte Themen: Einkommenssteuer

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Gewinnbeteiligungen

Bei Gewinnbeteiligungen, auch Tantiemen genannt, handelt es sich um Einkünfte, welche aus nicht selbstständiger Arbeit zu Buche schlagen. Nicht selten erhalten Geschäftsführer, beispielsweise einer GmbH, Tantiemen gezahlt, welche als Zusatzvergütung angesehen werden. In der betrieblichen Praxis spricht man meistens von Umsatztantiemen und aber Gewinntantiemen. Erhält ein Gesellschafter-Geschäftsführer Umsatztantiemen, darf dies dazu führen, dass die Auszahlungen als verdeckte Gewinnausschüttung betrachtet werden. Der jeweilige Betrieb muss sich einer sehr kritischen Prüfung durch der Fiskus unterziehen. Im Fokus steht die Frage, ob ein unbeteiligter Geschäftsführer diese Tantiemen erhalten hätte. Gewinntantiemen wurden hingegen vollkommen unbedenklich. Sollten jedoch nur die Tantiemen und kein auch wirkliches Lohn vereinbart sein, kann auch bei den Gewinntantiemen von einer verdeckten Gewinnausschüttung ausgegangen werden. Das Gleiche gilt, sobald alle Bezüge, welche ein Gesellschafter-Geschäftsführer erhält, zu hoch ausfallen.



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Gewinnerzielungsabsicht

Die Gewinnerzielungsabsicht ist das vordergründige Kriterium, wenn es um die Beurteilung geht, ob eine freiberufliche, betriebliche aber auch selbstständige Tätigkeit vorliegt. Zudem spielt die Gewinnerzielungsabsicht auch bei einer Tätigkeit in der Land- und Forstwirtschaft sowie der Vermietung und Verpachtung eine entscheidende Rolle.
Liegt keine Gewinnerzielungsabsicht vor, so können die Finanzbehörden unterstellen, dass es sich bei de Tätigkeit um eine Liebhaberei handelt. Werden hingegen nur vorübergehend negative Einkünfte gemacht und ist zu erwarten, dass künftig Gewinne zu Buche schlagen können, so liegt keine Liebhaberei vor. Ebenfalls keine Liebhaberei liegt vor, sobald die Tätigkeit nach andauernden negative Einkünften eingestellt wird. Entscheidend ist dabei einzig die Frage, ob die betreffende Person Anstrengungen unternimmt, um positive Erträge zu erzielen.
negative Einkünfte können nur dann steuerlich berücksichtigt werden, wenn das Finanzamt eine Gewinnerzielungsabsicht unterstellt. Andernfalls zählt die Tätigkeit als Liebhaberei und wird zur privaten Lebensführung gerechnet. Für den Fall, dass die Finanzbehörden eine betriebliche Tätigkeit in eine Liebhaberei umqualifizieren, können die Verluste die vor diesem Termin entstanden wurden auch nachträglich noch steuerlich berücksichtigt werden. Dies gilt jedoch nur für den Fall, dass eine Verrechnung mit dem Aktivvermögen aufgrund fehlender Masse nicht möglich war.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Freiberufler

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Gewinn- und Verlustrechnung

Am Ende jedes Steuerjahres müssen Unternehmen welche Bilanzpflicht haben eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung erstellen. In dieser werden Erfolge und Verluste gegeneinander aufgestellt. Das Ergebnis beziffert einen Gewinn bzw. einen Verlust, welcher über die Schlussbilanz abgerechnet wird. Die Schlussbilanz zeigt auch die Ergebnisse der Anlagenkonten und stellt somit das Gesamtergebnis eines jeden Geschäftsjahres dar. Die Schlussbilanz wird zur Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahrs stellt die SBK (Schlussbilanzkonto) die EBK (Eröffnungsbilanzkonto) dar. Für bestimmt Berufsgruppen und Betriebsformen sind Vereinfachungen vorgesehen.



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Good will

Der Good will wird unter anderem auch als Firmenwert beziehungsweise Geschäftswert beschrieben. Als Good Will gilt immer der Mehrwert eines Firmens. Dieser ergibt sich aus dem Substanzwert vermindert um die vorhandenen Schulden. Somit ist der Good wird den immateriellen Vermögenswerten zuzuschreiben und verkörpert vom Prinzip her die Aussichten auf einen zukünftigen Gewinn. Gebildet wird der Good will immer vom jeweiligen Unternehmen und er ist auch immer untrennbar mit diesem verbunden. Gebildet wird der Geschäftswert aus verschiedenen Faktoren wie der Absatz- und Einkaufsorganisation, den Kenntnissen und Fähigkeiten der Mitarbeiter, der Lage eines jeden Geschäfts und auch Firmens aber auch aus dem Image und Bekönntetheitsgrad eines Firmens.
Für den Fall, dass der Good will, gegen Zahlung jedes erworben wurde, so gibt es ein Wahlrecht zur handelsrechtlichen Aktivierung. Dies liegt beispielsweise vor, sobald der der Kaufpreis jedes Unternehmens über dem Wert der aktiven und passiven Wirtschaftsgüter liegt. Das Handelsrecht sieht vor, dass dieser Geschäftswert von Kapitalgesellschaften gesondert ausgewiesen werden muss. Bei kleineren Kapitalgesellschaften besteht die Möglichkeit einer Aktivierung als 'Immaterielle Vermögensgegenstände'. Ein selbst geschaffener Good will darf dagegen nicht aktiviert werden.
Aus steuerrechtlicher Sicht gesehen gibt es eine Aktivierungspflicht für einen entgeltlich gekauften Geschäftswert. Dieser gehört steuerlich gesehen zu den abnutzbaren Vermögenswerten und kann über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben werden.


Verwandte Themen: Abschreibung / linear

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Gewöhnlicher Aufenthalt

Als gewöhnlicher Aufenthalt einer Person gilt immer der Ort, an dem sie sich unter normalen Umständen und nicht nur für einen vorübergehenden Zeitraum aufhält. Dabei zählt immer ein durchgehender Aufenthalt von mehr als 6 Monaten bereits von Beginn an als gewöhnlicher Aufenthalt. Kommt es zu kurzfristigen Unterbrechungen, so werden diese nicht berücksichtigt. Die Regelung von 6 Monaten wird nicht angewandt, falls die betreffende Person sich nur zu Zwecken der Erholung, einer Kur und anderen privaten Zwecken an einem Ort aufhält und dieser Aufenthalt nicht über die Dauer jedes Jahres hinausgeht.
Der gewöhnliche Aufenthalt steht nicht in direktem zusammen mit dem Begriff des Wohnsitzes. Der Wohnsitz ist immer dort, wo eine Person eine Wohnung unterhält, aus der sich ergibt, dass diese für längere Zeit verwendet wird. Personen, die über einen ständigen Wohnsitz verfügen, deren gewöhnlicher Aufenthalt jedoch im Rahmen der Bundesrepublik liegt, ist hier unbegrenzt steuerpflichtig. Somit unterliegen die gesamten Einkünfte der deutschen Besteuerung. Hierzu gehören Einkommen aus selbstständiger beziehungsweise nicht selbstständiger Arbeit, Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb beziehungsweise auch aus land- und forstwirtschaftlichen Betrieben aber auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, aus Kapitalerträgen und sonstige Einkünfte. Für den Fall, dass auch ein anderer Fiskus Anspruch erhebt, so richten sich die genauen Regelungen nach dem vorliegenden Doppelbesteuerungsabkommen.


Verwandte Themen: Beschränkte Steuerpflicht, Unbeschränkte Steuerpflicht

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Grenzgänger

Als Grenzgänger bezeichnet man jene abhängig Beschäftigte welche ihren Wohnsitz in einem Grenzbezirk zwischen zwei Staaten haben und in einem Staat arbeiten und im anderen Fiskus leben. Zur Besteuerung herangezogen wird der Wohnsitzstaat. Wenn ein Mitarbeiter in der Schweiz lebt, aber ausschließlich in Deutschland arbeitet, gilt die beschränkte Steuerpflicht in Deutschland. Werten die Einnahmen mindestens 90 Prozent, kann von der Steuerpflicht abgewichen werden. Dies nennt sich Grenzpendlerregelung. Die in Deutschland verdienten Einkünfte dürfen nicht mehr als 6136 bei Ledige Steuerpflichtigen und 12272 bei Verheiratenden betragen. Der Antrag wird beim zuständigen Finanzamt gestellt. Diese Regelung ist in der Regel vorteilhafter, denn Steuerpflichtige können Werbungskosten, außergewöhnlichen Belastungen und Sonderausgaben geltend machen. Sollten der Wohnsitz und der Arbeitsort nicht in diesem Grenzbezirk liegen, kann die Grenzpendlerregelung nicht angewandt werden. Bei Doppelbesteuerung gilt als Grenzzone 20 km beziehungsweise 30 km. Sollte nach eingehender Prüfung keine Pendlerregelung greifen, kommt der Tätigkeitsstaat in den Genuss der Besteuerung.


Verwandte Themen: Freistellungsbescheinigung, Beschränkte Steuerpflicht, Unbeschränkte Steuerpflicht

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Grenzpendlerregelung

Steuerpflichtige, welche in einem Staat wohnen und in einem anderen Fiskus arbeiten, können unter die Grenzpendlerregelung fallen. Es gilt jedoch, bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Wohnt ein Arbeitnehmer beispielsweise in der Schweiz und arbeitet einzig in Deutschland, unterliegt dieser der beschränkten Steuerpflicht in Deutschland. Erwirbt der Arbeitnehmer nahezu sein gesamtes Einkommen in Deutschland, greift die Grenzpendlerregelung. Bei mehr als 90-prozentiges Einkommen aus Deutschland und Einkünften welche nicht aus Deutschland stammen (mehr als 6136 Euro bei Ledige Personenn und 12272 Euro bei Verheiratete Steuerpflichtigen) gilt die Grenzpendlerregelung. Beim zuständigen Finanzamt kann hierfür ein Antrag gestellt werden. Vorteilhaft ist bei dieser Regel die unbeschränkte Steuerpflicht, denn in diesem Fall können Werbungskosten, außergewöhnlichen Belastungen und Sonderausgeben geltend gemacht werden. Wenn der Wohnsitz und der Arbeitsort außerhalb jedes Grenzbezirkes liegt, tritt keine Grenzgängerregelung in Kraft. Im Doppelbesteuerungsabkommen gilt als Grenze ein Umkreis 20 km und 30 km von der jeweiligen Landesgrenze. Es ist zu prüfen, welches Doppelbesteuerungsabkommen angewandt werden könnte und wie der Grenzbezirk liegt. Kann die Grenzpendler Regelung nicht greifen, so liegt die Besteuerung meist im Tätigkeitsstaat.


Verwandte Themen: Freistellungsbescheinigung, Beschränkte Steuerpflicht, Unbeschränkte Steuerpflicht

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Grund und Boden

Grundstücke werden zur steuerlichen Bewertung in Gebäude und Grund und Boden aufgeteilt.
Gebäude unterliegen regelmäßig einer Wertminderung und können daher auch abgeschrieben werden. Im Gegensatz dazu unterliegt Grund und Boden keiner Wertminderung und darf somit auch nicht abgeschrieben werden.


Verwandte Themen: Abschreibung / linear, Gebäudeabschreibung, Grundstückumsätze

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Grunderwerbsteuer

Eine Grunderwerbssteuer wird immer dann fällig, sobald es beim Erwerb eines jeden Grundstückes zu einem Wechsel des Eigentümers kommt. Dabei ist genau festgelegt, welche Erwerbsformen der Grunderwerbssteuer unterliegen. Dies wurden neben Grundstückskäufen auch der Tausch von Grundstücken, der Übergang von Grundstücken infolge eines Gesellschaftsvertrages sowie die Übertragung von Anteilen einer Personengesellschaft die über eigenen Grundbesitz verfügt. Ebenfalls wird bei Auflösung einer Gesellschaft beziehungsweise auch bei einer Enteignung die Grunderwerbssteuer fällig.
Kommt es zu einem Erwerb von Grundstücken zwischen Ehegatten, wird dafür keine Grunderwerbssteuer fällig. Dies gilt auch bei Geschäften zwischen in Personen, die in gerader Linie miteinander verwandt wurden. Ebenfalls von einer Grunderwerbssteuer befreit ist der Kauf jedes zum Nachlass gehörenden Grundstückes durch einen Teilerben sowie der Kauf von Grundstücken mit einem Wert von weniger als 2.500 Euro.
Die ergibt sich in der Regel aus dem bezahlten Kaufpreis. Liegt kein Kaufpreis vor, so gilt der Wert des Grundstücks als Bemessungsgrundlage. Von dieser wird eine Grunderwerbssteuer in Höhe von 3,5 Prozent erhoben. Das Grundstück kann erst dann ins Grundbuch eingetragen werden, sobald die zu zahlende Grunderwerbssteuer bezahlt wurde. Die aus der Grunderwerbssteuer erzielten Einnahmen fließen komplett dem jeweiligen Bundesland zu.


Verwandte Themen: Grundstückumsätze

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Grundlagenbescheid

Als Teil des gesamten Steuerverfahrens löst ein Grundlagenbescheid noch keinerlei Zahlungsverpflichtung bezüglich einer eventuell existierenden Steuerschuld aus. In einem Grundlagenbescheid erfolgt beispielsweise die Zertifizierung eines Vertrages zur Altersvorsorge oder die Anerkennung eines jeden Schwerbehindertenstatus. Der Grundlagenbescheid darf bei Unstimmigkeiten gemäß den gesetzlichen Bestimmungen angefochten werden.


Verwandte Themen: Folgebescheid

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Grundsteuer

Die Grundsteuer wird auf sämtlichen Grundbesitz erhoben, der sich im Inland befindet. Zum Grundbesitz zählen land- und forstwirtschaftliche Betriebe, betriebliche und private Grundstücke, Erbbaurechte und auch Wohneigentum und Gebäude, die auf fremdem Grund und Boden stehen. Was die steuerliche Bemessungsgrundlage betrifft, muss zwischen verschiedenen Fällen unterschieden werden. Für Grundbesitz in den alten Bundesländern gilt ein Einheitswert nach den Wertverhältnissen von 1964. Für Grundbesitz in den neuen Bundesländern wird dagegen der Einheitswert von 1935 herangezogen. Befinden sich land- und forstwirtschaftliche Betriebe in den neuen Bundesländern gilt wieder der Einheitswert von 1964. Für Mietwohnungen, die vor dem Jahre 1991 in den neuen Bundesländern erbaut wurden, gilt eine Ersatzbemessungsgrundlage, die sich nach Wohn- und Nutzfläche richtet. Bei Körperschaften des öffentlichen Rechts und auch bei gemeinnützlichen Körperschaften kann es unter gewissen Grundlagen zu einer Befreiung von der Grundsteuer kommen.
Ermittelt wird die Grundsteuer immer in zwei Schritten. Dabei wird zunächst durch das Finanzamt der Steuermessbetrag festgesetzt. Zur Festsetzung wird dabei der Einheitswert oder der Ersatzwirtschaftswert verwendet. In einem zweiten Schritt wird von der Gemeinde, in der sich der Grundbesitz befindet, auf den Steuermessbetrag ein Hebesatz genutzt und daraus die Grundsteuer festgelegt.



Nützliche Hinweise

Für Immobilien, die leer stehen und sich in einer strukturell schwierigen Gegend befinden, darf die Grundsteuer erlassen werden.


Verwandte Themen: Grunderwerbsteuer

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Grundstück

Laut dem Bewertungsgesetz wird als Grundstück jede Wirtschaftseinheit des Grundvermögens beschrieben. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen unbebauten und bebauten Grundstücken. Befindet sich auf einem Grundstück kein nutzbares Gebäude, so handelt es sich um ein unbebautes Grundstück. Erst wenn ein Gebäude bezogen werden kann startet auch die Benutzbarkeit. Sobald den Bewohnern oder anderen Benutzern die Nutzung des Gebäudes zugemutet werden könnte, wird dieses als bezugsfertig angesehen. Somit sind auch Grundstücke als unbebaut, dessen Gebäude aufgrund von Zerstörung oder Zerfall nicht mehr verwendet werden können. Im Gegensatz dazu werden Grundstücke mit nutzbaren Gebäuden als bebaut beschrieben. Sofern ein geplantes Gebäude in bestimmten Bauabschnitten errichtet wird, sind nur die bezugsfertigen Teile als nutzbar anzusehen. Bei der Bewertung von Grundstücken werden verschiedene Grundstücksarten unterschieden. Neben Mietwohngrundstücken gibt es Geschäftsgrundstücke, Einfamilienhäuser, gemischt verwendete Grundstücke, Mehrfamilienhäuser und weitere. Abhängig von der Art des Grundstückes kann das Ertragswertverfahren oder aber das Sachwertverfahren zum Einsatz kommen. Im Falle, dass Betriebsgrundstücke veräußert werden, müssen die Gewinne dem gewerblichen Gewinn angerechnet werden. Sollten Grundstücke hingegen privat veräußert werden, wird der steuerpflichtige Veräußerungsgewinn lediglich innerhalb der Spekulationsfrist, welche 10 Jahre beträgt, fällig.


Nützliche Hinweise

Sollten privat mehr als drei bebaute Grundstücke in der Zusammenfassung von fünf Jahren veräußert werden, besteht für den Besitzer die Gefahr, laut Finanzamt als betrieblicher Grundstückshändler angesehen zu werden. In diesem in Verbindung wären Gewinne stets steuerpflichtig. Weiterhin kann ein betrieblicher Grundstückshandel angenommen werden, falls ein Grundstück nicht für den privaten Zweck, sondern ausschließlich mit de Erwartung gekauft wird, es nach der Bebauung zu verkaufen.


Verwandte Themen: Abbruchkosten

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Grundstücksvermietung

Sofern bei der Vermietung von Grundstücken Einnahmen zu Buche schlagen, ist hierauf keine Umsatzsteuer aufzuschlagen. Allerdings darf ein Unternehmer wählen, ob er auf diese Regelung verzichtet und doch Umsatzsteuer verlangt. Hierdurch wäre ihm der Vorsteuerabzug möglich. Werden jedoch beispielsweise Wohn- oder Schlafräume beziehungsweise Campingplätze kurzfristig vermietet, darf von der Steuerbefreiung kein Gebrauch gemacht werden.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Grundstückumsätze

Umsätze, die durch Grundstücke zu Buche schlagen, werden als Grundstücksumsätze benannt. Diese sind grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit. Allerdings besteht eine Option zur Umsatzsteuerpflicht. Sollte diese bei einem Unternehmer greifen, muss auf das Entgelt für das betreffende Grundstück Umsatzsteuer erhoben werden. Dazu muss der Leistungsempfänger das Grundstück allerdings selbst nutzen, um Umsätze zu erzielen, bei denen ein Vorsteuerabzug erhoben wird. Die Notwendigkeiten dazu müssen vom Unternehmer nachgewiesen werden. Durch die Umsatzsteueroption wird auch der Vorsteuerabzug ermöglicht. Sollte ein Grundstück nur teilweise umsatzsteuerpflichtig vermietet werden, darf auch nur für diesen Teil die Vorsteuer erhoben werden. Durch eine sachgerechte Schätzung lassen sich die nicht abziehbaren Beträge ermitteln. Jeder Empfänger, der eine steuerpflichtige Werklieferung oder eine andere steuerpflichtige Leistung in zusammen mit einem Grundstück in Anspruch nimmt, muss laut § 14b Abs. 1 Satz 1 UStG Rechnungen und Zahlungsbelege aber auch andere beweiskräftige Unterlagen über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren aufbewahren. Das gilt allerdings nur, falls die Leistungen für den Bereich benutzt werden, der nichtunternehmerisch geführt wird. Sollten die Leistungen hingegen für den unternehmerischen Bereich verwendet werden, sind die Aufbewahrungspflichten gemäß § 14b Abs. 1 Satz 1 UStG. Bei Verstoß gegen die Aufbewahrungspflicht handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Eine solche Ordnungswidrigkeit könnte laut Gesetz mit einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 500 Euro geahndet werden.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Grundstücksverkäufe

Bei einem privaten Grundstücksverkauf ist die Spekulationsfrist zu beachten. Der erzielte Veräußerungsgewinn (Spekulationsgewinn) erfolgt bei Veräußerung einer Immobilie bis zu 10 Jahre nach dem Erwerb. Wird die Immobilie beispielsweise nach 9 Jahren wieder verkauft, ist der gesamte Gewinn zu versteuern. Bankspesen, Maklercourtage beziehungsweise Kreditzinsen sind in diesem Fall Werbungskosten und reduzieren den steuerpflichtigen Gewinn. Die Immobilie muss nicht versteuert werden, sobald der Eigentümer bei der Veräußerung und auch bis zu 2 Jahre zuvor selbst benutzt hat. Keine Mindestpflicht gilt, wenn der Eigentümer ab Kauf oder Fertigstellung des Neubaus diese selbst bewohnt hat. Im Betriebsvermögen gehaltene Grundstücke (Immobilien) zählen die Gewinne zum steuerpflichtigen Unternehmergewinn dazu. Der Verkaufswert kann den Firmensgewinn mindern beziehungsweise erhöhen. Wie Grundstücksentnahmen aus dem Betriebsvermögen zu behandeln wurden, regelt das BMF-Schreiben vom 07.02.2007.


Nützliche Hinweise

In aller Regel werden Immobilien mit Gewinn verkauft, folglich sollen sie nicht im Betriebsvermögen gehalten werden. Eine Verpachtung zumeist wäre eine sinnvollere Lösung.


Verwandte Themen: Grundstückumsätze

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Gründungshöchstbetrag

Jede Stiftung, die gegründet wird, benötigt ein gewisses Kapital. In der Regel übermittelt der Stifter ein festgelegtes Vermögen auf die Stiftung. Bei der Einkommenssteuer besteht für den Stifter die Möglichkeit, einen Spenden-Betrag bis zu 307.000 Euro geltend zu machen. Von Gesetzeswegen wird dieser Wert auch als Gründungshöchstbetrag beschrieben. Bei der Einkommenssteuer kann der Betrag sowohl im Jahr der Gründung, wie auch in der Zusammenfassung von neun Jahren nach der Gründung, berücksichtigt werden. Laut Gesetz lässt sich dieser Gründungshöchstbetrag ausschließlich bei der Gründung von einer Stiftung steuermindernd einsetzen. Damit die Zuwendung auch auch wirklich berücksichtigt werden kann, muss sie innerhalb von einem Jahr nach der Neugründung der Stiftung zugeführt werden. Wahlweise könnte der Stifter den Gründungshöchstbetrag in einem Jahr zu 100% von der Steuer absetzen, und aber innerhalb von neun Jahren, jährlich zu jeweils 10%, somit 30.700 Euro pro Jahr, angeben. Neben dem Gründungshöchstbetrag könnte sich auch der normale Spendenabzug und der Abzug von einem Stiftungshöchstbetrag steuermindernd auswirken. Alle Beträge müssen als Sonderausgaben aufgelistet werden.


Verwandte Themen: Spenden, Stiftungshöchstbetrag

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Güterstand

Im Falle, dass kein Ehevertrag geschlossen wurde, der etwas anderes regelt, leben Ehepartner im bürgerlich-rechtlichen Güterstand einer Zugewinngemeinschaft. Abweichend davon können die Ehepartner auch die Gütertrennung vereinbaren. Die Zugewinngemeinschaft endet durch Scheidung und mit dem Tod jedes Partners. Falls ein Ehepartner stirbt und der Zugewinn nicht durch eine Vermögensübertragung zu Lebzeiten ausgeglichen worden ist, wird der entsprechende Ausgleichsbetrag nicht von der Erbschaftsteuer belastet. Dasselbe ist der Fall, wenn die Zugewinngemeinschaft durch Scheidung beendet wird; dann ist für den Ausgleichsbetrag keine Schenkungsteuer zu entrichten. In die Zugewinngemeinschaft eingebrachtes und später erworbenes Vermögen der Ehepartner wird durch die Heirat und zum Erwerbszeitpunkt nicht zu ihrem gemeinschaftlichen Vermögen. Vielmehr wird das Vermögen jedes jeden Ehegatten von diesem selbst in eigener Regie verwaltet. Dabei sind für beide Ehepartner gewisse Verfügungsbeschränkungen, sodass nicht ein Ehegatte allein über einzelne Haushaltsgegenstände oder über das Gesamtvermögen verfügen könnte.


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Handelsmakler

Alljene, die als Geschäftszweck Waren, Versicherungen, Wertpapiere oder andere Gegenstände im Handelsverkehr von anderen Unternehmen vermitteln, bezeichnet man in der Praxis als Handelsmakler. Handelsmakler haben keine vertragliche Verpflichtung zur ständigen Vermittlung. Im Gegensatz dazu gibt es den Handelsvertreter, der als selbstständiger Gewerbetreibender betrachtet wird und durch ein Vertragsverhältnis mit der ständigen Vermittlung von Waren anderer Unternehmen beschäftigt wird. Handelsmakler arbeiten für einen Maklerlohn. Die an der Transaktion beteiligten Parteien bestimmen vorher gemeinsam die Methode, welche für die Zahlung des Maklerlohns herangezogen wird. Sollte man sich nicht vorher über die Zahlung einigen, müssen sich die Parteien den Maklerlohn teilen. Statusbedingt ist der Handelsmakler für jeden Schaden, der durch seine Tätigkeit entsteht, haftbar zu machen. Der Handelsmakler darf aufgrund fehlender Inkassovollmacht weder Zahlungen noch andere Leistungen entgegennehmen. Ebenso wie ein Handelsvertreter ist auch der Handelsmakler gewerblich tätig und ist daher gewerbesteuerpflichtig. Für die Gewinnermittlung steht dem Handelsmakler offen, ob er dafür die Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder den Betriebsvermögensausgleich wählt.

Den rechtlichen Status eines Handelsmaklers definiert das Handelsgesetzbuch:



Handelsgesetzbuch


§ 93

(1) Wer gewerbsmäßig für andere Personen, ohne von ihnen auf Grund eines Vertragsverhältnisses ständig damit betraut zu sein, die Vermittlung von Verträgen über Anschaffung oder Veräußerung von Waren oder Wertpapieren, über Versicherungen, Güterbeförderungen, Schiffsmiete oder sonstige Gegenstände des Handelsverkehrs übernimmt, hat die Rechte und Pflichten eines Handelsmaklers.

(2) Auf die Vermittlung anderer als der bezeichneten Geschäfte, insbesondere auf die Vermittlung von Geschäften über unbewegliche Sachen, finden, auch wenn die Vermittlung durch einen Handelsmakler erfolgt, die Vorschriften dieses Abschnitts keine Anwendung.

(3) Die Vorschriften dieses Abschnittes finden auch Anwendung, wenn das Unternehmen des Handelsmaklers nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert.

Quelle: Handelsgesetzbuch (HGB)



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Handelsvertreter

Ein Handelsvertreter gehört nicht zu den Freiberuflern. Infolge dessen unterliegt er der selbstständigen Tätigkeit und ist somit gewerbesteuerpflichtig, da er Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb erwirtschaftet. Mit einer Einahmen-Überschuss-Rechnung und mit einem Betriebsvermögenvergleich lassen sich die Gewinne jedes Gewerbebetriebs berechnen. Der Gewerbetreibende kann zwischen dem Betriebsvermögenvergleich und der Einnahme-Überschuss-Rechnung wählen, sobald nicht aufgrund der gewählten Rechtsform eine Verpflichtung zu einer Bilanzaufstellung und andere gesetzliche vorgeschriebene Größen wie beispielsweise erzielte Einnahmen, erzielten Gewinn beziehungsweise die Anzahl seiner Mitarbeiter eine Bilanz erforderlich machen. Für Kleinstgewerbetreibende bietet sich die Einnahme-Überschuss-Rechnung an, wobei die Aufstellung einer Bilanz und die Inventarisierung wegfallen. Gewerbebetriebe stellen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben nach dem Zuflussprinzip und dem Abflussprinzip gegenüber und berechnen so den Gewinn bzw. den Verlust. Des Weiteren muss in der Gegenüberstellung eruiert werden, welche Einkünfte als Betriebseinnahmen und welche Kosten als Betriebsausgaben erklärt werden. Abschreibungen gehören klar zu den Betriebseinnahmen. Anlagen sowie GWG's (geringfügige Vermögenswerte), welche nicht im laufenden Geschäftsjahr 100 Prozent abgeschrieben werden können, werden jährlich gewinnmindernd als Betriebsausgaben in Anrechnung gebracht.


Verwandte Themen: Freiberufler

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Handykosten

Wenn ein Arbeitnehmer ein dienstliches Mobiltelefon auch privat verwendet, dann ist der daraus folgende Kostenvorteil für ihn steuerfrei. Benutzt er allerdings sein privates Mobiltelefon auch für dienstliche Zwecke, so hat er diesen Nutzungsanteil nachzuweisen. Seit dem 1. Januar 2002 ist dieses Verfahren deutlich leichter, denn inzwischen muss der Handy-Nutzer nur noch die dienstlich bedingten Kosten für einen Zeitraum von drei Monaten nachweisen. Diese Kosten können anschließend für den gesamten Veranlagungszeitraum zu Grunde gelegt werden.
Der dafür notwendige Einzelnachweise besteht aus den folgenden Bestandteilen: Gesprächstag, Zielort, Teilnehmer des Gesprächs, Gesprächsdauer und Gesprächsgebühren. Ohne diesen Einzelnachweis erkennt das Finanzamt pauschal 20 Prozent, jedoch bis zu 20 Euro pro Monat als Werbungskosten an. Generell gehören zu den Telefonkosten: Grundgebühren, Kosten für Gespräche, Anschlussgebühren und auch Kosten für die Geräte. Diese Telefonkosten dürfen beim Abzug der Werbungskosten berücksichtigt werden. Gibt es jedoch eine Kostenerstattung durch den Arbeitgeber, dann sind lediglich die Gesprächsgebühren zu berücksichtigen.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Hausanschlusskosten

Unter dem Begriff Hausanschlusskosten werden alle anfallenden Gebühren zusammengefasst, die dafür anfallen, dass das Gebäude mit Ver- und Entsorgungsleitungen versehen wird. Darunter fallen auf der Seite der Versorgung neben dem Strom auch Gas, Wasser sowie Fernwärme. Die Hausanschlusskosten wurden zu unterscheiden von den Erschließungskosten. Letztere kommen zum Tragen, um die Ver- und Entsorgung bis an das Grundstück heranzuführen. Die Grundstückseigentümer können von den Kommunen an diesen Kosten beteiligt werden. Während die Erschließungskosten zu den geradewegsen Anschaffungskosten gerechnet werden, zählen die Hausanschlusskosten steuerlich zu den nachträglich anfallenden Kosten des Erwerbs von Immobilien.
Wird ein Gebäude später saniert und etwa eine Öl- und Gasheizung eingebaut, für die erst ein Hausanschluss geschaffen werden muss, werden die Hausanschlusskosten zu einem Bestandteil der Modernisierungskosten.


Verwandte Themen: Gebäudeabschreibung, Erhaltungsaufwand

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Haushaltfreibetrag

Im Falle, dass eine ledige Person uneingeschränkt steuerpflichtig ist, Anspruch auf Kindergeld hat und ihr ein Kinderfreibetrag zusteht, wird ein Haushaltsfreibetrag gewährt. Außerdem muss das Kind in der Wohnung des Steuerpflichtigen offiziell gemeldet sein und einen Wohnsitz dort haben. Der Haushaltfreibetrag hat eine Höhe von 2.340 Euro. Auch Großeltern, welche alle genannten Voraussetzungen erfüllen, können den Freibetrag erhalten. Ist das Kind jedoch bei mehreren Steuerzahlern gemeldet und somit kein alleiniger ständiger Wohnsitz feststellbar, steht der Mutter der Haushaltfreibetrag zu. Die Mutter hat dann allerdings das Recht, eine offizielle Zurechnung bei einem Großelternteil oder beim Vater des Kindes zu erwirken. Ab 2002 gilt: Bereits 2001 mussten alle Voraussetzungen für die Freibetrags-Gewährung vorhanden gewesen sein, um ihn noch bewilligt zu bekommen. Ein Beschluss des Bundesrates vom April 2002 hebt diese Regelung allerdings wieder auf. Rückwirkend zum 01. Januar 2002 besteht entsprechend, unter den erwähnten Grundlagen, ein uneingeschränkter Anspruch. 2004 erfolgt die Streichung des Haushaltfreibetrages. Er wird per Gesetz und mit sofortiger Wirkung durch den Entlastungsbetrag ersetzt. Diesen gewährt der Staat Alleinerziehenden, deren jüngstes Kind das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und er beträgt 1.308 Euro. Die Zuerkennung des Entlastungsbetrages erfolgt nur dann, wenn der Steuerpflichtige in häuslicher Gemeinschaft mit dem Kind lebt und die Wohnung für beide Personen deren Hauptwohnsitz darstellt. Eine Übertragung auf Großeltern und den anderen Elternteil ist nicht mehr möglich. Lebt der Alleinerziehende zusätzlich mit einer anderen Person, als dem minderjährigen Kind in einer Lebensgemeinschaft, entfällt der Anspruch auf Entlastungsfreibetrag.


Verwandte Themen: Familienzuschläge

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Haushaltshilfe

Zahlungen, die durch die Inanspruchnahme einer Haushaltshilfe entstehen, können bis zu einem jährlichen Betrag von 624 Euro als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Hierfür müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Erste Bedingung ist, dass der Steuerpflichtige bzw. der nicht in dauerhafter Trennung von ihm lebende Gatte das 60. Lebensjahr bereits vollendet hat. Die Hilfe muss entweder aufgrund einer Erkrankung des Steuerpflichtigen, seiner nicht dauerhaft getrennt lebenden Ehegatten beziehungsweise eines im selben Haushalt lebenden Kindes benötigt werden.
Der jährliche Höchstbetrag erhöht sich falls der Steuerpflichtige bzw. der nicht in dauerhafter Trennung lebende Ehegatte und ein im Haushalt lebendes Kind schwer behindert und in einer anderen Form hilflos ist. Dies gilt, auch falls bei einer unterhaltsberechtigten Person eine schwere Behinderung und auch eine andere Hilflosigkeit vorliegt. Von einer schweren Behinderung spricht man immer dann, falls der Grad der Behinderung mindestens 45 Prozent beträgt.


Nützliche Hinweise

Der Bundesfinanzhof hat festgelegt, dass auch eine durch die Partnerin gegen Entgelt durchgeführte Pflege eines jeden schwerbehinderten Steuerpflichtigen als außergewöhnliche Belastung gilt.


Verwandte Themen: Außergewöhnliche Belastung

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Hauswirtschaftliches Beschäftigungsverhältnis

Von 1990 bis 2001 hatten Steuerpflichtige die Möglichkeit Aufwendungen, welche bei der Anstellung eines hauswirtschaftlichen Beschäftigungsverhältnisses entstanden wurden, steuerlich geltend zu machen. Der maximale anzugebende Wert wurde 1997 von 12.000 DM auf 18.000 DM erhöht. Zum 31.12.2001 ist diese Regelung jedoch ohne Ersatz weggefallen.
Die bis 2001 geltenden Regelungen sahen vor, dass die Aufwendungen für ein hauswirtschaftliches Beschäftigungsverhältnis immer dann in Abzug gebracht werden konnten, wenn für Angestellte die Pflichtbeträge in die gesetzliche Rentenversicherung einüberwiesen wurden. Daraus ergab sich, dass der ausgezahlte Lohn über 630 DM liegen musste. Steuerlich begünstigt wurden hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie das Zubereiten von Mahlzeiten, Reinigen der Wohnung, Waschen der Wäsche oder die Pflege des Gartens.
Betrugen die jährlichen Zahlungen mehr als 18.000 DM, so konnte der die Grenze übersteigende Betrag als Sonderausgaben angegeben werden. Für Angestellte, welche nur monatlich beschäftigt waren, galt ein Maximalbetrag von 1.500 DM, welcher als Sonderausgabe pro Monat angegeben werden konnte.


Verwandte Themen: Haushaltshilfe

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Härteausgleich

Sollten die eigenen Einkünfte (mit Ausnahme des regulären Arbeitslohns) bestimmte Grenzwerte nicht übersteigen, darf ein Härteausgleich (oft auch: Freigrenze) geltend gemacht werden. Von der Freigrenze darf der Altersentlastungsbetrag abgezogen werden, sollte dieser 40 Prozent des Arbeitsentgelts (ohne Bezüge für die Versorgung) übersteigen. Der Härteausgleich verdoppelt sich bei gemeinsam veranlagten Eheleuten. Maximal liegt der Härteausgleich bei 410 Euro und verringert sich stufenweise. Diese Verringerung hängt von der Höhe der Einkünfte ab.


Verwandte Themen: Zuwendung

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Heiratsbeihilfe

Heiratsbeihilfe ist eine aufgrund der Hochzeit gewährte einmalige Zuwendung in Geld oder Sachwerten. In der Lohn- und Einkommensteuer waren Heiratsbeihilfen bis zum Betrag von 315 Euro bis Ende 2005 steuerfrei, sofern die Heiratsbeihilfen frühestens drei Monate vor und spätestens drei Monate nach der Heirat gegeben wurden, auch wenn das neben der Geburtsbeihilfe erfolgte. Bei höheren Heiratsbeihilfen unterlag nur der 315 Euro übersteigende Betrag der Einkommen- oder Lohnsteuer, dies wurde geregelt in § 3 Nr. 15 EStG bis 2005. Diese Regelung wurde mit Wirkung zum 01. Januar 2006 aufgehoben. Arbeitgeber konnten also bis zum 01.01.2006, wenn ein Angestellter Hochzeit hatte, dafür eine Beihilfe gewähren, wobei diese Zuwendung sowohl in Form eines Geldbetrages wie auch als Sachwert möglich war. Mit Inkrafttreten des Gesetzes zum Einstieg in ein steuerliches Sofortprogramm wurde diese Art der Beihilfe jedoch ohne Ersatz gestrichen.
Die Heiratsbeihilfe sah vor, dass eine Zahlung von maximal 315 Euro steuerfrei gewährt wurde. Bis zum 31. Dezember 2003 lag der Höchstbetrag bei 358 Euro. Das Recht auf eine steuerfreie Heiratsbeihilfe stand grundsätzlich beiden Ehepartnern zu, was auch dann galt, wenn diese bei der gleichen Firma beschäftigt waren. Ehepartner, die bei mehreren Arbeitgebern arbeiteten, konnten diesen Betrag auch mehrmals bekommen.
Beihilfen sind nicht nur für die Hochzeit, sondern können zusätzlich für andere Anlässe möglich sein. So gibt es Beihilfen für Krankheit- oder Unfälle, die in der Höhe jedoch dem Anlass angepasst sein sollten. Für vom Angestellten gezahlte Beihilfen für Tod, Krankheit oder Unfall sind bis 600 Euro jährlich steuerfrei.



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Herstellerleasing

Die entgeltliche Überlassung von Waren wird als Leasing beschrieben. Eine grundlegende Rolle spielt, welchem von beiden Partnern (Leasing-Nehmer beziehungsweise Leasing-Geber) die Ware zugerechnet werden muss. Die Zuteilung erfolgt aufgrund des bestehenden Vertrages. Leasingverträge werden in 3 Formen unterschieden: Das Operatingleasing, das Finanzleasing und das Spezialleasing. Das Herstellerleasing findet zum Beispiel Anwendung bei Vermietung von Gütern seitens der Hersteller. Dieses Leasingverfahren darf zwei Gruppen zugeordnet werden: Entweder dem Operatingleasing beziehungsweise dem Finanzierungsleasing. Eine Operatingleasing definiert sich wie folgt: Hierbei handelt es sich um normale Mietverträge in denen der Leasing-Geber die Versicherungskosten, und auch die Reparatur- und Wartungskosten übernimmt. Beiden Vertragsparteien können kurzfristig den Vertrag kündigen. Das geleaste Produkt kann vom Leasing-Nehmer ohne weitere Verpflichtungen jederzeit zurückgegeben werden. Finanzierungsleasing wird in Vollamortisationsverträgen und Teilamortisationsvertagen unterteilt. Die Ware wird für einen bestimmten Zeitraum und für eine bestimmte feste Rate dem Leasings-Nehmer überlassen. Der Vertrag darf nicht während des Grundzeitraums gekündigt werden. Der Leasing-Nehmer ist in Haftung zunehmen bei Diebstahl und Zerstörung des Produktes. Bei Leasing-Beginn wird entweder ein hoher Einmalbetrag oder eine höhere Erstleasingrate bezahlt.


Verwandte Themen: Finanzierungsleasing, Operatingleasing, Immobilienleasing

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Herstellungsaufwand bei Gebäuden

Nach erfolgreicher Fertigstellung, Renovierung, Sanierung eines Gebäudes bzw. eines jeden Anbaues an einem Gebäude wird der neue Wert des Gebäudes taxiert. Dies nennt sich Herstellungsaufwand an Gebäuden. Solche Kosten können sowohl Materialkosten wie auch Dienstleistungen sein. Der Bau gilt als erweitert, wenn er aufgestockt oder angebaut wird. Auch eine Erweiterung von Grund und Boden könnte sich der Wert des Hauses erhöhen. Eine Renovation und eine Sanierung muss aber den Gebrauchswert deutlich erhöhen und das Gebäude muss über einen großen Zeitraum hinweg weiter zu nutzen sein. Einzelne Baumaßnahmen müssen mindestens einen Nettowert von 2100 Euro betragen. Somit gilt der Aufwand als Erhaltungsaufwand.


Verwandte Themen: Erhaltungsaufwand, Gebäudeabschreibung

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Honorar

Honorare wurden Bestandteil des zu versteuernden Arbeitslohnes, sofern dem eine Leistung zugrunde liegt, welche mit einem Dienstverhältnis in zusammen zu bringen ist.
Wird ein Honorar für Leistungen bezahlt, die außerhalb eines jeden dienstlichen Verhältnisses erbracht werden, so handelt es sich dabei um Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit.


Nützliche Hinweise

Das Honorar, welches für eine bestimmte Leistung ausgezahlt wird, welche zu den Dienstaufgaben des Mitarbeiters gehört. Laut einem Urteil des Bundesfinanzhofes vom 20. Dezember 2000 gehört ein Beraterhonorar, dass für Beratungen im Zuge einer Veräußerung des Betriebes vergeben wurde, zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Maßgeblich für das Urteil war die Tatsache, dass der Berater gegenüber dem Firmen in einem Dienstverhältnis stand, als er für dasselbe beratend tätig wurde.


Verwandte Themen: Zuwendung

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Ich-AG

Seit dem 01.01.2003 wird mit der ICH-AG eine Vorstufe zur Selbstständigkeit besonders gefördert. Mitarbeiter, welche zur Beendigung ihrer Arbeitslosigkeit eine selbstständige Arbeit aufnehmen werden durch das Arbeitsamt mit einem Existenzgründungsbeschuss und vielen weiteren Vergünstigungen belohnt. Die Höhe des Existenzgründungszuschusses staffelt sich, wobei zu Beginn der Selbstständigkeit im ersten Jahr 600 Euro monatlich überwiesen werden. Im folgenden Jahr erhält der Existenzgründer 360 Euro um anschließend noch ein Jahr 240 Euro pro Monat. Der Zuschuss ist steuerfrei und wird höchstens 3 Jahre gewährt. Zusätzlich wurden noch die Leistungen von der gesetzlichen Rentenversicherung aber auch der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung.


Verwandte Themen: Einkünfte aus selbstständiger Arbeit

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Idealverein

Die gesetzliche Grundlage für den Idealverein findet sich im Paragrafen 21 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Die Bezeichnung ergibt sich daraus, dass hier ideelle Interessen im Vordergrund stehen. Das heißt, ein Idealverein verfolgt keine wirtschaftlichen Ziele. Ob ein Idealverein als gemeinnützig angesehen werden kann, ist aus den Regelungen des Paragrafen 52 der Abgabenordnung zu entnehmen. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit führt dazu, dass einem Idealverein steuerliche Vorteile gewährt werden. Die Rechtsfähigkeit erlangt ein Idealverein unabhängig von der Einstufung gemeinnützig oder nicht gemeinnützig durch die Übernahme der Daten in das Vereinsregister. Das Vereinsregister wird als amtliches Verzeichnis bei den lokalen Amtsgerichten geführt. Erkennbar ist diese Eintragung bei einem Idealverein an dem Kürzel 'e.V.', das an den Namen des Vereins angehängt wird.



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Immobilien

Falls mit Immobilien Einkünfte aus Vermietung oder Verbachtung erzielt werden, sind unter bestimmten Voraussetzungen Steuervorteile zu erwarten. Grundvoraussetzung für eine beträchtliche Steuerersparnis ist auf jeden Fall die Immobilienvermietung zu beruflichen Zwecken. Hierbei werden in Zukunft zwar aller Wahrscheinlichkeit nach steuerpflichtige Einkünfte erwirtschaftet, in der Anfangsphase werden jedoch die negative Einkünfte durch die Zahlungen für alle notwendigen Um- und Ausbauarbeiten deutlich überwiegen. Achtung! Immobilien unterliegen in Deutschland einer sogenannten Spekulationsfrist. Diese beträgt derzeit 10 Jahre und ist besonders beim geplanten Verkauf zu berücksichtigen.


Nützliche Hinweise

Die Kosten für Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten erkennt der Staat gegen Ende der Vermietungsmaßnahmen oftmals nicht mehr als Werbungskosten an. Deshalb ist es ratsam, kurz vor dem Verkauf diesern Immobilie keine derartigen Arbeiten mehr durchzuführen. Auch bei sogenannten Luxusobjekten darf es durchaus Probleme geben. Falls nämlich in der Zusammenfassung der nächsten 30 Jahre keinerlei Überschuss erwirtschaftet werden kann, bleibt der Werbekostenabzug in den meisten Fällen verwehrt. Wird eine Immobilie mit dem Ziel der Vermietung errichtet und vor deren Fertigstellung ergeben sich derart große Mängel, dass der Käufer vom Vertrag zurücktritt, darf er alle Kosten, die im gemeinsam mit dem Rücktritt entstanden sind, als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Auch das Ansetzen von Abbruchkosten als Werbungskosten ist in bestimmten Fällen machbar, ebenso das Erlassen der Grundsteuer in strukturell schwierigen Lagen. Wird nach Fertigstellung einer Immobilie diese an umsatzsteuerpflichtige Personen vermietet, so kann die in den Errichtungskosten und sonstigen für den Bau notwendig gewordenen Aufwendungen enthaltene Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend gemacht werden.


Verwandte Themen: Eigenheimzulage, Grundstücksverkäufe, Mietverhältnis zwischen Angehörigen

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Immobilienleasing

Von Leasing ist dann zu sprechen, sobald eine Sonderform einer Überlassung entgeltlicher Natur von Wirtschaftsgütern durch den Leasing-Geber an einen Vertragspartner (den Leasing-Nehmer) vorliegt. Dabei ist für die steuerrechtliche Beurteilung wichtig, wem der beiden die Vermögenswerte zuzurechnen wurden. Entscheidend ist dabei die vertragliche Ausgestaltung des Leasings.
Generell werden Leasingverträge dabei nach Operatingleasing, Finanzierungsleasing und Spezialleasing unterschieden. Beim Immobilienleasing kommt allerdings nur der Typus des Finanzierungsleasings zum Einsatz. Dabei muss zwischen Vollarmortisations- und Teilarmortisationsverträgen unterschieden werden. Bei Vollarmortisationsverträgen wurden Grund und Boden dem Leasing-Geber zuzurechnen. Dies gilt für alle Vertragsarten ohne Optionsrecht, Kaufoption und Mietverlängerungsoption. Das Gebäude (bei einer Grundmietzeit von 40 bis 90 Prozent der Nutzungsdauer) ist ebenfalls dem Leasing-Geber zuzurechnen, sofern es kein Optionsrecht gibt. Die Ausnahme bildet die Mietverlängerungsoption: Auch hier erfolgt eine Zurechnung zum Leasing-Geber, wenn die Anschlussmiete bei wenigstens 74 Prozent der gewöhnlichen Miete liegen ist. Sollte bei einer Kaufoption der Kaufpreis dem linear abgeschriebenen Restbuchtwert (und alternativ: dem tieferen gemeinen Wert) entsprechen, ist das Gebäude ebenfalls dem Leasing-Geber zuzurechnen. Ist allerdings die Grundmietzeit geringer als 40 Prozent beziehungsweise länger als 90 Prozent der Nutzungsdauer, ist stets eine Zurechnung beim Leasing-Nehmer vorzunehmen.
Bei Teilarmortisationsverträgen ist das Gebäude stets dem Leasing-Geber zuzurechnen. Ausnahmen wurden Verträge mit Kaufoption, wenn die Grundmietzeit über 90 Prozent der Nutzungsdauer liegt oder der Kaufpreis den linearen Restbuchwert unterschreiten muss. Besteht eine Mietverlängerungsoption, ist das Leasing dem Leasing-Nehmer dann zuzurechnen, wenn die Grundmietzeit größer als 90 Prozent der Nutzungsdauer ist beziehungsweise falls die anschließende Miete nicht über 75 Prozent der gewöhnlichen Miete liegt.


Verwandte Themen: Finanzierungsleasing

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Incentive-Reisen

Von Incentive-Reisen spricht man dann, wenn einer Unternehmer seinen Arbeitnehmern oder aber einem Geschäftspartner eine Reise bezahlt. Zweck dieser Reise ist dabei eine Belohnung für die geleistete Arbeit, Motivation für die Zukunft und die Förderung guter gemeinsamarbeit. Dabei bestimmt der Betrieb, der die Reise bezahlt, welches Ziel diese hat, wo Unterkunft bezogen wird und mit welchen Verkehrsmitteln (Bus, Zug, Flugzeug, Schiff) diese erfolgt. Die Reise dient nur touristischen Zwecken.
Wird die Reise einem abhängig Beschäftigte gewährt, dann ist diese eine Betriebsausgabe für den Arbeitgeber. Für den Mitarbeiter wird sie wie steuerpflichtiger Arbeitslohn behandelt. Alternativ könnte jedoch auch eine Lohnsteuerpauschalierung nach §40 Absatz 1 EStG gewählt werden. Geht ein Geschäftspartner auf Reisen, so wurden dessen Fahr- und Unterbringungskosten Betriebsausgaben. Erfolgt die Unterbringung allerdings in einem Gästehaus, das dem Unternehmen gehört, entstehen an dieser Stelle keine abzugsfähigen Betriebsausgaben. Bewirtungskosten wurden bis zu 80 Prozent abzugsfähig, im Falle, dass sind angemessen sein sollten und nachgewiesen werden können.
Sollte der Geschäftspartner die Reise erhalten, um dadurch Anknüpfung, Sicherung und Verbesserung der geschäftlichen Beziehungen sicherzustellen, so liegt in diesem Fall ein Geschenk vor, bei dem die Kosten für Fahrt und Unterkunft nicht abzugsfähig wurden. Die Kosten für die Bewirtung können allerdings wieder bis zu 80 Prozent abgezogen werden, insofern auch diese angemessen sein sollten und nachgewiesen werden. Unternehmer, die sich auf eine solche Reise machen, erhalten dadurch grundsätzlich eine Betriebseinahme, welche bei Antritt der Reise zu einer Entnahme führt.


Verwandte Themen: Geschenke, Reisekostenerstattung

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Industrieklub

Erstattet der Arbeitgeber einem Mitarbeiter Beiträge für dessen Mitgliedschaft in einem Industrieklub, so sind diese Mitgliedsbeiträge nicht Teil des steuerpflichtigen Arbeitslohns, vorausgesetzt, die Mitgliedschaft des Mitarbeiters in diesem Industrieklub ist ganz überwiegend durch betriebliches Interesse begründet.


Verwandte Themen: Mitgliedsbeiträge

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Instandhaltungsrücklage

Jede Wohneigentümergemeinschaft ist dazu verpflichtet, für die Instandhaltungsrücklage laufende Beträge zu entrichten. Die Eigentümerversammlung entscheidet durch einen Mehrheitsbeschluss über die Höhe der jeweiligen Zahlungen. Sollte das Eigentum verkauft werden, muss die Instandhaltungsrücklage in der Regel auf den Erwerber übertragen werden. Laut Wohneigentumsgesetz können die Rücklagen für die Instandhaltung erst mit der tatsächlichen Nutzung steuerlich, als Werbungskosten, angesetzt werden. Falls die Wohneigentümergemeinschaft Zinsen für die Instandhaltungsrücklage enthält, müssen diese als Kapitalvermögen angesetzt werden.


Verwandte Themen: Eigentumswohnung

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Internetkosten

Sofern private Internetkosten aufgrund beruflicher Notwendigkeit existieren, können diese in der Steuererklärung als Werbungskosten angesetzt werden. Zum Nachweis der entstanden Kosten muss eine dazugehörige Rechnung vorgelegt werden. Damit das Finanzamt keine Schwierigkeiten macht, empfiehlt sich das Führen eines 'Fahrtenbuches'. Darin ist zwingend erklärt werden, wann und wie lange, sowie für welchen Zweck das Internet beruflich benutzt wird. Sollte ein Arbeitnehmer das zur Verfügung gestellte Internet auch für private Zwecke nutzen, handelt es sich um eine steuerfreie Leistung.


Verwandte Themen: Computer/ Arbeitgebergeschenk, Werbungskosten / Vermieter

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Investitionszulage

Die Investitionszulage können Menschen erhalten, die in den neuen Bundesländern eine geförderte Investition vorhaben. Wurden bis 2004 auch Modernisierungsmaßnahmen für Miet- und eigengenutzte Wohnungen begünstigt, galt dies nach Inkrafttreten des Investitionszulagengesetzes ab dem 01.01.2005 nur noch für gewerbliche Investitionen des verarbeitenden Gewerbes sowie für produktionsnahe Services. Das Investitionszulagengesetz war gültig bis zum 31.12.2006.
Neben der Anschaffung und Eigenproduktion von neuen, verschleißbaren und beweglichen Wirtschaftsgütern gilt die Begünstigung auch für Erstellung und der Erwerb von neuen Gebäuden. Voraussetzung dabei ist, dass die erworbenen Wirtschaftsgüter dem Anlagevermögen angerechnet werden und mindestens für fünf Jahre in den betreffenden Unternehmen verbleiben. Die Förderung beträgt 12,5 Prozent der entstandenen Herstellungs- und Anschaffungskosten. Wurden die Investitionen in einem Randgebiet getätigt, ist ein Fördersatz in Höhe von 15 Prozent gültig. Größere Förderungen erhalten Unternehmen mit mehr als 250 Angestellten. Hier gilt ein immer gültiger Förderungssatz von 25 Prozent, der sich bei einer Investition in Randgebieten auf 27,5 Prozent erhöht. Eine Ausnahme besteht für Investitionen in der Region Berlin. Hier gilt ein immer gültiger Förderungssatz von 20 Prozent.
Zum 01.01.2007 ist das neue Investitionszulagengesetz 2007 in Kraft getreten. Die Förderung wurde darin auf Erstinvestitionen festgelegt. In diesem Zusammenhang können nun auch Betriebe aus dem Beherbergungsbereich gefördert werden. Veränderungen gab es darüber hinaus für Teile Berlins, in denen nun keine Förderung mehr erhältlich ist.



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Investmentclub

Ein Investmentclub ist ein in Verbindungschluss von Anlegern, der meistens auf der Basis der gesetzlichen Regelungen zur Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet wird. Ziel ist eine gemeinsame Geldanlage, die durch das Sammeln des Kapitals auch dort getätigt werden könnte, wo größere Mindesteinlagen gefordert werden, die vom Einzelnen nicht erreicht werden. So lange ein Investmentclub nicht mehr als 50 Mitglieder hat und die Gesamtanlagesumme eine halbe Million Euro nicht überschreitet, unterliegt er nicht der Kontrolle durch BaFin. Durch die auf die Anlage fällige Abgeltungssteuer ergibt sich ein Problem. Die erzielten Renditen müssen zugeordnet werden. Das geschieht über die Anteile der einzelnen Mitglieder am angelegten Vermögen. Die konkrete Aufteilung der Gewinne macht es möglich, die Versteuerung der Gewinne auch zum persönlichen Steuersatz vornehmen zu lassen.


Verwandte Themen: Zinsabschlag, Aktienoptionen

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Istversteuerung

Entscheidend für die Istversteuerung ist, die Vereinnahmung eines Entgelts. Mit Ablauf des Voranmeldezeitraums, in dem das Entgelt eingenommen wurde, errechnet sich die Umsatzsteuer. Eine Istversteuerung könnte vorliegen, wenn bei Kleinbetrieben der gesamte Umsatz 250 Euro nicht übersteigt, bei nicht zur Buchführung verpflichtete Betrieben, bei freien Berufen wie z.B. einem Architekten, bei dem es nicht auf die Höhe des Umsatzes ankommt sowie bei einer Nichtüberschreitung des Vorjahresumsatzes in Höhe von 500.000 Euro in den neuen Bundesländern. Die Erlaubnis zur Istversteuerung wird einem Widerrufsrecht erteilt und gilt für das gesamte Kalenderjahr. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, zur Sollversteuerung zurückzukehren. Jedoch erfolgt bei einer Rückkehr am Jahresanfang automatisch die Sollversteuerung. Ein Widerruf seitens des Finanzamtes könnte nur am Jahresanfang ausgesprochen werden.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Jahressteuerbescheinigung

Inländische Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute haben ihren Kunden für jedes Kalenderjahr eine in Verbindunggefasste Steuerbescheinigung auszustellen. In der Bescheinigung wurden Kapitalerträge, sowie Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften auszuweisen. Vom Gesetzgeber als Serviceleistung beziehungsweise Erleichterung für die Steuerpflichtigen dargestellt, stellt dies jedoch tatsächlich einen weiteren Schritt in dem Bemühen dar, das steuerliche Bankgeheimnis letztlich abzuschaffen. Für die Anrechnung von einbehaltenen Kapitalertragsteuern ist weiterhin die Vorlage von entsprechenden Steuerbescheinigungen erforderlich.



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Job-Ticket

Von einem Job-Ticket wird gesprochen, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Fahrkarten für die Fahrten zwischen dem Arbeitsplatz und der Wohnstätte bezahlt. Bis Ende 2003 waren diese Leistungen steuerfrei. Mittlerweile ist das Job-Ticket allerdings zur Lohnsteuer heranzuziehen. Es besteht die Möglichkeit der pauschalen Besteuerung zu einem Satz von 15 Prozent. Bei der pauschalen Besteuerung ist das Job-Ticket von der Sozialversicherungspflicht befreit. Eine weitere Alternative stellt die monatliche Freigrenze in Höhe von 44 Euro, welche für Sachbezüge vorgesehen ist, dar.


Verwandte Themen: Zuwendung

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Jubiläumszuwendungen

Jubiläumszuwendungen wurden seit dem 01.01.1999 steuerpflichtig und gelten in vollem Umfang als steuerpflichtiger Arbeitslohn. Jedoch wird ein verminderter Steuersatz in Anrechnung gebracht, wenn diese Gratifikation Tätigkeit abdecken soll, welche mehr als 12 Monate lang durchgehend stattgefunden hat. Zuwendungen zu Firmenjubiläen sind dagegen in vollem Umfang und unabhängig von einer Betriebszugehörigkeit steuerpflichtig.


Verwandte Themen: Annehmlichkeiten, Arbeitslohn

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Juristische Person

Juristische Personen wurden unter anderem Firmen mit eigener Rechts- und Geschäftsfähigkeit, was vor allem für Kapitalgesellschaften zutrifft. So ist eine GmbH ist beispielsweise Trägerin von Rechten und Pflichten im Sinne des Steuerrechts. Dabei richtet sich der Umfang der Steuerpflicht nach den Bestimmungen einzelner Steuergesetze. So hängt die Steuerpflicht der bei der Einkommensteuer und bei der Körperschaftsteuer von der Rechtsform der Gesellschaft ab, teilweise aber auch von der Unternehmereigenschaft, wie zum Beispiel im Umsatzsteuergesetz. Juristische Personen unterliegen stets mit ihren Einkünften der Körperschaftsteuer, während natürliche Personen der Einkommensteuer unterliegen. Das Privatrecht kennt als juristische Personen Körperschaften des Privatrechts und Stiftungen bürgerlichen Rechts. Zu den Ersteren zählen der Verein, die Aktiengesellschaft, die Kommanditgesellschaft auf Aktien, die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, welche Unternehmergesellschaft, welche eingetragene Genossenschaft und die Europäische Gesellschaft. Das öffentliche Recht unterscheidet zwischen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen öffentlichen Rechts.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Einkommensteuervorauszahlungen

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Kapitalforderung

Als Kapitalforderung werden üblicherweise Forderungen beschrieben, die als Geldzahlung geleistet werden müssen. Typische Alltagsbeispiele wurden Forderungen aus Hypotheken und Darlehen, aus erzielten Verkaufsprovisionen, aus Warenlieferungen sowie aus Guthaben auf Giro- und Anlagekonten. Auch Geldforderungen aus Genussrechten und Beteiligungen werden zu den Kapitalforderungen gerechnet. Bei der Bewertung von Kapitalforderungen werden Unterschiede zwischen privaten und gewerblichen Forderungen gemacht. Bei der Bewertung der Kapitalforderungen ist zu beachten, dass steuerlich die Anschaffungskosten, also der zu zahlende Nennbetrag, berücksichtigt werden muss.



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Kraftfahrzeugsteuer

Sobald ein Kraftfahrzeug für den Straßenverkehr zugelassen wird, startet mit diesem Zeitpunkt auch die Zahlungspflicht für die Kraftfahrzeugsteuer. Die Zulassungsstelle benachrichtigt dafür das zuständige Finanzamt und überträgt diesem die erforderlichen Informationen. Anhand dieser ermittelt das Finanzamt die zu zahlende Steuer und sendet einen Steuerbescheid an den steuerpflichtigen KFZhalter.
Für den Fall, dass ein Fahrzeug verkauft oder stillgelegt wird, so muss der Fahrzeughalter die Zulassungsstelle hierüber zeitnah informieren. Dabei sollte ein entsprechender Beleg, wie ein Nachweis über die Verschrottung oder eine Bestätigung des Käufers vorgelegt werden. Sollte die Veräußerung nicht an die Zulassungsstelle gemeldet werden, so erlischt die Steuerpflicht, sobald der neue Eigentümer den Wagen auf seinen Namen zulässt.
Für die Steuerpflicht ist eine Mindestzeit von einem Monat gültig. Für diesen Zeitraum muss die Kraftfahrzeugsteuer gezahlt werden, auch wenn das Kraftfahrzeug beispielsweise bereits nach sechs Tagen wieder verkauft oder stillgelegt wird. Die Veranlagung erfolgt immer für ein vollständiges Jahr ab dem Datum der Zulassung. Dabei spielt das Kalenderjahr keine Rolle. Sollte es innerhalb dieses Zeitraums zu einer Erhöhung der KFZ-Steuer kommen, so müssen zur Berechnung zwei Steuersätze angewendet werden.


Nützliche Hinweise zur Kraftfahrzeugsteuer

Für KFZ die ins Ausland veräußert werden, sollte für das Überreichen der Fahrzeugpapiere in jedem Fall eine schriftliche Bestätigung eingeholt werden. Denn nur gegen Vorlage dieser Bescheinigung endet die Steuerpflicht. Handelt es sich bei dem veräußerten Fahrzeug um einen neuwertigen Wagen, kann ein Teil der Umsatzsteuer zurückgefordert werden.



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Kapellmeister

Kapellmeister können sowohl nicht selbstständig, in einem Angestelltenverhältnis, beziehungsweise aber selbstständig tätig sein. Hat der Kapellmeister beispielsweise einen Mitarbeitervertrag mit einem Arbeitgeber geschlossen, übt er seine Tätigkeit nichtselbständig aus. Trägt die Kapelle hingegen den Namen des Kapellmeisters und tritt ausschließlich unter dessen Leitung auf, handelt es sich zumeist um eine selbstständige Tätigkeit.


Verwandte Themen: Musiker

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Kapitalertragssteuer

Als Kapitalertragssteuer wird eine bestimmte Form der Einkommenssteuer benannt. Sie gehört zu Kategorie der Quellensteuern und wurde durch die Regelungen zu Abgeltungssteuer im Jahr 2009 novelliert. Damit wurde erstmals die Möglichkeit geschaffen, nicht den vollen und für alle geltenden Steuersatz von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zahlen zu müssen. Seit dieser Novellierung ist auch eine Verrechnung der darunter fallenden Einkünfte zum persönlichen Satz der Einkommenssteuer machbar.
Unter die Kapitalertragssteuer fallen verschiedene Formen von Einnahmen. Dazu zählen Zinsen, die aus diversen Formen der Geldanlage zu Buche schlagen. Die Palette reicht hier von einfachen Anlageformen wie dem Tagesgeld und dem Festgeld bis hin zu Renditen, die aus festverzinslichen Wertpapieren überwiesen werden. Auch auf Erträge aus Anlagen mit flexibler Verzinsung wie zum Beispiel den Anteilen an einem Investmentfonds werden mit der Kapitalertragssteuer belegt. Hinzu kommen Erlöse, die aus Versicherungen zu Buche schlagen. Auch die Gewinne, welche durch 'stille' Beteiligungen zu Buche schlagen, wurden in der Kapitalertragssteuer mit festgehalten. Das gilt auch für Renditen, die aus Termingeschäften erhält werden. Eine weitere Basis der Berechnung der Kapitalertragssteuer wurden Erlöse, die beim Verkauf von Wertpapieren und Versicherungen anfallen.
Vor der Berechnung der Kapitalertragssteuer können einige Ausgaben als Werbungskosten berücksichtig werden. Dazu zählen die Gebühren, die Investmentgesellschaften für die Verwaltung der Anteile verlangen. Auch die monatlichen Kontoführungsgebühren für Anlagekonten können abgezogen werden. Eine Grundsatzregelung für den Abzug ist der Sparerfreibetrag, der seit 2009 pro Person und Jahr 801 Euro beträgt. Er wird auch als Sparerpauschbetrag beschrieben.


Verwandte Themen: Aktienoptionen, Freistellungsauftrag, Nichtveranlagungsbescheinigung

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Kapitalgesellschaft

Kapitalgesellschaften wurden Gesellschaften, die entweder die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), einer Aktiengesellschaft (AG) oder einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) haben. Da Kapitalgesellschaften zu den juristischen Personen zählen, wurden sie selbstständig rechts- und geschäftsfähig. Das bedeutet, dass sie zum Beispiel selbstständig Klage einreichen können und zur Besteuerung veranlagt werden. Der Gewinn von Kapitalgesellschaften unterliegt der Körperschaftsteuer. Hat eine Kapitalgesellschaft ihren Sitz aber auch ihre Geschäftsleitung im Inland, ist sie unbeschränkt steuerpflichtig. Kraft ihrer Rechtsform sind Kapitalgesellschaften gewerblich tätig. Falls keine Steuerbefreiung greift, unterliegen sie entsprechend der Gewerbesteuer. Da dabei im Unterschied zu Personengesellschaften weder ein Staffeltarif noch ein Freibetrag zur Anwendung kommt, ergibt sich - verglichen mit einer Personengesellschaft - zwangsläufig eine höhere Gewerbesteuerbelastung. Das Einbringen von Immobilien beziehungsweise Grundstücken in eine Kapitalgesellschaft ist grunderwerbsteuerpflichtig, weil dabei ein Rechtsträgerwechsel stattfindet.


Verwandte Themen: Juristische Person, Grunderwerbsteuer

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Kaufkraftzuschlag

Mitarbeiter, die außerhalb des öffentlichen Dienstes beschäftigt sind und für einen bestimmten Zeitraum im Ausland tätig wurden, können hierfür einen steuerfreien Kaufkraftzuschlag erhalten. Notwendigkeit dazu ist, dass dieser die im § 54 Bundesbesoldungsgesetz erwähnten Bezüge für einen vergleichbaren Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes nicht übersteigen. Zudem ist der Kaufkraftzuschlag nur dann steuerfrei, falls der Mitarbeiter für einen begrenzten Zeitraum seinen Wohnsitz beziehungsweise gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland hat. Außerdem muss abzusehen sein, dass dieser nach Ablauf des begrenzten Zeitraums wieder ins Inland zurückkehrt. Sollte der Mitarbeiter später dennoch nicht zurückkehren, so ist dies für die Steuerbefreiung jedoch unerheblich.
Für den Fall, dass der Arbeitgeber die Zulage rückwirkend erhöht, darf er die zu viel einbehaltene Lohnsteuer wieder erstatten. Kommt es zu einer Absenkung des Zuschlages, so wird der geringere Wert bei der Ersten auf die Herabsetzung folgende Lohnabrechnung berücksichtigt.


Nützliche Hinweise

Die mögliche Höhe des Kaufkraftzuschlages hängt vom jeweiligen Land ab und darf beim Bundesfinanzministerium erfragt werden.


Verwandte Themen: Arbeitslohn, Steuerfreie Einnahmen

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Kilometersatz

Fahrkosten lassen sich grundsätzlich als Werbungskosten angeben. Dazu kann die Kilometerpauschale zum Einsatz kommen. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von einem individuellen Kilometersatz. Der individuelle Kilometersatz ermöglicht die Berücksichtigung aller Kosten, die für das Fahrzeug aufgebracht werden müssen. Dazu zählen nicht nur die unmittelbaren Fahrkosten, sondern ebenso Beiträge für Versicherungen, Reparaturkosten und Abschreibungen. Die angefallenen Kosten müssen dazu addiert und anschließend auf die dienstlichen und die privaten Kilometer verteilt werden. Um die Kosten ordentlich nachzuweisen, sollte immer ein Fahrtenbuch geführt werden, aus welchem die gefahrenen Kilometer und dessen Zweck entnommen werden können.


Verwandte Themen: Kilometerpauschale, Dienstreise, Fahrtätigkeit, Einsatzwechseltätigkeit, Doppelte Haushaltsführung, Werbungskosten / Vermieter

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Kinderbetreuungskosten

Sämtliche Kosten, die im gemeinsam mit der Betreuung jedes zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehörenden Kindes anfallen, zählen grundsätzlich erst einmal zu den Kinderbetreuungskosten. Allerdings gibt es Ausnahmen: Kosten, die im in Verbindung mit der Vermittlung von sportlichen, musischen und sonstigen besonderen Fähigkeiten beziehungsweise Freizeitaktivitäten stehen, zählen nicht dazu. Falls beide Eltern einer beruflichen Tätigkeit nachgehen, gilt ab dem 01. Januar 2006 folgende Regelung: Kosten im zusammen mit der Betreuung von Kindern können bis zu zwei Dritteln und je Kind bis höchstens 4000 Euro, als Werbungskosten und auch Betriebsausgabe steuerlich geltend gemacht werden. Hierbei werden allerdings lediglich Kinder gemäß Paragraf 32, Absatz 1 des Einkommenssteuergesetzes berücksichtigt. Das Kind darf das 14. Lebensjahr nicht überschritten haben und es muss eine geistige, seelische oder körperliche Behinderung vorliegen. Allerdings muss die Behinderung bereits vor dem 25. Geburtstag bestanden haben. Die steuerrechtliche Relevanz der Kinderbetreuungskosten startet bereits mit dem ersten Euro. Ein Nachweis der Rechnungszahlung auf ein Konto des Betreuungsleistenden ist zwingend notwendig. Entsprechende Rechnungen und Einzahlungsbelege wurden deshalb sorgfältig aufzubewahren und dem Finanzamt gegebenenfalls vorzulegen. Falls nicht beide Elternteile berufstätig sind, gelten die Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben. Ihre steuerliche Berücksichtigung erfolgt unter der Maßgabe, dass das Kind zwischen drei und sechs Jahre alt ist. Sind die Eltern selbst krank, behindert beziehungsweise befinden sich diese in Ausbildung, gilt für sie die Steuererleichterung bis zum vollendeten 14. Lebensjahr ihres Kindes. Ist das Kind wegen einer seelischen, körperlichen oder geistigen Behinderung danach nicht in der Lage, für sich selbst zu sorgen, sind die gleichen Regelungen, wie für nicht behinderte, berufstätige Eltern.


Verwandte Themen: Betreuungsfreibetrag, Kinderfreibetrag

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Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag stellt eine Alternative zum Kindergeld dar. Besonders sobald die Eltern über ein über dem Durchschnitt liegendes Einkommen verfügen, kann sich der Kinderfreibetrag positiv auswirken. Bei Steuerpflichtigen, die zur Steuererklärung die Anlage 'Kinder' ausfüllen, wird durch die Finanzbehörde automatisch geprüft, ob ein Kinderfreibetrag im Verhältnis zum Kindergeld günstiger wäre. Kommt der Fiskus zum Ergebnis, dass der Steuerfreibetrag sich lohnt, wird dieser direkt bei der Berechnung des steuerpflichtigen Einkommens abgezogen und das Kindergeld zurückgefordert. Dies gilt auch für den 2004 eingeführten Sammelfreibetrag für die Betreuung, Erziehung und Ausbildung. Pro Elternteil beträgt der Kinderfreibetrag 1824 Euro, wodurch sich für verheiratete Paare ein Freibetrag von 3648 Euro ergibt. Für einen Kinderfreibetrag müssen die gleichen Notwendigkeiten erfüllt werden wie für den Bezug von Kindergeld. Die einzige Ausnahme besteht darin, dass die Kinder für einen Kinderfreibetrag nicht bei den Eltern wohnhaft sein müssen. Der Kinderfreibetrag für ein Elternteil wird auch dann gewährt, falls der zweite Elternteil verstorben ist und dessen Aufenthaltsort nicht bekannt beziehungsweise der zweite Elternteil nicht zu bestimmen ist. Für den Fall, dass die Kinder im Ausland leben, wird ein eingeschränkter Freibetrag gewähr, wobei die Höhe vom jeweiligen Wohnsitzland des Kindes abhängt.


Verwandte Themen: Kinderbetreuungskosten

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Kindergartenbeihilfe

Erbringt ein Arbeitgeber Leistungen für Unterbringung und Betreuung nicht schulpflichtiger Kinder von Mitarbeitern in Kindergärten und in vergleichbaren Einrichtungen, dann wurden diese Leistungen von der Einkommensteuer befreit. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber die betreffenden Leistungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt.


Verwandte Themen: Arbeitgeberdarlehen, Arbeitnehmer-Sparzulage, Arbeitslohn

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Kirchensteuer

Die Erhebung der Kirchensteuer erfolgt auf Grundlage der von den einzelnen Bundesländern erlassenen Kirchensteuergesetze. Besteuert werden natürliche Personen, die Mitglied einer steuerberechtigten Religionsgemeinschaft wurden. Bedingung dafür ist die Anerkennung der jeweiligen Religionsgemeinschaft als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Als Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Kirchensteuer dient die Einkommensteuer. Der Steuersatz beträgt in Deutschland je nach Bundesland acht und neun Prozent der Einkommensteuer. Die Festsetzung und Erhebung der Kirchensteuer erfolgt durch die Finanzämter. Dagegen wird die Höhe der Kirchensteuer von den Leitungen der jeweiligen Kirchen beziehungsweise Religionsgemeinschaften festgesetzt. Deren Festsetzungen erhalten ihre Rechtskraft, indem die zuständigen Landesparlamente den Kirchensteuergesetzen zustimmen.


Verwandte Themen: Lohnsteuerklassen, Einkommensteuervorauszahlungen

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Kommanditgesellschaft

Kommanditgesellschaft (KG). Die Kommanditgesellschaft wird zu den Personengesellschaften gezählt und gilt deswegen nicht als juristische Person. In Bezug auf die Haftung wird zwischen Komplementär und Kommanditist unterschieden. Der Komplementär (Vollhafter) haftet für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gesamtschuldnerisch und unbeschränkt - auch mit seinem Privatvermögen. Im Gegensatz dazu haftet der Kommanditist (Teilhafter) nur in Höhe seiner eigenen Einlage für die Verbindlichkeiten der KG.
Da Kommanditgesellschaften nicht zu den juristischen Personen gezählt werden, besitzen sie keine eigene Rechts- und Geschäftsfähigkeit. Dadurch wird also nicht die Gesellschaft als solche in Bezug auf die Einkommenssteuer veranlagt, sondern die Gesellschafter - Kommanditisten wie Komplementäre - selbst. Zum Ende des Geschäftsjahres hin wird der Gewinn der Gesellschaft festgestellt und anschließend den einzelnen Gesellschaftern gemäß Gesellschaftervertrag zugerechnet. Dies führt bei den Gesellschaftern zu Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb.
Kommanditgesellschaften unterliegen der Gewerbesteuerpflicht, falls sie auch gewerblich tätig wurden. Eine Ausnahme hierzu bilden Partnergesellschaften ohne Beteiligung berufsfremder Personen. Die Gewerbesteuer wird auf der Grundlage des erwirtschafteten Gewinns berechnet und nach Maßgabe der Bestimmungen aus dem Einkommensteuergesetz, falls Befreiung von der Gewerbesteuer vorliegt.


Verwandte Themen: Einkommensteuervorauszahlungen, Einkünfte aus Gewerbebetrieb

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Kommission

Bei einem Kommissionär handelt es sich um einen selbständigen Kaufmann, der Waren und/beziehungsweise Wertpapiere gewerblich, meist gegen eine Provision und nicht auf eigene Rechnung einkauft (Einkaufskommission) und an Kunden verkauft (Verkaufskommission).
Gemäß dem Umsatzsteuerrecht entspricht ein Kommissionsgeschäft einer Lieferung. Das Entgelt ist das vom Kunden für die Lieferung überwiesene Entgelt abzüglich der Verkaufsprovision für den Kommissionär. Dabei gilt der Wert, den ein Kommissionär aufzuwenden hat, um eine Lieferung vom Firmen zu erhalten, ebenso als Entgelt. Der Kommissionär kann für den Einkauf von Waren den Vorsteuerabzug nutzen. Erst mit der Übergabe der Ware beziehungsweise der Wertpapiere kommt es zu einer Lieferung von Seiten des Kommittenten an den Kommissionär.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Konkurrenzklausel

Mit im Vertrieb und im höheren Management tätigen abhängig Beschäftigten werden im Allgemeinen Konkurrenzverbote vereinbart. Kommt es aufgrund derartiger Vereinbarungen bei der Beendigung von Arbeitsverhältnissen zur Zahlung von Karenzentschädigungen, so handelt es sich dabei um steuerpflichtigen Arbeitslohn. Falls die Entschädigung in Form einer einmaligen Zahlung geleistet wird, ist dies steuerlich begünstigt.


Verwandte Themen: Abfindung

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Krankenbezüge

Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist dem steuerpflichtigen Arbeitslohn zuzurechnen. Erhält der Mitarbeiter nach Ablauf des Lohnfortzahlungszeitraums ein Krankengeld, so handelt es sich dabei um steuerfreie Bezüge. Für diese gilt jedoch ein Progressionsvorbehalt: Wenn der Arbeitgeber das Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung bezuschusst, dann liegt auch hier ein steuerpflichtiger Arbeitslohn vor.


Verwandte Themen: Progressionsvorbehalt

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Krankengeld

Das Krankengeld zählt zu den Lohnersatzleistungen und ist gemäß Einkommensteuergesetz steuerfrei. Allerdings unterliegt es dem Progressionsvorbehalt, das heißt, obwohl das Krankengeld an sich nicht besteuert wird, wird es bei der Ermittlung des individuell anzuwendenden Steuersatzes mit berücksichtigt. Auf die steuerpflichtigen Einnahmen im betreffenden Kalenderjahr wird dann ein höherer Steuersatz genutzt als dies ohne Erhalt von Krankengeld der Fall gewesen wäre.


Verwandte Themen: Progressionsvorbehalt

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Kulturgüter

Für die Produktions- und Erhaltungsmaßnahmen von schutzwürdigen Kulturgütern können bis zu zehn Prozent dieser Kosten als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Bedingung dafür ist, dass die Kulturgüter weder dazu benutzt werden, Einkünfte zu erzielen, noch als Wohnraum verwendet werden. Der Abzug findet in dem Kalenderjahr statt, in dem die Arbeiten beendet wurden. Der größtmögliche Abzugsbetrag ist jedoch gedeckelt: Es darf nämlich nur den Gesamtbetrag abgezogen werden, welche die Zuwendungen aus privater beziehungsweise öffentlicher Hand und etwaiger durch die Kulturgüter erzielten Einnahmen übersteigt.
Unter die Kategorie der Kulturgüter fallen: Alle Gebäude (beziehungsweise auch nur Teile der Gebäude), die aufgrund landesrechtlicher Normen als Baudenkmäler sind, Gebäude (oder Teile von Gebäuden), welche alleine zwar nicht Baudenkmäler sind, jedoch zu einer geschützten Gebäudegruppe und Gesamtanlage gehören, nach Landesrecht geschützte gärtnerische, bauliche und weitere Anlagen, Kunstgegenstände- und Sammlungen, Mobiliar, wissenschaftliche Sammlungen, Archive beziehungsweise Bibliotheken, die entweder seit wenigstens 20 Jahren Eigentum der Familie des Steuerpflichtigen wurden oder in das Verzeichnung national wertvoller Kulturgüter und in das national wertvoller Archive eingetragen wurden. Zusätzlich muss deren Erhaltung aufgrund ihrer Rolle für Kunst, Geschichte beziehungsweise Wissenschaft im öffentlichen Interesse liegen. Zudem besteht die Verpflichtung, dass diese in einem Umfang, der den Verhältnissen entspricht, für die wissenschaftliche Forschung und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, falls dem keine zwingenden Gründe des Denkmal- und Archivschutz entgegenstehen sollten.
Es ist dem Steuerpflichtigen machbar, den Abzug vorzunehmen, sobald er durch eine Bescheinigung der verantwortlichen Stelle nachweisen kann, dass ein Kulturgut vorliegt und die Aufwendungen zwingend waren.


Verwandte Themen: Baudenkmäler, Sonderausgaben

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Kunstgegenstände

Im Falle, dass Kunstgegenstände dem Privatvermögen angehören, geht der Staat davon aus, dass sie keiner Wertsteigerung unterliegen. Eine Besteuerung der Gegenstände an sich erfolgt daher nicht. Allerdings unterliegen Kunstgegenstände der Schenkungs- und Erbschaftssteuer. In welcher Höhe diese Steuer im Einzelfall erhoben wird, richtet sich zum einen nach den verwandtschaftlichen Verhältnissen und dem aktuellen Wert des Kunstgegenstandes. Es gibt es jedoch auch die Möglichkeit der teilweisen und völligen Befreiung von Erbschafts- und Schenkungssteuer. Das ist nämlich immer dann der Fall, falls die betreffenden Gegenstände dem Betriebsvermögen zugeordnet wurden und die Erwerbskosten über Abschreibungen steuerlich geltend gemacht werden. Hierbei ist zwecks Beurteilung der Situation zwischen anerkanntem Künstler und nicht anerkanntem Künstler zu unterscheiden. Bei einem Kaufpreis von mehr als 5000 Euro geht der Staat in der Regel von einem Kunstwerk jedes anerkannten Künstlers aus.


Nützliche Hinweise

Hat man Kunstgegenstände dem Betriebsvermögen zugeordnet und erfahren eine Wertsteigerung, unterliegt diese der Steuer. Der Fiskus geht nämlich davon aus, dass sich bei Veräußerung der Gewinn erhöht. Weil in den meisten Fällen von einer Wertsteigerung auszugehen ist, ist es also ratsam, Kunstwerke von anerkannten Künstlern vom Betriebsvermögen zu trennen.


Verwandte Themen: Betriebsvermögen, Abschreibung / linear

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Kur

Steuerpflichtigen, denen Aufwendungen durch eine Kur existieren, können diese als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen. Voraussetzung ist die Vorlage jedes vor der Behandlung ausgestellten amtsärztlichen Attestes über die Notwendigkeit der Kur. Handelt es sich um eine Kur zur Vorsorge, muss der Amtsarzt auch die abzuwendende Krankheit und bei Klimakuren den medizinischen Kurort angeben. In dem Fall, dass bereits durch die Krankenkasse eine Prüfung zur Notwendigkeit durchgeführt wurde, kann auf die amtsärztliche Bescheinigung auch verzichtet werden. Hiervon wird immer dann ausgegangen, sobald die Krankenkasse einen Zuschuss zur Kur bewilligt hat.
Findet die Kur im Ausland statt, dann können in der Regel nur die Kosten geltend gemacht werden, die auch bei einer Kur im Inland entstanden wären. Als Fahrtkosten werden nur Aufwendungen für öffentliche Verkehrsmittel anerkannt, es sei denn, der Steuerpflichtige kann begründen, warum die Nutzung des eigenen Pkws erforderlich war.


Nützliche Hinweise

Sollen auch Zahlungen für eine Begleitperson geltend gemacht werden, so muss die Erforderlichkeit hierfür vor Antritt der Behandlung durch einen Amtsarzt bescheinigt werden.


Verwandte Themen: Außergewöhnliche Belastung

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Krankheitskosten

Kosten, die für Krankheiten anfallen, können als außergewöhnliche Belastung angesehen werden. Allerdings muss der Steuerpflichtige nachweisen, dass diese Kosten wirtschaftlich notwendig und vor allem angemessen sind. Die Verordnung von einem Arzt und von einem Heilpraktiker, beispielsweise für Hilfsmittel, wird als Nachweis berücksichtigt. Sofern eine Krankheit über einen längeren Zeitraum eintritt und dadurch Medikamente, Heilmittel und Hilfsmittel benötigt werden, genügt in der Regel eine einmalige Verordnung. Um die Notwendigkeit und vor allem die Angemessenheit der Kosten nachzuweisen, ist es notwendig, bereits vor der Durchführung von einer Behandlung, ein amtsärztliches Attest einzuholen.


Verwandte Themen: Außergewöhnliche Belastung

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Lagefinanzamt

Das Lagefinanzamt wird alternativ auch als Betriebsfinanzamt bezeichnet. Es ist immer die Finanzbehörde, das für die Erteilung von so erwähnten Grundlagenbescheiden verantwortlich ist. Dabei handelt es sich um die Feststellungsbescheide, die sich auf die gesonderte Feststellung von Gewinnen und negative Einkünften aus einer gewerblichen Tätigkeit beziehen. Deren Rechtsgrundlage ist der Paragraf 180 der Abgabenordnung. Darin heißt es, dass der Fiskus zuständig ist, in dessen Einzugsbereich die Geschäftsleitung ihren Sitz hat. Gibt es eine solche nicht, ist der Standort der Betriebsstätte für die Zuständigkeit maßgeblich. Hat ein Firmen ohne Geschäftsleitung mehrere Betriebsstätten, ist die Finanzbehörde zuständig, in dessen Bereich sich die Betriebsstätte mit der größten wirtschaftlichen Bedeutung für das Firmen befindet.


Verwandte Themen: Betriebsfinanzamt

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Lebensführungskosten

Für Steuerpflichtige existiert keine Möglichkeit, welche Kosten, welche für die private Lebensführung anfallen, steuerlich geltend zu machen. Ausnahmen gibt es ausschließlich im Rahmen der Sonderausgaben oder aber im in Verbindung mit einer außergewöhnlichen Belastung. Sollten anfallende Kosten mit der Erzielung von Einkommen in zusammen stehen, existiert die Möglichkeit, welche Kosten als Werbungskosten anzugeben. Weiterhin können sie als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Entscheidend ist allerdings eine ordnungsgemäße Zuordnung der Kosten, entsprechend der jeweiligen Einkommensart. Sofern bestimmte Zahlungen gleichzeitig auf den privaten und den beruflichen Teil fallen, muss festgestellt werden, wie hoch die privaten Kosten wurden. Sollte der private Anteil höchsten 10% betragen, können die gesamten Kosten geltend gemacht werden. Im Gegensatz dazu wurden solche Kosten, deren beruflicher Anteil bis zu 10% beträgt, als Lebensführungskosten zu betrachten, wodurch sie nicht zu erklären sind. Falls ein objektiver Maßstab vorhanden ist, um die privaten Kosten sachgemäß von den beruflichen Kosten zu trennen, ist nur der berufliche Anteil entscheidend.


Verwandte Themen: Sonderausgaben, Außergewöhnliche Belastung, Werbungskosten / Vermieter

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Lehrabschlussprämie

Erhält ein Auszubildender zum Ende seiner Lehrzeit eine Prämie, so gehört diese zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Erfolgt die Zahlung der Prämie als Sachzuwendung, bleibt sie steuerfrei, falls sie einen Betrag von 40 Euro nicht überschreitet.


Verwandte Themen: Arbeitslohn, Geschenke, Aufmerksamkeiten

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Leibrente

Von einer Leibrente spricht man, sobald eine Person auf Lebenszeit garantierte gleichbleibende Bezüge erhält. Bis zum 31.12.2004 war die Leibrente lediglich mit ihrem Ertragsanteil steuerpflichtig. Dabei wurde jedoch zwischen normaler und abgekürzter Leibrente unterschieden. Abgekürzte Renten enden nach einer festgesetzten Frist beziehungsweise falls der Empfänger verstirbt. Hierzu gehören insbesondere Erwerbs- sowie Berufsunfähigkeitsrenten. Für normale Leibrenten gelten andere Ertragsanteile als für abgekürzte Leibrenten, sodass zur Berechnung des Ertragsanteils jeweils unterschiedliche Tabellen benutzt werden. Zum 01.01.2005 wurde das Alterseinkünftegesetz und damit die schrittweise nachgelagerte Besteuerung der Renten eingeführt. Danach zählt nicht mehr der Ertragsanteil für die Besteuerung, sondern es wurden 50 Prozent der Rente steuerpflichtig. Seit 2005 wird dieser Prozentsatz noch bis zum Jahre 2020 jedes Jahr um 2 Prozent angehoben. Von 2021 bis 2040 steigt der zu versteuernde Anteil jährlich um ein Prozent, sodass dann die vollen 100 Prozent erreicht wurden. Der Besteuerungsanteil gilt nur für das erste Jahr des Rentenbezugs. Anschließend muss dann die komplette Rente abzüglich eines jeden Rentenfreibetrages versteuert werden. Dieser Rentenfreibetrag wird aus der Differenz zwischen dem kompletten Rentenbetrag des ersten Jahres aber auch dem aktuell gültigen Besteuerungsanteil festgelegt. Daraus ergibt sich, dass eine Rentenerhöhung in vollem Maße steuerpflichtig ist.


Verwandte Themen: Ertragsanteil

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Lerngemeinschaft

Kosten für eine Lerngemeinschaft können als Werbungskosten angerechnet werden. Entstandene Kosten für eine Lerngemeinschaft können zum Beispiel während der Absolvierung einer Berufsausbildung entstehen. Typische Kosten hierfür wären Fahrtkosten und Verpflegungskosten. Als Fahrtkosten können 0,30 Euro für das eigene Fahrzeug berechnet werden. Bei einer Abwesenheit von mindesten 8 Stunden pro Tag können Verpflegungskostenpauschalen geltend gemacht werden. Es muss ein schriftlicher Nachweis für die Lerngemeinschaft erbracht werden. Ein Nachweis darf sein: eine schriftliche Bestätigung von einem anderen Kursteilnehmer beziehungsweise eine Teilnehmerurkunde.


Verwandte Themen: Fortbildungskosten

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Lehrer

Eine unterrichtende Tätigkeit kann sein, zum Beispiel beaufsichtigen von Hausarbeiten oder Nachhilfeunterricht. Wenn die Lehrer in keinem festen Arbeitsverhältnis stehen, so erzielen sie Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit. Unterrichtende Tätigkeiten, die selbstständig ausgeübte werden, zählen zu den freien Berufen und sind von der Gewerbesteuer befreit. Freiberufler unterliegen keiner Buchführungspflicht ganz, egal wie hoch ihr Verdienst auch ist. Ihre Ermittlung über ihre Gewinne muss grundsätzlich in einer Einnahme-Überschuss-Rechnung aufgegibt werden. Nebenberufliche Tätigkeiten können unter Umständen steuerbefreit sein. Die sogenannte Übungsleiterpauschale wurden Aufwendungen bis zu einem Wert in Höhe von 1848 Euro, welche können als Aufwandsentschädigung anerkannt werden und wurden steuerfrei.



Nützliche Hinweise

Eine Rentenversicherungspflicht gilt für selbstständige Lehrer. Sollten Sie einen beziehungsweise mehrere Mitarbeiter beschäftigen, können davon befreit sein.


Verwandte Themen: Freiberufler, Steuerfreie Einnahmen

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Liebhaberei

Von einer Liebhaberei gehen das Finanzämter immer dann aus, sobald eine Tätigkeit ausgeübt wird, ohne dass dabei eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Sollten zu Beginn der Tätigkeit ausschließlich Verluste erzeugt werden, so wird noch keine Liebhaberei angenommen, falls mit der ausgeübten Tätigkeit auf Dauer positive Erlöse möglich wurden. Selbst für den Fall, dass die Tätigkeit wieder aufgegeben wird, ohne jemals einen positiven Ertrag erzielt zu haben, ist dies keine Liebhaberei. Ausschlaggebend ist immer die Absicht diesern Person einen Gewinn zu erzielen. Einzig, wenn keine bestimmten Bemühungen vorhanden waren, welche Ertragslage zu verbessern kann eine mangelnde Gewinnerzielungsabsicht unterstellt werden. Dies gilt auch dann, wenn mit derselben Tätigkeit zumindest Einnahmen erzielt wurden, welche die Selbstkosten decken. Als Liebhaberei können sowohl selbstständige, freiberufliche wie auch land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten zählen, sobald keine Absicht auf Erzielung eines jeden Gewinns festgestellt werden kann. Auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung können hierunter fallen. Sobald das Finanzämter eine Liebhaberei annehmen, gehört die Tätigkeit zur persönlichen Lebensführung. Somit können von dem Termin an keine Verluste mehr steuerlich geltend gemacht werden. Einzig negative Einkünfte, welche bereits vor der Feststellung einer Liebhaberei entstanden wurden, können nachträglich noch als Betriebsausgaben aufgeführt werden.


Nützliche Hinweise

Bei Steuerpflichtigen, welche am Ende der freiberuflichen Laufbahn eine geringfügige Tätigkeit ausüben, kann dies ebenfalls als Liebhaberei ausgelegt werden, falls diese zu hohen negative Einkünften führt und nicht damit zu rechnen ist, dass diese künftig wieder mit Gewinnen ausgeglichen werden können.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Freiberufler

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Lohnausgleich

Alle Arbeitnehmer, die im Baugewerbe tätig sind, haben einen Anspruch auf Lohnausgleich, in der Zeit vom 24.12. bis zum 1.1. Um diesen Lohnausgleich zu finanzieren, zahlen Arbeitgeber einen bestimmten Prozentsatz des auch wirklichen Lohns in die sogenannte Lohnausgleichkasse ein. Der Bruttostundenverdienst eines Arbeitnehmers ist entscheidend für die Höhe des späteren Lohnausgleiches. Der Lohnausgleich ist steuerpflichtig. Falls der Lohnausgleich nicht vom Arbeitgeber sondern von der Lohnausgleichkasse entrichtet wird, ist er einkommenssteuerpflichtig.



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Lohnersatzleistungen

Werden Ersatzleistungen anstatt des Lohnes überwiesen oder erhält ein abhängig Beschäftigte ausländische Einkünfte, die nach einem Doppelbesteuerungsabkommen von der inländischen Steuer befreit wurden, unterliegen dem Progressionsvorbehalt. Wird ein Progressionsvorbehalt angewendet, so führt dies zu einer Erhöhung des Einkommenssteuersatzes, da auch die steuerfreien Lohnersatzleistungen sowie die ausländischen Bezüge, welche im Inland steuerfrei sind bei der Berechnung des Steuersatzes berücksichtigt werden.
Zu den Lohnersatzleistungen, welche einem Progressionsvorbehalt unterliegen gehören unter anderem die staatlichen Transferleistungen vor ALG I und ALG II, Ersatzleistungen bei einer Kurzarbeit bzw. bei witterungsbedingten Arbeitsausfällen, Altersübergangsgeld, für Unterhaltsleistungen überwiesene Zuschüsse, aber auch Eingliederungshilfen und Überbrückungsgelder, welche nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch beziehungsweise auch dem Arbeitsförderungsgesetz gezahlt wurden. Weiterhin unterliegen dem Progressionsvorbehalt auch durch die Krankenkassen überwiesene Leistungen. Hierzu gehört insbesondere das Krankengeld, Leistungen während der Mutterschaft, Übergangsgeld aber auch vergleichbare Leistungen, welche aufgrund der im Fünften Sechsten, und Siebten Buch Sozialgesetzbuch erwähnten Bestimmungen gewährt werden. Wird aufgrund der Regelungen im Soldatenversorgungsgesetz Arbeitslosengeld I bzw. Arbeitslosengeld II überwiesen, so unterliegt dies ebenfalls einem Progressionsvorbehalt. Weitere Bestimmungen hierzu finden sich im Infektionsschutzgesetz und auch im Bundesversorgungsgesetz.



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Lohnfortzahlung

Lohnfortzahlungen, zum Beispiel im Krankheitsfall, stellen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar. Der Anspruch eines Mitarbeiters auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist auf einen Zeitraum von sechs Wochen begrenzt; danach erhält der Mitarbeiter ein Krankengeld, das steuerfrei bleibt.


Verwandte Themen: Arbeitslohn

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Lohnsteuer

Bei der Lohnsteuer handelt es sich nicht um eine eigene Steuerart. Von der Lohnsteuer wird im gemeinsam mit der Einkommenssteuer gesprochen, wobei sie als festgelegte Erhebungsform zu betrachten ist. Lohnsteuerpflichtig wurden ausschließlich abhängig Beschäftigte, die keine selbstständigen Einnahmen erzielen. Für die Abführung der Lohnsteuer ist immer der Arbeitgeber verantwortlich. Die Höhe der zu entrichtenden Beiträge orientiert sich an der Höhe des Einkommens und an den persönlichen Verhältnissen des Arbeitnehmers. Die regelmäßig ausgezahlte Lohnsteuer wird mit der jährlichen Einkommenssteuerveranlagung des Mitarbeiters verrechnet. Oftmals bekommen die abhängig Beschäftigte eine teilweise Rückzahlung. Jeder Mitarbeiter muss die Lohnsteuer abführen. Dazu zählen unbeschränkt steuerpflichtige abhängig Beschäftigte, Mitarbeiter, deren Lohn der deutschen Besteuerung nicht unterliegt und Arbeitnehmer die im Ausland leben, ihren Lohn aber von deutschen öffentlichen Kassen bekommen.


Verwandte Themen: Arbeitslohn

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Lohnsteuerbefreiung

Diplomatische und konsularische Vertreter, die keine deutschen Staatsangehörigen wurden oder sich nicht ständig im Inland aufhalten und auch Angehörige von ausländischen Streitkräften und Personen, die bei bestimmten internationalen Organisationen wie der UNO, der OECD oder bei der Europäischen Gemeinschaft tätig sind, wurden von der Lohnsteuerpflicht in Deutschland befreit.


Verwandte Themen: Lohnsteuerklassen

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Lohnsteuerbescheinigung

Jeder Mitarbeiter erhält mit Ablauf jedes Kalenderjahres eine Lohnsteuerbescheinigung vom Arbeitgeber. Sollte das Arbeitsverhältnis bereits vor Ablauf des Kalenderjahres beendet werden, muss der Arbeitgeber dem Mitarbeiter die Lohnsteuerbescheinigung vorzeitig aushändigen. Die Lohnsteuerbescheinigung muss vorgeschriebene Informationen enthalten, welche von jedem Arbeitgeber angegeben werden müssen. Dazu zählen neben der Dauer des Arbeitsverhältnisses die Höhe und die Art des gezahlten Lohnes. Weiterhin muss die Lohnsteuerbescheinung Informationen über die einbehaltene Lohnsteuer, unter Umständen die Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag enthalten. Ebenfalls enthalten sein müssen Kurzarbeitergelder, Zuschüsse zum Mutterschaftsgeld, Schlechtwettergelder und Winterausfallgelder. Zusätzlich muss die Lohnsteuerbescheinung erkennen lassen, wie hoch die gegebenenfalls überwiesenen Entschädigungen für Verdienstausfälle und die steuerfreien Aufstockungsbeträge waren. Außerdem müssen die Zuschläge für Fahrtkosten angegeben werden. Für Mitarbeiter, die keine Lohnsteuerkarte vorgelegt haben, im Ausland wohnen beziehungsweise aber nur beschränkt steuerpflichtig wurden, muss der Arbeitgeber eine besondere Lohnsteuerbescheinigung ausstellen.


Verwandte Themen: Lohnsteuerklassen

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Lohnsteuerermäßigung

Nachfolgende auf der Lohnsteuerkarte eingetragene Freibeträge mindern die Lohnsteuer. Ein Eintrag erfolgt immer dann, wenn der jeweilige Betrag höher als 600 Euro ist. Werbungskosten aus nicht selbstständiger Arbeit können eingetragen werden, sofern Sie den dazu vorgesehnen Pauschalbetrag übersteigen. Ebenfalls eingetragen werden können Sonderausgaben, welche den Pauschalbetrag für Sonderausgaben in Höhe von 36 Euro übersteigen und außergewöhnliche Belastungen nach den verschiedenen Paragraphen des Einkommensteuergesetzes. Betragsmäßig unbeschränkt können eingetragen werden: Pauschalbeträge für Menschen mit Behinderungen aber auch Hinterbliebene, Verlustvorträge, gezahlte Steuerbegünstigungen für Wohnungen, Baudenkmäler und zu sanierende Gebäude zu eigenen Zwecken. Die anzuwendenen Paragraphen stammen aus dem Berlinförderungsgesetz, aber auch nach dem § 7 des Fördergebietsgesetz. Nachfolgende Beispiele können als Einkünfte angegeben werden: negative Gewinneinkünfte, negative Vermietungseinkünfte, negative Verpachtungseinkünfte, und auch sonstige negative Einnahmen. Weitere negative Einkünfte können sein: negative Einkünfte aus Kapitalvermögen und nach § 34f Vierfachbesteuerung. Sollte kein Anspruch auf Kindergeld bestehen, dann ist es erlaubt für jedes Kind einen Kinderfreibetrag einzutragen sowie, den Hinzurechnungsbetrag aus weiteren Dienstverhältnissen. Zuständig für die Eintragung solcher Beträge ist die Gemeinde - in der Regel das Rathaus - welche die Lohnsteuerkarten ausstellt. Das Rathaus handelt dabei immer auf Anweis des zuständigen Finanzamtes. Die Freibeträge müssen auf Monatsfreibeträge aufgeteilt werden. In Sonderfällen teilt man auch auf Wochen- oder Tagesfreibeträge auf. Die Eintragungen erfolgen dabei immer auf Antrag des Mitarbeiters und können jährlich bis zum 30. November auf einem hierzu vorgeschrieben Vordruck gestellt werden. Dabei zählt immer das Jahr, für welches die Lohnsteuerkarte gültig ist


Verwandte Themen: Lohnsteuerklassen

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Lohnsteuerjahresausgleich

In bestimmten Fällen könnte beziehungsweise auch muss der Arbeitnehmer einen Lohnsteuerjahresausgleich vornehmen. Der abhängig Beschäftigte muss hierzu in dem Kalenderjahr in einem ständigen Arbeitsverhältnis gestanden haben. Übersteigt die einbehaltene Lohnsteuer die Lohnsteuer den Jahresarbeitslohn, entfällt der Lohnsteuerjahresausgleich. Bei mindestens 10 beschäftige Mitarbeiter ist der Arbeitgeber zum Lohnsteuerjahresausgleich verpflichtet. Der Lohnsteuerjahresausgleich darf jedoch nicht vorgenommen werden, sobald der abhängig Beschäftigte es beantragt, und das Ausgleichsjahr und auch ein Teil davon die Steuerkalsse V und VI bzw. III und V innehatte. Ebenfalls darf der Arbeitgeber keinen Lohnsteuerjahresausgleich tätigen, wenn der Arbeitnehmer einen Hinzurechnungsbeitrag eingetragen hat und der Mitarbeiter Kurzarbeiter-, Schlechtwetter-, Winterausfall-, Mutterschutzgeld, Entschädigungen für Verdienstausfallgeld, beziehungsweise Steueraufstockungsgeld, Zuschläge und die Anzahl der auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Großbuchstuben mindestens eins beträgt. Zur Berechnung jedes Lohnsteuerjahresausgleichs wird der Jahresarbeitslohn aus einem bestehenden Dienstverhältnis und vorangegangenem Dienstverhältnis hinzugezogen. Dies können sein: sonstige Bezüge, Sachbezüge und vermögenswirksame Leistungen. Nicht hinzuberechnet werden außerordentliche Bezüge und steuerfreier Arbeitslohn. Freibeträge wurden durch den Versorgungsfreibetrag und den Altersentlastungsbetrag zu kürzen.


Nützliche Hinweise

Einen auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Freibetrag und Hinzurechnungsbetrag führt ebenfalls dazu, keinen Lohnsteuerjahresausgleich vorzunehmen.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Lohnsteuerkarte

Für jedes Jahr muss die Gemeinde dem unbeschränkt steuerpflichtigen abhängig Beschäftigte unaufgefordert eine unentgeltliche Steuerkarte in dem amtlich vorgeschriebenen Muster übersenden. Die Lohnsteuerbescheinigung für einen beschränkt einkommensteuerpflichtigen abhängig Beschäftigte erhält dieser vom Betriebsstättenfinanzamt. Ein bei mehreren Arbeitgebern beschäftigter Mitarbeiter erhält von der Gemeinde die dazugehörige Anzahl an Lohnsteuerkarten. Für verlorene, unbrauchbar gewordene und zerstörte Lohnsteuerkarten muss die Gemeinde eine Ersatz-Lohnsteuerkarte ausstellen. Für diese Dienstleistung darf eine Gebühr von 5 Euro erhoben werden. Des Weiteren muss die Gemeinde das zuständige Finanzamt des Mitarbeiters über die Ersatz-Lohnsteuerkarte in Kenntnis zu setzen. Die auszustellende Gemeinde des Arbeitgebers nimmt folgende Einträge vor: die Steuerklasse, welche Anzahl der Kinderfreibeträge, welche Religionszugehörigkeit - vorausgesetzt der Mitarbeiter gehört einer Religionsgemeinschaft an - und die Pauschalbeträge für Behinderte beziehungsweise Hinterbliebene. Kinder, welche das 18. Lebensjahr noch nicht überschritten haben wurden grundsätzlich steuerfrei. Bei Kindern unter 18 Jahren ist für jedes Kind eine Eintragung vorzunehmen. Das Finanzamt wiederum berücksichtigt alle Kinder über 18 Jahre sowie Kinder, welche im Ausland wohnen und Pflegekinder sowie deren Freibeträge. Ändern sich die Verhältnisse des abhängig Beschäftigtes innerhalb eines Steuerjahres, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Änderungen umgehend zu korrigieren. Die Lohnsteuerkarte wurde im Januar 2013 abgeschafft und durch Elektronische SteuerAbzugsMerkmale ersetzt.


Verwandte Themen: Arbeitnehmer-Sparzulage, Beschränkte Steuerpflicht, Unbeschränkte Steuerpflicht, Steuerklassen

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Lohnsteuerklassen

abhängig Beschäftigte, welche unbeschränkt einkommensteuerpflichtig wurden, werden zum Zwecke des Lohnsteuerabzugs bestimmten Lohnsteuerklassen zugewiesen, wobei Ehegatten eine Wahlausführbarkeit zwischen unterschiedlichen Kombinationen von Lohnsteuerklassen haben. Der Steuerklasse I werden ledige, verheiratete, verwitwete und geschiedene Arbeitnehmer zugeordnet, welche nicht die Voraussetzungen für eine Zuordnung zu Steuerklasse III und IV erfüllen. Zur Lohnsteuerklasse II gehören ledige, verheiratete, verwitwete beziehungsweise geschiedene Mitarbeiter, bei denen der Haushaltsfreibetrag berücksichtigt wird. In die Lohnsteuerklasse III gehören verheiratete Arbeitnehmer, im Falle, dass beide Ehepartner unbeschränkt einkommensteuerpflichtig wurden und nicht dauernd getrennt leben. Zudem darf der andere Ehegatte keinen Arbeitslohn beziehen oder muss auf Antrag beider Ehepartner der Steuerklasse V zugewiesen werden. Auch verwitwete Mitarbeiter werden der Lohnsteuerklasse III zugewiesen, sobald sie aber auch der verstorbene Ehegatte zu dessen Todeszeitpunkt unbeschränkt einkommensteuerpflichtig waren und nicht dauernd getrennt lebten. Das gilt allerdings nur für das Kalenderjahr, in welchem der Ehepartner verstarb. Verheiratete Steuerpflichtige Mitarbeiter werden der Lohnsteuerklasse IV zugeordnet, falls beide Ehepartner unbeschränkt einkommensteuerpflichtig wurden, nicht dauerhaft getrennt leben und beide Arbeitslohn beziehen. In die Lohnsteuerklasse V werden verheiratete Mitarbeiter eingeordnet, falls beide Ehepartner berufstätig wurden und einer von ihnen auf dem entsprechenden Antrag der Steuerklasse III zugeordnet wurde. Die Lohnsteuerklasse VI dagegen gilt für Mitarbeiter, die gleichzeitig Arbeitslohn von verschiedenen Arbeitgebern beziehen.


Nützliche Hinweise

Bis zum 30. November eines jeden Jahres haben Ehegatten einmal jährlich die Möglichkeit, einen Steuerklassenwechsel vornehmen zu lassen.


Verwandte Themen: Lohnsteuerkarte, Arbeitnehmer-Sparzulage

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Lohnzahlungszeitraum

Der Lohnzahlungszeitraum benannt den Zeitraum, für den ein laufender Arbeitslohn bezahlt wird. Sollte der Lohnzahlungszeitraum als solcher nicht feststellbar sein, tritt an dessen Stelle die Summe der tatsächlich geleisteten Arbeitstage und Arbeitswochen. In den Lohnzahlungszeitraum wurden während jedes existierenden Dienstverhältnisses auch Arbeitstage hinzuzuzählen, für die der Mitarbeiter keinen Lohn erhält.


Verwandte Themen: Lohnsteuerklassen

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Lohnzuschläge

Bestimmte Lohnzuschläge wie für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit können vom Arbeitgeber steuerfrei zum vereinbarten Grundlohn überwiesen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Zuschlag für Nachtarbeit maximal 25 Prozent und für Sonntagsarbeit bis zu 50 Prozent des Grundlohns beträgt. Für die Arbeit an gesetzlichen Feiertagen Sylvester ab 14 Uhr gilt ein maximaler Satz von 125 Prozent. Für die Zeit an Heilig Abend ab 14:00 Uhr und auch an den Weihnachtsfeiertagen und am Tag der Arbeit ganztägig beträgt der Höchstsatz 150 Prozent des Grundlohns.
Als Grundlohn gilt dabei immer der Lohn, der einem abhängig Beschäftigte während der maßgeblichen und regulären Arbeitszeit zusteht. Dieser muss dann in einen Stundenlohn umgerechnet werden. Maßgeblich wurden immer die am jeweiligen Arbeitsort gültigen gesetzlichen Feiertage. Wird eine Nachtarbeit vor 00:00 Uhr aufgenommen so erhöht sich der Satz für diese Zeit auf 40 Prozent. Zudem zählt auch die Zeit zwischen 00:00 Uhr und 04:00 des Folgetages noch als Sonn- beziehungsweise Feiertagsarbeit.


Verwandte Themen: Arbeitslohn

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Meisterkurs

Nimmt ein steuerpflichtiger Bürger an einem Meisterkurs teil, sind die dabei entstehenden Kosten als Fortbildungskosten. Diese sind unter der Rubrik Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit unter Werbungskosten einzutragen und können so steuerlich geltend gemacht werden. Falls der Arbeitgeber den Meisterkurs finanziert, wurden die dem entsprechenden Zahlungen für den Mitarbeiter steuerfrei.


Verwandte Themen: Übernachtungskosten, Reisekostenerstattung, Fortbildungskosten, Verpflegungsmehraufwand

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Mehrarbeit

Erhält ein Mitarbeiter Zuschläge für eine Mehrarbeit, so werden diese dem steuerpflichtigen Arbeitslohn zugerechnet. Erschwerniszuschläge für Arbeit in Kälte beziehungsweise mit Chemikalien sind dabei in vollem Umfang steuerpflichtig, während Zuschläge die Arbeit an Sonn- und Feiertagen und während der Nacht zum Teil von der Steuer befreit sind. Bedingung für eine Steuerbefreiung ist jedoch, dass diese bestimmte Prozentsätze des Grundlohns nicht überschreiten. Bei einer Nachtarbeit wurden dies 25 und bei der Arbeit an Sonn- und Feiertagen 50 Prozent des Grundlohns. Als Grundlohn zählt dabei der Lohn, der einem Mitarbeiter für seine Tätigkeit während der regulären Arbeitszeiten zusteht. Dieser muss zum Vergleich in einen Stundenlohn umgerechnet werden. Als Nachtarbeit zählen Tätigkeiten in der Zeit zwischen 20:00 Uhr und 06:00 Uhr. Zur Sonn- und Feiertagsarbeit gehören ausgeführte Tätigkeiten in der Zeit von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr des jeweiligen Tages. Maßgeblich für die Feiertagsregelung sind die am jeweiligen Arbeitsort geltenden gesetzlichen Feiertage. Eine Sonderregelung gilt, wenn die Nachtarbeit vor 00:00 Uhr aufgenommen wird. Hier erhöht sich der Zuschlag auf 40 Prozent. Als Sonn- und Feiertagsarbeit zählt auch der Zeitraum zwischen 00:00 Uhr und 04:00 des auf den Sonn- und auch Feiertag folgenden Werktag.


Verwandte Themen: Arbeitslohn

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Mehraufwendungen für Verpflegung

Verpflegungskosten können steuerlich geltend gemacht werden, sobald Steuerzahler im Rahmen ihrer ausgeübten Tätigkeit über einen längeren Zeitraum von Ihrer Wohnung und ihrem Arbeitsplatz abwesend wurden. Für die als Werbungskosten anzugebenden oder durch den Arbeitgeber zu erstattenden Verpflegungskosten können ausschließlich Pauschalbeträge benutzt werden. Maßgebend für die Höhe der Beträge ist nur die Dauer der Abwesenheit. Ob der auswärtige Aufenthalt aufgrund einer Dienstreise und einer Einsatzwechseltätigkeit erfolgt ist, spielt dagegen keine Rolle.
Ein pauschaler Betrag darf ab einer Abwesenheit von mindestens 8 Stunden gelten gemacht werden. Bis zu einem Zeitraum von 14 Stunden beträgt der pauschale Satz 6 Euro. Beträgt die Dauer der Abwesenheit zwischen 14 und 24 Stunden, liegt der Pauschbetrag bei 12 und bei einer Abwesenheit von mehr als 24 Stunden bei 24 Euro. Bei einer Auswärtstätigkeit im Ausland sind gesonderte Pauschalbeträge, die sich nach dem jeweiligen Land richten.


Nützliche Hinweise

Geltend gemacht werden können auch Verpflegungskosten für eine Begleitperson, wenn die Erforderlichkeit glaubhaft nachgewiesen werden kann.


Verwandte Themen: Dienstreise

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Mehrfachbeschäftigung

Wenn ein Mitarbeiter gleichzeitig mehrere Dienstverhältnisse eingegangen ist, hat er jedem Arbeitgeber eine Lohnsteuerkarte vorzulegen. Falls der Mitarbeiter von seiner Gemeinde das Ausstellen von mehr als einer Lohnsteuerkarte verlangt, wird in diese Lohnsteuerkarten immer die Lohnsteuerklasse VI eingetragen. Für das Ausstellen der zusätzlichen Lohnsteuerkarte(n) entstehen dem Arbeitnehmer keine Kosten. Falls der Mitarbeiter nur eine geringfügige Beschäftigung ausübt, kann er die Möglichkeit einer Pauschalierung der Lohnsteuer wählen und muss in diesem Fall keine Lohnsteuerkarte vorlegen.



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Mehrwertsteuer

Vor 1973 wurde die Umsatzsteuer als Mehrwertsteuer bezeichnet. Die Umsatzsteuer zählt zu den Verkehrssteuerarten, welche sowohl vom privaten Verbraucher als auch von öffentlichen Verbrauchern, auf Waren und Dienstleistungen zu entrichten ist. Unternehmer können für Güter und Leistungen die Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen. Die Rückzahlung der Umsatzsteuer erfolgt mit dem Vorsteuerabzug. Somit wurden die Gewinne der Firmen umsatzsteuerfrei. Die zu erbende Umsatzsteuer auf Waren und Leistungen wurden an die Finanzbehörde zuzahlen. Zu diesem Zwecke zahlen die Firmen monatlich, quartalsweise und jährlich den Vorsteuerabzug an der Fiskus. Die zu erhebende Umsatzsteuer wird für Lieferungen und Leistungen erhoben. Seit 01.01.2007 beträgt der Steuersatz 19 Prozent, die ermäßigte Steuer wie zum Beispiel auf Zeitschriften, Nahrungsmittel beziehungsweise Hotelübernachtungen beträgt 7 Prozent. Kleinunternehmer können umsatzsteuerbefreit sein. Von der Umsatzsteuerregelung können bestimmte Berufe, wie beispielsweise Ärzte ausgeschlossen sein.



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Mietereinbauten

Als Mietereinbauten werden alle Veränderungen und Ergänzungen einer Immobilie bezeichnet, welche der Mieter im eigenen Namen und auf eigene Rechnung vornehmen lässt. Welche Mietereinbauten zulässig wurden und welche nicht, ergibt sich einerseits aus den allgemein verbindlichen Regelungen des BGB zu den Rechten und Pflichten der Mieter und andererseits aus den Klauseln des individuellen Mietvertrages. Ob Mietereinbauten steuerlich geltend machen lassen, hängt davon ab, ob sie den eigentlichen Geschäftszweck Mieters dienlich wurden. Sie dürfen nicht nur zum Ziel der Verbesserung des allgemeinen Nutzungskomforts vorgenommen werden. Hat man Mietereinbauten notwendig, um den Geschäftsbetrieb aufnehmen zu können, wie beispielsweise auf Grund der Auflagen der Gewerbe- und Lebensmittelaufsicht, werden diese Kosten als Eigenproduktionskosten für die Geschäftsräume steuerlich berücksichtigt.



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Mieterzuschuss

Sobald sich ein Mieter an den Kosten für den Bau beziehungsweise eine Renovierung beteiligt, entstehen Mieterzuschüsse. Unabhängig davon, ob die Zahlungen als Mietvorauszahlungen oder als verlorene Zuschüsse geleistet werden, sie gelten stets als Mietvorauszahlungen. Für den Vermieter wurden diese Mietvorauszahlungen immer Einnahmen, welche im selben Jahr erfasst werden müssen. Im Fall, dass ein Mietzuschuss in monatlichen Teilzahlungen mit der wirtschaftlichen Miete verbucht wird, besteht die Möglichkeit, welchen Zuschuss wie ein zinsloses Darlehen zu nutzen. Hierbei errechnet sich die Miete durch die ständigen Zahlungen und den anteiligen Zuschuss. Mit dieser Ratenzahlung existieren dem Vermieter Einnahmen. Falls der Mietzuschuss später nicht zurücküberwiesen werden muss, darf er auf die Mietdauer, welche im Mietvertrag festzuhalten ist, verteilt werden. Allerdings muss diese Dauer auf 10 Jahre begrenzt werden.



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Mieterkaution

Behält der Vermieter die Mieterkaution ein, so existieren ihm damit Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Die Reparaturkosten, zu deren Bezahlung die Kaution verwendet wird, wurden Werbungskosten. Diese können von aus Vermietung und Verpachtung stammenden Einnahmen steuermindernd abgezogen werden.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

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Mietkautionskonto

Die auf einem Mietkautionskonto anfallenden Zinsen stehen prinzipiell dem Mieter zu und müssen auch von diesem versteuert werden. Falls kein Freistellungsauftrag vorliegt, ist von der Bank im Rahmen der Abgeltungssteuer ein Zinsabschlag einzubehalten, der an das Finanzamt abgeführt wird. Bis zu einem Höchstbetrag von 801 Euro wurden Zinseinnahmen jedoch steuerfrei.


Verwandte Themen: Zinsabschlag

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Mietverhältnis zwischen Angehörigen

Verträge, die zwischen nahen Angehörigen geschlossen wurden, können steuerlich nur dann anerkannt werden, wenn sie dem entsprechen, was zwischen einander fremden Dritten üblich ist (sogenannter Fremdvergleich). Darüber hinaus müssen die im Vertrag getroffenen Vereinbarungen auch auch wirklich umgesetzt beziehungsweise durchgeführt werden. Bei zwischen nahen Angehörigen geschlossenen Mietverhältnissen ist entsprechend sowohl auf die Vertragsgestaltung als auch auf die auch wirkliche Durchführung der vertraglichen Vereinbarungen zu achten. Insbesondere müssen im Vertrag zu Lage und Größe der Wohnung aber auch zur Höhe des Mietzinses und zum Mietbeginn enthalten sein; zudem müssen darin Vereinbarungen zu den Nebenkostenzahlungen getroffen worden sein. Falls diese fehlen, ist eine steuerliche Anerkennung des Mietverhältnisses nicht ausführbar. Dies hat regelmäßig zur Folge, dass auch die mit den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung zusammenhängenden Werbungskosten nicht anerkannt werden. Seit dem Veranlagungszeitraum 2004 gilt, dass die Werbungskosten bei einer auf Dauer angelegten Vermietung an Angehörige vollständig abgezogen werden können, wenn der Mietzins wenigstens 75 Prozent der ortsüblichen Miete entspricht. Bei einem zwischen 50 Prozent und 75 Prozent des ortsüblichen Satzes liegenden Mietzins ist grundsätzlich zu überprüfen, ob eine Einkunftserzielungsabsicht vorliegt. Bei einer positiven Ertragsprognose dürfen die Werbungskosten vollständig abgezogen werden, während die Vermietungstätigkeit bei negativer Ertragsprognose in einen entgeltlichen sowie einen unentgeltlichen Teil aufgeteilt werden muss, wobei Werbungskosten nur für den entgeltlichen Teil geltend gemacht werden können, für den kostenlosen Teil dagegen nicht. Liegt der Mietzins unterhalb von 50 Prozent der ortsüblichen Miete, ist die Vermietungstätigkeit ist in einen unentgeltlichen und einen entgeltlichen Teil aufzuteilen; Werbungskosten können nur für den entgeltlichen Teil geltend gemacht werden. Mittels Ertrags- beziehungsweise Überschussprognose kann festgestellt werden, ob die Vermietung auf längere Sicht gewinnbringend ist. Hierzu müssen die künftig zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben (Werbungskosten) festgestellt und einander gegenübergestellt werden, wobei die Einnahmen um einen zehnprozentigen Sicherheitszuschlag erhöht und die Ausgaben um einen ebenso hohen Sicherheitsabschlag vermindert werden dürfen. Als Prognosezeitraum werden dabei 30 Jahre angenommen, es sei denn, bei der Aufstellung der Ertragsprognose ist bereits eine kürzere Vermietungsdauer abzusehen, etwa, weil ein zu einem bestimmten Termin ein Verkauf der Immobilie geplant ist.


Nützliche Hinweise

Der Mietzins muss mindestens 75 Prozent der ortsüblichen Miete entsprechen. Um zu vermeiden, dass es zu einem verminderten Werbungskostenabzug kommt, sollte die Höhe des Mietzinses gegebenenfalls an diese 75-Prozent-Grenze angepasst werden.


Verwandte Themen: Angehörige, Werbungskosten / Vermieter

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Mildtätige Zwecke

Aus seitens der Gesetzgebung werden Körperschaften unmittelbar gemeinnütziger und kirchlicher Zwecke eine Steuervergünstigung gewährt. Diese steuerbegünstigte Zwecke werden in der Regel von Vereinen oder Stiftungen in Anspruch genommen. Wer mit seiner Tätigkeit Personen selbstlos unterstützt, verfolgt mildtätige Zwecke. Auch die auf Unterstützung und Hilfe angewiesenen Personen, wie beispielsweise geistig oder seelische behinderte Menschen wird mit steuerlichen Vergünstigungen belohnt. Ebenso zählt zu den mildtätigen Zwecken, wer Menschen unterstützt, die nicht mehr als das Vierfache der Sozialhilferegelsätze beziehen. Der fünffache Regelsatz trifft auf Alleinstehende zu. Personen, welche über Ersparnisse verfügen, kann zugemutet werden, dass diese dazu zu verwenden wurden, um Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Somit liegt in diesem Falle kein Anrecht auf Unterstützung an. Kommt es aus festgelegten Gründen dazu, dass aus einer wirtschaftlichen Lage eine Notlage wird, so können die im Gesetz erwähnten Grenzen auch überschritten werden. Nach dem Einkommenssteuergesetz definieren sich Bezüge: Einnahmen und sonstige Bezüge, welche zur Bestreitung des Lebensunterhaltes benötigt werden. Sozialhilfe wurden keine Bezüge. Ebenfalls keine Bezüge wurden Unterhaltsleistungen bis zur Höhe der Sozialhilfe.


Verwandte Themen: Stiftungshöchstbetrag

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Mineralölsteuer

Die Mineralölsteuer zählt zu den Verbrauchssteuern und muss vom Verkäufer des Öls beziehungsweise auch Gases abgeführt werden. Da auf diese Produkte ebenfalls die Umsatzsteuer berechnet wird, kommt es hier zu einer Doppelbesteuerung. Die Mineralölsteuer wird fällig für Benzin, Diesel sowie Heizöl und Erdgas.



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Mitarbeiterbeteiligungen

Mitarbeiterbeteiligungen werden auch als Stock-Options beschrieben. Zu finden wurden diese vor allem in Aktiengesellschaften. Dabei gewähren die Aktiengesellschaften ihren Mitarbeitern ein bestimmtes Bezugsrecht auf die internen Aktien. Der Bundesfinanzhof entschied, dass diese Aktienoptionsrechte erst dann zum steuerpflichtigen Arbeitslohn werden, wenn die Aktien auch wirtschaftlich bezogen werden. Das heißt, dass erst mit Ausübung der Option eine Steuerpflicht besteht. Maßgebend für den tatsächlichen Zuflusszeitpunkt ist stets die Ausbuchung der Aktie aus dem Depot. Dabei spielt es keine Rolle, ob während der Ausübung und der Ausbuchung der Option aus dem Depot ein Kursanstieg beziehungsweise Fall stattgefunden hat. Falls die Aktie nach Ablauf der Spekulationsfrist verkauft wird, ist eine eventuelle Wertsteigerung steuerfrei.



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Mitgliedsbeiträge

Sowohl an Kammern wie auch an Verbände, Gewerkschaften und Vereine müssen Mitgliedsbeiträge entrichtet werden. Diese Mitgliedsbeiträge können in der Steuererklärung als Werbungskosten beziehungsweise aber als Betriebsausgaben angegeben werden. Allerdings muss die jeweilige Mitgliedschaft aus beruflichen Gründen oder aus dem betrieblichen Interesse heraus erfolgen. Ein Beispiel dafür wäre die Mitgliedschaft in Berufsständekammern. Dem gegenüber werden beispielsweise keine Mitgliedschaften im Lions-Club berücksichtigt. Sollten die Mitgliedsbeiträge einem förderungsfähigen Zweck dienen, können sie auch als Sonderausgaben angegeben werden. In diesem zusammen wirkt der Mitgliedsbeitrag ähnlich wie eine Spende. Berücksichtigt werden ist allerdings, dass die Mitgliedschaften in Körperschaften, welche hauptsächlich der Freizeitgestaltung dienen, nicht absetzbar wurden.


Verwandte Themen: Parteispenden, Spenden

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Mittagsheimfahrt

Die Entfernungspauschale, die als die einfache Wegstrecke zwischen der Wohnung und dem Arbeitsplatz definiert ist, könnte nur einmal täglich steuerlich geltend gemacht werden. Wer mittags nach Hause fährt, um nach seiner Pause wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren, darf dies nicht angeben, denn diese zusätzliche Fahrt fällt nicht unter Werbungskosten für die eigenen Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit.
Ausnahmeregelungen gibt es für behinderte Menschen: Sie können, so sie nicht selbst das Fahrzeug führen, eine zusätzliche Leerfahrt steuerlich geltend machen. Personen, deren Behinderungsgrad wenigstens 70 beträgt, können, ebenso wie Menschen, deren Behinderungsgrad wenigstens 50 beträgt und die im Straßenverkehr stark eingeschränkt wurden, ihre wirklichen Kosten steuerlich geltend machen. Optional steht es ihnen frei, ohne Einzelbelegen für die Kosten einen Kilometerersatz von 30 Cent geltend zu machen.


Verwandte Themen: Entfernungspauschale, Kilometersatz

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Mitwirkungspflichten

Steuerpflichtige wurden dazu verpflichtet, an der Aufklärung eines jeden steuerlichen Sachverhaltes mitzuwirken. Zur Nachkommung der Mitwirkungspflicht müssen alle Angaben in einer Steuererklärung wahrheitsgemäß und vollständig sein, aber auch mit den dem entsprechenden Belegen nachgewiesen werden. Der genaue Umfang der Mitwirkungspflicht ist immer vom jeweiligen Einzelfall abhängig. Eine Mitwirkungspflicht existiert auch bei ausländischen Sachvbekommen. Hier sind die Beteiligten dazu verpflichtet, die jeweiligen Umstande aufzuklären und die erforderlichen Nachweise beizubringen. Dabei gibt es bei den ausländischen Sachverhalten eine erhöhte Mitwirkungspflicht. Wir die Mitwirkungspflicht verletzt, kann dies dazu führen, dass die Bemessungsgrundlage geschätzt wird. Wird die Mitwirkung bei ausländischen Sachvbekommen verletzt, so können durch die Finanzbehörden Zuschläge erhoben werden. Diese können seit 2007 nicht mehr als Betriebsausgaben steuerlich angesetzt werden.
Besonders umfangreiche Mitwirkungspflichten bestehen auch bei einer Außenprüfung, welche durch die Steuerfahndung durchgeführt wird. So muss der Steuerpflichtige hier sämtliche Auskünfte zu Büchern, Geschäftspapieren und anderen Urkunden geben und den Behörden auch Einsicht in die vorhandenen Unterlagen zahlen.



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Musiker

Ein Musiker darf selbstständig beziehungsweise nicht selbstständig sein. Das Steuerrecht betrachtet als abhängige beschäftige Personen solche, die einem Arbeitgeber unterstellt wurden beziehungsweise sich in eine Unternehmungsstruktur befinden beziehungsweise auch Weisungen des Arbeitgebers befolgen müssen. Für abhängige abhängig Beschäftigte gibt es kein Firmensrisiko, weshalb diese grundsätzlich nicht als selbstständige Personen zählen. Ob eine Arbeit selbstständig ist, ist nicht der Berufsbezeichnung zu entnehmen, sondern der Art und Weise der ausgeübten Tätigkeit. Bei einer selbstständigen Tätigkeit wurden sowohl Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb wie auch aus einer freiberuflichen Tätigkeit ausführbar. Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb unterliegen der Gewerbesteuer, während Freiberuflicher nicht gewerbesteuerpflichtig wurden.


Nützliche Hinweise

Ob eine Tätigkeit selbstständiger beziehungsweise freiberuflicher Natur ist, sollte beim zuständigen Finanzamt abgeklärt werden. Die Finanzämter wurden übrigens zu dieser Auskunft verpflichtet.


Verwandte Themen: Freiberufler

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Nachhilfeunterricht

Eine Person, welche Kinder bei der Erledigung von Hausaufgaben unterstützt, anleitet und beaufsichtigt, übt eine unterrichtende Tätigkeit aus. Falls diese Person in keinerlei Beschäftigungsverhältnis steht, sind ihre Einnahmen im steuerrechtlichen Sinn, Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit. Das trifft für Nachhilfeunterricht erteilende Personen ebenso zu. Die Unterrichtstätigkeit wird den freien Berufen zugeordnet. Auf die Einnahmen hieraus ist deshalb keine Gewerbesteuer zu bezahlen. Unabhängig von Umsatz und Gewinn wurden Freiberufler nicht zur Buchführung verpflichtet. Damit entfällt ebenfalls die Bilanzierung völlig. Die Gewinnermittlung von freiberuflich tätigen Personen erfolgt stets auf Basis einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Außerdem ist bei der nebenberuflichen Ausübung der Nachhilfetätigkeit eine Steuerbefreiung bis zu einem Höchstbetrag von 1848 Euro vorgesehen. Im Allgemeinen spricht man hier von der sogenannten Übungsleiterpauschale, welche lediglich eine gewisse Aufwandsentschädigung darstellt. Beträge, die von den Eltern als Honorar für Nachhilfestunden gezahlt werden, können nur dann als Werbungskosten gelten, wenn der Nachhilfe ein Umzug vorangegangen ist. Der Höchstsatz beträgt hier momentan 1348 Euro.


Verwandte Themen: Steuerfreie Einnahmen, Freiberufler

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Nachtarbeit

Zuschläge, die zusätzlich zum Basislohn bezahlt werden und eine zusätzliche Vergütung von Nachtarbeit, Feiertags- und Sonntagsarbeit darstellen, wurden grundsätzlich steuerfrei. Ähnlich sieht das der Fiskus bei sogenannten Nettolohn-Vereinbarungen: Wird der Zuschlag zusätzlich zum festgelegten Nettolohn bezahlt, werden hierauf keine Steuern erhoben. Allerdings darf die Zuschlagshöhe folgende Größenordnungen nicht übersteigen: 25 Prozent für Nachtarbeit, 50 Prozent für Arbeit am Sonntag und 150 Prozent für ganz bestimmte Feiertage, wie beispielsweise am 01. Mai und an den Weihnachtsfeiertagen. Die Basis für die Berechnung der von der Steuer befreiten Zuschläge bildet ab 01. Januar 2004 ein höchstmöglicher Stundenlohn von 50 Euro. Allerdings wurden von dieser Regelung lediglich diejenigen Arbeitnehmer betroffen, deren Monatslohn ungefähr 8000 Euro beträgt. Als Grundlohn beschrieben der Staat das regelmäßige Arbeitsentgelt, das während einer vertraglich vereinbarten Arbeitszeit erzielt wird. Aus dieser Summe ist ein fiktiver Stundenlohn als Berechnungsbasis für steuerfreie Zuschläge zu ermitteln. Arbeit von 20.00 bis 6.00 Uhr gilt als Nachtarbeit, Sonntagsarbeit wird zwischen 0.00 und 24.00 Uhr des betreffenden Tages geleistet. Als Feiertage gelten immer die am jeweiligen Arbeitsort gesetzlich festgelegten Feiertage. Für die Aufnahme von Nachtarbeit vor 0.00 Uhr gilt folgende Regelung: Zwischen 0.00 und 4.00 Uhr erhöht sich automatisch der Zuschlag um 40 Prozent auch dann, falls der folgende auf den Sonn- und Feiertag fallende Tag kein Sonn- und Feiertag ist. Ab 01. Januar kommt folgende Regelung hinzu: Falls das Entgelt für die Sonntagsarbeit mehr als 25 Euro beträgt, werden Kranken: Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge fällig.


Nützliche Hinweise

Für den Nachweis von Nacht- Sonn- und Feiertagsarbeit wurden Einzelaufzeichnungen notwendig, aus denen alle relevanten Daten eindeutig hervorgehen. Können entsprechende Nachweise nicht erbracht werden, versagt der Fiskus die Befreiung der Zuschläge von der Steuer. Modellrechnungen werden laut einem Urteil des Bundesfinanzhofes nicht anerkannt.


Verwandte Themen: Arbeitslohn

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Negative Einkünfte

Im Rahmen der Einkommenssteuererklärung besteht die Möglichkeit, negative Einkünfte, auch als Verlust benannt, geltend zu machen. Dazu muss ein Verlustabzug, ein vertikaler und ein horizontaler Verlustausgleich erfolgen. Bei dem Verlustabzug nach § 10d EStG existiert die Möglichkeit, negative Einkünfte ebenso wie Sonderausgaben von den erzielten Einkünften abzuziehen. Der Verlustabzug ist insbesondere bei negativen Einkünften aus anderen Veranlagungszeiträumen zu empfehlen. Bei dem vertikalen Verlustausgleich haben Steuerzahler die Möglichkeit, ihre negativen Einkünfte zwischen verschiedenen Formen von Einkommen auszugleichen. Der vertikale Verlustausgleich darf etwa nach einem horizontalen Verlustausgleich, der ausschließlich innerhalb der selben Einkommensart machbar ist, erfolgen.


Verwandte Themen: Verlustrücktrag, Verlustvortrag

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Nettolohnvereinbarung

Falls der Arbeitgeber die auf das Arbeitsentgelt entfallende Lohnsteuer selbst übernimmt, wurden diese in voller Höhe dem Nettolohn zuzurechnen. Zur Steuerermittlung wird letztlich die Obergrenze herangezogen tatsächlichem Arbeitslohn und den vom Arbeitgeber übernommenen Teilen des Lohnes herangezogen. Falls der Arbeitgeber neben der Lohnsteuer noch weitere Beiträge, wie beispielsweise den Mitarbeiteranteil am Sozialversicherungsbeitrag, Solidaritätszuschlag oder Kirchensteuer übernimmt, so sind bei der Berechnung des Bruttolohnes auch diese Beträge mit berücksichtigen.


Verwandte Themen: Arbeitnehmer-Sparzulage, Arbeitgeberdarlehen, Arbeitslohn

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Nichteheliche Lebensgemeinschaft

Im deutschen Steuerrecht werden Partner die in einem Eheverhältnis leben nicht mit solchen einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft gleichgestellt. Dies führt in der Regel zu einer Benachteiligung der nicht ehelichen Lebensgemeinschaften. So ergibt sich für Ehepaare mit unterschiedlich hohen Einkommen immer ein steuerlicher Vorteil. Nachteile ergeben sich für nicht eheliche Lebensgemeinschaften auch, wenn es um die Erbschaftsteuer geht. Hier ist der Satz für Ehepaare wesentlich geringer. Auch eine Befreiung von der Grunderwerbssteuer könnte ausschließlich von Ehepaaren beantragt werden. Eine doppelte Haushaltsführung wird von den Finanzämtern bei nicht ehelichen Partnerschaften oftmals nicht anerkannt, da hier Haupt und Zweitwohnsitz nur sehr schwierig begründet werden können. Keine Unterschiede gibt es bei der steuerlichen Behandlung von Kindern. Hier wurden die nicht ehelichen Lebensgemeinschaften den verheirateten Paaren gleichgestellt.


Nützliche Hinweise

Zwar spricht in Anbetracht der genannten Vorteile einiges für die Ehe, jedoch kann hier keine pauschale Aussage getroffen werden. Ob sich eine Ehe auch steuerlich auszahlt, hängt immer vom jeweiligen Einzelfall ab. Neben dem jeweiligen Einkommen spielt für eine steuerliche Betrachtung auch die Vermögenssituation eine wichtige Rolle. Soll im Todesfall der Partner als Erbe eingesetzt werden, ist jedoch immer das Eingehen einer Ehe zu bevorzugen. Dies ist der Fall, wenn es zwischen den beiden Partnern zu erheblichen Einkommensunterschieden kommt.


Verwandte Themen: Doppelte Haushaltsführung, Erbschaftsteuer/ Freibetrag

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Nichtveranlagungsbescheinigung

Eine Nichtveranlagungsbescheinigung wird vom Wohnsitzfinanzamt erteilt, falls die künftigen Einkünfte eines Steuerpflichtigen so gering wurden, dass nicht mit einer Veranlagung zur Einkommensteuer zu rechnen ist. Das Ausstellen der Bescheinigung erfolgt nur vorbehaltlich des Widerrufs und bis zu für eine dreijährige Geltungsdauer. Das Ausstellen einer Nichtveranlagungsbescheinigung ist sinnvoll, sobald Steuerzahler nur geringe Einkünfte beziehen, jedoch relativ hohe Erlöse aus Kapitalvermögen erhalten, wie dies vor allem bei Rentnern und in bestimmten Ausnahmen auch bei Studenten der Fall ist. So wird vermieden, dass die Erlöse des Steuerpflichtigen bei Überschreitung des Freibetrags vom Kreditinstitut um die dann einzubehaltende Kapitalertragsteuer gemindert werden. Anderenfalls wäre es notwendig, eine Steuererklärung abzugeben, um die Rückerstattung der von der Bank abgeführten Kapitalertragsteuerbeträge zu erreichen. Legt der Kunde dem Kreditinstitut rechtzeitig eine Nichtveranlagungsbescheinigung vor, behält dieses keine Kapitalertragsteuer ein.



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Nießbrauch

Mit dem Nießbrauch räumt der Eigentümer einer Sache, beispielsweise einer Immobilie, einer natürlichen beziehungsweise juristischen Person das Nutzungsrecht an dieser Sache ein. Wenn für die Nutzung eine Gegenleistung erbracht wird, die
- unter 10 % des Nießbrauchswertes liegt, wird von einem 'unentgeltlichem Nießbrauch'
- den Wert nur zumTeil ausgleicht, von einem 'teilentgeltlicher Nießbrauch'
- dem Wert der Gegenleistung entspricht, von 'entgeltlichen Nießbrauch'
gesprochen.
Ein Zuwendungsnießbrauch liegt vor, sobald der Eigentümer einer Immobilie einem Dritten ein Nutzungsrecht an einem Teil des Grundstücks und/und Gebäudes und an der gesamten Immobilie beziehungsweise eine Nutzung der Einnahmen aus der Immobilie unentgeltlich, teilentgeltlich und entgeltlich einräumt. Wenn der Nutzer die Immobilie vermietet, wirken sich diese Nießbrauchsformen steuerrechtlich wie folgt aus: Im Falle des 'kostenlosen Zuwendungnießbrauches' erzielt der Nutzer steuerpflichtige 'Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung', während bei dem Eigentümer des Grundstücks keine Einkünfte anfallen. Der Nutzer könnte die Abschreibungen auf das Gebäude nicht als 'Werbungskosten' zum Abzug bringen. Aber auch der Eigentümer kann die Abschreibung nicht ansetzen. Lediglich auch wirklich entstandene Erhaltungsaufwendungen und nachträgliche Produktionskosten wurden als Werbungskosten absetzbar. Liegt ein 'entgeltlicher Zuwendungsnießbrauch' vor, fallen bei dem Nießbraucher 'Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung' an. Der Eigentümer muss die Vergütung, die ihm der Nutzer zahlt, ebenfalls als 'Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung' versteuern. Der Nutzer darf die Leistungen an den Eigentümer, der Eigentümer die Gebäudeabschreibung als 'Werbungskosten' geltend machen. Erhaltungsaufwendungen und nachträglich entstandene Produktionskosten kann der Eigentümer oder der Nutzer absetzen, je nachdem, wer sie überwiesen hat. Bei einem 'teilentgeltichen Zwendungsnießbrauch' werden die Einnahmen wie im Falle des unentgeltlichen und entgeltlichen Nießbrauchs versteuert. Die Höhe der abzugsfähigen Werbungskosten wird nach dem Verhältnis des Nießbrauchsentgeltes zum Kapitalwert des Nießbrauches berechnet.



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Notarkosten

Zu den Anschaffungsnebenkosten zählen Notarkosten, welche zusammen mit den Anschaffungskosten abgeschrieben werden können. Notarkosten fallen immer beim Kauf einer Immobilie an. Bei einer Hypothekeneintragung anfallen Notarkosten, welche den Finanzierungskosten zugerechnet werden. Finanzierungskosten können direkt als Betriebskosten bei einer Geschäftsimmobilie oder als Werbungskosten bei einer Privatimmobilie geltend gemacht werden. Berücksichtigt werden aber muss, dass nur jene Notarkosten absetzbar wurden, welche im kausalen gemeinsam mit der Einkunftserzielung stehen. Bei einem Immobilienerwerb zum Zwecke der Vermietung wäre diese Voraussetzung erfüllt.


Verwandte Themen: Anschaffungskosten, Finanzierungskosten, Werbungskosten / Vermieter

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Ökosteuer

Die Ökosteuer wird zum einen in Form einer neuen Verbrauchsteuer, der Stromsteuer, zum anderen als erhöhte Mineralölsteuer erhoben.
Die Stromsteuer wird aufgrund des Stromsteuergesetzes (StromStG) seit dem 01.04.1999 im Steuergebiet Bundesrepublik Deutschland, ohne das Gebiet Büsing und die Insel Helgoland, erhoben. Die Einnahmen fließen einzig in den Bundeshaushalt. Stromsteuer wird erhoben für
: - die Entnahme von Strom durch den Endverbraucher im Steuergebiet
- die Entnahme von Strom durch den Stromversorger mit Ausnahme der Entnahme für die Stromerzeugung
- Strom, der selbst erzeugt wurde, wenn die Nennleistung größer als 2 MW ist.
Die Steuer wird für Strom erhoben, der im Rahmen des Steuergebietes entnommen wurde, ohne Berücksichtigung des Erzeugungslandes. Somit unterliegt auch Strom der im Ausland produziert, aber in Deutschland verbraucht wurde, der Stromsteuer. Steuerpflichtig ist grundsätzlich das Stromerzeugungsunternehmen. Aber auch der Stromverbraucher muss Stromsteuer entrichten, falls er:
- Strom aus eigener Erzeugung selbst verbraucht
- Strom aus anderen Staaten unmittelbar bezieht
- bei der Entnahme von Strom gegen geltendes Recht verstößt.
Die Stromsteuerschuld muss vom Steuerschuldner beim Hauptzollamt angemeldet werden. Der Steuerzahler könnte zwischen monatlicher beziehungsweise jährlicher Zahlung wählen.
Im Rahmen der Ökosteuer wurden zeitgleich mit der Einführung der Stromsteuer die Steuersätze für die bereits bestehende Mineralölsteuer erhöht. Diese Verbrauchsteuer muss vom Verkäufer des Mineralöls überwiesen werden.



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Operatingleasing

Eine entgeltliche Überlassung von Vermögenswerten vom Leasing-Geber zum Leasing-Nehmer nennt sich Leasing und ist eine Sonderform der eigentlichen Überlassung. Entscheidend für die steuerliche Beurteilung ist, wem von beiden das gekauften Gegenstand zugerechnet wird. Ebenfalls ausschlaggebend wurden die vertraglich getroffenen Regelungen. Die Leasingverträge werden unterschieden in: Operatingleasing, Finanzierungsleasing und Spezialleasing. Die beim Operatingleasing geschlossenen Verträge wurden normale Mietverträge und können beidseitig sofort beendet werden. Versicherungskosten wie auch Reparatur- und Wartungsleistungen werden vom Leasing-Geber übernommen. Bei Vertragskündigung könnte vom Leasing-Nehmer das Wirtschaftsgut ohne weitere Verpflichtungen zurückgegeben werden. Die Leasingraten beim Leasing-Nehmer sind Betriebsausgaben und beim Leasing-Geber Betriebseinnahmen.


Verwandte Themen: Finanzierungsleasing

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Orchesterleiter

Orchesterleiter können auswählen, ob sie ihre Tätigkeit selbstständig und nichtselbstständig ausüben. Hat der Orchesterleiter einen Angestelltenvertrag mit einem Arbeitgeber geschlossen, liegt eine nichtselbstständige Tätigkeit vor. Sollte das Orchester beispielsweise unter dem Namen des Orchesterleiters stehen und immer mit diesem Leiter gemeinsam auftreten, darf eine selbstständige Tätigkeit vorliegen. Mit dem sogenannten 'Künstlererlass' nahm die Finanzverwaltung offiziell Stellung zur steuerrechtlichen Einordnung von einem Orchesterleiter.


Verwandte Themen: Musiker

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Ortsübliche Miete

Als ortsübliche Miete wird die Miete beschrieben, die für nach Art, Größe, Baujahr, Beschaffenheit Ausstattung und Lage vergleichbare Wohnungen üblich ist.


Verwandte Themen: Mietverhältnis zwischen Angehörigen, Verbilligte Vermietung

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Outplacement-Beratung

Outplacement-Beratungen dienen der beruflichen Neuorientierung. Eine solche Beratung bieten Beschäftigungsgesellschaften beziehungsweise Beratungsunternehmen an. Häufig wird im Rahmen von Abfindungsregelungen vereinbart, dass ein Mitarbeiter nach seinem Ausscheiden aus einem Arbeitsverhältnis durch eine Outplacement-Beratung unterstützt wird. Durch die Zahlungen für eine solche Beratung wird die für eine Abfindung geltende steuerliche Begünstigung nicht infrage gestellt.


Verwandte Themen: Abfindung

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Parkplatzkosten

Sofern der abhängig Beschäftigte einen Parkplatz anmietet, der sich in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsort befindet, sind die Kosten nicht als Werbungskosten und können demnach nicht steuerlich geltend gemacht werden. Mit der Entfernungspauschale wurden auch die Parkplatzkosten abgefunden. Mietet jedoch der Arbeitgeber den Parkplatz an und überlässt diesen seinem Arbeitnehmer unentgeltlich, sieht der Gesetzgeber darin keinen zusätzlichen steuerpflichtigen Arbeitslohn. Auch Sozialabgaben werden nicht fällig.


Nützliche Hinweise

Es ist steuertechnisch günstiger, falls der Arbeitgeber den Parkplatz anmietet und dem Mitarbeiter kostenlos überlässt.


Verwandte Themen: Entfernungspauschale

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Parteispenden

Steuerpflichtige, welche Mitglied in einer politischen Partei wurden oder an diese Spenden, können die Mitgliedsbeiträge wie auch die getätigten Spenden steuerlich geltend machen. Die Ermäßigung beträgt 50 Prozent der jeweiligen Kosten und ist auf einen maximalen Wert von 767 Euro für Alleinstehende sowie 1.534 für gemeinsam veranlagte Ehepaare beschränkt. Falls die getätigten Spenden bzw. Beiträge die erwähnten Beträge übersteigen, so kann die Differenz als Sonderausgaben aufgeführt werden. Die Höhe der ausführbaren Sonderausgaben ist dabei auf 1534 Euro für Alleinstehende sowie 3068 Euro für Verheiratete beschränkt. Berücksichtigt werden dabei nur solche Beträge, welche an politische Parteien geflossen wurden, welche den Bestimmungen des § 2 Parteiengesetz entsprechen. Dazu werden auch parteiähnliche Vereine berücksichtigt, sofern diese an Wahlen auf Bundes-, Landes- beziehungsweise Kommunalebene beteiligt waren und hierbei mindestens ein Mandat errungen haben oder auch sobald feststeht, dass der Verein auch an der nächsten Wahl wieder teilnehmen will.


Nützliche Hinweise

Ein Alleinstehender der beispielsweise 3.000 Euro an eine politische Partei spendet darf hiervon zunächst einmal 50 Prozent ansetzen. Da die steuerliche Ermäßigung auf 767 Euro begrenzt ist, würde der Restbetrag von 733 Euro als Sonderausgabenabzug berücksichtigt werden.


Verwandte Themen: Spenden, Sonderausgaben

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Partiarisches Darlehen

Im Falle jedes partiarischen Darlehens erhält der Kapitalgeber neben den Zinsen auch einen Anteil am Geschäftsgewinn zugesprochen; alternativ kann ihm über den Zins hinaus auch eine Gewinnbeteiligung mit einem garantierten Mindestgewinn eingeräumt werden. Die Einnahmen aus partiarischen Darlehen zählen zu den Einnahmen aus Kapitalvermögen. Sie unterliegen dementsprechend der Kapitalertragsteuer.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Kapitalvermögen, Freistellungsauftrag

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Partnerschaftsgesellschaft

Wer Partner einer Partnerschaftsgesellschaft ist, erzielt Einnahmen aus einer nicht selbstständigen Arbeit. Steuerlich betrachtet sind die einzelnen Partner als Freiberufler. In dem Fall, dass berufsfremde an der Gesellschaft beteiligt sind, so erzielen diese Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb. Dies führt in der Regel dazu, dass die Gesellschaft wie eine Personengesellschaft gewertet wird. Da Personengesellschaften nicht als juristische Person gelten, besitzen diese keine eigene Rechts- und Geschäftsfähigkeit. Daraus ergibt sich, dass die Einkommenssteuer nicht für die Gesellschaft, sondern für die einzelnen Gesellschafter einer Personengesellschaft berechnet wird. Bei Beendigung des Geschäftsjahres muss der Gewinn der Personengesellschaft festgestellt und auf die vorhandenen Gesellschafter aufgeteilt werden. Dies führt bei den einzelnen Gesellschaftern zu Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb.
In den meisten Fällen sind Personengesellschaften gewerblich tätig, weshalb sie zumeist auch der Gewerbesteuer unterliegen, falls hierfür keine Befreiung vorliegt. Die Gewerbesteuer errechnet sich immer aus dem nach den Regeln des Einkommenssteuergesetzes festgestellten Gewinn. Für den Fall, dass keine Befreiung vorliegt, unterliegen die getätigten Umsätze der Personengesellschaft auch der Umsatzsteuer.


Verwandte Themen: Freiberufler, Einkünfte aus Gewerbebetrieb

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Pauschalierung der Einkommensteuer

Sachprämien sind jene Prämien, die ein Steuerpflichtiger unentgeltlich für die persönliche Inanspruchnahme erhält. Im Falle, dass diese zum Zwecke der Kundenbindung dienen und in einem für alle klar ersichtlichen Verfahren gewährt werden, wurden Sachprämien bis zu einem Wert von in Höhe von 1224 Euro steuerfrei. Wird dieser Betrag überschritten, so ist der darüber liegende Wert steuerpflichtig. Zur Vereinfachung kann eine Pauschalversteuerung vorgenommen werden. Als Bemessungsgrundlage zur Pauschalierung dient der Gesamtwert der Prämien, welche der im Inland sitzende Steuerzahler erhält. Der Pauschsatz beträgt dabei 2 Prozent. Die pauschale Einkommenssteuer ist als Lohnsteuer dem zuständigen Finanzamt anzumelden. Spätestens nach Ablauf von 10 Tagen ist der Betrag ans zuständige Betriebsstättenfinanzamt zu überweisen.


Verwandte Themen: Pauschalierung der Lohnsteuer

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Pauschalierung der Lohnsteuer

Falls die Lohnsteuer nicht auf Basis des wirtschaftlich erzielten Arbeitslohnes beziehungsweise anderen personenbezogenen Daten erhoben wird, sondern lediglich ein per Gesetz festgelegter Prozentsatz einzubehalten ist, spricht der Staat von einer Pauschalisierung der Lohnsteuer. Der allgemeingültige Satz liegt aktuell bei 25 Prozent. Arbeitgeber haben bei nur kurzfristiger Beschäftigung von Mitarbeitern die Möglichkeit, auf eine Lohnsteuerkarte zu verzichten und ersatzweise diese 25 Prozent Abgabe pauschal einzubehalten. Von einer kurzfristigen Beschäftigung geht der Fiskus aus, falls der Mitarbeiter lediglich sporadisch beschäftigt wird. Die zusammenhängende Anzahl der Arbeitstage darf dabei 18 am Stück nicht überschreiten. Der Arbeitslohn pro Tag muss im Durchschnitt unter 62 Euro bleiben. Auch unter der Voraussetzung, dass die Beschäftigung zu einem nicht vorhersehbaren Datum und äußerst zeitnah notwendig ist, ist die Pauschalregelung gerechtfertigt. Auch Beträge, die der Beköstigung der Mitarbeiter dienen, etwa um verbilligte oder kostenlose Mahlzeiten während der Dienstzeit sicherzustellen, sind der Pauschalisierung zu unterwerfen. Allerdings darf hierbei die Aufwendung für Mahlzeiten kein Lohnbestandteil sein. Auch Erholungsbeihilfen oder Zuschüsse zu Betriebsfeiern, im Falle, dass sie bestimmte Beträge nicht übersteigen und nachgewiesenermaßen für den eigentlichen Zweck verwendet wurden, werden im betreffenden Kalenderjahr pauschal versteuert. Das Gleiche gilt für Erstattungsbeträge von Verpflegungsmehraufwendungen durch den Arbeitgeber, im Falle, dass die festgelegten Pauschalbeträge nicht höher als die auch wirklichen Kosten wurden. Überlässt ein Arbeitgeber seinem Mitarbeiter Computer, Zubehör und den dazugehörigen Internetzugang verbilligt beziehungsweise kostenfrei, gilt ein Pauschalsteuersatz von 20 Prozent. Im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung, das heißt bei wenigen Wochenarbeitsstunden und geringem Einkommen darf ebenfalls auf die Vorlage einer Lohnsteuerkarte verzichtet und stattdessen eine pauschalisierte Lohnsteuer von 20 Prozent plus Kirchensteuer und Solidaritätsbeitrag erhoben werden. Welche Arbeitsumfänge im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung ermöglicht sind, regelt eindeutig das SGB IV. Der Arbeitgeber ist in diesem Falle von der Zahlung von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung befreit. Für Fahrtkostenzuschüsse, die vom Arbeitgeber für Fahrten zwischen Wohnsitz und Arbeitsplatz gewährt werden, fällt eine pauschale Steuer von 15 Prozent an. In Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft beträgt der Pauschalsatz für Aushilfskräfte fünf Prozent. Fallen bestimmte Arbeiten nicht das gesamte Jahr über an und werden dazu Aushilfskräfte beschäftigt, gilt ein Pauschalsteuersatz von zwei Prozent. Das SGB IV regelt zudem die Voraussetzungen für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, für die Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen sind. In diesen Fällen darf der Arbeitgeber zwei Prozent vom Arbeitslohn pauschal erheben, wobei hierin sowohl Kirchensteuer als auch Solidaritätszuschlag bereits beinhaltet wurden.


Verwandte Themen: Lohnsteuerklassen

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Personenbeförderung

Von Personenbeförderung wird gesprochen, sobald Personen, mit einem Fahrzeug gleich welcher Art, fortbewegt werden. Man spricht auch von einer Beförderungsleistung. Falls diese Beförderungsleistung im Inland erfolgt, unterliegt sie immer der Umsatzsteuer. Bei jeder Personenbeförderung sind bestimmte Sonderregelungen zu bedenken. So ist die Personenbeförderung zum Beispiel steuerfrei, sobald kranke beziehungsweise verletze Menschen mit einem geeigneten Fahrzeug befördert werden. Des Weiteren gilt zu bedenken, dass Beförderungen im Rahmen einer Gemeinde, beziehungsweise innerhalb einer Strecke von bis zu 50km der ermäßigten Besteuerung unterliegen, sofern sie über den Schienenbahnverkehr, mit Oberleitungsomnibussen, im Fährverkehr und im Linienverkehr mit Schiffen, Kraftfahrzeugen und im Kraftdroschkenverkehr erfolgen.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Personengesellschaften

Es wird unterschieden zwischen Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften. Nachfolgende Gesellschaftsformen sind Personengesellschaften: die Offene Handelsgesellschaft (OHG), die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die Kommanditgesellschaft (KG) und die Partnerschaftsgesellschaft. Personengesellschaften haben keine eigene Rechts- und Geschäftsfähigkeit und sind nicht als juristische Person. Es können keine Personengesellschaften zur Einkommenssteuerverpflichtung herangezogen, jedoch die einzelnen Gesellschafter der jeweiligen Personengesellschaften. Am Jahresabschluss wird der Gewinn der Personengesellschaft festgestellt und den einzelnen Gesellschafter zugeteilt. Die Zurechnung des Gewinns auf die einzelnen Gesellschafter wurden die Einnahmen aus dem Gewerbebetrieb. Gewerblich tätig sind Personengesellschaften fast immer und müssen folglich Gewerbesteuer entrichten, falls keine Gewerbesteuerbefreiung erteilt wurde. Das Einkommenssteuergesetz enthält die Bestimmungen zur Ermittlung der Gewerbesteuer. Es kann ein Gewinn hinzugerechnet und ein Verlust abgezogen werden. Bei keiner etwaigen Steuerbefreiung muss ebenfalls die Umsatzsteuer abgeführt werden.


Verwandte Themen: Einkommensteuervorauszahlungen, Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Pflegepauschbetrag

Steuerpflichtige haben die Möglichkeit, bei Ihrer Steuererklärung einen Pflegepauschbetrag in Höhe von jährlich 924 Euro geltend zu machen. Dieser steht allen Pflichtigen zu, die aufgrund einer außergewöhnlichen Belastung die Pflege einer anderen Person übernehmen. Damit der Pflegepauschbetrag gewährt wird, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. So muss die zu pflegende Person dauerhaft hilfebedürftig und somit auf Pflege angewiesen sein. Darüber hinaus muss die Pflege im Inland erfolgen, entweder in der Wohnung des Steuerpflichtigen und aber in der Wohnung des Pflegebedürftigen. Ferner muss die Pflege persönlich und ohne die Zahlung von einem Entgelt erfolgen. Sollte eine pflegebedürftige Person von mehreren Steuerpflichtigen gleichzeitig gepflegt werden, kann der Pflegepauschbetrag entsprechend auf alle Pflegepersonen aufgeteilt werden. Eltern, welche ein pflegebedürftiges Kind haben, bekommen den Pflegepauschbetrag unabhängig vom Pflegegeld.


Nützliche Hinweise

Grundsätzlich muss die Pflegeperson hilflos sein, damit der Pflegepauschbetrag gewährt wird. Ein dem entsprechender Beleg über die Hilflosigkeit muss vorgezeigt werden. Dieser kann von einer amtlichen Stelle ausgestellt werden.


Verwandte Themen: Außergewöhnliche Belastung

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Pflegekinder

Notwendigkeit für ein Pflegekindschaftsverhältnis ist, dass das angenommene Pflegekind im Zuhause seiner Pflegeeltern wohnt. Die Pflegeeltern müssen über einen lang angelegten Zeitraum in einer familienähnlichen Beziehung zu dem Pflegekind stehen. Ist die Zeit, in der das Pflegekind lebt, von kurzer Dauer entsteht kein Pflegekindsverhältnis. Sogenannte Kostkinder zählen ebenfalls nicht als Pflegekinder. Bei einem Haushalt, in dem mehr als 6 Kinder leben, darf vermutet werden, dass es sich hierbei auch um Kostkinder handelt. Das Pflegegeld entfällt hier ersatzlos. Zu einem Pflegekindschaftsverhältnis kommt es nur, falls keine andauernde persönliche Bindung zu den leiblichen Eltern besteht. Dabei wurden gelegentliche Besuchskontakte jedoch durchaus ausführbar. Kosten für das Pflegekind müssen mittlerweile nicht mehr zu einem Großteil aus eigenen Finanzen bestritten werden. Die Kinder dürfen nicht mit dem Ziel der Erzielung jedes zusätzlichen Einkommens in den Haushalt aufgenommen werden. Diese Regelung gilt nicht nur für Fälle ab 2004, sondern für alle Fälle, bei denen noch kein bestandskräftiger Einkommenssteuerbescheid vorliegt.. Bei einer rechtlichen Anerkennung des Pflegekindes kommen die Pflegeeltern ind den Genuss von Kindergeldern, Kinderfreibeträgen und auch weiteren Vergünstigungen.


Nützliche Hinweise

Nach einer Rechtssprechung des niedersächsischen Finanzgerichts vom 31.03.2005 steht Familienangehörigen, welche nach dem Tod der Eltern behinderte Kinder in Pflege nehmen, Kindergeld zu.


Verwandte Themen: Kinderfreibetrag, Betreuungsfreibetrag

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Pflegeversicherung

Personen die nach dem 31.12.1957 geboren wurden, konnten bisher eine zusätzliche Pflegeversicherung auf freiwilliger Basis abschließen. Diese Beträge können bis zu einem Maximalbetrag in Höhe von 184 Euro als Vorsorgeaufwand in Abzug gebracht werden. Für die Beträge der gesetzlichen Pflegeversicherung gilt der Vorsorgeaufwand jedoch als nicht abzugfähig, da diese bereits berücksichtigt wurden, als der Versorgungshöchstbetrag berechnet wurde. Sämtliche Leistungen einer Pflegeversicherung zählen zu den Einnahmen, für die keine Steuer erhoben wird.


Nützliche Hinweise

Um mit dem Pflegegeld nicht verlustig zu geraten, ist der Pflegeaufwand detailliert nachgewiesen werden. Für den Fall, dass dies nicht geschieht, droht der Pflegepauschbetrag verloren zugehen. Das Pflegegeld darf nur für den Pflegebedürftigen verwendet werden.


Verwandte Themen: Pflegepauschbetrag

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Pendlerpauschale

Als Pendlerpauschale wird im Allgemeinen das benannt, was im Steuerrecht als 'Entfernungspauschale' definiert ist. Die dafür geltende gesetzliche Grundlage ist der Paragraf 9 des deutschen Einkommenssteuergesetzes.
Dieses sagt aus, dass bei der Pendlerpauschale die Strecke zwischen dem Wohnsitz und seiner regelmäßigen Arbeitsstelle berücksichtigt wird. Allerdings ist der Begriff 'Wohnsitz' hier nicht unbedingt damit gleichzusetzen, wo der Selbstständige oder abhängig Beschäftigte seinen melderechtlichen Hauptwohnsitz hat. Das Steuerrecht stellt auf den so erwähnten Lebensmittelpunkt ab. Und das ist in der Regel die Stelle, wo die gesamte Familie lebt. In allen anderen Fällen wird die Wohnung als Ausgangspunkt genommen, in der sich der Steuerzahler überwiegend aufhält. Eine Ausnahme ergibt sich dann, wenn jemand eine Hauptwohnung und eine Zweitwohnung hat. Befindet sich die Zweitwohnung weiter entfernt und wird nur gelegentlich verwendet, dann wird steuerlich nur der Weg von der Hauptwohnung angerechnet. Als regelmäßige Fahrtstrecke wird der kürzeste Weg zwischen dem Arbeitsort und dem Wohnsitz angerechnet. Dabei stellt die Steuergesetzgebung auf die Straßenverbindung ab.
Bei der Pendlerpauschale ist es völlig gleichgültig, auf welche Weise man den Weg zur Arbeit zurück legt. Sie kann genauso geltend gemacht werden, sobald man zu Fuß geht, mit dem Fahrrad fährt beziehungsweise öffentliche Verkehrsmittel benutzt, als wenn man mit dem eigenen Auto fährt und sich zur Kostenreduzierung und Schonung der Umwelt einer Fahrgemeinschaft anschließt. Lediglich die ständige Benutzung von Flugzeugen und die Kosten für die Fahrt mit einem Taxi wurden aus der steuerlichen Berücksichtigung der Pendlerpauschale ausgeschlossen. Auch darf die Pendlerpauschale dann nicht geltend gemacht werden, falls durch den Arbeitgeber ein kostenfreier Sammeltransport zum Beispiel zur einer Großbaustelle und von einem Werksteil zu einem anderen zur Verfügung gestellt wird.
Die heutigen gesetzlichen Regelungen zur Pendlerpauschale beruhen auf einem Urteil, das unter dem Aktenzeichen 2BvL 1/07 vom Bundesverfassungsgericht im Jahr 2008 gefällt worden ist. Die vorhergehende Regelung, verstieß nach Auffassung der Verfassungsrichter gegen das im Grundgesetz verankerte Gebot der Gleichbehandlung und dem Gebot, dass Existenzminimum steuerlich zu verschonen. Deshalb fand eine Gesetzesänderung statt, die rückwirkend zum 1. Januar 2007 gegriffen hat. Damit wurde auch die Regelung aufgehoben, dass die ersten 20 Kilometer der Fahrt zur Arbeitsstätte steuerlich nicht berücksichtigt werden. Deshalb zählt seitdem wieder jeder Kilometer.
Die Pendlerpauschale beträgt 30 Cent je gefahrenen einfachen Kilometer. Gewährt wird sie für die Tage, an denen die Arbeitsstätte auch wirklich nachweisbar aufgesucht wurde. Das heißt, dass Kranken- und Urlaubstage dabei unberücksichtigt bleiben. Nicht angerechnet werden die Kilometer, für die vom Arbeitgeber Fahrtkosten erstattet werden. Auch die Zeiten wegfallen, in denen man beim Neueinstieg in einen Job Fahrtkostenzuschüsse von der Agentur für Arbeit bekommt.
Muss man auf eigene Kosten wechselnde Einsatzorte aufsuchen, dann kann man diese Fahrtkosten über einen Einzelnachweis geltend machen. Dafür ist eine Bestätigung des Arbeitgebers notwendig, wann man wo eingesetzt gewesen ist.


Verwandte Themen: Einsatzwechseltätigkeit, Dienstreise

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Personalrabatt

Die vom Arbeitgeber gegebene Rabatten in Form von reduzierten oder gar kostenlosen Waren beziehungsweise Dienstleistungen müssen beim Mitarbeiter als steuerpflichtiger Arbeitslohn festgehalten werden. Durch die Rabattregelung ergeben sich jedoch die Möglichkeit von Steuervorteilen.. Bei der Bezifferung der Waren und den Dienstleistungen ist immer vom Bruttopreis auszugehen, den normale Personen für die erbrachten Leistungen hätten zahlen müssen. Dabei sind immer die Preise maßgebend, welche im jeweiligen Zeitraum Bestand hatten, in dem der Mitarbeiter die Leistungen empfangen hat. Dabei darf ein Abschlag von 4 Prozent abgezogen werden. Bis zu einem Wert von 1224 Euro pro Jahr wurden Waren und Dienstleistungen steuerfrei. Die Ware und Dienstleistung ist vom Arbeitgeber als Sachbezug dem Lohnkonto zuzuweisen. Gleichwohl muss der Abgabetag und auch auch der Abgabeort vom Arbeitgeber dokumentiert werden. Unter die Rabattregelung entfallen nur solche Waren oder Dienstleistungen, welche der Arbeitgeber zum Verkauf beziehungsweise auch als Leistungen auch an Dritte anbietet. Dies können unter anderem sein: Freifahrten bzw. Freiflüge für in Verkehrsbetrieben arbeitendes Personal, Kohle für Mitarbeiter im Bergbau, Milch an Mitarbeiter aus der Landwirtschaft, Rabatte auf Autos an Personal der Autowirtschaft und auch verbilligte Kreditzinsen an Bankpersonal. Als Alternative zur Rabattregelung kann durch einen Pauschalbetrag des Arbeitslohnes ebenfalls Steuerfreiheit erlangt werden. Bei normalen bis mittleren Einkommenverhältnissen wird in der Regel die Rabattregelung angewandt.


Verwandte Themen: Sachbezüge

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Planungskosten

Wer ein Gebäude errichtet, könnte die Planungskosten zu den Produktionskosten zählen. Falls ein Steuerzahler Planungskosten für ein Gebäude überwiesen hat, das im späteren Verlauf doch nicht wie geplant gebaut wurde, kann er diese Planungskosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Somit gehören diese Planungskosten auch nicht zu den späteren Kosten, die für ein anderes Gebäude entstehen. In den Planungskosten inbegriffen wurden Kosten für einen Architekten, einen Statiker beziehungsweise aber für eine Baugenehmigung.


Verwandte Themen: Gebäudeabschreibung

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Policendarlehen

Bei einem Policendarlehen handelt es sich um einen Kredit, der durch einer Lebensversicherung abgesichert wird. Die Höhe des Darlehens reicht dabei höchstens bis zum Rückkaufwert der Versicherung. Allerdings gibt es die Gefahr, dass der Sonderausgabenabzug der Lebensversicherungsbeiträge dabei ausfällt. Denn dieser darf nicht geltend gemacht werden, wenn die Versicherungsansprüche dafür dienen, einen Kredit zu tilgen beziehungsweise zu sichern und die Kosten des Darlehens zudem als Betriebsausgaben und aber Werbungskosten abgezogen werden können. Diese Regelung wird auf Risikolebensversicherungen allerdings nicht angewandt. Gibt es keinen Sonderausgabenabzug, dann ist auch die ausbezahlte Versicherungssumme voll steuerpflichtig. Folglich wird somit auch der Ertragsanteil der Versicherung besteuert.


Nützliche Hinweise

Bei einer Lebensversicherung, welche dazu eingesetzt wird, um einen Kredit abzusichern, bleiben die Erlöse weiterhin von der Steuer befreit.



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Praxisgebühr

Seit dem 01.01.2004 wird die Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal erhoben. Sie ist steuerlich den außergewöhnlichen Belastungen zuzuordnen. Eine steuerliche Entlastung entsteht nur dann, wenn die für den Steuerpflichtigen zumutbare Belastung überschritten wird.


Verwandte Themen: Außergewöhnliche Belastung

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Preisgelder

Preisgelder müssen immer dann versteuert werden, wenn sie in einem kausalen in Verbindung mit einer Einkunftsart stehen. Hat der Preisträger zu der Erzielung eines Preisgeldes ein besonderes Werk geschaffen, so ist immer von einem wirtschaftlichen in Verbindung auszugehen. Ein Kinofilm dessen künstlerischen Wert einen Filmpreis erzielt wäre ein Typisches Beispiel hierfür. Der Filmpreis muss dann in jedem Falle versteuert werden. Bei einer freiberuflichen Tätigkeit des Künstlers unterliegt das Preisgeld den Einnahmen aus selbstständiger Arbeit. Der Preis für das Lebenswerk eines Künstlers stellt hingegen keinen wirtschaftlichen gemeinsam dar.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

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Privatausgaben

Hat ein steuerpflichtiger Bürger Kosten, die nicht mit der Erzielung von Einkünften in gemeinsam stehen, so handelt es sich um Privatausgaben. Privatausgaben können steuerlich nur geltend gemacht werden, wenn sie den Sonderausgaben und den außergewöhnlichen Belastungen zuzurechnen sind.


Verwandte Themen: Außergewöhnliche Belastung, Sonderausgaben

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Private Pkw-Nutzung

Firmenfahrzeuge, welche auch privat benutzt werden ergeben für den Nutzer einen geldwerten Vorteil, welcher der Einkommenssteuerpflicht unterliegt. Zur Ermittlung des geldwerten Vorteils könnte entweder die Listenmethode und die Fahrtenbuchmethode benutzt werden.
Geldwerter Vorteil nach der Listenpreismethode
Die Listenpreismethode wird in der Praxis auch als Ein-Prozent-Methode benannt. Dabei bestimmt sich die Höhe des geldwerten Vorteils danach, welche Fahrten genau durchgeführt werden. Bei reinen Privatfahrten beträgt dieser 1 Prozent des inländischen Listenpreises, des jeweiligen Fahrzeugs. Wird das Firmenfahrzeug zu Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte benutzt, so wurden pro Kilometer für den einfache beziehungsweise Hin- und Rückweg 0,03 Prozent des Listenpreises anzusetzen. Für Fahrten, welche im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung durchgeführt werden, gilt für jeden Kilometer zwischen Beschäftigungsort und Wohnort ein Satz von 0,02 Prozent des Listenpreises.
Ermittlung nach der Fahrtenbuchmethode
Bei Firmenfahrzeugen, für die ein Fahrtenbuch geführt wird, kann der geldwerte Vorteil in Höhe der für die privaten Fahrten angefallenen tatsächlichen Kosten angesetzt werden. Hierzu gehören insbesondere Abschreibungen, Kosten für Reparaturen, Zinsaufwendungen für Finanzierungen, Kosten für Benzin aber auch die KFZ-Steuer.


Nützliche Hinweise

Ein Einzelkostennachweis mit einem individuellen Kilometersatz ist immer dann lohnenswert, wenn das betreffende Fahrzeug nicht mehr als zu 30 Prozent für private Zwecke verwendet wird. Vorab muss jedoch immer eine Vergleichsrechnung zwischen Listenpreis- und Fahrtenbuchmethode durchgeführt werden.


Verwandte Themen: Fahrtenbuch, Kilometersatz

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Private Lebensführung

Für Aufwendungen, welche zur privaten Lebensführung anfallen, besteht keine Möglichkeit, welche steuerlich geltend zu machen. Einzige Ausnahme wurden Aufwendungen, welche zu den außergewöhnlichen Leistungen und auch zu den Sonderausgaben gehören. Dagegen können Aufwendung, die für die Gewinnung von Einnahmen anfallen auch als Werbungskosten bzw. als betriebliche Kosten steuermildernd eingesetzt werden. Grundlage dafür ist, dass eine Zuordnung der Werbungskosten beziehungsweise auch Betriebsausgaben zur jeweiligen Art der Einkünfte erfolgt.
Bei Aufwendungen, welche sowohl beruflicher wie auch privater Natur wurden, muss der private Anteil festgestellt und herausgerechnet werden. Liegt der private Anteil bei weniger als 10 Prozent, können diese komplett als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben angegeben werden. Dagegen zählen Kosten, die überwiegend aus privaten Gründen entstanden wurden, den privaten Zahlungen zuzurechnen. Lässt sich der berufliche Anteil jedoch zweifelsfrei feststellen, so kann dieser steuerlich berücksichtigt werden.


Verwandte Themen: Sonderausgaben, Außergewöhnliche Belastung, Werbungskosten / Vermieter

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Privatschule

In festgelegten Fällen können Kosten für eine Privatschule geltend gemacht werden. Ein besonderer Fall liegt vor, sobald z.B. ein behindertes Kind in Ermangelung einer geeignete staatliche Schule eine Privatschule besuchen muss. In diesem Fall kann zum Schulgeld auch noch der Pauschbetrag für Behinderte abgesetzt werden. Ein festgelegter Fall könnte auch sein, wenn einem Kind der Weg nicht zuzumuten ist und eine Privatschule günstiger zu erreichen ist. Das Schuldgeld darf als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Es muss der Nachweis erbracht werden, welcher den Besuch einer Privatschule rechtfertigt und dieser muss von der zuständigen obersten Landeskulturbehörde bestätigt werden.


Verwandte Themen: Außergewöhnliche Belastung

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Privatvermögen

Alle Vermögensgegenstände, welche nicht als Betriebsvermögen deklariert sind, zählen zum Privatvermögen. Zur Steuerberechnung ist diese Unterscheidung von erheblicher Bedeutung. Die Wertsteigerung des persönlichen Vermögens ist eng begrenzt. Die restlichen Wertsteigerungen sind nicht steuerpflichtig, dagegen ist das Betriebsvermögen jedoch immer steuerpflichtig. Bei Wertverlusten kehrt sich der Vorteil natürlich um. Nur steuerpflichtige Wertsteigerungen können im Umkehrschluss als Minderung zur Anwendung kommen. z.B. Der Steuerpflichtige hat Wertpapiere als Privatvermögen angelegt und innerhalb der Spekulationsfrist wieder veräußert. Die Gewinne sind steuerfrei, ein ausführbarer Verlust würde auch nicht berücksichtigt werden. Bei einer Haltung der Aktien im Betriebsvermögen wurden Gewinne auch außerhalb der Spekulationsfrist steuerpflichtig und auch ein Verlust könnte abzugsmindernd berücksichtigt werden.


Verwandte Themen: Betriebsvermögen

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Progressionsvorbehalt

Dem Progressionsvorbehalt unterliegen Einkünfte, die im Ausland erwirtschaftet wurden und durch ein Doppelsteuerabkommen von der Besteuerung im Inland befreit wurden, sowie Lohnersatzleistungen. Wenn der Progressionsvorbehalt verwendet wird, erhöht sich durch ihn deshalb der Einkommenssteuersatz, weil auch die steuerfreien Lohnersatzleistungen sowie die im Ausland erwirtschafteten Einkünfte für die Berechnung herangezogen werden.
Lohnersatzleistungen, welche unter den Progressionsvorbehalt fallen wurden das Arbeitslosen- und das Teilarbeitslosengeld, Insolvenzgeld, Winterausfallgeld, Kurzarbeitergeld, Übergangs- und Altersüberganggeld, Arbeitslosenhilfe, , der Altersübergangsgeld-Ausgleichsbetrag, welche Eingliederungsunterstützung sowie das Überbrückungsgeld , das Unterhaltsgeld aus Europäischen Sozialfonds, Aufstockungsleistungen für das Überbrückungsgeld (nach dem Dritten Buch des Sozialgesetzbuches, dem Arbeitsförderungsgesetz), Lebensunterhaltsleistungen, Mutterschaftsgeld, Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, Sonderunterstützung für Mütter und der dazugehörigen Landesregelung, Krankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld und zu vergleichende Lohnersatzleistungen, Arbeitslosenbei- sowie Arbeitslosenhilfe nach dem Gesetz über die Versorgung von Soldaten, Verdienstausfallsentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz, Versorgungskrankengeld und Übergangsgeld nach den Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes, steuerfreie Aufstockungsbeträge oder Zuschläge, Verdienstausfallsentschädigungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz sowie das Vorruhestandsgeld.


Verwandte Themen: Arbeitslohn, Lohnsteuerklassen

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Progressiver Steuersatz

Bei der Einkommensteuer wird ein progressiver Steuersatz angewandt. Das bedeutet, dass sich der Einkommensteuersatz bei steigendem Einkommen erhöht. Hohe Einkommen unterliegen somit höheren Einkommensteuersätzen als niedrige Einkommen. Durch die Anwendung eines progressiven Steuersatzes soll eine Berücksichtigung der individuellen Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen erreicht werden.


Verwandte Themen: Einkommenssteuer

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Promotion

Im Falle, dass es eindeutig belegbar ist, dass eine Promotion infolge beruflicher Notwendigkeit erfolgte, weil ansonsten beispielsweise eine Weiterverfolgung der Karriere ausgeschlossen gewesen wäre, können Promotionskosten als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Diese Regelung gibt es seit 2003. Vorher waren Kosten zur Erlangung des Doktortitels Ausbildungskosten. Das war auch dann der Fall, sobald die dem entsprechenden Kosten für eine Zweitpromotion entstanden waren und die Fortbildung berufsbegleitend erfolgte. Ausbildungskosten wurden Sonderausgaben und können bis höchstens 920 Euro jährlich geltend gemacht werden. Im Falle der Notwendigkeit einer auswärtigen Unterkunft erhöht sich dieser Betrag auf insgesamt 1227 Euro. War die Dissertation hingegen Gegenstand jedes Arbeitsverhältnisses, sind keine Ausbildungskosten im steuerlichen Sinn entstanden, sondern Werbungskosten.


Nützliche Hinweise

Sofern die Aufwendungen für eine Dissertation als Werbungskosten anerkannt werden sollen, muss zwingend auf die entsprechende berufliche Notwendigkeit verwiesen werden. Nur dann gestattet der Fiskus die Geltendmachung der gesamten Kosten. Gelingt die Glaubhaftmachung dagegen nicht, ist lediglich ein beschränkter Abzug als Sonderausgaben möglich.


Verwandte Themen: Sonderausgaben, Werbungskosten / Vermieter

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Quellensteuer

Bei der Quellensteuer handelt es sich nicht um eine eigene Erhebungsart. Stattdessen ist die Quellensteuer ein Oberbegriff für andere Steuern. Schon bei der Entstehung von Einkünften wird die Quellensteuer erhoben. Beispiele für eine Quellensteuer wären die Lohn- beziehungsweise Kapitalertragssteuer. Falls ein Steuerpflichtiger die Einkommenssteuer zahlen muss, wird die bereits gezahlte Quellensteuer vom Finanzamt verbucht. Sollte die zu zahlende Einkommenssteuer geringer ausfallen, als die bereits überwiesene Quellensteuer, erstattet das
Finanzamt die überzahlten Beträge zurück.


Verwandte Themen: Einkommenssteuer, Lohnsteuerklassen

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Rabattfreibetrag

Erhält ein Mitarbeiter im Rahmen seiner Beschäftigung vom Arbeitgeber Sachleistungen, so wurden diese bis zu einem Betrag von 1.080 Euro steuerfrei. Dieser Rabattfreibetrag betrug bis zum 31.12.2003 noch 1.224 Euro. Zu den Sachleistungen gehören sowohl Waren wie auch Dienstleistungen, soweit diese nicht überwiegend zur Deckung des Bedarfs der Arbeitnehmer hergestellt und nicht pauschal versteuert wurden.
Um die Sachbezüge zu bewerten, wird ein Betrag in Höhe von 96 Prozent des endgültigen Verkaufspreises angenommen. Erhalten bei Luftfahrtunternehmen beschäftigte Mitarbeiter reduzierte Flüge, so darf dazu ein Durchschnittswert angenommen werden. Wie diese bestimmt werden können, geht aus einem Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen vom 07.12.2000 hervor. Sollten die Sachbezüge einen Wert von 44 Euro pro Monat nicht übersteigen, müssen diese nicht berücksichtigt werden. Liegen diese jedoch darüber, so muss nicht nur die Differenz, sonder der gesamte Sachbezug steuerlich berücksichtigt werden.


Nützliche Hinweise

Der monatliche Freibetrag von 44 Euro könnte auch zur Ausgabe von Gutscheinen benutzt werden.



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Realsplitting

Unterhaltszahlungen an einen geschiedenen beziehungsweise dauernd getrennt lebenden Ehepartner wurden im Rahmen des Realsplittings von der Steuer abzugsfähig. Entsprechend zählen die Unterhaltsleistungen im betreffenden Kalenderjahr als Sonderausgaben, falls sie einen Betrag von 13.805 Euro nicht übersteigen. Allerdings muss der Unterhaltsempfänger das erhaltende Geld als 'sonstige Einnahmen' versteuern. Falls der eine Partner ein hohes und der andere ein vergleichsweise sehr niedriges und kein Einkommen bezieht, kann das Realsplitting insgesamt zu einer deutlich verringerten Steuerlast führen.


Nützliche Hinweise

Falls der Steuerpflichtige gegenüber mehreren geschiedenen und dauernd getrennt lebenden Partnern unterhaltspflichtig ist, darf der Höchstbetrag von 13.805 Euro auch mehrfach geltend gemacht werden.


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Reisekosten

Als Reisekosten können steuerlich die Kosten für Fahrten, Verpflegung und Übernachtung sowie Reisenebenkosten berücksichtigt werden, sobald diese durch eine auswärtige Tätigkeit existieren, die zumindest so gut wie ausschließlich aufgrund einer beruflichen Veranlassung erfolgt. Derartige Kosten können als Betriebsausgaben oder - bei Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit, falls die Kosten nicht vom Arbeitgeber übernommen werden - als Werbungskosten abgezogen werden. Notwendigkeit für eine steuerliche Berücksichtigung von Reisekosten ist, dass diese durch das Arbeits- beziehungsweise Dienstverhältnis veranlasst wurden. Das zum Beispiel für Dienstreisen, aber auch für Fahr- beziehungsweise Einsatzwechseltätigkeiten, bei denen Reisekosten anfallen. Als Fahrtkosten können bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel die auch wirklichen Kosten angesetzt werden; bei Nutzung des privaten Fahrzeugs kann dagegen der pauschale und individuelle Kilometersatz angewandt werden. Bei den Übernachtungskosten ist ein Nachweis der stattfindenden Kosten durch entsprechende Belege notwendig; alternativ ist auch der Ansatz von Übernachtungspauschbeträgen ausführbar. Verpflegungskosten können nur im Rahmen von Verpflegungspauschalen angesetzt werden. Reisenebenkosten wurden alle durch eine Reise entstandenen Kosten, die weder den Fahrt- noch den Verpflegungs- beziehungsweise Übernachtungskosten zuzuordnen wurden, beispielsweise Gepäckkosten, Kosten für beruflich bedingte Ferngespräche und beruflichen Schriftverkehr mit dem Arbeitgeber, Straßenbenutzungskosten wie Mautgebühren und Fähr- und Parkplatzkosten sowie durch Verkehrsunfälle verursachte Kosten. Der Vorsteuerabzug von Reisekosten ist ausführbar, falls der Arbeitgeber beziehungsweise Unternehmer Leistungsempfänger ist und eine ordnungsgemäße Rechnung besitzt. Für Verpflegungspauschalen und Kilometergeld ist der Vorsteuerabzug jedoch nach wie vor ausgeschlossen.


Nützliche Hinweise

Dient eine Unternehmerreise auch touristischen Zwecken, so handelt es sich um eine verdeckte Gewinnausschüttung, falls das Firmen die Reisekosten übernimmt. Wenn aus privaten Gründen andere Personen auf eine Reise mitgenommen werden, welche betrieblich veranlasst ist, können Unfallkosten, die den privat Mitreisenden während der Reise anfallen, nicht als Betriebsausgaben abgesetzt werden.


Verwandte Themen: Kilometersatz, Kilometerpauschale, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand

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Reisekostenerstattung

Erhält der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber die Reisekosten erstattet, so liegen für den abhängig Beschäftigte steuerfreie Einnahmen vor, wodurch der Abzug von Werbekosten komplett entfällt. Eine Erstattung der Reisekosten durch den Arbeitgeber ist vorteilhafter, weil der abhängig Beschäftigte die vollen 100 Prozent erstattet bekommt und nicht nur einen Pauschalbetrag hierfür ansetzen darf. Wenn ein Unternehmer die Reisekostenerstattung erhält, liegen Betriebseinnahmen vor, welche umsatzsteuerpflichtig wurden. Werden die Reisekosten jedoch aus öffentlichen Kassen erstattet, so sind diese Beträge nicht als Betriebseinnahmen und wurden dadurch steuerfrei.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter, Steuerfreie Einnahmen

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Repräsentationsaufwand

Das Finanzamt kann sich vorbehalten, dass Betriebsausgaben unangemessen erscheinen und diese ablehnen. So ein Fall liegt vor, sobald die Finanzbehörde der Meinung ist, das eine teurere Ausstattung eines Geschäftsraumes und ein wertvolles Auto privat genutzt wird und somit nicht zu den Betriebsausgaben zählt. Genaue Prüfungen werden in folgenden Fällen vorgenommen: Hotelkosten bei einer Geschäftsreise, Verpflegung von Geschäftsfreunden, Pkw-Kosten sowie bei Flugreisen und bei einer hochwertigen Ausstattung von Geschäftsräumen. Der Gesetzgeber ist mittlerweile jedoch angehalten, welche Entscheidungen großzügig zu treffen. Unter Berücksichtigung der Größe des Firmens, der Umsatzhöhe aber auch die Anschauung einiger Geschäftspartner liegt eine Angemessenheit vor.


Verwandte Themen: Private Lebensführung

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Riester-Rente

Im Zuge der Rentenreform wurde neben der gesetzlichen und betrieblichen Altersrente mit der kapitaldeckenden privaten Altersvorsorge noch eine dritte Form der Altersversorgung eingeführt. Diese gibt es im Einzelnen aus einer privaten Sparleistung sowie einer zusätzlichen staatlichen Förderung. Umgangssprachlich wird diese Form der Altersvorsorge auch als Riester-Rente bezeichnet. Förderfähig sind dabei nur solche Produkte, welche eine staatliche Zertifizierung besitzen und auf den Namen des Zulageberechtigten abgeschlossen wurden. Möglich wurden hierbei unter anderem Rentenversicherungen, Fonds- und auch Banksparpläne. Wie hoch die staatliche Förderung ausfällt, ergibt sich zum einen aus dem Familienstand und zum anderen aus der Anzahl der Kinder. Förderberechtigt wurden zudem auch Zahlungen, die an eine Pensionskasse bzw. an einen Pensionsfonds und auch eine Direktversicherung geleistet wurden. Somit haben Arbeitnehmer auch die Möglichkeit über eine betriebliche Altersversorgung in den Genuss der staatlichen Förderungen zu gelangen. Dabei ist die Inanspruchnahme der staatlichen Zulagen nicht immer auch die vorteilhafteste Lösung. Alternativ dazu existiert auch die Möglichkeit, einen Sonderausgabenabzug vorzunehmen. Dieser ist jedoch was die Höhe der Beiträge betrifft begrenzt.


Nützliche Hinweise

Eine staatliche Förderung ist vor allem für Personen mit einem geringen beziehungsweise eher durchschnittlichen Einkommen von Vorteil. Verschiedene Analysen haben zu dem Ergebnis geführt, dass sich diese Form der Altersvorsorge für Singles mit einem Jahreseinkommen von nicht mehr als 10.500 Euro besonders lohnt. Für Familien mit zwei Kindern hierzu ein Jahreseinkommen von etwa 33.000 Euro errechnet.



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Riester-Rente/ Anlageprodukt

Um eine staatliche Zulage zu bekommen, beziehungsweise aber vom Sonderausgabenabzug zu profitieren, muss ein ausgewähltes Anlageprodukt staatlich zertifiziert sein. Damit Anlageprodukte eine staatliche Zertifizierung erhalten, muss die Gewährleistung einer Mindestabsicherung für das Alter vorhanden sein. Entscheidend ist dabei mindestens eine Nominalwerterhaltung der einüberwiesenen Beiträge. Für die spätere Rentenzahlung über das Ablageprodukt stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Etwa die lebenslange Leibrente und die monatlich gleichbleibende Rente und aber monatlich steigende Rentenbeträge. Eine zusätzliche Restkapitalverrentung muss vor allem bei der zweiten Möglichkeit vorhanden sein. Dem Steuerpflichtigen müssen mit der Vollendung des 80. Lebensjahres mindestens 10% des Anfangskapitals zur Verfügung gestellt werden. Zu den förderungsfähigen Produkten zählt zum Beispiel die Rentenversicherung. Ebenso Kapitalisierungsprodukte, Bankauszahlungspläne und aber Investmentfonds. Weiterhin besteht die Möglichkeit, eine staatliche Förderung für die betriebliche Altersvorsorge zu bekommen. Dafür ist es aber notwendig, welche Beiträge vom versteuerten und vom sozialversicherungspflichtigen Lohn zu entrichten. Arbeitslohn, der pauschal versteuert wurde, darf nicht berücksichtigt werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Beginn der Rentenauszahlung. Dieser muss mit der normalen Altersrente zusammentreffen. Sollte das Kapital vorzeitig überwiesen werden, werden die staatlichen Förderungen nachträglich verwehrt. Eine komplette Rückzahlung der Zulagen und Steuervorteile wäre nötig.


Verwandte Themen: Riester-Rente/ Besteuerung

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Riester-Rente/ Besteuerung

Besitzt ein Mitarbeiter eine private und staatlich geförderte Altersvorsorge, so müssen die dazu aufgewendeten Beiträge aus bereits versteuertem Einkommen stammen. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um den bereits für die Lohnsteuer berücksichtigten Arbeitslohn. Zudem Vermögen der Altersvorsorge zählen neben den Beiträgen auch die bekommenen Zulagen und auch Erlöse und Wertsteigerungen. Für den Zeitraum einer Ansparphase ist dieses Vermögen grundsätzlich steuerfrei. Kommt es dann zu einer Auszahlung, so muss der Ertragsanteil versteuert werden. Daraus ergibt sich, dass auch die erhaltenen Förderungen während der Auszahlungsphase versteuert werden müssen, da diese einen Teil des Vermögens darstellen.
Ob die nachträgliche Besteuerung auch in Zukunft noch Bestand haben wird, ist derzeit noch unklar. Es gibt derzeit einige Bedenken, ob diese Form der Besteuerung den Regelungen der Verfassung entspricht. Rentenzahlungen gehören steuerlich gesehen zu den sonstigen Einnahmen. Liegt hier eine sogenannte schädliche Verwendung vor, so kann verlangt werden, dass sämtliche Zulagen wie auch bereits gegebene Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen. Dazu muss auch eine eventuell vorhandene Wertsteigerung als zusätzliche Einnahme komplett versteuert werden.


Verwandte Themen: Riester-Rente/ Anlageprodukt

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Sachprämien

Erhält ein Steuerpflichtiger unentgeltliche Sachprämien für die persönliche Inanspruchnahme von Dienstleistungen von Unternehmen, so zählen diese zu den steuerfreien Einnahmen, falls sie nicht einen Wert von 1.224 Euro pro Kalenderjahr übersteigen und falls sie in einem planmäßigen und jedermann zugänglichen Verfahren gewährt werden, welches Kundenbindungszwecken im allgemeinen Geschäftsverkehr dient.


Verwandte Themen: Zuwendung

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Sachspenden

Sachspenden werden als Wertabgaben deklariert und stammen aus geldwertem Vermögen des Spenders. Zur Ermittlung des Wertes der Sachspende wird der Marktpreis, der auch gemeiner Wert beschrieben wird, herangezogen. Werden Gegenstände aus dem Betriebsvermögen entnommen, so wird der entnommene Wert plus die Umsatzsteuer als Buchwert zugrunde gelegt. Die Sachspenden können nur steuerbegünstigt sein, wenn sie der Förderung eines Steuerbegünstigten Zweck dienen. Dem Finanzamt muss dazu eine Spendenquittung vorgezeigt werden. Die Spendenquittung muss neben dem Wert auch die genaue Bezeichnung des Gegenstandes enthalten.



Nützliche Hinweise

Auch bereits verwendete Vermögensgegenstände können als Sachspende eingesetzt werden.


Verwandte Themen: Spenden

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Sachwertverfahren

Der gemeine Wert von Grundstücken wird entweder nach dem Sachwert- und dem Ertragswertverfahren festgelegt. Dabei wird das Sachwertverfahren beispielsweise bei sonstigen unbebauten Grundstücken genutzt. Zu diesen gehören alle Grundstücke, die nicht zu den Mietwohngrundstücken, Geschäftsgrundstücken beziehungsweise zu den für beide Varianten benutzten Grundstücken gehören. Ein- und Zweifamilienhäuser gehören ebenfalls nicht zu den sonstigen Grundstücken. Unterscheiden sich die Ein- und Zweifamilienhäuser jedoch hinsichtlich Ausstattung und Nutzung von denen herkömmlicher Bauten, wird ebenfalls das Sachwertverfahren genutzt. Zudem wird das Sachwertvrfahren für Geschäftsgrundstücke genutzt, für die keine Jahresrohmitte festgestellt und auch sonst keine Miete geschätzt werden kann.



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Saisonbetrieb

Falls eine Geschäftstätigkeit regelmäßig unterbrochen wird und eine Gewerbetätigkeit über einen bestimmten Zeitraum ruht, spricht man von einem Saisonbetrieb. Kurbetriebe und Baubetriebe sind als typische Saisonbetriebe. Die Gewerbesteuerpflicht wird für den Zeitraum der Inaktivität jedes Betriebes nicht gestrichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Unterbrechung aufgrund der Beschaffenheit des Betriebes notwendig ist. Die Pflicht zur Gewerbesteuer erlischt in der Regel erst dann, sobald der Gewerbebetrieb vollständig eingestellt wird.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Gewerbebetrieb

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Sammelbeförderung

Erfolgt eine Beförderung vom Wohnort des Mitarbeiters zu seiner Arbeitsstätte durch ein Fahrzeug des Arbeitgebers, so liegt eine kostenlose und vergünstigte Sammelbeförderung vor. Findet die Fahrt einzig zwischen Wohn- und Arbeitsstätte statt und ist diese betrieblich erforderlich, so ist die Sammelbeförderung steuerfrei. Kann Beförderung nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln und oder nur beschwerlich durchgeführt werden, wird die Sammelbeförderung anerkannt. Wird der Mitarbeiter an stetig wechselnden Dienstorten und wechselnden Arbeitsstätten tätig, liegt ebenfalls eine Sammelbeförderung vor.
Seit dem 01.01.2004 ist es für Arbeitgeber nicht mehr ausführbar, eine Entfernungspauschale für die Sammelbeförderung geltend zu machen.


Verwandte Themen: Entfernungspauschale

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Schenkung

Von einer Schenkung wird gesprochen, wenn Vermögen unter Lebenden übertragen wird. Grundsätzlich gilt als Schenkung jede freiwillige Zugabe, durch die sich der Beschenkte bereichern könnte. Falls von dem Beschenkten eine Gegenleistung erwartet wird, wird die Höhe der Schenkung gemindert. Allerdings gilt das nur, sofern die Gegenleistung bewertbar ist. Schenkungen werden geradewegs zum Termin der Zuwendung steuerpflichtig. Die Steuersätze für eine Schenkung wurden gleich mit den Steuersätzen für Erbschaften. Abgesehen von den gleichen Steuersätzen sind zumeist auch die möglichen Steuerfreibeträge gleich. Lediglich die Versorgungsfreibeträge werden bei Schenkungen nicht berücksichtigt. Steuerpflichtig ist somit der Schenkungsbetrag, der die jeweils gültige Freibetragsgrenze übersteigt. Das Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Schenkenden und dem Beschenkten bestimmt über die Höhe der Freibeträge. Als Faustregel gilt, dass die höchsten Freibeträge zwischen sehr nahen Verwandten in Kraft treten. Beispielsweise bei Ehepartnern.


Nützliche Hinweise

Vom Finanzamt werden keine Kettenschenkungen über nähere Verwandte akzeptiert, falls die Mittelperson nicht frei über den geschenkten Gegenstand verfügen konnte. Von Kettenschenkung wird etwa gesprochen, wenn der Vater der Tochter einen Gegenstand schenkt, welchen die Tochter später an den Ehemann weiterverschenkt. Selbstredend gehen die erhofften Steuervorteile dabei verloren.


Verwandte Themen: Erbschaftsteuer/ Freibetrag

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Schenkungssteuer

Bei Überschreitung des Freibetrages obliegt der unentgeltliche Erwerb unter Lebenden der Schenkungssteuer. Je nach Grad und Abhängigkeit der Verwandtschaftsverhältnisse zwischen dem Schenkenden und Beschenkten können Freibeträge festgelegt werden. Der höchste Freibetrag findet Anwendung bei sehr nahen Verwandtschaftsverhältnissen. Dies Können sein: Eltern, Kinder und Ehepartner. Des Weiteren wird die Schenkung geringfügiger besteuert. Schenkungssteuer muss bezahlt werden, falls Vermögen von einer Person auf eine andere übergeht. Stichtag für die Schenkungssteuer ist jener Zeitpunkt, an dem die Schenkung geschehen ist. Schenkungssteuer können folgende Zuwendungen sein: Vereinbarungen einer Gütergemeinschaft zugunsten jedes Ehepartners, durch Erbverzicht bekommene Abfindungen und vorzeitige Auszahlung eines nicht ehelichen Kindes als Erbausgleich.



Nützliche Hinweise

Als steuerpflichtiger Erwerb zählt die übernommene Steuer des Schenkenden.


Verwandte Themen: Schenkung

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Schuldzinsen

Steuerzahler, welche Schulden machen um daraus Einnahmen zu erzielen können die hierfür berechneten Zinsen als Werbungskosten beziehungsweise Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Dies ist etwa der Fall, wenn ein Gewerbetreibender eine neue Maschine über ein Darlehen finanziert. Auch die Anschaffung von Büromöbeln jedes Freiberuflers auf Kredit fällt unter diese Regel. Dagegen gehören Schulden für den privat benutzten PKW und das bewohnte Eigenheim zu den privaten Kosten. Die Zinsaufwendungen finden deshalb steuerlich keine Berücksichtigung.
Sollte ein mit einem Darlehen finanziertes Wirtschaftsgut sowohl privat wie auch gewerblich genutzt werden, so müssen die jeweiligen Anteile bestimmt werden. Die Schuldzinsen für den zur Erzielung von Einnahmen benutzten Teil können dann steuermildernd eingesetzt werden. Ein Beispiel dafür ist, sobald eine Immobilie teilweise eigenverwendet und zum Teil vermietet wird. Hier kann der gewerbliche Anteil anhand der Nutzungsfläche bestimmt werden.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Schulgeld

Bei gewährtem Kindergeld und auch Kinderfreibeträgen kann der Arbeitnehmer 30 Prozent von den Kosten des Schulgeldes, als Sonderausgabe anrechnen. Um unter diese Sonderregelung zu fallen, muss das Kind eine staatlich anerkannte Bildungseinrichtung, Ersatz- und Ergänzungsschule besuchen. Beherbungs-, Betreungs- und Verpflegungsausgaben sind vom Abzug ausgenommen. Bei im Ausland befindlichen deutschen Schulen kann keine Sonderausgabe in Anspruch genommen werden. Als steuerpflichtiger Bürger haben Sie nachzuweisen, dass der Abzug von Schulgeld vorliegt. Es werden Nachweise über die stattfindenden bezahlten Schulgeldkosten aber auch die Anerkennung der Bildungsstätte benötigt. Aufgrund eines Urteils des Bundesfinanzhofs vom 16. November 2006 können Kinder welche im Vorschulalter bereits eine Privatschule besuchen nicht geltenden gemacht werden.



Nützliche Hinweise

Auch für Deutsche Schulen im Ausland können die Schulgelder als Sonderausgabe abgesetzt werden. Es ist aber auch hier der Nachweis zu erbringen, dass es sich um eine nach dem Gesetz anerkannte Bildungseinrichtung, Ersatzschule beziehungsweise Ergänzungsschule handelt. Die meisten 'Europäischen Schulen' entsprechen diesem staatlich anerkanntem Status. Somit wurden 30 % des überwiesenen Schulgeldes als Sonderausgabe absetzbar.


Verwandte Themen: Sonderausgaben

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Solidaritätszuschlag

Der Solidaritätszuschlag wurde zum 01.01.1995 eingeführt. Erhoben wird der Solidaritätszuschlag von der berechneten Einkommenssteuer abzüglich der vorhandenen Freibeträge. Auf die zu entrichtende Einkommenssteuer aber auch auf die Körperschaftssteuer wird zusätzlich noch der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent erhoben. Wurde bei der Vorauszahlung von Einkommens- und auch Körperschaftsteuer bereits ein Solidaritätszuschlag erhoben, so wird dieser bei der Einkommenssteuererklärung wieder verrechnet.
Beim Abzug des Solidaritätszuschlags vom Arbeitslohn erfolgt die Bemessung anhand der Lohnsteuer. Bei der jährlichen Steuererklärung ist die Höhe der zu zahlenden Einkommenssteuer maßgebend.


Verwandte Themen: Einkommensteuervorauszahlungen

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Sonderabschreibung

Zusätzlich zu normalen Abschreibungen können auch Sonderabschreibungen geltend gemacht werden. Als Grundlage für Sonderabschreibungen muss, welche normale Abschreibung linear vorgenommen worden sein. Die degressive Abschreibung wird nur bei sogenannten Ansparabschreibungen ermöglicht. In einigen Sonderfällen darf eine Sonderabschreibung bereits bei der Anzahlung vorgenommen werden. So können zum Beispiel Privatkrankenhäuser ihre Anlagegüter als Sonderabschreibung geltend machen. Dasselbe gilt für die Kohle- und Bergbauindustrie. Sonderabschreibungen können umfassen: festgelegte Gebäude wie zum Beispiel Denkmäler, bestimmte Industriezweige sowie Klein- und Mittelstandsbetriebe. In den meisten Fällen wird dafür die Ansparabschreibung verwendet. Diese ist vor allem für Klein- und Mittelstandsbetriebe günstig. Sie dürfen bereits vor Kauf eines Gutes Rücklagen bilden, die Gewinn mindernd angerechnet werden können.


Verwandte Themen: Abschreibung / linear

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Sonderausgaben

Alle Zahlungen, welche der privaten Lebensführung zuzurechnen wurden, zählen zu den sogenannten Sonderausgaben. Diese können weder als Werbungskosten noch als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Durch Sonderausgaben könnte die Steuerlast verringert werden, denn diese mindern den Gesamtbetrag der Einkünfte. Als Sonderausgaben können folgende Leistungen in Anrechnung gebracht werden: bei getrennten oder geschiedenen Eheleuten der zu zahlende Unterhalt, Versicherungsbeiträge Kranken-, Pflege-, Unfall- und Haftpflicht, Rentenversicherung aber auch Versicherungen für Lebens- und Todesfälle. Weitere Beiträge mindern die Einkünfte: freiwillig gezahlte Pflegeversicherungen, Kirchensteuer, Honorare für Steuerberater, Kosten für Schulen und Ausbildung, sowie Spenden.


Verwandte Themen: Baudenkmäler

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Sonstige Bezüge

Zur Entlohnung der Arbeit gehören nicht nur der Arbeitslohn, sondern auch viele zusätzliche monetäre Bezüge. Beispiele für zusätzliche monetären Leistungen können sein: Urlaubsgeld, Weihnachtsbonus, 13. und 14. Monatsgehalt und auch Jubiläumsgelder sowie Abfindungen, Schichtzuschläge und Verkäuferprovisionen. Übersteigen die sonstigen Bezüge einen Wert von 150 Euro pro Monat nicht, dann werden diese wie Arbeitslohn deklariert. Allerdings ist diese Regelung zum 01.01.2004 weggefallen. Sonstige Zuwendungen sind immer in dem Jahr als bezogen, indem sie der Arbeitgeber auszahlt. Dagegen gilt der Arbeitslohn erst in dem Jahr als bezogen, in dem der Lohnzahlungszeitraum zu Ende ist.


Verwandte Themen: Arbeitslohn

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Sonstige Einkünfte

Sonstige Einkünfte wurden all jene Einkünfte, welche nach § 22 des Einkommensteuergesetzes wie folgt definiert werden: alle Leibrenten wie z.B. gesetzliche Ruhegelder, Einnahmen die aus sich wiederholenden Bezügen, Einkünfte die sich aus wiederholenden Zuschüssen und anderen Vorteilen wie beispielsweise Unterhaltsgeld, ergeben, und auch Einnahmen aus privaten Spekulationsgeschäften. Ferner gehören all jene Einnahmen wie Entschädigungen, amtliche Zulagen, bezuschusste Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, Übergangs-, Überbrückungs-, Sterbegelder, Versorgungsabfindungen, Versorgungsbezüge und auch Altersvorsorgeverträge. Sonstige Einkünfte wie zum Beispiel ein Lottogewinn zählen nicht zu dieser Einkunftsart und wurden folglich steuerfrei. Ebenso sind private Veräußerungsgeschäfte, falls diese keine Spekulationsgeschäfte wurden, steuerfrei.



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Sonntagsarbeit

Neben dem Grundlohn überwiesene Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit, die wirtschaftlich geleistet wurde, sind steuerfrei. Im Fall einer Nettolohnvereinbarung wird der Zuschlag nur als steuerfrei anerkannt, wenn er zusätzlich zu dem vereinbarten Nettolohn gezahlt wurde.
Die Zuschläge dürfen
- für Nachtarbeit 25 %
- für Sonntagsarbeit 50 %
- für Arbeit an den gesetzlichen Feiertagen und am 31.12. ab 14:00 Uhr 125 %
- für Arbeit am 24.12. ab 14:00 Uhr, am 25.12., 26.12. und 01.05. 150 %
des Grundlohns nicht übersteigen. Als Grundlohn gilt der Arbeitslohn, den der Mitarbeiter für seine regelmäßige Arbeitszeit erhält, umgerechnet in einen Stundenlohn.
Grundsätzlich gilt die Arbeit zwischen 20:00 Uhr und 6:00 Uhr als Nachtarbeit. Wurde die Nachtarbeit vor 0:00 Uhr aufgenommen, wird ein Zuschlagssatz von 40 % statt 25 % anerkannt. Als Sonntags- und Feiertagsarbeit gilt die Arbeit zwischen 0:00 Uhr und 24:00 Uhr. Folgt der Sonntags- oder Feiertagsarbeit eine Nachtarbeit, gilt der höhere Zuschlag auch für die Zeit von 0:00 Uhr bis 4:00 Uhr des folgenden Arbeitstages. Als Feiertage sind die jeweiligen gesetzlichen Feiertage am Ort der Arbeitsstätte.


Nützliche Hinweise

Das Finanzamt gewährt die Steuerbefreiung auf ausgezahlte Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit nur dann, wenn sie durch Einzelaufzeichnungen nachgewiesen werden.


Verwandte Themen: Arbeitslohn

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Sparerfreibetrag

Als Sparerfreibetrag wird in der deutschen Gesetzgebung ein pauschaler Abzug bezeichnet, der im Jahr 1975 eingeführt und im Jahr 2009 im zusammen mit den Gesetzen zur Abgeltungssteuer durch den Sparer-Pauschbetrag abgelöst worden ist. Zum Datum der Einführung trug dieser steuerliche Abzugsposten die Bezeichnung 'Grundsparförderung'. Anfänglich war sein Wert pro Jahr und Person auf 300 DM festgelegt, was umgerechnet 153 Euro entspricht. Die höchsten Freibeträge gab es in den Jahren 1993 bis 1999. Dort konnten pro Jahr und Person umgerechnet 3.068 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Seit der Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 ist der Sparerfreibetrag pro Person und Kalenderjahr auf 801 Euro definiert worden. Die gesetzliche Grundlage findet sich im Paragrafen 20 des Einkommenssteuergesetzes. Dort ist auch nachzulesen, dass als Sparerfreibetrag für ein gemeinsam zur Steuer veranlagten Ehepaar ein Betrag von 1.602 Euro angerechnet werden muss.
Um den Sparerfreibetrag in Anspruch nehmen zu können, muss man einen so genannten Freistellungsantrag stellen. Das ist bei den Firmen notwendig, bei denen die unter die Kapitalertragssteuer und Abgeltungssteuer fallenden Einnahmen zu Buche schlagen. Da es sich in beiden Fällen um eine Quellensteuer handelt, sind sie verpflichtet, die Steuer im Namen und Auftrag des Kunden an den Staat zu zahlen. Der Sparer/teilhaber bekommt am Ende des Jahres eine Bescheinigung über diese Beträge. Die Steuer fällt für alle Beträge an, die über die im Freistellungsantrag erwähnten Summen hinaus gehen. Sie beträgt aktuell 25 Prozent. Weiterhin muss Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag überwiesen werden.
Seit der Umstellung auf den Sparer-Pauschbetrag und die Abgeltungssteuer muss man die 25 Prozent nicht mehr hinnehmen. Alternativ könnte beim Finanzamt auch die Verrechnung über den persönlichen Steuersatz beantragt werden. Das lohnt sich insbesondere dann, wenn mit anderen Einkommensarten nicht einmal der jährliche Grundfreibetrag ausgeschöpft werden könnte.


Verwandte Themen: Freistellungsauftrag, Werbungskosten / Vermieter, Kapitalertragssteuer

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Splittingverfahren

Bei gemeinsam veranlagten Ehepartnern könnte bei der Einkommenssteuerberechnung das Splittingverfahren genutzt werden. Die Steuer wird wie folgt errechnet: Halbierung des Steuereinkommens in Anwendung des Splittungsverfahrens. Der festgelegte Steuerbetrag wird hiernach verdoppelt und als Steuer entrichtet. Nicht nur Ehepartner können vom Splittungsverfahren profitieren, sondern auch, verwitwete Einkommenssteuerpflichtige im auf den Tod des Ehepartners folgenden Veranlagungszeitraum, in, im Falle, dass beide Ehegatten vor dem Tod gemeinsam veranlagt waren. Bei einer Trennung der Ehepartner gilt das Splittingverfahren noch in dem Steuerjahr der begangenen Trennung, sofern beide zuvor gemeinsam veranlagt waren.



Nützliche Hinweise

Vorteile aus dem Splittingsverfahren führen zu Steuervorteilen beider Ehegatten besonders bei unterschiedlich hohen Einnahmen. Erzielt ein Ehepartner ein sehr hohes Einkommen und der andere Ehepartner wenig bis gar kein Einkommen, könnte der höchste Vorteil erreicht werden.


Verwandte Themen: Einkommenssteuer, nach oben

Spenden

Bei Spenden handelt es sich um freiwillige Geld- beziehungsweise Sachleistungen, für die keine Gegenleistung erfolgt. Fördert ein steuerpflichtiger Bürger durch eine Spende mildtätige,religiöse, kirchliche, wissenschaftliche Zwecke und solche, die als besonders förderungswürdig anerkannt sind, so könnte die Spende im Rahmen der Einkommensteuererklärung zum Abzug gebracht werden. Hierfür sind jedoch bestimmte Grenzen. Auch Mitgliedsbeiträge und Spenden an politische Parteien wurden auf diese Weise steuerlich abzugsfähig. Leistungen, denen Gegenleistungen gegenüberstehen, wurden dagegen im steuerlichen Sinne keine Spenden. Das trifft beispielsweise auf Eintrittsgelder für Benefizveranstaltungen beziehungsweise den Preis der Lose bei einer Wohlfahrtstombola zu. Seit dem 01.01.2007 gilt, dass Zuwendungen, d. h. Spenden und Mitgliedsbeiträge, die der Förderung der in den Paragrafen 52 bis 54 der Abgabenordnung genannten steuerbegünstigten Zwecke dienen, bis zu einer Höhe von zwanzig Prozent der gesamten Jahreseinkünfte eines Steuerpflichtigen als Sonderausgaben geltend gemacht werden dürfen. Bei Firmen können Spenden bis zu einer Höhe von 0,2 Prozent der Summe von Umsätzen und überwiesenen Löhnen steuerlich berücksichtigt werden. Überschreiten abziehbare Zuwendungen die Höchstbeträge oder ist eine Berücksichtigung im Veranlagungszeitraum der Zuwendung nicht möglich, so werden sie in den folgenden Veranlagungszeiträumen im Rahmen der Höchstbeträge als Sonderausgaben abgezogen.
Demgegenüber galt bis zum 31.12.2006, dass Spenden für religiöse, kirchliche und auch gemeinnützig Zwecke bis zu einer Höhe von fünf Prozent der jährlichen Einkünfte berücksichtigt werden konnten. Handelte es sich um die Förderung von mildtätigen, wissenschaftlichen beziehungsweise als besonders förderungswürdig anerkannten kulturellen Zwecken, so erweiterte sich der Höchstbetrag auf zehn Prozent. Spenden an politische Parteien konnten bis zu einer Höhe von 1.650 Euro bei Ledige Steuerpflichtigen beziehungsweise von 3.300 Euro bei Verheirateten als Sonderausgaben abgezogen werden, sofern keine Steuerermäßigung nach Paragraf 34 g EStG gewährt werden konnte. Für Spenden über 25.565 Euro galt die sogenannte Großspendenregelung, die eine Aufteilung der Spende auf unterschiedliche Veranlagungszeiträume ermöglichte. Ein Rücktrag in das vorherige Veranlagungsjahr war ebenso ausführbar wie ein Vortrag auf die nächsten fünf Jahre.
Spenden können nur als Sonderausgabe abgezogen werden, wenn der Begünstigte dem Steuerpflichtigen eine Zuwendungsbestätigung (auch als Spendenbescheinigung benannt) ausgestellt hat. Dafür ist vom Zuwendungsempfänger ein amtlicher Vordruck zu verwenden. Übersteigt die Spende einen Betrag von 200 Euro nicht (bis 31.12.2006 100 Euro), dann genügt als Nachweis auch der Buchungs- beziehungsweise Zahlungsbeleg.


Nützliche Hinweise

Spendenbescheinigungen sollten dann ausgestellt werden, sobald die Spende erfolgt, da eine nachträgliche Ausstellung und Einreichung beim Finanzamt nicht mehr steuermindernd anerkannt werden kann, wenn der Steuerbescheid schon bestandskräftig ist.



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Sponsoring

Eine besondere Form von Werbung ist das Sponsoring. Hierbei werden unternehmerische Ziele mit öffentlichen oder personenbezogenen Personen verknüpft. Die Sponsoringformen lassen sich unterteilen in Kultur-, Sport- und Sozialsponsoring. Die hierfür entstandenen Kosten können zum einen Betriebsausgaben, wie auch Spenden oder steuerlich nicht abzugsfähige Ausgaben darstellen. Die Aufwendung von Sponsoring-Maßnahmen wurden immer dann Betriebsausgaben, wenn das Firmen damit ein wirtschaftliches Ziel verfolgt. Die Angemessenheit muss jedoch immer in einem soliden Rahmen bleiben. Bei einer freiwillig erbrachten Leistung, der keine Gegenleistung gegenübersteht, gilt als Spende. Bei einer Nichtanerkennung von Spenden oder Betriebsausgaben liegen nicht abziehbare Kosten vor.


Verwandte Themen: Spenden

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Sportverein

Die Einnahmen, welche aus sportlichen Veranstaltungen stammen und 30.678 Euro brutto pro Jahr nicht übersteigen, nennen sich Zweckbetrieb eines Sportvereins. Allerdings gehört der Verkauf von Lebensmitteln sowie Werbung nicht zu den sportlichen Veranstaltungen. Beim Verzicht auf Anwendung der Umsatzsteuer deklariert sich die Sportveranstaltung als Zweckbetrieb. Nimmt an sportlichen Veranstaltungen kein Vereinssportler teil, wird auf die Anwendung der Umsatzsteuer verzichtet. Gleiches hat Gültigkeit, wenn kein Vereinssportler seinen Namen, seines Bildes und seine sportlichen Betätigungen zu Werbezwecken benutzt. Nimmt ein fremder Sportler an dem Vereinssportfest teilt, wird ebenfalls auf die Umsatzsteuer verzichtet. Alle anderen sportlichen Veranstaltungen wurden als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb anzusehen und unterliegen somit der Besteuerung.



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Sprachkurs

Um Werbungskosten bei den Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit geltend zu machen, muss der Sprachkurs bzw. die Sprachreise beruflich bedingt sein. In diesem Fall können Reisekosten, Übernachtungs-und Verpflegungskosten, sowie die Seminargebühren zur Anerkennung kommen. Es wird streng nachgeprüft, ob ein Sprachkurs beruflich notwendig ist. Dabei beachtet man folgende Regelungen: Der Sprachkurs muss nicht nur beruflich notwendig sein, sondern auch auf den Beruf zugeschnitten sein, wie beispielsweise Businessenglisch beziehungsweise Handelsfranzösisch. Des Weiteren sollte der Sprachkurs mindestens 6 - 8 Stunden täglich betragen. Touristische Programme wurden nur am Wochenende erlaubt und die Sprachreise darf nicht am Ende als Urlaub verlängert werden. Selbige Anwendungen greifen auch bei einer Berufsausbildung.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter, Verpflegungsmehraufwand, Reisekostenerstattung

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Steuerbescheid

Mit dem Steuerbescheid setzt die Finanzbehörde die Steuer fest. Er ist ein offizieller Verwaltungsakt und, falls nichts anderes festgelegt ist, hat er immer schriftlich zu erfolgen. Schriftliche Steuerbescheide müssen bestimmten formellen Anforderungen genügen. So müssen die Art und die Höhe der Steuer eindeutig ersichtlich sein, ebenso die genaue Person und Institution, die die Steuer schuldet. Aus dem Bescheid müssen eindeutig Zeiträumen und alle gesetzlich verankerten Rechtsbehelf Belehrungen hervorgehen. Der Rechtsbehelf ermöglicht dem Steuerpflichtigen, bei Unstimmigkeiten gegen den Bescheid oder Teile seines Inhaltes beim zuständigen Finanzamt vorzugehen. Falls das Finanzamt dem eingelegten Rechtsbehelf eine Absage erteilt, hat der Steuerpflichtige die Möglichkeit, beim zuständigen Finanzgericht zu klagen. Sollte auch die Klage erfolglos bleiben, könnte ein Revisionsverfahren beim Bundesfinanzhof angestrengt werden. Allerdings muss zuvor das Finanzgericht die Revision überhaupt zugelassen haben. An gemeinsamveranlagte Ehepartner ergeht stets nur ein gemeinsamer Steuerbescheid. Damit wurden beide Parteien gegenüber der Steuer automatisch Gesamtschuldner. Sofern die Ehepartner verschiedene Anschriften besitzen, ist der Steuerbescheid jeweils getrennt zuzustellen. Das gilt auch, falls eine getrennte Veranlagung bereits beantragt wurde.


Verwandte Themen: Einspruch

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Steuerberaterkosten

Seit dem 01.01.2006 wurden Steuerberatungskosten nur noch entweder als Betriebsausgaben oder als Werbungskosten absetzbar. Eine steuerliche Berücksichtigung als Sonderausgaben ist dagegen nicht mehr möglich. Bis zum 31.12.2005 galt folgende Rechtslage: Als Steuerberatungskosten galten neben den für die steuerliche Beratung im eigentlichen Sinne aufgewandten Kosten auch jene für Steuerfachliteratur, Beitragszahlungen an Lohnsteuerhilfevereine sowie Unfallkosten, die auf dem Weg zum Steuerberater verursacht wurden. Nicht zu den Steuerberatungskosten zählten dagegen die Zahlungen im zusammen mit der Verteidigung in Steuerstrafverfahren. Steuerberatungskosten konnten sowohl als Werbungskosten als auch als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Im in Verbindung mit unternehmerischen Tätigkeiten anfallende Steuerberatungskosten konnten (und können weiterhin) als Betriebsausgaben abgesetzt werden.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Steuerfreie Einnahmen

Zu den bekanntesten steuerfreien Einnahmen zählen die Leistungen aus einer Pflegeversicherung beziehungsweise einer Krankenversicherung. Aber auch Leistungen aus der gesetzlich vorgeschriebenen Unfallversicherung, Kinderzuschüsse und bestimme Sachleistungen aus Rentenversicherungen gehören dazu. Übergangsgelder, Zuwendungen zur Alterssicherung von Landwirten, Arbeitslosengeld, Mutterschaftsgeld, Arbeitslosenhilfe, Kurzarbeiter- und Winterausfallgeld, besondere Eingliederungsbeihilfen und auf dem Rentengesetz basierende Kapitalabfindungen sind von der Steuer vollständig befreit. Zahlt ein Arbeitgeber aufgrund der Auflösung des Arbeitsverhältnisses seinem ehemaligen Arbeitnehmer eine Abfindung, ist diese bis zu einem Höchstbetrag von 8181 Euro steuerfrei. Dabei ist es unerheblich, ob diese Zahlung freiwillig und infolge eines Gerichtsbeschlusses getätigt wird. Reisekostenerstattungen aus öffentlichen Kassen, Trennungsgelder und Umzugskostenbeihilfen, Prämien aufgrund von Hochzeit und Geburt unterliegen nicht der Steuer, wenn sie einen Betrag von 358 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen. Kindergeld wird stets immer steuerfrei ausbezahlt. Des Weiteren dürfen Ausbilder, Trainer, Erzieher, Künstler und Übungsleiter bis zu 1848 Euro im Jahr einnehmen, ohne dass darauf Steuer fällig wird, falls sie ihre Tätigkeit nachgewiesenermaßen nebenberuflich ausüben. Auf Zuwendungen des Arbeitgebers in Form von Berufsbekleidung, Zuschüssen für Fahrten zwischen Arbeitsstelle und Wohnung mit öffentlichen Linienverkehrsmitteln und Sachprämien bis zu einem Wert von 1224 Euro pro Jahr, müssen ebenfalls keine Steuern überwiesen werden.


Verwandte Themen: Heiratsbeihilfe, Sachprämien

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Steuerklassen

Ist ein Mitarbeiter uneingeschränkt steuerpflichtig, bekommt er vom Finanzamt eine Lohnsteuerklasse zugewiesen. Für Ehepartner besteht die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Steuerklassen zu wählen, wobei Folgendes gilt: Ledige Personen, verheiratete, geschiedene beziehungsweise verwitwete Mitarbeiter bekommen die Steuerklasse 1, falls für sie die Steuerklasse 3 oder Steuerklasse 5 nicht zutrifft. Die Lohnsteuerklasse 2 gilt für steuerpflichtige Mitarbeiter, die verheiratet, geschieden, verwitwet oder ledig wurden und den Haushaltfreibetrag in Anspruch nehmen. In die Steuerklasse 3 gehören ausschließlich verheiratete steuerpflichtige Mitarbeiter. Die Ehegatten dürfen jedoch gemäß Steuerrecht nicht dauernd getrennt leben und müssen beide unbeschränkt steuerpflichtig sein. Dabei bezieht der eine Ehepartner entweder gar keinen Arbeitslohn und befindet sich in der Steuerklasse 5. Außerdem gilt die Steuerklasse 3 im gesamten Kalenderjahr für verwitwete unbeschränkt Steuerzahler, wenn der verstorbener Ehepartner und sie selbst zum Termin des Todes steuerpflichtig waren und gemeinsamlebten. Nach einer Ehescheidung bleibt trotzdem für das gesamte Kalenderjahr die Lohnsteuerklasse 3 bestehen. Grundlage ist jedoch, dass nicht einer der ehemals verheirateten Partner in dem betreffenden Jahr erneut geheiratet hat. Die Lohnsteuerklasse 4 ist für verheiratete steuerpflichtige Arbeitnehmer relevant, die in einem gemeinsamen Haushalt leben. Zudem beziehen beide Parteien lohnsteuerpflichtiges Arbeitsentgelt. Die Lohnsteuerklasse 5 wird dagegen eingetragen, wenn beide Ehepartner einer lohnsteuerpflichtigen Beschäftigung nachgehen und einer der Partner die Lohnsteuerklasse 3 gewählt hat. Bezieht ein Beschäftigter parallel von mehr als einem Arbeitgeber lohnsteuerpflichtiges Arbeitsentgelt, so gilt nach dem festzustellenden Haupterwerb für alle weiteren die Lohnsteuerklasse 6. Verheiratete Personen können immer bis zum 30. November des laufenden Jahres und ein Mal pro Jahr beim zuständigen Finanzamt einen Steuerklassen-Wechsel beantragen.


Verwandte Themen: Arbeitslohn, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Lohnsteuerklassen, Arbeitnehmer-Sparzulage

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Steueroasen

Mit dem Begriff Steueroasen werden Länder oder Gebiete benannt, in denen Steuern entweder nicht erhoben werden und in denen die Steuersätze sehr gering wurden. Beispiele wurden unter anderem Andorra, Monaco, Antigua und Barbuda, Bahamas, welche Britischen Jungferninseln, die Kanalinseln, Mauritius und ander mehr.



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Steuerrückerstattung

Ist die im Steuerbescheid ausgewiesene Steuerschuld für das ausgewiesene Steuerjahr niedriger als die bereits einbezahlte Steuer, erfolgt eine Steuerrückerstattung. Betroffene Steuerarten wurden hier insbesondere die Lohnsteuer beziehungsweise Kapitalertragssteuer. Bei Privatpersonen zählen Steuererstattungen nicht zu den Einkünften. Anders jedoch bei Erstattungen von betrieblichen Steuern. Hierbei handelt es sich in aller Regel um Betriebseinnahmen. Wurde eine Steuererklärung nicht fristgerecht eingereicht, darf das Finanzamt auch für Steuererstattungen Säumnisgebühren verlangen.


Verwandte Themen: Steuerbescheid

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Steuervergünstigungen

Steuervergünstigungen wurden alle jene Vergünstigungen die der Fiskus seinen Einwohnern zu deren Vorteil gewährt. Durch steuerliche Ermäßigungen sollen Steuerpflichtige, wenn beispielsweise die Leistungsfähigkeit durch Kinder eingeschränkt ist beziehungsweise falls aufgrund einer Behinderung erhöhte Kosten vorhanden wurden finanziell entlastet werden. Nach den Steuergesetzen können folgende Steuervergünstigungen zu einer Steuerminderung führen:
Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Freibeträge. Steuervergünstigungen können auch sogenannte Gestaltungen wie zum Beispiel Übertragen von Geldern an die Kinder sein. Gängige Varianten sind: Verträge mit Angehörigen, vorweggenommene Schenkungen sowie die Wahl einer Rechtsform für Betriebe.


Verwandte Themen: Sonderausgaben, Werbungskosten / Vermieter

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Stiftung

Die Stiftung setzt sich die Förderung jedes bestimmten, in ihrer Satzung festgeschriebenen Zwecks zum Ziel. In der Regel widmet sich eine Stiftung Aufgaben aus sozialen Bereichen, der Gesundheit, Bildung und Erziehung, Religion, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung aber auch Umwelt beziehungsweise Völkerverständigung. Darüber hinaus werden Familienstiftungen und unternehmensverbundene Stiftungen gegründet.
Steuerrechtlich wird zwischen Stiftungen, die einen gemeinnützigen Zweck und Stiftungen, welche keinen gemeinnützigen Zweck verfolgen, unterschieden:
Eine 'Gemeinnützige Stiftung' sollte der selbstlosen Förderung der Allgemeinheit dienen. Dementsprechend wurden diese Stiftungen weitgehend steuerbefreit. Die Frage, ob der Zweck einer Stiftung als 'gemeinnützig' anzuerkennen ist, wird im § 52 der AO (Abgabenordung) definiert. Zu den Stiftungen, deren Zweck nicht als gemeinnützig anerkennt wird, und die dementsprechend auch nicht steuerbegünstigt wurden, gehören 'Familienstiftungen', weil ihr Vermögen einzig bestimmten Familien dient. Ebenfalls nicht steuerbegünstigt wurden Stiftungen im Firmensbereich. Diese werden in der Regel errichtet, sobald der Stifter den Bestand des Unternehmens im Fall von Erbstreitigkeiten und fehlender geeigneter Erben sichern will.


Nützliche Hinweise

'Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung', welche von Gemeinnützigen Stiftungen aus Mitgliedsstaaten der EU in Deutschland erzielt wurden, unterliegen nicht der Körperschaftsteuer.


Verwandte Themen: Gründungshöchstbetrag

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Stiftungshöchstbetrag

Der Stiftungshöchstbetrag ist zum 01.01.2007 weggefallen. Im Gegenzug bestehen nun bessere Abzugsausführbarkeiten für Gelder, welche in das Stiftungskapital einer Stiftung fließen. So besteht die Möglichkeit, Vermögensstockspenden sowohl im Veranlagungszeitraum, der getätigten und auch auch in den nächsten neun Veranlagungszeiträumen bis zu einem Betrag von 750.000 steuerlich geltend zumachen. Dabei gilt der genannte Betrag zuzüglich zu den für Spenden festgesetzten Höchstbeträgen. In der Zusammenfassung dieser zehn Jahre kann der Abzugsbetrag nur einmal in Anspruch genommen werden.
Vor dem 31.12.2006 konnte zusätzlich zum Gründungshöchstbetrag und zu den getätigten Spenden pro Jahr ein Wert von 20.450 Euro steuermildernd benutzt werden. Dieser Betrag wurde als Stiftungshöchstbetrag bezeichnet. Somit bestand die Möglichkeit, gestiftete Gelder zweimal als Sonderausgaben geltend zu machen. Einmal wurde der abzugsfähige Betrag nach dem vorhandenen Einkommen berechnet und ein zweites Mal konnte dieser noch als Stiftungshöchstbetrag angerechnet werden. Bei Zuwendungen von mehr als 25.565 Euro galt dabei die Großspendenregelung. Ausgenommen hiervon waren Zuwendungen für bestimmte Freizeitzwecke wie beispielsweise die Tier- und Pflanzenzucht, die Kleingärtnerei aber auch traditionelles Brauchtum wie etwa Karneval.


Verwandte Themen: Gründungshöchstbetrag

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Stipendien

Stipendien, welche gewährt werden, um die Forschung oder auch die wirtschaftliche oder künstlerische Ausbildung zu fördern können steuerfrei sein. Voraussetzung für eine Steuerfreiheit, dass die Stipendien unmittelbar aus öffentlichen Mitteln oder von überstaatlichen Einrichtungen stammen, bei denen die Bundesrepublik Deutschland Mitglied ist. Von Vereinen und Stiftungen vergebene Stipendien wurden ebenfalls steuerfrei.
Es gibt noch weitere Rahmenbedingungen, welche erfüllt sein müssen, um eine Steuerfreiheit zu gewährleisten. So darf die Höhe des Stipendiums die für die Lebenshaltung und zur Ausbildung benötigten Aufwendungen nicht übersteigen. Zudem dürfen mit der Vergabe des Stipendiums keine verpflichtenden Gegenleistungen des Studierenden verbunden sein. Des Weiteren darf der erlangte Berufsabschluss des Studierenden zum Datum, an dem ein Stipendium gewährt wird, noch nicht länger als 10 Jahre zurückliegen. Falls ein Stipendium die Kosten für die Kosten zur Lebenshaltung und Durchführung der Ausbildung übersteigen, muss das Stipendium in voller Höhe versteuert werden.


Verwandte Themen: Stiftungshöchstbetrag

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Studienkosten

Per Gesetz erfolgte Mitte 2004 die Begrenzung der Anerkennung von Ausbildungs- oder auch Studienkosten auf höchstens 4000 Euro jährlich. Sie wurden als Werbungskosten anzusetzen, wobei als typische Kosten unter anderen anerkannt werden: Arbeitsmittel, Kosten für die Anschaffung eines Computers, Fahrtkosten und Internetkosten.


Verwandte Themen: Sonderausgaben

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Studienreise

Bei einer Kongressteilnahme und jedes Besuchs einer Fachkonferenz dürfen die Zahlungen als Werbungskosten geltend gemacht werden. Voraussetzung hierfür ist, dass es sich um berufliche oder betriebliche Teilnahme handelt. Die aus betrieblichen und beruflichen Interessen verfolgte Teilnahme muss im unmittelbaren Konsens zwischen Beruf oder Betrieb stehen. Nahezu ausgeschlossen sind Teilnahmen aus privaten Interessen. Wurden die Kosten mit privaten Mitteln (Werbungskosten) und betrieblichen Mitteln (Betriebsausgeben) beglichen, können die Kosten als Abzug in Geltung gebracht werden.



Nützliche Hinweise

Eine straffe Organisation ist Grundlage, der berufliche Teil ist mind. 8 Stunden je Tag dauern. Auf Mitnahme von Ehepartnern sollte verzichtet werden, genauso ist ein anschließender privater Aufenthalt zu vermeiden. Da dieser die Anerkennung der Werbungskosten in Gefahr bringen könnte.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Stromsteuer

Am 01. April 1999 wurde eine neue Verbrauchssteuer, welche sogenannte Stromsteuer eingeführt. Die Voraussetzungen hierfür finden sich im Stromsteuergesetz. Hieraus gewonnene Steuereinnahmen fließen nur dem Bund zu. Besteuert wird immer nur solcher Strom, welcher an die Endverbraucher fließt. Zudem wird die Stromsteuer erhoben für Strom, welcher der Stromerzeuger für sich selbst benötigt, ausgenommen der Strom, welcher zur Stromerzeugung benötigt wird. Zur Besteuerung ist entscheidend wo der Strom entnommen und nicht wo der Strom erzeugt wurde. Auch der Sitz des Stromversorgers ist nicht von Belang. Ausländisch erzeugter Strom, welcher in Deutschland verbraucht wird, fällt ebenfalls unter die Besteuerung. Die Stromsteuer wird einfach durch den Stromversorger erhoben. Wenn der Stromendverbraucher selbst erzeugten Strom zum Beispiel durch seine Photovoltaikanlage bezieht, wird er ebenfalls zur Besteuerung herangezogen. Ebenfalls zu besteuern sind Direktbezug von Strom aus anderen Staaten sowie illegale Entnahme von Strom. Die Stromsteuer ist dem Hauptzollamt zumelden und darf jährlich beziehungsweise monatlich entnommen werden.


Verwandte Themen: Verbrauchssteuer

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Tafelgeschäfte

Tritt der Bankkunde bei Wertpapiergeschäften namentlich nicht in Erscheinung, spricht das Gesetz von sogenannten Tafelgeschäften. Die Erledigung von Tafelgeschäften erfolgt am Bankschalter, wobei keinerlei Konto involviert ist. Auf Kapitalerträge aus Tafelgeschäften erhebt die Bank automatisch 35 Prozent Zinsabschlag, um ihn direkt an das zuständige Finanzamt abzuführen.


Nützliche Hinweise

Tafelgeschäfte sind vor allen Dingen für Personen interessant, die hohen Einkommenssteuersätzen unterliegen. Allerdings wurden bei Geschäften, die einen Wert von 15.338 Euro übersteigen die Anonymitäten der Kunden nicht mehr gewährleistet. In diesen Fällen ist die Bank zur Identifizierung verpflichtet.


Verwandte Themen: Zinsabschlag

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Tantiemen

Tantiemen gehören zu den Einnahmen, welche aus einer nicht selbstständigen Arbeit zu Buche schlagen. In den meisten Fällen werden Tantiemen als zusätzliche Vergütungen für Geschäftsführer einer GmbH ausgezahlt, wobei in der Praxis zwischen Umsatz- und Gewinntantiemen unterschieden wird. Besonders genau wird durch das Finanzämter eine Bezahlung von Umsatztantiemen nachgeprüft, da diese auch zu einer verdeckten Gewinnausschüttung benutzt werden können. Hierbei wird allem darauf überprüft, ob diese Umsatztantiemen an einen nicht geradewegs an der GmbH beteiligten Geschäftsführer überwiesen wurden. Dazu vertreten die Behörden die Ansicht, dass Umsatztantiemen für eine GmbH keinen wirklichen Vorteil bedeuten, da ein höherer Umsatz nicht unmittelbar auch einen höheren Gewinn erzeugt. Dagegen wurden Gewinntantiemen wesentlich unbedenklicher. Falls neben den Gewinntantiemen kein Lohn bezahlt wird, können diese jedoch ebenfalls für eine verdeckte Gewinnausschüttung benutzt werden. Eine verdeckte Gewinnausschüttung darf auch dann angenommen werden, sobald die gesamten Bezüge inclusive des Arbeitslohns, der Tantiemen sowie einer Pensionszusage als unverhältnismäßig hoch eingestuft werden. Das sächsisches Finanzgericht hat mit einem Urteil vom 5. 4. 2006 ((Aktenzeichen: 6 K 1217/00) festgelegt, dass auch im Falle einer Nichtauszahlung von vertraglich vereinbarten Tantiemen eine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegt.


Nützliche Hinweise

Liegt die gezahlte Gewinntantieme mehr als 50 Prozent über der ausgewiesenen Bilanzsumme, so kann der darüber hinaus gehende Betrag als verdeckte Gewinnausschüttung erklärt werden.



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Telearbeit

Die Telearbeit ist sowohl im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses wie auch als selbstständige Tätigkeit machbar. Bei Vorliegen eines jeden Arbeitsverhältnisses werden die benötigten Arbeitsmittel wie Computer, Telefon und Fax in der Regel vom Arbeitgeber gestellt. Ebenso werden die entstandenen Telefonkosten zumeist über den Arbeitgeber abgerechnet. Hier muss eine vertragliche Vereinbarung getroffen werden, dass eine private Nutzung des Telefonanschlusses nicht ermöglicht ist. Dadurch lässt sich das Entstehen eines jeden geldwerten Vorteils für den Mitarbeiter verhindern. Für den Fall, dass der Arbeitgeber auch die Stromkosten ersetzt handelt, es sich hierbei um einen steuerfreien Auslagenersatz. Dazu ist es jedoch wichtig, dass die für die Ausübung der Tätigkeit angefallenen Stromkosten genau festgestellt werden können. Werden die Stromkosten lediglich pauschal ersetzt, führt dies zu einem steuerpflichtigen Arbeitslohn. Entstehen Kosten für das benutzte Arbeitszimmer, so zählen diese ebenfalls als steuerpflichtiger Arbeitslohn, sobald die Kosten durch den Arbeitgeber erstattet werden. Verzichtet der Mitarbeiter auf eine Erstattung, so können diese Kosten als Werbungskosten aufgeführt werden. Hierbei kommen die allgemeingültigen Bestimmungen für ein häusliches Arbeitszimmer zur Anwendung.


Verwandte Themen: Arbeitszimmer

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Telefonkosten

Mitarbeiter haben die Möglichkeit Telefonkosten als Werbungskosten abzuziehen, falls diese aus beruflicher Veranlassung entstanden sind. Als Alternative könnte auch eine Kostenerstattung durch den Mitarbeiter erfolgen. Wichtig dabei ist, dass der berufliche Nutzungsanteil immer nachgewiesen werden muss. Dabei wurde der Nachweis zum 01.01.2002 inim Falle, dass vereinfacht, als dass der Mitarbeiter diesen nur für die ersten 3 Monate einzeln nachweisen muss. Anschließend können die entstandenen Kosten für den gesamten Veranlagungszeitraum als Werbungskosten angegeben werden. Zur Erbringung des Nachweises muss sowohl der Tag, an dem das Gespräch stattgefunden hat wie auch die Gebühren, welche Dauer des Gesprächs, der Gesprächsteilnehmer und auch dessen Ort angegeben werden. Wird kein korrekter Nachweis erbracht, so können lediglich 20 Prozent der Werbungskosten bis zu einem Maximalbetrag von 20 Euro anerkannt werden. Zu den Telefonkosten gehören nicht nur die reinen Gesprächskosten, sondern auch Kosten für Anschlussgebühren, Grundgebühren und die verwendeten Geräte. Dagegen können bei einer Erstattung durch den Arbeitgeber lediglich die Gesprächsgebühren berücksichtigt werden.


Nützliche Hinweise

Übernimmt der Arbeitgeber die Telefonkosten, so empfiehlt sich ein Zweitanschluss, von dem aus eine private Nutzung untersagt wird. In diesem Fall könnte der Arbeitgeber die kompletten Telefonkosten erstatten.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Trinkgeld

Seit 01.01.2002 wurden Trinkgelder steuerfrei. Als Trinkgelder sind all jene Einnahmen, welche von Kunden, einem Gast oder Patienten, freiwillig ausgezahlt wird ohne das hierauf ein Rechtsanspruch bestände. Trinkgelder mit Rechtsanspruch wie zum Beispiel Bedienzuschläge im Hotelfach oder Metergeld im Transportwesen, sind in voller Höhe als steuerpflichtiger Lohn anzusehen. Auch bei selbstständigen Personen wie zum Beispiel Maler oder Schlosser sind die Trinkgelder als steuerpflichtige Betriebseinnahmen zu deklarieren.


Verwandte Themen: Arbeitslohn, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Überkreuzvermietung

Eine Überkreuzvermietung tritt dann auf, sobald sich zwei Personen gegenseitig eine Immobilie vermieten. Ein Beispiel: Person 1 besitzt eine eigene Immobilie und vermietet sie an Person 2, da er sie nicht selbst bewohnen möchte. Auch Person 2 ist Eigentümer einer Immobilie und vermietet sie an Person 1. Steuerrechtlich ist diese Regelung vorteilhaft, denn Zahlungen für eine Immobilie werden nur dann anerkannt, wenn sie dazu dienen, Einnahmen zu erzielen. Bewohnt man seine Immobilie selbst, ist dies offenbar nicht der Fall. Bei der Überkreuzvermietung anfallen allerdings solche Werbungskosten, welche steuerrechtlich geltend gemacht werden können. Hierbei gilt allerdings: Nicht immer wird die Überkreuzvermietung anerkannt. Diese Gefahr existiert besonders dann, falls es keine wirtschaftlichen Gründe für die Überkreuzvermietung gibt.


Nützliche Hinweise

Eine Überkreuzvermietung wird dann akzeptiert, sobald die beiden Immobilien weit entfernt voneinander liegen, eine unterschiedliche Größe aufweisen und jeweils eher den Bedürfnissen des Nutzers entsprechen, weil sich dessen Arbeitsweg zum Beispiel verkürzt.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

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Übernachtungskosten

Bei einer mehrtägigen Dienstreise können die Kosten für Unterkunft in voller Höhe erstattet werden. Dabei können die Übernachtungskosten entweder steuerfrei durch den Arbeitgeber erstattet und vom Mitarbeiter im Rahmen seiner jährliche Steuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden. Die Übernachtungskosten sind in jedem Fall immer einzeln zu berücksichtigen. Dabei muss die Quittung vom Hotel, Pension oder Gasthof immer auf den Namen des steuerpflichtigen ausgestellt sein. Kann der Einzelnachweis nicht erbracht werden, so gilt ein Pauschalbetrag von 20 Euro. Für Übernachtungen im Ausland können höhere Sätze veranschlagt werden. Nimmt der Ehepartner an einer Reise teil, so müssen die Mehrausgaben vom Beleg abgezogen werden. Frühstückskosten dürfen in der Rechnung ebenfalls nicht erhalten sein. Dieser Kostenanteil gehört zu den Verpflegungskosten. Kann der Kostenanteil des Frühstücks nicht getrennt werden, so wurden bei Inlandsreisen 4,50 Euro und für Auslandsreisen 20 Prozent abzuziehen.


Nützliche Hinweise

Bei einer Übernachtung in einem Luxushotel ist davon auszugehen, dass der Kostenanteil von 4,50 Euro höher ist. Hier empfiehlt es sich, besser keinen Kostennachweis ausstellen zu lassen.


Verwandte Themen: Dienstreise, Fahrtätigkeit, Reisekostenerstattung, Verpflegungsmehraufwand

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Überstundenvergütung

Die Vergütung, die einem Arbeitnehmer für Überstunden ausgezahlt wird, zählt zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Dies gilt auch für einen eventuellen Mehrbetrag, falls das Entgelt für die Überstunden höher ist. Zuschläge für Nachtarbeit, für Sonntagsarbeit und auch für Arbeitstätigkeiten an gesetzlichen Feiertagen wurden dagegen steuerfrei. Allerdings ist die Steuerfreiheit betragsmäßig begrenzt.


Verwandte Themen: Sonntagsarbeit, Nachtarbeit<

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Übungsleiter

Einahmen aus einer nebenberuflichen Tätigkeit als Übungsleiter, Erzieher, Ausbilder, Betreuer beziehungsweise vergleichbaren Tätigkeiten bleiben steuerfrei, wenn sie einen Betrag von 2.100 Euro im Jahr - die sogenannte Übungsleiterpauschale - nicht überschreiten. Auch Tätigkeiten als Erste-Hilfe-Ausbilder, als Betreuer in Ferienlagern, als Gruppenleiter, Trainer und Mannschaftsbetreuer sowie als Dirigent, ausbildend tätiger Feuerwehrangehöriger oder Mitglied eines jeden Prüfungsausschusses wurden durch diese Regelung begünstigt. Auch wer als nebenberuflicher Pfleger kranke, behinderte oder alte Menschen betreut, etwa im ambulanten Pflegedienst, beziehungsweise als Rettungssanitäter, als Pfleger in Alten- und Pflegeheimen beziehungsweise in Krankenhäusern aktiv ist und im Nebenberuf eine künstlerische Tätigkeit ausübt, könnte die Übungsleiterpauschale geltend machen. Dabei kommt als künstlerische Tätigkeit die Arbeit als Kirchenmusiker ebenso in Betracht wie eine Tätigkeit als Schauspieler oder Statist im Theater. Sind die in einem Jahr mit dieser Tätigkeit erzielten Einnahmen höher als der steuerfreie Betrag von 2.100 Euro, so können mit der Tätigkeit in gemeinsam stehende Ausgaben nur in dem Maße als Betriebsausgaben beziehungsweise als Werbungskosten abgesetzt werden, in dem sie den steuerfreien Betrag überschreiten. Erzielt ein Arbeitnehmer mit einer nebenberuflichen Übungsleitertätigkeit in einem Jahr etwa Einnahmen von insgesamt 5.000 Euro und wurden ihm im zusammen mit dieser Tätigkeit Kosten von 2.300 Euro entstanden, dann ergibt sich die folgende Rechnung: Von den Einnahmen (5.000 Euro) ist die Übungsleiterpauschale (2.100 Euro) zu subtrahieren; es ergeben sich somit steuerpflichtige Einnahmen von 2.900 Euro. Die angefallenen Werbungskosten (2.300 Euro) übersteigen den steuerfreien Wert (2.100 Euro) um 200 Euro. Dieser Wert (200 Euro) ist als Werbungskosten von den steuerpflichtigen Einnahmen (2.900 Euro) abzugsfähig, sodass von den Gesamteinnahmen der Nebentätigkeit (5.000 Euro) nur 2.700 Euro als steuerpflichtige Einnahmen verbleiben.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter, Chorleiter

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Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer wird den Verkehrssteuerarten zugeschieden. Beim Erwerb von Waren und Inanspruchnahme einer Dienstleistung wird sowohl für den Privatverbraucher als auch für öffentliche Verbraucher Umsatzsteuer fällig. Für benutzte unternehmerische Zwecke kann die auf Waren und Dienstleistungen erhobene Umsatzsteuer als Vorsteuer beim Finanzamt geltend gemacht werden. Die Rückzahlung der Umsatzsteuer wird mit dem Vorsteuerabzug in Geltung gebracht. Der Gewinn ist somit nicht umsatzsteuerbelastet. Auf ihre Lieferungen und Leistungen müssen bei Firmen Umsatzsteuer vereinnahmt und diese ans Finanzamt abgeliefert werden. Die Umsatzsteuer vermindert um die Vorsteuer muss monatlich, quartalsweise und jährlich an der Fiskus abgeführt werden. Auf Lieferungen und Leistungen werden 19 Prozent Umsatzsteuer beziehungsweise der verminderte Steuersatz in Höhe von 7 Prozent erhoben. Unter den verminderten Steuersatz können fallen: Zeitschriften, Bücher, Pizzabringdienste beziehungsweise aber auch der Nahverkehr. Zur Bemessung wird das vereinnahmte Geld herangezogen. Kleinunternehmer können in der Regel umsatzsteuerbefreit sein, aber auch auch Ärzte oder Architekten.



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Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer dient dem Austausch von Daten zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU). Sie soll die Versteuerung von innergemeinschaftlichen Erwerben sicherstellen und hat infalls eine Überwachungsfunktion. Unternehmer bekommen auf Antrag vom Bundesamt für Finanzen eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erteilt. Der Antrag ist schriftlich zu stellen und hat den Namen, die Anschrift sowie die Steuernummer des Antragstellers, unter der er umsatzsteuerlich geführt wird, zu enthalten. Bei innergemeinschaftlichen Erwerben muss die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer von Lieferer und Erwerber auf der Rechnung aufgeführt werden. Von den Landesfinanzbehörden werden dem Bundesamt für Finanzen die Angaben über die bei ihnen umsatzsteuerlich geführten Unternehmen übfestgestellt, die für die Erteilung der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erforderlich wurden. Die Verarbeitung und Nutzung dieser Angaben ist nur zulässig für die Erteilung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummern sowie für die Umsatzsteuerkontrolle und für Zwecke der Amtshilfe in Umsatzsteuersachen. Vom Bundesamt für Finanzen werden Landesfinanzbehörden die erteilten Umsatzsteuer-Identifikationsnummern und auch die für die Umsatzsteuerkontrolle benötigten Daten übfestgestellt.



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Umzugskosten

Bei der steuerlichen Anrechnung der Umzugskosten wurden aktuell zwei verschiedene Wege machbar. Man darf in der Steuererklärung eine Pauschale geltend machen und einen Einzelnachweis über die angefallenen Kosten führen. Allerdings muss man wissen, dass die Pauschalen nicht allzu hoch wurden, weshalb sich der Einzelkostennachweis in den meisten Fällen lohnen dürfte. Ledige Steuerpflichtige können pauschal 657 Euro geltend machen. Für Ehepaare verdoppelt sich die Pauschale auf 1.314 Euro. Für alle weiteren Personen, welche mit dem Steuerpflichtigen in der Haushaltsgemeinschaft leben, wird eine zusätzliche Pauschale von 289 Euro angerechnet. Diese Pauschbeträge sind für alle Umzüge, die ab Jahresbeginn 2012 beendet worden sind.
Für die Anerkennung der Umzugskosten erkennt der Staat einerseits berufliche Gründe an. Sie wurden dann gegeben, sobald der Umzug für die Neuaufnahme einer Arbeit notwendig war. Auch eine Umsetzung in eine andere Niederlassung wird als 'beruflich bedingter' Umzug vom Finanzamt anerkannt. In dem Fall müssen die Umzugskosten in der Kategorie 'Werbungskosten' bei der Steuererklärung festgehalten werden. Das könnte auch dann der Fall sein, wenn einem eine Dienstwohnung zum Beispiel beim Wechsel der Art der Arbeit innerhalb jedes Unternehmens nicht mehr zusteht. Auch die Umzugskosten im zusammen mit der Aufgabe einer Zweitwohnung beim Wegfall von mehreren Einsatzorten werden als beruflich bedingte Umzugskosten anerkannt. Ansonsten stellen die Finanzämter den Anspruch, dass sich der tägliche Arbeitsweg um mindestens 60 Minuten verkürzt, wobei die Zeiten für Hin- und Rückweg zusammen gerechnet werden.
Eine zweite Möglichkeit der steuerlichen Anrechnung der Umzugskosten gibt es dann, falls er aus gesundheitlichen Gründen veranlasst wurde. Dann ist er als 'außergewöhnliche Belastung' geltend zu machen. Ist der Umzug aus rein privaten Gründen veranlasst, existiert die Möglichkeit, dass Teile der Kosten als 'haushaltsnahe Dienstleistung' steuerlich berücksichtigt werden kann.
Als Umzugskosten kann man nicht nur den Rechnungsbetrag des Spediteurs oder alternativ der Autovermietung geltend machen. Auch die Entgelte für die Umzugshelfer werden zu den steuerlich ansetzbaren Umzugskosten gerechnet. Hinzu kommen bei einem gemieteten Umzugswagen die Kraftstoff- und Versicherungskosten. Auch der Verpflegungsaufwand für einen selbst und die Helfer wird zu den Umzugskosten gezählt. Als Orientierung dienen hier immer die Regelungen im Bundesumzugskostengesetz, was bei Beamten und anderen Angestellten des Öffentlichen Dienstes genutzt wird.
Nicht vergessen darf man, dass bei einem Umzug meistens auch doppelte Mietzahlungen anfallen. Sie lassen sich ebenfalls als Umzugskosten steuerlich geltend machen. In der Regel werden sie für drei Monate anerkannt. Bei dazugehörigen Nachweisen der Notwendigkeit sind im Einzelfall bis zu sechs Monate möglich. Fehlen die Kinder durch den Umzug in der Schule und müssen über Nachhilfe an den Stand des Lehrplans in der neuen Schule angepasst werden, können auch die Kosten der Nachhilfe als Umzugskosten steuerlich mit geltend gemacht werden.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Unbeschränkte Steuerpflicht

Alle Personen, die im Inland ihren Wohnsitz haben oder deren gewöhnlicher Aufenthaltsort sich dort befindet, gelten als unbeschränkt steuerpflichtig. Diese Pflicht startet mit der Geburt und endet mit dem Tod des Steuerpflichtigen.
Alle inländischen und ausländischen Einkünfte des Steuerpflichtigen unterliegen dabei der Besteuerung im Inland. Um eine doppelte Besteuerung bei ausländischen Einkünften zu vermeiden, können Doppelbesteuerungsabkommen genutzt werden.
Unbeschränkt steuerpflichtig sind auch deutsche Gesetzgebersangehörige, die ihren ständigen Wohnsitz zwar nicht im Inland haben, aber in einem Dienstverhältnis zu einer juristischen Person des öffentlichen Rechts stehen und dafür ihren Arbeitslohn aus öffentlichen Kassen beziehen. (Beispiele: Deutsche Vertretungen im Ausland wie Botschaft und Konsulat)
Eine beschränkte Steuerpflicht kommt dann zur Anwendung, sobald gewöhnlicher Aufenthalt beziehungsweise Wohnsitz des Steuerpflichtigen nicht im Inland liegt.


Verwandte Themen: Einkommensteuervorauszahlungen, Doppelbesteuerung, Beschränkte Steuerpflicht

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Unbezahlter Urlaub

Nimmt ein Arbeitnehmer mindestens fünf Arbeitstage unbezahlten Urlaub, so ist dies auf seiner Lohnsteuerkarte und auf seinem Lohnkonto zu vermerken, indem der Buchstaben 'U' eingetragen wird. Unbezahlter Urlaub wirkt sich nicht auf die Lohnsteuer aus. Diese ist wie gewohnt der Lohnsteuertabelle zu entnehmen.


Verwandte Themen: Lohnsteuerklassen, Lohnsteuerkarte

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Unfallkosten

Ob die Kosten für einen Unfall steuerlich berücksichtigt werden können, hängt davon ab, ob es sich beim betreffenden Fahrzeug um ein dienstliches und privates Fahrzeug handelt bzw. ob die Fahrt dienstlicher und privater Natur war. Unfallkosten, die einem Arbeitnehmer während einer dienstlichen Fahrt entstanden sind, können abzüglich der durch die Versicherung erbrachten Leistungen steuerlich geltend gemacht werden. Dabei zählen die aufgrund des Unfalls erforderlichen Zahlungen für eine Reparatur als Werbungskosten. Als berufliche Nutzung zählt unter anderem die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sowie Dienstfahrten und Fahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung beziehungsweise einer Einsatzwechseltätigkeit.
Mit Wirkung des Steueränderungsgesetzes vom 01.01.2007 können Unfallkosten nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden. Darin wurde beschlossen, dass durch die Entfernungspauschale sämtliche Kosten abgegolten sind. Für den Fall, dass der Arbeitgeber die Unfallkosten aus einer dienstlichen Fahrt des Arbeitnehmers übernimmt, so zählen diese zu den Betriebsausgaben. Bei einer Übernahme durch den Mitarbeiter kann dieser die Kosten als Werbungskosten angeben. Dies gilt nicht für Fahrten zwischen dem Wohnort und der Arbeitsstätte und auch im Rahmen der doppelten Haushaltsführung. In diesen Fällen müssen durch den Arbeitgeber übernommene Kosten als Einnahmen für den Arbeitnehmer behandelt werden. Der Mitarbeiter hat selbst hat keine Möglichkeit mehr diese Kosten steuerlich geltend zu machen.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Unternehmer

Der Begriff des Unternehmers wird im Umsatzsteuergesetz definiert. Danach ist Unternehmer, wer eine berufliche oder geschäftliche Tätigkeit selbstständig ausübt. Dabei zählt die gesamte berufliche wie auch gewerbliche Tätigkeit des Unternehmers zum Firmen. Als geschäftliche und berufliche Tätigkeit zählen alle Tätigkeiten, die mit dem Ziel ausgeübt werden, daraus Einnahmen zu erzielen. Dies gilt auch dann, sobald keine Absicht vorhanden ist, einen Gewinn zu erzielen. Ebenso zählt als gewerbliche und berufliche Tätigkeit, sobald eine Personengesellschaft einzig für die vorhandenen Mitglieder tätig wird. Zudem kann auch ein Mitarbeiter neben seiner nicht selbstständigen Tätigkeit noch Unternehmer sein.
Die Tatsache, ob jemand Unternehmer ist, spielt bei der Erhebung der Umsatzsteuer eine grundlegende Rolle. Die Umsatzsteuer muss ausschließlich von Firmen an die Finanzbehörde abgeführt werden. Eine Möglichkeit zur Befreiung von der Umsatzsteuer besteht ausschließlich für Kleinunternehmer. Zudem erhalten verschiedene Berufsgruppen wie Ärzte ebenfalls eine Umsatzsteuerbefreiung.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Unterstützungskasse

Mit einer Unterstützungskasse können Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter eine hervorragende Vorsorge für das Alter schaffen. Entsprechen der der Bedingungen laut § 4d des Einkommenssteuergesetzes können die Beträge, welche in eine Unterstützungskasse überwiesen werden, als Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Es gibt keinen Rechtsanspruch für einen abhängig Beschäftigte, Zuwendungen über die Unterstützungskasse zu erhalten. Die Zuwendungen des Arbeitgebers zählen somit nicht als steuerpflichtiger Arbeitslohn des abhängig Beschäftigtes. Erst wenn die Unterstützungskasse eine Leistung an den Arbeitnehmer erbringt, zählen diese Vorsorgeleistungen als steuerpflichtiger Arbeitslohn.



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Veranlagung

Mit dem Einkommensteuernachweis erfolgt frühestens nach Ablauf des Kalenderjahres eine Veranlagung zur Einkommensteuer. Alle Einkünfte, die ein steuerpflichtiger Bürger im vergangenen Jahr erzielt hat, werden nun endgültig der Steuer unterworfen. Dabei wird zwischen Einzelveranlagung und gemeinsamer Veranlagung zur Einkommenssteuer unterschieden. Während für steuerpflichtige Personen, die während des gesamten abgelaufenen Jahres getrennt lebten oder verwitwet sind, welche Einzelveranlagung in Betracht kommt, besteht für verheiratete Paare grundsätzlich die Möglichkeit der gemeinsamen Veranlagung. Stellt allerdings einer der Ehepartner einen dem entsprechenden Antrag, ist auch hier die getrennte Einkommenssteuerveranlagung möglich. Für das Jahr, in dem die Heirat erfolgt, zählen festgelegte Voraussetzungen. Nur, wenn der Arbeitslohn mit allen anderen Einkünften gemeinsam gerechnet einen bestimmten Wert übersteigt, ist die betreffende Person überhaupt zur Abgabe einer Einkommenssteuererklärung verpflichtet. Diese Grenze liegt 2002 für Ledige Personen Steuerzahler bei 7271 Euro und bei 14543 Euro für verheiratete Paare. Falls im abgelaufenen Kalenderjahr ein Verlust entstanden ist, muss grundsätzlich eine Einkommenssteuererklärung abgegeben werden. Außerdem ist in folgenden Fällen die Abgabe einer Einkommenssteuererklärung per Gesetz vorgeschrieben: Zusätzlich zum Arbeitsentgelt wurden mehr als 410 Euro erzielt. Alle Einkünfte unterliegen dem Progressionsvorbehalt, weil einer der Ehepartner Einnahmen in Lohnsteuerklasse 5 und 6 bezogen hat und beide Parteien Einkommen beziehen. Auch sobald Entgelt von mehreren Arbeitgebern parallel bezogen beziehungsweise vorab ein Lohnsteuerfreibetrag eingetragen wurde, besteht grundsätzlich eine Erklärungspflicht. Es existieren noch zahlreiche weitere Sonderfälle, über die sich der Steuerzahler bei Unklarheiten unbedingt informieren sollte. Weil in der Regel mit einer Steuerrückerstattung zu rechnen ist, lohnt sich der vergleichsweise geringe Aufwand für die Erstellung einer Einkommenssteuererklärung für die meisten Steuerpflichtigen auf jeden Fall.


Verwandte Themen: Getrennte Veranlagung, Besondere Veranlagung, Nichtveranlagungsbescheinigung

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Verbilligte Vermietung

Einnahmen, welche aus einer Vermietung und Verpachtung zu Buche schlagen, wurden einkommenssteuerpflichtig. Kommt es im Rahmen der Einkunftserzielung zu Zahlungen, können diese als Werbungskosten angegeben werden. Zu Abweichungen kommt es bei einer sogenannten verbilligten Vermietung. Der Bundesfinanzhof hat am 5. 11. 2002 ein Urteil über die Möglichkeit von Werbungskosten im Rahmen einer verbilligten Vermietung gesprochen. Entsprechend ist die Anwendung von Werbungskosten nur dann möglich, sobald die Miete mindestens 75 Prozent des ortsüblichen Mietzinses beträgt. Beträgt die erhobene Miete nur zwischen 50 und 75 Prozent der ortsüblichen Miete, so muss die Ertragsprognose überprüft werden. Verläuft diese positiv, so können die Werbungskosten in voller Höhe aufgeführt werden. Ist dies nicht der Fall, so müssen die Werbungskosten in einen unentgeltlichen und einen entgeltlichen Teil aufgesplittet werden. Die Werbungskosten können dann lediglich für den entgeltlichen Teil steuerlich berücksichtigt werden. Bei einem Mietzins von weniger als 50 Prozent der ortsüblich verlangten Mieten muss immer eine Aufteilung der Werbungskosten durchgeführt werden.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Verträge zwischen Angehörigen

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Verbrauchssteuer

Zu den Verbrauchsteuern (indirekte Steuern) zählen all jene Steuern, welche Waren zum Gebrauch und Verbrauch bestimmt wurden. Beim Kauf der Ware zahlt der Endverbraucher die Steuer mit. Zur Gewährleistung der Steuererhebung werden sie beim Produzenten und dem Verkäufer erhoben. Beispiele für Verbrauchsteuern wurden die Umsatzsteuer, Mineralölsteuer, Stromsteuer, Tabaksteuer beziehungsweise auch die Alkoholsteuer. Es gibt vier verschiedene Gruppen der Verbrauchssteuern, die sich wie folgt unterscheiden: Steuern, die nur dem Bund zustehen wie beispielsweise Tabaksteuer, Brandweinsteuer, Schaumweinsteuer, Mineralölsteuer und Kaffeesteuer. Steuern, die nur dem jeweiligen Bundesland zustehen, ist die Biersteuer. Steuern, die dem Bund als auch den Ländern zustehen, ist die Einfuhrumsatzsteuer. Sowie Steuern die den Gemeinden und Gemeindeverbänden zustehen, wurden Getränkesteuer, Vergnügungssteuer, Hundesteuer und Jagd- und Fischereisteuer.



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Vergleichsmiete

Als Vergleichsmiete und ortsübliche Miete wird diejenige Miete bezeichnet, welche üblicherweise für eine nach Art, Größe, Baujahr, Ausstattung und Beschaffenheit sowie Lage vergleichbare Wohnung vereinbart wird.


Verwandte Themen: Mietverhältnis zwischen Angehörigen, Verbilligte Vermietung

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Verjährung

Durch eine Verjährung erlischt der Anspruch auf eine Steuerschuld des Gesetzgeberes gegenüber einem Steuerpflichtigen. Unterschieden wird dabei zwischen einer Festsetzungsverjährung sowie einer Zahlungsverjährung.
Eine Festsetzungsverjährung gilt unter anderem bei der Festsetzung der Steuermessbeträge sowie der Besteuerungsgrundlage. Dazu gilt die Festsetzungsverjährung auch bei einigen steuerlichen Nebenleistungen, sofern es dafür eine gesetzliche Grundlage gibt. Beginn der Festsetzungsverjährung ist immer das Ende des Kalenderjahres in die Steueransprüche entstanden wurden. Durch eine Anlaufhemmung darf sich der Beginn der Festsetzungsverjährung verzögern. Diese kommt zur bei Verkehrs- und Besitzsteuern zur Anwendung, falls hierfür eine Steuererklärung erforderlich ist. In diesen Fällen beginnt die Festsetzungsfrist erst zum Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuererklärung eingereicht wurde. Für Zölle und Verbrauchssteuern beträgt die Festsetzungsfrist ebenso wie für Zinsen und Kosten einer Vollstreckung ein Jahr. Für Besitz- und Verkehrssteuern gilt eine Frist von 4 Jahren.
Als Zahlungsverjährung gilt für Steueransprüche eine Frist von 5 Jahren. Diese startet mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuerschuld fällig war. Mahnungen aber auch Zahlungsaufschübe beziehungsweise Stundungen unterbrechen die Frist ebenso wie Konkursanmeldungen, Vollstreckungen und Ermittlungen zum Wohnsitz des Steuerpflichtigen. Dabei startet die Frist nach Ablauf des Jahres, in dem die betreffenden Maßnahmen durchgeführt wurden wieder neu.



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Verlustrücktrag

In dem Fall, dass sich negative Einkünfte bei der Bestimmung des gesamten Betrages aller Einkünfte nicht mehr ausgleichen lassen, dürfen sie unter bestimmten Bedingungen vom Gesamtbetrag des Vorjahres abgezogen werden. Für Einzelpersonen gilt ein Höchstbetrag von 511.500 Euro, für Ehegatten das Doppelte. Außerdem ist der Verlustrücktrag vorrangig vor außergewöhnlichen Belastungen und Sonderausgaben vorzunehmen. In der Regel erfolgt diese Prozedur von Amts wegen und ein Verzicht ist nur auf Antrag möglich. Der Steuerpflichtige kann ebenso beantragen, dass nur eine bestimmte Summe als Verlustrücktrag geltend gemacht wird. Ein unbeschränkter Verlustrücktrag ist ausschließlich innerhalb der gleichen Einkunftsart machbar. Alle anderen Formen unterliegen einer betragsmäßigen Beschränkung.


Verwandte Themen: Verlustvortrag

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Verlustvortrag

Bis zum Jahr 2003 gab es die Möglichkeit, im entsprechenden Veranlagungszeitraum entstandene Verluste mit zukünftigen Einnahmen unbegrenzt ausgleichen zu können. Ab dem 01. Januar 2004 existieren allerdings für den Verlustvortrag gravierende Beschränkungen. Entsprechend wurden nur noch Verlust bis zu einer Million Euro bei Alleinstehenden bzw. zwei Millionen Euro bei Ehepaaren vollständig abzugsfähig. Darüber hinaus gehende Beträge wurden nur noch bis zu 60 Prozent absetzbar. Die Feststellung des Verlustvortrages erfolgt stets am Ende des betreffenden Veranlagungszeitraumes und gesondert.


Verwandte Themen: Verlustrücktrag

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Verlustzuweisungsgesellschaften

Mit Inkrafttreten des Steuerentlastungsgesetzes wurden negative Einkünfte (negative Einkünfte) aus Modellen wie Verlustzuweisungsgesellschaften nicht abzugsfähig. Somit können Verluste aus Beteiligungen nicht mehr mit anderen Einkünften verbucht werden, falls die Einkunftsquelle in erster Linie gekauft und begründet wurde, um steuerliche Vorteile zu erzielen. Ebenfalls ausgeschlossen ist der Verlustabzug nach § 10d. Lediglich Gewinne aus dieser Einkunftsquelle, welche im Jahr zuvor und im folgenden Jahr erwirtschaftet wurden, können mit Verlusten aus der Beteiligung an einer Verlustzuweisungsgesellschaft ausgeglichen werden. Von der Beteiligung zur Erzielung steuerlicher Vorteile wird vor allem ausgegangen, wenn die Gesellschaft, Gemeinschaft, dem Betriebskonzept und der Betriebsführung nach eine Rendite nach Steuern erwirtschaften soll, welche mehr als doppelt so hoch ist, wie die Rendite vor Steuern und wenn die Kapitalanlage mit der Aussicht auf steuermindernde Verlustzuweisungen angeboten wurde.


Nützliche Hinweise

Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Finanzbehörden auch bei geschlossenen Immobilienfonds eine Verlustzuweisungsgesellschaft annehmen.



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Vermächtnisnießbrauch

Nießbrauch definiert sich als das Nutzungsrecht an einer Sache. So kann durch den Eigentümer jedes Hauses einer dritten Person Nutzung der Immobilie erlangen. Der dritten Person wird das Recht eingeräumt, die Immobilie entgeltlich, teilentgeltlich und unentgeltlich zu nutzen. Dies bezeichnet der Gesetzgeber als Nießbrauch. Bei entgeltlicher Überlassung wurden Leistungen und Gegenleistung miteinander abgewogen. Bei einer teilentgeltlichen Nutzung jedoch ist der Wert nur teilweise ausgeglichen. Bei einer kostenlosen Nutzung definiert sich der Nießbrauchwert mit 10 Prozent. Der Erblasser kann bestimmen, dass sein Nachlass einer dritte Person zur Nießung überlassen werden soll. Dies nennt sich Vermächtnisnießbrauch. Bei der Vermietung beziehungsweise Verpachtung des Gebäudes entstehen dem Nießbraucher Einkünfte, welche steuerpflichtig wurden. Jedoch dem Eigentümer keine. Werbungskosten aus Anschaffungs- beziehungsweise Produktionskosten können nicht geltend gemacht werden. Nachträgliche Kosten zur Erhaltung des Gebäudes können nur geltend gemacht werden, sobald der Nießbraucher jene Kosten auch tatsächlich zahlt.


Verwandte Themen: Nießbrauch

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Vermietung/ gegenseitig

Gegenseitige Vermietung von Wohnobjekten nennt sich Überkreuzvermietung. Ein Beispiel wäre, dass eine Person die eigene Immobilie nicht selbst bewohnt, sondern an eine zweite Person vermietet. Im Gegenzug vermietet diese zweite Person nun ihrerseits die eigene Immobilie an die erste Person. Es werden nur Kosten anerkannt, wenn die Immobilie zur Erzielung von Einkünften bewohnt wird. Demzufolge können keine Werbungskosten geltend gemacht werden, falls die Immobilie eigen benutzt wird. Durch die Überkreuzvermietung können nun Werbungskosten in Abzug gebracht werden.


Nützliche Hinweise

Jene Wohnobjekte, welche in großer räumlicher Distanz voneinander liegen, eine unterschiedliche Größe besitzen und mehr auf die Bedürfnisse des Arbeitnehmers zugeschnitten sind, können überkreuz vermietet werden.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

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Vermietungseinkünfte

Die Vermietungseinkünfte werden im Steuerrecht als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung beschrieben. Sie zählen als Einkommen nach dem Paragrafen 2 des Einkommenssteuergesetzes der Steuerpflicht und werden zu den so erwähnten Überschusseinkünften gerechnet. Auf welche Art sie berechnet und versteuert werden, ist im Paragrafen 21 der gleichen Rechtsnorm geregelt.
Die Vermietungseinkünfte werden in vier verschiedene Kategorien unterteilt. Sie resultieren aus unbeweglichem Vermögen, zu dem neben Grundstücken und Gebäuden auch Schiffe gerechnet werden. Letzteres setzt allerdings voraus, dass diese Wasserfahrzeuge im Schiffsregister eingetragen sein müssen. Auch Einnahmen aus der entgeltpflichtigen Leihe von Betriebsvermögen werden zu den Vermietungseinkünften gerechnet. Die dritte Gruppe der Vermietungseinkünfte besteht in den Einahmen, die aus der befristeten Überlassung von Rechten existieren. Dabei könnte es sich genauso gut um die Nutzung von Patenten wie um die Nutzung von Aufführungsrechten in der Medienbranche handeln. Auch Einnahmen, die aus dem Verkauf von Mietforderungen und Pachtforderungen existieren, wurden in der Einkommenssteuer als Vermietungseinkünfte mit berücksichtigen, falls sie nicht als Veräußerungsgewinne anderweitig in die Steuer eingeflossen sind.
Von den vereinnahmten Entgelten aus der Vermietung und Verpachtung können vor der steuerlichen Berücksichtigung verschiedene Kosten abgezogen werden. Als Werbungskosten werden hier alle nicht im Rahmen der Betriebskosten auf die Mieter umlegbaren Verbrauchskosten angerechnet. Auch die Abschreibungen auf die Gebäude, Schiffe und vermieteten Teile des Betriebsvermögens mindern die Vermietungseinkünfte. Auch die Finanzierungskosten für das vermietete Objekt können steuerlich als Abzugsposten geltend gemacht werden. Hinzu kommen die Kosten für die Versicherung des vermieteten Objekts sowie die öffentlichen Lasten beispielsweise in Form der Grundsteuer. Aufwendungen für die laufende Instandhaltung und auch die Instandsetzung mindern die Vermietungseinkünfte ebenfalls. Fallen für die Vermietung Anwaltskosten an, können diese genau wie die Aufwendungen für die Verwaltung der Mietverträge gleichfalls als Werbungskosten mit geltend gemacht werden.
Eine Ausnahme bei der Anrechnung der Werbungskosten bei der Vermietung und Verpachtung entsteht dann, wenn die Objekte zu einem deutlich niedrigeren Preis als marktüblich überlassen werden. Davon geht der Gesetzgeber dann aus, wenn zwei Drittel des ortsüblichen Preises unterschritten werden. Dann werden die aufgeführten Werkungskosten bei den Mieteinkünften nur mit dem Prozentsatz angerechnet, den die vertraglich vereinbarte Miete am ortsüblichen Preis ausmacht.
Sonderregelungen gibt es bei der Einkommenssteuer auch bei den anschaffungsnahen Kosten. Sie werden den Kosten des Erwerbs zugerechnet und werden steuerlich über die Abschreibungen mit erfasst. Das ist dann der Fall, wenn Investitionsvorhaben im Rahmen von drei Jahren nach dem Kauf getätigt werden, und sie vom Umfang her 15 Prozent des Kaufpreises überschreiten.
Bei der Vermietung von Eigentumswohnungen können als Werbungskosten zu den Vermietungseinkünften auch die Kosten anerkannt werden, die in Verbindung mit der Teilnahme an Eigentümerversammlungen anfallen. Dazu zählen nicht nur die Kosten für die An- und Abreise, sondern auch eventuelle Übernachtungskosten und Mehraufwendungen für Verpflegung.


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Vermietung/ Zwei-Konten-Modell

Sofern auf einem Konto alle Einnahmen eingehen und auf einem weiteren Konto, welches keinerlei Guthaben enthält, ausschließlich Kosten getätigt werden, spricht man von einem Zwei-Konten-Modell. Das Zwei-Konten-Modell ermachbart vor allem Vermietern einen höheren Abzug der Werbungskosten. So lassen sich die Kosten über ein Konto fremdfinanzieren, wodurch Zinsschulden anfallen, welche wiederum als Werbungskosten geltend gemacht werden können. Die Mieteinnahmen fließen regelmäßig auf das zweite Konto.


Verwandte Themen: Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

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Vermögensteuer

Mit Wirkung vom 01.01.1997 ist die Vermögensteuer für verfassungswidrig erklärt worden. Da es bislang nicht zu einer gesetzlichen Neuregelung der Vermögensteuer kam, wird sie nicht mehr erhoben.


Verwandte Themen: Zuwendung

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Vermögensübertragung

Eine Vermögensübertragung darf entweder eine Voll- beziehungsweise eine Teilübertragung sein. Eine Vollübertragung ist eine Verschmelzung und eine Teilübertragung ist eine Aufspaltung. Ein Rechtsträger hat die Möglichkeit sein gesamtes Vermögen auf einen anderen Rechtsträger zu übertragen. Dieses ist unter Auflösung ohne Abwicklung möglich. Entscheidend dabei ist, dass hierfür eine Gegenleistung für die anderen Anteilsinhaber erfolgen muss, welche jedoch nicht aus Anteilen beziehungsweise Mitgliedschaften bestehen darf. Bei einer Teilübertragung ist es möglich, das Vermögen durch eine zeitgleiche Übertragung einzelner Vermögensteile auf andere Rechtsträger aufzuspalten. Dazu gibt es ebenfalls die Möglichkeit, nur einen und auch mehrere Teile des Vermögens zur Übertragung abzuspalten. Als dritte Variante können ein beziehungsweise mehrere Teile gegen Gewährung einer Gegenleistung aus dem Vermögen ausgegliedert werden.



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Vermögenswirksame Leistungen

Seit 2004 beträgt die Mitarbeitersparzulage für vermögenswirksame Leistungen nur noch 18 Prozent statt wie bisher 20 Prozent. Der dabei geltende Höchstbetrag wurde von bisher 208 Euro auf neu 400 Euro gesenkt. Das zu versteuernde Einkommen darf nicht über 17.900 Euro liegen. Für zusammenveranlagte Ehepartner gilt der doppelte Betrag, also 35.800 Euro. Diese Summe darf erreicht werden, falls der Bruttolohn zwischen 20.000 bis 40.000 liegt. Der Bruttoarbeitslohn kann erhöht werden, wenn die Werbungskosten über dem Pauschalbetrag von 1.055 Euro und die Sonderausgaben über dem Pauschalbetrag von 36 Euro liegen. Zur Erlangung dieser Sparzulagen, muss die Anlage VL der jährlichen Einkommenssteuererklärung beiliegt werden. In aller Regel wird dem Arbeitnehmer unaufgefordert die Anlage VL durch die Bank übersandt. Wenn dies nicht der Fall ist, könnte beim zuständigen Finanzamt diese angefordert werden. Ohne diese Anlage kann die Arbeitnehmersparzulage nicht berücksichtigt werden. Sieben Jahre nach Abschluss des Bausparvertrages und bei Zuteilung des Bausparvertrages wird die Förderung ausbezahlt.


Verwandte Themen: Arbeitgeberdarlehen

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Verpflegungsmehraufwand

Wer über einen längeren Zeitraum von seinem Wohnort und Arbeitsplatz entfernt ist, darf einen Verpflegungsmehraufwand in steuerlichen Abzug bringen. Voraussetzung hierfür ist, die Abwesenheit dient zur Einkunftserzielung. Die Kosten einzeln nachzuweisen ist nicht nötig. Es gelten die Pauschsätze für Verpflegung und diese können als Werbungskosten geltend gemacht werden. Der Verpflegungsmehraufwand berechnet sich nach der Dauer der Abwesenheit. Nachfolgende Pauschbeträge können sein: für eine mindeste Abwesenheit ab 24 Stunden einen Pauschbetrag von 24 Euro, für eine mindeste Abwesenheit von 12 Stunden einen Pauschbetrag von 12 Euro und für eine mindeste Abwesenheit von 8 Stunden einen Pauschbetrag von 6 Euro. Für Auslandsreisen zählen je nach Land und Dauer andere Pauschalbeträge..



Nützliche Hinweise

Liegt ein zwingender dienstlicher Grund für die Mitnahme einer zweiten Person vor, können die Verpflegungskosten auch für die Begleitperson geltend gemacht werden. Ein Grund könnte z.B. sein, das wird eine Sekretärin und einen Fahrer während der Auswärtstätigkeit benötigt wird.


Verwandte Themen: Dienstreise

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Versandhandelsregelung

Die Versandhandelsregelung muss immer dann beachtet werden, sobald ein Unternehmen des Versandhandels Waren an eine Privatperson und ein Firmen in einem anderen Staat der Europäischen Union liefert. Als Ausführungsort der Lieferung zählt dabei immer der Ort, an dem die Beförderung oder auch die Versendung endet. Allerdings gilt diese Regelung nur für die Lieferung von fertigen Waren mit der Ausnahme von Fahrzeugen. Zudem gilt die Versandhausregelung nicht für die Lieferung von benutzten Waren. Wird die Ware vom Käufer im Ursprungsland abgeholt, so erfolgt im betreffenden Land auch die Versteuerung.
Um die Versandhausregelung anzuwenden, darf der Abnehmer die Kaufsschwelle seines Mitgliedslandes nicht überschritten haben und es darf auch kein Verzicht auf die Anwendung der Erwerbsschwelle bestehen. Dabei ist der Lieferer zumeist dazu gezwungen, den Angaben des Käfers Glauben zu schenken. Erfolgt die Lieferung an eine Privatperson, so bleibt die Erwerbsschwelle unberücksichtigt. Sollte es sich bei der Lieferung um Waren handeln, auf die eine Verbrauchssteuer erhoben wird, so erfolgt die Versteuerung durch das Bestimmungsland.



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Verträge zwischen Angehörigen

Verträge zwischen nahen Angehörigen können immer nur dann steuerlich berücksichtigt werden, falls sie einem Fremdvergleich standhalten. Das bedeutetet die getroffenen Vereinbarungen muss denen entsprechen, die fremden Personen üblich wurden. Dazu muss der Vertrag auch auch wirklich durchgeführt werden. So muss ein Arbeitsvertrag beispielsweise ernsthaft vereinbart und gemäß den getroffenen Vereinbarungen durchgeführt werden. Wird der Arbeitsvertrag zwischen Eltern und Kindern geschlossen, ist eine Mindestvergütung von 100 Euro zu vereinbaren.
Darlehensverträge zwischen nahen Angehörigen werden nur dann steuerlich anerkannt, wenn im Vertrag ein marktüblicher Zinssatz vereinbart wurde. Auch die restlichen Vereinbarungen wie Laufzeit beziehungsweise Fälligkeit müssen den allgemein geltenden Regeln eines Darlehensvertrags zwischen Fremden entsprechen. Dazu müssen alle Zahlungen für Tilgungen und Zinsen fristgerecht erfolgen.
Werden Mietverträge zwischen nahen Angehörigen geschlossen, so müssen diese alle erforderlichen Angaben enthalten. Hierzu gehören insbesondere die Lage und Größe der Wohnung, die Höhe der Miete und auch der Beginn des Mietverhältnisses. Die Höhe der Miete muss dabei mindestens 50 Prozent der ortsüblich zu zahlenden Miete betragen. Hierzu wird der Mietspiegel des jeweiligen Ortes herangezogen.In dem Fall, dass die Finanzbehörden den Mietvertrag nicht anerkennen, führt dies zwangsläufig dazu, dass auch der Werbungskostenabzug für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung verwehrt wird.


Verwandte Themen: Angehörige, Werbungskosten / Vermieter, Vermietungseinkünfte

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Vertreter

Wer als Vertreter für natürliche und juristische Personen fungiert, muss auch gewisse steuerliche Pflichten erfüllen. Vertreter können sein: Vertreter von juristischen wie natürlichen Personen sowie nichtsrechtsfähigen Personenvereinigungen und Vermögensmassen. Die Steuern müssen aus denjenigen Mitteln aufzubringen sein, die von den Vertretern verwaltet werden. Sollten nichtrechtsfähige Personenvereinigungen kein Führungspersonal haben, so haben alle Mitglieder beziehungsweise auch Gesellschaft die Steuerpflicht zu erfüllen, da die Finanzbehörde sich an alle beteiligten Personen halten kann. Bei nicht rechtsfähigen Vermögensmassen gilt, das sämtliche Personen, welches das Vermögen zusteht ihre Steuerpflicht erfüllen. Bei Vermögensverwaltungen von dritten Eigentümern handeln die jeweiligen gesetzlichen Vertreter. Bei einer Beendigung der Vertretungsmacht gilt bis zum Stichtag des Ausscheidens die Steuerpflicht.


Verwandte Themen: Juristische Person

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Vorsorgeaufwendungen

Als Vorsorgeaufwendungen sind zum Beispiel Beiträge für eine gesetzliche Rentenversicherung beziehungsweise auch landwirtschaftliche Alterskasse. Zudem werden auch solche Beiträge als Vorsorgeaufwendungen angesehen, die in berufsständische Versorgungseinrichtungen einausgezahlt werden, die ähnliche Leistungen wie die gesetzliche Rentenversicherung erbringen. Auch Beiträge, die zum Aufbau einer kapitaldeckenden Altersvorsorge benutzt werden gelten als Vorsorgeaufwendungen. Hierzu kommen noch solche Beiträge, die für eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, Berufs- oder Kaufsunfähigkeit und auch Risikolebensversicherungen. Seit dem 01.01.2005 gibt es für Beiträge zu Kapitallebensversicherungen keine steuerlichen Ermäßigungen mehr.
Für Aufwendungen für die Altersvorsorge gilt seit dem 01.01.2005 eine Steuerbefreiung von 60 % eines bis zuen jährlichen Betrages von 20.000 Euro. Dieser Anteil wird schrittweise angehoben, bis 2025 100 Prozent erreicht sind. Damit Steuerpflichtige durch die neuen Regelungen nicht benachteiligt werden, wird eine Günstigerprüfung durchgeführt. Sollte es durch die neuen Regelungen zu einer Verschlechterung kommen, werden die alten Regelungen angewendet.
Bei allen anderen Vorsorgeaufwendungen für Verträge, die vor dem 01.01.2005 abgeschlossen wurden, können die Beiträge bis zu einem maximalen Wert von 1.500 Euro pro Jahr steuerlich geltend gemacht werden, falls Anspruch auf einen steuerfreien Zuschuss zur Krankenversicherung und ein Beihilfeanspruch existiert. Steuerzahler, welche ihre Beiträge zur Krankenversicherung komplett alleine aufbringen müssen, können bis zu 2.400 Euro pro Jahr absetzen. Bei Ehepaaren, die gemeinsam veranlagt werden, verdoppeln sich die maximal absetzbaren Beträge.


Verwandte Themen: Sonderausgaben

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Vorsorgepauschale

Falls ein Arbeitslohn beziehender, in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtiger Bürger keine Kosten, die zu einem erhöhten Steuerabzug führen würden, nachweist, greift automatisch die sogenannte Vorsorgepauschale. In festgelegten Fällen kann die Versorgungspauschale auch 20 Prozent vom Arbeitsentgelt betragen. Das gilt insbesondere für Arbeitnehmer, welche im vergangenen Kalenderjahr beitragsfrei in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert waren, deren Arbeitgeber einen Antrag auf Versicherungsbefreiung gestellt und erfolgreich umgesetzt hat, oder deren Aufgabe der Arbeitsstelle eine Abfindung beziehungsweise ersatzweise eine lebenslange Versorgung nach sich zieht. Ab dem 01 Januar 2005 hat sich die Rechtslage geändert: Die Versorgungspauschale hat von nun an einen Höchstbetrag von 1500 Euro. Sie errechnet sich aus der Summe des 50-prozentigen Beitrages zur Rentenversicherung und elf Prozent Arbeitsentgelt. War dieser Mitarbeiter während des gesamten Jahres oder in Teilen davon auf Arbeitgeberantrag beziehungsweise aufgrund gesetzlicher Regelungen von der Zahlung der Versicherungsbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung befreit oder erhält er im Falle seines Ausscheidens aus dem Betrieb ein lebenslängliches Auskommen und auch eine dazugehörige Abfindung, beträgt die Versorgungspauschale nur noch 11 Prozent vom Arbeitsentgelt und höchstens 1500 Euro.


Verwandte Themen: Vorsorgeaufwendungen

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Vortragstätigkeit

Erzielt ein Steuerpflichtiger aus einer Vortragstätigkeit Einnahmen, so unterliegen diese in bestimmten Fällen nicht der Umsatzsteuer. Dies trifft zu, sobald die Einnahmen mit Kursen, Vorträgen beziehungsweise anderen wissenschaftlichen und belehrenden Veranstaltungen zu Buche schlagen, die eine juristische Personen des öffentlichen Rechts, eine Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie und eine Volkshochschule durchführt, und wenn die Einnahmen überwiegend für die Deckung von Kosten verwendet werden. Dasselbe gilt, sobald die Veranstalter Einrichtungen sind, welche gemeinnützigen Zwecken und aber Zwecken von Berufsverbänden dienen.


Verwandte Themen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Vorweggenommene Erbfolge

Von einer vorweggenommenen Erbfolge spricht man immer dann, sobald bereits zu Lebzeiten des späteren Erblassers Vermögen übertragen wird. Eine vorzeitige Übertragung empfiehlt sich vor allem bei großen Vermögen, da die hierfür geltenden Freibeträge alle 10 Jahre erneut in Anspruch genommen werden können. Um in den vollen Genuss der Freibeträge zu kommen, kann folglich alle 10 Jahre eine dem Freibetrag entsprechende Summe an den Erben übertragen werden. Für Kinder gilt der Freibetrag sowohl für ein Erbe vom Vater wie auch von der Mutter. Diese können folglich alle 10 Jahre sowohl 205.000 Euro vom Vater wie auch von der Mutter steuerfrei übertragen bekommen.
Nach Möglichkeit sollten sogenannte Kettenschenkungen jedoch vermieden werden. Diese liegt etwa vor, falls zunächst der Vater einen Betrag auf die Mutter überschreibt und damit die Bedingung verknüpft, dass diese den betreffenden Betrag auf den Sohn übertragen muss. Dieser Vorgang könnte von den Finanzbehörden als Umgehungsversuch gewertet werden, wodurch die Gefahr besteht, dass der Freibetrag gestrichen wird. Aus diesem Grunde sollten Verpflichtungserklärungen bei einer Überschreibung immer unterlassen werden. Ebenfalls muss eine sofortige Weitergabe sowie die Überschreibung von identischen Beträgen vermieden werden. Wie bei einer gemischten Schenkung mit einem entgeltlichen und einem kostenlosen Teil verfahren wird, kann aus dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 26. 2. 2007 entnommen werden.


Verwandte Themen: Erbschaftsteuer/ Freibetrag

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Wegegeld

Wegegeld wird Arbeitnehmern vom Arbeitgeber ausgezahlt, um ihnen angefallene Fahrtkosten zu ersetzen und eine Wegzeitentschädigung zu gewähren. Ersetzt der Arbeitgeber dem abhängig Beschäftigte Fahrtkosten, so ist dies steuerfrei, falls es sich um Reisekosten handelt, die bei einer Dienstreise angefallen wurden. Erstattet der Arbeitgeber dagegen dem abhängig Beschäftigte seine Kosten für Fahrten zwischen der Wohnung und der täglichen Arbeitsstätte, handelt es sich um steuerpflichtigen Arbeitslohn. Wegegeld, das für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ausgezahlt wird, ist jedoch steuerfrei. Wird Wegegeld als Ersatz für den Zeitaufwand überwiesen (Wegzeitentschädigung), so liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn vor.


Verwandte Themen: Reisekostenerstattung

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Weiterbildungskosten

Weiter- oder Fortbildungen können all jene Personen steuerlich geltend machen die in dem betreffenden Beruf bereits tätig wurden. Als Beispiel: Ein Manager besucht ein Fortbildungsseminar über Führungsstile. Die daraus anfallenden Kosten können als Fortbildungskosten geltend gemacht werden und sind von den Ausbildungskosten abzugrenzen. Fortbildungskosten können entweder als Werbungskosten abgesetzt werden. Alternativ können die Kosten auch vom Arbeitgeber erstattet werden, sodass diese steuerfrei sind. Zur Anerkennung solcher Kosten müssen diese beruflich begründet und vom Arbeitgeber eine Bescheinigung ausgestellt werden. Von ganz erheblichen Nutzen ist eine Bescheinigung des Arbeitgebers, dass die Fortbildungsmaßnahme sehr zum Wohle des Unternehmens ist. Somit droht keine Umwandlung von Fortbildungskosten zu Arbeitslohn. Als Fortbildungskosten können Seminargebühren, Reisekosten, Unterbringungs- und Verpflegungskosten aber auch Kosten für Arbeitsmaterialien.



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Werbungskosten

Zu den Werbungskosten zählen alle Aufwendungen, welche notwendig wurden, um ein Einkommen zu erzielen, zu erhalten und zu sichern. Dabei können die Werbungskosten sowohl bei einer nicht selbstständigen Tätigkeit wie auch bei der Erzielung von Einnahmen aus Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung und anderweitigen Einkünften anfallen. Bei der durchzuführenden Einkommenssteuererklärung müssen die Werbungskosten immer bei der jeweiligen Einkunftsart angegeben werden, wodurch die jeweiligen Einnahmen gemindert werden. Was die Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit beziehungsweise aus Kapitalvermögen gilt, können als Werbungskosten auch Pauschalbeträge angegeben werden. Dabei liegt der Pauschalbetrag für die Werbungskosten für eine nicht selbstständige Tätigkeit bei 920 Euro. Für Kapitalvermögen können Alleinstehende einen Pauschalbetrag von 51 Euro und Verheiratete einen Pauschalbetrag von 102 Euro in der Einkommenssteuererklärung angeben. Bei den sonstigen Einnahmen gilt ein pauschaler Wert von 102 Euro für die Werbungskosten. Die Pauschbeträge sollten immer dann angegeben werden, wenn die wirtschaftlich entstandenen Werbungskosten geringer sind.


Verwandte Themen: Werbungskosten-Pauschbetrag

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Werbungskosten/ Arbeitnehmer

Ein Mitarbeiter kann folgende Werbungskosten geltend machen: Kosten für Arbeitsmittel wie z.B. Schreibwaren, Kopierkosten, Kosten für Telefon, Internet und PC, Kosten für Arbeitsräume und Lager, Kosten für spezifische Arbeitskleidung, Kosten für Aus- und Fortbildung, Qualifizierungsmaßnahmen, Fahrt-Verpflegungs- und Unterbringungskosten, Bewerbungskosten, Sprachlehrgänge, Seminarkosten, Kosten für Berufsliteratur, Kosten für Absicherung beruflicher Risiken, Bankgebühren, Verpflegungsmehraufwand und Umzugskosten.



Nützliche Hinweise

Nach einem Urteil vom niedersächsischen Finanzgericht vom 08.06.2006 können alle Kosten die durch Mobbing am Arbeitsplatz entstanden wurden als Werbungskosten geltend gemacht werden. Solche Kosten können sein: Mitgliedsbeiträge und Fahrtkosten zum Besuch einer Selbsthilfegruppe.


Verwandte Themen: Arbeitszimmer, Arbeitsmittel, Berufskleidung, Fortbildungskosten, Umzugskosten, Fachkongress, Fachliteratur, Telefonkosten, Reisekostenerstattung, Dienstreise, Entfernungspauschale

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Werbungskosten für Kapitalanleger

Zu den Werbungskosten eines jeden Kapitalanlegers gehören die folgenden Kosten: Kosten für Beratungsleistungen, Damnum, Depotgebühren, Fachliteratur, Finanzierungskosten, Fremdkapitalzinsen, Reisekosten, Safemieten, Software, Telefon- und Internetkosten.


Verwandte Themen: Damnum

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Werbungskosten-Pauschbetrag

Zum Abzug von Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit kann die Werbungskosten-Pauschale in Abzug gebracht werden. Als Alternative können die Werbungskosten auch einzeln aufgeführt werden, was sich besonders bei höheren Werbungskosten anbietet. Pro Kalenderjahr kann grundsätzlich der Gesamtbetrag in Rechnung gestellt werden, auch wen der Arbeitnehmer nur wenige Tage im Jahr gearbeitet hat. Für zusammen veranlagte Ehepaare gilt immer die doppelte Werbungskosten-Pauschale. Beschränkt steuerpflichtige Personen können diese jedoch nicht nutzen. Versorgungsempfänger dürfen nur noch den reduzierten Werbungskosten-Pauschbetrag bei der Steuererklärung angeben. Diese Regelung gilt seit dem 01.01.2005. Zum Ausgleich kann dem Versorgungsempfänger ein Versorgungskostenfreibetrag von 900 Euro gewährt werden.


Nützliche Hinweise

Bei Überschreitung des Pauschalbetrages sollten Werbungskosten in einzelnen Belegen nachgewiesen werden.


Verwandte Themen: Werbungskosten / Vermieter

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Werbungskosten / Vermieter

Vermieter haben grundsätzlich typische Anwendungen, die steuerlich als Werbungskosten gewertet werden können. Dazu zählen beispielsweise Abschreibungen. Ebenso das Büromaterial, welches regelmäßig benötigt wird. Auch die dauernden Lasten und die Fahrtkosten können als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Dazu kommen Nebenkosten, Gebühren für mögliche Makler, Kontoführungsgebühren, Reparaturkosten und Telefonkosten. Auch die Rechnungen für Steuerberater, für notwendiges Werkzeug oder die Schuldzinsen können steuermindernd eingesetzt werden.


Nützliche Hinweise

Falls eine Immobilie gemischt genutzt wird, muss die Zuordnung der Kosten gewissenhaft erfolgen. Bei einer falschen Zuordnung der Kosten kann vor allem während der Bauphase ein hoher Betrag machbarer Werbungskosten verloren gehen.


Verwandte Themen: Verträge zwischen Angehörigen

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Welteinkommen

Bei Vorliegen einer unbeschränkten Steuerpflicht unterliegen nicht nur inländische, sondern auch ausländische Einkünfte eines Steuerpflichtigen im Inland der Besteuerung. Besteuert wird somit das Welteinkommen, das sich aus den inländischen und den ausländischen Einnahmen zusammensetzt. Um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, können ausländische Einkünfte von der Besteuerung freigestellt beziehungsweise ausländische Steuern auf inländische Steuern angerechnet werden, falls dies zwischen den betreffenden Staaten in einem dazugehörigen Abkommen so vereinbart wurde.


Verwandte Themen: Unbeschränkte Steuerpflicht

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Wirtschaftsgut

Die Steuerlehre verwendet den Begriff des Wirtschaftsgutes zur Bezeichnung von Bewertungsobjekten, welche das Betriebsvermögen bilden. Es existiert allerdings keine gesetzliche Begriffsdefinition. Gemäß der Rechtsprechung wurden alle diejenigen Güter Wirtschaftsgüter, die im Wirtschaftsleben nach der Verkehrsanschauung selbstständig bewertbar und auch in ihrer Einzelheit von Bedeutung und im Falle der Veräußerung greifbar wurden. Die Rechtsprechung hat mehrere Kriterien zur Abgrenzung entwickelt. So wurden Vermögenswerte sämtliche Rechtsgegenstände aber auch alle vermögenswerten Vorteile inklusive tatsächlicher Zustände aber auch konkreter Möglichkeiten. Zudem muss die Erlangung des Vermögenswerts Kosten verursacht haben, die für mehrere Wirtschaftsjahre Nutzen stiften. Desweiteren werden Eigenständigkeit und Verkehrsfähigkeit - zumindest die Möglichkeit der Übertragung mit dem Betrieb - verlangt, um etwas als Wirtschaftsgut klassifizieren zu können.


Nützliche Hinweise

Es ist nicht zulässig, verlustbringende Vermögenswerte aus dem Privatvermögen ins Betriebsvermögen einzulegen, die Einbringung zum Ziel hat, dem Betrieb statt jedes Nutzens einen Verlust zuzuführen.



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Wohneigentümergemeinschaften

Falls Wohneigentümergemeinschaften mit nachhaltiger Absicht Einnahmen erzielen, gelten sie als unternehmerisch tätig. Weder bei den Mitgliedern noch bei dem Geschäftsführer einer Wohneigentümergemeinschaft handelt es sich um Unternehmer. Somit unterliegen die Leistungen der Wohneigentümergemeinschaft nicht der Umsatzsteuer. Alle Leistungen der Wohneigentümergemeinschaft, wie zum Beispiel die Gebrauchsleistung des Wohneigentums, und aber die Leistungen zu Instandhaltung wurden umsatzsteuerbefreit. Dazu zählen auch Leistungen wie zum Beispiel die Verwaltung beziehungsweise aber die Bereitstellung von Wärme und der Gleichen.



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Wohnsitzfinanzamt

Geht es um die Besteuerung von natürlichen Personen, so ist immer das Finanzamt zuständig, an dem der Steuerpflichtige seinen Wohnsitz oder auch seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hat. Unterhält ein Steuerpflichtiger mehrere Wohnsitze, so gilt der Ort, an dem er sich zumeist aufhält. Ist der Steuerpflichtige verheiratet und unterhält mehrere Wohnsitze, so zählt der Ort, an dem sich seine Familie aufhält. Für den Fall, dass ein Steuerzahler keinen ständigen Wohnsitz beziehungsweise gewöhnlichen Aufenthaltsort im Inland besitzt, so ist das Finanzamt zuständig, an dessen Ort sich das Vermögen des Steuerpflichtigen befindet. Sind mehrere Vermögen vorhanden so zählt immer der Ort, an dem das größte Vermögen vorhanden ist. Gibt es auch kein Vermögen, so ist das Finanzamt zuständig, das sich am Ort der ausgeübten Tätigkeit bzw. am Ort an dem die Tätigkeit überwiegend verwertet wird, befindet.
Gibt es am Wohnsitz des Steuerpflichtigen mehrere Finanzämter und werden Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus einem Gewerbebetrieb beziehungsweise einer freiberuflichen Tätigkeit im Gebiet eines anderen Finanzamts erzielt so gilt der Fiskus als zuständig, welches die gesonderte Feststellung dieser Einnahmen übernehmen müsste.


Verwandte Themen: Lagefinanzamt, Betriebsfinanzamt

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Wohnungsbauprämie

Der Staat honoriert den Bau von Eigenwohnheimen mit der sogenannten Wohnungsbauprämie. Diese beträgt seit 2004 8,8 Prozent der jährlichen Bausparsummen. Der Höchstsatz liegt für Alleinstehende bei 512 Euro und für Verheirateten bei 1024 Euro über einen Zeitraum von 7 Jahren. Bei noch geringeren Bausparsummen als 512 Euro wird auch die Förderung verringert. Bedingung für die Gewährung der Wohnungsbauprämie ist, dass das vorhandene Jahreseinkommen unter einem Betrag von 25.600 Euro liegt. Für verheiratete und gemeinsam veranlagte Ehepaare verdoppelt sich das höchstense Jahreseinkommen. Sollten die Werbungskosten nicht über den Pauschbeträgen liegen, entspräche dies einem Bruttoarbeitslohn in Höhe von 27700 Euro beziehungsweise 56200 Euro. Die Prämie könnte beim Finanzamt von der Bank des Bauherrn angefordert werden. Wurde der Bausparvertrag erst nach dem 31.12.1991 abgeschlossen, so erfolgt die Zahlung der Wohnungsbauprämie erst nach der erfolgten Zuteilung. Bei älteren Bausparverträgen erfolgt die Zuteilung noch jährlich.


Verwandte Themen: Eigenheimzulage

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Zero-Bonds

Von Zero-Bonds spricht man im Steuerrecht, sobald es um sogenannte Nullkupon-Anleihen geht. Konkret handelt handelt es sich um Schuldverschreibungen beziehungsweise festverzinsliche Wertpapiere, deren Zinsen sich aus der Differenz von Emissionspreis und dem Einlöse-Wert bei Veräußerung und am Ende der Laufzeit berechnen. Sobald eine Auszahlung erfolgt, anfallen im steuerrechtlichen Sinn Einnahmen aus Kapitalvermögen. Die Laufzeit von Zero-Bonds beträgt in der Regel 30 Jahre. Bei vorfristiger Veräußerung zählt die Differenz zwischen Anschaffungs- und Verkaufspreis als Rendite.



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Zimmervermietung

Zimmervermietungen, die von Fremden für einen kurzen bestimmten Zeitraum in Anspruch genommen werden, wurden umsatzsteuerpflichtig. Nach dem Umsatzsteuergesetz ergeben sich jedoch folgende Ausnahmen: Die Beherbergung und auch Verköstigungen an überwiegend junge Personen bis Vollendung des 27. Lebensjahres und zum Zwecke von Erziehung-, Ausbildung- oder Fortbildungszweck. Bei Beherbergung wie Verköstigungen an körperlich Versehrte durch anerkannte Verbände, Körperschaften und Personenvereinigungen der freien Wohlfahrtspflege und angeschlossenen Wohlfahrtsverbänden. Der Service der deutschen Jugendherbergen und auch des Hauptverbandes für Jugendwanderungen und Herbergen e. V., einschließlich zu diesen Verbänden gehörenden Unterteilungen, Einrichtungen und Jugendherbergen, falls die Leistungen den Zwecken der jeweiligen Satzung dienen.


Verwandte Themen: Ferienwohnung, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

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Zinsabschlag

Beim Zinsabschlag handelt es sich um eine besondere Form der Kapitalertragssteuer. Der Zinsabschlag beträgt 30 Prozent des Kapitalertrages, wobei sich dieser bei Tafelgeschäften auf 35 Prozent erhöht. Der Zinsabschlag wird auf Zinserträge erhoben, und falls kein Freistellungsauftrag vorliegt beziehungsweise auch der darin angegebene Betrag überschritten, wurde durch das jeweilige Kreditinstitut an das Finanzamt abgeführt. Der Zinsabschlag kann erst bei der jährlichen Einkommenssteuererklärung mit der zu zahlenden Einkommenssteuer verbucht werden.
Von einem Zinsabschlag befreit wurden auf Girokonten befindliche Guthaben, die mit weniger als einem Prozent versteuert wurden. Zinsen von weniger als 10 Euro, die nur einmal jährlich gutgeschrieben werden, sind ebenfalls von einem Zinsabschlag ausgenommen. Dazu wird unter gewissen Voraussetzungen auch für Zinsen auf Bausparguthaben kein Zinsabschlag erhoben.


Nützliche Hinweise

Für den Fall, dass vom kontoführenden Kreditinstitut ein Zinsabschlag an das Finanzamt abgeführt wurde, ist in jedem Fall eine Einkommensteuererklärung durchgeführt werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn außer den Kapitalerträgen keine weiteren Einkommen erzielt wurden, was insbesondere bei Rentnern oder Studenten vorkommt.



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Zinsscheine

Wer über einen Zinsschein verfügt, erhält in der Regel einen bestimmten Zinsanspruch. Urkundlich verbriefte Anleihen sind in der Regel mit verschiedenen Zinsscheinen verbunden. Der fällige Zinsbetrag lässt sich einlösen, sobald der Zinsschein eingereicht wird. In solch einem Fall beträgt die Kapitalertragssteuer 35 Prozent. Grund dafür ist die Tatsache, dass es sich hierbei um ein Schaltergeschäft handelt.


Verwandte Themen: Zinsabschlag, Tafelgeschäfte, Kapitalertragssteuer

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Zu versteuerndes Einkommen

Für die Berechnung von zu versteuerndem Einkommen wird die tarifliche Einkommenssteuer verwendet. Diese Berechnung funktioniert dabei folgendermaßen: Die Summe aller positiven Einkünfte, addiert mit dem Hinzurechnungsbetrag nach dem Gesetz über Auslandsinvestitionen, weniger ausländischer Verluste bei einem existierenden Doppelbesteuerungsabkommen weniger ausgleichsfähiger negativer Summen dieser Einnahmen gleich die Obergrenze der Einnahmen weniger dem Altentlastungsbetrag weniger dem Abzug für Landwirte und Forstwirte gleich dem Gesamtbetrag der Einnahmen weniger dem Verlustabzug von Verlusten, weniger etwaiger Sonderausgaben weniger außergewöhnlicher Belastungen weniger der Förderung über Wohneigentum weniger dem Verlustabzug weniger der ausländischen Steuern vom Einkommen addiert mit dem hinzuzurechnenden Einkommen weniger der Kinderfreibeträge weniger dem Haushaltsfreibetrag weniger dem Härteausgleich ist gleich dem zu versteuerndem Einkommen.


Verwandte Themen: Einkommensteuervorauszahlungen, Einkommenssteuer

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Zugewinngemeinschaft

Grundsätzlich leben Ehepaare in einer Zugewinngemeinschaft, es sei denn, der bürgerlich-rechtliche Güterstand wurde durch einen Ehevertrag anderweitig geregelt. Die Zugewinngemeinschaft endet mit dem Tod jedes Ehepartners bzw. durch die Scheidung. Im Todesfall unterliegt ein zu Lebzeiten nicht ausgeglichener Zugewinn durch Vermögensübertragung nicht der Erbschaftsteuer. Im Falle einer Scheidung ist der Ausgleichsbetrag nicht schenkungsteuerpflichtig. Vermögen, das ein Ehepartner in die Zugewinngemeinschaft eingebracht und später allein gekauft hat, ist nicht Bestandteil des gemeinschaftlichen Vermögens. Jeder Ehepartner verwaltet sein Vermögen selbstständig. Über das gemeinsam erhälte Vermögen kann ein Ehegatte nur bedingt verfügen. Entscheidungen, die das gesamte Vermögen oder einzelne Haushaltsgegenstände betreffen, bedürfen der Zustimmung des Ehepartners.



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Zumutbare Belastung

Von der Summe der außergewöhnlichen Belastungen werden die zumutbaren Belastungen abgezogen. Nur der restliche Wert von den noch verbleibenden außergewöhnlichen Belastungen kann noch steuermindernd berücksichtigt werden. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen soll hiermit berücksichtigt werden. Als zumutbare Belastungen sind folgende Prozentsätze:
Bei Einkünften bis zu 15340 Euro und keinen Kindern gilt bei Anwendung der Grundtabelle 5% und bei Anwendung der Splittingtabelle 4%. Bei Einnahmen von 15340 bis 51130 Euro und keinen Kindern gilt bei Anwendung der Grundtabelle 6% und bei Anwendung der Splittingtabelle 5%. Bei Einkünften über 51130 Euro und keinen Kindern gilt bei Anwendung der Grundtabelle 7% und bei Anwendung der Splittingtabelle 6%. Bei einem Einkommen in Höhe von 15340 Euro und ein und zwei Kinder gilt die zumutbare Belastung 2%. Bei einem Einkommen zwischen 15340 bis 51130 Euro und einen oder zwei Kinder gilt 3%. Ab einem Einkommen von über 51130 Euro und ein und zwei Kinder sind 4%. Bei einem Einkommen in Höhe von 15340 Euro und drei oder mehr Kinder gilt die zumutbare Belastung 1%. Bei einem Einkommen zwischen 15340 bis 51130 Euro und drei und mehr Kinder gilt 1%. Ab einem Einkommen von über 51130 Euro und drei oder mehr Kinder zählen 2%.


Verwandte Themen: Außergewöhnliche Belastung

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Zukunftssicherungsleistungen

Ausgaben eines Arbeitgebers, die den Mitarbeiter selbst oder ihm nahestehende Personen im Falle von Unfall, Krankheit, Invalidität und Tod absichern sollen, werden als Zukunftssicherungsleistungen beschrieben. Alle Arbeitgeberbeiträge zu gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen, wie Arbeitslosen-, Renten-, Kranken-, beziehungsweise Pflegeversicherung, gehören hierzu. Auf diese Beiträge wird grundsätzlich keine Steuer erhoben. Sofern sich der abhängig Beschäftigte nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichern muss und dementsprechend auch keine Beiträge einbezahlt, wurden folgende Arbeitgeberleistungen steuerfrei: Beiträge in eine freiwillige gesetzliche Rentenversicherung beziehungsweise berufsgruppenabhängige Versorgungseinrichtung, Beiträge zu einer Lebensversicherung. Allerdings dürfen die Arbeitgeberzuschüsse nicht höher sein als die Hälfte der vom abhängig Beschäftigte ausgezahlten Gesamtaufwendungen. Außerdem darf bei der Höhe der Kosten durch den Arbeitgeber, derjenige Arbeitgeberanteil, der in einer gesetzlichen Versicherung üblich wäre, nicht überschritten werden, um die Steuerfreiheit zu gewährleisten.


Verwandte Themen: Arbeitgeberdarlehen, Arbeitnehmer-Sparzulage

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