Datensicherheit für Kinder im Alltag

Datensicherheit für Kinder ist wichtiger denn je. Viele Kinder benutzen schon recht früh ein Smartphone. Teilweise gibt es einen Wettbewerb, wenn es darum geht, Informationen über das eigene Leben in sozialen Medien zu teilen. Jede Mahlzeit wird fotografiert und geteilt, jede Situation wird geteilt und kommentiert. Kommunikation erfolgt zum großen Teil über WhatsApp, obwohl diese App erst ab einem bestimmten Alter freigegeben ist und aus den Nutzungsbedingungen eindeutig hervorgeht, dass alles, was geteilt wird, von WhatsApp verwendet werden darf.

Jedes Foto enthält sogenannte Meta-Daten. Von Datensicherheit für Kinder ist da kaum auszugehen. Aus denen geht hervor, wann das Foto von wem, an welchem Ort, mit welchem Gerät geschossen wurde. Diese Daten werden unfreiwillig mit preisgegeben und ermöglichen die Erstellung eines Profils. Man kann aus den Daten herauslesen, wo sich der Urheber gern und oft aufhält, was er mag, was er nicht mag, wer die Freunde sind, wie das Verhältnis zu den Freunden ist und vieles mehr. Selbst Bewegungsprofile lassen sich aus den Daten erstellen. Aktivitäten, die sich wiederholen, der Weg von und zur Schule, welche Schule, wann der Unterricht beginnt, wann er endet. Die Fülle an Daten ist endlos.

Die Kommunikation über Messenger beschränkt sich aber nicht nur auf Zeiten, wo die Kinder räumlich getrennt sind. Mir selbst fallen immer wieder Gruppen von Kindern auf, die nebeneinander unterwegs sind, den Blick starr auf das Handy gerichtet und die miteinander über den Messenger kommunizieren, statt mit einander zu sprechen. Ist das nicht beängstigend?

Zugang zum Handy und die damit verbundene Datensicherheit für Kinder

Auch die Nutzung von Hot-Spots hinterlässt Spuren. Es sind offene Verbindungen und jedes Gerät, welches sich dort einloggt, kann auf dem Access-Point ausgelesen werden. Selbst wenn die Inhalte des Handys nicht preisgegeben werden, ist doch ersichtlich, wer sich von wann bis wann in der Nähe befand, denn jedes Handy besitzt eine eigene Signatur, oft sogar einen Handynamen, der den eigenen Namen beinhaltet.

Jede Verbindung mit BlueTooth öffnet das Handy unfreiwillig für potenzielle Datendiebe. Mir selbst ist es auf der Straße schon sehr oft passiert, dass sich meine Freisprecheinrichtung mit einem fremden Handy verbinden wollte. Offene Kanäle, seien es BlueTooth oder auch W-LAN funktionieren immer in beide Richtungen. Je besser das Handy gegen Angriffe von außen gesichert ist, desto besser. Doch wer denkt denn daran, sein Handy so sicher zu machen und wer hat das Thema Datensicherheit für Kinder bei solchen Situationen auf dem Schirm?

Technologie entscheidet über den Umgang

Die Entwicklung der Smartphones ist mit der der Computer vergleichbar. Damals zu Zeiten von MS-DOS und Windows 3.1 installierte sich der Rechner nicht wie heute von selbst. Damals musste man die Hardwarekomponenten mühevoll einzeln über die DOS-Ebene installieren und konfigurieren. Heute geschieht alles von selbst. Treiber werden aus dem Internet geladen und nach der Installation ist der PC fast ohne eigenes Zutun fix und fertig für die Nutzung.

Dieser Trend ist einerseits sehr komfortabel für den Nutzer, andererseits muss sich deswegen auch niemand mehr mit der Technik näher befassen. Und niemand kann so richtig nachvollziehen, was auf dem Rechner tatsächlich passiert. Smartphones folgen diesem Trend. Die Benutzung soll immer einfacher werden. Die Geräte haben heutzutage einen Grand an Eigenständigkeit entwickelt, dass man selbst gar nicht mehr weiß, was das Handy alles tut. Die Aufrechterhaltung der Datensicherheit für Kinder wird immer schwieriger.

Bestes Beispiel sind die Sprachassistenten. Kaum jemandem ist bewusst, dass zum Beispiel Siri von Apple jederzeit aktiv ist und mithört. Wie sonst könnte sie sonst den Befehl „Hey Siri“ mitbekommen? Analog läuft es bei den Android-Geräten mit dem Sprachassistenten von Google. Nicht nur Kinder haben Spaß mit diesen technischen Spielchen. Doch besonders sie gehen damit sehr leichtfertig um. Sind die Sprachassistenten aktiviert, ist das Handy sozusagen immer auf Empfang und bekommt alles mit, was in seiner Umgebung an akustischen Signalen aufzuschnappen ist. Und niemand kann mir erzählen, dass es Zufall ist, wenn man sich mit jemandem über ein bestimmtes Produkt unterhält, dass man kurz darauf Werbung für genau dieses Produkt in jeder App sieht.

Fazit

Die Technologie beeinflusst immer stärker das Leben unserer Kinder. Es herrscht bereits ein Wettbewerb, wer das beste Handy hat. Smartphones sind Prestigeobjekte und viele Details aus dem Leben werden achtlos der Maschine anvertraut. Man kann nur hoffen, dass es kein böses Erwachen gibt, wenn Datendiebe sich die freiwillig verteilten Informationen über Insta, WhatsApp und & zunutze machen. Doch das Thema Sicherheit hat auch in anderen Bereichen hohe Relevanz, zum Beispiel bei Betriebshandys.

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