Gift in Drogerieartikeln – Das passiert, wenn Du nicht darauf achtest!

Gift in Drogerieartikeln ist nichts Neues aber trotzdem etwas, was wenig in der Aufmerksamkeit der Menschen liegt. In unserer hochtechnisierten Zeit wird der Ruf nach Natürlichkeit immer lauter. Zurück zur Natur, Nachhaltigkeit, gesünder Leben oder gesünder Ernähren sind die Schlagworte, denen wir mittlerweile überall begegnen. Und der Körperkult wird gefeiert wie nie zuvor. Die Sozialen Medien sind voll von Selfies mit Waschbrettbäuchen, Muskeln oder perfekten Bikinifiguren. Weitestgehend unbeachtet lauert jedoch eine Gefahr, der wir uns jeden Tag unwissentlich aussetzen. Es sind Gifte, die in vielen Körperpflegeprodukten enthalten sind. Die Gefahr lauert aber bei Giften in Pflegemitteln.

Die Kultur des Waschens

Die Natur hat das Waschen nicht vorgesehen. Tiere wälzen sich im Schlamm oder Sand, um lästige Parasiten loszuwerden. Dass sie dabei schmutzig werden, kümmert sie wenig. Aber die Tiere, die das tun, haben auch meist ein Fell oder eine sehr dicke Haut. Wir Menschen sind nackt, von etwas Restbehaarung abgesehen und haben eine sehr dünne Haut. Und wir lieben den natürlichen Geruch nicht besonders, den wir absondern. Wir wollen gut aussehen, gut riechen und lassen es uns einiges kosten.

Die haut, eines der wichtigsten Organe

Das größte Organ unseres Körpers, die Haut, ist nicht nur die Abgrenzung zur Umwelt und der Schutz allem, was im Inneren ist. Die Haut ist funktionell das vielseitigste Organ unseres Körpers.

Sie übernimmt wesentliche Funktionen im Bereich des Stoffwechsels, der Wärmeregulation und der Immunantwort. Sie verfügt außerdem über vielfältige Anpassungs- und Abwehrmechanismen. Die Haut ist Sinnesorgan, die Berührung, Druck oder Vibration oder Wärme wahrnimmt und sie empfindet Schmerzen.

Die Haut als soziale Schnittstelle

Hautkontakte sind essenziell für soziale Bindungen. Die Haut ist auch ein Indikator für unser Wohlbefinden und effektives Werkzeug unserer Außendarstellung. Und an dieser Stelle kommen wir auf den Punkt. Die Haut lebt und atmet. Die Anwendung von Cremes und Lotionen schränkt diese Funktionen ein. Übertreiben wir dies, können wir durchaus auch ersticken.

Die Palette an Lotionen, Cremes, Tinkturen, Masken usw. für diese Schandtaten ist endlos. Dabei fing alles mal ganz einfach an.

Gift in Drogerieartikeln – Wie alles mit einem Stück Seife begann

Es ist noch gar nicht so lange her, da wusch man sich mit Seife. Die Seifenherstellung lässt sich bis in die Zeit der alten Sumerer zurückverfolgen. Damals erkannte man, dass die Vermengung von Pflanzenasche mit Ölen besondere Eigenschaften aufwies. Damit wurde die Basis einer ersten Seifenrezeptur geschaffen. Die Wissenschaft fand jedoch keine eindeutigen Hinweise darauf, ob Seite zur Reinigung oder vielleicht als Medizin zur Versorgung von Wunden benutzt wurde.

Seife reinigt auch

Erst die Römer entdeckten die reinigende Wirkung. Eine altertümliche Seife aus Ziegentalg und Holzasche findet Erwähnung in römischen Schriften. Auch bei den Germanen und Galliern soll eine weiche Seifenart im Gebrauch gewesen sein.
Die heute bekannte Form der Seife aus verkochter Lauge mit Ölen wurde im Mittleren Osten im 7. Jahrhundert erstmals hergestellt. Die Araber verbreiteten dieses durch Eroberungen erworbene Wissen auch nach Europa. Dort entwickelten sich Frankreich und Spanien zu den weltweit bedeutendsten Herstellungsgebieten für Seifen.

Seife, eine Erfolgsgeschichte

Ihre höchste Blüte erreichte die Seife im 17. Jahrhundert. König Ludwig XIV von Frankreichholte erließ 1688 das noch heute gültige Reinheitsgebot für Seife und holte die besten Seifensieder nach Versailles. Nach dem Reinheitsgebot galt eine Seife mit einem Anteil von mindestens 72 % reinem Öl als besonders hochwertig.

Marseille, Toulon und Lyon waren Mitte des 17. Jahrhunderts Standorte für größere Seifenfabriken. Im Jahr 1790 gelang es dem Franzosen Nicolas Leblanc erstmals, größere Mengen Soda künstlich herzustellen. Damit konnte die zuvor verwendete Pottasche ersetzt werden.

Seife wird massentauglich

In England und Deutschland gab es Anfang des 19. Jahrhunderts bedeutende Seifenfabriken. Seifen dienten nicht mehr nur der Körperpflege, sondern wurden auch zur Reinigung von Stoffen, Holz und Textilien verwendet.

Mit der Entwicklung des Solvay-Verfahrens 1865 durch den Belgier Ernest Solvay wurde das Leblanc-Verfahren abgelöst und machte Seife zu einem bezahlbaren Produkt.

Gift in Drogerieartikeln – würdest Du freiwillig Gifte zu Dir nehmen?

Die Zeiten der Seifenstückchen sind vergangen. Heute geben wir uns nicht mit Seife ab. Wir brauchen dringend Gesichts- und Körperpeelings. Und nach dem Trockentupfen wird eine revitalisierende Creme aufgetragen, um das Werk zu vollenden.

Ach ja, gut riechen wollen wir ja auch noch. Schweißgeruch geht ja gar nicht. Also schnell etwas Deodorant aufgetragen und dann vielleicht noch ein paar Tropfen Parfüm oder Aftershave-Lotion. Diese Rituale sind mittlerweile zum Alltag geworden, so wie das tägliche Zähneputzen. Gifte in Pflegemitteln finden so in unseren Körper.

Die Herren sind damit fertig für die Außenwelt. Die Damen müssen nochmal ins Bad. Make-up, Lippenstift, Lidschatten, Nagellack usw.. Jeder hat da so das Seine. Von Gift in Drogerieartikeln ahnen nur wenige etwas. Die Haut hat mit den täglichen Ritualen einiges zu tun. Sie nimmt all die Stoffe auf, mit denen wir sie beglücken. Aber sie hat keinen Pförtner! Die Haut entscheidet nicht zwischen bedenkenlosen Stoffen und Giften in Pflegemitteln. Sie winkt emsig alles durch, was angeboten wird.

Enthalten Kosmetikprodukte förderliche Inhaltsstoffe, so ist alles in Ordnung. Wehe aber, die Creme, Lotion oder Schminke enthält unverträgliche Chemikalien… Schädliche Stoffe lagern sich mit der Zeit im Bindegewebe ein und werden nicht abgebaut. Im Gegenteil, sie reichern sich über die Jahre immer mehr an und werden immer konzentrierter.

Gifte in Pflegemitteln steckt der Köper recht gut weg, zunächst

Unser Körper ist eine unglaubliche Maschine. Wir kommen mit 100 Prozent Organfunktion auf die Welt und können schädlichen Einflüssen so lange widerstehen, bis unsere Organfunktion auf etwa 30 Prozent abgesunken ist. Das fatale dabei ist, dass wir auf dem Weg von den 100 zu den 30 Prozent keinerlei Unterschied bemerken. Wir fühlen und noch wie neu geboren, stehen aber vielleicht schon am Rande eines Zusammenbruchs. Ist der Wert bei 30 Prozent angekommen, wird uns das schlagartig klargemacht. Erbarmungslos brechen auf einmal Krankheiten aus heiterem Himmel aus, von denen wir nicht mal wussten, dass es sie gibt. Und auf der Suche nach den Ursachen, schauen wir natürlich überall hin, nur nicht auf die Giftablagerungen, die sich seit Jahren in unserer Haut angesammelt haben.

Über weitere Gifte in Pflegemitteln folgen in Kürze weitere Beiträge.

Bildrechte: Michael Sielmon, Brey

2 Gedanken zu „Gift in Drogerieartikeln – Das passiert, wenn Du nicht darauf achtest!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.