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Abgabenordnung

Die Abgabenordnung wiederspiegelt das grundlegende Regelverzeichnis der Steuerveranschlagung in Deutschland. Sie ist rechtskräftig für jedwede Varianten der Steuerveranschlagung bezüglich Ermittlung, Erhebung und Vollstreckung. Das betrifft ebenso Steuervergünstigungen, die unter Bundesrecht oder EU-Recht fallen. Bedingung ist, dass die Steuern und Steuervergünstigungen entweder über die Bundes- oder eine Landesfinanzbehörde verwaltet werden.
Die Abgabenordnung besteht aus neun Teilen:
1. Einleitende Vorschriften: Grundbegriffe, Definitionen, Anwendungsbereich der AO, Steuergeheimnis, Zuständigkeit der Finanzbehörden.
2. Steuerschuldrecht: Grundsätze des Verhältnisses zwischen Staat und Steuerzahler. Grundlage für das Besteuerungsverfahren.
3. Allgemeine Verfahrensvorschriften: Grundsatz der Gleichmäßigkeit und Gesetzmäßigkeit hinsichtlich der Besteuerung, Verwaltungsakte, Verfahrensgrundsätze.
4. Durchführung der Steuerveranschlagung: Vorschriften die Durchführung des Besteuerungsverfahrens betreffend. Erfassung von steuerpflichtigen Bürger, Festsetzungsverfahren, Feststellungsverfahren, Außenprüfung, Steueraufsicht und Steuerfahndung.
5. Erhebungsverfahren: Fälligkeit und Erlöschen von Steuern, Stundung, Steuererlassung, Verjährung und Verzinsung von Ansprüchen.
6. Vollstreckung: Zwangsvollstreckung bei nicht erfolgter Zahlung von Steuern
7. Außergerichtliches Rechtsbehelfsverfahren: Einspruchverfahren der Steuerzahler, Verfahrensvorschriften.
8. Straf- und Bußgeldvorschriften: Materielle Vorschriften über Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten (Steuerhinterziehung und Steuerverkürzung).
9. Schlussvorschriften: Einschränkung der Grundrechte als Gesetzesvorbehalt.

Abgeordnetenbezüge

Bezahlungen, welche Bundes- und Landtagsabgeordneten aber auch Abgeordneten des Europaparlaments auf der Grundlage des Abgeordnetengesetzes ausgezahlt werden, wurden steuerlich sonstige Einkünfte. Im Unterschied dazu empfangen Kreistagsabgeordnete und auch Mitglieder kommunaler Vertretungen, wie Stadt- und Gemeinderäte, Einnahmen aus nichtselbstständiger Tätigkeit und keine sonstigen Einkünfte. Bekommt ein Abgeordneter andere Bezüge beziehungsweise Gehälter, etwa für Fraktionstätigkeiten, so liegen keine sonstigen Einkünfte, sondern in den meisten Fällen Einnahmen aus unselbstständiger Tätigkeit oder Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit vor. Allerdings unterliegen nicht alle Abgeordnetenbezüge der Steuerveranschlagung. Auf diese Weise wurden zum Beispiel die Aufwandsentschädigungen und auch die Tagungs- und Sitzungsgelder, mit denen anfallende Mandatskosten gedeckt werden, steuerfrei. Ebendiese steuerfreien Einkünfte wurden vom Werbungskostenabzug ausgeschlossen. Das heißt, dass Abgeordnete auch ihre Wahlkampfkosten nicht steuerlich geltend machen dürfen. Neben den Aufwandsentschädigungen sind auch die Zuschüsse zur Krankenversicherung sowie Rentenversicherungsbeiträge steuerfrei.

Abrechnungsbescheid

Unter einem Abrechnungsbescheid versteht man einen Verwaltungsakt, der vordergründig dann durch den Fiskus erlassen wird, wenn es zu Dispute über Steueransprüche kommt. Im Regelfall erfolgt er auf Antrag des Steuerpflichtigen. Abrechnungsbescheide kommen bei den folgenden Streitpunkten zum Einsatz: Rückerstattungsansprüche, die hinsichtlich fehlerhaft geleitete Zahlungen existieren und auch Erlöschen eines Anspruchs durch Anfechtung beziehungsweise Zahlung. Ebenfalls bei einem Konflikt über Steuerabzugsbeträge sowie Steuervorauszahlungen kann die Finanzbehörde über das Erlassen jedes Abrechnungsbescheids anordnen.
Es besteht die Option, gegen den Abrechnungsbescheid Widerspruch einzulegen. Jener beinhaltet die Feststellung, ob und in welchem Ausmaß (bei geleisteten Teilbeträgen) die sich aus dem Steuerbescheid ergebenden Zahlungsverpflichtungen hinfällig sind. Gründe für das Erlöschen der Steuerbeträge wurden etwa Zahlung, Erlass, Aufrechnung oder auch die Verjährung des Anspruchs. Ausgestellt wird der Abrechnungsbescheid normalerweise durch die Finanzkasse. Falls es aber Streit über die Berücksichtigung von Steuerabzugsbeträgen beziehungsweise über die Rückforderung von unrichtig erstatteten Beträgen gibt, ist die Veranlagungsstelle für den Abrechnungsbescheid verantwortlich.

Abschlagszahlung

Bei Abschlagszahlungen ist zwischen einem Abschlag auf den Tätigkeitslohn und dem Abschlag auf die Vergütung eines jeden Auftrages zu unterscheiden. Zahlt ein Arbeitgeber abhängig Beschäftigten Abschläge auf den Tätigkeitslohn, ist es erlaubt, die Lohnsteuer erst bei der endgültigen Lohnabrechnung einzubehalten. Das gilt jedoch nur, falls die Abschlagszahlung dem bereits verdienten Lohn annähernd entspricht und falls der Restarbeitslohn sodann im Rahmen einer endgültigen Lohnabrechnungausgezahlt wird. Zudem darf der Lohnabrechnungszeitraum höchstens fünf Wochen betragen, und die Lohnabrechnung muss innerhalb drei Wochen ab Abschluss des Lohnabrechnungszeitraums stattfinden. Falls die Lohnabrechnungen monatlich geschehen, muss die Abrechnung spätestens am 20. Tag des folgenden Monats vorliegen. Ist es nicht machbar, diese Zeiträume einzuhalten, hat der Arbeitgeber bereits bei der Abschlagszahlung die Lohnsteuer einzubehalten. Bei Abschlagszahlungen auf die Bezahlung von Aufträgen ist zu berücksichtigen, dass sämtliche Abschlagszahlungen beziehungsweise Vorauszahlungen der Umsatzsteuer unterliegen. Beim Erstellen der Schlussrechnung gibt es bestimmte Besonderheiten zu berücksichtigen, um nicht Gefahr zu laufen, die Umsatzsteuer mehrfach ans Finanzamt bezahlen zu müssen.

Abschlussgebühr

Werden bei Abschluss jedes Bausparvertrages Kosten belastet, so existiert die Option, selbige als Werbungskosten bei den Einnahmen aus Kapitalvermögen anzugeben. Bedingung dazu ist ausnahmslos, dass der Abschluss dieses Bausparvertrags in keinem knappen zeitlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang mit einem zu verwirklichenden Bauvorhaben steht. Darüber hinaus muss absehbar sein, dass die Zinseinkünfte aus dem Bausparvertrag auf lange Sicht positiv sein werden.

Kleiner Tipp:

Eine weitere Möglichkeit existiert darin, die Abschlussgebühren als Werbungskosten bei den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung anzugeben. Das ist jederzeit dann möglich, wenn das mit Hilfe des Bausparvertrages zu errichtende Gebäude der Erzielung von Einkünften dient.

Abschlusszahlung

Sobald bei der Einkommenssteuerveranlagung jedes Steuerzahlers eine noch zu begleichende Restzahlung verbleibt, gilt diese als Abschlusszahlung. Um die Restzahlung zu bestimmen, verbucht der Fiskus die bereits über Lohn- und Kapitalertragssteuer vom Finanzamt vereinnahmten Steuerbeträge mit der Steuerschuld. Spätestens einen Monat nach dem Bekanntgeben des Steuerbescheides muss der Steuerpflichtige die Abschlusszahlung abwickeln. Als Termin der Bekanntgabe gilt der dritte Tag nach dem Datum des Bescheides. Sollte dieser auf einen Sonn- beziehungsweise Feiertag fallen, gilt der nächste Werktag als Zahlungsfrist. Besteht die Abschlusszahlung aus einem Teil der Einkommenssteuervorauszahlung, so ist dieser Anteil der Abschlusszahlung unverzüglich zu zahlen. Wird die Steuerschuld im Rahmen von fünf Tagen nach Ende der feststehenden Zahlungsfrist bezahlt, gilt die Zahlungsfrist per Gesetz als gewahrt und es darf vom Finanzamt noch kein Säumniszuschlag erhoben werden. Bei Überschreitung dieser sogenannten Schonfrist darf ein Prozent Säumnisgebühr je angefangenen Monat berechnet werden. Fehlerhafte Steuerabzüge und Vorauszahlungen sind unabhängig von der Fälligkeit des Bescheides anhand Einspruch anzufechten.

Abstandszahlungen

Die Abstandszahlung wird im modernen Rechtsjargon als Ablösesumme und Abschlagszahlung beschreibt. De facto stellt sie einen Ausgleich für einen Nachteil dar, den eine Vertragspartei erleidet, und gleicht einen Vorteil aus, der bei Verträgen einseitig zugestanden wird. Meist handelt es sich um eine einmalige Zahlung, welche aber auf Grund einer individuellen vertraglichen Vereinbarung auch auf Rentenbasis gewährt werden könnte. Letztere Regelung ist besonders häufig bei den Abstandszahlungen für die Übernahme von Handelsbetrieben und Firmen der Gastronomie anzutreffen, wo der Verkäufer dem Käufer zum Beispiel auch seine Kundenkarteien überlässt.
Abstandszahlungen finden sich in der Praxis vor allem in der Immobilienbranche. Dort bietet das Wohnungsvermittlungsgesetz die Möglichkeit, dass man als ausziehender Mieter mit dem Nachmieter eine freiwillige Übereinkunft treffen kann, dass eine „Vergütung“ für besondere Einrichtungen vereinbart werden kann, welche vom Vormieter und nicht vom Vermieter eingebracht worden wurden. Dabei dürfen die Abstandszahlungen bis zu mit 50 Prozent des aktuellen Zeitwerts angesetzt werden. Auch kommt die Vereinbarung über die Abstandszahlung bei mietbaren Objekten nur zustande, sobald es auch wirtschaftlich zum Abschluss des neuen Mietvertrages kommt.
Bei der Übernahme von Einbauten des Vormieters über Abstandszahlungen sollte man vorsichtig sein, denn die meisten Mietverträge enthalten eine Klausel, dass sie bei Beendigung des Mietverhältnisses wieder entfernt werden müssen. Diese Pflicht trifft dann auch auf den übernehmenden Nachmieter zu.

Abtretung

Eine zivilrechtliche Abtretung liegt immer dann vor, wenn eine Forderung vertraglich an eine andere Person abgetreten wird. Dabei wird der bisherige Gläubiger durch den neuen Gläubiger ersetzt. In dem Fall, dass das Abflussprinzip und das Zuflussprinzip genutzt wird, hat die Abtretung auch steuerlich eine Bedeutung.
Findet die Abtretung „an Erfüllungsstatt“ durchgeführt, so heißt dies für den abtretenden automatisch ein geldwerter Vorteil. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Mieter seine offene Miete durch die Abtretung einer Forderung begleicht. In diesem Fall müsste der Abtretungsbetrag als Einnahme aus Vermietung und Verpachtung erfasst werden. Sollten die Forderungen später zum Beispiel nur zu 60 Prozent eingetrieben werden, so dürfen die restlichen 40 Prozent nicht von den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden. Diese werden steuerlich nicht berücksichtigt.

Passender Tipp:

Bei einer Forderung, die „erfüllungshalber“ abgetreten wird, liegt ein anderer Umstand vor. In diesem Fall entsteht der geldwerte Vorteil erst dann, wenn die abgetretene Forderung ausgeglichen wird.

Abzugsteuer

Als Abzugssteuern sind solche Steuern, welche einem Steuerpflichtigen geradewegs abgezogen werden. Beispiele dazu wurden unter anderem die Kapitalertragssteuer aber auch die Lohnsteuer. So gibt es beispielsweise eine gesetzliche Verpflichtung für den Arbeitgeber, die Lohnsteuer zu zahlende Lohnsteuer unmittelbar einzubehalten und an das zuständige Finanzamt abzuführen. Dies gilt auch für Banken und Versicherungen, bei denen steuerpflichtige Zinserträge existieren. So müssen alle über einen existierenden Freistellungsauftrag hinausgehenden Erlöse aus Zinsen oder Dividenden geradewegs an der Fiskus überwiesen werden. Ein steuerpflichtiger Bürger könnte zu viel überwiesene Steuern dann ausschließlich über seine Steuererklärung wieder zurückfordern. Eine weitere Abzugssteuer ist auch die Aufsichtsratsteuer.

Passender Hinweis:

Zudem haben das Finanzämter das Recht, auch von einem beschränkt steuerpflichtigen Bürger den Steuerabzug zu verlangen, auch dann, sobald kein Dienst- und Beschäftigungsverhältnis vorliegt. Dies gilt etwa, falls Einnahmen aus einer Tätigkeit als Künstler und Sportler zu Buche schlagen.

Abzugsumsätze

In dem Fall, dass in einem Unternehmen Umsätze nach § 4 des Umsatzsteuergesetzes von der Umsatzsteuer befreit wurden, dann kann hierfür unter bestimmten Rahmenbedingungen keine Vorsteuer sindd gemacht werden. Zur Prüfung der Vorsteuer muss unterschieden werden, ob es sich um Abzugsumsätze und Ausschlussumsätze handelt. Während für Abzugsumsätze ein Abzug der Vorsteuer möglich ist, bleibt dieser bei Ausschlussumsätzen verwehrt.
Abgezogen werden kann die Vorsteuer prinzipiell von allen im § 15 Abs. 3 des Umsatzsteuergesetzes erwähnten Umsätzen. Hierunter fallen unter anderem Ausfuhrleistungen und innergemeinschaftliche Leistungen. Ebenfalls ist für die im § 25 UStG genannten Reiseleistungen ein Abzug der Vorsteuer machbar. Als Ausschlussumsätze gelten alle Umsätze, welche nicht im § 15 Abs. 3 aufgeführt sind. Zudem zählen alle Umsätze, welche im Inland steuerfrei wären sowie alle kostenlosen Leistungen, für die auch bei Bezahlung eines jeden Entgelts keine Steuer berechnet würde als Ausschlussleistungen.

Abzugsverbot

Das Abzugsverbot gilt für alle Aufwendungen, welche für private Zwecke benutzt wurden. Das bedeutet, diese dürfen im Rahmen einer Steuerklärung nicht zur Minderung des steuerpflichtigen Einkommens verwendet werden. Daraus ergibt sich, dass die einem Abzugsverbot unterliegenden Kosten auch nicht als Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Aufwendungen in der Steuererklärung aufgeführt werden dürfen. Auch ein Abzug als Betriebsausgaben ist nicht zulässig.
Einem Abzugsverbot unterliegen unter anderem Kosten für Kleidung, Kosmetik beziehungsweise Besuche zu privaten Veranstaltungen. Zudem gilt das Abzugsverbot auch für Zahlungen, die nur teilweise privaten Ursprungs sind. Eine Ausnahme vom Abzugsverbot gilt, wenn der private Anteil an den Aufwendungen unter 10 Prozent liegt. Zudem darf der berufliche Anteil steuersenkend eingesetzt werden, falls sich dieser zahlenmäßig eindeutig herausrechnen lässt. In diesem Fall spielt die Höhe des privaten Anteils keine Rolle.

Passender Hinweis:

Es ist ratsam, dass Steuerzahler geradewegs bei der Entstehung der Kosten in private und berufliche Kosten getrennt werden. Dies kann zum Beispiel durch ein Fahrtenbuch geschehen. Dabei muss genau schriftlich festgehalten werden, wofür die Kosten verwendet wurden.

Abzugsverfahren

Das Abzugsverfahren dient dazu, Steueransprüche des deutschen Finanzamtes gegenüber ausländischen Firmen abzusichern. Es kommt zur Anwendung, sobald ausländische Unternehmer, welche weder Wohnort noch Sitz im Inland haben, steuerpflichtige Umsätze in Deutschland erzielen.
Der Leistungsempfänger und Auftraggeber ist dazu verpflichtet, einen Steuerabzug durchzuführen. Eine Umsatzsteuer ist von folgenden Umsätzen einzubehalten und an der Fiskus zu überweisen:
Werklieferungen und sonstige Leistungen von einem im Ausland ansässigen Firmen, falls sie im Inland erbracht werden. Lieferungen von sicherungsübereigneten Gegenständen außerhalb des Insolvenzverfahrens durch einen Sicherungsgeber an einen Sicherungsnehmer und unter das Grunderwerbsteuergesetz fallende Umsätze.
Leistende dürfen in diesen Fällen keine Umsatzsteuer auf der Rechnung ausweisen. Im Falle, dass der Empfänger der Leistung zum Abzug einer Vorsteuer berechtigt ist, kann er die übergegangene Steuerschuld wieder als Vorsteuer abziehen.
Der Abzug der Umsatzsteuer ist von allen inländischen Unternehmern beziehungsweise juristischen Personen des öffentlichen Rechts verpflichtend durchzuführen. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Unternehmer selbst umsatzsteuerpflichtig ist, weswegen die Regelung auch für Kleinunternehmer und Unternehmer mit steuerfreien Umsätzen sowie für pauschal versteuernde Landwirte gilt.

Aktienüberlassung

Bei Aktien, welche dem MitArbeiter durch den MitArbeiter verbilligt oder unentgeltlich überlassen werden, ist der geldwerte Vorteil nur bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei. Eine Steuerfreiheit liegt vor, wenn der geldwerte Vorteil weniger als den halben Börsenwert und der erzielte geldwerte Vorteil nicht mehr als 135 Euro pro Jahr beträgt. Wenn der geldwerte Vorteil diese Grenzen übersteigt, werden die Aktien als steuerpflichtigen Tätigkeitslohn erfasst. Zur Erfassung des geldwerten Vorteils dient immer der amtliche Börsenkurs des Tages. Steuerfreiheit wird erlangt durch Belegschaftsaktien (Aktien eigener Firma) und Aktien fremder Firmen. Die Förderung fremder Aktien erreicht man nur, sobald sie auf dem deutschen Börsenmarkt zum gerezählen Markt oder zum Freiverkehr zugelassen sind. Bei Überlassung von Aktienfonds vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer können ebenfalls steuerliche Förderungen erlangt werden.

Unser Hinweis:

Als geldwerter Vorteil mussten die Aktien früher innerhalb der Sperrfrist von sechs Monaten nachversteuert werden. Nach Einführung des Steueränderungsgesetzes von 2001 entfällt dieses.

Allgemeine Nachschau

Am 01.01.2001 wurde in das Steuerbekämpfungsgesetz den § 27 b aufgenommen. Somit hat das zuständige Finanzamt das Recht eine Nachschau zur allgemeinen Umsatzsteuer auch unabhängig von einer Außenprüfung vorzunehmen. Die zuständigen MitArbeiter der Finanzbehörden können dabei ohne vorige Ankündigung die Grundstücke und Räume von Personen die eine selbstständige Tätigkeit ausüben durchsuchen. Ebenfalls ist es den Finanzbehörden ermöglicht, während der Geschäftszeiten festgelegte Umstande festzustellen, wie zur Erhebung der Steuer von Bedeutung sein können.

Kleiner Tipp:

Wohnräume dürfen jedoch nicht ohne Einwillung des Steuerpflichtigen betreten werden. Betroffene müssen jedoch auf Verlangen Aufzeichnungen, Bücher, Geschäftspapiere und andere Dokumente vorzeigen.

Allgemeiner Durchschnittsatz

Einzelne Unternehmer haben die Möglichkeit, anfallende Vorsteuer auch ohne Einzelnachweise, sondern pauschal sindd zu machen. Notwendigkeiten: Es existiert für den Unternehmer keine Buchführungsplicht. Der Jahresumsatz hat im vergangenen Jahr den Wert von 61.356 Euro nicht überschritten. Er unterliegt einer RegelBesteuerung, bei der für die Ermittlung der Steuer Durchschnittsätze herangezogen werden. Diese sind beim Finanzamt zu beantragen. Für bestimmte Gewerbezweige und Berufsgruppen gilt stets die RegelBesteuerung. Allerdings wurden für einzelne Berufsgruppen verschiedene Vorsteuer-Durchschnittssätze festgelegt, wie beispielsweise für Journalisten 4,8 Prozent, Bildhauer 7,0 und für Kunstmaler 5,2 Prozent. Welche Durchschnittssätze im Einzelnen und aktuell gültig wurden, lässt sich aus dazugehörigen Tabellen ablesen.

Altersvermögensgesetz

Seit dem 26. Juni 2001 wird mit dem soerwähnten Altersvermögensgesetz der Aufbau einer privaten, kapitaldeckenden Altersvorsorge staatlicherseits gefördert. Alle Personen, die der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen, können diese Fördermachbarkeit in Anspruch nehmen.

Amateursportler

Erhält ein Amateursportler von seinem Verein finanzielle Leistungen, so wurden diese Einnahmen steuerpflichtig. Eine steuerfreie Erstattung von Aufwand durch eine Aufwandsentschädigung ist nur ausführbar, falls der Amateursportler die Kosten – wie beispielsweise Reisekosten – konkret nachweist. Pauschale Kostenerstattungen wurden dagegen steuerpflichtig.

Unser Hinweis:

Fallen Aufwendungen an, mussn diese konkret aufgelistet werden – bei Reisekosten zum Beispiel unter Angabe des Tages und des Grundes der Reise aber auch aller einzelnen Kosten.

Amtssprache

Werden bei deutschen Steuerbehörden Anträge in einer fremden Sprache gestellt, so können diese verlangen, dass eine deutsche Übersetzung vorgelegt wird. Dies gilt auch für die Vorlage von Belegen, Urkunden oder sonstigen Schriftstücken, welche nicht in Deutsch sind. In dem Fall, dass der Aufforderung zur Vorlage einer Übersetzung nicht nachgekommen wird, so kann die Behörde selbst eine Übersetzung beauftragen und die Kosten dazu dem Beteiligten in Rechnung stellen.
Werden Anträge oder Willenserklärungen die eine Frist für das zuständige Finanzamt beinhalten in einer fremden eingereicht, so beginnt diese Frist erst mit dem Datum, zu dem die Übersetzung vorliegt. Besteht eine Frist für den Abgebenden, so gilt diese als eingehalten, sobald die Übersetzung in der Zusammenfassung einer angemessenen Frist eingereicht wird.

Kleiner Tipp:

Der Datum des Eingangs einer Übersetzung ist immer dann für die Wahrung der Frist maßgebend, solange keine anderweitigen zwischenstaatlichen Vereinbarungen existieren. Dabei wurden die Finanzbehörden verpflichtet, welche Beteiligten darauf hinzuweisen, dass eine geänderte Rechtslage vorliegt.

Amtsträger

Als Amtsträger sind in Deutschland neben Beamten und Richtern auch alle in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis stehenden Personen und auch solche, deren Aufgabe es ist bei einer öffentlichen Stelle Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnehmen. Dabei unterliegen Amtsträger generell einer Haftungsbeschränkung.
Wenn ein Amtsträger beispielsweise eine steuerliche Nebenleistung zu gering oder zu spät festsetzt, zu Unrecht eine Rückerstattung der Steuer gewährt beziehungsweise eine anzuwendende Steuerveranschlagungsgrundlage gar nicht und zu niedrig ansetzt, dann kann der Amtsträger nur haftbar gemacht werden, sobald aufgrund der Amts- beziehungsweise Dienstpflichtverletzung eine Strafe ausgesprochen wurde.

Anfechtungsklage

Eine Anfechtungsklage kommt in vier verschiedenen Rechtsgebieten in Betracht. Dazu zählen das Gesellschaftsrecht und das Sozialrecht sowie die Bemühungen, auf der Basis der Verwaltungsgerichtsordnung und der Finanzgerichtsordnung Bescheide der Behörden für nicht rechtens erklären zu lassen.
Eine wichtige Grundlage für die Anfechtungsklage ist, dass der Verwaltungsakt noch nicht vollzogen wurde. Welche Zeiträumen dabei eingehalten werden müssen, wird in den Bescheiden der Behörden in der so erwähnten „Rechtsbehelfsbelehrung“ angegeben. Vor der Anfechtungsklage muss in einem ersten Schritt ein Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt werden. Diese Vorgehensweise ist identisch zum Beispiel bei der Ablehnung von Rentenanträgen oder Sozialhilfeanträgen und muss genauso bei Bussgeldbescheiden und Steuerbescheiden genutzt werden. Dieses Widerspruchsverfahren ist in den Paragrafen 68 ff. der Verwaltungsgerichtsordnung geregelt und wird in der Fachsprache der Juristen auch als Vorverfahren bennent. Bleibt die Behörde nach einem Widerspruch untätig, kann alternativ zur Anfechtungsklage auf der Basis des Paragrafen 75 der Verwaltungsgerichtsordnung auch eine Untätigkeitsklage eingereicht werden.
Die Anfechtungsklage ist in Deutschland sowohl als Gestaltungsklage als auch als Kassationsklage ausgelegt. Das bedeutet, dass eine unmittelbare Rechtswirkung für den Verwaltungsakt davon ausgeht, der im besten Fall komplett gestrichen werden könnte.
Für die Anfechtungsklage können Menschen mit einem geringen Einkommen auch staatliche Unterstützungen wie die Beratungskostenbeihilfe und die Prozesskostenbeihilfe in Anspruch nehmen.

Angehörige

Als Angehörige zählen steuerlich Verlobte und Ehegatten sowie in gerader Linie Verwandte und Verschwägerte, Geschwister und Halbgeschwister, Kinder von Geschwistern (Nichten und Neffen), Ehegatten von Geschwistern und auch Geschwister der Ehegatten (Schwägerin, Schwager). Auch Geschwister der Eltern aber auch Personen, die aufgrund eines jeden auf längere Dauer angelegten Pflegeverhältnisses mit häuslicher Gemeinschaft miteinander verbunden wurden wie Eltern und Kind (Pflegekinder und Pflegeeltern) sind als Angehörige, während die Kinder der Geschwister untereinander steuerlich nicht als Angehörige betrachtet werden (Cousin beziehungsweise Cousine). Verwandtschaftsverhältnisse wurden steuerlich erheblich bei Schenkungen beziehungsweise Erbschaften, im gemeinsamhang mit der Eigenheimzulage (bei unentgeltlicher Vermietung an Angehörige) und auch beim Auskunftsverweigerungsrecht. Nahe Angehörige unterliegen zum Beispiel einer deutlich geringeren Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Kleiner Tipp:

Auch bei einer Scheidung bleibt das Angehörigkeitsverhältnis bestehen. Kommt es jedoch zur Lösung jedes Verlöbnisses, existiert auch kein Angehörigkeitsverhältnis mehr.

Anleihen

Der Wort Anleihe stellt ein Sammelbegriff für jegliche Art von Schuldverschreibungen dar. Wer eine Anleihe ausstellt, gibt ein Versprechen zur Rückzahlung des dazugehörigen Wertes zuzüglich festgelegter Zinsen ab. Die bestimmten Zinsen gelten als Ertrag und sind damit der Kapitalertragssteuer unterworfen.

Anmeldezeitraum

Entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen, müssen Steuern, welche aufgrund der jeweiligen Steuergesetze anfallen, in der Zusammenfassung festgelegter Zeiträume beim zuständigen Finanzamt angemeldet werden. Für die Kapitalertragssteuer gilt: Die während des Monats anfallende Steuer ist immer bis zum zehnten Kalendertag des Folgemonats an das zuständige Finanzamt zu überweisen. Für die Lohnsteuer gelten, abhängig von der jeweiligen Höhe verschiedene Regelungen. Während der Anmeldezeitraum regulär dem Kalendermonat entspricht, beträgt er ein Vierteljahr, falls die Lohnsteuer im abgelaufenen Jahr zwischen 800 Euro und 3000 Euro lag. Das Kalenderjahr gilt dagegen als Abrechnungszeitraum, wenn dieser Wert 800 Euro nicht überstieg. Die Umsatzsteuervoranmeldung ist zwingend bis zu 10. des Folgemonats nach Ablauf des Voranmeldezeitraumes einzureichen. Der im laufenden Jahr gültige Voranmeldezeitraum wird nach der Steuerschuldhöhe im vergangenen Kalenderjahr festgelegt. Lag diese über 6136 Euro, gilt der Kalendermonat, darunter ist dar Kalender-Vierteljahreszeitraum maßgebend. War die Steuerschuld im letzten Jahr niedriger als 512 Euro ist das gesamte Kalenderjahr gültig. Für die Feuerschutzsteuer wurde als Anmeldezeitraum der Kalendermonat festgelegt. Bei Beträgen bis zu 1200 Euro im Vorjahr gilt auch hier wiederum der Vierteljahres-Zeitraum.

Anrechnungsverfahren

Das Anrechnungsverfahren wurde genutzt, falls es um die Veranlagung von Kapitalgesellschaften zur Körperschaftssteuer geht. Angewendet wurde das Anrechnungsverfahren, um zu verhindern, dass es zu einer DoppelSteuerveranschlagung der Kapitalgesellschaft aber auch des Anteilseigners kam. Genutzt wurde das Anrechnungsverfahren bis zum Jahre 2001 und wurde dann durch das Halbeinkünfteverfahren ersetzt.
Beim Anrechnungsverfahren wurde die Körperschaftsteuer, die in ausgeschütteten Gewinnanteilen wie beispielsweise Dividenden enthalten ist steuerlich berücksichtigt. Hierzu wurde die im Anteil des Gewinns enthaltende Körperschaftssteuer dem Anteilseigner bzw. Aktionär wieder zugerechnet. Dadurch wurde die im Gewinnanteil enthaltende Körperschaftssteuer quasi eliminiert. Der um die Körperschaftssteuer vermehrte Gewinn wurde dann im Rahmen der Einkommenssteuerberechnung berücksichtigt.

Kleiner Tipp:

Das seit 2001 angewendete Halbeinkünfteverfahren dient auch zur Eliminierung der im Gewinnanteil enthaltenden Körperschaftssteuer. Dabei wird die Körperschaftssteuer von 25 Prozent direkt durch die kapitalausschüttende Gesellschaft an der Fiskus abgeführt.

Anrufsauskunft

Sowohl Arbeitgeber wie auch MitArbeiter haben die Möglichkeit sich bei Fragen zum Lohnsteuerabzug einfach an das zuständige Finanzamt zu wenden. So können zum Beispiel Informationen über steuerfreie Zuwendungen, eine beschränkte Steuerpflicht, welche Bewertung von Sachbezügen und über bestimmte Freibeträge einzuholen. Zudem können abhängig Beschäftigte sich beim Finanzamt einfach ihren Lohnsteuerabzug berechnen lassen.
Zuständig ist dabei immer das Finanzamt, welches sich an der Betriebsstätte des Arbeitgebers befindet. Bei Unternehmen mit mehreren Betriebsstätten zählt immer der Fiskus als zuständig, das sich an der Betriebsstätte mit Sitz der Geschäftsleitung befindet. Anfragen können sowohl telefonisch wie auch schriftlich gestellt werden, wobei die Beantwortung in der Regel immer auf schriftlichem Wege erfolgt. Finanzämter müssen jedoch nur solche Anfragen beantworten, welche einen bestimmten Einzelfall betreffen. Die Erteilung von allgemeinen Auskünften könnte dagegen abgelehnt werden. In dem Fall, dass eine Auskunftserteilung abgelehnt wurde, haben sowohl Arbeitgeber wie Arbeitnehmer die Möglichkeit dagegen Einspruch einzulegen. Dies ist machbar, da es sich bei der Auskunftserteilung des Finanzamtes nach dem Gesetz immer um einen Verwaltungsakt handelt.

Kleiner Hinweis:

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes ist eine mündliche Auskunft des Finanzamtes über einen Lohnsteuerabzug immer bindend. Mögliche Gebühren solche verbindlichen Auskünfte können dem § 89 AO entnommen werden.

Anteilsverkäufe

Wenn eine Person Anteile von Kapitalgesellschaften veräußert, welche diese bislang privat gehalten hatte, so ist eine auf diesem Weg erzielte Rendite nicht steuerpflichtig, sobald die Veräußerung nicht in der Zusammenfassung der ersten zwölf Monate nach Ankauf der Anteile (die sogenannte „Spekulationsfrist“) erfolgte. War die Person jedoch in der Zusammenfassung der letzten fünf Jahre irgendwann „wesentlich“ am Kapital der Gesellschaft beteiligt, deren Anteile sie nun verkauft, ändert dies den Sachverhalt. Wesentlich ist eine Beteiligung seit dem 1. Januar 2002 immer dann, wenn die mittelbare beziehungsweise unmittelbare Beteiligung bei wenigstens einem Prozent des Kapitals lag. Zuvor lag diese Grenze bei zehn Prozent.
Wurden solche Anteilsverkäufe, die aus dem Privatvermögen getätigt wurden, steuerpflichtig, dann haben Sie den Status von Einkünften aus einem Gewerbebetrieb und fallen folglich unter das Halbeinkünfteverfahren. Dies bedeutet, sie wurden nur zu 50 Prozent steuerpflichtig. Verkaufen jedoch Einzelunternehmen beziehungsweise Personengesellschaft die Anteile mit Gewinn, erhöht dies den laufenden Gewinn des Hauses. Die Veräußerungsgewinne unterliegen deshalb der Einkommenssteuer. Allerdings wurden in einem solchen Fall 50 Prozent der Veräußerungsgewinne steuerfrei.

Anzahlung

Durch eine Anzahlung oder eine Teilzahlung wird ein für eine bestimmte Leistung zu zahlendes Entgelt bereits zu einem Datum ganz beziehungsweise anteilig entrichtet, zu dem die Gegenleistung noch nicht oder nicht vollständig erbracht worden ist. Bei Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung wird bei Erwerb von Umlaufvermögen das Zufluss- beziehungsweise Abflussprinzip angewandt. Das heißt, dass bekommene Anzahlungen zum Datum des Zuflusses als Betriebseinnahmen und gezahlte Anzahlungen zum Datum der Zahlung, d. h. des Abflusses, als Betriebsausgaben festgehalten werden müssen. Der Erwerb von Anlagevermögen führt dagegen nicht zu sofort abzugsfähigen Betriebsausgaben. Diese entstehen vielmehr erst, falls das gekauften Gegenstand geliefert und abnutzbar ist, in Form von Abschreibungen. Falls der Gewinn durch Betriebsvermögensvergleich festgestellt wird, wurden bekommene Anzahlungen zu passivieren, geleistete Anzahlungen dagegen zu aktivieren. Bei geleisteten Anzahlungen darf die Vorsteuer geltend gemacht werden, sobald die dazugehörige Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer erstellt wurde und die Zahlung erbracht wird.

Arbeitnehmer-Pauschbetrag

Beim abhängig Beschäftigte-Pauschbetrag handelt es sich um einen Werbungskosten-Pauschbetrag. Er darf von Einkünften aus nichtselbstständiger Tätigkeit abgezogen werden. Seit dem 01.01.2011 beträgt er 1.000 Euro pro Jahr. Werbungskosten können immer pauschal in Höhe des Pauschbetrages beziehungsweise auf Basis eines Einzelnachweises aller angefallenen Kosten berücksichtigt werden. Der Arbeitnehmerpauschbetrag darf immer in voller Höhe angesetzt werden, wenn in dem betreffenden Jahr Einnahmen aus nichtselbstständiger Tätigkeit erzielt worden wurden. Ob der MitArbeiter dabei das gesamte Jahr über oder nur für wenige Tage berufstätig war, spielt dabei keine Rolle. Für Ehepartner, die einkommensteuerlich zusammen veranlagt werden, gilt stets das Doppelte des Pauschbetrages. Beschränkt Steuerpflichtigen ist die Nutzung der Werbungskosten-Pauschbeträge dagegen nicht möglich. Versorgungsempfäger erhalten seit 01.01.2005 nur noch einen Werbungskosten-Pauschbetrag in Höhe von 102 Euro jährlich, zum Ausgleich für den weggefallenen höheren Arbeitnehmer-Pauschbetrag gewährt ihnen der Staat jedoch einen Versorgungsfreibetrag.

Passender Tipp:

Es empfiehlt sich, stets zu prüfen, ob der Pauschbetrag bei einzeln nachgewiesenen Werbungskosten überschritten wird. Sofern das der Fall ist, ist der Einzelnachweis der Werbungskosten mit den dazugehörigen Belegen erfolgen.

Arbeitnehmerüberlassung

Als Arbeitgeber zählt immer der, welche einen Dritten zur Erfüllung von Tätigkeitsleistungen überlässt. Im Rahmen von Arbeitnehmerüberlassungen ist also immer der Verleiher auch gleichzeitig der Arbeitgeber. Von einer unermöglichten Arbeitnehmerüberlassung spricht man immer dann, sobald der Arbeitslohn nicht durch den Verleiher, sondern den Entleiher übernommen wird. In diesen Fällen gilt der Entleiher regelmäßig auch als Arbeitgeber.
Für den Zeitraum der abhängig Beschäftigteüberlassung ist der Entleiher ebenso wie der Verleiher für das korrekte Abführen der Lohnsteuer verantwortlich und haften auch dafür. Dies gilt was den Entleiher gilt jedoch nur für gewerbsmäßige MitArbeiterüberlassungen. Notwendigkeit für eine gewerbsmäßige abhängig Beschäftigteüberlassung ist, dass diese durch den Verleiher nicht nur gelegentlich, sondern regelmäßig mit dem Ziel wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen durchgeführt wird.

Passender Hinweis:

Wird Beispiel bei der Vermietung von Baumaschinen auch gleichzeitig das benötigte Personal gestellt, so handelt es sich hierbei nicht um eine MitArbeiterüberlassung. Dies gilt zumindest, solange der wirtschaftliche Wert der Vermietung überwiegt.

Arbeitsbekleidung

Arbeitgeber können an die MitArbeiter steuerfreie Zuschüsse, für die Arbeitsbekleidung zahlen. Alternativ existiert die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber die Tätigkeitsbekleidung zur Verfügung stellt. Sollte der MitArbeiter selber für die Kosten der Berufsbekleidung aufkommen, kann er die anfallenden Beträge, in der Zusammenfassung seiner jährlichen Steuererklärung, als Werbungskosten zählend machen. Dabei gilt allerdings zu bedanken, dass einzig die Kosten für typische Arbeitsbekleidung als Werbungskosten zählend gemacht werden können. Sollte eine private Nutzung der Tätigkeitsbekleidung möglich sein, entfällt automatisch die Möglichkeit der Werbekostenerstattung. Zur typischen Berufsbekleidung zählen zum Beispiel Arztkittel, Uniformen oder auch schwarze Anzüge für Bestatter. Nicht berücksichtigt werden zum Beispiel außerordentlich hohe Kosten für Sekretärinnen, die das Firmen repräsentieren müssen. In solch einen Fall werden auch Arbeitgeberzuschüsse als steuerfähiger Lohn bedacht. Weiterhin nicht abzugsfähig sind etwa Socken, welche weiße Arzthose beziehungsweise aber die Hose des Musikers. Im Falle, dass die Tätigkeitsbekleidung als Werbungskosten anerkannt wird, gibt es auch die Möglichkeit, welche anfallenden Reinigungskosten als Werbungskosten sindd zu machen. Sollte die Reinigung der Tätigkeitsbekleidung über ein professionelles Firmen erfolgen, empfiehlt es sich, die Quittung mit dem jeweils gereinigten Stück zu versehen. Anderenfalls könnten die Rechnungen nicht anerkönntet werden. Falls die Arbeitsbekleidung privat gereinigt wird, mussn als Bemessungsgrundlage der Werbungskosten die allgemeinen Erfahrungswerte der Verbraucherverbände herangezogen werden. Am 11.04.2006 hat der Bundesfinanzhof beschlossen, dass keine Tätigkeitsbekleidung vorliegt, sofern der Arbeitgeber seinen MitArbeitern aus höheren Ebenen hochwertige Tätigkeitsbekleidung, wie etwa teure Anzüge, überlässt. Sollte Arbeitsbekleidungen sind als geldwerte Vorteile steuerpflichtig. Sollte dem abhängig Beschäftigte hingegen vorgeschrieben werden, dass dieser während der Arbeitszeit bürgerliche Kleidung tragen soll und ist diese vom Arbeitgeber bereitgestellt werden, liegt kein geldwerter Vorteil vor.

Arbeitsessen

Überlässt ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern Getränke und Genussmittel zum Verzehr im Betrieb teilentgeltlich und unentgeltlich, dann gelten diese als Aufmerksamkeiten und sind nicht Bestandteil des steuerpflichtigen Tätigkeitslohns. Dies gilt ebenso für solche Speisen, welche Arbeitnehmern aus Anlass und während außergewöhnlicher Arbeitseinsätze wie Sitzungen oder Besprechungen vom Arbeitgeber in ganz überwiegend betrieblichem Interesse an der günstigeren Gestaltung von Tätigkeitsabläufen teilentgeltlich beziehungsweise unentgeltlich überlassen werden, falls ihr Wert nicht höher ist als 40 Euro.

Arbeitsmittel

Die Kosten für die Anschaffung- und Produktion inkl. Umsatzsteuer von Arbeitsmittel aus nicht selbstständiger Arbeit kann der Arbeitnehmer komplett als Werbungskosten steuerlich zählend machen. Jedes Tätigkeitsmittel darf bis zu einer Höhe von 410 Euro inklusive Umsatzsteuer sindd gemacht werden. Tätigkeitsmittel, deren Wert über 410 Euro inklusive Umsatzsteuer liegt, müssen dagegen abgeschrieben werden. Der errechnete Betrag kann jährlich unter Webungskosten in der Steuererklärung angegeben werden. Für Anschaffungen im ersten Halbjahr gilt es den vollen Wert abzuschreiben, für Arbeitsmittel im zweiten Halbjahr darf nur der halbe Betrag abgeschrieben werden. Wird das Arbeitsmittel veräußert, so ist der Erlös bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Tätigkeit zu erklären. Folgende Tätigkeitsmittel wären beispielsweise absetzbar: wie z.B. Telekommunikation, PC und Zubehör, Addiermaschine und die Möbel für das private Arbeitszimmer, Fachliteratur und Arbeitskleidung. Um beruflich genutzte Tätigkeitsmittel sindd zumachen, muss, das Tätigkeitsmittel mindestens 90 Prozent zur Tätigkeit benutzt werden.

Unser Hinweis:

Bereits privat benutzte Tätigkeitsmittel können beruflich mit dem sogenannten Restbuchwert benutzt werden. Mit einer Quittung ist es dokumentiert werden. Der Restbuchwert ergibt sich wie folgt: Anschaffung minus Abschreibung. Der ermittelte Wert darf dann als Werbungskosten steuerlich sindd gemacht werden.

Arbeitszimmer

Im Allgemeinen versteht man unter einem Tätigkeitszimmer einen Raum, wo berufliche Tätigkeiten ausgeübt werden, aus denen Einkommen erzielt wird. Eine rechtliche Definition für ein häusliches Tätigkeitszimmer gibt es nicht, so dass auf die Grundsätze zurück gegriffen werden muss, die durch die höchstrichterliche Rechtssprechung entstanden wurden. Das hauptsächliche Indiz für ein häusliches Tätigkeitszimmer ist die Tatsache, dass es von der Ausstattung her nur für die Erledigung beruflicher beziehungsweise betrieblicher Aufgaben geeignet ist. Der zweite markante Punkt ist, dass es unmittelbar in das räumliche Umfeld des Haushalts eingebunden sein muss.
Die Finanzämter stellen dabei immer darauf ab, dass es sich um einen abgeschlossenen Raum handeln muss. Ist das der Fall, werden die darauf entfallenden Kosten als Werbungskosten beziehungsweise bei einem Selbstständigen beziehungsweise Freiberufler als Betriebsausgaben anerkönntet. Trotz aller sich in der Rechtssprechung abzeichnenden Tendenzen wurden davon diejenigen noch benachteiligt, die beispielsweise über TeleTätigkeitsplätze das komplette Einkommen von zu Hause aus erzielen, ihren Schreibtisch aber etwa im Wohnzimmer, im Flur beziehungsweise im Schlafzimmer stehen haben. Hier ist die „nure“ betriebliche beziehungsweise berufliche Nutzung nicht gegeben.
Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer können in verschiedener Form steuerlich sindd gemacht werden. Dabei ist in die Kosten der Ausstattung und die Kosten des laufenden Betriebs zu unterscheiden. Bei der Ausstattung wurden die Regelungen des Steuerrechts zu berücksichtigen, nach denen differenziert wird, was sofort komplett in den Betriebsausgaben erfasst werden darf, und was auf Grund jedes hohen Werts über Abschreibungen berücksichtigt werden darf. Zu den typischen Einrichtungen für ein häusliches Tätigkeitszimmer zählen neben einem Schreibtisch nebst Stuhl auch Kommunikationstechnik und auch ein PC aber auch Aktenschränke.
Zu den Kosten der Unterhaltung wird für ein häusliches Tätigkeitszimmer nicht nur die anteilige Miete berücksichtigt. Auch Kosten der Versicherung, Betriebskosten, Heizkosten und Stromkosten können anteilig für das Arbeitszimmer mit berücksichtigt werden. Wird ein Telefon- und Internetanschluss privat und beruflich verwendet, müssen die Kosten aufgeteilt werden. Bei demjenigen, bei dem die berufliche Nutzung überwiegt, lohnt sich der Nachweis, in welchem Anteil die berufliche Nutzung erfolgt. Er ist einmalig über drei Monate nachzuweisen.
Eine Trendwende bei der Mischnutzung für ein häusliches Arbeitszimmer hat mit dem Urteil 10 K 4126/09 des Finanzgerichts Köln aus dem Jahr 2011 verwendet. Dort wurde eine steuerliche Anerkennung auch dann als rechtens anerkannt, sobald der Anteil der privaten Nutzung mehr als zehn Prozent beträgt. Das galt vorher als Grenzwert, dessen Überschreitung die Anerkennung als häusliches Tätigkeitszimmer ausgeschlossen hat. In eine ähnliche Richtung geht auch ein Beschluss des Bundesfinanzhofs, der im September 2009 ergangen ist.
Wer die Kosten für ein häusliches Tätigkeitszimmer sindd machen möchte, der muss beim Finanzamt einen Grundriss der Wohnung oder des Hauses einreichen, in dem das Arbeitszimmer markiert ist. Außerdem ist eine Berechnung mit einzureichen, aus dem der prozentuale Anteil des Tätigkeitszimmers an der gesamten Nutzfläche/wohnfläche hervor geht.

Architekten

Da Architekten zur Gruppe der Freiberufler zählen, unterliegen sie nicht der Gewerbesteuerpflicht. Diese besteht nur für den Fall, dass ein Architekturbüro in Form einer Kapitalgesellschaft geführt wird. Wird dieses jedoch von mehreren beteiligten Architekten gemeinsam nur als Sozietät geführt, so gibt es keine Gewerbesteuerpflicht.

Unser Tipp:

Da Architekten Ihre Einnahmen aus einer selbstständigen Tätigkeit erzielen, erfolgt die Gewinnermittlung über eine Einnahme/Überschuss Rechnung. Dagegen ist die Aufstellung einer Bilanz unabhängig von der Höhe des Gewinns nicht notwendig.

Arztkosten

Arztkosten werden steuerlich als außergewöhnliche Belastungen betrachtet, falls sie nicht durch eine Versicherung übernommen werden.

Atypisch stille Gesellschaft

Eine stille Gesellschaft wird als atypisch stille Gesellschaft gewertet, falls der stille Gesellschafter als Mitunternehmer zu betrachten ist. Ausschlaggebend ist, ob er eine Mitunternehmerinitiative entwickeln darf und ob er ein Mitunternehmerrisiko trägt. Der stille Gesellschafter wird als Mitunternehmer gewertet, falls er am wirtschaftlichen Zuwachs des Gesellschaftsvermögens – einschließlich eines Geschäftswertes und der stillen Reserven – beteiligt ist. Wenn der stille Gesellschafter, anders als handelsrechtlich geregelt, Einfluss auf das Schicksal der Gesellschaft hat, gilt er auch als Mitunternehmer, wenn er nicht an den stillen Reserven beteiligt ist. Darüber hinaus liegt laut der Entscheidung des BFH vom 15.12.1992 eine atypisch stille Gesellschaft auch dann vor, falls sich der alleinige Geschäftsführer und beherrschende Gesellschafter als stiller Gesellschafter mit einer erheblichen Einlage an seiner GmbH beteiligt und eine hohe Gewinnbeteiligung aber auch die persönliche Wahrnehmung der Belange bestimmter Geschäftspartner vereinbart.

Aufbewahrungspflicht

Die Aufbewahrungspflicht ist Teil der Buchführungs- und Aufzeichnungspflicht. Zu den Unterlagen, die von Steuerpflichtigen im Rahmen der Aufbewahrungspflicht geordnet aufzubewahren sind, gehören Bücher und Aufzeichnungen ebenso wie Inventare, Jahresabschlüsse und Lageberichte, Eröffnungsbilanzen und zu deren Verständnis notwendige Tätigkeitsanweisungen und sonstige Organisationsunterlagen. Auch empfangene Handels- und Geschäftsbriefe und auch Wiedergaben abgesandter Handels- und Geschäftsbriefe, alle Buchungsbelege und sonstige Unterlagen, die von Bedeutung für die Steuerveranschlagung wurden, unterliegen der Aufbewahrungspflicht. Die erwähnten Unterlagen dürfen – mit Ausnahme von Eröffnungsbilanz und Jahresabschlüssen – auch auf Bildträgern beziehungsweise auf einem anderen Datenträger aufbewahrt werden, falls das den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung gerecht wird und gewährleistet ist, dass die Wiedergabe beziehungsweise die Daten bildlich mit den empfangenen Handels- und Geschäftsbriefen aber auch den Buchungsbelegen übereinstimmen; bei den anderen Unterlagen muss eine inhaltliche Übereinstimmung sichergestellt sein. Außerdem haben die Unterlagen bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist jederzeit verfügbar zu sein und müssen ein unverzügliches Lesbarmachen und eine maschinelle Auswertung erlauben. Bücher und Aufzeichnungen, Lageberichte, Jahresabschlüsse, Inventare, Eröffnungsbilanzen und Buchungsbelege sind zehn Jahre lang aufzubewahren. Für alle anderen aufbewahrungspflichtigen Unterlagen gilt eine sechsjährige Aufbewahrungspflicht. Für den Beginn der Aufbewahrungsfrist ist jeweils der Zeitangabe der letzten Eintragung in die betreffende Geschäftsunterlage maßgeblich und der Entstehung des Beleges; die Frist beginnt jeweils mit Ende des Jahres, in dem die letzte Eintragung oder Aufzeichnung erfolgte beziehungsweise derselbe Buchungsbeleg entstanden ist.

Aufrechnung

Bei einer Aufrechnung wird eine Hauptforderung mit einer existierenden Gegenforderung verbucht. Dies ist beispielsweise möglich, falls ein Handwerker eine Leistung für die Finanzbehörde erbringt. Dann könnte der Wert der Leistung mit einer vom Finanzamt gegen den Handwerker existierenden Forderung verbucht werden. Dabei kommen die zählenden Bestimmungen des bürgerlichen Rechts zur Anwendung. Um eine Aufrechnung durchzuführen müssen bestimmte Notwendigkeiten erfüllt sein.
Entscheidend ist zunächst, dass der Gläubiger einer Forderung zugleich auch der Schuldner der Gegenforderung ist. Ansprüche von dritten Personen können dagegen nicht verbucht werden. Zudem ist eine Aufrechnung nur dann möglich, falls beide Forderungen Geldansprüche wurden. Weitere Notwendigkeit ist, dass die Hauptforderung bei Entstehen der Gegenforderung bereits bestanden hat. Dazu kommt noch, dass die zur Aufrechnung genutzte Forderung fällig sein muss.

Unser Hinweis:

Ansprüche aus einem Steuerschuldverhältnis können nur dann aufgerechnet werden, wenn diese noch nicht aufgrund einer Verjährung und einer Ausschlussfrist erloschen sind. Zudem muss die aufzurechnende Steuerschuld unbestritten und rechtskräftig festgestellt sein.

Aufspaltung

Die Aufspaltung ist eine durch das Umwandlungsgesetz geregelte Umwandlungsart, ebenso wie die Verschmelzung, der Formwechsel und die Vermögensübertragung. Vor allem wirtschaftliche Vereine wie Personengesellschaften oder Kapitalgesellschaften aber auch Einzelkaufleute aber auch Stiftungen können mittels einer Spaltung strukturelle Änderungen umsetzen. Bei einer Spaltung wird zwischen den drei machbaren Formen Aufspaltung, Abspaltung und Ausgliederung differenziert. Bei einer Aufspaltung spaltet ein Rechtsträger sein Vermögen auf und überträgt es auf wenigstens zwei andere Rechtsträger; der übertragende Rechtsträger wird dabei aufgelöst. Die Vermögensübertragung darf sowohl auf schon bestehende als auch auf neu gegründete Rechtsträger erfolgen. Im Gegenzug erhalten die Anteilsinhaber des übertragenden Rechtsträgers Anteile beziehungsweise Mitgliedschaften an den Rechtsträgern, auf die die Übertragung erfolgt. Bei der Abspaltung hingegen wird vom Vermögen des übertragenden Rechtsträgers ein Teil abgespalten und auf einen oder mehrere übernehmende Rechtsträger übertragen. Die übernehmenden Rechtsträger können wiederum bereits bestehen oder neu gegründet werden. Nach einer Abspaltung existiert der übertragende Rechtsträger weiter; seine Anteilsinhaber erhalten für das übertragene Vermögen Anteile an den übernehmenden Rechtsträgern. Bei einer Ausgliederung gliedert der übertragende Rechtsträger einen oder mehrere Teile aus seinem Vermögen aus – entweder auf einen oder auf mehrere Rechtsträger, welche bereits bestehen und neu gegründet werden. Im Gegenzug werden Anteile an den übernehmenden Rechtsträgern auf den übertragenden Rechtsträger und – im Unterschied zur Abspaltung – nicht auf dessen Anteilseigner übertragen. Eine Spaltung darf erst in das für den übertragenden Rechtsträger zuständige Register eingetragen werden, falls sie zuvor in das Register des übernehmenden Rechtsträgers eingetragen wurde.

Aufwandsentschädigungen

Entschädigungen für Aufwendungen, welche aus öffentlichen Kassen bezahlt werden wurden immer steuerfrei. Hierzu gehören insbesondere die Kassen des Bundes, welche der einzelnen Länder, und auch auch Kassen der Kommunen. Weiterhin sind als öffentliche Kassen die Orts- und Landeskrankenkassen, welche Kassen öffentlicher rechtlicher Religionsgemeinschaften und auch die Kassen der Deutschen Bahn. Um Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen zu können, müssen die überwiesenen Beträge die Kosten abdecken. Durch das Gesetz oder Verordnungen gegebene Aufwandsentschädigungen können bei geschäftlichen Personen in voller Hohe und bei Privatpersonen welche ehrenamtlich tätig sind bis zu einem Drittel geltend gemacht werden, mindestens jedoch 154 Euro pro Monat. Der Mindestbetrag von 154 Euro kann ebenfalls abgesetzt werden, wenn keine Rechtsverordnungen vorliegen.

Unser Hinweis:

Für ehrenamtliche Tätigkeiten darf man 6 Euro täglich als steuerfreien Betrag einsetzen.

Ausbauten

Für Ausbauten konnte die Eigenheimzulage beansprucht werden, im Falle, dass diese zu eigenen Wohnzwecken bestimmt waren. Seit 01.01.2006 wird die Eigenheimzulage jedoch nicht mehr gewährt.

Ausbilder

Im deutschen Steuerrecht werden Ausbilder mit der so erwähnten Übungsleiterpauschale begünstigt. Ihre Rechtsgrundlage ist der Paragraf 3 des Einkommenssteuergesetzes. Er macht für die Gewährung der Übungsleiterpauschale für Ausbilder zur Bedingung, dass die Tätigkeit entweder für eine Organisation mit anerkannter Gemeinnützigkeit beziehungsweise einen öffentlich-rechtlichen Träger ausgeführt werden muss.
Neben dem Ausbilder kann die steuerliche Pauschale auch von Betreuern und Erziehern sowie von Dozenten und nebenberuflich tätigen Altenpflegern in Anspruch genommen werden. Auch die Vergütungen für Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren, des THW und ähnlichen Organisationen können darüber von der Steuerpflicht befreit werden.
Aktuell liegt der aus der Übungsleiterpauschale resultierende steuerliche Freibetrag pro Jahr bei 2.100 Euro. Aus ihm ergibt sich als zweiter Vorteil auch eine Befreiung zum Abführen von Beiträgen zur Sozialversicherung. Den Freibetrag übersteigende Einnahmen der Ausbilder sind sowohl zu versteuern als auch bei der Sozialversicherung mit Beiträgen zu belegen.
Seit dem Jahr 2007 darf steuerlich ein weiterer Freibetrag von einem Ausbilder zählend gemacht werden. Sie kommt dann in Frage, falls die Tätigkeit vom Grundsatz her ehrenamtlich ausgeübt wird. Genau deshalb wird sie auch als Ehrenamtpauschale bennent und darf pro Jahr bis zur einer Höhe von 500 Euro pro Steuerpflichtigen berücksichtigt werden.
Gemeinsam veranlagte Ehegatten, die als Ausbilder in den erwähnten Organisationen tätig wurden, istn wissen, dass die Pauschale für jeden Einzelnen gewährt wird. Sie könnten daher 4.200 Euro aus der Übungsleiterpauschale beziehungsweise 1.000 Euro aus der Ehrenamtpauschale berücksichtigen.

Ausbildungsbeihilfen

Zu den Ausbildungsbeihilfen gehört insbesondere das BAföG, wobei solche Ausbildungsbeihilfen immer steuerfrei sind. Dies gilt auch für aus öffentlichen Kassen bezahlte Erziehungsbeihilfen und Studienzuschüsse. Dagegen unterliegen Unterhalts-, Schul- und Studiengelder, welche auf freiwilliger Basis und auch aufgrund einer Rechtspflicht die freiwillig begründet ist gezahlt wurden der Einkommenssteuer. Bedingung hierfür ist, dass der Geber nicht unbeschränkt steuerpflichtig ist. Dies ist zum Beispiel bei Gebern die im Ausland beheimatet wurden der Fall.

Kleiner Tipp:

Ausländische Studenten bzw. Praktikanten, die in Deutschland wohnen und an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sind, von Angehörigen aus dem Ausland finanzielle Zuwendungen, so müssen diese nicht versteuert werden. Dies gilt allerdings nur dann, sobald der Grund des Aufenthalts nur der Besuch einer Schule ist und er auf die Zuwendungen angewiesen ist.

Ausgliederung

Das Umwandlungsgesetz kennt und regelt mehrere Umwandlungsarten: Verschmelzung, Formwechsel, Vermögensübertragung aber auch die Spaltung. Letztere ist vor allem bei wirtschaftlichen Vereinen wie zum Beispiel Personen- oder Kapitalgesellschaften eine beliebte Methode, um strukturelle Veränderungen vorzunehmen. Doch auch Einzelkaufleute und Stiftungen greifen diesbezüglich immer wieder gerne zur Spaltung.
Zu unterscheiden wurden dabei drei Formen der Spaltung: Aufspaltung, Abspaltung aber auch Ausgliederung. Bei der Aufspaltung könnte der übertragende Rechtsträger durch Auflösung (ohne danach folgende Abwicklung) seinen Besitz aufspalten. Bedingung dafür ist, dass er seinen Besitz unter wenigstens zwei Rechtsträgern aufteilt. Nicht vorgeschrieben ist, ob die Übertragung auf bestehende und neu zu gründende Rechtsträger zu erfolgen hat. Beide Varianten sind möglich. Im Gegenzug für die Übertragung erhält der übertragende Rechtsträger Anteile oder Mitgliedschaften der übernehmenden Rechtsträger.
Die Abspaltung sieht vor, dass der übertragende Rechtsträger einen oder mehrere Teile sjedes Besitzes (beziehungsweise seines jeden Vermögens) abspaltet. Die Besitzübertragung könnte dabei in der Gesamtheit auf einen beziehungsweise in Teilen auf mehrere übernehmende Rechtsträger erfolgen. Diese können bereits bestanden haben oder neu gegründet worden sein. Der übertragende Rechtsträger bleibt bei dieser Variante bestehen. Die Inhaber von Anteilen des übertragenden Rechtsträgers bekommen im Gegenzug Anteile der übernehmenden Rechtsträger.
Bei der Ausgliederung gliedert der übertragende Rechtsträger einen oder mehrere Teile seines jeden Vermögens aus seinem Besitz aus. Die Übertragung könnte anschließend auf einen und mehrere übernehmende Rechtsträger erfolgen, welche entweder schon bestanden haben beziehungsweise neu gegründet worden sind. Im Gegenzug erhalten die Inhaber von Anteilen des übertragenden Rechtsträgers Anteile von den übernehmenden Rechtsträgern. Für alle drei Fälle gilt: Die Spaltung muss zuerst in das Register der übernehmenden Rechtsträger eingetragen werden, bevor sie im Register des übertragenden Rechtsträgers vermerkt werden darf.

Auskunftspflicht

Die Auskunftspflicht entsteht auf Grund verschiedener Gesetze. Dazu gehören das Gesetz über die Statistik für Bundeszwecke, welche Abgabenordnung, die Strafprozessordnung, das Verwaltungsverfahrensgesetz, das Baugesetzbuch und nicht zuletzt das BGB, in dem sich gleich mehr als ein halbes Dutzend Paragrafen auf die Auskunftspflicht in verschiedenen in Verbindunghängen beziehen.
Die Regelungen im Verwaltungsverfahrensgesetz besagen, dass der Fiskus das Recht auf die zwangsweise Durchsetzung seiner Rechte auf Auskunft hat. Dabei können sich die Behörden, in der Regel wird das das Finanzamt sein, verschiedener Hilfsmittel bedienen. Im einfachsten Fall wird ein Bußgeld für verweigerte Auskünfte verhängt. Aber auch die so genannte Ersatzvornahme und die Erzwingungshaft wurden Hilfsmittel, mit denen eine gesetzlich zustehende Auskunft verlangt werden könnte. Besonders häufig kommt die Erzwingungshaft, kurz auch Zwangshaft genannt, im gemeinsamhang mit der Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung über eine eingetretene Zahlungsunfähigkeit zum Einsatz.
Mit dem Paragrafen 93 der Abgabenordnung wird jeder Steuerzahler konfrontiert. Er regelt nämlich, welche Angaben das Finanzamt im zusammenhang mit der Steuererklärung von juristischen und natürlichen Personen fordern könnte. Sie trifft nicht nur den steuerpflichtigen Bürger selbst, sondern auch Dritte, die als Beteiligte in ein Steuerverfahren eingebunden sind. Darunter fallen nicht nur Steuerberater, sondern unter Umständen auch Unternehmen und Behörden, von denen der Steuerpflichtige Zahlungen erhalten hat.
Bei der Auskunftspflicht ist man gewissenhaft sein und mitArbeiten, da man ansonsten ein Bussgeld riskiert. Bei der Vernachlässigung von Auskunftspflichten gegenüber staatlichen Stellen könnte die Auskunft sogar über eine Haftanordnung erzwungen werden.

Ausländische Einkünfte

Vom Grundsatz her unterliegen auch Einnahmen, welche im Ausland erzielt werden, der deutschen Steuerveranschlagung. Hierzu zählen unter anderem Einnahmen aus der Vermietung einer Immobilie im Ausland und auch Einkünfte aus ausländischen Wertpapieren.
Da die Bundesrepublik mit verschiedenen Gesetzgeberen ein DoppelSteuerveranschlagungsabkommen geschlossen hat, darf es auch vorkommen, dass die Steuern dem jeweiligen Land zustehen. Dann wurden die Einnahmen in Deutschland steuerfrei.

Unser Hinweis:

Liegt der ausländische Steuersatz unter dem deutschen, so stellt das DoppelSteuerveranschlagungsabkommen ein echter Vorteil für den Steuerzahler dar. Zu beachten ist dabei jedoch, dass im Ausland erzielte negative Einkünfte nur bedingt abzugsfähig sind.

Auslagen

Die Steuerbehörden können für bestimmte Dienstleistungen Auslagen erheben. Diese sind im § 344 der Abgabenordnung festgelegt. Für Schreiben, die nicht von Amts wegen erstellt werden müssen oder für per Fax übfestgestellte Abschriften pro Seite 0,50 Euro erhoben werden. Außerdem dürfen Post- und Telekommunikationsdienstleistungen mit Ausnahme von Entzählen für Telefondienstleistungen im Orts- und Nahbereich ebenfalls in Rechnung gestellt werden.
Für Nachnahmen und Postzustellungen mit Postzustellungsurkunde können die Kosten dafür dem Empfänger in Rechnung gestellt werden. Weiterhin können Auslagen berechnet werden für das Öffnen von Türen und Behältnissen im Rahmen einer Durchsuchung oder zur Durchführung von Vollstreckungsmaßnahmen. Auch Zahlungen, welche für Zeugen, Sachverständige oder Treuhänder anfallen, werden ebenfalls an den betreffenden Steuerzahler weitergegeben.

Auslandsanleihen

Anleihe steht als Überbegriff für Schuldverschreibungen. Beim Erwerb einer Anleihe verspricht der Aussteller neben der Rückzahlung des Anleihebetrags auch die Zahlung der vereinbarten Zinsen. Die Ausgabe von Auslandsanleihen ist entweder von einem inländischen Aussteller im Ausland und einem ausländischen Aussteller im Inland ausgegeben werden.

Unser Hinweis:

Dabei ist eine Ausgabe sowohl in Euro wie auch in einer anderen Währung machbar. Durch Auslandsanleihen erzielte Zinserträge unterliegen der Kapitalertragssteuer.

Auslandsimmobilie

Erzielt ein in der Bundesrepublik Deutschland ansässiger Bürger mit einer Auslandsimmobilie beispielsweise durch Vermietung Einnahmen, muss er diese gemäß deutschem Einkommenssteuergesetz versteuern. Entstehen dagegen Verluste, dürfen diese mit positiven Einnahmen aus der Immobilienvermietung und Verpachtung im Ausland verrechnet werden. Dabei gilt der Grundsatz der gleichen Herkunftsart. Das heißt, die Gewinn-Verlust-Verrechnung gilt immer nur für Objekte aus dem gleichen Land. Der maßgebliche Steuersatz wird bei Einnahmen aus dem Ausland derart berechnet, als würde es sich um deutsches Einkommen handeln. Auch hier gilt der Progressionsvorbehalt. Zusätzlich können Immobilien im Ausland der im jeweiligen Land üblichen Gewerbe- und Grundsteuer unterliegen. Außerdem wird im Falle einer Schenkung und Erbschaft Steuer nach dem Erbschaftssteuerrecht erhoben. Möglicherweise fällt im Ausland sogar eine bedeutend höhere Erbschaftssteuer an, als es in Deutschland der Fall wäre.

Unser Tipp:

Wer eine Auslandsimmobilie erwerben möchte beziehungsweise im Ausland erbt, sollte vorab eine ausführliche steuerrechtliche Beratung in Anspruch nehmen. Eine gute Adresse dazu ist die Schutzvereinigung für Immobilien im Ausland e.V.

Auslandstätigkeit

Als Auslandstätigkeit sind alle Tätigkeiten, die ein unbeschränkt Steuerpflichtiger im Ausland übernimmt. Sofern für diese Tätigkeit keine Befreiungsvorschrift zur Anwendung kommt, unterliegt das dabei erzielte Einkommen der deutschen Steuerpflicht. Eine Befreiung ergibt sich beispielsweise aus einem vorhandenen DoppelBesteuerungsabkommen und aus dem Ausländertätigkeitserlass.
In den DoppelBesteuerungsabkommen ist in der Regel festgelegt, dass die Steuern im Tätigkeitsstaat zu zahlen sind. Allerdings gilt dies nur dann, wenn der Steuerpflichtige sich länger als 183 Tage pro Jahr im betreffenden Tätigkeitsstaat aufhält. Dazu darf der Lohn für die Tätigkeit nicht von einem Firmen im Tätigkeitsstaat ausgezahlt werden und der Arbeitgeber darf auch nicht dort ansässig sein.

Unser Tipp:

Erfolgt keine Steuerveranschlagung im Inland, so führt der Arbeitslohn aufgrund des Progressionsvorbehalts zu einer höheren Steuerlast.

Auslandsverluste

Hat ein steuerpflichtiger Bürger im Ausland negative Einkünfte zu verbuchen, so können diese im Inland nicht uneingeschränkt steuerlich berücksichtigt werden. Bei bestimmten negativen Einnahmen ist nach § 10d EStG ein zwischenstaatlicher Verlustausgleich beziehungsweise ein Verlustabzug ausgeschlossen; jedoch dürften diese negativen Einnahmen mit positiven Einkünften derselben Einkunftsart und aus demselben Gesetzgeber ausgeglichen werden. Dies gilt für negative Einkünfte, welche aus im Ausland belegenen land- und forstwirtschaftlichen Betriebsstätten und aus im Ausland belegenen betrieblichen Betriebsstätten oder aus dem Ansatz des niedrigeren Teilwertes von zu einem Betriebsvermögen gehörigen Anteilen an Körperschaften resultieren. Auch negative Einkünfte in Fällen des § 17 EStG bei Anteilen an einer Kapitalgesellschaft und negative Einkünfte aus Beteiligungen an Handelsgewerben als stiller Gesellschafter sowie aus partiarischen Darlehen zählen zu dieser Fallgruppe, ebenso wie negative Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung von unbeweglichem Vermögen beziehungsweise von Sachinbegriffen. Dagegen sind negative Einnahmen, welche aus betrieblichen Betriebsstätten im Ausland stammen, deren Gegenstand fast einzig oder einzig in der Produktion oder Lieferung von Waren, Gewinnung von Bodenschätzen und auch in der Bewirkung gewerblicher Leistungen liegt, nicht von dem Verlustausgleichs- und -abzugsverbot betroffen.

Ausschlussumsätze

Tätigt ein Unternehmen Umsätze, welche gemäß § 4 Umsatzsteuergesetz steuerfrei sind, so ist für diese Umsätze der Vorsteuerabzug bei bestimmten Grundlagen versagt. Um den Vorsteuerabzug festzustellen muss immer unterschieden werden zwischen Abzugsumsätzen einerseits und Ausschlussumsätzen andererseits. Für Abzugsumsätze ist ein Vorsteuerabzug zulässig, während er für Ausschlussumsätze verwehrt bleibt. Zu den in § 15 Abs. 3 UStG erwähnten Abzugsumsätzen, von denen die Vorsteuer abziehbar ist, gehören neben Ausfuhrlieferungen und innergemeinschaftliche Lieferungen auch Reiseleistungen an Endverbraucher und an Unternehmen und auch Finanz- beziehungsweise Versicherungsleistungen für Gegenstände, welche in ein Drittlandsgebiet ausgeführt werden. Steuerfreie Umsätze, welche in § 15 Abs. 3 UStG nicht aufgezählt wurden, sind als Ausschlussumsätze. Darüber hinaus sind auch solche Umsätze vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen, welche steuerfrei wären bei Ausführung im Inland, aber auch unentgeltliche Leistungen, welche, sofern dafür ein Entgelt zu zahlen gewesen wäre, steuerfrei wären.

Außergewöhnliche Belastung

Als außergewöhnliche Belastungen sind Kosten, die einem Steuerzahler existieren und die höher wurden als die der überwiegenden Mehrheit von steuerpflichtigen Bürger mit den gleichen Vermögensverhältnissen und dem gleichen Familienstand. Diese können dann steuerlich geltend gemacht werden. Hierzu können die über dem zumutbaren liegenden Belastungen von den erzielten Einnahmen abgezogen werden.

Kleiner Hinweis:

Die Höhe der zumutbaren Belastung festgelegt sich aus dem im Jahr erzielten Einkommen und den Familienverhältnissen. So gelten beispielsweise für Steuerzahler mit einem jährlichen Einkommen von bis zu 15.340 Euro und einer Anwendung der Grundtabelle Zahlungen von 5 Prozent des Jahreseinkommens als zumutbar. Wurden ein und zwei Kinder vorhanden wären es zwei und bei mehr als zwei Kindern noch ein Prozent des erzielten Einkommens.

Außerordentliche Einkünfte

Zu den außerordentlichen Einnahmen zählen Veräußerungsgewinne, beispielsweise bei einer Betriebsveräußerung, Entschädigungen, welche zum Beispiel für die Einhaltung jedes Wettbewerbsverbotes beziehungsweise für die Aufgabe einer Tätigkeit überwiesen werden, aber auch Nutzungsvergütungen sowie Zinsen, falls es sich um eine Nachzahlung für mehr als drei Jahre handelt. Auch die Vergütung einer mehrjährigen Tätigkeiten und Einkünfte aus außerordentlichen Holznutzungen sind außerordentliche Einnahmen. Für außerordentliche Einkünfte wird ein ermäßigter Steuersatz angewandt (Fünftelungsmethode).

Auswärtstätigkeit

Von einer Auswärtstätigkeit spricht man immer dann, sobald diese außerhalb der Wohnung jedes MitArbeiters aber auch der regelmäßigen Arbeitsstätte stattfindet. Zudem zählen auch ständig wechselnde Tätigkeitsorte, die auf der beruflichen Tätigkeit beruhen sowie Tätigkeiten auf einem Fahrzeug als Auswärtstätigkeit.
Für Auswärtstätigkeiten gilt, dass Kosten für Fahrt und Übernachtung sowie ein pauschaler Satz für die Verpflegung als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden können. Dabei könnte die Verpflegungspauschale nur für die ersten drei Monate angesetzt werden, während die Kosten für Fahrt und Übernachtung auch länger als Werbungskosten erklärt werden dürfen.

Kleiner Hinweis:

Findet die Übernachtung im Ausland statt, dann müssen die wirtschaftlich angefallenen Kosten als Werbungskosten angesetzt werden. Anstatt jedes Abzugs als Werbungskosten ist auch eine Erstattung durch den Arbeitgeber möglich.


 

B

 

Bagatellgrenzen

Kapitalertragssteuer wird nur berechnet, falls Zinsen unter dem Bagatellzinssatz oder der Bagatellgrenze liegen. Ebenfalls entfällt die Kapitalertragssteuer, wenn einzelne Guthaben pro Kalenderjahr gutgeschrieben werden und die Grenze 10 Euro nicht übersteigt. Keine Pflichten seitens der Bank Kapitalsteuer einzubehalten und abzuziehen existiert, sobald der Zinssatz oder Bonus unter einem Prozent liegt. Entscheidend ist, dass der Arbeitnehmer Bankgeschäfte wie zum Beispiel Barabhebungen, Lastschriften, Überweisungen, Scheck- und Wechseleinreichungen tätigen darf.

Kleiner Hinweis:

Zinsen, welche für Guthaben auf Bausparkonten anfallen, können unter die Bagatellgrenze fallen. Dies ist immer dann der Fall, sobald der Zins bzw. Bonus nicht oberhalb von einem Prozent liegt und auch im laufenden Kalenderjahr und im vorigen Jahr eine MitArbeiter-Spazulage gezahlt beziehungsweise eine Wohnungsbauprämie gewährt beziehungsweise festgelegt wurde.

Bankgeheimnis

Das Bankkundengeheimnis, umgangssprachlich als Bankgeheimnis bezeichnet, ist im Rahmen des Steuerrechts in § 30a AO geregelt. Kreditinstitute sind zur Einhaltung des Datenschutzes verpflichtet, über kundenbezogene Daten Stillschweigen zu bewahren – sie dürfen keine Informationen an Dritte weitergeben. Allerdings können Finanzbehörden in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei einem Steuerveranschlagungsverfahren, Auskünfte einholen. Das betrifft nicht den Abgleich von Kundendaten mit Daten aus der Steuererklärung bei einer Außenprüfung. Weiterhin dürfen sie keine Überwachung tätigen, indem sie einmalige und wiederkehrende Informationen zu einem bestimmten Kontenkreis anfordern beziehungsweise zu Kontrollzwecken die Höhe von Guthaben erfragen. Ebenso muss kein Steuerzahler dem Finanzamt seine Kontodaten mitteilen, es sei denn, es werden steuermindernde Abzüge zählend gemacht beziehungsweise die Angabe ist zur Zahlungsabwicklung zwingend notwendig. Wird gegen einen Steuerpflichtigen festgelegt und ein gerichtliches Auskunftsersuchen blieb erfolglos, darf die Finanzbehörde ein Einzelauskunftsersuchen an das Kreditinstitut richten, welches dann zur Antwort verpflichtet ist – ein Auskunftverweigerungsrecht gibt es nicht. Aus diesem Grund bezeichnen Kritiker das Bankgeheimnis als Farce. Die Auskunftspflicht gibt es neben dem Steuerveranschlagungsverfahren in einzelnen konkreten Fällen und für das Vermögen verstorbener Kunden und deren Familienangehöriger, falls der Verstorbene eine Verfügungsberechtigung hatte. Seit 01. April 2005 dürfen Finanzämter ohne Angabe von Gründen auch bei der „Frankfurter Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht“ Kundenstammdaten abfragen. Dasselbe Recht steht Sozialbehörden, Arbeitsämtern, BaföG-Ämtern und Familienkassen zu. Weder das betroffene Kreditinstitut noch der Kontoinhaber werden über derartige Anfragen informiert. Die weitergegebenen Informationen umfassen keine Kontostände.

Barlohnumwandlung

Barlohnumwandlung beziehungsweise Tätigkeitsentgeltsumwandlung heißt die Umwandlung von Lohn und Lohn in steuerbegünstigte Zuschüsse auf der Grundlage einer Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber kann dem abhängig Beschäftigte zu den Kosten für die Fahrten zwischen Tätigkeitsstätte und Wohnung steuerbegünstigte Zuschüsse für die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienverkehr zahlen. Als Gehaltsumwandlung gilt auch die verbilligte oder unentgeltliche Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (beispielsweise bei MitArbeitern von Verkehrsbetrieben). Außerdem kann seit dem 01.01.2002 Barlohn beziehungsweise Lohn in Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge umgewandelt werden.

Kleiner Hinweis:

Die Arbeitsentgeltsumwandlung führt nur zu einem Steuervorteil und einer Reduzierung der Sozialversicherungsbeiträge, falls der Arbeitgeber die Sachleistungen nicht anstatt eines Teils des vereinbarten Gehalts, sondern zusätzlich zum bereits geschuldeten Lohn beziehungsweise auch Lohn gewährt.

Barwert

Kapitalforderungen und Kapitalverbindlichkeiten müssen üblicherweise mit deren Nennwert angesetzt werden. Bei niedrig verzinslichen Kapitalforderungen und Verbindlichkeiten wird hiervon jedoch abgewichen. Statt des Nennwertes kommt ein abgezinster Barwert zum Einsatz. Der Barwert gibt Auskunft über den heutigen Wert einer in Zukunft kommenden Zahlung und wird deswegen auch als Gegenwartswert beschreibt. Der anzuwendende Zinssatz beträgt 5,5 Prozent.
Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten muss vor allem bei den folgenden Fällen zum Barwert erfolgen: Unverzinsliche Schulden und Forderungen aus Fälligkeitsdarlehen: Forderungen und Schulden wurden mit dem Barwert anzusetzen, wenn deren Laufzeit mehr als ein Jahr beträgt und im Falle, dass die Unverzinslichkeit sich nicht durch andere Vorteile wirtschaftlicher Art ausgleichen lässt. Die Abzinsung erfolgt mit 5,5 Prozent.
Hoch beziehungsweise niedrig verzinsliche Schulden oder Forderungen aus Fälligkeitsdarlehen: Der Nennwert muss um den Kapitalwert Zinsdifferenz pro Jahr bei einer niedrigen Verzinsung vermindert und bei einer hohen Verzinsung erhöht werden. Dabei darf es bei der niedrigen Verzinsung nicht zu einem Ausgleich durch wirtschaftliche Vorteile kommen. Unverzinsliche Kapitalforderungen (Ratentilgung): Hierbei ist der Jahreswert der Raten und Renten zu vervielfachen. Siehe hierzu § 13 Abs. 1 BewG und auch Anlage 9a BewG (Vervielfältiger). Lebenslange Renten und Zeitrenten: Es wird der Kapitalwert der Rente anhand Vervielfältiger aus Anlage 9a BewG berechnet.

Barzuschüsse

Ein Barzuschuss liegt vor, sobald der Arbeitgeber die Kosten für das tägliche Essen seiner Arbeitnehmer ganz beziehungsweise teilweise übernimmt. Notwendigkeit ist das Einnehmen der Mahlzeiten in betriebsfremden Gaststätten beziehungsweise Kantinen. Dabei ist es unerheblich, ob der Arbeitgeber den Zuschuss in monetärer Form oder als Gutschein leistet. Auch die Überlassung von Räumlichkeiten zu besonders guten Konditionen, die damit verbundene Übernahme der Nebenkosten beziehungsweise die Überlassung von Einrichtungsgegenständen darf zum Zweck der Verbilligung der Mahlzeiten vertraglich vereinbart werden. In der Regel wird ein Arbeitgeber Restaurantschecks, Essenmarken oder Gutscheine an seine abhängig Beschäftigte verteilen, die in vertraglich gebundenen Einrichtungen in Zahlung gegeben werden können. Hierbei gilt Folgendes: Nicht der Wert des Essengutscheines, sondern der sogenannte Sachbezugswert der wirtschaftlich in Anspruch genommenen Mahlzeit ist steuerlich relevant. Dieser Bezugswert hat eine amtlich festgelegte Obergrenze, welche aktuell bei 6,10 Euro liegt und nicht überschritten werden darf. Für Tage, an denen eine Dienstreise beziehungsweise Einsatzwechseltätigkeit stattfindet, dürfen keine Essenmarken ausgegeben werden. Auch ist es die Pflicht des Arbeitgebers, für Fehltage, etwa wegen Krankheit oder Urlaub, bereits ausgegebene Marken vom MitArbeiter zurückzufordern. Eine alternative Möglichkeit sieht der Staat im Vermitteln der Fehltage mit der Anzahl der Essenmarken im Folgemonat. Sollte die Dienstreise jedoch nur bis zu drei Tätigkeitstage in Anspruch nehmen, oder für den laufenden Monat weniger als 15 Wertmarken ausgegeben worden sein, entfällt diese Rückforderungspflicht. Der MitArbeiter ist verpflichtet, den Sachbezugswert als geldwerten Vorteil der Steuer zu unterziehen. Pro Monat sind aktuell folgende Sachbezugswerte festgeschrieben: für das Frühstück 42,10 Euro und für das Mittag- und Abendessen insgesamt 75,25 Euro.

Unser Tipp:

Die pauschale Versteuerung der Sachbezugswerte mit 25 Prozent erleichtert die Handhabung sowohl für Arbeitgeber als auch für den MitArbeiter sehr. Es fallen dann nämlich auf beiden Seiten keine Sozialbeiträge an.

Baudenkmäler

Ob ein Gebäude als Baudenkmal unterschieden ist beziehungsweise nicht, hängt in Deutschland von den Denkmalschutzvorschriften des jeweiligen Bundeslandes ab. Handelt es sich bei einem Gebäude und einem Gebäudeensemble um ein Baudenkmal gemäß dem jeweiligen Landesdenkmalschutzgesetz, so kann dafür eine steuerliche Förderung gewährt werden. Hierzu hat der Gesetzgeber Fördervorschriften im Rahmen des Einkommensteuergesetzes kodifiziert. Gefördert werden vor allem Baudenkmäler und auch Objekte in Sanierungsgebieten oder städtebaulichen Entwicklungsgebieten. Die steuerliche Berücksichtigung von Zahlungen für Baudenkmale wird erreicht, indem diese von der Bemessungsgrundlage abgezogen werden. Konkret erfolgt dies durch erhöhte Absetzungen sowie – bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Baudenkmalen und bei schutzwürdigen Kulturgütern – durch Steuerbegünstigungen. Zudem wird der Erhaltungsaufwand bei Baudenkmälern steuerlich in festgelegter Weise behandelt. Gemäß § 7i EStG waren bis zum 31.12.2003 bis zu zehn Prozent der Herstellungskosten im Jahr der Herstellung sowie in den folgenden neun Jahren absetzbar, sofern das begünstigte Gebäude nicht zu eigenen Wohnzwecken dient. Für Maßnahmen, mit denen nach dem 31.12.2003 begonnen wurde, können in den ersten acht Jahre jeweils nur noch neun Prozent abgesetzt werden, in den folgenden vier Jahren dann lediglich noch sieben Prozent. Bei eigenen Wohnzwecken dienenden Baudenkmalen waren nach § 10f EStG bis zum 31.12.2003 die Aufwendungen im Jahr der Baumaßnahme aber auch in den darauf folgenden neun Jahren jeweils zu zehn Prozent als Sonderausgaben absetzbar. Seit 01.01.2004 ist der Sonderausgabenabzug für zehn Jahre ausführbar, beträgt aber nur noch neun Prozent der steuerbegünstigten Aufwendungen. Somit sind nur noch 90 Prozent der Kosten steuermindernd absetzbar. Analog gilt dies nach § 10g EStG für schutzwürdige Kulturgüter. Die Sonderbehandlung des Erhaltungsaufwandes bei Baudenkmälern existiert gemäß § 11b EStG darin, dass dieser sofort in voller Höhe als Werbungskosten beziehungsweise Betriebsausgaben abzugsfähig ist.

Unser Hinweis:

Es ist in jedem Falle ratsam, Baumaßnahmen an Gebäuden unter Denkmalschutz beziehungsweise Kulturgütern vor dem Beginn mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde abzustimmen, denn die steuerliche Förderung kommt nur für so genannte denkmalschutznotwendige Aufwendungen infrage. Diese mussn deshalb durch die Denkmalbehörde schon vor dem Start der Baumaßnahmen in ihrer konkreten Höhe genannt werden.

Bauherr

Der Bauherr kann nach der im Baurecht verankerten gesetzlichen Definition sowohl eine natürliche als auch eine juristische Person sein. Kennzeichnend ist die Eigenschaft, der Auftraggeber für ein Bauvorhaben zu sein. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob die Ausführung des Bauvorhabens selbst überwacht oder in die Hände von fachkundigen Dritten gelegt wird. Auch ist es ohne Belang, ob es sich um einen Neubau, eine Sanierung und Mbeziehungsweisenisierung handelt.
Der Bauherr kann einige steuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen, welche bei der Sanierung von Gebäuden mit Denkmalschutzauflagen besonders hoch ausfallen. Der Bauherr ist auch derjenige, der die Finanzierung für das Bauvorhaben bereit stellt und dafür bei der Erfüllung einiger Voraussetzungen sogar diverse Fördermittel erhalten könnte.
Der Bauherr ist in der Verantwortung, was die Beantragung der Genehmigungen für das Bauvorhaben betrifft. Diese Aufgabe kann er über die Anwendung von Verträgen und Vollmachten auch auf geeignete Dritte übertragen. Auch die Sicherheit auf der Baustelle unterliegt der Aufsicht des Bauherrn. Passieren dort Unfälle auf Grund mangelnder Absicherung, ist er derjenige, demgegenüber die Schadensersatzforderungen sindd gemacht werden. Im Innenverhältnis könnte er seine Vertragspartner regresspflichtig machen, falls er diese Aufgabe zum Beispiel an ein ausführendes Bauunternehmen vertraglich nachweisbar delegiert hat.

Unser Tipp:

Wer sich als Bauherr gegenüber Schadenersatzforderungen Dritter auch bei Versäumnissen seiner Erfüllungsgehilfen absichern möchte, der ist mit einer Bauherrenhaftpflichtversicherung gut beraten.

Bauherrenmodell

Steuerpflichtige, welche sich an einem Bauherrenmodell beteiligen, können verschiedene daraus resultierende Aufwendungen sofort als Werbungskosten steuerlich sindd machen. Hierzu gehören zum Beispiel die Gebühren für eine Baubetreuung, eine wirtschaftliche Beratung und auch die Vermittlung einer Finanzierung. Dabei werden die Werbungskosten bei den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung angesetzt.

Unser Hinweis:

Die steuerliche Absetzbarkeit der Kosten für ein Bauherrenmodell ist seit dem 20. Oktober 2003 durch den Bauherren- und Fondserlass nur noch eingeschränkt.

Baukindergeld

Für erworbene beziehungsweise selbst hergestellte Eigenheime und Wohnungen, für die der Eigentümer einen Anspruch auf Zahlung einer Eigenheimzulage besitzt, erhält dieser auf Antrag ein Baukindergeld in Höhe von 767 Euro pro Kind. Grundlage hierfür ist, dass für ein Kind auch ein Anspruch auf Kindergeld und auch einen Kinderfreibetrag existiert. Des Weiteren wird nur für die Kinder ein Baukindergeld gewährt, welche während des Förderzeitraums im Haushalt des steuerpflichtigen Bürger gelegt haben, der Anspruch auf eine Förderung hat. Dabei ist es ausreichend, sobald mindestens für einen Monat der Anspruch auf Kindergeld beziehungsweise Kinderfreibetrag bestanden halt.
Das Baukindergeld ist immer an die Eigenheimzulage gekoppelt und wird immer mit dieser gemeinsam gewährt. Sollte zum Beispiel aufgrund jedes zu hohen Einkommens die Eigenheimzulage wegfallen, so wird ab diesem Zeitangabe auch kein Baukindergeld mehr gewährt.

Passender Tipp:

Für den Fall, dass beide Eltern gleichzeitig Eigentümer wurden und beide die Grundlagen erfüllen, erhält jeder Elternteil die Hälfte des gegebenen Betrages.

Baukostenverlust

Falls für ein Bauvorhaben Vorauszahlungen geleitet wurden und es in der Zukunft dennoch nicht zur Realisierung des Projektes kommt, können die verlorenen Vorauszahlungen bei den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung als Werbungskosten sindd gemacht werden. Als Grund für die Nichtumsetzung des Bauvorhabens wird vom Fiskus beispielsweise Konkurs des Bauunternehmens oder höhere Gewalt anerkönntet.

Baukostenzuschuss

Baukostenzuschüsse wurden sowohl durch private Geber wie beispielsweise Mieter oder Flughafengesellschaften und aus öffentlichen Mitteln, wie zum Beispiel aus einem Lärm- beziehungsweise Umweltschutzprogramm möglich. Steuerrechtlich gesehen führen Zuschüsse zu Baukosten zu einer Verringerung der Herstellkosten des betreffenden Bauwerkes und damit zu einer Reduzierung des Abschreibungs-Wertes und aber zu Einnahmen aus Vermietung/verpachtung. Der Staat unterscheidet dabei zwischen Zuschüssen von Mietern und Nichtmietern. Zuschüsse, die von Nichtmietern für Eigenproduktionsmaßnahmen geleistet werden, mindern immer die Produktionskosten und dadurch die Abschreibungsbemessungsgrundlage. Im Falle, dass das Bauwerk zum Betriebsvermögen gehört, könnte der Zuschuss ersatzweise als Einnahme aus Vermietung/verpachtung angesetzt werden. Zuschüsse zu Maßnahmen, die zur Erhaltung von Gebäuden notwendig wurden, sind immer als Einnahmen aus Vermietung/verpachtung. Dagegen können Zuschuss-Zahlungen von Mietern in Form von verlorenen Zuschüssen und als Mietvorauszahlungen geleistet werden. Mietvorauszahlungen sind als Einkünfte aus Vermietung/verpachtung immer im Jahr des Zuflusses anzugeben. Verlorene Mieterzuschüsse sind wie eine Mietvorauszahlung zu behandeln.

BauspTätigkeiträge

Beiträge, welche in einen Bausparvertrag einüberwiesen werden, sind nicht mehr als Sonderausgaben. Im Jahr 1996 wurde festgelegt, dass Bausparen einzig anhand Wohnungsbauprämie gefördert wird. Mit Inkrafttreten dieser Regelung verwehrt der Staat die Möglichkeit des Sonderausgabenabzuges.

Bausparförderung

Eine Bausparförderung wird vom Gesetzgeber auf zwei Arten gewährt: Entweder als abhängig Beschäftigte-Sparzulage oder aber über eine Wohnungsbauprämie. Bei der Arbeitnehmer-Sparzulage ist es ausführbar, die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers für einen Bauspar-Vertrag zu nutzen. In einem solchen Fall zahlt der Staat zehn Prozent zusätzlich zu der Arbeitgeberleistung, die höchstens bei 480 Euro liegen darf. Folglich könnte der abhängig Beschäftigte auf diese Weise ein staatliche Sparzulage von maximal 48 Euro pro Jahr erhalten. Die Zulage wird nur dann gewährt, sobald das zu versteuernde Einkommen nicht 17.900 Euro (gemeinsam veranlagte Partner: 35.800 Euro) übersteigt.
Eine Bausparförderung über die Wohnungsbauprämie dient ebenfalls dazu, Bausparkapital zu bilden. Wiederum wurden zehn Prozent der jährlichen Bausparsumme, die höchstens 512 Euro betragen darf, förderungsfähig. Der Gesetzgeber schießt folglich höchstens 50 Euro pro Jahr dazu. Die Wohnungsbauprämie wird bis zu sieben Jahre gewährt. Die Einkommensgrenze liegt bei der Wohnungsbauprämie bei 25.600 Euro (bzw. bei Ehepaaren: 51.200 Euro). Seit 2001 muss allerdings für diese auch der eigentlich steuerfrei belassene Teil der Einnahmen eingerechnet werden.
Praxistip: Die Arbeitnehmer-Sparzulage könnte auch ohne vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers erreicht werden. In diesem Fall muss der abhängig Beschäftigte selbst die dem entsprechende Summe auf einen Bauspar-Vertrag einausgezahlt werden. Maximal förderfähig sind dabei weiterhin 480 Euro.

Bauwirtschaft

Spezielle Vergünstigungen werden vom Gesetzgeber der Bauwirtschaft gewährt. Diese steuerlichen Vergünstigungen wären: KurzArbeitergeld, Winterausfallgeld, Wintergeld, Winterhilfe, Übergangshilfe, Urlaubsabgeltung, Erschwerniszulage und Baustellenzulage. Obwohl das KurzArbeitergeld und das Winterausfallgeld keiner Besteuerung unterliegen, müssen die Arbeitgeber selbige in der Lohnsteuerkarte vermerken. Sie dienen der bei Einkommenserklärung zur Ermittlung des Einkommenssteuersatzes, welcher sich (Progressionsvorbehalt). Bei Vorauszahlung des Wintergeldes muss jedoch Lohnsteuer bezahlt werden. Steht der Arbeitnehmer in keinem festen Tätigkeitsverhältnis, werden die Winterbeihilfe, die Übergangshilfe und die Urlaubsabgeltung von der Urlaubs- und Lohnausgleichkasse bezahlt.

Passender Tipp:

Diese Gelder wurden bei der Einkommenssteuer zu veranlagen, es sind keine Sozialabgaben zu bezahlen. Lohnsteuerpflichtig wurden Erschwerniszulagen. Lohnsteuerfrei wären Lohnersatzleistungen.

Bedarfsbewertung

Vermögensgegenstände müssen für eine machbare Erbschaftssteuer bzw. Schenkungssteuer nur noch dann bewertet werden, wenn dafür ein Bedarf vorliegt. Existiert ein solcher Bedarf, dann hat die Wertermittlung zum Datum es Todes des Erblassers beziehungsweise auch der Durchführung einer Schenkung zu erfolgen. Dabei können die Grundsätze, zu denen die Bewertung erfolgen muss aus dem Erbschaftsteuergesetz sowie aus dem Bewertungsgesetz entnommen werden. Bis zum 01.01.1996 wurden bebaute Grundstücke noch mit dem Einheitswert erfasst. Seit diese Datum erfolgt die Erfassung mit dem Grundbesitzwert.
Die Wertermittlung bei unbebauten Grundstücken erfolgt nach dem Wert ihrer Fläche Dazu kommt der Bodenrichtwert, welcher um 20 Prozent ermäßigt wird. Dabei zählen solche Grundstücke als unbebaut, die entweder keine benutzbaren Gebäude oder ein im Bau befindliches Gebäude beinhalten. Ebenfalls zählen Grundstücke dazu, deren Gebäude sehr klein sind beziehungsweise auf denen verfallene und dem Verfall preisgegebene Gebäude stehen.

Unser Tipp:

Zur Ermittlung des Werts von bebauten Grundstücken wird das Ertragswertverfahren genutzt. Bei land- und forstwirtschaftlichen Vermögen richtet sich das Wertermittlungsverfahren nach dem jeweiligen Bewertungsobjekt.

Beerdigungskosten

Beerdigungskosten fallen beim Tod eines Angehörigen immer an, denn in Deutschland gibt es eine gesetzliche Bestattungspflicht. Sie ergibt sich aus den Bestattungsgesetzen, die von den einzelnen Bundesländern erlassen werden. Zur Bestattung verpflichtet wurden immer die nächsten Angehörigen, woraus sich in der Praxis die Reihenfolge Ehegatten, Kinder, Eltern und danach die Geschwister ergibt. Auch Enkel und Großeltern und auch sonstige drittgradige Verwandte können für die Bestattungspflicht herangezogen werden. Im Bundesland Rheinland-Pfalz wurde eine abweichende Regelung geschaffen. Dort muss der Haupterbe die Beerdigungskosten tragen.
Eine ähnliche Regelung findet sich auch im Paragrafen 1968 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, der aussagt, dass der Erbe die Beerdigungskosten zu tragen hat. Ist er dazu nicht in der Lage, kommen als zweite Zahlungspflichtige die Personen in Betracht, die dem Verstorbenen zu Lebzeiten gegenüber unterhaltspflichtig waren. Bestattungskosten können als „besondere Belastungen“ steuerlich zählend gemacht werden.
Eine weitere Sonderregelung zur Übernahme der Beerdigungskosten gibt es für den Fall, dass der Tod von Dritten schuldhaft verursacht wurde. Denkbare Fälle wurden hier Tötungsdelikte, Verstöße gegen die Verkehrssicherungspflicht und auch Verkehrsunfälle. Die Übernahme der Beerdigungskosten bei schuldhaft verursachten Verkehrsunfällen mit Todesfolge ist im Paragrafen 10 der Straßenverkehrsordnung geregelt.
Hartz IV Empfänger und Sozialhilfeempfänger haben die Möglichkeit, sich die Beerdigungskosten beim Amt zu holen. Zu beachten ist aber, dass der Todesfall und die Pflicht zur Bestattung beim Amt vor der Beauftragung anzuzeigen ist. Viele regionale Ämter pflegen für diesen Fall Kooperationen mit einzelnen Bestattungsunternehmen, bei denen sie Sonderkonditionen bekommen.

Beförderungsleistung

Die Besteuerung der Strecken im Umsatzsteuerrecht danach unterteilt, ob eine Beförderung komplett im Inland, im Ausland oder im In- und Ausland durchgeführt wird. Bei Letzterem liegt im Güterverkehr dann eine gebrochene innergemeinschaftlicher Beförderung vor. Beim Personenverkehr gilt immer das Aufteilungsprinzip vor, wonach nur Strecken im Inland einer Besteuerung unterliegen. Eine Beförderungsleistung startet immer am Anfangsort. Bei innergemeinschaftlicher Güterbeförderung beginnen und enden die Leistungen in einem EU-Land. Eine gebrochene innergemeinschaftliche Güterbeförderung liegt vor, sobald die Leistung in einem EU-Land beginnt und in einem Nicht-EU-Land endet, aber auch zwei Transportunternehmen an einem Transportauftrag beteiligt wurden. Eine innergemeinschaftliche Güterbeförderung liegt vor, sobald die Leistungen in EG-Ländern beginnen und anderen einem EG-Land enden und für Beförderungen innerhalb der EG gilt ebenfalls eine innergemeinschaftliche Güterbeförderung.

Passender Tipp:

Bei grenzüberschreitendem Güterverkehr wird nur die inländische Strecke besteuert.

Beherbergungsleistung

Falls die Vermietung von Wohn- oder Schlafraum der kurzfristigen Beherbergung fremder Personen dient, unterliegen die daraus erzielten Umsätze der Umsatzsteuer. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. So entfällt gemäß Umsatzsteuergesetz die Steuerpflicht infolge einiger grundlegender Voraussetzungen: Die Beherbergung mit allen üblichen Naturalleistungen einschließlich Verköstigung wird Personen unter 27 Jahren gewährt und dient der Erziehung, Ausbildung, Fortbildung beziehungsweise Säuglingspflege. Außerdem bleiben die Beherbergungsleistungen steuerfrei, wenn sie für Bedürftige geleistet werden. Als bedürftig im steuerrechtlichen Sinn sind Personen, welche entweder einem Verband der freien Wohlfahrtspflege, einem freien Wohlfahrtsverband, der einer Körperschaft angegliedert ist oder einem Wohlfahrtsverband von Vermögensmassen und Personenvereinigungen angehören. Auch Leistungen des Deutschen Jugendherbergswerkes, des Hauptverbandes für Jugendwanderungen und allen diesen unmittelbar angeschlossenen Verbänden, gehören hierzu. Allerdings ist es zwingend notwendig, dass die erbrachten Leistungen per Satzung genau festgelegt und dementsprechend erbracht werden.

Belegschaftsrabatt

Überlässt der Arbeitgeber seinem abhängig Beschäftigte verbilligte beziehungsweise kostenlose Dienstleistungen beziehungsweise Waren, spricht man von Personal- und Belegschaftsrabatt. Weil durch die jeweilige Rabattregelung Steuervorteile zu Buche schlagen, wurden derartige Vergünstigungen vom MitArbeiter als zu versteuernder Arbeitslohn anzugeben. Hierbei ist der Preis relevant, der von einem Endkunden gewöhnlich bezahlt wird. Außerdem ist der Zeitpunkt, an dem der Arbeitnehmer den Rabattvorteil erhält, für den anzusetzenden Preis entscheidend. Entsprechend ist ein Bewertungsabschlag von bis zu vier Prozent machbar. Bis zu einem Wert von 1224 Euro jährlich wurden Dienstleistungen und Waren, welche dem Arbeitgeber zu gute kommen, stets steuerfrei. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Sachbezug in der Lohnabrechnung aufzuführen. Abgabeort und Abgabetag wurden hierbei eindeutig zu benennen. Von der Rabattklausel sind in der Regel nur Waren und Dienstleistungen betroffen, welche für Dritte produziert werden beziehungsweise mit denen das Unternehmen üblicherweise handelt. Typische Beispiele dafür sind: Mahlzeiten für Angestellte einer Gaststätte, Deputate, forstwirtschaftliche Erzeugnisse und Freifahrten für MitArbeiter von Verkehrsunternehmen. Auch die Nutzungsüberlassung stellt einen Rabatt im steuerlichen Sinn dar. Die Pauschalisierung des Arbeitsentgeltes ist alternativ ausführbar. Diese ersetzt gewissermaßen eine relativ komplizierte Rabattrechnung und ergibt für den abhängig Beschäftigte ebenfalls einen steuerlichen Vorteil. Es ist sinnvoll, vorab zu prüfen, welche Variante günstiger ist. In der Praxis gilt: Bei niedrigen und mittleren Einkommen wird das die Gewährung von Rabatten sein.

Berufsgenossenschaft

Leistet ein Arbeitgeber für die bei ihm beschäftigten abhängig Beschäftigte Zahlungen an die Berufsgenossenschaft, so handelt es sich um Betriebsausgaben. Dies gilt auch für die den abhängig Beschäftigte selbst betreffenden Beiträge.

Berufskleidung

In vielen Fällen bekommen Arbeitnehmer die benötigte Arbeitskleidung durch das Unternehmen gestellt und auch dieses zahlt den MitArbeitern einen steuerfreien Zuschuss. Wenn ein MitArbeiter seine Berufsbekleidung aus eigener Tasche bezahlt, könnte er die Aufwendungen dazu als Werbungskosten bei seiner Steuererklärung sindd machen.
Dabei gilt jedoch die Regel, dass es sich um eine für den jeweiligen Beruf typische Berufsbekleidung handeln muss. Ist es machbar die Kleidung auch privat zu nutzen, so ist ein Abzug als Werbungskosten nicht mehr machbar. Es gibt allgemeingültige Regelungen, welche Art von Kleidung durch die Finanzämter als Berufskleidung anerkannt wird. Hierzu gehören unter anderem die Arztkittel, bestimmte Uniformen und auch der schwarze Anzug jedes Leichenbestatters. Dagegen fällt die Abzugsmöglichkeit bei einer gleichzeitigen privaten Nutzungsmachbarkeit weg. Dies gilt auch dann, sobald die Kleidung hohe Kosten verursacht hat und beruflich erforderlich war. Ein gutes Beispiel dazu ist, falls eine Sekretärin hochwertige Kleidung benötigt, um das Unternehmen entsprechend zu respektieren. So können Ärzte auch ihre Arztsocken und die weiße Hose bei der Steuer genauso wenig geltend machen wie die Empfangsdame in einem Hotel ihre weiße Bluse.
Neben dem Kauf von Berufskleidung zählen auch die Kosten für deren Reinigung als Werbungskosten und können somit steuerlich geltend gemacht werden. Wird die Reinigung durch ein professionelles Firmen vorgenommen, sollte das gereinigte Kleidungsstück auf der Quittung genau beschreibt werden. Reinigt der Arbeitnehmer seine Berufskleidung selbst, dann kann er dazu die allgemeinen Sätze als Werbungskosten angeben. Als Vergleich können hier die Erfahrungssätze der Verbraucherverbände verwendet werden.

Kleiner Tipp:

Nutzen MitArbeiter der Firmensführung durch das Unternehmen selbst hergestellte hochwertige Kleidung, so zählt dies nicht als Tätigkeitskleidung. In diesem Fall erzielen die MitArbeiter durch die überlassene Kleidung einen geldwerten Vorteil, welcher versteuert werden muss. Dies geht aus einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 11.04.2006 (Aktenzeichen: VI R 60/02) hervor. Anders sieht es aus, wenn der Arbeitgeber seinen MitArbeitern vorschreibt, während ihrer Dienstzeit einheitliche Kleidung zu tragen. In diesem Fall liegt seitens des MitArbeiters kein geldwerter Vorteil vor, falls die Kosten dazu vom Arbeitgeber übernommen werden. Auch dies hat der Bundesfinanzhof mit einem Urteil vom 22. 6. 2006 entschieden.

Berufskraftfahrer

Als Berufskraftfahrer werden Personen bennent, welche im Personenkraftverkehr oder Güterverkehr im Fahrdienst tätig sind. Dabei bezieht das Steuerrecht auch MitArbeiter mit ein, die schienengebundene Fahrzeuge beruflich führen. Ebenso wird die Gruppe der Taxifahrer ebenfalls als Berufskraftfahrer bennent. MitArbeiter bei motorisierten Zustelldiensten und auch Fahrlehrer werden nicht den Berufskraftfahrern, sondern den Dienstleistern zugerechnet.
Steuerrechtlich hat der Status Berufskraftfahrer zwei Konsequenzen. Sie können in Anhängigkeit von der Dauer der Abwesenheit von der Wohnung einerseits eine Pauschale für einen erhöhten Verpflegungsaufwand zählend machen. Auch die Kosten von Übernachtungen bei mehrtägiger Abwesenheit können von der Steuer abgezogen werden. Der Abzug vom zu versteuernden Einkommen ist allerdings nur dann machbar, falls diese Kosten nicht auf Grund von stetsen Regelungen im Tarifvertrag beziehungsweise Klauseln im individuellen Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber erstattet werden. Im Falle einer solchen Erstattung können die Zahlungen als Aufwandsentschädigungen steuerfrei vereinnahmt werden. Das gilt auch dann, wenn der Berufskraftfahrer mit den Kosten für Reparaturen, den Kraftstoffverbrauch oder die Kosten der beruflich bedingten mobilen Kommunikation in Vorleistung gehen muss und sie später vom Arbeitgeber erstattet werden.

Berufssportler

Sind Berufssportler als Individuum tätig, wie es zum Beispiel bei einem Tennisprofi der Fall ist, zählen ihre Einnahmen als Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb. Mannschaftssportler erzielen im Gegensatz dazu in der Regel Einnahmen aus nicht selbstständiger Tätigkeit. Voraussetzung ist das Vorliegen eines jeden Angestelltenverhältnisses, wie es zum Beispiel im Verein gegeben ist. Handballer, Fußballer oder Rennfahrer wurden dafür typische Beispiele. Zum steuerpflichtigen Einkommen zählen neben dem Tätigkeitslohn auch Werbeeinnahmen und Sponsorengelder.

Berufsunfähigkeitsrente

Bei Berufsunfähigkeitsrenten handelt es sich um abgekürzte Leibrenten. Sie werden mit zeitlicher Befristung gewährt und enden, sobald der Anspruchsberechtigte verstirbt. Zu versteuern ist dabei lediglich der Ertragsanteil, der sich mit zunehmendem Lebensalter verringert.

Berufsverbände

Die Beiträge zu Berufsverbänden und berufsständischen Organisationen sind nur in den Fällen Werbungskosten, in denen Sinn und Zweck derselben Verbände nicht auf wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet sind. Vielmehr muss es sich um eine Interessenvertretung der Mitglieder handeln. Dies trifft beispielsweise auf Gewerkschaften, Haus- und Grundbesitzvereine, den Beamtenbund beziehungsweise eine Anwaltskammer zu.

Kleiner Tipp:

Freiwillig überwiesene, den Pflichtbeitrag übersteigende Beiträge werden ebenfalls als Werbungskosten anerkannt, falls die Beiträge berufliche Interessen fördern.

Besondere Veranlagung

Ehepartner haben die Möglichkeit im ersten Jahr ihrer Ehe eine festgelegte Veranlagung zu beantragen. Dies hat zur Folge, dass die Ehepartner steuerlich gesehen wie ledige betrachtet werden. Somit findet der Splittingtarif hier keine Anwendung. Die festgelegte Veranlagung darf verschiedene Vergünstigungen nach sich ziehen. Wenn einer der Partner vor der Heirat alleinerziehend war, dann würde ihm bei einer gemeinsamen Veranlagung der Haushaltsfreibetrag gestrichen werden. Auf diesen existiert nur ein Anspruch für Alleinstehende. Dagegen ist der Haushaltsfreibetrag bei einer besonderen Veranlagung in voller Höhe abzugsfähig.
Des Weiteren heißt eine gemeinsame Veranlagung zumeist auch, dass die Freigrenze für eine Gewährung der Eigenheimzulage überschritten wird. Falls einer der beiden Partner ein geringeres Einkommen als 81.807 Euro besitzt, kann die Eigenheimzulage zumindest noch für ein weiteres Jahr in Anspruch genommen werden.

Passender Tipp:

Eine festgelegte Veranlagung ist immer dann interessant, sobald beide Partner ein ähnlich hohes Einkommen haben. Bei größeren Gehaltsunterschieden ist dagegen eher eine Anwendung des Splittingtarifs vorteilhaft.

Bestechungsgelder

Als Schmiergelder und Bestechungsgelder zählen Aufwendungen, mit deren Hilfe Dritten Vorteile eingeräumt und im Gegenzug eigene Vorteile begehrt werden. Ihre Zahlung stellt immer eine rechtswidrige Handlung dar. Sie unterliegen deshalb dem Verbot der steuerlichen Berücksichtigung und sind keine Betriebsausgaben. Als rechtswidrig gilt ein Sachverhalt dann, sobald er aufgrund des Gesetzes nicht erlaubt ist. Ein Strafantrag ist nicht erforderlich. Sobald Verwaltungsbehörden, Gerichte beziehungsweise Gesetzgebersanwaltschaften auf Bestechungsvorgänge aufmerksam werden, ist es ihre Pflicht, die Finanzbehörden darüber in Kenntnis zu setzen. Alle Informationen dürfen für eine strafrechtliche Verfolgung verwendet werden. Sollte ein Arbeitnehmer Schmier- beziehungsweise Bestechungsgelder annehmen, muss er diese unter sonstige Einkünfte versteuern. Zahlt er die betreffenden Beträge allerdings zurück, vermindern sich seine Einnahmen um genau diesen Betrag wieder. In solch einem Fall ist auch ein Verlustabzug umsetzbar.

Bestimmungslandprinzip

Der Begriff Bestimmungslandprinzip ist ein Bestandteil der Steuergesetzgebung. Eine wichtige Rolle spielt das Bestimmungslandprinzip bei der Erhebung der Umsatzsteuer. Dabei sagt es aus, dass die Umsatzsteuer in dem Land anfällt, in dem die Veräußerung einer Ware oder Leistung an den Endverbraucher erfolgt. Dabei sind Sonderregelungen zu berücksichtigen, die im Rahmen der Europäischen Union für den Verkauf an geschäftliche Endkunden zählen, die zum Vorsteuerabzug berechtigt sind.
An sich sieht der Paragraf 3 des deutschen Umsatzsteuergesetzes vor, dass die Umsatzsteuer derjenige erheben muss, der die Ware verschickt und die Dienstleistung erbringt. Abweichend davon können insgesamt vier Ausnahmen zur Anwendung kommen. Eine grundlegende Ausnahme wurde für den Versandhandel geschaffen. Er ist eigentlich verpflichtet, welche vereinnahmte Umsatzsteuer im Land der Lieferung zu zahlen. Kleinere Firmen können aber die Umsatzsteuer ihres eigenen Landes anwenden.
Werden Waren und Dienstleistungen in Länder abgegeben, die nicht zur EU gehören, wird statt der normalen Umsatzsteuer eine Einfuhrsteuer erhoben. Auch für innergemeinschaftliche Lieferungen gibt es solche Ausnahmen, nach denen der Erwerber zur Versteuerung der erworbenen Lieferungen und Leistungen verpflichtet ist. Bei innergemeinschaftlichen Verkäufen von Fahrzeugen fällt nach dem Bestimmungslandprinzip die Umsatzsteuer dort an, wo das Fahrzeug nach dem Erwerb zugelassen wird.
Um die Steuererleichterungen für Verkäufe an Unternehmen mit Berechtigung zum Vorsteuerabzug in Anspruch zu nehmen, verlangt der Staat deren Umsatzsteuernummer.

Betreuer

Die sogenannte Übungsleiterpauschale beträgt insgesamt 1848 Euro im Jahr und ist steuerfrei. Hierzu zählen Einkünfte, die als Erzieher, Übungsleiter, Ausbilder, Betreuer beziehungsweise anderen vergleichbaren Tätigkeiten erzielt werden. Begünstigte Tätigkeiten sind außerdem Gruppenleiter, Mannschaftsbetreuer, Trainer, ausbildende Feuerwehrangehörige, Dirigenten beziehungsweise Prüfungsausschussmitglieder. Außerdem haben nebenberuflich tätige Pfleger behinderter oder kranker Personen, Rettungssanitäter oder nebenberuflich künstlerisch tätige Personen, wie Theaterstatisten oder Musiker Anspruch auf die Übungsleiterpauschale mit dem Vorteil der Steuerfreiheit bis zum Höchstbetrag. Sobald die Einnahmen aus der nebenberuflichen Tätigkeit noch höher sind, gilt der Überschuss als wirtschaftlicher Gewinn. Der über dem Freibetrag liegende Anteil ist dann nach Abzug der Betriebsausgaben und Werbungskosten in vollem Umfang der Einkommenssteuerpflicht unterworfen. Hier ein Beispiel: Ein vollbeschäftigter abhängig Beschäftigte ist nebenberuflich als Übungsleiter tätig. Für seine Übungsleitertätigkeit erhält er insgesamt 4000 Euro. Um zum Übungsort zu gelangen, für Telefon und Briefmarken existieren ihm Ausgaben von 2000 Euro. Sein steuerpflichtiges, zusätzlich zum Arbeitseinkommen existierende Einkommen beträgt entsprechend 4000 Euro minus Übungsleiterpauschale gleich 2152 Euro minus Werbungskosten gleich 152 Euro.

Betreuungsfreibetrag

Seit dem 01. Januar 2006 gilt folgende Rechtslage: Im Artikel 1 des Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Beschäftigung und Wachstum wurden alle Regelungen zur finanziellen Entlastung bei der Betreuung von Kindern festgeschrieben. Damit entfällt der bis dahin gültige Betreuungsfreibetrag. Bis zum 31. Dezember 2005 war dieser Freibetrag für die Ausbildung, Erziehung und Betreuung von Kindern gesetzlich verankert. Für unverheiratete Eltern betrug er 1080 Euro und für verheiratete Paare mit Kindern 2160 Euro. Anspruch auf diesen Pauschalfreibetrag bestand seit dem 01. Januar 2002. Einzige Voraussetzung: Die Kinder waren steuerlich zu erklären und nicht älter als 27 Jahre. Geschiedene Paare konnten den Betreuungsfreibetrag demjenigen Elternteil übertragen, bei dem das Kind wohnhaft und polizeilich gemeldet war. Dazu bedurfte es lediglich jedes Antrages des betreffenden Elternteils, die Zustimmung des anderen war nicht notwendig. Außerdem bestand bis 21 Dezember 2005 Anspruch auf einen erwerbsbedingten Freibetrag. Nachweisbare, erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten konnten entsprechend zusätzlich zum Betreuungsfreibetrag steuerlich sindd gemacht werden. Sie galten als außergewöhnliche Belastung. Der Höchstbetrag betrug bei einem Selbstbehalt von 1548 Euro genau 1500 Euro. Die Anrechnung einer so erwähnten zumutbaren Belastung war nicht vorgesehen. Die erwähnten Kosten durften für ein zum Haushalt gehörendes Kind abgesetzt werden, sofern es das 14. Lebensjahr zu Beginn des Jahres noch nicht erreicht hatte beziehungsweise eine Behinderung vorlag. Der Steuerpflichtige selbst musste entweder erwerbstätig beziehungsweise behindert sein, sich in Ausbildung befinden und mindestens schon 3 Monate krank sein. Auch Krankheit, welche unmittelbar nach Abschluss einer Ausbildung oder nach dem Ende einer Kaufstätigkeit auftrat, wurde anerkönntet. Lebten die Eltern ledig und verheiratet gemeinsam, bedurfte es dieser Voraussetzungen bei beiden Elternteilen.

Betrieb betrieblicher Art

Von einem Betrieb geschäftlicher Art spricht man immer dann, sobald eine juristische Person des öffentlichen Rechts eine Tätigkeit ausübt, welche mit einer gewerblichen Tätigkeit zu vergleichen ist. Als Voraussetzung dabei gilt, dass die juristische Person die Tätigkeit mit dem Ziel ausübt, einen nachhaltigen Gewinn zu erzielen. Ausgenommen hiervon sind Einnahmen aus der Land- und Forstwirtschaft. Dazu muss der Anteil der wirtschaftlichen Betätigung am Gesamtanteil von festgelegtem Gewicht sein. Dies wird immer dann angenommen, falls die daraus erzielten Einnahmen mehr als 30.678 betragen.

Passender Tipp:

Sobald ein Betrieb geschäftlicher Art vorliegt, müssen die daraus resultierenden Einnahmen versteuert werden. Maßgeblich zu Versteuerung ist dabei die Körperschaftssteuer mit einem Satz von 25 Prozent. Dabei haben Steuerzahler die Möglichkeit, einen jährlichen Freibetrag von 3.835 Euro sindd zu machen. Zudem unterliegt die juristische Person auch der Gewerbesteuer, falls die Rahmenbedingungen für einen betrieb gewerblicher Art erfüllt wurden.

Betriebsfinanzamt

Für Gewerbebetriebe innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, die eine Geschäftsleitung besitzen, ist immer die Finanzbehörde zuständig, welches sich im Arbeitsbezirk der Geschäftsleitung befindet. Gibt es in einem geschäftlichen Unternehmen keine Geschäftsleitung und befindet sich das Firmen im Inland, so ist die Finanzbehörde zuständig, in dessen Bezirk die wirtschaftlich bedeutendste Betriebsstätte des Unternehmens ansässig ist. Das Betriebsstätten-Finanzamt und das Betriebsfinanzamt können sich demnach durchaus an verschiedenen Orten befinden. Das Betriebsstätten-Finanzamt befindet sich immer im Bezirk der jeweiligen Betriebsstätte. Es ist für die Erhebung und das Abführen der Lohnsteuer verantwortlich. Dagegen erfolgt die Erhebung der Körperschaftssteuer durch das Geschäftsleitungsfinanzamt. Falls sich die Geschäftsleitung im Ausland befindet, gilt jedoch der Firmenssitz als Zuständigkeitsbezirk.

Betriebsgrundstück

Gemäß dem Bewertungsgesetz handelt es sich bei einem Betriebsgrundstück um einen zum Gewerbebetrieb gehörenden Grundbesitz. Es könnte zwei Arten von Wirtschaftsgütern darstellen: Grund und Boden sowie Gebäude.
Wenn ein Grundstück zu mehr als 50 Prozent seines Wertes dem Gewerbebetrieb zugehörig ist, so gilt das gesamte Grundstück als Teil des Gewerbebetriebs und somit auch als Betriebsgrundstück. Bemisst sich der gewerblich verwendete Anteil auf genau 50 Prozent oder weniger, so ist das Grundstück dem Grundvermögen zuzurechnen. Wird das Grundstück zu 100 Prozent unmittelbar betrieblich genutzt, wird es dem notwendigen Betriebsvermögen zugeordnet. Sofern noch weitere Personen Miteigentümer sind, ist das Grundstück nur mit dem Anteil notwendiges Betriebsvermögen, der dem Inhaber des Betriebes gehört.
Bewertung: Betriebsgrundstücke werden entweder wie Grundvermögen beziehungsweise wie Land- und Forstwirtschaftliches Vermögen bewertet. Unter erbschaftssteuerlichem Aspekt erklärt wird das Betriebsgrundstück mit seinem Grundbesitzwert bewertet.

Kleiner Tipp:

Hat man in einem Grundstück stille Reserven enthalten, können diese den steuerpflichtigen Gewinn bei einer Entnahme aus dem Betriebsvermögen im Rahmen einer Schenkung erhöhen.

Betriebsrat

Zahlt ein Arbeitgeber einem abhängig Beschäftigte Bezüge für dessen Tätigkeit als Betriebsrat, so sind diese Teil des steuerpflichtigen Arbeitslohns. Lediglich die Erstattung von Auslagen durch den Arbeitgeber könnte steuerfrei erfolgen. Dazu gehören beispielsweise Reisekosten, welche einem Betriebsratsmitglied im Rahmen seiner Tätigkeit als Betriebsrat entstanden. Werden die Auslagen nicht vom Arbeitgeber ersetzt, können sie bei dem Betriebsratsmitglied als Werbungskosten berücksichtigt werden, sofern die MitArbeit im Betriebsrat den beruflichen Interessen des MitArbeiters nachweislich dient.

Betriebsstätte

Das Gesetz definiert eine Betriebsstätte als feste Geschäftseinrichtung. Sie dient der Ausübung von Tätigkeiten eines jeden Unternehmens. Zusätzlich können Montagen beziehungsweise Bauausführungen als Betriebsstätten zählen. Rechtlich gesehen ist die Betriebsstätte eine unselbstständige Einheit und immer Teil eines Gesamtunternehmens. Mit einem Urteil vom 10. Februar 1988 stellte der Bundesgerichtshof eindeutig klar, dass eine Betriebsstätte auf einen festen Ort fixiert ist und der Ausübung einer unternehmerischen Tätigkeit dienen muss. Mit einem Urteil vom 30. Oktober 1996 hat der Bundesgerichtshof diese Definition folgendermaßen ergänzt: Eine feste Verbindung mit dem Erdreich ist nicht zwingend notwendig. Eine Betriebsstätte ist immer auf Dauer eingerichtet. Das heißt im Umkehrschluss: Der Unternehmer hat nicht nur eine kurzzeitige Verfügungsgewalt über das Objekt. Sobald die Geschäftseinrichtung länger als sechs Monate existiert, gilt diese Bedingung als erfüllt. Liegen die Betriebsstätte und der Unternehmensstammsitz in verschiedenen Gebieten, hat das durchaus steuerliche Auswirkungen. In diesen Fällen sind steuerliche Abgrenzungsfragen besonders sorgfältig hinsichtlich des Steueraufkommens zu prüfen. Liegt das Objekt im Ausland, gilt das nationale Recht im gemeinsamhang mit den jeweils getroffenen Abkommen. Hier wird im Einzelfall nachgeprüft, ob es sich um eine Betriebsstätte handelt.

Kleiner Hinweis:

Räumlichkeiten einer Kanzlei, die in die häusliche Sphäre eingebunden wurden, zählen gemäß Steuerrecht nicht als Betriebsstätte, sondern als häusliches Tätigkeitszimmer. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um mehrere und nur ein Zimmer handelt.

Betriebsstättenfinanzamt

Als Betriebsstättenfinanzamt wird die Finanzbehörde bezeichnet, in dessen Bezirk die Betriebsstätte eines jeden Firmens liegt und wohin die Lohnsteueranmeldung zu senden ist. Zudem ist die Lohnsteuer dorthin zu zahlen.

Betriebsunternehmen

Mit Durchführung einer Betriebsspaltung teilt sich das vorhergehende Unternehmen in zwei Teile; in ein sogenanntes Betriebsunternehmen und in ein Besitzunternehmen. Die Aufteilung findet sich in personeller und schachlicher Verflechtung. Dem Besitzunternehmen werden alle Vermögensgegenstände zugeschlagen. Das Betriebsunternehmen führt die Geschäfte und pachtet Wirtschaftsgüter vom Besitzunternehmen. Die Betriebsaufspaltung dient sowohl zur steuerrechtlichen als auch haftungsrechtlichen Aufteilung. Bei einem eventuellen Konkurs gehen die wesentlichen Teile nicht verloren. Jede Firmensform könnte als Personengesellschaft und als Kapitalgesellschaft geführt werden. Die Einkünfte stammen aus gewerblich Betrieb und wurden somit gewerbesteuerpflichtig.

Passender Hinweis:

Im Idealfall wurden die gleichen Personen mit gleichen Teilen beteiligt. Wer die meisten Teile einer Unternehmung hat, der könnte auch über das Unternehmen bestimmen.

Betriebsveranstaltung

Wenn abhängig Beschäftigte im Rahmen einer üblichen Betriebsveranstaltung Zuwendungen bekommen, so sind diese meist steuerfrei. Voraussetzungen dafür sind, dass die Zuwendungen im Interesse des Arbeitgebers liegen und die Veranstaltung prinzipiell allen MitArbeitern offensteht. Hierbei darf allerdings eine Einschränkung getroffen werden, denn es reicht aus, sobald auch nur alle Mitglieder einer bestimmten Organisationseinheit (Abteilung, Projektgruppe, etc.) die Veranstaltung besuchen können.
Kriterien dafür, ob eine Veranstaltung üblich ist, sind ihre Häufigkeit, Regelmäßigkeit, Dauer und Ausstattung. Klassische Beispiele für eine übliche Betriebsveranstaltung wurden betriebliche Ausflüge, Weihnachtsfeiern und Jubiläen. Explizit ausgeklammert sind Tätigkeitsessen und Verabschiedungen. Dies sind keine üblichen Veranstaltungen. Hierbei bekommene Zuwendungen werden deshalb wie steuerpflichtiger Lohn behandelt.
Ein Arbeitnehmer darf jährlich an zwei üblichen Veranstaltungen steuerfrei teilnehmen. Ist die Zahl der Teilnahmen höher, kann es zu Steuerfolgen kommen. Zuwendungen, die ihm dabei klassischerweise zuteil werden können, sind Speisen, Getränke, Zigaretten und weitere Tabakwaren, Süßigkeiten, ein Fahrtkostenersatz aber auch Geschenke ohne bleibenden Wert und etwaige Kosten, welche ihm durch die Organisation der Veranstaltung entstanden sein könnten. Zu beachten ist allerdings, dass der Gesamtwert der Zuwendungen inklusive Umsatzsteuer den Wert von 110 Euro pro Teilnehmer nicht überschreiten darf. Diese Summe ist eine Freigrenze: Das heißt, sollte sie überschritten werden, tritt eine Steuerpflicht für alle Aufwendungen der Veranstaltung ein.

Passender Hinweis:

Sollte die Veranstaltung nur für eine Leistungsebene gedacht sein, handelt es sich um keine Betriebsveranstaltung. Die angefallenen Aufwendungen können in diesem Fall nicht als Betriebsausgaben sindd gemacht werden.

Betriebsvermögen

Unter dem Begriff Betriebsvermögen werden alle Vermögenswerte zusammengefasst, welche aufgrund ihrer Art und Funktion in einem unmittelbaren betrieblichen gemeinsamhang stehen. Steuerlich betrachtet wird dabei zwischen notwendigem und gewillkürtem Betriebsvermögen unterschieden.
Zum notwendigen Betriebsvermögen gehören sämtliche Wirtschaftsgüter, welche sowohl nur als auch unmittelbar allein für eigenbetriebliche Zwecke verwendet werden. Der betriebliche Nutzungsanteil muss bei mehr als 50 Prozent liegen. Auch falls versäumt wurde, welchese Vermögenswerte in der Buchführung entsprechend auszuweisen, werden solche Wirtschaftgüter als Betriebsvermögen bennent, sofern die erwähnten Grundlagen erfüllt sind. Es ist in diesem Falle erforderlich, das betreffende gekauften Gegenstand nachträglich durch eine korrigierende Buchung dem Betriebsvermögen hinzuzufügen. Das Wirtschaftgut ist mit dem Wert anzusetzen, den es hätte, sobald es von Beginn an (also unmittelbar nach der Anschaffung) richtig verbucht worden wäre.
Gewillkürtes Betriebsvermögen umfasst alle Wirtschaftsgüter, die zwar mit dem Betrieb selbst in einem objektiven in Verbindunghang stehen, aber deren betrieblicher Nutzen zwischen 10 und 50 Prozent liegt. Außerdem müssen diese Güter dazu geeignet sein, den Betrieb zu fördern. Erst dann können Sie beim Betriebsvermögensvergleich im Rahmen der Gewinnermittlung vollumfänglich als gewillkürtes Betriebsvermögen angesetzt werden. Gewillkürtes Betriebsvermögen könnte auch im Rahmen einer Einnahmenüberschussrechnung gebildet werden, sofern keine geringfügige Nutzung vorliegt. Als geringfügige Nutzung wird eine betriebliche Nutzung von weniger als 10 Prozent angesehen.
Grundsätzlich ist vom Betriebsvermögen das Privatvermögen zu unterscheiden. Als notwendiges Privatvermögen werden Güter bennent, deren Nutzung zu mehr als 90 Prozent privater Art ist.
Praxistip: Abschreibungspflichtige Wirtschaftgüter sollten immer einfach nach dem Erwerb auch aktiviert werden, da sonst die Abschreibungen verloren gehen. Wird ein Wirtschaftgut nämlich erst später angesetzt, kommt dafür ein theoretischer Buchwert zum Einsatz, wodurch sich die Abschreibungen der letzten Jahre nicht mehr nachholen lassen und steuerliche Vorteile nicht mehr verwendet werden können.

Betriebsverpachtung

Falls ein Unternehmer seinen Betrieb nicht mehr weiterführen möchte, darf er ihn aufgeben, veräußern und verpachten. Sobald er von der Möglichkeit der Betriebsverpachtung Gebrauch macht, kann er das sogenannte Verpächter-Wahlrecht in Anspruch nehmen. Er kann, sobald er Teile des Betriebs bereits verpachtet hat, dem Staat diese Verpachtung sofort erklären und die Betriebsaufgabe erst zu einem späteren Zeitpunkt angeben. Damit wird eine ermäßigte Aufgabegewinnsteuer fällig. Alle nachfolgenden Einnahmen sind steuerlich gesehen, als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Bei der Auswahl der zweiten Möglichkeit sind die Einnahmen als Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb und es wird Gewerbesteuer erhoben. Für eine Verpachtung sind folgende Voraussetzungen: Der bestehende Betrieb wird fortgeführt. Sämtliche Betriebsgrundlagen werden verpachtet und nicht nur die wesentlichen. Es erfolgt keine wesentliche Umgestaltung des Betriebes durch den Pächter. Vor der Verpachtung hat der Verpächter den Betrieb selbst geführt.

Bewerbungskosten

Nicht erstattete Bewerbungskosten können im Lohnsteuerjahresausgleich abgesetzt werden. Sollte der Arbeitnehmer in diesem Jahr keine Einkünfte erhalten haben – er aber trotzdem Kosten für Bewerbungen verursacht hat – so wird der Verlust auf das vorhergehende Jahr zurückverrechnet. Arbeitslosigkeit ist steuerfrei und kann nicht im Lohnsteuerjahresausgleich geltend gemacht werden. Es findet eine sogenannte Rückvergütung ins Vorjahr statt. Hatte der Arbeitnehmer auch zwei Jahre zuvor keine Einkünfte, so wird der Verlust auf das kommende Jahr übertragen. Sobald wieder Einnahmen zu Buche schlagen, mindern die Kosten dann das zu versteuernde Einkommen. Als Bewerbungskosten zählen beispielsweise Kosten für die Fahrt zu Bewerbungsgesprächen aber auch für die die Übernachtung und der Mehraufwand für Verpflegung. Kosten für Porto können ebenso zählend gemacht werden wie Aufwendungen für Passbilder und zum Anfertigen von Kopien.

Passender Tipp:

Im Falle einer Nichtnachweisung der Bewerbungskosten behält sich die Finanzbehörde vor, welchese grob zu schätzen.

Bewirtungsaufwendungen

Kosten, welche im in Verbindunghang mit der Bewirtung von Geschäftspartnern entstehen, sind teilweise steuerlich abzugsfähig. Bis Dezember 2003 waren es 80 Prozent und aktuell sind es 70 Prozent, die als Betriebsausgaben Gewinn mindernd geltend gemacht werden dürfen. Ist in der Rechnung Umsatzsteuer enthalten, gilt diese zu 100 Prozent als Vorsteuer und ist entsprechend zu vberechnen. Der Bundesfinanzhof hat mit einem Urteil aus dem Jahr 2005 die ehemalige Beschränkung auf 70 Prozent als nicht rechtens bestätigt. In Bezug auf die Höhe der Bewirtungskosten gilt das Gesetz der Verhältnismäßigkeit. Die Zahlungen müssen entsprechend dem geschäftlichen Anlass und der Anzahl der teilnehmenden Personen entsprechend, angemessen sein. Als Nachweis sind dem Finanzamt Belege vorzulegen, aus denen die Anzahl der Teilnehmer, das Datum, der Ort, der konkrete Anlass und die Aufwendungshöhe eindeutig hervorgehen. Fand die Bewirtung in einer Gaststätte statt, wurden Angaben zu den teilnehmenden Personen und dem Anlass ausreichend. Außerdem ist die Rechnung beizulegen. Erfolgt kein formal korrekter Nachweis, können die Bewirtungskosten auch nicht als betriebliche Kosten zählend gemacht werden. Die Berücksichtigung der Bewirtungskosten erfolgt folgendermaßen: Summe aller Aufwendungen minus privat veranlasster Zahlungen minus Bewirtungsaufwendungen in unangemessener Höhe minus Aufwendungen ohne Nachweis minus 30 Prozent. Dieses Ergebnis stellt die konkrete Höhe der abzugsfähigen Betriebsausgaben dar.

Passender Hinweis:

Auch Arbeitnehmer können Bewirtungskosten als Werbekosten sindd machen, sobald er betriebliche Kunden bewirtet. Allerdings besitzt diese Regelung nur Gültigkeit, wenn der abhängig Beschäftigte ein umsatz- und erfolgsabhängiges Gehalt bezieht. Auch Kosten, welche im zusammenhang mit Festen zu Dienstjubiläen oder der Pensionierung von abhängig Beschäftigten existieren und an denen einzig berufsrelevante Personen teilnehmen, werden ebenfalls steuerlich anerkannt. Private Gäste wurden dabei allerdings nicht ermöglicht.

Bezüge

Als Bezüge sind alle Einnahmen in Form von Geld und auch Einnahmen in Geldeswert, die nicht einkommensteuerpflichtig wurden: pauschal versteuerter Arbeitslohn, nicht steuerbare Einnahmen und Einnahmen, die gemäß besonderer Vorschriften steuerfrei gestellt sind. Bezüge werden, neben den Einkünften, bei der Berechnung von Unterhaltsleistungen und bei der Prüfung des Anspruchs auf Kindergeld herangezogen. Angerechnet werden solche Bezüge, die zur Finanzierung der Berufsausbildung oder des Unterhalts geeignet beziehungsweise bestimmt sind:
Renten aus
– der gesetzlichen Rentenversicherung
– der gesetzlichen Unfallversicherung
– aus der Kapitalanlage eigener Renten
aber auch
– Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG)
– Leistungen zur Sicherstellung des Unterhalts
– Wehrsold
– Sachbezüge
– ausgezahlte abhängig Beschäftigte-Sparzulage
– ausausgezahlte Wohnungsbauprämien
– Weihnachtsgeld.

Unser Tipp:

Der Anspruch auf Kindergeld erlischt, falls die Einnahmen und Bezüge des Kindes den Höchstbetrag von 7 428 Euro im Kalenderjahr (gültig für die Jahre 2003 und 2004) übersteigen. Auch Sachbezüge, die das Kind für seine Tätigkeit als Au-Pair von seinen Gasteltern im Ausland erhält, gehören zu den Bezügen. Als Ansatz für die Bewertung sind die amtlichen Sachbezugswerte.

BGB-Gesellschaft

BGB-Gesellschaft ist eine häufig verwendete Bezeichnung für eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), welche darauf anspielt, dass die wesentlichen für eine Gesellschaft dieser Rechtsform relevanten Vorschriften im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) zu finden wurden. Eine GbR entsteht, sobald sich mindestens zwei Personen in Verbindungschließen, um einen gemeinsamen Zweck zu fördern. Die GbR zählt zu den Personengesellschaften. Gesellschafter einer GbR können natürliche Personen ebenso wie andere Personengesellschaften und juristische Personen, etwa Kapitalgesellschaften, sein. Übt eine GbR ein Handelsgewerbe aus und wird sie ins Handelsregister eingetragen, so wird sie damit automatisch zur Offenen Handelsgesellschaft (OHG) mit der Folge, dass dann auch die entsprechenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für sie sind. Als Personengesellschaft ist die BGB-Gesellschaft keine juristische Person und hat somit auch keine eigene Rechtsfähigkeit und Geschäftsfähigkeit. Deshalb wird eine Personengesellschaft auch nicht zur Einkommensteuer veranlagt. Stattdessen muss zum Ende eines jeden Geschäftsjahres der Gewinn der Gesellschaft festgestellt und den an ihr beteiligten Gesellschaftern anteilig zugerechnet werden. Diese haben ihn dann zu versteuern. Ist die GbR gewerblich tätig, so führt die Gewinnzurechnung bei den Gesellschaftern dazu, dass diese Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu versteuern haben. Falls die GbR nicht davon befreit ist, muss sie auf ihren Gewinn Gewerbesteuer entrichten. Die Gewinnermittlung erfolgt dabei nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes. Der Gewinn wird um Hinzurechnungen gemäß § 8 GewStG erhöht; Kürzungen gemäß § 9 GewStG wirken dagegen Gewinn mindernd. Falls keine Steuerbefreiung greift, ist auf die von der Personengesellschaft getätigten Umsätze Umsatzsteuer zu zahlen.

Biersteuer

Nach dem Biersteuergesetz definiert sich die Biersteuer als Verbrauchssteuer. Aufgrund des Stammwürzgehaltes des Bieres errechnet sich die Gesamtsteuer in Grad Plato. Pro Hektoliter wird in der Regel 0,787 Euro je Grad Plato berechnet. Zwölf Grad Plato ist das durchschnittliche Stammwürzgehalt. Somit ergibt sich in den meisten Fällen ein Steuersatz von 9,44 Hektoliter. Kleineren Brauereinen gewährt man einen niedrigen Steuersatz. Je nach Kapazität ergeben: Kapazität maximal 5.000 hl:50 Prozent, 10.000 hl 60 Prozent, 20000 hl 70 Prozent und 40000 hl 75 Prozent.

Passender Tipp:

Im Falle von verschiedenen einzelnen Brauereien zählt der Gesamtausstoß.

Branntweinsteuer

Die Branntweinsteuer zählt zur Kategorie der Verbrauchssteuern und fließt in vollem Maße dem Bund zu. Die Regelungen zur Branntweinsteuer finden sich im Branntweinsteuergesetz. Alkohol, der in Deutschland erzeugt wird, muss ausgenommen von Korn, Wein und Obst bei der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein abgeliefert werden. Diese verkauft den Branntwein anschließend mit einem Steuersatz von 1.303 Euro je Hektoliter Alkohol.
Ein Branntweinaufschlag von etwa 1.200 Euro je Hektoliter wird bei der Veräußerung von Branntwein erhoben, der aus Korn, Obst oder Wein gewonnen wurde. Für Alkohol, welcher vom Ausland importiert wird, gilt ein Monopolausgleich in Höhe von etwa 1.200 Euro je Hektoliter.

Passender Hinweis:

Keine Branntweinsteuer wird für Alkohol erhoben, welcher ins Ausland ausgeführt wird. Ebenso ist der Branntwein von der Branntweinsteuer befreit, der alternativ zum Beispiel als Essig beziehungsweise Treibstoff verwendet wird.

Buchführungspflicht

Die Buchführungspflicht ist zum einen in Steuergesetzen wie der Abgabenordnung, zum anderen im Handelsgesetzbuch und anderen Gesetzen und Vorschriften geregelt.
Gemäß § 141 der Abgabenordnung (AO) sind alle betrieblichen Firmen sowie Land- und Forstwirte zur Buchführung verpflichtet, sobald sie einen der folgenden Grenzwerte erreichen:
– Umsätze über 500 000 Euro im Kalenderjahr
– Gewinne aus Gewerbebetrieb über 30 000 Euro im Wirtschaftsjahr
– Gewinne aus Land- und Forstwirtschaft über 25 000 Euro im Kalenderjahr
– land- und forstwirtschaftliche Flächen, die selbst bewirtschaftet werden, mit einem Wirtschaftswert über 20 500 Euro.
Laut Handelsgesetzbuch (HGB), § 238, ist jeder Kaufmann zur Buchführung verpflichtet. Kaufmann ist, wer ein Firmen betreibt, das dem Gesamtbild nach als kaufmännischer Betrieb gilt. Zu dieser Definition liegen bereits zahlreiche Urteile vor.
Die steuerrechtlichen Bestimmen zur Art und Weise wie die Bücher zu führen wurden, zählen auch, sobald die Buchführungspflicht nur auf anderen als steuerrechtlichen Regelungen beruht.

Passender Hinweis:

Freiberufler sind nicht zur Buchführung verpflichtet. Das gilt ungeachtet der genannten Grenzwerte. Sie können aber auf freiwilliger Basis Bücher führen, um bestimmte Vorteile, zum Beispiel im in Verbindunghang mit der Bildung von Rücklagen, zu nutzen.

Buchwert

Als Buchwert bezeichnet man den Wert, mit dem ein Vermögensgegenstand in der Bilanz steht. Beim Ermitteln des Buchwertes werden sowohl handelsrechtliche Rechnungslegungsvorschriften als auch steuerrechtliche Bewertungsvorschriften angewandt.

Bürgschaftskosten

Bürgschaftskosten können sowohl Werbungskosten sein, wie auch Betriebsausgaben. Es könnte jedoch sein, dass Bürgschaftskosten in einigen Fällen entweder gar nicht beziehungsweise nur zu einem gewissen Teil von den Finanzbehörden anerkönntet werden. Nach einem Urteil des Finanzgerichts Köln vom 20. 9. 2001 können die Verluste jedes wesentlichen Gesellschafters, der für eine geleistete Bürgschaft einstehen muss, nicht im selben Jahr wie die geleistete Zahlung steuerlich geltend gemacht werden. Dies ist immer erst nach Beendigung der Liquidation ausführbar.

Unser Tipp:

Gesellschafter, welche für eine Bürgschaft eintreten müssen, mussn beim zuständigen Finanzamt einen Antrag stellen, dass der Auflösungsverlust so früh als möglich berücksichtigt wird. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass geleistete Bürgschaftsaufwendungen steuerlich verloren gehen.

Büroausstattung

Zahlungen für Einrichtungsgegenstände als Büroausstattung (etwa Bürotische, -stühle und -schränke, Regale, Bilder und Teppiche) können linear über eine Nutzungsdauer von 13 Jahren abgeschrieben werden. Wenn der Wert des Ausstattungsgegenstandes 410 Euro (ohne Umsatzsteuer) nicht übersteigt, können die Anschaffungskosten sofort als Werbungskosten (falls der Gegenstand zum Privatvermögen gehört) beziehungsweise als Betriebsausgaben (wenn der Gegenstand zum Betriebsvermögen gehört) abgezogen werden.

Unser Tipp:

Die Zahlungen für die Einrichtungsgegenstände gehören nicht zu den Kosten für das Arbeitszimmer, sind somit nicht in den abzugsfähigen Höchstbetrag für das Tätigkeitszimmer von 1 250 Euro einzubeziehen.

Bundesfinanzhof

Der Bundesfinanzhof ist das höchste deutsche Gericht („Bundesgericht“) in Steuersachen. Er hat seinen Sitz in München. Die Senate des Bundesfinanzhofs haben die Aufgabe, Revisionsentscheidungen zu überprüfen. Ein Senat besteht dabei aus fünf Richtern. Beschlüsse können allerdings schon von drei Richtern gefasst werden.
Das höchste Organ des Bundesfinanzhofs ist der Große Senat, der aus dem Präsidenten aber auch sechs Richtern und je einem Abgesandten von allen an der Entscheidung beteiligten Senaten besteht. Einberufen wird der Große Senat immer dann, falls die einzelnen Senate zuvor voneinander abweichende Urteile gesprochen haben. Aktiv werden muss der Große Senat zudem auch dann, sobald Rechtsfragen von stetser Bedeutung vorliegen und falls sein Urteil zur Absicherung einer einheitlichen Rechtsprechung aber auch zur Fortentwicklung des Rechts unabdingbar ist.
In Steuerfragen haben die Finanzgerichte der einzelnen Bundesländer die Aufgabe der erstinstanzlichen Rechtsprechung. Aus diesem Grund verfügt auch jedes Bundesland über wenigstens ein Finanzgericht. Sollte die Entscheidung zur Revision zugelassen werden, könnte eine Entscheidung in Steuerfragen in zweiter Instanz dem Bundesfinanzhof zur Kontrolle vorgezeigt werden. Die Finanzgerichte der Bundesländer bestehen aus einem Präsidenten, einem Vorsitzenden und auch weiteren Richtern. Die Senate der Finanzgerichte wurden mit drei Berufs- und zwei ehrenamtlichen Richtern besetzt. Die ehrenamtlichen Richtern haben allerdings bei Beschlüssen und Vorbescheiden kein Mitwirkungsrecht.


 

C

 

Chorleiter

Übt ein Chorleiter seine Tätigkeit im Nebenberuf aus, so bleibt die für diese Tätigkeit bekommene Vergütung bis zu einer Höhe von bis zu 2.100 Euro jährlich steuerfrei.

Computer/ Arbeitgebergeschenk

Wenn der Arbeitgeber einem MitArbeiter einen Computer und zugehörige Geräte wie Drucker unentgeltlich überlässt, so wird für dieses Geschenk eine pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent berechnet. Wenn die betreffenden Hardware bereits gebraucht und abgeschrieben wurden, entfällt die Berechnung einer Lohnsteuer.

Unser Tipp:

Sollte der MitArbeiter einen für dienstliche Zwecke überlassenen Computer auch privat nutzen, existiert dafür keine Lohnsteuerpflicht.


 

D

 

Damnum

Beim Damnum handelt es sich um den Oberbegriff, welcher für ein Disagio und ein Agio verwendet wird. Andere Bezeichnungen dafür wurden Darlehensabgeld und Darlehensaufgeld. Die Höhe ergibt sich dabei aus dem Auszahlungsbetrag jedes Darlehens und dem Wert, der an die Bank zurückgezahlt wird. Darlehensnehmer, die mit ihrer Bank ein Disagio vereinbaren, zahlen eine um den vereinbarten Wert verringerte Darlehenssumme an die Bank zurück. Je nachdem ob das Damnum für ein privates und betriebliches Darlehen verwendet wird, erfolgt die steuerliche Behandlung.
Wird die Gewinnermittlung über einen Betriebsvermögensvergleich durchgeführt, so muss für das vereinbarte Damnum ein Rechnungsabgrenzungskosten gebildet werden. Dieser wird während der vereinbarten Laufzeit wieder aufgelöst. Für den Darlehensgeber heißt das Damnum eine Einnahme, während es für den Darlehensnehmer eine Ausgabe darstellt. Darlehensgeber die eine Einnahme/Überschussrechnung nutzen wird das Damnum als Zinseinnahme zu den Betriebseinnahmen gerechnet. Für den Darlehensnehmer bedeutet das Damnum eine sofortige Betriebsausgabe. Beim Kauf eines Wirtschaftsgutes gehört ein Damnum nicht zu den Produktions-, sondern zu den Finanzierungskosten.

Kleiner Tipp:

Wer ein privates Darlehen mit einem Damnum vergibt, muss dieses bei seiner Steuererklärung als Einkünfte aus Kapitalvermögen angeben. Private Darlehensnehmer können das Damnum als Sonderausgabe geltend machen, sobald mit dem finanzierten Objekt Einnahmen zu Buche schlagen. Dies ist zum Beispiel beim Bau oder Kauf von vermieteten Immobilien der Fall.

Dauer des Dienstverhältnisses

Die Zeit zwischen dem Beginn eines jeden Arbeitsverhältnisses und seiner zivilrechtlichen Auflösung beschreibt eindeutig die Dauer jedes Dienstverhältnisses. Im Falle, dass ein Beschäftigungsverhältnis bei ein und demselben Arbeitgeber beendet und nach einer gewissen Zeit wieder begonnen wurde, gilt die Beschäftigungszeit ohne Berücksichtigung der Zeitspanne, die das frühere Dienstverhältnis in Anspruch nahm. Bei wiederholter Aufnahme der Tätigkeit beginnt demnach die Berechnung des Beschäftigungszeitraumes von Neuem. Unterbrechungen aufgrund von Arbeitslosigkeit wurden von dieser Regelung ausgenommen. Bedingung dazu ist die Kündigung durch den Arbeitgeber und es darf keine Abfindungszahlung an den abhängig Beschäftigte geflossen sein. Unterhält ein Konzern mehrere verschiedene Unternehmen, gelten alle dortigen Dienstverhältnisse als ein einziges Dienstverhältnis. Jedoch ist auch hier die Nichtzahlung von Abfindungsleistungen wegen Umsetzungen innerhalb des Konzerns Bedingung. Ansprüche an Resturlaub und, falls vorhanden, Pensionsansprüche sind auch weiterhin. Übernimmt ein neuer Eigentümer das Firmen, dürfen die jeweiligen Dienstzeiten des Arbeitnehmers im Firmen addiert werden.

Denkmal

Für als Denkmal anerkannte Gebäude können Eigentümer steuerliche Förderungen bekommen. Ob ein Gebäude als Denkmal gilt, geht aus dem im jeweiligen Bundesland sindden Landesdenkmalschutzgesetz hervor. Die steuerlichen Förderungen ergeben sich aus dem zum 07.12.1989 in Kraft getretenen „Gesetz zur steuerlichen Förderung des Wohnungsbaus und zur Ergänzung des Steuerreformgesetzes 1990“. Dabei wurden insfestgelegte für Denkmäler und Gebäude die sich in Sanierungs- bzw. in städtebaulichen Entwicklungsgebieten befinden neue steuerliche Förderungen geschaffen. Gebäudebesitzer erhalten diese durch eine Reduzierung der Bemessungsgrundlage.
Für vermietete Baudenkmäler zählen etwa höhere Absetzungsmachbarkeiten. So gab es bis zum 31.12.2003 die Möglichkeit im Eigenproduktionsjahr sowie in folgenden neuen Jahren 10 Prozent der Eigenproduktionskosten abzusetzen. Haben die Baumaßnahmen dagegen erst nach dem 01.01.2004 begonnen, so können für die ersten 8 Jahre ab Herstellung 9 Prozent und für weitere 4 Jahre noch 7 Prozent abgeschrieben werden. Bedingung ist dabei immer, dass ein Gebäude vom Eigentümer nicht selbst verwendet wird.
Für Gebäude, bei denen die Baumaßnahmen vor dem 31.12.2003 begonnen haben und die vom Eigentümer selbst bewohnt werden können im Produktionsjahr und den folgenden 9 Jahren 10 Prozent der Zahlungen als Sonderausgaben steuerlich zählend gemacht werden. Für später begonnene Baumaßnahmen können nur noch 9 Prozent über den Zeitraum von 10 Jahren steuerlich zählend gemacht werden.
Besondere Regelungen sind auch für schutzwürdige Kulturgüter. Hierzu zählen Gebäude, welche weder zur Erzielung von Einnahmen verwendet noch vom Eigentümer selbst bewohnt werden. Hier gilt ebenfalls die Regelung, dass für Baumaßnahmen vor 2004 10 Jahre lang jeweils 10 Prozent und für später durchgeführte Maßnahmen noch 9 Prozent über den Zeitraum von 10 Jahren bei der Steuer angerechnet werden.

Kleiner Hinweis:

Eine steuerliche Förderung wird immer nur dann gewährt, wenn die durchgeführten Maßnahmen für den Denkmalschutz notwendig wurden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, welche Notwendigkeit bereits vor Baubeginn mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde abzugleichen.
Alle Maßnahmen, die zum Erhalt des Denkmalschutzes unbedingt notwendig sind, können einfach und in kompletter Höhe in der Steuererklärung als Sonderausgaben aufgeführt werden.

Dienstfahrzeug

Als Dienstfahrzeug oder alternativ Dienstwagen wird ein Fahrzeug bennent, der überwiegend zu gewerblichen Zwecken genutzt wird. Der Fiskus geht in Deutschland stets davon aus, dass es auch für private Fahrten genutzt werden darf. Diese Nutzung muss als so genannter „geldwerter Vorteil“ mit versteuert werden. Diese Regelung ergibt sich aus den Paragrafen 6 und 8 des deutschen Einkommenssteuergesetzes.
Danach wurden zwei verschiedene Formen der Versteuerung machbar und zulässig. Die erste Variante besteht darin, pro Monat ein Prozent des Neupreises brutto für das Neufahrzeug als Wert der privaten Nutzung anzusetzen. Alternativ können auch die konkreten Werte anhand eines jeden detaillierten Fahrtenbuches zum Ansatz kommen. Welche Variante im Einzelfall die günstigste ist, hängt immer vom Preis des Dienstfahrzeugs und dem individuellen Umfang der privaten Nutzung ab.
Doch auch bei der Umsatzsteuer des Arbeitgebers muss die private Nutzung eines Dienstfahrzeugs mit berücksichtigt werden. Hier stehen sogar drei verschiedene Varianten zur Auswahl. Die erste Möglichkeit ist wieder die Ein-Prozent-Regelung, die auf den Listenpreis brutto des Neuwagens abstellt. Die zweite Möglichkeit stellt auch hier das detailliert geführte Fahrtenbuch dar, welches als Variante Nummer 3 für die steuerliche Beachtung der Privatfahrten mit dem Dienstfahrzeug auch in vereinfachter Variante zulässig ist.
Bei der Einkommenssteuer des nutzenden abhängig Beschäftigtes kommt noch ein zweiter Fakt hinzu. Er darf das Dienstfahrzeug in der Regel auch für den Weg zur Tätigkeit und nach Hause einsetzen, was steuerlich ebenfalls einen geldwerten Vorteil darstellt. Als Verrechnungsfaktor gibt der Gesetzgeber einen Satz von 0,03 Prozent des Brutto-Listen-Preises für das Neufahrzeug pro gefahrenen Kilometer an. Alternativ ist auch eine Verrechnung über den Nachweis durch ein Fahrtenbuch machbar.
Dass dir private Nutzung einfach so unterstellt werden könnte, ist nicht nur im Gesetz selbst so verankert. Auch die höchstrichterliche Rechtssprechung gibt an dieser Stelle dem Gesetzgeber Recht, wie ein Blick auf das Urteil Nummer VI R 19/05 des Bundesfinanzhofs vom November 2006 beweist. Er gibt dem Finanzamt sogar darin Recht, dass die Umsatzsteuer auf den Kaufpreis nur hälftig geltend gemacht werden könnte, falls bei einem Dienstfahrzeug mehr als fünf Prozent auf die private Nutzung wegfallen.
Praxistip: Wer besonders viel mit einem Dienstwagen privat fährt, für den ist meist die Ein-Prozent-Regelung die bessere Wahl. Für Arbeitnehmer, welche das Dienstfahrzeug außer für den Weg zur Tätigkeit so gut wie gar nicht nutzen, ist das Fahrtenbuch die günstigere Alternative. Es ist also durchaus lohnenswert, sich von Steuerberater eine Gegenrechnung für beide Varianten aufstellen zu lassen.

Dienstkleidung

Stellt ein Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes bestimmte Kleidung zur Verfügung, die zur Ausübung der dienstlichen Tätigkeiten notwendig ist, so ist das für den abhängig Beschäftigte eine Einnahme, welche nicht der Steuerpflicht unterliegt. Falls der abhängig Beschäftigte seine Berufs- oder Dienstkleidung selbst bezahlt, sind das Werbungskosten, die er bei seinen Einkünften aus nicht selbstständiger Tätigkeit zählend machen kann. Allerdings ist dieser Werbungskostenabzug lediglich auf typische berufliche Bekleidung beschränkt. Ist eine Privatnutzung derselben Kleidung ausführbar, entfällt der Anspruch auf steuerliche Abzugsmachbarkeit. Beispiele für typische Berufsbekleidung laut Steuerrecht: Uniformen jeglicher Art, der schwarze Anzug des Bestatters, Arztkittel, Schwesterntracht oder Amtsgewand. Ist der Anzug jedoch auch zu privaten Anlässen tragbar, bleibt der steuerliche Abzug versagt. Auch besonders hohe Bekleidungskosten einer Sekretärin, welche etwa dadurch existieren, weil das Firmen entsprechend repräsentiert werden muss, sind keine Werbungskosten. In diesem Fall würden sogar Zuschüsse durch den Arbeitgeber als steuerpflichtiger Tätigkeitslohn zählen. Unterwäsche, Socken oder die weiße Bluse einer Empfangsdame werden vom Fiskus ebenfalls nicht anerkannt. Reinigungskosten sind unter bestimmten Rahmenbedingungen Werbungskosten. Sobald die Tätigkeitskleidung sindd gemacht werden könnte, ist auch deren Reinigung steuerlich relevant. Quittungsbelege von Reinigungsfirmen sind vorteilhaft und werden in der Regel vom Finanzamt ohne Probleme akzeptiert. Erfolgt die Reinigung der Arbeitskleidung dagegen privat, werden Erfahrungswerte verschiedener Verbraucherverbände angesetzt. Hierfür gibt es dazugehörige Tabellen, aus denen ersichtlich ist, wie viel etwa ein Waschmaschinengang kostet.

Dienstreise

Nach der Definition handelt es sich um eine Dienstreise, falls berufliche Gründe dafür verantwortlich sind, dass man zeitweise nicht in einer regulär im Arbeitsvertrag benannten Tätigkeitsstätte tätig wird. Bei Lehrern wurden das zum Beispiel die Klassenfahrten. Auch der Besuch von Fachmessen beziehungsweise Weiterbildungen in anderen Städten sind häufige Anlässe für eine Dienstreise. Seit den Änderungen zum Steuerrecht im Jahr 2008 werden die Dienstreise, die Fahrtätigkeit und die Einsatzwechseltätigkeit nicht mehr differenziert, sondern unter dem Sammelbegriff „beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit“ geführt.
Welche Kosten für Dienstreisen vom Arbeitgeber übernommen werden, das hängt von den jeweiligen Tarifverträgen sowie den Regelungen im individuellen Arbeitsvertrag ab. Für Soldaten, Beamte und andere Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes wird das Bundesreisekostengesetz zugrunde gelegt, zu dem es in den einzelnen Bundesländern eigene Durchführungsbestimmungen gibt.
Interessant bei den Dienstreisen ist ein Urteil des Bundesfinanzhofs von September 2009. Unter dem Aktenzeichen GRS 1/06 wurde das „Aufteilungsverbot“ für rechtswidrig erklärt, das vom Fiskus vorher auf Reisen genutzt wurde, welche sowohl privat als auch dienstlich veranlasst waren. Damit wurde die Anwendbarkeit des Paragrafen 12 des deutschen Einkommenssteuergesetzes eingeschränkt.
Bei Dienstreisen können verschiedene Varianten von Kosten anfallen. Werden sie vom Arbeitgeber nicht erstattet, können die Kosten der An- und Abreise, welche Übernachtungskosten sowie die Mehraufwendungen für die Verpflegung und Kommunikation steuerlich als berufsbedingte Zahlungen geltend gemacht werden und verringern so das zu versteuernde Einkommen.
Bei Fahrtätigkeit muss man genau schauen, ob sich der Einzelnachweis der Kosten lohnt, oder ob man mit den Pauschalen in Abhängigkeit von den Stunden der Abwesenheit nicht besser wegkommt, zumal man sich noch jede Menge Arbeit bei der Erfassung von Einzelbelegen erspart.

Dienstwagen

Die private Nutzung jedes Firmenfahrzeuges unterliegt der Lohnsteuer: Der geldwerte Vorteil, der sich aus der Nutzungsüberlassung ergibt, ist mit dem persönlichen Satz zu versteuern. Die Berechnung des geldwerten Vorteils richtet sich nach der Nutzungsverteilung. Seit dem 01. Januar 2006 gilt, dass die Berechnung für ein Fahrzeug, welches zum notwendigen Betriebsvermögen zählt und zu mindestens 50 Prozent betrieblich verwendet wird, wahlweise die Fahrtenbuchmethode oder die Listenpreismethode herangezogen werden kann. Liegt die betriebliche Nutzung zwischen 10 und 50 Prozent, wird das Fahrzeug dem gewillkürten Betriebsvermögen zugeordnet. Die private Nutzung wird in diesem Fall gemäß §6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG mit einem Teilwert festgestellt. Günstigerweise ist dieser aus fortlaufenden Aufzeichnungen ersichtlich, aus welchen die Nutzungsverteilung hervorgeht. Bis Ende 2005 gab es nur die Listenpreis- und die Fahrtenbuchmethode. Die Listenpreismethode, auch als 1-Prozent-Methode beschreibt, ist in drei Berechnungsmethoden unterteilt. Grundlage zur Ermittlung des geldwerten Vorteils ist hier immer der inländische Listenpreis des Fahrzeugs. Bei privaten Fahrten gilt ein geldwerter Vorteil von 1 Prozent, für Fahrten zwischen der Wohnung und der Tätigkeitsstätte werden je Entfernungskilometer 0,03 Prozent angesetzt und für Fahrten, welche aufgrund einer doppelten Haushaltsführung notwendig sind, gelten 0,02 Prozent je Entfernungskilometer zwischen dem Haushalt am Beschäftigungsort und dem Haushalt am privaten Wohnort. Fällt die Wahl auf die Fahrtenbuchmethode, ergeben sich die Nutzungsverteilung und die gefahrenen Kilometer aus dem Fahrtenbuch. Zur Ermittlung des geldwerten Vorteils werden die stattfindenen Zahlungen als Grundlage herangezogen. Als wirtschaftliche Kosten gelten die Kfz-Steuer, Abschreibungen, Versicherungsprämien, Reparatur- und Benzinkosten, Darlehenszinsen und, sofern notwendig, die Kosten zur Unterstellung in einer Garage.
Praxistip: Für ein Firmenfahrzeug, bei dem die private Nutzung 5 Prozent übersteigt, kann die im Anschaffungspreis enthaltene Umsatzsteuer lediglich zur Hälfte als Vorsteuer abgezogen werden. Wird ein Firmenwagen an einen abhängig Beschäftigte verkauft, hat dieser einen geldwerten Vorteil zu versteuern, im Falle, dass er weniger als den Händlereinkaufspreis für das Fahrzeug bezahlt. Laut einem Urteil des BFH vom 17. Juni 2005 (VI R 84/04) ist der Händlereinkaufspreis über ein Sachverständigengutachten zu ermitteln oder die „Schwacke-Liste“ heranzuziehen. Das Finanzamt unterstellt immer auch eine private Nutzung von Firmenfahrzeugen, falls nicht nachgewiesen wird, dass es einzig dienstlich genutzt wird. Fehlt dieser Nachweis, unterliegt der festgelegte geldwerte Vorteil des abhängig Beschäftigtes der Lohnsteuer. Das BFH bestätigte dieses Verfahren mit einem Urteil vom 07. November 2006 (VI R 19/05). Auch mit einem Urteil des Finanzgerichts Köln vom 26. Oktober 2005 (10 K 8005/00) bekam die Finanzbehörde recht: Die Anschaffung eines hochwertigen Dienstfahrzeuges gilt, im Falle, dass sich der MitArbeiter an den Kosten beteiligt, als private Investition. Die Aufwendungen können folglich nicht als Werbungskosten steuerlich zählend gemacht werden.

Dienstwohnung

Sobald der Arbeitgeber seinem Angestellten eine Wohnung zu besonders günstigen Konditionen beziehungsweise unentgeltlich überlässt, gilt dieser Sachverhalt steuerrechtlich als geldwerter Vorteil. Dieser ist wertmäßig genau zu ermitteln und unterliegt der Lohnsteuer des Arbeitnehmers. Zur Ermittlung des geldwerten Vorteils ist sowohl das Ansetzen eines jeden Sachbezugswertes als auch eine Vergleichsrechnung auf Basis des örtlichen Mietspiegels möglich. Welche der beiden Methoden Anwendung findet, richtet sich nach der Art des Überlassungsobjektes. Handelt es sich dabei um eine abgeschlossene Wohnung, die das Führen eines eigenständigen Haushaltes erlaubt, kommt die Vergleichsrechnung zur Anwendung. Eine Wohnung besteht zumindest aus einem Bad mit Toilette und einer Kücheneinheit. Auch eine Einzimmerwohnung findet beim Fiskus Anerkennung. Der geldwerte Vorteil berechnet sich aus der ortsüblichen Vergleichsmiete minus der vom abhängig Beschäftigte auch wirklich zu zahlenden Miete. Bei einem Zimmer und Mitbenutzung von Bad und Küche, wie es beispielsweise in einer WG üblich ist, handelt es sich nicht um eine Wohnungsüberlassung. Hier spricht man von einer Unterkunft und der geldwerte Vorteil ist auf Basis des amtlich festgelegten Sachbezugswertes zu berechnen.

Direkte Steuern

Bei den unterschiedlichen Steuerarten wird zwischen geradewegsen und ineinfachen Steuern differenziert. Eine einfache Steuer ist vom Steuerpflichtigen oder über Dritte zu zahlen. Ein Beispiel für die Zahlung über Dritte ist die Lohnsteuer, welche vom Arbeitgeber geschuldet wird. Neben der Einkommensteuer und der Lohnsteuer gehören auch die Kapitalertragsteuer und die Körperschaftsteuer zu den wichtigsten einfachen Steuern. Bei ineinfachen Steuern schuldet ein Dritter, beispielsweise ein Verkäufer, die betreffende Steuer, während die letztlich durch die Steuer belastete Person nicht zur Abführung der Steuer an das Finanzamt verpflichtet ist. Die Ergebung von ingeradewegsen Steuern erfolgt über den Preis der jeweiligen Ware und Dienstleistung. Beispiele für ineinfache Steuern sind neben der Umsatzsteuer auch die Stromsteuer aber auch die Mineralölsteuer und die Tabaksteuer.

Dissertation

Erfolgt die Dissertation aus beruflichen Gründen (für das berufliche Weiterkommen) können die Promotionskosten als Werbungskosten sindd gemacht werden. Der bisherige Gesetzestext sah die Kosten zur Erlangung der Doktorwürde als Ausbildungskosten vor und nicht als Werbungskosten. Ebenso galt auch die Promotion nach Berufseintritt beziehungsweise eine Zweitpromotion als Ausbildungskosten vor. Ausbildungskosten können nur als Sonderausgaben abgezogen werden. Sollten auswärtige Kosten für Unterbringung anfallen, so könnte ein Betrag abgezogen werden. Eine notwendige Dissertation aufgrund eines jeden Dienstverhältnisses zählt jedoch nicht zu den Ausbildungskosten. In diesem Fall können Promotionskosten wieder als Werbungskosten sindd gemacht werden.

Unser Hinweis:

Um zu erreichen das die gesamten Promotionskosten zählend gemacht werden können, sollte darauf verwiesen werden, dass die Promotion von erheblicher Bedeutung ist.

Doppelte Haushaltsführung

Eine doppelte Haushaltsführung liegt vor, falls ein Steuerpflichtiger neben der Wohnung, in der seine Familie lebt beziehungsweise sein Hausstand geführt wird, aus beruflicher Veranlassung noch eine zweite Wohnung an seinem Tätigkeitsort unterhält. Typischerweise kommt eine doppelte Haushaltsführung dann zustande, falls MitArbeiter versetzt werden und neue Arbeitsstellen außerhalb ihres Wohnortes antreten. Bezieht ein MitArbeiter jedoch außerhalb sjedes Arbeitsortes eine zweite Wohnung und behält die Wohnung am Tätigkeitsort weiterhin bei, so handelt es sich nicht um eine doppelte Haushaltsführung im steuerlichen Sinne. Die Zahlungen, die dem MitArbeiter aufgrund einer doppelten Haushaltsführung anfallen, können in der Steuererklärung bei den Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit als Werbungskosten zählend gemacht werden. Stattdessen ist es jedoch auch ausführbar, dass der entstandene Mehraufwand dem abhängig Beschäftigte durch den Arbeitgeber steuerfrei ersetzt wird. Für eine steuerliche Berücksichtigung als notwendiger Mehraufwand im gemeinsamhang mit doppelter Haushaltsführung kommen zum Beispiel eine wöchentliche Heimfahrt, Kosten für Familien-Ferngespräche, Fahrtkosten am Beginn und am Ende einer doppelten Haushaltsführung, Umzugskosten, für die Zweitwohnung anfallende Zahlungen wie Miete beziehungsweise Einrichtungskosten aber auch Verpflegungsmehraufwand für drei Monate in Betracht. Ging der Tätigkeit am neuen Tätigkeitsort eine Dienstreise voraus, so ist diese Zeit auf die genannte Dreimonatsfrist anzurechnen.

Unser Tipp

s: Nachdem eine doppelte Haushaltsführung zuvor höchstens für zwei Jahre anerkönntet worden war, entschied das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 04.12.2002 , dass eine doppelte Haushaltsführung ohne zeitliche Begrenzung anzuerkennen sei, sofern beide Ehepartner einer Berufstätigkeit nachgehen. Seit 2003 ist diese neue Rechtslage anzuwenden. Im Falle einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft ist die doppelte Haushaltsführung unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls anzuerkennen. Notwendigkeiten für die Anerkennung sind das Vorhandensein von mindestens einem gemeinsamen Kind und die Berufstätigkeit beider Partner; außerdem müssen beide Partner eine Wohnung als gemeinsamen Lebensmittelpunkt bestimmt haben. Nach einem Urteil des BFH muss die Bestimmung des gemeinsamen Lebensmittelpunkts jedoch mit der Geburt des gemeinsamen Kindes in einem zeitlichen zusammenhang stehen. Auch ledige abhängig Beschäftigte können laut aktueller BFH-Rechtsprechung eine doppelte Haushaltsführung begründen, vorausgesetzt der Arbeitnehmer führt seinen Haupthaushalt am Ort seines jeden Lebensmittelpunktes. Auch wenn der Hauptwohnsitz im Rahmen eines jeden Ortes verlegt wird, gibt es die doppelte Haushaltsführung nach Auffassung des Bundesfinanzhofs weiter. Ein Umzug aus der ehelichen Wohnung in die Wohnung der Lebensgefährtin, die sich nur wenige Straßen entfernt befindet, stellt laut BFH den Fortbestand der doppelten Haushaltsführung ebenfalls nicht infrage.

Drittaufwand

Kosten, die einem Dritten durch die Einkunftserzielung eines Steuerpflichtigen existieren, werden als Drittaufwand bezeichnet. Diese können nicht als Werbungskosten oder auch als Betriebsausgaben steuerlich sindd gemacht werden. Ein Drittaufwand entsteht etwa, sobald eine andere Person die Anschaffungskosten übernimmt und die angeschaffte Sache vom Steuerzahler dazu genutzt wird, um damit Einkünfte zu erzielen.
Ein Steuerpflichtiger hat jedoch die Möglichkeit, einen Drittaufwand als sogenannte Abkürzung des Zahlungsweges steuerlich sindd zu machen. Dies ist etwa dann der Fall, wenn ein Dritter mit seinem Einverständnis eine Kaufsache bezahlt und damit eine Schuld, die er beim betreffenden Steuerpflichtigen hat, damit tilgt. Bedingung hierfür ist, dass der Dritte den fälligen Geldwert im Auftrag des Steuerpflichtigen an de Gläubiger bezahlt.
Schließt der Dritte dagegen auf eigenen Namen einen Vertrag ab, dann kann die Zahlung dazu nur dann vom Steuerpflichtigen als Aufwendung abgezogen werden, falls es sich hierbei um ein Geschäft des täglichen Lebens handelt. Ein abgekürzter Zahlungsweg bei Dauerschuldverhältnissen zählt hingegen nicht als abziehbare Aufwendung für den steuerpflichtigen Bürger. Die einzelnen Rahmenbedingungen zur Abzugsausführbarkeit von Drittaufwand gehen aus einem Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen vom 09.08.2006 (IV C 3 – S 2211 – 21/06) hervor.

Kleiner Hinweis:

In der Praxis istn Steuerzahler generell darauf achten, dass es nicht zu einem Drittaufwand kommt. Werden zum Beispiel die Kreditzinsen für eine Immobilie von dem Ehepartner überwiesen, welchem die Immobilie nicht gehört, so darf der Eigentümer diese nicht als Werbungskosten steuerlich zählend machen.

Durchlaufende Posten

Als durchlaufende Posten gelten Beträge, welche im Namen und für Rechnung eines jeden anderen vereinnahmt und verausgabt werden. Dabei müssen schon bei der Vereinnahmung beziehungsweise Verausgabung des Geldes der Wille und die Verpflichtung bestehen, den betreffenden Betrag weiterzuleiten. Zu den durchlaufenden Posten zählen etwa Zahlungen auf notarielle Anderkonten. Auch Auslagen, die ersetzt werden, sind als durchlaufende Posten, – so etwa zunächst von einem Auftragnehmer übernommene aber später durch den Auftraggeber ersetzte Fahrt- und Telefonkosten. Kein durchlaufender Posten ist dagegen die Umsatzsteuer. Bei der Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung werden durchlaufende Posten weder als Betriebsausgaben noch als Betriebseinnahmen angesetzt. Ist ein Unternehmer zur Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich und somit zur Aufstellung von Bilanzen verpflichtet, wurden die durchlaufenden Posten zu aktivieren beziehungsweise zu passivieren. Bei durchlaufenden Posten handelt es sich jedoch nicht um umsatzsteuerpflichtige Entgelte.

Durchlaufspenden

Juristische und kirchliche Personen des öffentlichen Rechts haben Möglichkeit, erhaltene Spenden an einen Zuwendungsempfänger weiterzuleiten. Notwendigkeit dafür ist, dass die Durchlaufstelle zuvor auch die wirtschaftliche Verfügungsmacht über die Spenden bekommen hat. Hierzu reicht es aus, die Spende auf ihrem Konto zu verbuchen. Sowohl die Vereinnahmung wie auch die Verwendung der Spende muss dabei von der Durchlaufstelle nachgewiesen werden.
Eine Weiterleitung könnte nur an solche Empfänger erfolgen, die eine Anerkennung zur Verfolgung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke besitzen. Dies muss vor einer Weiterleitung durch die Durchlaufstelle nachgeprüft werden. Bei Sachspenden gilt, dass die Durchlaufstelle vor einer Weiterleitung das Eigentum an derselben Sache gekauft hat.

Unser Tipp:

Der endgültige Empfänger einer Spende muss seinen Status der Gemeinnützigkeit bereits zu dem Datum innehaben, zu dem die Durchlaufstelle diese erhält. Andernfalls ist es nicht machbar, welchese als Betriebs- beziehungsweise Sonderausgabe steuerlich geltend zu machen.


 

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Eheähnliche Lebensgemeinschaft

Im Steuerrecht werden die eheliche und die eheähnliche Lebensgemeinschaft nicht gleichgestellt. Für die eheähnliche Lebensgemeinschaft ergeben sich zumeist Nachteile. Im Gegensatz zur ehelichen Lebensgemeinschaft bringt die eheähnliche Lebensgemeinschaft keinerlei Steuervorteile, im Falle, dass unterschiedliche Einkommensverhältnisse gegeben sind. Zudem haben finanziell schlechter gestellte Partner einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft, im Fall einer Trennung, keinen Anspruch auf Unterhaltsleistungen, wie es bei einer Scheidung beziehungsweise Trennung in der Zusammenfassung der Ehe der Fall wäre. Bei der steuerlichen Berücksichtigung von Kindern ist die eheähnliche Lebensgemeinschaft der ehelichen Gemeinschaft gleichgestellt. Ein weiterer Nachteil der eheähnlichen Lebensgemeinschaft ergibt aus einem Erbe oder einer Schenkung. Hier müssen die eheähnlichen Lebenspartner wesentlich höhere Steuern zahlen, als die Ehepartner. Zusätzliche Nachteile ergeben sich in Bezug auf die Grunderwerbssteuer, von welcher einzig Ehepartner, sofern bestimmte Notwendigkeiten erfüllt sind, befreit werden können. Weiterhin könnten eheähnliche Partner Schwierigkeiten bei der Erklärung einer doppelten Haushaltsführung bekommen. Ein wesentlicher Vorteil der eheähnlichen Lebensgemeinschaft zeigt sich allerdings bei der Anerkennung von schuldrechtlichen Verträgen, welche keinem Fremdvergleich standhalten müssen.

Passender Hinweis:

Aufgrund der zahlreichen, machbaren Vorteile einer Ehe könnte sie für viele Lebenspartner interessant sein. Allerdings kommt es auf den Einzelfall an, denn nicht immer ist eine Ehe, aus steuerrechtlichen Gründen, besser als eine eheähnliche Lebensgemeinschaft. Entscheidend ist eine vernünftige Beurteilung der Einkommens- und Vermögenssituation. Grundsätzlich empfiehlt sich eine Ehe, im Falle, dass das gegenseitige Vererben oder Verschenken geplant ist. Weiterhin könnte sich eine Ehe aus steuerlicher Sicht lohnen, falls die Einkommensunterschiede der Partner erheblich sind.

Ehrenamtliche Tätigkeit

Die Einkommenssteuer für Steuerzahler ermäßigt sich um 300 Euro, falls er mindestens 20 Stunden im Monat freiwillige Arbeit leistet. Hierunter zählen alle Tätigkeiten im Auftrag einer nationalen juristischen, öffentlich-rechtlichen Person beziehungsweise in einer Einrichtung, die behinderte, alte oder kranke Personen freiwillig betreut.

Eigenheimzulage

Die Eigenheimzulage ist eine im Jahr 2006 ausgelaufene Förderung der Bundesregierung, die zur Schaffung von selbst benutztem Wohnraum gewährt wurde. Aber alle laufenden Förderungen werden noch in vollem zugesichertem Umfang bedient. Dabei gibt es zwei Stufen. Alle Wohnungen und Eigenheime, welche spätestens am 31. Dezember 2003 gekauft oder fertig gestellt worden wurden, werden noch mit fünf Prozent der Herstellungskosten bis zu einer Maximalgrenze von 2.556 Euro für einen Neubau gefördert. Bei Eigentumswohnungen werden 2,5 Prozent dem Erwerbskosten zugrunde gelegt. Für selbst benutzten Wohnraum in Altbauten wurde eine Zulage von 1.278 Euro gewährt. Wer Kinder hat, darf sich freuen, denn er bekommt pro Kind noch einmal 767 Euro an Eigenheimzulage gewährt.
Die zweite Stufe der Eigenheimzulage gilt für Eigentumswohnungen und Eigenheime, die in den Jahren 2004 fertig gestellt beziehungsweise gekauft worden wurden. Hier liegt die Förderhöhe bei einem Prozent der Produktions- und Anschaffungskosten pro Jahr. Dabei gilt eine Höchstgrenze von 1.250 Euro. Kinder werden mit einem Wert von 800 Euro pro Jahr und „Nase“ bedacht. Die Eigenheimzulage wird jährlich vom zuständigen Finanzamt bezahlt.
Wer noch zu den denjenigen Haus- beziehungsweise Wohnungsbesitzern zählt, welche die Eigenheimzulage bekommen, der darf den Zahlungseingang in Abhängigkeit von den BeTätigkeitungszeiten der Banken zum Ende der dritten Märzwoche jedes jeden Jahres erwarten, denn sie wird vom Gesetzgeber immer am 15. März zur Auszahlung gebracht.

Eigenleistung

Werden bei der Produktion beziehungsweise beim Ausbau von Immobilien Eigenleistungen erbracht, so können diese steuerlich nicht als Kosten berücksichtigt werden, auch sobald sie den Wert der betreffenden Immobilie steigern. Eigenleistungen erhöhen somit nicht die Eigenproduktionskosten einer Immobilie.

Eigentumswohnung

Beim Erwerb einer Eigentumswohnung berechnet sich der Kaufpreis nach dem Verkehrswert beziehungsweise über Teilwerte auf das Grundstück und nicht nach der Restwertmethode. Der enthaltene Anteil für die Instandhaltungsrücklagen ist nicht im Kaufpreis eingerechnet und wird nicht in den Anschaffungskosten enthalten. Es sind die gleichen Abschreibungsgrundsätze wie für Gebäude. Man könnte für Eigentumswohnungen, Einfamilien- beziehungsweise Zweifamilienhäuser erhöhte Abschreibungssätze zählend machen.

Kleiner Tipp:

Dient eine Eigentumswohnung zu mehr als 66 2/3 Prozent privaten Wohnzwecken und ist die Immobilie vor dem 01.01.1987 gekauft worden, dann man im Jahr der Anschaffung und sieben Jahre danach, bis zu 5 Prozent absetzen.

Einbehaltungspflicht

Sobald Dritte die Pflicht zur Einbehaltung und Abführung relevanter Steuern an das Finanzamt haben, spricht der Staat von Einbehaltungspflicht. Beispiele wurden unter anderem die Kapitalertragssteuer (Kreditinstitut) und die Lohnsteuer (Arbeitgeber). Der Arbeitgeber hat zusätzlich die Einbehaltungspflicht bezüglich der vermögenswirksamen Leistungen und die Kirchensteuer. Nachzulesen im Vermögensbildungsgesetz, Kirchensteuergesetz und Einkommenssteuergesetz.

Einkommensteuererklärung

MitArbeiter wurden zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet, sobald
– sie von mehreren Arbeitgebern Arbeitslohn erhalten haben
– Ehepartner die Lohnsteuerklassen-Kombination III/v gewählt haben
– auf der Lohnsteuerkarte Freibeträge eingetragen wurden
– Haushaltsfreibeträge oder Kinderfreibeträge übertragen wurden
– im laufenden Jahr die allgemeine sowie die bestimmte Steuerkarte genutzt wurden
– Nebeneinkünfte und Einnahmen über 410 Euro die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, erzielt wurden
– ein Arbeitnehmer im Jahr des Todes sjedes Ehepartners wieder heiratet.
Personen, die andere Einnahmen als die aus nichtselbstständiger Tätigkeit erzielen – also keine MitArbeiter wurden – müssen eine Einkommensteuererklärung abgeben, sobald ihre Einnahmen den Grundfreibetrag (7 236 Euro für Ledige Personen beziehungsweise 14 472 Euro für Verheiratete im Jahr 2002) übersteigen.
Für Arbeitnehmer lohnt sich in der Regel die Abgabe einer Einkommensteuererklärung auch dann, wenn sie dazu nicht verpflichtet sind. Aufgrund der Pauschbeträge, wie dem abhängig Beschäftigtepauschbetrag, und weiterer Abzugsausführbarkeiten wird in vielen Fällen ein Teil der im Laufe des Jahres abgeführten Lohnsteuer zurückerstattet.
Die Einkommensteuererklärung muss bis zum 31.05. des Folgejahres bei dem zuständigen Finanzamt eingereicht werden.

Einkunftsarten

Das Einkommen von steuerpflichtigen Bürger unterliegt der Einkommensteuer. Das Einkommensteuergesetz definiert, was als Einkommen zu betrachten und entsprechend zu bewerten ist. Hierzu werden sieben grundsätzliche Einkunftsarten definiert. Einnahmen, welche unter eine dieser Einkunftsarten fallen, sind in Deutschland steuerpflichtig:
1. Einnahmen aus Land- und Forstwirtschaft;
2. Einkünfte aus Gewerbebetrieb;
3. Einkünfte aus selbstständiger Arbeit;
4. Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit;
5. Einkünfte aus Kapitalvermögen;
6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung;
7. Sonstige Einnahmen
Zu den sonstigen Einnahmen gehören Renten, wiederkehrende Bezüge, private Veräußerungsgeschäfte, Unterhaltsleistungen und Leistungen, welche sich aus Verträgen zur Altersvorsorge ergeben.
Ist es nicht machbar, Einkünfte einer der genannten Einkunftsart zuzuordnen, so sind diese steuerfrei. Beispiele hierfür sind Gewinne aus Lotterien. Diese gehören keiner der sieben Einkunftsarten an und wurden somit steuerfrei. Auch Gewinne, die bei privaten Veräußerungen zu Buche schlagen, werden nicht als einkommensteuerpflichtiges Einkommen gesehen. Beim Verkauf von Immobilien und Wertpapieren können jedoch steuerpflichtige Einnahmen entstehen.

Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung

Als solche Einkünfte zählen alle Einnahmen, welche aufgrund der Überlassung von Wohnraum beziehungsweise Immobilien oder auch durch das Verpachten von Grundbesitz gewonnen werden. Weiterhin gehören auch solche Einnahmen hierzu, welche aus der Vermietung von betrieblichem Vermögen und Vermögensgegenständen und auch aus der Überlassung von Rechten stammen. Als Rechte sind dabei insbesondere Urheberrechte aus geschriebenen beziehungsweise anderen künstlerischen Werken sowie Urheberrechte aus gewerblicher Natur. Ebenfalls zu den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung werden Einnahmen gerechnet, die aus der Veräußerung von Miet- und Pachtzinsforderungen stammen.
Falls die entsprechenden Immobilien, Grundstücke oder Rechte dem vorhandenen Betriebsvermögen angehören, zählen die daraus erzielten Einnahmen als Betriebseinnahmen. Somit handelt es sich hierbei um Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb.
Im Jahre 2004 wurden für Vermieter neue Vorschriften zur Umsatzsteuer eingeführt. Diese betreffen Reinigungs- und Bauleistungen, welche von ausländischen Unternehmen ausgeführt wurden. Für diese Leistungen besteht seither eine Zahlungsverpflichtung beziehungsweise eine Steuerschuld gegenüber den Finanzbehörden. Für den Fall, dass der Vermieter mehr als zwei Wohnungen besitzt, ist die Umsatzsteuer nun nicht mehr an das jeweilige Firmen, sondern unmittelbar an die zuständigen Finanzbehörden zu zahlen.
Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 17.08.2001 (Aktenzeichen: V R 1/01) müssen das Finanzämter anerkennen, wenn ein Unternehmer die Vorsteuerbeträge nach dem Verhältnis der Ausgangsumsätze aufteilt. Dies gilt dem Urteil zufolge immer als sachgerechte Schätzung. Bestehen Unklarheiten, betreffs der Gewinnerzielungsabsicht eines jeden Vermieters, so kann das Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen vom 08.10.2004 zur Klärung herangezogen werden.

Kleiner Hinweis:

Vermieter, welche Wohnraum an nahe Verwandte vermieten, mussn die Miethöhe in keinem Fall zu gering ansetzen. Andernfalls kann die Finanzbehörde den Abzug der Werbungskosten streichen. Wenn ein Mieter anhand Abstandszahlungen zum Verlassen der Wohnung bewegt werden soll, so können diese immer dann als Werbungskosten geltend gemacht werden, sobald die Wohnung nach Auszug des Mieters wieder neu vermietet wird.

Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit

Eine selbstständige und freiberufliche Tätigkeit liegt immer dann vor, wenn die Tätigkeit nicht weisungsgebunden ist. Außerdem darf keine Einbindung in eine Organisationsstruktur, wie zum Beispiel jedes Firmens beziehungsweise Ingenieurbüros, vorliegen. Der Selbstständige trägt sein unternehmerisches Risiko selbst. Für Freiberufler gibt es gemäß § 18 des Einkommenssteuergesetzes einen speziellen Katalog, in dem alle infrage kommenden Berufe und Berufsgruppen aufgelistet wurden. Typische freiberufliche Tätigkeiten sind unter anderem: Rechtsanwalt, Arzt, Steuerberater, Architekt und Schriftsteller. Alle im Rahmen der freiberuflichen Tätigkeit erhälten Einnahmen sind nicht gewerbesteuerpflichtig. Bei einer gewerblich ausgeübten Tätigkeit zählen andere Regelungen. Von einer gewerblichen Tätigkeit geht der Staat aus, sobald eine Beteiligung an der allgemeinen Wirtschaft vorliegt. Außerdem muss eine Gewinnerzielungsabsicht erkennbar sein. Tätigkeiten in der Land- und Forstwirtschaft sind hiervon ausgenommen. Ein Gewerbebetrieb muss außerhalb des privaten Umlaufvermögens geführt werden.

Unser Tipp:

Erzielt der Selbstständige sowohl Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb als auch aus freiberuflicher Tätigkeit, gilt die sogenannte Abfärbetheorie. Die gewerbliche Tätigkeit infiziert entsprechend die freiberufliche Tätigkeit. Deshalb unterliegen die gesamten Einkünfte der Gewerbesteuer. Ausnahmen gibt es nur im Fall einer Gewerbesteuerbefreiung der betrieblichen Einkünfte oder sobald die Einnahmen aus freiberuflicher Tätigkeit im steuerlichen Sinn bedeutungslos sind. Stellt ein Architekt ein schlüsselfertiges Haus im Auftrag von Dritten fertig, ist er automatisch gewerblich tätig.

Einkünfte aus nichtselbstständiger Tätigkeit

Arbeitslöhne, Gehälter, Tantiemen, Gratifikationen und andere Bezüge zählen zu Einnahmen aus nicht selbstständiger Tätigkeit. Es können auch Sachbezüge einfließen, wie beispielsweise Waren oder Essenmarken. Sogar Waisen- und Witwenrenten, Warte und Ruhegelder sind aus steuerrechtlicher Sicht wie Einnahmen aus nicht selbstständiger Tätigkeit zu behandeln. Der Gesetzgeber fasst alle Tätigkeiten, welche der Steuerzahler in der Zusammenfassung jedes weisungsgebundenen Beschäftigungsverhältnisses durchführt, als nicht selbstständige Arbeit zusammen. Alle Einnahmen aus diesen Beschäftigungsverhältnissen wurden grundsätzlich der Lohnsteuer zu unterwerfen. Der Arbeitgeber behält die Lohnsteuer automatisch ein und führt sie unmittelbar an das zuständige Finanzamt ab. Hat der abhängig Beschäftigte aufgrund von Werbungskosten, außergewöhnlichen Belastungen und Sonderausgaben am Jahresende insgesamt zu viel Lohnsteuer überwiesen, darf er diese nach Ablauf des Jahres im Rahmen der Einkommenssteuererklärung vom Gesetzgeber zurückfordern. Hierfür ist ein amtliches Formular auszufüllen und alle Ansprüche sind durch Belege zu beweisen. Für MitArbeiter mit beschränkter Steuerpflicht zählen gesonderte Regelungen.

Einkünfte aus Kapitalvermögen

Als Einkünfte aus Kapitalvermögen zählen zum Beispiel Zinsen und Dividenden, welche aus sich im Privatbesitz stehenden Vermögen erzielt werden. Gehört das betreffende Vermögen dagegen zum Betriebsvermögen, dann zählen die Einnahmen daraus nicht als Einkünfte aus Kapitalvermögen. Diese werden immer den Betriebseinnahmen zugerechnet, und werden folglich als Einnahmen aus dem Gewerbebetrieb behandelt. Zu den Einnahmen aus Kapitalvermögen gehören unter anderem Gewinnausschüttungen, Zinsen aus Hypotheken und sonstigen Kapitalforderungen, Grundschulden und auch daraus resultierende Renten und auch Einkünfte aus stillen Beteiligungen.
Zunächst unterliegen Einnahmen aus Kapitalvermögen immer der Kapitalertragssteuer. Dabei handelt es nicht um eine eigenständige Steuerart, sondern um eine besondere Form der Einkommenssteuer. Diese wird als Quellensteuer einfach von der depot- bzw. kontoführenden Bank an das zuständige Finanzamt abgeführt. Bei der jährlichen Steuererklärung haben Steuerzahler dann die Möglichkeit zu viel gezahlte Steuern wieder zurückzufordern. Die Kapitalertragssteuer wird erst dann fällig, sobald ein Freibetrag von 801 Euro pro steuerpflichtiger Person überschritten wurde. Bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren gilt ein doppelter Freibetrag von 1.602 Euro. Um den Freibetrag zu nutzen, muss bei der betreffenden Bank ein Freistellungsauftrag gestellt werden.

Passender Tipp:

Werbungskosten, welche in direktem gemeinsamhang zu den Einnahmen stehen, können bei der Steuererklärung zählend gemacht werden. Anerdarft werden zum Beispiel Gebühren für ein Depot, der Kauf von Fachzeitschriften und die Teilnahme an einer Hauptversammlung.

Einnahmen aus Gewerbebetrieb

Als Gewerbebetrieb gilt jede selbständige Tätigkeit, welche nachhaltig mit dem Ziel ausgeübt wird, Gewinne zu erwirtschaften. Nicht als Gewerbebetrieb sind land- und forstwirtschaftliche Betriebe und freiberufliche Tätigkeiten. Der Gewerbebetrieb muss von der privaten Vermögensverwaltung abgegrenzt werden.
Als Einnahmen aus Gewerbebetrieb gelten
– Einkünfte aus dem geschäftlichen Firmen
– Gewinnanteile von Gesellschaftern einer Personengesellschaft
– Einnahmen von gewerblich geprägten Personengesellschaften
– Gewinne aus der Veräußerung eines Betriebs, eines jeden Teilbetriebs oder wesentlicher Beteiligungen einer Kapitalgesellschaft.
Die Einnahmen aus Gewerbebetrieb sind einkommensteuer- und gewerbesteuerpflichtig.
Grundsätzlich darf der Gewinn des Gewerbebetriebs wahlweise nach dem Betriebsvermögensvergleich und der Einnahmen-Überschuss-Rechnung festgestellt werden. Das gilt nicht, wenn der Gewerbebetrieb aufgrund der Rechtsform oder infolge der Überschreitung von Größenmerkmalen wie Gewinn, Umsatz beziehungsweise MitArbeiterzahl zur Aufstellung einer Bilanz verpflichtet ist.

Ein-Prozent-Regelung

Die Ein-Prozent-Regelung ist eine umgangssprachliche Bezeichnung der Listenpreismethode, welche zur Ermittlung des geldwerten Vorteils bei privat verwendeten Firmenwagen verwendet wird. Eine Alternative zur Ein-Prozent-Regelung ist die Berechnung eines jeden individuellen Kilometersatzes. Maßgebend für die Höhe des geldwerten Vorteils ist bei der Listenpreismethode beziehungsweise Ein-Prozent-Regelung immer der Grund, aus dem ein durch das Firmen überlassenes Fahrzeug privat verwendet wird. Der festgestellte geldwerte Vorteil wird zum Einkommen einer steuerpflichtigen Personen zugerechnet und unterliegt somit der Einkommenssteuer.
Für reine Privatfahrten beträgt der geldwerte Vorteil ein Prozent, des inländischen Listenpreises des verwendeten Fahrzeugs. Für Fahrten zwischen der Wohnung und dem Tätigkeitsplatz werden 0,03 Prozent des inländischen Listenpreises als geldwerter Vorteil angesetzt. Dabei zählt jeder Entfernungskilometer für die einfache Strecke bzw. Hin- oder Rückweg. Ebenfalls geregelt wurden Fahrten zwischen Beschäftigungsort und Wohnort im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung. Wird dafür der dienstlich überlassene PKW genutzt, so werden für jeden Entfernungskilometer 0,02 des inländischen Listenpreises als geldwerter Vorteil angesetzt.

Unser Tipp:

Wird ein durch den Arbeitgeber überlassenes Fahrzeug einzig zu dienstlichen Zwecken benutzt, so muss dies gegenüber den Finanzbehörden immer nachgewiesen werden. Kann ein solcher Nachweis nicht erbracht werden, dann ist die Finanzbehörde berechtigt, automatisch auch eine private Nutzung zu unterstellen. In diesem Fall wird der geldwerte Vorteil durch der Ein-Prozent-Regelung durch den Staat ermittelt und dem steuerpflichtigen Einkommen zugeschlagen. Dies hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 07.11.2006 (Aktenzeichen: VI R 19/05) so entschieden. Kommt die Ein-Prozent-Regelung zur Anwendung, so wurden damit automatisch auch alle anderen mit der betreffenden Fahrt zusammenhängenden Kosten abgegolten. Hierzu gehören etwa auch Kosten aufgrund eines jeden Unfalls, welcher sich bei einer privaten Fahrt mit dem Dienstwagen ereignet hat. Eine weitere Entscheidung des Bundesfinanzhofs besagt, dass ein für private Fahrten gezahltes Entgelt nicht automatisch die Ein-Prozent-Regelung ersetzt. Es muss deshalb immer ein Fahrtenbuch geführt werden, um die durchgeführten Privatfahrten zu berechnen.

Einsatzwechseltätigkeit

Die Begriffe Fahrtätigkeit, Einsatzwechseltätigkeit und Dienstreise sind unter dem Begriff Auswärtstätigkeit in Verbindunggefasst.Wechseln die Tätigkeitsstellen, an denen der abhängig Beschäftigte beschäftigt ist ständig, ist von einer Einsatzwechseltätigkeit auszugehen. Dies betrifft vor allem MontageArbeiter sowie Bau- und Leihpersonal. Fahrtkosten sind dementsprechend Werbungskosten und können steuermindernd geltend gemacht werden. Auch die steuerfreie Erstattung der auch wirklich entstandenen Fahrtkosten durch den Arbeitgeber ist machbar. Alle Fahrten zwischen Einsatzstelle und der Wohnung sowie Fahrten zwischen verschiedenen Einsatzstellen sind zu berücksichtigen. Bis zum 31. Januar 2007 musste die einfache Strecke mindestens 30 km betragen und die Tätigkeit an derselben Einsatzstelle durfte nicht länger als 3 Monate dauern, um überhaupt berücksichtigt zu werden. Diese Regelung ist seit dem 01 Januar 2008 entfallen. Für die Übernachtung am Wohnort gilt: Wird das eigene Kraftfahrzeug verwendet, ist der Nachweis mittels pauschalem beziehungsweise individuellem Kilometersatz möglich. Für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurden die Fahrausweise aufzubewahren. Sie dienen als Belege für die Berechnung der Fahrtkosten gegenüber dem Finanzamt. Falls der Einsatz am selben Ort länger als die erlaubten drei Monate dauert, wurden pauschale Berechnungen nicht erlaubt. Allerdings lassen sich die Aufwendungen trotzdem steuerlich ansetzen. Ab dem vierten Monat greift nämlich bereits die gesetzlich festgelegte Entfernungspauschale. Für die Übernachtung am Einsatzort gilt: Als Werbungskosten zählen neben den täglich anfallenden Fahrtkosten auch der Verpflegungsmehraufwand und die selbst bezahlten Kosten für die Unterkunft. Der genaue Wert für den Verpflegungsmehraufwand richtet sich nach der Dauer der Abwesenheit vom Wohnort. Allerdings darf die Verpflegungspauschale nur drei Monate in Anspruch genommen werden.

Einspruch

Bei einem Einspruch handelt es sich um einen außergerichtlichen Rechtsbehelf, der gegen Verwaltungsakte eingelegt werden könnte. Er verhindert, dass die betreffenden Verwaltungsakte Bestandskraft erlangen. Bedingung für das Einlegen jedes Einspruchs ist, dass es sich um eine Abgabenangelegenheit handelt, bei der der Einspruch statthaft ist. Zudem muss der Einspruch form- und fristgerecht eingelegt werden. Dies bedeutet, dass der Einspruch schriftlich eingereicht oder zur Niederschrift erklärt werden muss und dass dabei die Rechtsbehelfsfrist von einem Monat ab Zugang des (Steuer-)Bescheids nicht überschritten wird. Falls die Frist an einem Samstag und Sonntag beziehungsweise an einem Feiertag endet, verlängert sie sich um den nächstfolgenden Werktag. Ein form- und fristgerechter Einspruch ist zunächst wirksam auch ohne Angabe von Gründen und es ist machbar, welche Begründung binnen angemessener Frist nachzureichen. Für das Einlegen eines jeden Einspruchs existieren dem Steuerzahler keine Kosten. Es ist aber auch mit der Möglichkeit zu rechnen, dass die Rechtssache sich zuungunsten des Steuerzahler entwickelt. Falls die zuständige Behörde nicht dem Einspruch stattgibt, darf gegen durch einer Klage beim Finanzgericht gegen diese Entscheidung vorgegangen werden. Gegen Steuerbescheide sollte Einspruch erhoben werden, wenn sich aufgrund neuer Tatsachen – wie beispielsweise durch Auffindung von noch nicht berücksichtigten Belegen – steuermindernde Umstände ergeben haben oder falls die Finanzbehörde ohne Begründung Kosten nicht anerkannt beziehungsweise nicht berücksichtigt hat, welche in der Steuererklärung sindd gemacht wurden.

Entfernungspauschale

Durch die Entfernungspauschale werden die Kosten abgegolten, welche einem abhängig Beschäftigte für die Fahrten von seiner Wohnung zur täglichen Arbeitsstätte und zurück existieren. Vor diesem Hintergrund wird die Entfernungspauschale umgangssprachlich oft auch als „Pendlerpauschale“ beschreibt. Im Rahmen der Steuererklärung ist die Entfernungspauschale als Bestandteil der Werbungskosten bei Einnahmen aus nichtselbstständiger Tätigkeit zu erklären. Der Ansatz der Entfernungspauschale erfolgt immer unabhängig davon, welches Verkehrsmittel der Steuerpflichtige benutzt. Folglich dürfen auch diejenigen abhängig Beschäftigte die Entfernungspauschale als Werbungskosten ansetzen, die täglich zu Fuß und per Fahrrad zur Tätigkeit kommen. Für Wege zu derselben regelmäßigen Arbeitsstätte darf die Entfernungspauschale nur einmal pro Tätigkeitstag angesetzt werden. Zusätzliche Fahrtkosten, welche etwa dadurch anfallen, dass ein MitArbeiter während der Mittagspause nach Hause fährt und später wieder an seine Tätigkeitsstätte zurückkehrt, können steuerlich nicht berücksichtigt werden.
Für alle Fälle, in denen der Weg zwischen der Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte zu Fuß, per Fahrrad beziehungsweise mit einem Moped, Motorroller oder Motorrad zurückgelegt wird, ist die anzusetzende Entfernungspauschale auf höchstens 4.500 Euro pro Kalenderjahr begrenzt (sogenannte Kostendeckelung). Diese Begrenzung gilt auch, wenn die Strecke im Rahmen einer Fahrgemeinschaft per Pkw zurückgelegt wird, und zwar für jene Tage, an denen der Steuerpflichtige nicht seinen eigenen und einen ihm zur Nutzung überlassenen Wagen für die Fahrgemeinschaft einsetzt. Bei Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Entfernungspauschale ebenfalls auf 4.500 Euro p. a. begrenzt, es sei denn, der MitArbeiter könnte höhere Aufwendungen belegen und glaubhaft machen. Nutzt der abhängig Beschäftigte für den Arbeitsweg einen eigenen und einen ihm zur Nutzung überlassenen Pkw, dann gilt die Begrenzung auf 4.500 Euro nicht. Nachzuweisen und glaubhaft zu machen ist dann lediglich, dass der Arbeitsweg mit dem eigenen oder zur Nutzung überlassenen Pkw zurückgelegt wurde, während ein Nachweis der stattfindenen Aufwendungen nicht notwendig ist, um gegebenenfalls – bei entsprechend langem Fahrtweg – einen höheren Wert als 4.500 Euro jährlich anzusetzen. Pro Entfernungskilometer zwischen der Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte – also nicht für die gesamte tägliche Wegstrecke, welche bei gleichem Hin- und Rückweg das Doppelte beträgt – dürfen 0,30 Euro als Entfernungspauschale angesetzt werden. Damit errechnet sich die gesamte Entfernungspauschale für ein Kalenderjahr durch Multiplikation des Betrages von 0,30 Euro mit der Zahl der vollen Entfernungskilometer und auch mit der Zahl der Tätigkeitstage im Jahr.
Bis zum 31.12.2003 war die Entfernungspauschale in den vorstehend genannten Fällen auf 5.112 Euro im Jahr begrenzt und betrug jeweils für die ersten 10 Entfernungskilometer 0,36 Euro, für alle Entfernungskilometer darüber hinaus jeweils 0,40 Euro pro Kilometer. Seit dem 01.01.2004 gilt die reduzierte einheitliche Pauschale von 0,30 Euro pro Entfernungskilometer; zugleich wurde die Kostendeckelung von 5.112 Euro auf 4.500 Euro gesenkt. Ab 01.01.2007 konnten Kosten für den täglichen Tätigkeitsweg nur noch von Fernpendlern ab dem 21. Entfernungskilometer mit 0,30 Euro pro Entfernungskilometer geltend gemacht werden. Nach einer dem entsprechenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wird jedoch rückwirkend ab 01.01.2007 wieder die bis 2006 zählende Gesetzeslage fortgeführt; Details dazu finden sich in einem BMF-Schreiben vom 31.08.2009.

Kleiner Tipp:

Für die Berechnung der Entfernungspauschale ist jeweils die kürzeste Wegstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zugrunde zu legen. Allerdings akzeptiert der Staat auch eine auf einer längeren Wegstrecke basierende Entfernungspauschale, wenn der Steuerzahler dafür eine stichhaltige Begründung angibt. Eine solche Begründung kann etwa sein, dass die wirtschaftlich verwendete Strecke nicht nur länger, sondern auch verkehrsgünstiger ist und somit im Vergleich zur kürzesten Strecke zu einer erheblichen Zeitersparnis führt.

Entgeltumwandlung

Für abhängig Beschäftigte gibt es ein grundsätzlicher Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer Entgeltumwandlung. Hierfür können 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze aus der Rentenversicherung genutzt werden. Auf, welche Art die betriebliche Altersvorsorge erfolgt, bleibt dabei dem Arbeitgeber überlassen. Möglich ist etwa ein Pensionsfonds, eine Pensionskasse und eine Direktversicherung.

Unser Tipp:

Wenn die Entgeltansprüche auf einem Tarifvertrag beruhen, dann darf eine Entgeltumwandlung nur dann durchgeführt werden, sobald dies im Tarifvertrag auch so vorgesehen ist.

Entlassungsentschädigung

Die Entlassungsentschädigung wird gemeinhin auch als Abfindung beschreibt und zumeist nach Auflösung jedes Beschäftigungsverhältnisses vom Arbeitgeber an den ehemaligen Arbeitgeber bezahlt. Dabei gilt immer nur dann eine steuerliche Vergünstigung, falls die Betriebszugehörigkeit auf Betreiben des Arbeitgebers beziehungsweise aber aufgrund des Urteils jedes Gerichts erfolgt ist. In anderen Fällen muss eine Entlassungsentschädigung in voller Höhe versteuert werden. Liegt ein Grund für eine steuerliche Ermäßigung vor, so hängt die Höhe vom Alter der betreffenden Person und der Dauer seiner Betriebszugehörigkeit ab.
Angenommen die steuerpflichtige Person hat das 55. Lebensjahr vollendet und war mindestens 20 Jahre beim Firmen beschäftigt so gilt ein Freibetrag in Höhe von 11.000 Euro. Bei einem Veranlagungszeitraum vor dem 31.12.2003 erhöht sich die steuerliche Vergünstigung auf 12.271 Euro. Für Ehemalige Arbeitnehmer die mindestens 15 Jahre einem Betrieb angehört haben und das 50. Lebensjahr vollendet haben wird ab dem Veranlagungszeitraum 2004 ein Freibetrag von 9000 Euro und davor ein Freibetrag von 10.226 Euro gewährt. Falls Lebensalter und Betriebszugehörigkeit unterhalb dieser Werte liegen, sind betreffs des Freibetrags einheitliche Regelungen. Die steuerliche Vergünstigung liegt dann bei einem Veranlagungszeitraum ab 2004 bei 7.200 Euro und für einen früheren Zeitraum bei 8.181 Euro.
Für abhängig Beschäftigte, welche das 55. Lebensjahr vollendet haben, gilt ein zusätzlicher Bewertungsaufschlag, im Falle, dass die komplette Entlassungsentschädigung innerhalb eines Veranlagungszeitraums ausbezahlt wurde. Einschränkungen gelten auch dann, falls der abhängig Beschäftigte noch nach seinem Ausscheiden den Firmenwagen nutzt. In diesem Fall gehen die gesamten steuerlichen Vergünstigungen verloren. Unbedenklich sind dagegen Zuwendungen, welche die Folgen einer ausführbaren Tätigkeitslosigkeit verringern sollen. Hierunter fallen unter anderem Förderungen des Arbeitgebers für eine Weiterbildungsmaßnahme.
Das Bundesministerium für Finanzen hat für offene Fragen zur steuerlichen Behandlung von Entlassungsentschädigen am 24. Mai 2004 ein dem entsprechendes Schreiben herausgegeben.

Passender Tipp:

Besteht die Gefahr, dass nach Beendigung des Tätigkeitsverhältnisses eine längere Tätigkeitslosigkeit folgt, ist es ratsam geradewegs bei Auflösung des Vertrags die Zahlung einer Beihilfe vereinbart werden. Diese entspricht der Höhe des späteren Arbeitslosengeldes. Der Vorteil ist, dass eine solche Beihilfe keinerlei Auswirkungen auf die Höhe der Freibeträge hat. abhängig Beschäftigte haben die Möglichkeit, direkt im Tätigkeitsvertrag eine bestimmte Entlassungsentschädigung zu vereinbaren. Eine solche Vereinbarung hat keinerlei Einfluss auf einen möglichen Freibetrag.

Entlastungsbetrag

Ab dem Jahr 2004 wird der Haushaltsfreibetrag durch einen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende mit Kindern in Höhe von 1 308 Euro ersetzt. Die Gewährung des Entlastungsbetrages setzt voraus, dass
– dem Alleinerziehenden der Kinderfreibetrag beziehungsweise das Kindergeld für das Kind zusteht
– der Steuerpflichtige in Form einer Haushaltsgemeinschaft mit dem Kind in einer gemeinsamen Wohnung lebt
– der alleinerziehende Steuerzahler und das Kind die Wohnung als Hauptwohnsitz nutzen und beide auch dort gemeldet sind. Der Entlastungsbetrag könnte nicht auf einen anderen Elternteil übertragen werden. Steuerzahler gelten als Alleinstehende, sobald sie keine Haushaltsgemeinschaft mit einer Person außer dem Kind bilden und die Bedingungen für eine in Verbindungveranlagung nicht erfüllen. Lebt der Steuerpflichtige in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, könnte er somit den Entlastungsbetrag nicht beanspruchen. Der Entlastungsbetrag wird nur für die Kalendermonate gewährt, in dem die gesetzlichen Notwendigkeiten vorliegen. Er wird von der Summe der Einkünfte abgezogen, nicht vom Einkommen wie der bisherige Haushaltsfreibetrag.

Entschädigung

Zahlt der Arbeitgeber seinem MitArbeiter eine Entschädigung, so ist diese als Tätigkeitslohn zu versteuern. Dabei ist unerheblich, ob die Entschädigung einen Ersatz für entgangene Einkünfte und verhinderte Arbeitsleistungen darstellt. Vom Arbeitgeber ausgezahlte Entschädigungen im gemeinsamhang mit MitArbeiterleistungen sind dagegen steuerfrei, sobald dies per Gesetz eindeutig festgelegt ist. Das betrifft etwa Verpflegungspauschbeträge beziehungsweise von Arbeitgeber übernommene Übernachtungskosten bei auswärtiger Unterbringung. Eine ermäßigte Steuer erhebt der Gesetzgeber auf sonstige Bezüge, im Falle, dass sie mit der Tätigkeitsleistung in unmittelbarem zusammenhang stehen und keinen fortlaufenden Arbeitslohn darstellen. Entschädigungen für entgangene Arbeitsleistungen und daraus resultierenden fehlenden Einnahmen wurden immer dann steuerlich begünstigt, wenn die Nichtausübung der Tätigkeit unfreiwillig stattgefunden hat. Verzichtet der MitArbeiter dagegen zeitweise freiwillig auf die Ausübung seiner Arbeit, entfällt jegliche Steuerbegünstigung. Auch sogenannte Kopfgeld- beziehungsweise Abwerbe-Prämien unterliegen vollständig der Lohnsteuerpflicht.

Entsendung von Arbeitnehmern

Immer wenn Arbeitnehmer vom Inland ins Ausland und vom Ausland ins Inland entsendet werden, muss geprüft werden, ob das Lohnsteuer-Abzugsverfahren angewandt werden muss. Wenn ein in- beziehungsweise ausländischer Verleiher vorhanden ist, besteht stets eine Steuerpflicht. In anderen Fällen wird keine Lohnsteuer abgezogen.

Kleiner Tipp:

Bei einem Entfallen des Lohnsteuerabzugs muss der Arbeitnehmer über die Veranlagung Einkommenssteuer auf den bekommenen Lohn Einkommenssteuer zahlen. Im Vorfeld wird jedoch keine Lohnsteuer einbehalten.

Erbbaurecht

Ein Erbbaurecht ist ein veräußerbares und vererbbares Recht, ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden zu besitzen. Es wird im zivilrechtlichen Sinn durch die Eintragung im Grundbuch begründet. Das Erbbaurecht und das damit belastete Grundstück stellen zwei selbstständige wirtschaftliche Einheiten dar, weshalb beide gesondert zu bewerten wurden. Die Bestellung eines jeden Erbbaurechts ist grunderwerbsteuerpflichtig. Zudem unterliegen das Erbbaurecht und – falls darauf kein Gebäude errichtet wurde – das durch das Erbbaurecht belastete Grundstück der Grundsteuer. Vereinnahmte Erbbauzinsen zählen steuerlich zu den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung. Entstehen im zusammenhang mit dem Erwerb eines Erbbaurechts Kosten, so können diese abgeschrieben werden. Dasselbe trifft für die auf Basis eines Erbbaurechts erstellten Gebäude zu. Die Kosten wurden dabei über die Laufzeit des Erbbaurechts zu verteilen. Hält der Steuerpflichtige das Erbbaurecht in seinem Betriebsvermögen, so muss er es als Anlagevermögen ausweisen. Bei den für den Erwerb eines jeden Erbbaurechts anfallenden Zahlungen handelt es sich um Anschaffungskosten. Erbbaurechte unterliegen nicht der Umsatzsteuer. Bis Ende 2003 war es möglich, vorausgezahlte Erbbauzinsen für vermietete Grundstücke vollständig als Werbungskosten bei den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung sindd zu machen. Seit dem 01.01.2004 sind Vorauszahlungen von Erbbauzinsen jedoch nicht mehr sofort absetzbar, sondern müssen über den gesamten Nutzungszeitraum verteilt werden.

Erbengemeinschaft

Treten mehrere Personen gemeinsam ein Erbe an, ist von einer Erbengemeinschaft die Rede. Die Erbengemeinschaft ist in §2032 ff. BGB geregelt: Alle Personen, die dieser Gesamthandsgemeinschaft angehören, haben gemeinsam die Rechte und Pflichten, welche sich aus dem Nachlass ergeben. Dies betrifft auch die Steuer. Der Nachlass gilt als Gesamthandsvermögen, steuerlich wird in die Bruchteils- und die Mitunternehmergemeinschaft unterschieden. Bei der Bruchteilsgemeinschaft werden Überschusseinkünfte versteuert, wie sie zum Beispiel aus Mieteinnahmen der gemeinsamen Immobilie erzielt werden. Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb werden der Mitunternehmerschaft zugeordnet. Die Steuerpflicht der einzelnen Mitglieder der Erbengemeinschaft ergibt sich aus dem Gewinnverteilungsschlüssel, welcher sich nach den jeweiligen Erbteilen richtet. Eine andere Möglichkeit der Verfügung ist die Auseinandersetzung. Alle Erben haben das Recht, ihren Teil des Nachlasses zu veräußern, wobei jedes Mitglied der Gesamthandsgemeinschaft ein Vorkaufsrecht genießt. Mit der Auseinandersetzung endet die Gemeinschaft. Da bereits mit dem Antritt des Erbes eine Erbschaftssteuer fällig ist, werden bei der Auseinandersetzung keine weiteren Steuern auf die Erlöse erhoben. Weiterhin gibt es die Möglichkeit der Schenkung: Tritt ein Erbe den Teil beziehungsweise einen Anteil sjedes Nachlasses an einen anderen Erben ab, wird dies steuerlich als Schenkung behandelt. Umfasst der Nachlass Schulden, können diese als Anschaffungskosten steuerlich geltend gemacht werden, wie der BFH im Dezember 2004 in einem Urteil entschied (IX R 23/02). Dabei gilt, dass die jeweiligen Schulden den Wert des Anteils am Nachlass übersteigen.

Erbschaftssteuer

Die Erbschaftssteuer gibt es in Deutschland bereits seit 1906. Sie fällt an, falls jemand Vermögen durch den Tod jedes Dritten erwirbt, gleichgültig ob der Erblasser mit ihm verwandt ist und nicht. Nach dem Grundgesetz wird sie von den einzelnen Bundesländern erhoben. In welcher Höhe sie fällig ist, ist dem Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz im in Verbindunghang mit der Erschaftssteuer-DV zu entnehmen.
Paragraf 1 des Erbschaftssteuergesetzes sagt aus, dass darunter der Erwerb auf Grund Tod, Zweckzuwendungen und auch Zuwendungen an Stiftungen und Vereine fallen. Bei der Erbschaftssteuer kommen in Deutschland verschiedene Erleichterungen zum Ansatz. Ein Beispiel ist selbst genutzter Wohnraum, der seit der Reform des Jahres 2008 von der Erbschaftssteuer befreit ist.
Bei der Erbschaftssteuer kommen drei verschiedene Steuerklassen zum Ansatz, welche sich nach dem Verhältnis richten, dass der Erbe zum Verstorbenen hatte. Wer zu welcher gehört, darf im Paragrafen 15 des Erbschaftssteuergesetzes nachgelesen werden. Aus diesem Verhältnis bestimmen sich auch die Freibeträge, auf die keine Erbschaftssteuer erhoben wird. Danach können Ehegatten und eingetragene Lebenspartner eine halbe Million Euro erben, ohne einen Cent Erbschaftssteuer bezahlen zu müssen. Bei Kindern und Stiefkindern ist ein Erbe von bis zu 400.000 Euro steuerfrei. Die gleiche Summe ist von der Steuer befreit bei leiblichen Enkeln, sobald der an sich erbberechtigte Elternteil verstorben ist. Alle anderen Enkel können bis zu 200.000 Euro steuerfrei erben. Wissen sollte man bei der Erbschaftssteuer, dass sowohl Barvermögen als auch Sachvermögen und der Wert vererbter Rechte zur steuerpflichtigen Erbmasse gerechnet werden.
Die meisten Menschen denken, dass der Hausrat nicht auf das vererbte Vermögen angerechnet wird, vor allem wenn man mit dem Erblasser in einem Haushalt gelebt hat. Doch diese Annahme ist falsch. Er ist nur dann steuerfrei, falls der Gesamtwert einen Betrag von 41.000 Euro nicht übersteigt.

Erbschaftsteuer/ Freibetrag

Für die Berechnung der Erbschaftssteuer haben können Steuerpflichtige bestimmte Freibeträge in Anspruch nehmen. Die Höhe richtet sich dabei nach dem jeweiligen Verwandtschaftsgrad. Neben dem allgemeinen Freibetrag existiert je nach Verwandtschaftsgrad auch noch die Möglichkeit, einen Versorgungsfreibetrag geltend zu machen. Dieser gilt immer nur im Erbfall und nicht bei einer Schenkung. Die volle Höhe wird immer dann gewährt, falls die Hinterbliebenen keinen weiteren Versorgungsleistungen wie zum Beispiel eine Witwenrente erhalten. Des Weiteren sind für Hausrat, Kleidung oder Wäsche ebenso wie für Kunstgegenstände, Fahrzeuge und Boote zusätzliche Freibeträge.
Mit 307.000 Euro steht Ehepartnern der größte Freibetrag zu. Dazu kommt ein ausführbarer Versorgungsfreibetrag von 256.000 Euro sowie für Kleidung, Wäsche etc. von 41.000 und 10.400 Euro für Kunst beziehungsweise Fahrzeuge. Kinder sowie Enkel, deren Eltern bereits verstorben wurden, erhalten neben einem allgemeinen Freibetrag ebenfalls einen Versorgungsfreibetrag zwischen 10.300 Euro und 52.000 Euro und auch die zuvor erwähnten zusätzlichen Freibeträge.

Unser Hinweis:

Alle die Freibeträge übersteigenden Erbschaftsbeträge wurden steuerpflichtig. Die Höhe richtet sich nach der vorhandenen Steuerklasse, wodurch der Verwandtschaftsgrad zwischen Erben und Verstorbenen ebenfalls wieder berücksichtigt wird.
Sie auch Schenkung, Erbschaftsteuer, Erbschaftsteuer/steuersätze, Erbschaftsteuer/bewertung.

Ergänzungsabgabe

Als Ergänzungsabgabe werden Zuschläge zur Steuer beschreibt, die auf verschiedene Arten von Steuern erhoben werden. Dazu zählen die Abgeltungssteuer, welche Einkommenssteuer, welche Kirchensteuer und die Körperschaftssteuer. Offiziell trägt dieser Steuerzuschlag die Bezeichnung Solidaritätszuschlag. Im Artikel 8 des deutschen Grundgesetzes ist geregelt, dass die Ergänzungsabgabe komplett an den Bund geht. Sie macht pro Jahr ein Aufkommen von mehr als zehn Milliarden Euro aus, welche in die Kasse des Bundesfinanzministers gespült werden.
Als Bemessungsgrundlage für die Ergänzungsabgabe wird die zu tragende Steuerlast angesetzt. Anfänglich wurde der Satz des Solidaritätszuschlags mit 7,5 Prozent angesetzt. Beginnend mit dem Jahr 1998 wurde er auf 5,5 Prozent reduziert. Dass dieser auf den Steuerbescheiden in einigen Jahren als vorläufige Festsetzung ausgewiesen wurde, hat den Grund, dass eine Verfassungsklage zur Rechtmäßigkeit der Ergänzungsabgabe anhängig war. Von den Richtern des Bundesverfassungsgerichts wurde am 8. September 2010 bestätigt, dass die Bundesregierung den Solidaritätszuschlag nicht befristen muss.
Vor der Berechnung des Solidaritätszuschlags werden verschiedene Freibeträge abgezogen, auf die die Ergänzungsabgabe nicht erhoben wird. Sie wurden im Solidaritätszuschlagesgesetz, kurz SolZG, definiert. Danach fällt der „Soli“ in der Lohnsteuerklasse III erst an, falls bei der monatlich zu zahlenden Lohnsteuer ein Betrag von 162 Euro überschritten wird. In den Lohnsteuerklassen I, II aber auch IV, V und VI wird der Grenzwert mit 81 Euro monatlicher Lohnsteuer angegeben.
Die Höhe der Ergänzungsabgabe lässt sich nebst der Steuerlast selbst vor allem im zusammenhang mit der Abgeltungssteuer beeinflussen. Hier ist man durchrechnen, ob man mit den 25 Prozent Abgeltungssteuer beziehungsweise dem persönlichen Satz der Einkommenssteuer besser wegkommt.

Erhaltungsaufwand

Eine rechtlich verbindliche Definition gibt es beim Erhaltungsaufwand gibt es nicht. Üblicherweise werden darunter alle Aufwendungen verstanden, welche für die Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung der Gebrauchsfähigkeit eines Gegenstandes beziehungsweise einer Immobilie aufgebracht werden müssen. Damit ergeben sich beim Erhaltungsaufwand zwei Teilgebiete: die Kosten der Instandhaltung und die Kosten der Instandsetzung.
Von einem Erhaltungsaufwand ist danach nur dann zu sprechen, falls lediglich Teile eines jeden Gebäudes beziehungsweise eines Gegenstandes ausgetauscht werden, um dessen Funktionalität zu erhalten. Eine Veränderung oder Erweiterung der Nutzbarkeit darf damit nicht verbunden sein, was gleichzeitig die Abgrenzung zur Mbeziehungsweisenisierung darstellt. Dieser Auffassung ist auch das EStR. Außerdem ergibt sich diese Abgrenzung aus den Definitionen dem Erwerbskosten und Eigenproduktionskosten, die im Paragrafen 255 des Handelsgesetzbuches nachgelesen werden können.
Ein markantes Merkmal beim Erhaltungsaufwand ist, dass er regelmäßig auftritt. Beim Erhaltungsaufwand bei vermieteten Immobilien gibt es die Besonderheit, dass ein Teil der Kosten auf die Mieter über die Betriebskosten umgelegt werden darf. Eine weitere Besonderheit ergibt sich bei den Kosten, welche nach dem Erwerb einer Immobilie für die Produktion der Fähigkeit zum Gebrauch anfallen. Sie werden den Anschaffungskosten zugerechnet. Ansonsten ist der Erhaltungsaufwand ein Bestandteil der Betriebsausgaben, welche den Gewinn und damit auch die zu tragende Steuerlast reduzieren.

Passender Tipp:

Aufpassen heißt es bei dem Erhaltungsaufwand, der innerhalb von drei Jahren nach einem Immobilienerwerb anfallen. Diesen könnte man geltend machen, sobald der Nachweis erbracht werden kann, dass das Gebäude schon vorher „betriebsbereit“ gewesen ist.

Erholungsbeihilfe

Zahlt ein Arbeitgeber an ausgewählte abhängig Beschäftigte Unterstützungen, wurden diese bis zu einem Höchstbetrag von 600 Euro steuerfrei. Bedingung dafür ist, dass die Unterstützung einem konkreten Anlass geschuldet und deren Höhe entsprechend angemessen ist, wie es beispielsweise nach Unglücks- und Krankheitsfällen der Fall wäre. Der Arbeitnehmer muss für derartige Mittel eine festgelegte Einrichtung, wie etwa eine Unterstützungskasse organisieren, in die er bestimmte Beträge einzahlt. Die Einrichtung selbst wird vom Betriebsrat beziehungsweise anderen MitArbeitervertretungen verwaltet. Die Bewilligung der Unterstützungen erfolgt nach einheitlichen Grundsätzen und die MitArbeitervertretung ist in jedem Fall entscheidungsbefugt. Falls ein Arbeitgeber weniger als 6 MitArbeiter beschäftigt, ist keine Zwischenschaltung einer MitArbeitervertretung für die Zuteilung von Beihilfen notwendig. Der steuerfreie Höchstbetrag von 600 Euro kann in besonderen Notfällen erhöht werden. Für eine derartige Entscheidung sind zusätzlich zur Schwere der Notlage, der Familienstand und die Einkommensverhältnisse des MitArbeiters maßgebend.

Ermessen

Wenn das Gesetz lediglich einen Rahmen vorgibt, innerhalb dessen Finanzbehörden in einer Angelegenheit entscheiden können, so gibt es für die Behörde ein Ermessenspielraum. Eine eher vage Formulierung im Gesetz – wie zum Beispiel „soll“ oder „darf“ – ist ein Indiz für das Vorliegen einer Ermessensnorm. Die jeweilige Rechtsfolge wird mithin von der Verwaltung bestimmt und nicht durch das Gesetz. Im Ermessen der Finanzbehörden liegende Entscheidungen betreffen beispielsweise die Stundung von Steuern und das Festsetzen von Verspätungszuschlägen. Grundsätzlich gibt es zwei Formen von Ermessen. Beim Auswahlermessen könnte die Behörde unter mehreren gesetzlich zugelassenen Rechtsfolgen eine Auswahl treffen. Beim Entschließungsermessen hingegen hat die Behörde die Möglichkeit, zu entscheiden, ob sie eine gesetzliche Rechtsfolge überhaupt durchsetzt beziehungsweise nicht. Finanzbehörden haben nach pflichtgemäßem Ermessen zu handeln, was die Einhaltung der gesetzlichen Ermessensgrenzen verlangt. Ermessensfehler, die zu rechtswidrigen Verwaltungsakten führen, lassen sich nicht ausschließen. Dabei ist sowohl eine Ermessensüberschreitung und Ermessensunterschreitung als auch ein falscher Ermessensgebrauch möglich. Gegen Ermessensentscheidungen ist der Rechtsbehelf des Einspruchs gegeben.

Erschließungsbeiträge

Erschließungsbeiträge können nachträglich noch zu den Anschaffungskosten für Grund und Boden gerechnet werden. Notwendigkeit dazu ist jedoch, dass es sich um eine erstmalige Anlage handelt und die Beiträge in einem einfachen in Verbindunghang mit dem erworbenen Grund und Boden stehen. Kommt es jedoch zu einer Mbeziehungsweisenisierung oder Ersetzung der Erschließungsanlagen, so zählen die dabei entstandenen Kosten zu den Kosten für die Erhaltung. Für den Fall, dass sich das Grundstück dabei in seiner Substanz oder seinem Wesen verändert, wird allerdings hiervon abgewichen.

Unser Tipp:

Zu den klassischen Erstattungsaufwendungen gehören etwa die Anschlussgebühren für einen Kanal, falls die Sickergrube beziehungsweise die Kläranlage ersetzt wird. Dazu kommen auch Kosten für StraßenArbeiten an einem Grundstück, das bereits durch eine Straße erschlossen wurde. Diese können durch die Gemeinde unter anderem bei einer Veränderung des Straßenbelags berechnet werden.

Erstattungsanspruch

Ein Erstattungsanspruch darf sich in verschiedenen rechtlichen zusammenhängen ergeben. Das Strafrecht und das Zivilrecht kennen beispielsweise einen Erstattungsanspruch für Auslagen, welche ein Verfahrensbeteiligter hatte, der den Prozess gewonnen hat. Ein Erstattungsanspruch darf auch aus dem Tätigkeitsvertrag entstehen, in dem der Arbeitgeber zum Beispiel die Übernahme von Kosten für Dienstreisen oder Weiterbildungen zusichert. Bei zivilrechtlichen Verträgen entsteht ein Erstattungsanspruch aus Mängeln, die unter die gesetzliche Pflicht zur Gewährleistung und zur Produkthaftung ergeben. Im Strafrecht entsteht ein Erstattungsanspruch, falls einem Straftäter die Straftat nachgewiesen werden könnte und er dafür verurteilt wird. Dann hat er dem durch seine Straftaten entstandenen Schaden zu ersetzen, wobei hier in der Praxis der Begriff Schadensersatz verwendet wird. Das gilt auch für den Erstattungsanspruch, der sich aus Verletzungen des Patentrechts und des Urheberrechts ergeben darf.
In der täglichen Praxis hat der so genannte öffentlich-rechtliche Erstattungsanspruch die größte Bedeutung, der aus dem Steuerrecht resultiert. Er regelt, dass der Staat Anspruch auf die Nachzahlung von Steuern hat und der Steuerpflichtige die Steuern zurückfordern könnte, welche er im Laufe eines jeden Jahres nachweisbar zu viel bezahlt hat. Dafür kommen verschiedene gesetzliche Regelungen in Betracht. Dazu gehört der Paragraf 37 der Abgabenordnung, die Paragrafen 812 ff. BGB sowie der Paragraf 49 der Verwaltungsverfahrensordnung und der Artikel 20 des deutschen Grundgesetzes.
Wissen ist man, dass der Erstattungsanspruch in Deutschland auch als Gewohnheitsrecht anerkannt ist. Wer ihn auf dem Gerichtsweg zählend machen möchte, der kann sich in der Zwischenzeit nicht nur auf die Gesetze selbst, sondern auch auf zahlreiche Präzedenzfälle der höchstrichterlichen Rechtssprechung beziehen.

Ertragswertverfahren

Die Ermittlung des gemeinen Wertes von Grundstücken hat nach dem Sachwertverfahren oder nach dem Ertragswertverfahren, teilweise auch nach dem Vergleichswertverfahren, zu erfolgen. Das Ertragswertverfahren ist bei Mietwohngrundstücken, Geschäftsgrundstücken, gemischt genutzten Grundstücken aber auch Ein- und Zweifamilienhäusern anzuwenden. In Sonderfällen ist auch das Sachwertverfahren zur Wertermittlung maßgebend. Beim Ertragswertverfahren wird der Grundstückswert durch die Multiplikation der Jahresrohmiete mit einem Vervielfältiger ermittelt. Der Grundstückwert umfasst neben dem Gebäudewert und dem Bodenwert auch den Wert der Außenanlagen.

Erziehungsgeld

Das Erziehungsgeld wurde in Deutschland im Jahr 1986 eingeführt worden und löste die Zahlung des Mutterschaftsgeldes ab. Anfänglich wurde ein Betrag von 510 DM pro Monat gewährt. Das Erziehungsgeld wurde für Kinder gewährt, welche bis zum 31.12. 2006 geborenen wurden. Mütter beziehungsweise Väter, deren Kinder ab dem 01.01.2007 geboren wurden, werden auf der Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen zum Elterngeld gefördert.
Dass das Erziehungsgeld zu Gunsten des Elterngeldes abgeschafft wurde, hatte gleich mehrere gute Gründe. Einerseits warfen die Kritiker ein, dass Frauen, welche vor der Geburt des Kindes Hausfrauen waren, besser gestellt werden würden als Mütter, die zuvor berufstätig waren. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass vom Erziehungsgeld nur verheiratete Frauen und keine alleinerziehenden Mütter profitieren konnten. Außerdem bemängelte die Öffentlichkeit die starren Regelungen zum Erziehungsgeld, bei dem die möglichen drei Jahre nur am Stück genommen werden konnten. Dadurch wurden die Job- und Aufstiegschancen der Mütter erheblich eingegrenzt. Interessant am Erziehungsgeld war, dass es nicht wie das Elterngeld mit anderen sozialen Leistungen verrechnet werden konnte.
Das Elterngeld, das das Erziehungsgeld ablöste, bietet wesentlich flexiblere Nutzungen. Beispielsweise sind auch Vätermonate möglich. Hinzu kommt, dass das Elterngeld mit einer monatlichen Maximalsumme von bis zu 1.800 Euro deutlich großzügiger ausgelegt ist. Auch ist es gerechter, da die Zahlungshöhe abhängig vom vorherigen Einkommen berechnet wird.


 

F

 

Fachkongress

Fallen für den Besuch eines jeden betrieblich veranlassten Fachkongresses beziehungsweise für eine Studienreise, deren Teilnahme nur betrieblichen Zwecken dient Kosten an, können diese als Werbungskosten beziehungsweise Betriebsausgaben steuerlich sindd gemacht werden. Der Staat spricht von einer beruflichen bzw. betrieblichen Veranlassung, falls ein erkennbarer und unmittelbarer in Verbindunghang zwischen Kongress oder Reise und Beruf beziehungsweise Betrieb besteht und alle Kosten diesen Interessen geschuldet wurden. Dagegen dürfen private Erledigungen oder Erlebnisse als Reise- oder Besuchsgrund keine Rolle spielen. Ausschließlich Kosten, die aus privaten oder betrieblichen Mitteln stammen, sind steuerlich, entweder als Werbungskosten und als Betriebsausgaben zu berücksichtigen.

Unser Hinweis:

Der Kongress-Aufenthalt und die Reise muss einer straffen Organisation unterliegen. Der beruflich relevante Teil ist üblicherweise mindestens acht Stunden pro Tag betragen. Die Begleitung durch den Ehegatten ist machbarst zu vermeiden. Ebenso ein anschließender Aufenthalt zu Erholungszwecken. Ansonsten geht der Anspruch auf Anerkennung als Werbungskosten oder Betriebsausgaben machbarerweise vollständig verloren.

Fachliteratur

Die Kosten für Fachliteratur können als Werbungskosten abgezogen werden, wenn man Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit, aus Kapitalanlagen und der Verpachtung und Vermietung erzielt. Bei Freiberuflern und Selbstständigen können die Anschaffungskosten für Fachliteratur in den Betriebsausgaben mit berücksichtigt werden.
Als Fachliteratur zählen in erster Linie Lehrbücher und Nachschlagewerke. Auch Gesetzbücher und Bedienungsanleitungen werden zur Fachliteratur gerechnet. Hinzu kommt die Palette der Fachzeitschriften und der Fachbücher. Wörterbücher sind ebenfalls ein Teilbereich der Fachliteratur. Dabei kommen neuerdings sowohl die gedruckten Versionen als auch die digitalen Ausgaben in Betracht.
Bei der steuerlichen Abzugsfähigkeit der Ausgaben für Fachliteratur ist es wichtig, dass der Nachweis erbracht werden kann, dass die Anschaffung beruflich bedingt ist. Vor allem bei Fachzeitschriften allgemeiner Natur unterstellt der Gesetzgeber stets, dass eine parallele private Nutzung erfolgt. Dort ist man sich auf ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom Februar 1990 berufen, wo unter dem Aktenzeichen VI R 112/87 entschieden wurde, dass allein der Verdacht einer privaten Mitnutzung nicht ausreicht, um die Anerkennung als steuerlichen Abzugsposten zu verweigern.
Vor allem bei Publizisten hat sich der Fiskus etwas sperrig, wenn sie zum Beispiel Wochenzeitschriften mit Klatsch und Tratsch steuerlich absetzen möchten. Doch machbar ist es, falls man den Nachweis erbringen darf, dass man dazu konkrete Aufträge erledigt und abgerechnet hat. Das gilt analog auch etwa für Reiseführer, bei denen die Finanzbehörde üblicherweise nur von einer privaten Nutzung ausgeht.

Fahrgemeinschaft

Bilden mehrere abhängig Beschäftigte für ihren täglichen Arbeitsweg eine Fahrgemeinschaft, so kann jeder von ihnen in seiner Steuererklärung die vollständige Entfernungspauschale zählend machen. Dasselbe trifft auch zu, wenn Ehegatten in Verbindung im selben Auto zu ihrer Tätigkeitsstätte fahren. Die Berechnung der Entfernungspauschale erfolgt anhand der Entfernung von der Wohnung zur täglichen Arbeitsstätte. Maßgeblich ist jeweils die kürzeste Straßenverbindung, das heißt, etwaige Umwege zum Abholen von Mitfahrern können steuerlich nicht berücksichtigt werden. Bei der Teilnahme an Fahrgemeinschaften gilt die Kostendeckelung, sodass die Entfernungspauschale auf höchstens 4.500 Euro pro Jahr begrenzt ist. Ausnahmen bilden diejenigen Tage, an denen der Steuerzahler sein eigenes beziehungsweise ein ihm zur Nutzung überlassenes Fahrzeug für die Fahrgemeinschaft nutzt; für diese Fälle gilt die Beschränkung nicht. Die insgesamt anzusetzende Entfernungspauschale ergibt sich jeweils als Summe aus den Entfernungspauschalen für die Tage, die als Mitfahrer beziehungsweise als Selbstfahrer absolviert wurden.
Besteht eine Fahrgemeinschaft beispielsweise aus drei MitArbeitern und beträgt die Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort bei jedem von ihnen 80 Kilometer, so ergibt sich bei 210 Arbeitstagen im Jahr folgende Rechnung, falls jeder der drei abhängig Beschäftigte an 70 Arbeitstagen sein eigenes Fahrzeug benutzt hat: Da die Teilnehmer der Fahrgemeinschaft jeweils an 140 Tagen nicht das eigene Fahrzeug benutzten, errechnet sich für die Mitfahrten bei den anderen beiden MitArbeitern jeweils eine Entfernungspauschale von 3.360 Euro (140 x 80 x 0,30 Euro). Da diese Pauschale unterhalb des Höchstbetrages von 4.500 Euro liegt, greift die Kostendeckelung hier nicht und der Gesamtbetrag kann ungekürzt zum Ansatz gebracht werden. Im nächsten Schritt ist die Entfernungspauschale für die 70 Tage zu berechnen, an denen das eigene Fahrzeug benutzt wurde. Die Rechnung lautet in diesem Fall 70 x 80 x 0,30 Euro = 1.680 Euro. Addiert man die Entfernungspauschalen für die Mitfahrten und für die Fahrten mit dem eigenen Fahrzeug, so ergibt sich ein Gesamtbetrag von 5.040 Euro, der als Werbungskosten abgezogen werden kann.

Fahrtätigkeit

Aufgrund einer Gesetzesänderung vom 01.01.2008 zählen die zuvor getrennt gehandelten Begriffe Einsatzwechseltätigkeit, Dienstreise und auch Fahrtätigkeit nun insgesamt als Auswärtstätigkeit. Die Rechtslage bis zum 31.12.2007 sah vor, dass abhängig Beschäftigte, welche Ihren Beruf auf einem Kraftfahrzeug ausübten wie zum Beispiel Tramführer, Busfahrer, Baustellenfahrer, Lokomotivführer, Zugbegleiter, Taxifahrer, Lastkraftwagenfahrer eine Fahrtätigkeit. Keine Fahrtätigkeit liegt vor bei Bereitschaftspolizeien, Grenzschutzbeamten, Kurierfahrer, Verkäufer im Außendienst, Fahrlehrer und MitArbeiter der Binnenschifffahrt.
Seit 2004 sind Tätigkeiten, die auf einem Fahrzeug ausgeübt werden, generell als Fahrtätigkeit gewertet. Liegt die durchschnittliche Tätigkeitszeit außerhalb des Fahrzeugs unter 20 Prozent der GesamtTätigkeitszeit, kann dies unbesehen angenommen werden. Zu berücksichtigen ist, dass ein Be- und Entladen und auch Tätigkeiten an einem örtlich festen Arbeitsplatz nicht berücksichtigt werden.
Kosten für die Fahrt werden entweder vom Arbeitgeber voll erstattet und können alternativ auch vom MitArbeiter als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Passender Tipp:

Für den Fall, dass ein Fahrzeug immer denselben Standort hat, ist eine steuerfreie Erstattung nicht vorgesehen. Eine Möglichkeit besteht nur bei einem Wechsel des Übernahmeortes. Neben den reinen Kosten für die Fahrt können auch solche für Verpflegung und Übernachtung in Abzug gebracht werden.

Fahrtenbuch

Um den privaten Nutzungsanteil bei einem betrieblichen Fahrzeug zu ermitteln, muss ein Fahrtenbuch geführt werden, falls nicht der geldwerte Vorteil pauschal nach der Ein-Prozent-Methode berechnet wird. Im Fahrtenbuch müssen zu jeder einzelnen beruflich veranlassten oder betrieblichen Fahrt das Datum, welche Kilometerstände bei Fahrtbeginn und -ende, das Reiseziel und auch – bei Umwegen – die Reiseroute, der Reisezweck und die aufgesuchten Geschäftspartner genannt werden. Bei Privatfahrten genügt es dagegen, jeweils die Kilometerangaben zu vermerken. Auch bei Fahrten von der Wohnung zur Arbeitsstätte und zurück reicht ein kurzer Vermerk aus. Statt jedes Fahrtenbuches darf auch ein Fahrtenschreiber verwendet werden, im Falle, dass mit dessen Hilfe die gleichen Erkenntnisse gewonnen werden können.

Passender Hinweis:

Fahrtenbücher können auch mithilfe von Computerprogrammen erstellt werden. Bedingung ist, dass eine nachträgliche Änderung der ursprünglichen Eingabedaten ausgeschlossen ist beziehungsweise dass eine solche Änderung in der Datei dokumentiert wird. Sämtliche erforderlichen Angaben sind zeitnah ins Fahrtenbuch einzutragen; nachträgliche Eintragungen akzeptiert die Finanzbehörde nicht.

Fahrtkosten

Im Steuerrecht wurden die Fahrtkosten ein Bestandteil der Reisekosten. Während bei den Reisekosten auch die Kosten von Verpflegung und Unterkunft mit einbezogen werden, umfassen die Fahrtkosten nur die eigentliche An- und Abreise. Dabei müssen die Ticketpreise für öffentliche Verkehrsmittel genauso anerkönntet werden wie die Gebühren für eine Mitfahrzentrale oder die Kosten, welche für die Fahrt mit dem eigenen Auto beziehungsweise einem Mietwagen aufgewendet werden müssen. Steuerrechtlich gibt es hier die Wahl zwischen dem Nachweis der wirtschaftlichen Kosten und der Anwendung einer Kilometerpauschale.
Bei einem abhängig beschäftigten Arbeitnehmer mindern die Fahrtkosten unmittelbar das zu versteuernde Einkommen, wobei allerdings die bestimmten Regelungen zur Pendlerpauschale zu beachten sind. Auch können Fahrtkosten dann nicht steuerlich zählend gemacht werden, sobald eine Erstattung der Aufwendungen durch den Arbeitgeber erfolgt. Auf diese Erstattungen werden keine Einkommenssteuer und auch keine Beiträge zur Sozialversicherung erhoben. Bei einer Einsatzwechseltätigkeit ist eine Bestätigung der Einsatzorte mit konkreten Daten durch den Arbeitgeber mit der Einkommenssteuererklärung mit einzureichen.
Beim selbstständigen Unternehmer mindern die Fahrtkosten den zu versteuernden Gewinn. Sie werden als eine Unterposition in den Betriebsausgaben berücksichtigt. Auch hier wahlweise ein konkreter Nachweis der aufgelaufenen Kosten und alternativ der Ansatz einer Kilometerpauschale über ein Fahrtenbuch machbar.
Wer ein Fahrzeug hat, das wenig Sprit verbraucht und für das auch keine Reparaturkosten anfallen, für den könnte die Kilometerpauschale bei den Fahrtkosten lohnenswerter sein. Die Zeit für eine Vergleichsrechnung muss man sich deshalb nehmen.

Fahrtkostenzuschüsse

Wenn ein Arbeitgeber seinen abhängig Beschäftigten für deren Fahrten zwischen ihrem Wohnort und der täglichen Tätigkeitsstätte einen Fahrtkostenzuschuss zahlt, so war dieser bis zum Jahresende 2003 steuerfrei, im Falle, dass ihn der Arbeitgeber für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gewährte. Auch das unentgeltliche oder teilentgeltliche Überlassen von Fahrausweisen für öffentliche Verkehrsmittel war steuerfrei. Seit 2004 wurden jedoch auch solche Zuschüsse lohnsteuerpflichtig. Der geldwerte Vorteil von Fahrtkostenzuschüssen könnte jedoch pauschal versteuert werden und ist dann auch sozialversicherungsfrei.

FahrzeugeinzelSteuerveranschlagung

Beim Erwerb jedes Neufahrzeuges innerhalb eines Gemeinschaftslandes ist der Erwerber verpflichtet, pro Fahrzeug eine Steuererklärung mit ausgewiesener Umsatzsteuer vorzulegen. Diese muss im Rahmen von 10 Tagen nach dem Erwerb auf dem dafür vorgesehenen amtlichen Vordruck vorgelegt werden. Zur FahrzeugeinzelSteuerveranschlagung wurden folgende Personen verpflichtet: Privatpersonen, Unternehmer – falls sie das Fahrzeug zum Eigenbedarf nutzen und Vereinigungen, welche nicht unternehmerisch tätig sind. Umsatzsteuerpflichtig wurden motorbetriebene Landfahrzeuge mit größerem Hubraum als 48 ccm und einer größeren Leistung als 7, 2 Kilowatt, Wasserfahrzeuge mit mindestens 7,5 Meter Länge und Luftfahrzeuge mit mindestens einer Starthöhe von 1550 Kilogramm. Als Neufahrzeug gilt, wenn die Erstinbetriebnahme nicht länger als drei Monate zurückliegt. Hierfür gilt der Termin des Kaufs. Landfahrzeugen die weniger als 6000 km gefahren oder bei denen die Zulassung weniger als sechs Monate zurückliegt, zählen ebenfalls als neu zugelassen.

Unser Tipp:

Noch als neu anzusehen wurden: Wasserfahrzeuge mit weniger als 100 Betriebsstunden und Flugzeuge mit weniger als 40 Betriebsstunden.

Familienangehörige

Als Familienangehörige im steuerrechtlichen Sinn sind: die Ehegatten, Verlobte, alle miteinander verwandte und verschwägerte Angehörige in gerader Linie, Geschwister und Halbgeschwister, sofern sie einen gemeinsamen Elternteil besitzen, Ehegatten der Geschwister, Geschwister der Eltern, Schwager und Schwägerin, Nichten und Neffen und Personen, die durch ein Pflegeverhältnis in häuslicher Gemeinschaft verbunden wurden, wie zum Beispiel Pflegeeltern und deren Pflegekinder. Cousine und Cousin, also Kinder der Geschwister, gelten zueinander steuerrechtlich nicht als Familienangehörige beziehungsweise auch miteinander verwandt. Das Verwandtschaftsverhältnis ist bei Schenkung beziehungsweise Erbschaft, dem Auskunft-Verweigerungsrecht, der Eigenheimzulage und der kostenlosen Überlassung von Wohnraum steuerlich relevant. Beispielsweise unterliegen einander nahestehende Angehörige einer bedeutend geringeren Schenkungs- beziehungsweise Erbschaftssteuer.

Passender Tipp:

Auch nach der Scheidung bestehen verwandtschaftliche Verhältnisse fort. Bei Lösen eines jeden Verlobten-Verhältnisses, zählen jedoch alle verwandtschaftlichen Beziehungen als gestrichen.

Familienheimfahrt

Fahrten zwischen dem Wohnort mit eigenem Hausstand und dem Tätigkeitsort zählen für einen Arbeitnehmer als Familienheimfahrten. Der Staat erkennt die dafür notwendigen Kosten im Rahmen der doppelten Haushaltführung an. Es handelt sich dabei um Werbungskosten, die bei den Einkünften aus nicht selbstständiger Tätigkeit Berücksichtigung finden. Seit dem 04. Dezember 2002 existiert ein Grundsatzurteil, nachdem alle Aufwendungen für eine beruflich bedingte doppelte Haushaltführung ohne zeitliche Begrenzung sindd gemacht werden dürfen. Die Zeitspanne von zwei Jahren wurde damit gestrichen. Zur Ermittlung der Zahlungen für Familienheimfahrten gilt die sogenannte Entfernungspauschale. Jeder volle Kilometer zwischen dem Ort des persönlichen Hausstandes und dem Arbeitsort ist entsprechend anzusetzen. Allerdings erkennt der Fiskus lediglich eine Heimfahrt pro Woche an. Falls der abhängig Beschäftigte für die Heimfahrten einen firmeneigenen Wagen nutzt, entfällt die Möglichkeit des Werbekostenabzugs.

Familienkasse

In Deutschland ist für die Festsetzung und Auszahlung des Kindergeldes die Familienkasse zuständig. Kindergeldberechtigte Personen bekommen das Kindergeld von der Familienkasse auf Antrag. Die Festsetzung erfolgt nach gesetzlichen Vorgaben und wird per Bescheid mitgeteilt. Die Familienkasse gehört zur BundesTätigkeitsverwaltung und ist dem Tätigkeitsamt angeschlossen.

Familienleistungsausgleich

Mittels des Familienleistungsausgleichs wird das Existenzminimum des Kindes sowie der Bedarf für Betreuung,Erziehung und Ausbildung steuerfrei gestellt. Als Instrument für den Familienleistungsausgleich stehen zum einen das Kindergeld, zum anderen der Kinderfreibetrag und der Freibetrag für den Betreuungsbedarf, Erziehungsbedarf und Ausbildungsbedarf, zur Verfügung. Angewandt wird die für den Steuerzahler günstigere Variante, die bei der Veranlagung zur Einkommensteuer im Rahmen der „Günstigerprüfung“ festgelegt wird. Reicht das Kindergeld für die steuerliche Freistellung nicht aus, werden alternativ die Freibeträge gem. § 32, Abs. 5 EStG als Sonderausgaben bei der Veranlagung zur Einkommensteuer berücksichtigt: der Kinderfreibetrag in Höhe von 1 824 Euro für das sächliche Existenzminimum und ein Freibetrag für den Betreuungsbedarf, Erziehungsbedarf und Ausbildungsbedarf in Höhe von 1 080 Euro.

Kleiner Tipp:

Ein Anspruch auf Kindergeld und Kinderfreibetrag besteht nur, falls das Kind keine eigenen Einnahmen und Bezüge hat, welche den Höchstbetrag von 7 188 Euro im Kalenderjahr 2002, 7 428 Euro im Jahr 2003 beziehungsweise auch 7 680 Euro im Jahr 2004 übersteigen.

Familienverträge

Arbeitsverträge mit Familienangehörigen werden nur dann vom Gesetzgeber anerkönntet, falls sie gemäß einem üblichen Arbeitsvertrag, wie er auch gegenüber Dritten entsprechen würde, gestaltet wurden. Ernsthafte Festlegungen und die tatsächliche Durchführung der vertraglich geregelten Vereinbarungen gelten als Notwendigkeit für eine steuerrelevante Anerkennung.

Unser Hinweis:

Verträge, die Eltern mit ihren Kindern abschließen, wurden per Gesetz nur dann gültig, wenn ein vom Vormundschaftgericht bestellter Betreuer an der Vertragsschließung beteiligt ist.

Familienzuschläge

Zahlt der Arbeitgeber Familienzuschläge, zählen diese als zusätzliches, steuerpflichtiges Einkommen. Allerdings wurden Beihilfen anlässlich einer Hochzeit und der Geburt, steuerfrei. Allerdings ist dabei die Höhe der Beihilfe maßgebend.

FeiertagsTätigkeit

Unter folgenden Grundlagen wurden Zuschläge für NachtArbeit aber auch die Arbeit an Sonn- und Feiertagen steuerfrei: Nicht versteuert werden Zuschläge, welche neben dem Grundgehalt für die wirtschaftlich erbrachte Tätigkeit bezahlt werden und solche, welche zusätzlich zu einem vereinbarten Nettogehalt überwiesen werden. Weiterhin dürfen die Zuschläge bis zu in einer anteiligen Höhe des Grundgehaltes vergütet werden, um von der Steuer befreit zu sein. Unter dem Grundgehalt wird die Vergütung der regelmäßigen Arbeitszeiten für einen definierten Zeitraum verstanden. Bei den Zuschlägen sind Höchstgrenzen von 25 Prozent für NachtArbeit und 50 Prozent für SonntagsArbeit. Am 31. Dezember ist der maximale steuerfreie Zuschlag ab 14 Uhr ebenso wie an allen gesetzlichen Feiertagen mit 125 Prozent festgelegt, am 01. Mai, dem 25. und 26 Dezember darf die Tätigkeit mit einem Zuschlag von höchstens 150 Prozent des Grundgehaltes vergütet werden. Dasselbe gilt für den 24. Dezember ab 14 Uhr. Als NachtArbeit ist der Zeitraum zwischen 20 und 6 Uhr definiert, welche gesetzlichen Feiertage richten sich nach den Regelungen des Bundeslandes. Beginnt die Nachtschicht vor Mitternacht, erhöht sich der höchstense Satz auf 40 Prozent. Für Sonn- und Feiertage ist festgelegt, dass die Arbeitszeit bis um 4 Uhr am folgenden Werktag über steuerfreie Zuschläge vergütet werden darf. Seit 2004 darf das Grundgehalt allerdings einen Stundenlohn von 50 Euro nicht übersteigen, andernfalls wurden die Zuschläge steuerpflichtig. Die Zuschläge für Nachtdienst und auch Sonn- und FeiertagsTätigkeit sind seit dem 01. Januar 2007 in den erwähnten Zeiträumen sozialversicherungsfrei, falls sie 25 Euro pro Stunde nicht überschreiten. Für höhere Zuschläge fallen die Beiträge der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung an.
Praxistip: Als Nachweise für Nacht-, Sonn- und FeiertagsArbeit wurden dem Finanzamt Einzelaufzeichnungen vorzulegen, andernfalls wurden sämtliche Zuschläge steuerpflichtig.

Ferienwohnung

Bei der Vermietung von Ferienwohnungen können Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb und aus der Vermietung und Verpachtung entstehen. Sobald eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Hotelbetrieb vorliegt, etwa weil Personal zur Reinigung und Gästebetreuung vorhanden ist, liegt die Vermutung auf eine geschäftliche Tätigkeit nahe. Eine Ferienwohnung könnte auch dann als Gewerbebetrieb sind, falls sie in einem sogenannten Feriengebiet liegt, eine pensionsähnliche Organisationsstruktur aufweist und eine Ferienorganisation mit der Werbung, Vermietung und Verwaltung beauftragt wurde. Alle Einkünfte aus einer geschäftlichen Tätigkeit unterliegen sowohl der Einkommens- und Körperschaftssteuer als auch der Gewerbesteuer. Hat man die oben genannten Voraussetzungen nicht vorhanden, handelt es sich bei den Einkünften um Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Allerdings ist es ganz wichtig, die zeitweise Selbstnutzung der Ferienwohnung gesondert aufzuführen. Die hierbei entstandenen Werbungskosten dürfen nämlich nicht in vollem Umfang steuerlich zählend gemacht werden. Zeiten der Vermietung sowie Leerstandzeiten begründen jedoch ein Recht auf das Ansetzen der Werbungskosten zu 100 Prozent.

Unser Hinweis:

Der Gesetzgeber geht davon aus, dass die minimale Vermietungszeit mindestens 25 Prozent der am Ort üblichen Vermietungszeit für Ferienwohnungen beträgt. Wird diese Zeitspanne unterschritten, darf die Anerkennung der entstandenen Werbungskosten verwehrt werden. Auch dauerhafte Verluste nimmt der Fiskus gegebenenfalls übel. Es unterstellt Liebhaberei und erkennt sie steuerlich nicht mehr an.

Feuerschutzsteuer

Die Feuerschutzsteuer soll der Förderung des vorbeugenden Brandschutzes und des Feuerlöschwesens dienen, wobei das Steueraufkommen den Ländern zusteht. Erhoben wird die Feuerschutzsteuer auf Versicherungsbeiträge beziehungsweise Versicherungsprämien aus Feuerversicherungen. Sie ist von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft einzubehalten und an die Finanzbehörde zu zahlen, im Falle, dass der versicherte Gegenstand sich im Inland befindet. Die Feuerschutzsteuer beträgt acht Prozent der Versicherungsprämie. Steuerschuldner ist jeweils das Versicherungsunternehmen, das die Steuer selbst zu berechnen und einen Monat nach der Vereinnahmung der Versicherungsprämie an der Fiskus abzuführen hat. Bei kombinierten Versicherungen, zum Beispiel bei Hausrat- beziehungsweise Gebäudeversicherungen, entfällt die Versicherungsprämie nur zum Teil auf die Absicherung von Gefahren durch Feuer. In diesen Fällen gilt nur ein Teil der Versicherungsprämie als Bemessungsgrundlage. So dienen bei der Gebäudeversicherung nur 25 Prozent, bei der Hausratversicherung dagegen nur 20 Prozent der jeweiligen Versicherungsprämie als Bemessungsgrundlage für die Feuerschutzsteuer.

Finanzierungskosten

Als Finanzierungskosten werden alle Kosten bennent, die im Zuge einer Kreditbeschaffung anfallen. Sie werden daher auch als Fremdkapitalkosten bezeichnet. Hierzu gehören etwa Zinsen, Vermittlungsprovisionen, BeTätigkeitungsgebühren, Disagio (Abgeld) und Notarkosten bei Grundbucheintragungen im Falle einer Besicherung durch Hypothek oder Grundschuld.
Finanzierungskosten wurden als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten gemäß § 9 Abs. 1 EStG sofort abzugsfähig und mindern den zu versteuernden Gewinn im Jahr der Entstehung, sofern ein unmittelbarer wirtschaftlicher zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften gibt es. Beispiel: Ein neuer Firmenwagen wird ganz oder teilweise über einen Kredit finanziert.
Kreditzinsen sind als Finanzierungskosten im jeweiligen Veranlagungszeitraum sofort abzugsfähig. Werden Finanzierungskosten durch den Käufer eines gekauften Gegenstandes vom Verkäufer übernommen, werden diese wie Anschaffungskosten behandelt und sind somit nicht direkt abzugsfähig. Beispiel: Zinsen für bereits bestehende Kredite beim Kauf einer Immobilie.
Wird hingegen ein Eigenheim zur nur privaten Nutzung per Darlehen finanziert, wurden die Zinsen nicht als Werbungskosten abzugsfähig. Hierbei handelt es sich dann um nicht abzugsfähige Kosten im Rahmen der privaten Lebensführung.

Finanzierungsleasing

Das Leasing stellt eine Sonderform für die entgeltliche Überlassung von Vermögensgegenständen dar. Diese erfolgt zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer. Für eine steuerliche Bewertung des Leasings ist es maßgeblich, welchem der Beteiligten die geleasten Wirtschaftsgüter zugeordnet werden. Dies ist abhängig von der vertraglichen Ausgestaltung des Leasingvertrages. Es gibt verschiedene Formen des Leasings: Finanzierungsleasing, Operatingleasing und Spezialleasing.
Beim Finanzierungsleasing handelt es sich um die Überlassung jedes Wirtschaftgutes vom Leasinggeber an den Leasingnehmer über eine vorher festgelegte Grundmietzeit und gegen Zahlung einer Leasingrate. Über die gesamte Grundmietzeit hinweg darf der Leasingvertrag nicht gekündigt werden, wofür der Leasingnehmer sämtliche Risiken, die mit dem Vermögensgegenstand verbunden sind, tragen muss. Dazu gehören etwa notwendige Reparaturen bei Schäden aber auch Zerstörung oder Diebstahl. In der Praxis wird beim Finanzierungsleasing oftmals eine Anzahlung oder eine höhere erste Leasingrate vertraglich vereinbart. Je nach Vertragsgestaltung wird zwischen Voll- und Teilamortisationsverträgen (Restwert-Leasing) unterschieden.
Bei Vollamortisationsverträgen amortisieren sich sowohl Anschaffungskosten als auch Nebenkosten und Finanzierungskosten des geleasten Vermögensgegenstandes für den Leasinggeber. Im Gegensatz dazu amortisieren sich diese Kosten bei einem Teilamortisationsvertrag nur teilweise. Sofern ein Andienungsrecht vereinbart wurde, ist das Leasingobjekt dem Leasinggeber zuzurechnen. Wird eine Veräußerung des Wirtschaftsgutes nach der Grundmietzeit vereinbart, muss das Gut dem Leasingnehmer zugerechnet werden, sofern er mindestens 75 Prozent des Mehrerlöses erhält.
Im Hinblick auf die steuerliche Zurechnung des Wirtschaftgutes ist vor allem die Kaufoption von Belang: Wird keine Kaufoption vereinbart, muss das Gut auch weiterhin dem Leasinggeber zugeordnet werden, im Falle, dass die Grundmietzeit zwischen 40 Prozent und 90 Prozent der regulären Nutzungsdauer liegt. Wird eine Kaufoption vereinbart, so ist das Wirtschaftsgut ebenfalls dem Leasinggeber zuzuordnen, im Falle, dass sich die Grundmietzeit zwischen 40 Prozent und 90 Prozent der Nutzungsdauer bewegt. Hinzu kommt, dass der Kaufpreis den nach der linearen Abschreibungsmethode berechneten Buchwert am Veräußerungszeitpunkt nicht unterschreiten darf.

Finanzrechtsweg

Bei welchen Sachvbekommen ein Beschreiten des Finanzrechtsweges ausführbar ist, regelt die Finanzgerichtsordnung. Ein solcher Sachverhalt sind beispielsweise öffentlich-rechtliche Streitigkeiten in Abgabenangelegenheiten, im Falle, dass die betreffenden Abgaben der Bundesgesetzgebung unterliegen und ihre Verwaltung durch Bundes- oder Landesfinanzbehörden erfolgt. Auch sobald es sich nicht um Abgabenangelegenheiten handelt, kann bei öffentlich-rechtlichen Auseinandersetzungen um die Vollziehung von Verwaltungsakten der Finanzrechtsweg beschritten werden, soweit Bundes- und Landesfinanzbehörden die betreffenden Verwaltungsakte gemäß Abgabenordnung zu vollziehen haben. Auch bei öffentlich-rechtlichen und berufsrechtlichen Streitigkeiten über im Steuerberatungsgesetz geregelte Angelegenheiten ist der Finanzrechtsweg zulässig. Das gilt auch für weitere öffentlich-rechtliche Auseinandersetzungen, wenn der Finanzrechtsweg für diese durch ein Bundes- und Landesgesetz eröffnet ist. Es sind sowohl Anfechtungsklagen als auch Verpflichtungsklagen möglich. Mit einer Anfechtungsklage könnte erreicht werden, dass ein Verwaltungsakt aufgehoben beziehungsweise geändert wird. Durch eine Verpflichtungsklage hingegen kann erreicht werden, dass ein bislang unterlassener beziehungsweise schon abgelehnter Verwaltungsakt realisiert wird. Voraussetzung für das Erheben einer Klage beim Finanzgericht ist, dass der außergerichtliche Rechtsbehelf – d. h. der Einspruch – bereits erfolglos war. Durch eine Sprungklage darf jedoch davon abgewichen werden, ebenso erfordert auch eine Untätigkeitsklage kein Vorverfahren. Anfechtungs- oder Verpflichtungsklage könnte jeweils im Rahmen jedes Monats erhoben werden, nachdem die Entscheidung über den außergerichtlichen Rechtsbehelf mitgeteilt wurde.

Firmenfahrzeug

Durch die private Nutzung des Firmenfahrzeuges erlangt der Nutzer einen bestimmten geldwerten Vorteil, der lohnsteuerpflichtig ist. Seit dem 01. Januar 2006 sieht die Rechtslage folgendermaßen aus: Gehört das Dienstfahrzeug zum erforderlichen Betriebsvermögen und beträgt die Nutzung zu betrieblichen Zwecken mehr als 50 Prozent, kann zur Bestimmung dieses geldwerten Vorteils zwischen Fahrtenbuchmethode und Listenpreismethoden gewählt werden. Beträgt die betriebliche Nutzung zwischen 10 und 50 Prozent, gehört das Fahrzeug zum gewillkürten Betriebsvermögen und es darf keine der beiden Möglichkeiten angewendet werden. In derartigen Fällen erfolgt die private Teilwertermittlung. Detaillierte Aufzeichnungen, aus denen private und dienstliche Fahrtenumfänge eindeutig hervorgehen, wurden unbedingt empfehlenswert. Bis zum 31. Dezember 2005 sieht die Rechtslage folgende Regelungen vor: Für die Ermittlung des geldwerten Vorteils könnte wahlweise die Fahrtenbuchmethode und die Listenpreismethode genutzt werden. Die Listenpreismethode ist im Allgemeinen auch als 1-Prozent-Regelung bedarft. Die genaue Höhe des geldwerten Vorteils errechnet sich nach dem genauen Zweck der Fahrten. Während für private Fahrten ein Prozent des nationalen Listenpreises zugrunde gelegt wird, sind für Fahrten zwischen Wohnsitz und Arbeitsplatz je Entfernungskilometer 0,03 Prozent des nationalen Fahrzeug-Listenpreises anzusetzen. Hierbei handelt es sich immer um die einfache Fahrtstrecke. Bei doppelter Haushaltführung gilt folgende Regelung: Zwischen Arbeitsort und Wohnsitz wurden für jeden Kilometer 0,02 Prozent des nationalen Listenpreises zugrunde zulegen. Auch hier handelt es sich in jedem Fall um die einfache Fahrtstrecke. Bei der Fahrtenbuchmethode werden die unmittelbaren Aufwendungen für dienstliche und private Fahrten genau festgehalten und entsprechend steuerlich sindd gemacht. Hierzu zählen die Kfz-Steuer, Abschreibungen, Kosten für eventuelle Reparaturen, Darlehenszinsen, Garagenkosten und Versicherungsbeiträge.

Passender Tipp:

Bei privater Nutzung des Dienstfahrzeuges zu mehr als fünf Prozent kann die im Anschaffungspreis beinhaltete Umsatzsteuer lediglich zur Hälfte als Vorsteuer angesetzt werden. Sollte der Arbeitgeber einen Firmen-Pkw unter dem üblichen Einkaufspreis veräußern, entsteht dem abhängig Beschäftigte wiederum ein geldwerter Vorteil, der per Gesetz versteuert werden muss. Für die Ermittlung des Einkaufspreises ist das Hinzuziehen der Schwacke-Liste beziehungsweise eines Gutachtens durch einen autorisierten Sachverständigen ratsam. Wird das Fahrzeug ausschließlich zu dienstlichen Zwecken benutzt, ist dies nachzuweisen. Sollten entsprechende Beweise nicht erbracht werden können, unterstellt das Finanzamt eine private Nutzung. Der errechnete geldwerte Vorteil wird dann entsprechend der Lohnsteuer unterworfen. Zahlungen, die ein MitArbeiter zusätzlich leistet, um ein höherwertiges Dienstfahrzeug anzuschaffen, gelten nicht als Werbekosten. Der Fiskus sieht in derartigen Zuzahlungen eine private Veranlassung, welche steuerlich nicht sindd gemacht werden darf.

Firmenwagen

Firmenwagen, welche auch privat verwendet werden, stellen grundsätzlich einen geldwerten Vorteil dar und unterliegen deshalb der Lohnsteuer. Zur Ermittlung des geldwerten Vorteils stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Welche davon verwendet werden darf, hängt seit dem 01.01.2006 vom betrieblichen Nutzungsgrad des Fahrzeugs ab. Wird der Firmenwagen zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt, so gibt es die Möglichkeit, zwischen der Listenpreismethode beziehungsweise der Fahrtenbuchmethode zu wählen. Liegt der betriebliche Nutzungsgrad dagegen nur zwischen 10 und 50 Prozent, so zählt der Firmenwagen zum soerwähnten gewillkürten Betriebsvermögen. Das heißt, dass die private Nutzung mit dem Teilwert festgelegt werden muss. Deshalt ist es ratsam, dass der Nutzer des Firmenwagens die betrieblichen und privaten Fahrten jeweils schriftlich festhält, um die jeweilige Nutzung später belegen zu können. Bis zum 31.12.2005 bestand unabhängig vom betrieblichen Nutzungsgrad eine Wahlmachbarkeit zwischen Listenpreis- und Fahrtenbuchmethode.
Die Listenpreismethode wird gemeinhin auch als 1-Prozent-Methode bezeichnet. Dabei hängt die Höhe des geldwerten Vorteils vom Anlass der jeweiligen Fahrt ab. Für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz werden beispielsweise 0,03 Prozent des inländischen Listenpreises als geldwerter Vorteil angesetzt. Werden Fahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung durchgeführt, so gilt ein Satz von 0,02 Prozent des inländischen Listenpreises. Hierzu zählen alle Fahrten zwischen Dienstort und Wohnort. Als Wohnort zählt dabei immer der Ort, an dem sich der eigene Hausstand befindet.
Die zweite Möglichkeit zur Berechnung des geldwerten Vorteils ist die Nutzung eines jeden Fahrtenbuchs. Dabei gibt es die Möglichkeit, den geldwerten Vorteil für eine private Nutzung mit der Höhe der wirtschaftlich entstandenen Kosten angesetzt werden. Als auch wirkliche Aufwendung zählen neben der KFZ-Steuer und Versicherung auch die Abschreibungen, Kosten für Reparaturen, Benzinkosten, Zinsen für die Fahrzeugfinanzierung und Garagenkosten.

Unser Tipp:

Beim Umgang mit einem Firmenwagen gilt es aus steuerlicher Hinsicht noch einige weitere Punkte zu beachten. So könnte bei einer privaten Nutzung von mehr als 5 Prozent nur die Hälfte der im Kaufpreis enthaltenen Umsatzsteuer als Vorsteuer zählend gemacht werden. Zudem entsteht für den abhängig Beschäftigte ebenfalls ein geldwerter Vorteil, sobald er den Firmenwagen unterhalb des eigentlichen Händlereinkaufspreises erhält. Dabei kann der Einkaufspreis mithilfe der aktuellen „Schwacke-Liste“ oder des Gutachtens jedes Sachverständigen festgestellt werden. In dem Fall, dass der Arbeitnehmer einen Firmenwagen ausschließlich für dienstliche Zwecke nutzt, so muss er dies einwandfrei belegen können. Fehlen die dazugehörigen Nachweise, können die Finanzbehörden automatisch eine private Nutzung unterstellen und somit einen geldwerten Vorteil ansetzen. Wer einen hochwertigen Firmenwagen wünscht und hierfür eine Zuzahlung übernimmt, der kann diese nicht als Werbungskosten steuerlich sindd machen.

Fiskalvertreter

Das Umsatzsteuerrecht sieht vor, dass ausländische Unternehmen unter bestimmten Notwendigkeiten die Möglichkeit haben, sich von einem Fiskalvertreter vertreten zu lassen. Dies ist immer dann möglich, falls der ausländische Unternehmer im Inland steuerfreie Umsätze ausführt und dafür keine Vorsteuerbeträge abgezogen werden. Als Fiskalvertreter kann unter anderem ein Steuerberater genutzt werden.
Der Fiskalvertreter hat die Aufgabe, die steuerlichen Verpflichtungen des ausländischen Unternehmers zu erfüllen. Hierzu gehören neben den Melde- auch die Erklärungspflichten des ausländischen Unternehmers.

Unser Hinweis:

Fiskalvertreter können auch die Vertretung von mehreren ausländischen Unternehmern übernehmen. In diesem Fall erhalten Sie für jeden ausländischen Unternehmer eine eigene Steuernummer sowie auch eine Umsatzsteueridentifikationsnummer. Mit diesen können sie dann gegenüber dem Finanzamt auftreten.

Siehe hierzu auch: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Firmenwert

Der Firmenwert beschreibt den Mehrwert eines Firmens, der dessen Substanzwert abzüglich etwaiger Schulden und sonstiger Verbindlichkeiten übersteigt. Der Firmenwert wird deshalb zu den immateriellen Vermögensgegenständen des Firmens gezählt und ist auf diese Weise ein potenzieller Teil der zukünftigen Gewinne des Hauses. Dies heißt: Der Firmenwert zeigt, welche Rendite von dem Unternehmen erwartet werden darf. Da der Firmenwert durch das Unternehmen erzeugt wird, ist er zudem untrennbar mit ihm verbunden.
Der Firmenwert wird durch unterschiedliche Faktoren erzeugt. Zu diesen zählen: Kompetenz der MitArbeiter, welche Organisation von Einkauf- und Absatz, Image des Firmens, Lage der Firma beziehungsweise auch der Verkaufsstelle und auch Bekönntetheitsgrad des Hauses. Sollte der Firmenwert dabei über ein Entgelt erworben worden sein, kann das Unternehmen diesen aktivieren. Von einem solchen entgeltlichen Erwerb spricht man zum Beispiel dann, wenn die Kaufsumme der Firma höher als der kumulierte Wert der aktiven und passiven Vermögenswerte ist.
Kapitalgesellschaften wurden gezwungen, den Firmenwert gesondert auszuweisen. Kleinere Kapitalgesellschaften haben zusätzlich jedoch die Option, welchesen als „immateriellen Vermögensgegenstand“ zu aktivieren. Diese Möglichkeit existiert jedoch nur, wenn der Firmenwert entgeltlich gekauft wurde. Hat das Firmen ihn selbst geschaffen, darf er nicht aktiviert werden. Die steuerrechtliche Behandlungen des Firmenwerts schreibt eine Aktivierung entgeltlich erworbener Firmenwerte hingegen sogar vor (es existiert die sogenannte „steuerrechtliche Aktivierungspflicht“). Dabei zählt der Firmenwert zu den verbrauchbare Vermögenswerten. Deshalb muss er mit einer Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben werden.

Flugkosten

Entstehen einem MitArbeiter im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit Flugkosten, so darf der Arbeitgeber diese erstatten, ohne dass Steuern anfallen. Sollte der Arbeitgeber die Flugkosten jedoch nicht übernehmen, kann sie der MitArbeiter als Werbungskosten steuerlich sindd machen. Sie wurden dann sowohl im Rahmen der Einnahmen aus nicht selbstständiger Tätigkeit als auch im Zuge der doppelten Haushaltführung abzugsfähig. Grund: Der Arbeitnehmer hat stets freie Wahl, welches Verkehrsmittel er für die regelmäßigen Familienheimfahrten nutzen möchte. Allerdings muss der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Sobald zu privaten Zwecken Flugzeuge zum Einsatz kommen, die Eigentum des Firmens wurden, entsteht laut Gesetz Arbeitslohn, der einer Steuerpflicht unterliegt. Falls der Flugzeugnutzer Gesellschafter des Firmens ist, muss er die Reisekosten als Einnahmen versteuern.

Passender Tipp:

Um in den Genuss der steuerlichen Anerkennung zu kommen, darf es sich bei der Flugzeugnutzung um keine Privatnutzung handeln. Auch nicht im gemeinsamhang oder im Anschluss an eine Geschäftsreise.

Fördergebiet/baumaßnahmen

Nach dem Fördergebietsgesetz werden Baumaßnahmen an abnutzbaren unbeweglichen Vermögenswerten steuerlich begünstigt. Unbewegliche Vermögenswerte können sein, Gebäude, Eigentumswohnungen, Räume in Teileigentum (§ 3 EStG) beziehungsweise auch Miet- und Ladeeinbauten. Auf Grund und Boden darf keine steuerliche Vergünstigung erteilt werden. Die Förderung wird in Sonderabschreibungen gewährt. Bei Sonderabsetzungen kann man zählend machen: Anschaffung oder Herstellung abnutzbarer unbeweglicher Vermögensgegenstände und auch die Mundnisierung dieser. MbeziehungsweisenisierungsArbeiten können sein: Anbau, Ausbau, Umbau beziehungsweise ErweiterungsTätigkeiten. Es ist aber zu berücksichtigen, dass kein neues Gebäude erbaut wird. Förderungsfähig wären auch die Nutzungsrechte von immateriellen Vermögenswerten. Hierzu gehören zum Beispiel Bauten, welche auf fremden Grund erstellt wurden.

Kleiner Hinweis:

Es sind zahlreiche Notwendigkeiten um in den Genuss von Förderungen zukommen. Das Vermögensgegenstand durfte nicht degressiv abgeschrieben beziehungsweise eine Sonderabschreibung in Anspruch genommen worden sein.

Siehe hierzu auch: Gebäudeabschreibung, Baudenkmäler

Flugscheinkosten

Zahlungen, welche für den Kauf eines Flugscheins entstanden wurden, gehören zu den Kosten der privaten Lebensführung. Somit spielen diese Kosten für eine Berechnung der Steuer unberücksichtigt. Lediglich falls der Flugschein Bestandteil einer Ausbildung ist, können die Kosten aus Sonderausgaben steuerlich sindd gemacht werden. Dabei gilt ein jährlicher Maximalbetrag in Höhe von 920 Euro für entstandene Ausbildungskosten. Wenn für die Ausbildung eine auswärtige Unterbringung erforderlich ist, erhöht sich der jährliche Maximalbetrag auf 1.227 Euro.

Unser Tipp

Wird ein bereits gekaufter Flugschein erneuert, dann können die Kosten hierfür als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Fördergebietsgesetz

Befristete Sonderabschreibungen für unbewegliche und bewegliche Vermögenswerte, Anschaffungs- und Herstellungskosten von beweglichen Vermögensgegenständen des Betriebsvermögens und des privaten Vermögens können bei Vorliegen entsprechender Grundlagen als Sonderabschreibungen steuerlich zählend gemacht werden. Darüber hinaus werden Sanierungs- und Mbeziehungsweisenisierungsmaßnahmen sowie nachträgliche EigenproduktionsArbeiten, sowohl an Gebäuden als auch im betrieblichen Geschehen gefördert. Das Fördergebietsgesetz erausführbart weiterhin die Bildung steuerfreier Rücklagen in gewissem Umfang. Diese müssen allerdings für eine spätere Investition vorgesehen sein. Selbst genutzter Wohnraum, der sich im Rahmen des Fördergebietes befindet, wirkt sich ebenfalls steuerbegünstigend aus. Die Förderung betrifft immer immer die gesamte Gesellschaft. Bei Ausscheiden eines jeden Gesellschafters verliert dieser mit sofortiger Wirkung seinen Förderanspruch. Eine anteilige Berechnung gibt es per Gesetz nicht. Falls ein neuer Gesellschafter eintritt, darf dieser nur noch die gestellten Restansprüche seines Vorgängers in Anspruch nehmen.

Fördergrundbetrag

Der Fördergrundbetrag bildet zusammen mit dem Baukindergeld die Eigenheimzulage. Beim Bau bzw. Kauf jedes Neubaus beträgt die Grundförderung 5 Prozent der Produktionskosten und auch des Kaufpreises. Dabei gilt ein Maximalbetrag von 2556 Euro pro Jahr. Bei Umbau und Erweiterung und auch beim Kauf von Altbauten wird die halbe Grundförderung von 2,5 Prozent bis bis zu 1.278 Euro überwiesen. Dazu kommt pro Kind, für das der Steuerzahler einen Anspruch auf Kindergeld beziehungsweise Kinderfreibetrag hat, eine Kinderzulage von 767 Euro jährlich. Für Fördergrundbetrag und Kinderzulage gilt ein Förderzeitraum von 8 Jahren.
Beim Bau eines Niedrigenergiehauses erhält der Steuerzahler zudem noch eine Ökozulage von 205 Euro pro Jahr, falls das Gebäude die Wärmeschutzverordnung von 1994 um mindestens 25 Euro unterschreitet. Die Förderung gilt allerdings nur für Niedrigenergiehäuser, die vor dem 01.01.2003 fertiggestellt bzw. gekauft wurden.

Kleiner Hinweis:

Die Eigenheimzulage wird generell nur einmal gewährt. Wird noch ein zweites Gebäude erbaut und gekauft, so besteht die Möglichkeit, dass der Ehepartner dazu eine Förderung erhält.

Förderzeitraum

Sobald der Bauherr sein Haus fertig gebaut hat, erhält er vom Fiskus eine Eigenheimzulage, welche insgesamt acht Jahre gewährt wird. Notwendigkeit ist, dass sein Haus bewohnbar ist: d. h., welche Wohnung ist soweit fertiggestellt, dass die Heizung funktioniert, der Strom fertiggestellt ist und die sanitären Anlagen benutzt werden können. Für den Beginn des Förderzeitraums ist der Beginn des Baues völlig irrelevant. Der Förderzeitraum wird nicht verlängert, falls die Grundlagen nicht erfüllt werden. Die Zulagen können nicht erteilt werden, wenn der Bauherr sein Heim nicht selbst nutzen kann oder die Einkommensgrenze überschritten wird, dann zählen die Voraussetzungen als nicht erfüllt. Wenn jedoch der Bauherr im Laufe seiner Förderzeit aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt umziehen muss, kann die Restlaufzeit der Förderung auf ein neues Eigenheim erteilt werden.

Unser Hinweis:

Bei Tod des Bezugsberechtigen erlischt die Eigenheimzulage – sobald nicht falls ein Erbe vorhanden – dieser alle Voraussetzungen zur Förderung erfüllt. Dem Erbe kann aber nur noch die Restlaufzeit gewährt, denn die Förderung könnte nicht wieder neu beantragt werden.

Folgeobjekt

Wenn ein Steuerzahler nicht die gesamte ihm zustehende Eingenheimzulage verwendet hat, könnte der restliche Anspruch auf ein Folgeobjekt übertragen werden. Dabei darf jedes eigenständige Objekt als Folgeobjekt benutzt werden. Wurden für das ursprüngliche Objekt nicht die kompletten acht Jahre der Eigenheimförderung genutzt, dann können die noch ausstehenden Jahre auf das Folgeobjekt übertragen werden. Die Übertragung findet immer in dem Jahr statt, in dem der Förderberechtigte das Folgeobjekt für eigene Wohnzwecke nutzt. Für den Fall, dass der Auszug aus dem ursprünglichen Objekt in der Ersten und der Einzug ins Folgeobjekt in der zweiten Jahreshälfte erfolgen, findet die Übertragung erst im darauf folgenden Jahr statt. Damit soll verhindert werden, dass die Eigenheimzulage für zwei Objekte verwendet wird.

Kleiner Tipp:

Um ein Folgeobjekt einzusetzen, ist es nicht erforderlich, dass beide Objekte dieselbe „Struktur“ haben. So könnte etwa das Erstobjekt ein Neubau und das Folgeobjekt ein Neubau sein. Wird auch für das Folgeobjekt nicht die gesamte Eigenheimförderung benutzt, so darf ein weiteres Folgeobjekt verwendet werden.

Fortbildungskosten

Die Fortbildungskosten werden alternativ auch als Weiterbildungskosten bennent und wurden steuerrechtlich von den Ausbildungskosten unterschieden. Um Ausbildungskosten handelt es sich, wenn in dabei Abschlüsse in einem neuen Beruf erworben werden. Zu den Fortbildungskosten zählen die Investments, die zum Erwerb neuer Kenntnisse in einem Beruf getätigt werden, der bereits ausgeübt wird. Ausbildungskosten können steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden, während die Fortbildungskosten steuerlich als Bestandteil der Werbungskosten behandelt werden. Diese Differenzierung ergibt sich aus den Regelungen der Paragrafen 10 ff. des Einkommenssteuergesetzes. In diesem gemeinsamhang wurden auch zwei Urteile interessant, welche der Bundesfinanzhof unter den Aktenzeichen VI R 7/10 und VI R 38/10 im Jahr 2011 gefällt hat.
Zu den Fortbildungskosten gehören nicht nur die Gebühren, die für den Lehrgang selbst bezahlt werden müssen. Findet die Fortbildung auswärts statt, werden dabei auch die Kosten der Anreise sowie der Unterkunft mit angerechnet. Werden diese Zahlungen vom Arbeitgeber erstattet, unterliegen sie weder der Lohnsteuer nebst Solidaritätszuschlag noch der Pflicht zur Abführung von Beiträgen zur Sozialversicherung. Erfolgt kein Ausgleich durch den Arbeitgeber, darf man auch den Mehraufwand bei der Verpflegung in Abhängigkeit von der Zeit der Abwesenheit zählend machen. Bei den Fahrtkosten sind Unterschiede bei der steuerlichen Berücksichtigungsfähigkeit nach der Dauer der Weiterbildung zu machen.
Um die Fortbildungskosten geltend zu machen, sollte man sich vom Arbeitgeber eine Bescheinigung geben lassen, dass der Erwerb neuen Wissens für den Verbleib im Job oder für eine Beförderung notwendig war.

Freiberufler

In der allgemeinen Rechtsprechung erkennt der Gesetzgeber alle Berufsgruppen, welche im Einkommenssteuergesetz § 18 aufgeführt sind, als Freiberufler an. Steuerberater, Architekten, Schriftsteller, Ärzte oder Wirtschaftsprüfer üben etwa typische freiberufliche Tätigkeiten aus. Auf Einnahmen aus selbstständiger, freiberuflicher Tätigkeit entfällt in Deutschland, unabhängig von deren Höhe, keine Gewerbesteuer. Egal, wie hoch Umsatz und erzielter Gewinn ausfallen: Für Freiberufler gibt es keine Buchführungspflicht. Das Aufstellen einer Bilanz darf folglich ebenfalls wegfallen. Die Gewinnermittlung erfolgt grundsätzlich nach der Einnahmen Überschuss Methode. Wer einen Heilberuf auf freiberuflicher Basis ausübt, darf auf seine Leistungen keine Umsatzsteuer aufschlagen. Folglich braucht auch keine Umsatzsteuererklärung abgegeben zu werden. Sobald die Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit in der Zusammenfassung jedes Dienstverhältnisses erfolgt, verliert der Steuerzahler seinen Status als Freiberufler und gilt als abhängig beschäftigt. Er erzielt dann wie jeder andere abhängig Beschäftigte auch, Einnahmen aus nichtselbstständiger Tätigkeit. Welche Heilberufe vom Fiskus als freiberufliche Tätigkeit anerkönntet wurden, regelt das Schreiben des BMF vom 22. Oktober 2004 eindeutig.

Kleiner Hinweis:

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes vom 29. April 2005 ist die Tätigkeit jedes Bauleiters als freiberuflich einzustufen, falls er eine Qualifikation besitzt, die mit der jedes Ingenieurs vergleichbar ist und entsprechende ingenieurtechnische Arbeit leistet.

Freistellungsauftrag

Ein Freistellungsauftrag dient der Freihaltung von Kapitalerträgen von der Steuer. Der Anleger muss ihn bei Bedarf beim zuständigen Kreditinstitut beantragen. Es gibt es durchaus die Möglichkeit, mehrere Freistellungsaufträge an verschiedene Kreditinstitute zu erteilen. Dabei darf jedoch die gesetzlich festgelegte Obergrenze insgesamt nicht überschritten werden. Derzeit räumt der Staat einen Sparerfreibetrag von 750 Euro ein. zusammen veranlagte, verheiratete Paare dürfen den doppelten Wert in Anspruch nehmen. Der Sparerfreibetrag darf zudem um die Werbungskostenpauschale aufgestockt werden. Diese beträgt derzeit für Verheiratete Steuerpflichtige 102 Euro und für Ledige Personen 51 Euro. Sobald die steuerlich relevanten Kapitalerträge den Freibetrag übersteigen, ist das Kreditinstitut verpflichtet, für Zinserträge 30 und für Dividendenerträge 20 Prozent Kapitalertragssteuer zu berechnen, einzubehalten und an das Finanzamt zu zahlen. Einmal erteilte Freistellungsaufträge zählen in aller Regel bis auf Widerruf und unbefristet.

Passender Hinweis:

Aufgrund des sogenannten Halb-Einkünfte-Verfahrens unterliegen lediglich noch 50 Prozent aller Dividendenerträge der Steuer. Es lohnt sich also, bestehende Freistellungsaufträge dahin gehend zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Der frei gewordene Wert könnte dann zur zusätzlichen Freistellung von Zinserträgen Anwendung finden.

Freistellungsbescheid

Mit einer Freistellungsbescheinigung ist eine bestimmte Form des Steuerbescheids, mit dem die Finanzbehörde einer Person die Freistellung von einer Steuerveranschlagung bescheinigt. Steuerzahler erhalten diese als Benachrichtigung, dass sie für einen bestimmten Zeitraum und einen gewissen Umstand keine Steuern bezahlen müssen.
Ein Freistellungsbescheid ist ein Steuerbescheid und gilt somit als Verwaltungsakt, der in jedem Falle schriftlich erstellt werden muss. Für alle Steuerbescheide gilt, dass diese die Höhe der festgesetzten Steuer und auch die Steuerart immer aufgeführt werden müssen. Ebenso muss aus dem Steuerbescheid hervorgehen, wer die zu zahlende Steuer schuldet. Dazu gehört zu jedem Steuerbescheid eine Belehrung darüber, in welcher Frist dagegen Einspruch erhoben werden könnte. Dieser wird zunächst immer beim betreffenden Finanzamt eingelegt. Bei Ablehnung des Einspruchs ist dann eine Klage beim Finanzgericht machbar. Die nächste Instanz wäre dann eine Revision beim Bundesfinanzhof.

Unser Tipp:

Ehepartner, welche gemeinsam veranlagt werden, bekommen nur einen Steuerbescheid. Dabei gelten beide Ehepartner als Gesamtschuldner. Wird auf dem Steuerantrag keine gemeinschaftliche Adresse erklärt, so bekommen beide Partner einen getrennten Steuerbescheid.
Sie hierzu auch. Verwaltungsakt, Einspruch.

Freistellungsbescheinigung

Für eine Tätigkeit im Ausland empfiehlt sich immer eine Freistellungsbescheinigung ausgefüllt werden. Ein Freistellungsauftrag wäre ebenfalls sinnvoll, sobald die Steuerveranschlagungsrechte (zum Beispiel DoppelBesteuerung) im Ausland liegen. Das ist zum Beispiel der Fall, sobald der Steuerzahlende im Ausland für eine inländische Firma Tätigkeitet. Personen mit keinem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland fallen nicht mehr unter die Steuerveranschlagung im Inland. Durch die Stellung eines jeden Freistellungsauftrags lässt sich eine DoppelSteuerveranschlagung vermeiden. Bei geringfügig beschäftigten MitArbeitern wird der Freistellungsauftrag ebenfalls anerkannt. Dieser wird immer beim Finanzamt am Wohnsitz derselben Person beantragt. Bei einem Einkommen von mehr als 325 Euro pro Monat können auch mehrere Freistellungsaufträge vorgezeigt werden. Bei nachträglicher erdarfter Steuerfeststellung ist der Arbeitgeber nicht haftbar zumachen. Bei einer zu Unrecht erteilten Freistellungsbescheinigung fordert das die zu wenig bezahlten Steuern vom Steuerpflichtigen zurück.

Kleiner Tipp:

Es muss beachtet werden, dass nur eine Freistellungsbescheinigung pro Jahr machbar ist.

Freiwillige Zuwendung

Sobald die Zuwendungen auf einer freiwillig begründeten Rechtspflicht basieren, werden sie steuerlich nicht anerkönntet. Für zusätzliche Zuwendungen an unterhaltsberechtigte Personen, welche diese vom Steuerzahler bekommen, gilt ebenfalls keine Steuerbegünstigung. Im Gegensatz dazu können Zuwendungen, die auf Basis einer gesetzlichen Pflicht überwiesen werden und nicht freiwillig wurden, steuermindernd geltend gemacht werden.

Fremdvergleich

Schließen nahestehende Angehörige untereinander Verträge ab, werden diese vom Gesetzgeber nur anerkannt, wenn sie einem Fremdvergleich standhalten. Das heißt, der dazugehörige Vertrag muss derart gestaltet sein, als wäre er mit einem fremden Dritten geschlossen worden. Vor allem bei Darlehensverträgen, Tätigkeitsverträgen und Mietverträgen mit Angehörigen ist die Fremdregelung steuerlich besonders relevant. Derartige Verträge werden vom Finanzamt einer bestimmten Kontrolle unterzogen. Falls der Fiskus den Vertrag nicht anerkennt, können Werbungskosten und Betriebsausgaben steuerlich nicht zum Abzug gebracht werden. Die Berücksichtigung aller Aufwendung im Sinne der Steuer geht damit verloren. Typische Beispiele: Im Rahmen eines Mietverhältnisses zwischen Eltern und Kind, dessen Konditionen nicht dem örtlichen Mietspiegel entsprechen, werden anfallende Werbungskosten nicht anerkannt. Hält ein Darlehensvertrag dem Fremdvergleich nicht stand, können entstehende Kosten, wie zum Beispiel die Zinsen, nicht steuermindernd zählend gemacht werden.


 

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Güterstand

Im Falle, dass kein Ehevertrag geschlossen wurde, der etwas anderes vorsieht, leben Verheiratete Personen im bürgerlich-rechtlichen Güterstand einer Zugewinngemeinschaft. Abweichend davon können die Ehepartner auch die Gütertrennung vereinbaren. Die Zugewinngemeinschaft endet durch Scheidung und mit dem Tod eines jeden Partners. Falls ein Ehepartner stirbt und der Zugewinn nicht durch eine Vermögensübertragung zu Lebzeiten ausgeglichen worden ist, wird der entsprechende Ausgleichsbetrag nicht von der Erbschaftsteuer belastet. Dasselbe ist der Fall, wenn die Zugewinngemeinschaft durch Scheidung beendet wird; dann ist für den Ausgleichsbetrag keine Schenkungsteuer zu entrichten. In die Zugewinngemeinschaft eingebrachtes und später gekauftes Vermögen der Ehepartner wird durch die Heirat beziehungsweise zum Kaufszeitpunkt nicht zu ihrem gemeinschaftlichen Vermögen. Vielmehr wird das Vermögen jedes jeden Ehegatten von diesem selbst in eigener Regie verwaltet. Dabei gelten für beide Ehepartner gewisse Verfügungsbeschränkungen, sodass nicht ein Ehegatte allein über einzelne Haushaltsgegenstände oder über das Gesamtvermögen verfügen darf.

Gartenanlage

Entstehen bei der Errichtung eines Wohngebäudes Kosten für die gärtnerische Gestaltung des Grundstückes, so werden diese zu den Herstellungskosten hinzugerechnet. Dies gilt jedoch nur dann, falls die Kosten für an den Grundstücksgrenzen angepflanzte Hecken, Büsche beziehungsweise Bäume entstanden sind. Ansonsten zählen Gartenanlagen immer als eigenständiges erworbenen Gegenstand.
Können die Gartenanlagen von Mietern mitverwendet werden beziehungsweise handelt es sich dabei um einen Vorgarten, müssen die Kosten für die Gartenanlagen gleichmäßig auf die regelmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren verteilt werden.

Kleiner Hinweis:

Entstehen Zahlungen für die Pflege der Gartenanlage etwa durch einen Gärtner, dann können diese sofort abgezogen werden. Dies gilt nicht, sobald die Kosten zur Pflege für Gartenanlagen entstanden sind, welche ausschließlich vom Eigentümer verwendet werden beziehungsweise für solche, welche nicht von einem Mieter verwendet werden dürfen. Diese zählen immer zu den Lebensführungskosten.

GebrauchtwagenSteuerveranschlagung

Große Wichtigkeit findet die DifferenzBesteuerung im Handel von verwendeten beweglichen körperlichen Gegenständen, wie zum Beispiel mit einem Gebrauchtwagen. Aufgrund dieser Regelung wird vermieden, dass beim Wiederverkauf nochmals in voller Umsatzsteuer berechnet wird. Zum Erlangen der DifferenzSteuerveranschlagung müssen bestimmte Anforderungen erfüllt werden. So müssen die Gegenstände beim Gemeinschaftsgebiet gekauft werden, der Verkäufer darf beim Wiederverkauf keine Umsatzsteuer schulden. Entscheidend ist jedoch, dass beim Kauf keine Umsatzsteuer angefallen ist. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, sobald das der Kauf bei einer Privatperson oder einem Kleinunternehmen, welche keine Rechnungen mit Umsatzsteuer ausstellen erfolgt ist. Als Widerverkäufer werden Firmen bennent, die gewerblich verwendete Gegenstände ankaufen und anschließend selbst wieder verkaufen. Bestes Beispiel dazu wurden Gebrauchtwagenhändler.

Unser Tipp:

Das Besondere an der DifferenzBesteuerung ist die Tatsache, dass hier lediglich der Unterschied zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis bei der Umsatzsteuer Berücksichtigung findet. Nutzt das Unternehmen den gekauften Gegenstand zu eigenen Zwecken oder wird dieser zu privaten Zwecken gekauft, dann findet die DifferenzBesteuerung keine Anwendung.

Gefahrenzulage

Bekommt ein abhängig Beschäftigte vom Arbeitgeber eine Gefahrenzulage ausgezahlt, so unterliegt diese der Lohnsteuer.

Gehaltsverzicht

Verzichtet ein MitArbeiter auf einen Teil sjedes Lohns, so unterliegt nur der um eben diesen Teil verminderte Arbeitslohn der Steuerpflicht. Notwendigkeit ist, dass der Arbeitsrechtliche Anspruch des betreffenden abhängig Beschäftigtes auf diesen Teil des Arbeitsentgelts erlischt. Falls dafür jedoch eine bestimmte Verwendung wie zum Beispiel die Anlage in einer Versicherung beabsichtigt ist, liegt eine Einkommensverwendung, aber kein Gehaltsverzicht vor. In solch einem Fall ist auch der betreffende Teil des Gehalts weiter lohnsteuerpflichtig.

Geldbeschaffungskosten

Geldbeschaffungskosten bzw. Finanzierungskosten sind alle Kosten einer Darlehensbeschaffung. Die häufigsten Typen wurden dabei Zinsen, Disagio, Kosten für den Grundbucheintrag bei einer Hypothek und auch Kreditvermittler-Provisionen. Die Finanzierungskosten gelten dabei als sofort abzugsfähige Werbungskosten und auch Betriebsausgaben. Dies bedeutet, sie reduzieren den jährlichen steuerpflichtigen Gewinn. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Dies gilt nur, istn die Finanzierungskosten im in Verbindunghang mit dem Erreichen von Einnahmen stehen. Wird zum Beispiel ein Objekt, das vermietet wird, über ein Darlehen finanziert, dann wurden die Kreditzinsen sofort abzugsfähige Finanzierungskosten. Wird das Objekt jedoch ausschließlich dazu verwendet, um selbst darin zu wohnen, so sind die Kreditzinsen keine Werbungskosten und deshalb nicht mehr abzugsfähig. Sie werden dann Teil der nicht abzugsfähigen Zahlungen, die für die private Lebensführung notwendig sind. Sollte ein Käufer eines jeden Vermögenswertes vom Verkäufer Finanzierungskosten (bestehende Kreditzinsen) übernehmen, so wurden diese Anschaffungskosten und damit voll steuerpflichtig.

Geldbußen

Ordnungs- und Verwarnungsgelder sind Geldbußen. Hat man diese Strafen betrieblich veranlasst, dürfen sie trotzdem nicht als Werbungskosten und Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Parkt etwa ein Kurier an unerlaubter Stelle, kann er die Strafgebühr nicht als Betriebsausgabe angeben. Vom Abzugsverbot ausgenommen wurden Geldbußen, die durch Gerichte beziehungsweise staatliche Behörden gegen den Betrieb verhängt werden.

Geldwerter Vorteil

Geldwerte Vorteile sind Vorteile, welche MitArbeitern aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit zufließen, ohne dass es sich dabei um Tätigkeitsentgelt handelt. Darf ein MitArbeiter etwa einen Firmenwagen auch zu privaten Zwecken nutzen, so gilt der private Nutzungsanteil steuerlich als geldwerter Vorteil. Auch das kostenlose Überlassen von Parkplätzen an Arbeitnehmer zur privaten Nutzung gilt als geldwerter Vorteil und ist folglich auch lohnsteuerpflichtig.

Gemeinschaftskonten

Eheleute unterhalten häufig ein Gemeinschaftskonto. Sämtliche Einnahmen, wozu auch Zinserträge zählen, werden den Ehepartnern je zur Hälfte angerechnet. Dabei ist es unerheblich, von wem das angelegte Geld stammt und wer der Verdiener des Vermögens ist.

Gemischte Schenkung

Eine Schenkung liegt vor, wenn ein Gegenstand entweder zum Teil gegen Entgelt oder zum Teil unentgeltlich gekauft wurde. Eine Schenkung gilt als gemischt, falls der Verkaufspreis unter dem Verkehrswert liegt. Bei einer Abweichung des durchschnittlichen Verkehrswertes von etwa 10 Prozent wird im allgemeinen noch von einem Erwerb gegen Entgelt ausgegangen. Eine gemischte Schenkung wird aufgespalten in einen entgeltlichen und einen kostenlosen Teil. Beim entgeltlichen Erwerb könnte dem Kaufspreis als steuerrechtlichen Wert geltend gemacht werden. Bei Veräußerung dieses, wird der Gewinn aus dem verkauften Teil als Besteuerungsgrundlage herangezogen. Beispiel: Das Grundstück wird im Rahmen der 10-jährigen Spekulationsfrist veräußert, dann könnte ein steuerpflichtiger Gewinn anfallen.

Passender Tipp:

Eine gemischte Schenkung gilt nach dem Umsatzsteuergesetz als Leistungsaustausch. Grund dafür ist, dass immer eine Gegenleistung gefordert wird. Diesen Wert wird auch als Mindestbemessunsgrundlage beschreibt. Bei einer Schenkung die über dem gemeinsamen Wert liegt, findet nur der entgeltliche Teil Berücksichtigung.

Gesamtbetrag der Einnahmen

Die Summe aller Einnahmen minus Altersentlastungs-Betrag minus Freibetrag für Forst- und Landwirte ergibt den Gesamtbetrag der Einnahmen. Die Summe aller Einkünfte wird dabei folgendermaßen berechnet: Alle positiven Erlöse aus jeglichen Einkunftsarten werden gemeinsamgerechnet. Davon zieht man negative Werte ausgleichsfähiger Einkunftsarten ab. Erst danach erfolgt die Abrechnung des Altersentlastungsbetrages und des Freibetrages für Forst- und Landwirte. Vom Ergebnis werden nun weiterhin Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, eine eventuelle Wohneigentumsförderung und Verlustabzüge, für Verluste, welche vor 1998 entstanden sind, abgezogen. Minus im Ausland angefallene Einkommenssteuern plus hinzuzurechnendes Einkommen gemäß Paragraf 15 Absatz 1 des Einkommenssteuergesetzes. Jetzt erhält der Einkommenssteuerpflichtige eine Größe für sein Einkommen gemäß Steuerdefinition. Davon werden Kinderfreibeträge, der Haushaltsfreibetrag und ein eventueller Härteausgleich abgezogen. Diese Zahl stellt letztendlich das zu versteuernde Einkommen dar.

Gesamtrechtsnachfolge

Sobald ein Rechtsfolger auch die Steuer-Forderungen und / oder Steuer-Schulden erhält, spricht man von einer Gesamtrechtsnachfolge. Vor allem in einem Erbfall nimmt die Gesamtrechtsnachfolge eine große Rolle ein. Das heißt, alle Steuerschulden werden auf den Erben übertragen. Dazu zählen aber nicht die möglichen Zwangsgelder. Laut den Vorschriften des bürgerlichen Rechts müssen die Erben für die zu entrichteten Steuerschulden einstehen. Von dieser Vorschrift sind allerdings keine Vorschriften zur steuerrechtlichen Haftung betroffen.

Gesamtschuld

Von einer Gesamtschuld spricht man immer dann, falls eine Steuerschuld von mehreren Personen gleichzeitig geschuldet wird. Eine Gesamtschuld gilt auch dann, sobald beispielsweise verheiratete Paare gemeinsam veranlagt werden und mehrere Steuerzahler nebeneinander für eine Steuerschuld haften. Die Forderung für eine Gesamtschuld seitens des Finanzamtes gibt es nur einmal, wobei jedoch jeder Schuldner diese begleichen könnte. Solange die Gesamtschuld nicht beglichen wurde, ist jeder Schuldner gleichermaßen zu einer Zahlung verpflichtet. Eine Gesamtschuld kann immer nur dann bestehen, wenn vom Finanzamt vorher ein Steuerbescheid erlassen wurde. Dieser gilt gleichermaßen für alle Schuldner und kann auch von jedem einzeln angefochten werden. Sobald ein Gesamtschuldner die Schuld begleicht, gilt diese auch für alle anderen als getilgt. Bei einer verspäteten Begleichung werden die sich daraus ergebenden Säumniszuschläge für alle Gesamtschuldner gleichermaßen erhoben. Dagegen muss bei einer Anfechtung nur derjenige Gesamtschuldner die Aussetzungszinsen übernehmen, von dem die Anfechtung ausgegangen ist.

Gesamtschuldner

Haben mehrere Personen parallel und in der Zusammenfassung ein und desselben Schuldverhältnisses Haftung für die gleiche Leistung übernommen, zählen diese Personen als Gesamtschuldner. Auch Personen, die einer gemeinsamen Veranlagung bei der Steuerveranschlagung unterliegen, wie zum Beispiel Erben des gleichen Objektes beziehungsweise Ehepartner, die einen gemeinsamen Kredit aufgenommen haben, wurden per Gesetz Gesamtschuldner. Dabei schuldet jede einzelne Person die gesamte Leistung aus dem gemeinsamen Schuldverhältnis. Sofern ein Gesamtschuldner Leistungen erbringt, wirkt sich das unmittelbar auf die Höhe der Schuld der anderen Schuldner aus. Sicherheiten wurden im Schuldverhältnis von Gesamtschuldnern den gleichen Gesetzmäßigkeiten unterworfen. Es gilt zu beachten, dass sich die Gesamtschuldnerschaft nicht nur die konkrete Leistung betrifft, sondern auch alle sich daraus ergebenden Verbindlichkeiten, wie beispielsweise Überziehungszinsen, Nachforderungen, Stundungszinsen oder Säumniszuschläge.

Geschäftsführergehalt

Ist ein Gesellschafter einer GmbH gleichzeitig auch als Geschäftsführer tätig, so unterliegen seine Vergütungen dem Fremdvergleich. Bei einem solchen Fremdvergleich wird überprüft, ob ein Geschäftsführer der nicht Gesellschafter ist, dasselbe Einkommen erzielt hätte. Zu der Frage welches Einkommen für einen Geschäftsführer angemessen ist liegen bereit einige Entscheidungen von Gerichten vor. So gibt es etwa eine Entscheidung des niedersächsischen Finanzgerichts, dass ein Geschäftsführergehalt dann angemessen ist, falls es bei einem hohen Arbeitseinsatz bis zu drei Viertel des durch die Gesellschaft erzielten Betriebsergebnisses beträgt. Nach Auffassung des Bundesfinanzhofes gibt es dagegen keine einheitlichen Regelungen, welches Arbeitsentgelt für einen Geschäftsführer angemessen ist. Dieser geht immer von einer Einzelfallentscheidung aus bei der unter anderem die Art und der Umfang der Tätigkeit, welche Vergütung der Geschäftsführer in ähnlichen Betrieben, die vorhandenen Ertragsaussichten der Gesellschaft aber auch das Verhältnis des Lohns zum erzielten Betriebsergebnis berücksichtigt werden müsse.
Dazu liegen auch Urteile vor, nach denen das Lohn des Geschäftsführers nicht den gesamten Gewinn in Anspruch nehmen darf. Zum Lohn eines Geschäftsführers zählt ein ausführbares Festgehalt zuzüglich Zusatzvergütungen, Pensionszusagen und auch Sachbezügen. Sowohl die einzelnen Bestandteile des Gehalts wie auch das gesamte Arbeitsentgelt müssen angemessen sein.

Geschäftswagen

Fahrzeuge, welche einem Firmen dauerhaft dienen, werden als Geschäftswagen bennent. Grundsätzlich führen erst die laufenden Abschreibungen zu den unmittelbaren Betriebsausgaben, wodurch der Geschäftswagen erst mit den Abschaffungskosten zu aktivieren ist. Gelegentlich kommen Geschäftswagen auch für private Zwecke zum Einsatz. In diesem Fall muss der geldwerte Vorteil, der durch die Nutzung gegeben ist, der Lohnsteuer unterworfen werden. Im Falle, dass kein Arbeitslohn erzielt wird, erfolgt grundsätzlich eine Entnahme. Wahlweise besteht die Möglichkeit, den geldwerten Vorteil entsprechend der Listenpreismethode oder aber entsprechend der Fahrtenbuchmethode zu bestimmen. Die Listenpreismethode wird umgangssprachlich auch als 1-Prozent-Methode beschreibt. Ausschlaggebend für die Höhe des geldwerten Vorteils ist hierbei die Nutzungsart des Fahrzeuges. Für Privatfahrten muss beispielsweise 1 Prozent des inländischen Listenpreises angesetzt werden. Wird hingegen die Fahrtenbuchmethode verwendet, muss für den Firmenwagen ein dem entsprechendes Fahrtenbuch geführt werden. Hiermit lassen sich die unmittelbaren Kosten für das Fahrzeug genau berechnen. Dazu zählen neben Abschreibungen und Reparaturkosten auch die KFZ-Steuer, welche Benzinkosten und Darlehenszinsen und auch die Prämien für Versicherungen und die anfallenden Gebühren für eventuelle Unterstellungen.

Unser Hinweis:

Im Falle, dass der Geschäftswagen zu höchsten 30 Prozent privat benutzt wird, empfiehlt sich der Einzelkostennachweis durch einen individuellen Kilometersatz. Außerdem muss vor der Entscheidung für eine Methode eine Vergleichsrechnung mit der Fahrtenbuch- und der Listenpreismethode durchgeführt werden.

Siehe hierzu auch: Abschreibung / linear, Fahrtenbuch, Kilometersatz, Geldwerter Vorteil

Geschäftsreise

Eine Geschäftsreise liegt immer dann vor, falls ein Unternehmer für einen bestimmten Zeitraum auswärtig tätig ist. Alle Kosten, die im Rahmen einer Geschäftsreise anfallen, werden als Betriebsausgaben gewertet. Für Fahrtkosten darf der gesamte durch einen Beleg nachgewiesene Betrag berücksichtigt werden, wobei auch ein Vorsteuerabzug möglich ist. Für den Fall, dass die Fahrt mit einem privaten Fahrzeug durchgeführt wird, zählen die dazu vorgesehenen Kilometersätze. Diese betragen pro gefahrenen Kilometer 0,30 Euro. Für die während einer Geschäftsreise benötigte Verpflegung können dagegen lediglich Pauschalsätze in Anspruch genommen werden. Dabei richtet sich die Höhe nach der Dauer der Abwesenheit von der privaten Wohnung. Beträgt diese mehr als 24 Stunden, gilt ein pauschaler Satz von 24 Euro. Bei einem Zeitraum zwischen 14 und 24 Stunden beträgt der Pauschalbetrag 12 Euro und bei einer auswärtigen Tätigkeit zwischen 8 und 14 Stunden 6 Euro. Die Kosten für eine Übernachtung können bei Vorlage eines Beleges in tatsächlicher Höhe zu den Betriebsausgaben gerechnet werden.
Alle Kosten, die nicht zu den genannten Zahlungen gehören zählen zu den Reisenebenkosten. Dies können zum Beispiel Kosten für die Gepäckbeförderung und auch erhöhte Kosten für die Telekommunikation sein. Auch die durch einen Verkehrsunfall entstandenen Kosten zählen zu den Reisenebenkosten.

Unser Tipp:

Ist für die Geschäftsreise eine Begleitung wie zum Beispiel eine Sekretärin notwendig, dann zählen deren Reisekosten ebenfalls zu den Betriebsausgaben.

Geschenke

Übersteigt der Wert von Geschenken den Wert von 40 Euro pro Monat und Arbeitnehmer nicht, bleiben diese Zuwendungen steuerfrei. Bei Überschreitung gilt das Geschenk als Arbeitslohn und der gesamte Zuwendungswert ist zu versteuern. Dagegen können betrieblich begründete Geschenke an Geschäftskunden und andere NichtArbeitnehmer seit 2004 nur noch bis zu einem Wert von 35 Euro steuerfrei veranlasst werden. Bei Überschreitung darf kein Vorsteuerabzug erfolgen und der Abzug als Betriebsausgabe bleibt verwehrt. Die Aufzeichnung über die Art und den Wert der Geschenke hat lückenlos und jederzeit nachvollziehbar zu erfolgen. Zuwendungen, die der Arbeitgeber anlässlich bestimmter Anlässe dem abhängig Beschäftigte zu Gute kommen lässt, sind nicht als Geschenke. Beispiele hierfür sind zum Beispiel Hochzeit und Geburt.

Gesellschafter

Bei der Besteuerung gibt es wesentliche Unterschiede zwischen Gesellschaftern von Personengesellschaften und Gesellschaftern von Kapitalgesellschaften. Bei Personengesellschaften werden die Gesellschafter steuerrechtlich als Mitunternehmer betrachtet und erzielen Einnahmen aus Gewerbebetrieb. Je nach ihrem Anteil an der Gesellschaft beziehungsweise nach einem anderen, beispielsweise im Gesellschaftsvertrag vereinbarten Verteilungsmaßstab, bekommen Sie am Ende eines jeden Wirtschaftsjahres den Gewinn und Verlust der Personengesellschaft anteilig zugerechnet. Sie haben diese Einnahmen jeweils im Rahmen ihrer persönlichen jährlichen Einkommensteuererklärung unter den Einnahmen aus Gewerbebetrieb anzugeben und zu versteuern. Bei einer Kapitalgesellschaft hingegen können die Gesellschafter entweder Einnahmen aus Kapitalvermögen beziehungsweise Einnahmen aus nichtselbstständiger Tätigkeit erzielen. Der erste Fall trifft zu, falls sie nicht in einem Anstellungsverhältnis zur Gesellschaft stehen, sondern Gewinne beziehungsweise Verluste aus ihrer Beteiligung an der Gesellschaft beziehen. Der zweite Fall trifft zu, sobald Gesellschafter als Angestellte für ihre Gesellschaft Tätigkeiten, etwa als Geschäftsführer. Darüber hinaus können Gesellschafter auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu versteuern haben, sobald sie an die Gesellschaft Vermögenswerte ihres Privatvermögens verpachten beziehungsweise vermieten.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Bei der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft, welche mit einem (Einmanngesellschaft) und mehreren Gesellschaftern geführt werden darf. Die Gründung erfolgt durch Gesellschafterbeschluss und ist ins Handelsregister einzutragen. Die Gesellschafter einer GmbH haften nur bis zur Höhe der Stammeinlage, die mindestens 25.000 Euro betragen muss. Als Kapitalgesellschaft ist die GmbH eine juristische Person und damit auch selbstständig rechts- und geschäftsfähig. Sie darf zum Beispiel selbstständig Klage einreichen, Tätigkeits-, Darlehens- und andere Verträge mit ihren Gesellschaftern abschließen und wird auch zur Besteuerung veranlagt. Ihr Gewinn unterliegt der Körperschaftsteuer. Liegen Sitz und Geschäftsleitung im Inland, ist die GmbH unbeschränkt steuerpflichtig. Eine Kapitalgesellschaft ist kraft Rechtsform stets gewerblich tätig. Sofern keine Steuerbefreiung greift, unterliegt sie daher der Gewerbesteuer. Da im Unterschied zur Personengesellschaft weder Staffeltarif noch Freibetrag zur Anwendung kommen, ist die gewerbesteuerliche Belastung gegenüber einer Personengesellschaft zwangsläufig höher. Die Einbringung von Immobilien und Grundstücken in eine Kapitalgesellschaft unterliegt der Grunderwerbsteuer, da ein Rechtsträgerwechsel vorliegt.

Gewinnbeteiligungen

Bei Gewinnbeteiligungen, auch Tantiemen genannt, handelt es sich um Einnahmen, welche aus nicht selbstständiger Arbeit zu Buche schlagen. Nicht selten bekommen Geschäftsführer, etwa einer GmbH, Tantiemen ausüberwiesen, welche als Zusatzvergütung angesehen werden. In der betrieblichen Praxis spricht man meistens von Umsatztantiemen oder aber Gewinntantiemen. Erhält ein Gesellschafter-Geschäftsführer Umsatztantiemen, darf dies dazu führen, dass die Auszahlungen als verdeckte Gewinnausschüttung gewertet werden. Der jeweilige Betrieb muss sich einer sehr kritischen Prüfung durch das Finanzamt unterziehen. Im Fokus steht die Frage, ob ein unbeteiligter Geschäftsführer diese Tantiemen erhalten hätte. Gewinntantiemen sind hingegen vollkommen unbedenklich. Sollten jedoch nur die Tantiemen und kein auch wirkliches Lohn vereinbart sein, darf auch bei den Gewinntantiemen von einer verdeckten Gewinnausschüttung ausgegangen werden. Das Gleiche gilt, falls alle Bezüge, die ein Gesellschafter-Geschäftsführer erhält, zu hoch ausfallen.

Gewinnerzielungsabsicht

Die Gewinnerzielungsabsicht ist das vordergründige Kriterium, wenn es um die Beurteilung geht, ob eine freiberufliche, geschäftliche aber auch selbstständige Tätigkeit vorliegt. Zudem spielt die Gewinnerzielungsabsicht auch bei einer Tätigkeit in der Land- und Forstwirtschaft sowie der Vermietung und Verpachtung eine vordergründige Rolle.
Liegt keine Gewinnerzielungsabsicht vor, so können das Finanzämter unterstellen, dass es sich bei de Tätigkeit um eine Liebhaberei handelt. Werden hingegen nur vorübergehend negative Einkünfte gemacht und ist zu erwarten, dass künftig Gewinne erzielt werden können, so liegt keine Liebhaberei vor. Ebenfalls keine Liebhaberei liegt vor, falls die Tätigkeit nach andauernden negative Einkünften eingestellt wird. Entscheidend ist dabei einzig die Frage, ob die betreffende Person Anstrengungen unternimmt, um positive Erträge zu erzielen.
negative Einkünfte können nur dann steuerlich berücksichtigt werden, wenn das Finanzamt eine Gewinnerzielungsabsicht unterstellt. Andernfalls zählt die Tätigkeit als Liebhaberei und wird zur privaten Lebensführung gerechnet. Für den Fall, dass das Finanzämter eine betriebliche Tätigkeit in eine Liebhaberei umqualifizieren, können die Verluste die vor diesem Termin entstanden sind auch nachträglich noch steuerlich berücksichtigt werden. Dies gilt jedoch nur für den Fall, dass eine Verrechnung mit dem Aktivvermögen aufgrund fehlender Masse nicht ausführbar war.

Gewinn- und Verlustrechnung

Am Ende eines jeden Steuerjahres müssen Firmen welche Bilanzpflicht haben eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung erstellen. In dieser werden Erfolge und Verluste gegeneinander aufgestellt. Das Ergebnis beziffert einen Gewinn beziehungsweise einen Verlust, welcher über die Schlussbilanz abgerechnet wird. Die Schlussbilanz zeigt auch die Ergebnisse der Anlagenkonten und stellt somit das Gesamtergebnis eines Geschäftsjahres dar. Die Schlussbilanz wird zur Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahrs stellt die SBK (Schlussbilanzkonto) die EBK (Eröffnungsbilanzkonto) dar. Für bestimmt Berufsgruppen und Betriebsformen wurden Vereinfachungen vorgesehen.

Good will

Der Good will wird unter anderem auch als Firmenwert beziehungsweise Geschäftswert bennent. Als Good Will gilt immer der Mehrwert eines jeden Unternehmens. Dieser ergibt sich aus dem Substanzwert vermindert um die vorhandenen Schulden. Somit ist der Good wird den immateriellen Vermögenswerten zuzuschreiben und verkörpert vom Prinzip her die Aussichten auf einen in Zukunft kommenden Gewinn. Gebildet wird der Good will immer vom jeweiligen Firmen und er ist auch immer untrennbar mit diesem verbunden. Gebildet wird der Geschäftswert aus verschiedenen Faktoren wie der Absatz- und Einkaufsorganisation, den Kenntnissen und Fähigkeiten der MitArbeiter, der Lage eines jeden Geschäfts beziehungsweise Firmens und auch aus dem Image und Bekanntheitsgrad jedes Unternehmens.
Falls der Good will, gegen Zahlung eines erworben wurde, so gibt es ein Wahlrecht zur handelsrechtlichen Aktivierung. Dies liegt etwa vor, wenn der der Kaufpreis eines Unternehmens über dem Wert der aktiven und passiven Vermögenswerte liegt. Das Handelsrecht sieht vor, dass dieser Geschäftswert von Kapitalgesellschaften gesondert ausgewiesen werden muss. Bei kleineren Kapitalgesellschaften existiert die Möglichkeit einer Aktivierung als „Immaterielle Vermögensgegenstände“. Ein selbst geschaffener Good will darf dagegen nicht aktiviert werden.
Aus steuerrechtlicher Sicht gesehen besteht eine Aktivierungspflicht für einen entgeltlich erworbenen Geschäftswert. Dieser gehört steuerlich gesehen zu den abnutzbaren Wirtschaftsgütern und könnte über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben werden.

Grenzgänger

Als Grenzgänger bezeichnet man jene abhängig Beschäftigte welche ihren Wohnsitz in einem Grenzbezirk zwischen zwei Gesetzgeberen haben und in einem Fiskus Tätigkeiten und im anderen Fiskus leben. Zur Besteuerung herangezogen wird der Wohnsitzstaat. Wenn ein abhängig Beschäftigte in der Schweiz lebt, aber ausschließlich in Deutschland Tätigkeitet, gilt die beschränkte Steuerpflicht in Deutschland. Werten die Einnahmen mindestens 90 Prozent, kann von der Steuerpflicht abgewichen werden. Dies nennt sich Grenzpendlerregelung. Die in Deutschland verdienten Einnahmen dürfen nicht mehr als 6136 bei Ledigen und 12272 bei Verheiratenden betragen. Der Antrag wird beim zuständigen Finanzamt gestellt. Diese Regelung ist in der Regel vorteilhafter, denn Steuerpflichtige können Werbungskosten, außergewöhnlichen Belastungen und Sonderausgaben sindd machen. Sollten der Wohnsitz und der Tätigkeitsort nicht in diesem Grenzbezirk liegen, könnte die Grenzpendlerregelung nicht angewandt werden. Bei DoppelBesteuerung gilt als Grenzzone 20 km oder 30 km. Sollte nach eingehender Prüfung keine Pendlerregelung greifen, kommt der Tätigkeitsstaat in den Genuss der Steuerveranschlagung.

Grenzpendlerregelung

Steuerzahler, welche in einem Staat wohnen und in einem anderen Fiskus Tätigkeiten, können unter die Grenzpendlerregelung fallen. Es gilt jedoch, bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Wohnt ein MitArbeiter zum Beispiel in der Schweiz und Arbeitet ausschließlich in Deutschland, unterliegt dieser der beschränkten Steuerpflicht in Deutschland. Erwirbt der Arbeitnehmer nahezu sein gesamtes Einkommen in Deutschland, greift die Grenzpendlerregelung. Bei mehr als 90-prozentiges Einkommen aus Deutschland und Einnahmen welche nicht aus Deutschland stammen (mehr als 6136 Euro bei Ledige Steuerpflichtigen und 12272 Euro bei Verheirateten) gilt die Grenzpendlerregelung. Beim zuständigen Finanzamt könnte dazu ein Antrag gestellt werden. Vorteilhaft ist bei dieser Regel die unbeschränkte Steuerpflicht, denn in diesem Fall können Werbungskosten, außergewöhnlichen Belastungen und Sonderausgeben zählend gemacht werden. Wenn der Wohnsitz beziehungsweise der Arbeitsort außerhalb eines jeden Grenzbezirkes liegt, tritt keine Grenzgängerregelung in Kraft. Im DoppelBesteuerungsabkommen gilt als Grenze ein Umkreis 20 km beziehungsweise 30 km von der jeweiligen Landesgrenze. Es ist zu prüfen, welches DoppelBesteuerungsabkommen angewandt werden kann und wie der Grenzbezirk liegt. Kann die Grenzpendler Regelung nicht greifen, so liegt die Besteuerung meist im Tätigkeitsstaat.

Gründungshöchstbetrag

Jede Stiftung, welche gegründet wird, benötigt ein gewisses Kapital. Meist überträgt der Stifter ein festgelegtes Vermögen auf die Stiftung. Bei der Einkommenssteuer besteht für den Stifter die Möglichkeit, einen Spenden-Betrag bis zu 307.000 Euro zählend zu machen. Von Gesetzeswegen wird dieser Betrag auch als Gründungshöchstbetrag bezeichnet. Bei der Einkommenssteuer könnte der Betrag sowohl im Jahr der Gründung, wie auch innerhalb von neun Jahren nach der Gründung, berücksichtigt werden. Laut Gesetz lässt sich dieser Gründungshöchstbetrag ausschließlich bei der Gründung von einer Stiftung steuermindernd einsetzen. Damit die Zuwendung auch auch wirklich berücksichtigt werden kann, muss sie innerhalb von einem Jahr nach der Neugründung der Stiftung zugeführt werden. Wahlweise darf der Stifter den Gründungshöchstbetrag in einem Jahr zu 100 Prozent von der Steuer absetzen, oder aber in der Zusammenfassung von neun Jahren, jährlich zu jeweils 10 Prozent, somit 30.700 Euro pro Jahr, angeben. Neben dem Gründungshöchstbetrag darf sich auch der normale Spendenabzug beziehungsweise der Abzug von einem Stiftungshöchstbetrag steuermindernd auswirken. Alle Beträge müssen als Sonderausgaben aufgelistet werden.

Grunderwerbsteuer

Eine Grunderwerbssteuer wird immer dann fällig, wenn es beim Erwerb jedes Grundstückes zu einem Wechsel des Eigentümers kommt. Dabei ist genau festgelegt, welche Erwerbsformen der Grunderwerbssteuer unterliegen. Dies wurden neben Grundstückskäufen auch der Tausch von Grundstücken, der Übergang von Grundstücken infolge eines jeden Gesellschaftsvertrages sowie die Übertragung von Anteilen einer Personengesellschaft die über eigenen Grundbesitz verfügt. Ebenfalls wird bei Auflösung einer Gesellschaft oder auch bei einer Enteignung die Grunderwerbssteuer fällig.
Kommt es zu einem Erwerb von Grundstücken zwischen Ehegatten, wird hierfür keine Grunderwerbssteuer fällig. Dies gilt auch bei Geschäften zwischen in Personen, die in gerader Linie miteinander verwandt wurden. Ebenfalls von einer Grunderwerbssteuer befreit ist der Kauf eines zum Nachlass gehörenden Grundstückes durch einen Teilerben aber auch der Kauf von Grundstücken mit einem Wert von weniger als 2.500 Euro.
Die ergibt sich in der Regel aus dem bezahlten Kaufpreis. Liegt kein Kaufpreis vor, so gilt der Wert des Grundstücks als Bemessungsgrundlage. Von dieser wird eine Grunderwerbssteuer in Höhe von 3,5 Prozent erhoben. Das Grundstück darf erst dann ins Grundbuch eingetragen werden, wenn die zu zahlende Grunderwerbssteuer bezahlt wurde. Die aus der Grunderwerbssteuer erzielten Einnahmen fließen komplett dem jeweiligen Bundesland zu.

Grundlagenbescheid

Als Teil des gesamten Steuerverfahrens löst ein Grundlagenbescheid noch keinerlei Zahlungsverpflichtung bezüglich einer eventuell existierenden Steuerschuld aus. In einem Grundlagenbescheid erfolgt zum Beispiel die Zertifizierung jedes Vertrages zur Altersvorsorge beziehungsweise die Anerkennung jedes Schwerbehindertenstatus. Der Grundlagenbescheid darf bei Unstimmigkeiten gemäß den gesetzlichen Bestimmungen angefochten werden.

Grundsteuer

Die Grundsteuer wird auf sämtlichen Grundbesitz erhoben, der sich im Inland befindet. Zum Grundbesitz zählen land- und forstwirtschaftliche Betriebe, betriebliche und private Grundstücke, Erbbaurechte aber auch Wohneigentum und Gebäude, welche auf fremdem Grund und Boden stehen. Was die steuerliche Bemessungsgrundlage gilt, muss zwischen verschiedenen Fällen unterschieden werden. Für Grundbesitz in den alten Bundesländern gilt ein Einheitswert nach den Wertverhältnissen von 1964. Für Grundbesitz in den neuen Bundesländern wird dagegen der Einheitswert von 1935 herangezogen. Befinden sich land- und forstwirtschaftliche Betriebe in den neuen Bundesländern gilt wieder der Einheitswert von 1964. Für Mietwohnungen, die vor dem Jahre 1991 in den neuen Bundesländern erbaut wurden, gilt eine Ersatzbemessungsgrundlage, die sich nach Wohn- und Nutzfläche richtet. Bei Körperschaften des öffentlichen Rechts und auch bei gemeinnützlichen Körperschaften könnte es unter gewissen Grundlagen zu einer Befreiung von der Grundsteuer kommen.
Ermittelt wird die Grundsteuer immer in zwei Schritten. Dabei wird zunächst durch das Finanzamt der Steuermessbetrag festgesetzt. Zur Festsetzung wird dabei der Einheitswert beziehungsweise der Ersatzwirtschaftswert genutzt. In einem zweiten Schritt wird von der Gemeinde, in der sich der Grundbesitz befindet, auf den Steuermessbetrag ein Hebesatz genutzt und daraus die Grundsteuer ermittelt.

Unser Hinweis:

Für Immobilien, die leer stehen und sich in einer strukturell schwierigen Gegend befinden, kann die Grundsteuer erlassen werden.

Grundstück

Laut dem Bewertungsgesetz wird als Grundstück jede Wirtschaftseinheit des Grundvermögens bennent. Man unterscheidet stets zwischen unbebauten und bebauten Grundstücken. Befindet sich auf einem Grundstück kein nutzbares Gebäude, so handelt es sich um ein unbebautes Grundstück. Erst falls ein Gebäude bezogen werden könnte beginnt auch die Benutzbarkeit. Sobald den Bewohnern und anderen Benutzern die Nutzung des Gebäudes zugemutet werden darf, wird dieses als bezugsfertig angesehen. Somit sind auch Grundstücke als unbebaut, dessen Gebäude aufgrund von Zerstörung oder Zerfall nicht mehr genutzt werden können. Im Gegensatz dazu werden Grundstücke mit nutzbaren Gebäuden als bebaut beschreibt. Sofern ein geplantes Gebäude in bestimmten Bauabschnitten errichtet wird, wurden nur die bezugsfertigen Teile als nutzbar anzusehen. Bei der Bewertung von Grundstücken werden verschiedene Grundstücksarten unterschieden. Neben Mietwohngrundstücken gibt es Geschäftsgrundstücke, Einfamilienhäuser, gemischt genutzte Grundstücke, Mehrfamilienhäuser und weitere. Abhängig von der Art des Grundstückes darf das Ertragswertverfahren oder aber das Sachwertverfahren zum Einsatz kommen. Sofern Betriebsgrundstücke veräußert werden, müssen die Gewinne dem gewerblichen Gewinn angerechnet werden. Sollten Grundstücke hingegen privat veräußert werden, wird der steuerpflichtige Veräußerungsgewinn lediglich im Rahmen der Spekulationsfrist, welche 10 Jahre beträgt, fällig.

Kleiner Tipp:

Sollten privat mehr als drei bebaute Grundstücke im Rahmen von fünf Jahren veräußert werden, gibt es für den Besitzer die Gefahr, laut Finanzamt als gewerblicher Grundstückshändler angesehen zu werden. In diesem in Verbindunghang wären Gewinne immer steuerpflichtig. Weiterhin kann ein geschäftlicher Grundstückshandel angenommen werden, falls ein Grundstück nicht für den privaten Zweck, sondern ausschließlich mit de Erwartung gekauft wird, es nach der Bebauung zu verkaufen.

Grundstücksverkäufe

Bei einem privaten Grundstücksverkauf ist die Spekulationsfrist zu beachten. Der erzielte Veräußerungsgewinn (Spekulationsgewinn) erfolgt bei Veräußerung einer Immobilie bis zu 10 Jahre nach dem Erwerb. Wird die Immobilie beispielsweise nach 9 Jahren wieder verkauft, ist der gesamte Gewinn zu versteuern. Bankspesen, Maklercourtage beziehungsweise Kreditzinsen wurden in diesem Fall Werbungskosten und reduzieren den steuerpflichtigen Gewinn. Die Immobilie muss nicht versteuert werden, sobald der Eigentümer bei der Veräußerung und auch bis zu 2 Jahre zuvor selbst verwendet hat. Keine Mindestpflicht gilt, wenn der Eigentümer ab Kauf und Fertigstellung des Neubaus diese selbst bewohnt hat. Im Betriebsvermögen gehaltene Grundstücke (Immobilien) zählen die Gewinne zum steuerpflichtigen Unternehmergewinn dazu. Der Verkaufswert könnte den Firmensgewinn mindern oder erhöhen. Wie Grundstücksentnahmen aus dem Betriebsvermögen zu behandeln sind, regelt das BMF-Schreiben vom 07.02.2007.

Passender Tipp:

In aller Regel werden Immobilien mit Gewinn verkauft, entsprechend sollen sie nicht im Betriebsvermögen gehalten werden. Eine Verpachtung zumeist wäre eine sinnvollere Lösung.

Grundstücksvermietung

Im Falle, dass bei der Vermietung von Grundstücken Einkünfte erzielt werden, ist hierauf keine Umsatzsteuer aufzuschlagen. Allerdings könnte ein Unternehmer wählen, ob er auf diese Regelung verzichtet und doch Umsatzsteuer verlangt. Hierdurch wäre ihm der Vorsteuerabzug machbar. Werden jedoch etwa Wohn- oder Schlafräume und Campingplätze kurzfristig vermietet, darf von der Steuerbefreiung kein Gebrauch gemacht werden.

Grundstückumsätze

Umsätze, die durch Grundstücke zu Buche schlagen, werden als Grundstücksumsätze bezeichnet. Diese sind immer von der Umsatzsteuer befreit. Allerdings besteht eine Option zur Umsatzsteuerpflicht. Sollte diese bei einem Unternehmer greifen, muss auf das Entgelt für das betreffende Grundstück Umsatzsteuer erhoben werden. Dazu muss der Leistungsempfänger das Grundstück allerdings selbst nutzen, um Umsätze zu erzielen, bei denen ein Vorsteuerabzug erhoben wird. Die Notwendigkeiten dazu müssen vom Unternehmer nachgewiesen werden. Durch die Umsatzsteueroption wird auch der Vorsteuerabzug erausführbart. Sollte ein Grundstück nur teilweise umsatzsteuerpflichtig vermietet werden, könnte auch nur für diesen Teil die Vorsteuer erhoben werden. Durch eine sachgerechte Schätzung lassen sich die nicht abziehbaren Beträge ermitteln. Jeder Empfänger, der eine steuerpflichtige Werklieferung oder eine andere steuerpflichtige Leistung in in Verbindunghang mit einem Grundstück in Anspruch nimmt, muss laut § 14b Abs. 1 Satz 1 UStG Rechnungen und Zahlungsbelege aber auch andere beweiskräftige Unterlagen über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren aufbewahren. Das gilt allerdings nur, falls die Leistungen für den Bereich genutzt werden, der nichtunternehmerisch geführt wird. Sollten die Leistungen hingegen für den unternehmerischen Bereich benutzt werden, zählen die Aufbewahrungspflichten gemäß § 14b Abs. 1 Satz 1 UStG. Bei Verstoß gegen die Aufbewahrungspflicht handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Eine solche Ordnungswidrigkeit kann laut Gesetz mit einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 500 Euro geahndet werden.

Grund und Boden

Grundstücke werden zur steuerlichen Bewertung in Gebäude und Grund und Boden aufgeteilt.
Gebäude unterliegen regelmäßig einer Wertminderung und können folglich auch abgeschrieben werden. Im Gegensatz dazu unterliegt Grund und Boden keiner Wertminderung und darf somit auch nicht abgeschrieben werden.


 

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Härteausgleich

Sollten die eigenen Einnahmen (mit Ausnahme des regulären Arbeitslohns) bestimmte Grenzwerte nicht übersteigen, darf ein Härteausgleich (oft auch: Freigrenze) geltend gemacht werden. Von der Freigrenze darf der Altersentlastungsbetrag abgezogen werden, sollte dieser 40 Prozent des Tätigkeitsentgelts (ohne Bezüge für die Versorgung) übersteigen. Der Härteausgleich verdoppelt sich bei gemeinsam veranlagten Ehepartnern. Maximal liegt der Härteausgleich bei 410 Euro und verringert sich stufenweise. Diese Verringerung hängt von der Höhe der Einnahmen ab.

Handelsvertreter

Ein Handelsvertreter gehört nicht zu den Freiberuflern. Infolge dessen unterliegt er der selbstständigen Tätigkeit und ist somit gewerbesteuerpflichtig, da er Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb erzielt. Mit einer Einahmen-Überschuss-Rechnung und mit einem Betriebsvermögenvergleich lassen sich die Gewinne eines Gewerbebetriebs ermitteln. Der Gewerbetreibende könnte zwischen dem Betriebsvermögenvergleich und der Einnahme-Überschuss-Rechnung wählen, falls nicht aufgrund der gewählten Rechtsform eine Verpflichtung zu einer Bilanzaufstellung oder andere gesetzliche vorgeschriebene Größen wie beispielsweise erzielte Einnahmen, erzielten Gewinn beziehungsweise die Anzahl seiner MitArbeiter eine Bilanz notwendig machen. Für Kleinstgewerbetreibende bietet sich die Einnahme-Überschuss-Rechnung an, wobei die Aufstellung einer Bilanz und die Inventarisierung wegfallen. Gewerbebetriebe stellen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben nach dem Zuflussprinzip oder dem Abflussprinzip gegenüber und bestimmen so den Gewinn beziehungsweise den Verlust. Des Weiteren muss in der Gegenüberstellung eruiert werden, welche Einkünfte als Betriebseinnahmen und welche Ausgaben als Betriebsausgaben angegeben werden. Abschreibungen gehören klar zu den Betriebseinnahmen. Anlagen sowie GWG“s (geringfügige Vermögenswerte), welche nicht im laufenden Geschäftsjahr 100 Prozent abgeschrieben werden können, werden jährlich gewinnmindernd als Betriebsausgaben in Anrechnung gebracht.

Handykosten

Wenn ein abhängig Beschäftigte ein dienstliches Mobiltelefon auch privat gebraucht, dann ist der daraus folgende Kostenvorteil für ihn steuerfrei. Verwendet er allerdings sein privates Mobiltelefon auch für dienstliche Zwecke, so hat er diesen Nutzungsanteil nachzuweisen. Seit dem 1. Januar 2002 ist dieses Verfahren deutlich leichter, denn inzwischen muss der Handy-Nutzer nur noch die dienstlich bedingten Kosten für einen Zeitraum von drei Monaten nachweisen. Diese Kosten können anschließend für den gesamten Veranlagungszeitraum zu Grunde gelegt werden.
Der dafür notwendige Einzelnachweise besteht aus den folgenden Bestandteilen: Gesprächstag, Zielort, Teilnehmer des Gesprächs, Gesprächsdauer und Gesprächsgebühren. Ohne diesen Einzelnachweis erkennt das Finanzamt pauschal 20 Prozent, jedoch maximal 20 Euro pro Monat als Werbungskosten an. Generell gehören zu den Telefonkosten: Grundgebühren, Kosten für Gespräche, Anschlussgebühren aber auch Kosten für die Hardware. Diese Telefonkosten dürfen beim Abzug der Werbungskosten berücksichtigt werden. Gibt es jedoch eine Kostenerstattung durch den Arbeitgeber, dann sind lediglich die Gesprächsgebühren zu berücksichtigen.

Hausanschlusskosten

Unter dem Begriff Hausanschlusskosten werden alle anfallenden Gebühren in Verbindunggefasst, die dafür existieren, dass das Gebäude mit Ver- und Entsorgungsleitungen versehen wird. Darunter fallen auf der Seite der Versorgung neben dem Strom auch Gas, Wasser und auch Fernwärme. Die Hausanschlusskosten sind zu unterscheiden von den Erschließungskosten. Letztere kommen zum Tragen, um die Ver- und Entsorgung bis an das Grundstück heranzuführen. Die Grundstückseigentümer können von den Kommunen an diesen Kosten beteiligt werden. Während die Erschließungskosten zu den einfachen Anschaffungskosten gerechnet werden, zählen die Hausanschlusskosten steuerlich zu den nachträglich anfallenden Kosten des Kaufs von Immobilien.
Wird ein Gebäude später saniert und zum Beispiel eine Öl- beziehungsweise Gasheizung eingebaut, für die erst ein Hausanschluss geschaffen werden muss, werden die Hausanschlusskosten zu einem Bestandteil der Modernisierungskosten.

Haushaltfreibetrag

Falls eine alleinstehende Person uneingeschränkt steuerpflichtig ist, Anspruch auf Kindergeld hat und ihr ein Kinderfreibetrag zusteht, wird ein Haushaltsfreibetrag gewährt. Außerdem muss das Kind in der Wohnung des steuerpflichtigen Bürgers offiziell gemeldet sein und einen Wohnsitz dort haben. Der Haushaltfreibetrag hat eine Höhe von 2.340 Euro. Auch Großeltern, die alle genannten Voraussetzungen erfüllen, können den Freibetrag bekommen. Ist das Kind jedoch bei mehreren Steuerzahlern gemeldet und somit kein alleiniger ständiger Wohnsitz feststellbar, steht der Mutter der Haushaltfreibetrag zu. Die Mutter hat dann allerdings das Recht, eine offizielle Zurechnung bei einem Großelternteil oder beim Vater des Kindes zu erwirken. Ab 2002 gilt: Bereits 2001 mussten alle Grundlagen für die Freibetrags-Gewährung vorhanden gewesen sein, um ihn noch bewilligt zu bekommen. Ein Beschluss des Bundesrates vom April 2002 hebt diese Regelung allerdings wieder auf. Rückwirkend zum 01. Januar 2002 besteht entsprechend, unter den genannten Notwendigkeiten, ein uneingeschränkter Anspruch. 2004 erfolgt die Streichung des Haushaltfreibetrages. Er wird per Gesetz und mit sofortiger Wirkung durch den Entlastungsbetrag ersetzt. Diesen gewährt der Gesetzgeber Alleinerziehenden, deren jüngstes Kind das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und er beträgt 1.308 Euro. Die Zuerkennung des Entlastungsbetrages erfolgt nur dann, sobald der Steuerzahler in häuslicher Gemeinschaft mit dem Kind lebt und die Wohnung für beide Personen deren Hauptwohnsitz darstellt. Eine Übertragung auf Großeltern oder den anderen Elternteil ist nicht mehr machbar. Lebt der Alleinerziehende zusätzlich mit einer anderen Person, als dem minderjährigen Kind in einer Lebensgemeinschaft, entfällt der Anspruch auf Entlastungsfreibetrag.

Haushaltshilfe

Zahlungen, welche durch die Inanspruchnahme einer Haushaltshilfe existieren, können bis zu einem jährlichen Betrag von 624 Euro als außergewöhnliche Belastung steuerlich zählend gemacht werden. Hierfür müssen jedoch bestimmte Notwendigkeiten erfüllt sein. Erste Bedingung ist, dass der Steuerpflichtige bzw. der nicht in dauerhafter Trennung von ihm lebende Gatte das 60. Lebensjahr bereits vollendet hat. Die Hilfe muss entweder aufgrund einer Erkrankung des Steuerzahler, seiner nicht dauerhaft getrennt lebenden Ehegatten beziehungsweise eines jeden im selben Haushalt lebenden Kindes benötigt werden.
Der jährliche Höchstbetrag erhöht sich falls der Steuerpflichtige beziehungsweise der nicht in dauerhafter Trennung lebende Ehegatte beziehungsweise ein im Haushalt lebendes Kind schwer behindert beziehungsweise in einer anderen Form hilflos ist. Dies gilt, auch wenn bei einer unterhaltsberechtigten Person eine schwere Behinderung beziehungsweise eine andere Hilflosigkeit vorliegt. Von einer schweren Behinderung spricht man immer dann, wenn der Grad der Behinderung mindestens 45 Prozent beträgt.

Unser Hinweis:

Der Bundesfinanzhof hat festgelegt, dass auch eine durch die Partnerin gegen Entgelt durchgeführte Pflege eines jeden schwerbehinderten Steuerzahler als außergewöhnliche Belastung gilt.

Hauswirtschaftliches Beschäftigungsverhältnis

Von 1990 bis 2001 hatten Steuerpflichtige die Möglichkeit Zahlungen, welche bei der Anstellung eines hauswirtschaftlichen Beschäftigungsverhältnisses entstanden wurden, steuerlich geltend zu machen. Der bis zue anzugebende Betrag wurde 1997 von 12.000 DM auf 18.000 DM erhöht. Zum 31.12.2001 ist diese Regelung jedoch ohne Ersatz weggefallen.
Die bis 2001 sindden Regelungen sahen vor, dass die Kosten für ein hauswirtschaftliches Beschäftigungsverhältnis immer dann in Abzug gebracht werden konnten, sobald für Angestellte die Pflichtbeträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wurden. Daraus ergab sich, dass der gezahlte Lohn über 630 DM liegen musste. Steuerlich begünstigt wurden hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie das Zubereiten von Mahlzeiten, Reinigen der Wohnung, Waschen der Wäsche oder die Pflege des Gartens.
Betrugen die jährlichen Aufwendungen mehr als 18.000 DM, so konnte der die Grenze übersteigende Wert als Sonderausgaben aufgeführt werden. Für Angestellte, welche nur monatlich beschäftigt waren, galt ein Maximalbetrag von 1.500 DM, welcher als Sonderausgabe pro Monat aufgeführt werden konnte.

Herstellerleasing

Die entgeltliche Überlassung von Waren wird als Leasing bennent. Eine vordergründige Rolle spielt, welchem von beiden Partnern (Leasing-Nehmer und Leasing-Geber) die Ware zugerechnet werden muss. Die Zuteilung erfolgt aufgrund des gestellten Vertrages. Leasingverträge werden in 3 Formen klassifiziert: Das Operatingleasing, das Finanzleasing und das Spezialleasing. Das Herstellerleasing findet z.B. Anwendung bei Vermietung von Gütern seitens der Hersteller. Dieses Leasingverfahren könnte zwei Gruppen zugeordnet werden: Entweder dem Operatingleasing beziehungsweise dem Finanzierungsleasing. Eine Operatingleasing definiert sich wie folgt: Hierbei handelt es sich um normale Mietverträge in denen der Leasing-Geber die Versicherungskosten, und auch die Reparatur- und Wartungskosten übernimmt. Beiden Vertragsparteien können kurzfristig den Vertrag kündigen. Das geleaste Produkt kann vom Leasing-Nehmer ohne weitere Verpflichtungen jederzeit zurückgegeben werden. Finanzierungsleasing wird in Vollamortisationsverträgen und Teilamortisationsvertagen unterteilt. Die Ware wird für einen bestimmten Zeitraum und für eine bestimmte feste Rate dem Leasings-Nehmer überlassen. Der Vertrag darf nicht während des Grundzeitraums gekündigt werden. Der Leasing-Nehmer ist in Haftung zunehmen bei Diebstahl oder Zerstörung des Produktes. Bei Leasing-Beginn wird entweder ein hoher Einmalbetrag oder eine höhere Erstleasingrate bezahlt.

Herstellungsaufwand bei Gebäuden

Nach erfolgreicher Fertigstellung, Renovierung, Sanierung eines jeden Gebäudes beziehungsweise jedes Anbaues an einem Gebäude wird der neue Wert des Gebäudes erklärt. Dies nennt sich Herstellungsaufwand an Gebäuden. Solche Aufwendungen können sowohl Materialkosten wie auch Dienstleistungen sein. Der Bau gilt als erweitert, sobald er aufgestockt und angebaut wird. Auch eine Erweiterung von Grund und Boden darf sich der Wert des Hauses erhöhen. Eine Renovation und eine Sanierung muss aber den Gebrauchswert deutlich erhöhen und das Gebäude muss über einen großen Zeitraum hinweg weiter zu nutzen sein. Einzelne Baumaßnahmen müssen mindestens einen Nettowert von 2100 Euro betragen. Somit gilt der Aufwand als Erhaltungsaufwand.

Honorar

Honorare sind Bestandteil des zu versteuernden Arbeitslohnes, sofern dem eine Leistung zugrunde liegt, die mit einem Dienstverhältnis in in Verbindunghang zu bringen ist.
Wird ein Honorar für Leistungen bezahlt, welche außerhalb eines dienstlichen Verhältnisses erbracht werden, so handelt es sich dabei um Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit.

Kleiner Tipp:

Das Honorar, welches für eine bestimmte Leistung ausgezahlt wird, welche zu den Dienstaufgaben des abhängig Beschäftigtes gehört. Laut einem Urteil des Bundesfinanzhofes vom 20. Dezember 2000 gehört ein Beraterhonorar, dass für Beratungen im Zuge einer Veräußerung des Betriebes vergeben wurde, zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Maßgeblich für das Urteil war die Tatsache, dass der Berater gegenüber dem Unternehmen in einem Dienstverhältnis stand, als er für dasselbe beratend tätig wurde.


 

I

 

Ich-AG

Seit dem 01.01.2003 wird mit der ICH-AG eine Vorstufe zur Selbstständigkeit besonders gefördert. Arbeitnehmer, welche zur Beendigung ihrer Tätigkeitslosigkeit eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen werden durch das Arbeitsamt mit einem Existenzgründungsbeschuss und vielen weiteren Vergünstigungen belohnt. Die Höhe des Existenzgründungszuschusses staffelt sich, wobei zu Beginn der Selbstständigkeit im ersten Jahr 600 Euro monatlich ausgezahlt werden. Im folgenden Jahr erhält der Existenzgründer 360 Euro um anschließend noch ein Jahr 240 Euro pro Monat. Der Zuschuss ist steuerfrei und wird höchstens 3 Jahre gewährt. Zusätzlich sind noch die Leistungen von der gesetzlichen Rentenversicherung aber auch der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung.

Idealverein

Die gesetzliche Grundlage für den Idealverein findet sich im Paragrafen 21 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Die Bezeichnung ergibt sich daraus, dass hier ideelle Interessen im Vordergrund stehen. Das heißt, ein Idealverein verfolgt keine wirtschaftlichen Ziele. Ob ein Idealverein als gemeinnützig angesehen werden kann, ist aus den Regelungen des Paragrafen 52 der Abgabenordnung zu entnehmen. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit führt dazu, dass einem Idealverein steuerliche Vorteile gewährt werden. Die Rechtsfähigkeit erlangt ein Idealverein unabhängig von der Einstufung gemeinnützig beziehungsweise nicht gemeinnützig durch die Übernahme der Daten in das Vereinsregister. Das Vereinsregister wird als amtliches Verzeichnis bei den lokalen Amtsgerichten geführt. Erkennbar ist diese Eintragung bei einem Idealverein an dem Kürzel „e.V.“, das an den Namen des Vereins angehängt wird.

Immobilien

Falls mit Immobilien Einnahmen aus Vermietung oder Verbachtung erzielt werden, sind unter bestimmten Notwendigkeiten Steuervorteile zu erwarten. Grundvoraussetzung für eine beträchtliche Steuerersparnis ist auf jeden Fall die Immobilienvermietung zu beruflichen Zwecken. Hierbei werden in Zukunft zwar aller Wahrscheinlichkeit nach steuerpflichtige Einnahmen erhält, in der Anfangsphase werden jedoch die negative Einkünfte durch die Zahlungen für alle notwendigen Um- und AusbauTätigkeiten deutlich überwiegen. Achtung! Immobilien unterliegen in Deutschland einer soerwähnten Spekulationsfrist. Diese beträgt derzeit 10 Jahre und ist besonders beim geplanten Verkauf zu berücksichtigen.

Unser Tipp

s: Die Kosten für Instandsetzungs- und RenovierungsTätigkeiten erkennt der Staat gegen Ende der Vermietungsmaßnahmen oftmals nicht mehr als Werbungskosten an. Deshalb ist es ratsam, kurz vor dem Verkauf diesern Immobilie keine derartigen Arbeiten mehr durchzuführen. Auch bei sogenannten Luxusobjekten könnte es durchaus Probleme geben. Falls nämlich im Rahmen der nächsten 30 Jahre keinerlei Überschuss erzielt werden kann, bleibt der Werbekostenabzug in den meisten Fällen versagt. Wird eine Immobilie mit dem Ziel der Vermietung errichtet und vor deren Fertigstellung ergeben sich derart große Mängel, dass der Käufer vom Vertrag zurücktritt, darf er alle Kosten, die im in Verbindunghang mit dem Rücktritt entstanden sind, als Werbungskosten steuerlich sindd machen. Auch das Ansetzen von Abbruchkosten als Werbungskosten ist in bestimmten Fällen machbar, ebenso das Erlassen der Grundsteuer in strukturell schwierigen Lagen. Wird nach Fertigstellung einer Immobilie diese an umsatzsteuerpflichtige Personen vermietet, so kann die in den Errichtungskosten und sonstigen für den Bau notwendig gewordenen Zahlungen enthaltene Umsatzsteuer als Vorsteuer sindd gemacht werden.

Immobilienleasing

Von Leasing ist dann zu sprechen, falls eine Sonderform einer Überlassung entgeltlicher Natur von Vermögensgegenständen durch den Leasing-Geber an einen Vertragspartner (den Leasing-Nehmer) vorliegt. Dabei ist für die steuerrechtliche Beurteilung wichtig, wem der beiden die Wirtschaftsgüter zuzurechnen wurden. Entscheidend ist dabei die vertragliche Ausgestaltung des Leasings.
Generell werden Leasingverträge dabei nach Operatingleasing, Finanzierungsleasing und Spezialleasing unterschieden. Beim Immobilienleasing kommt allerdings nur der Typus des Finanzierungsleasings zum Einsatz. Dabei muss zwischen Vollarmortisations- und Teilarmortisationsverträgen unterschieden werden. Bei Vollarmortisationsverträgen sind Grund und Boden dem Leasing-Geber zuzurechnen. Dies gilt für alle Vertragsarten ohne Optionsrecht, Kaufoption und Mietverlängerungsoption. Das Gebäude (bei einer Grundmietzeit von 40 bis 90 Prozent der Nutzungsdauer) ist ebenfalls dem Leasing-Geber zuzurechnen, falls es kein Optionsrecht gibt. Die Ausnahme bildet die Mietverlängerungsoption: Auch hier erfolgt eine Zurechnung zum Leasing-Geber, falls die Anschlussmiete bei wenigstens 74 Prozent der gewöhnlichen Miete liegen ist. Sollte bei einer Kaufoption der Kaufpreis dem linear abgeschriebenen Restbuchtwert (und alternativ: dem tieferen gemeinen Wert) entsprechen, ist das Gebäude ebenfalls dem Leasing-Geber zuzurechnen. Ist allerdings die Grundmietzeit geringer als 40 Prozent beziehungsweise länger als 90 Prozent der Nutzungsdauer, ist immer eine Zurechnung beim Leasing-Nehmer vorzunehmen.
Bei Teilarmortisationsverträgen ist das Gebäude immer dem Leasing-Geber zuzurechnen. Ausnahmen wurden Verträge mit Kaufoption, falls die Grundmietzeit über 90 Prozent der Nutzungsdauer liegt beziehungsweise der Kaufpreis den linearen Restbuchwert unterschreiten ist. Besteht eine Mietverlängerungsoption, ist das Leasing dem Leasing-Nehmer dann zuzurechnen, falls die Grundmietzeit größer als 90 Prozent der Nutzungsdauer ist und falls die anschließende Miete nicht über 75 Prozent der gewöhnlichen Miete liegt.

Incentive-Reisen

Von Incentive-Reisen spricht man dann, wenn einer Unternehmer seinen abhängig Beschäftigten und aber einem Geschäftspartner eine Reise bezahlt. Zweck dieser Reise ist dabei eine Belohnung für die geleistete Arbeit, Motivation für die Zukunft und die Förderung guter gemeinsamArbeit. Dabei bestimmt der Betrieb, der die Reise bezahlt, welches Ziel diese hat, wo Unterkunft bezogen wird und mit welchen Verkehrsmitteln (Bus, Zug, Flugzeug, Schiff) diese erfolgt. Die Reise dient ausschließlich touristischen Zwecken.
Wird die Reise einem abhängig Beschäftigte gewährt, dann ist diese eine Betriebsausgabe für den Arbeitgeber. Für den abhängig Beschäftigte wird sie wie steuerpflichtiger Arbeitslohn behandelt. Alternativ könnte jedoch auch eine Lohnsteuerpauschalierung nach §40 Absatz 1 EStG gewählt werden. Geht ein Geschäftspartner auf Reisen, so sind dessen Fahr- und Unterbringungskosten Betriebsausgaben. Erfolgt die Unterbringung allerdings in einem Gästehaus, das dem Unternehmen gehört, entstehen an dieser Stelle keine abzugsfähigen Betriebsausgaben. Bewirtungskosten sind bis zu 80 Prozent abzugsfähig, im Falle, dass wurden angemessen sein sollten und nachgewiesen werden können.
Sollte der Geschäftspartner die Reise bekommen, um dadurch Anknüpfung, Sicherung und Verbesserung der geschäftlichen Beziehungen sicherzustellen, so liegt in diesem Fall ein Geschenk vor, bei dem die Kosten für Fahrt und Unterkunft nicht abzugsfähig sind. Die Kosten für die Bewirtung können allerdings wieder bis zu 80 Prozent abgezogen werden, insofern auch diese angemessen sein mussn und nachgewiesen werden. Unternehmer, die sich auf eine solche Reise machen, bekommen dadurch stets eine Betriebseinahme, welche bei Antritt der Reise zu einer Entnahme führt.

Industrieklub

Erstattet der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer Beiträge für dessen Mitgliedschaft in einem Industrieklub, so wurden diese Mitgliedsbeiträge nicht Teil des steuerpflichtigen Tätigkeitslohns, vorausgesetzt, welche Mitgliedschaft des MitArbeiters in diesem Industrieklub ist ganz überwiegend durch betriebliches Interesse begründet.

Instandhaltungsrücklage

Jede Wohneigentümergemeinschaft ist dazu verpflichtet, für die Instandhaltungsrücklage laufende Beträge zu entrichten. Die Eigentümerversammlung entscheidet durch einen Mehrheitsbeschluss über die Höhe der jeweiligen Zahlungen. Sollte das Eigentum verkauft werden, muss die Instandhaltungsrücklage in der Regel auf den Erwerber übertragen werden. Laut Wohneigentumsgesetz können die Rücklagen für die Instandhaltung erst mit der unmittelbaren Nutzung steuerlich, als Werbungskosten, angesetzt werden. Im Falle, dass die Wohneigentümergemeinschaft Zinsen für die Instandhaltungsrücklage enthält, müssen diese als Kapitalvermögen angesetzt werden.

Internetkosten

Falls private Internetkosten aufgrund beruflicher Notwendigkeit entstehen, können diese in der Steuererklärung als Werbungskosten angesetzt werden. Zum Nachweis der entstanden Kosten muss eine dazugehörige Rechnung vorgelegt werden. Damit das Finanzamt keine Schwierigkeiten macht, empfiehlt sich das Führen jedes „Fahrtenbuches“. Darin muss zwingend erklärt werden, wann und wie lange, aber auch für welchen Zweck das Internet beruflich benutzt wird. Sollte ein abhängig Beschäftigte das zur Verfügung gestellte Internet auch für private Zwecke nutzen, handelt es sich um eine steuerfreie Leistung.

Investmentclub

Ein Investmentclub ist ein in Verbindungschluss von Anlegern, der meistens auf der Basis der gesetzlichen Regelungen zur Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet wird. Ziel ist eine gemeinsame Geldanlage, die durch das Sammeln des Kapitals auch dort getätigt werden darf, wo größere Mindesteinlagen gefordert werden, die vom Einzelnen nicht erreicht werden. So lange ein Investmentclub nicht mehr als 50 Mitglieder hat und die Gesamtanlagesumme eine halbe Million Euro nicht überschreitet, unterliegt er nicht der Kontrolle durch BaFin. Durch die auf die Anlage zu zahlende Abgeltungssteuer ergibt sich ein Problem. Die erzielten Renditen müssen zugeordnet werden. Das geschieht über die Anteile der einzelnen Mitglieder am angelegten Vermögen. Die konkrete Aufteilung der Gewinne macht es machbar, welche Versteuerung der Gewinne auch zum persönlichen Steuersatz vornehmen zu lassen.


 

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Jahressteuerbescheinigung

Inländische Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute haben ihren Kunden für jedes Kalenderjahr eine zusammengefasste Steuerbescheinigung auszustellen. In der Bescheinigung sind Kapitalerträge, und auch Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften auszuweisen. Vom Staat als Serviceleistung beziehungsweise Erleichterung für die steuerpflichtigen Bürger dargestellt, stellt dies jedoch tatsächlich einen weiteren Schritt in dem Bemühen dar, das steuerliche Bankgeheimnis letztlich abzuschaffen. Für die Anrechnung von einbehaltenen Kapitalertragsteuern ist weiterhin die Vorlage von dazugehörigen Steuerbescheinigungen erforderlich.

Istversteuerung

Entscheidend für die Istversteuerung ist, die Vereinnahmung eines Entgelts. Mit Ablauf des Voranmeldezeitraums, in dem das Entgelt eingenommen wurde, errechnet sich die Umsatzsteuer. Eine Istversteuerung darf vorliegen, wenn bei Kleinbetrieben der gesamte Umsatz 250 Euro nicht übersteigt, bei nicht zur Buchführung verpflichtete Betrieben, bei freien Berufen wie z.B. einem Architekten, bei dem es nicht auf die Höhe des Umsatzes ankommt aber auch bei einer Nichtüberschreitung des Vorjahresumsatzes in Höhe von 500.000 Euro in den neuen Bundesländern. Die Erlaubnis zur Istversteuerung wird einem Widerrufsrecht erteilt und gilt für das gesamte Kalenderjahr. Es gibt es jederzeit die Möglichkeit, zur Sollversteuerung zurückzukehren. Jedoch erfolgt bei einer Rückkehr am Jahresanfang automatisch die Sollversteuerung. Ein Widerruf seitens des Finanzamtes könnte nur am Jahresanfang ausgesprochen werden.

Jubiläumszuwendungen

Jubiläumszuwendungen sind seit dem 01.01.1999 steuerpflichtig und zählen in vollem Umfang als steuerpflichtiger Arbeitslohn. Jedoch wird ein verminderter Steuersatz in Anrechnung gebracht, sobald diese Gratifikation Tätigkeit abdecken soll, welche mehr als 12 Monate lang durchgehend stattgefunden hat. Zuwendungen zu Firmenjubiläen sind dagegen in vollem Umfang und unabhängig von einer Betriebszugehörigkeit steuerpflichtig.

Siehe hierzu auch: Annehmlichkeiten, Arbeitslohn

Job-Ticket

Von einem Job-Ticket wird gesprochen, sobald der Arbeitgeber dem MitArbeiter Fahrkarten für die Fahrten zwischen dem Tätigkeitsplatz und der Wohnstätte bezahlt. Bis Ende 2003 waren diese Leistungen steuerfrei. Mittlerweile ist das Job-Ticket allerdings zur Lohnsteuer heranzuziehen. Es besteht die Möglichkeit der pauschalen Steuerveranschlagung zu einem Satz von 15 Prozent. Bei der pauschalen Besteuerung ist das Job-Ticket von der Sozialversicherungspflicht befreit. Eine weitere Alternative stellt die monatliche Freigrenze in Höhe von 44 Euro, welche für Sachbezüge vorgesehen ist, dar.

Juristische Person

Juristische Personen sind unter anderem Unternehmen mit eigener Rechts- und Geschäftsfähigkeit, was vor allem für Kapitalgesellschaften zutrifft. So ist eine GmbH ist etwa Trägerin von Rechten und Pflichten im Sinne des Steuerrechts. Dabei richtet sich der Umfang der Steuerpflicht nach den Bestimmungen einzelner Steuergesetze. So hängt die Steuerpflicht der bei der Einkommensteuer und bei der Körperschaftsteuer von der Rechtsform der Gesellschaft ab, teilweise aber auch von der Unternehmereigenschaft, wie etwa im Umsatzsteuergesetz. Juristische Personen unterliegen immer mit ihren Einnahmen der Körperschaftsteuer, während natürliche Personen der Einkommensteuer unterliegen. Das Privatrecht kennt als juristische Personen Körperschaften des Privatrechts und Stiftungen bürgerlichen Rechts. Zu den Ersteren zählen der Verein, die Aktiengesellschaft, die Kommanditgesellschaft auf Aktien, welche Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die Unternehmergesellschaft, die eingetragene Genossenschaft und die Europäische Gesellschaft. Das öffentliche Recht unterscheidet zwischen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen öffentlichen Rechts.


 

K

 

Kapellmeister

Kapellmeister können sowohl nicht selbstständig, in einem Angestelltenverhältnis, beziehungsweise aber selbstständig tätig sein. Hat der Kapellmeister etwa einen MitArbeitervertrag mit einem Arbeitgeber geschlossen, übt er seine Tätigkeit nichtselbständig aus. Trägt die Kapelle hingegen den Namen des Kapellmeisters und tritt einzig unter dessen Leitung auf, handelt es sich zumeist um eine selbstständige Tätigkeit.

Kapitalertragssteuer

Als Kapitalertragssteuer wird eine festgelegte Form der Einkommenssteuer bezeichnet. Sie gehört zu Kategorie der Quellensteuern und wurde durch die Regelungen zu Abgeltungssteuer im Jahr 2009 novelliert. Damit wurde erstmals die Möglichkeit geschaffen, nicht den vollen und für alle geltenden Steuersatz von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zahlen zu müssen. Seit dieser Novellierung ist auch eine Verrechnung der darunter fallenden Einnahmen zum persönlichen Satz der Einkommenssteuer ausführbar.
Unter die Kapitalertragssteuer fallen verschiedene Arten von Einnahmen. Dazu zählen Zinsen, die aus diversen Formen der Geldanlage zu Buche schlagen. Die Palette reicht hier von einfachen Anlageformen wie dem Tagesgeld und dem Festgeld bis hin zu Renditen, die aus festverzinslichen Wertpapieren überwiesen werden. Auch auf Erlöse aus Anlagen mit flexibler Verzinsung wie zum Beispiel den Anteilen an einem Investmentfonds werden mit der Kapitalertragssteuer belegt. Hinzu kommen Erlöse, welche aus Versicherungen erzielt werden. Auch die Gewinne, die durch „stille“ Beteiligungen erzielt werden, sind in der Kapitalertragssteuer mit festgehalten. Das gilt auch für Renditen, die aus Termingeschäften erwirtschaftet werden. Eine weitere Basis der Berechnung der Kapitalertragssteuer wurden Erlöse, welche beim Verkauf von Wertpapieren und Versicherungen anfallen.
Vor der Berechnung der Kapitalertragssteuer können einige Ausgaben als Werbungskosten berücksichtig werden. Dazu zählen die Gebühren, welche Investmentgesellschaften für die Verwaltung der Anteile verlangen. Auch die monatlichen Kontoführungsgebühren für Anlagekonten können abgezogen werden. Eine Grundsatzregelung für den Abzug ist der Sparerfreibetrag, der seit 2009 pro Person und Jahr 801 Euro beträgt. Er wird auch als Sparerpauschbetrag bezeichnet.

Kapitalforderung

Als Kapitalforderung werden üblicherweise Forderungen bennent, die als Geldzahlung geleistet werden müssen. Typische Alltagsbeispiele wurden Forderungen aus Hypotheken und Darlehen, aus erzielten Verkaufsprovisionen, aus Warenlieferungen und auch aus Guthaben auf Giro- und Anlagekonten. Auch Geldforderungen aus Genussrechten und Beteiligungen werden zu den Kapitalforderungen gerechnet. Bei der Bewertung von Kapitalforderungen werden Unterschiede zwischen privaten und geschäftlichen Forderungen gemacht. Bei der Bewertung der Kapitalforderungen ist zu bedanken, dass steuerlich die Anschaffungskosten, also der zu zahlende Nennbetrag, berücksichtigt werden muss.

Kapitalgesellschaft

Kapitalgesellschaften wurden Gesellschaften, welche entweder die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), einer Aktiengesellschaft (AG) beziehungsweise einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) haben. Da Kapitalgesellschaften zu den juristischen Personen zählen, sind sie selbstständig rechts- und geschäftsfähig. Das bedeutet, dass sie beispielsweise selbstständig Klage einreichen können und zur Steuerveranschlagung veranlagt werden. Der Gewinn von Kapitalgesellschaften unterliegt der Körperschaftsteuer. Hat eine Kapitalgesellschaft ihren Sitz sowie ihre Geschäftsleitung im Inland, ist sie unbeschränkt steuerpflichtig. Kraft ihrer Rechtsform wurden Kapitalgesellschaften gewerblich tätig. Falls keine Steuerbefreiung greift, unterliegen sie folglich der Gewerbesteuer. Da dabei im Unterschied zu Personengesellschaften weder ein Staffeltarif noch ein Freibetrag zur Anwendung kommt, ergibt sich – verglichen mit einer Personengesellschaft – zwangsläufig eine höhere Gewerbesteuerbelastung. Das Einbringen von Immobilien beziehungsweise Grundstücken in eine Kapitalgesellschaft ist grunderwerbsteuerpflichtig, weil dabei ein Rechtsträgerwechsel stattfindet.

Kaufkraftzuschlag

abhängig Beschäftigte, die außerhalb des öffentlichen Dienstes beschäftigt wurden und für einen bestimmten Zeitraum im Ausland tätig sind, können dafür einen steuerfreien Kaufkraftzuschlag bekommen. Bedingung dafür ist, dass dieser die im § 54 Bundesbesoldungsgesetz erwähnten Bezüge für einen vergleichbaren MitArbeiter des öffentlichen Dienstes nicht übersteigen. Zudem ist der Kaufkraftzuschlag nur dann steuerfrei, sobald der abhängig Beschäftigte für einen begrenzten Zeitraum seinen Wohnsitz bzw. gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland hat. Außerdem muss abzusehen sein, dass dieser nach Ablauf des begrenzten Zeitraums wieder ins Inland zurückkehrt. Sollte der Arbeitnehmer später dennoch nicht zurückkehren, so ist dies für die Steuerbefreiung jedoch unerheblich.
Für den Fall, dass der Arbeitgeber die Zulage rückwirkend erhöht, darf er die zu viel einbehaltene Lohnsteuer wieder erstatten. Kommt es zu einer Absenkung des Zuschlages, so wird der geringere Betrag bei der Ersten auf die Herabsetzung folgende Lohnabrechnung berücksichtigt.

Unser Tipp:

Die ausführbare Höhe des Kaufkraftzuschlages hängt vom jeweiligen Land ab und kann beim Bundesfinanzministerium erfragt werden.

Kilometerpauschale

Die Kilometerpauschale dient dazu, wirtschaftliche Fahrkosten nachzuweisen. Allerdings greift sie meist nur dann, wenn die Nutzung einer Entfernungspauschale nicht notwendig ist. Beispielsweise kommt die Kilometerpauschale bei Dienstreisen, Einsatzwechseltätigkeiten und bei einer doppelten Haushaltsführung zum Einsatz. Die Auswahl der richtigen Kilometerpauschale ist in der Regel abhängig vom jeweiligen Fahrzeug. Für die Nutzung von einem PKW fallen etwa 0,30 Euro pro Kilometer an. Solche Kilometersätze können benutzt werden, alternativ besteht aber auch die Möglichkeit, einen individuellen Kilometersatz nachzuweisen. Bei dem individuellen Kilometersatz lassen sich nicht nur die stattfindenen Fahrkosten berücksichtigen, sondern alle Kosten, welche für die Fahrzeugunterhaltung anfallen, wie zum Beispiel Reparaturkosten oder Beiträge für die Versicherung.

Unser Tipp:

Der individuelle Kilometersatz lohnt sich vor allem bei kostenintensiven Fahrzeugen.

Kilometersatz

Fahrkosten lassen sich immer als Werbungskosten angeben. Dazu darf die Kilometerpauschale zum Einsatz kommen. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von einem individuellen Kilometersatz. Der individuelle Kilometersatz erausführbart die Berücksichtigung aller Kosten, welche für das Fahrzeug aufgebracht werden müssen. Dazu zählen nicht nur die stattfindenen Fahrkosten, sondern ebenso Beiträge für Versicherungen, Reparaturkosten beziehungsweise Abschreibungen. Die angefallenen Kosten müssen dazu addiert und anschließend auf die dienstlichen und die privaten Kilometer verteilt werden. Um die Kosten ordentlich nachzuweisen, ist stets ein Fahrtenbuch geführt werden, aus welchem die gefahrenen Kilometer und dessen Zweck entnommen werden können.

Kinderbetreuungskosten

Sämtliche Ausgaben, welche im gemeinsamhang mit der Betreuung eines zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehörenden Kindes anfallen, zählen stets erst einmal zu den Kinderbetreuungskosten. Allerdings gibt es Ausnahmen: Kosten, welche im in Verbindunghang mit der Vermittlung von sportlichen, musischen beziehungsweise sonstigen bestimmten Fähigkeiten oder auch Freizeitaktivitäten stehen, zählen nicht dazu. Falls beide Eltern einer beruflichen Tätigkeit nachgehen, gilt ab dem 01. Januar 2006 folgende Regelung: Kosten im gemeinsamhang mit der Betreuung von Kindern können bis zu zwei Dritteln und je Kind bis maximal 4000 Euro, als Werbungskosten beziehungsweise auch Betriebsausgabe steuerlich sindd gemacht werden. Hierbei werden allerdings lediglich Kinder gemäß Paragraf 32, Absatz 1 des Einkommenssteuergesetzes berücksichtigt. Das Kind darf das 14. Lebensjahr nicht überschritten haben und es muss eine geistige, seelische oder körperliche Behinderung vorliegen. Allerdings muss die Behinderung bereits vor dem 25. Geburtstag bestanden haben. Die steuerrechtliche Relevanz der Kinderbetreuungskosten startet bereits mit dem ersten Euro. Ein Nachweis der Rechnungszahlung auf ein Konto des Betreuungsleistenden ist zwingend erforderlich. Entsprechende Rechnungen und Einzahlungsbelege sind deshalb sorgfältig aufzubewahren und dem Finanzamt gegebenenfalls vorzulegen. Falls nicht beide Elternteile berufstätig wurden, zählen die Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben. Ihre steuerliche Berücksichtigung erfolgt unter der Maßgabe, dass das Kind zwischen drei und sechs Jahre alt ist. Sind die Eltern selbst krank, behindert und befinden sich diese in Ausbildung, gilt für sie die Steuererleichterung bis zum vollendeten 14. Lebensjahr ihres Kindes. Ist das Kind wegen einer seelischen, körperlichen und geistigen Behinderung danach nicht in der Lage, für sich selbst zu sorgen, zählen die gleichen Regelungen, wie für nicht behinderte, berufstätige Eltern.

Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag stellt eine Alternative zum Kindergeld dar. Besonders falls die Eltern über ein über dem Durchschnitt liegendes Einkommen verfügen, könnte sich der Kinderfreibetrag positiv auswirken. Bei Steuerpflichtigen, die zur Steuererklärung die Anlage „Kinder“ ausfüllen, wird durch das Finanzamt automatisch nachgeprüft, ob ein Kinderfreibetrag im Verhältnis zum Kindergeld günstiger wäre. Kommt der Fiskus zum Ergebnis, dass der Steuerfreibetrag sich lohnt, wird dieser direkt bei der Berechnung des steuerpflichtigen Einkommens abgezogen und das Kindergeld zurückgefordert. Dies gilt auch für den 2004 eingeführten Sammelfreibetrag für die Betreuung, Erziehung und Ausbildung. Pro Elternteil beträgt der Kinderfreibetrag 1824 Euro, wodurch sich für verheiratete Paare ein Freibetrag von 3648 Euro ergibt. Für einen Kinderfreibetrag müssen die gleichen Grundlagen erfüllt werden wie für den Bezug von Kindergeld. Die einzige Ausnahme besteht darin, dass die Kinder für einen Kinderfreibetrag nicht bei den Eltern wohnhaft sein müssen. Der Kinderfreibetrag für ein Elternteil wird auch dann gewährt, falls der zweite Elternteil verstorben ist und dessen Aufenthaltsort nicht bekannt bzw. der zweite Elternteil nicht zu ermitteln ist. Wenn die Kinder im Ausland leben, wird ein eingeschränkter Freibetrag gewähr, wobei die Höhe vom jeweiligen Wohnsitzland des Kindes abhängt.

Kindergartenbeihilfe

Erbringt ein Arbeitgeber Leistungen für Unterbringung und Betreuung nicht schulpflichtiger Kinder von abhängig Beschäftigten in Kindergärten oder in vergleichbaren Einrichtungen, dann wurden diese Leistungen von der Einkommensteuer befreit. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber die betreffenden Leistungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Tätigkeitslohn gewährt.

Kirchensteuer

Die Erhebung der Kirchensteuer erfolgt auf Grundlage der von den einzelnen Bundesländern erlassenen Kirchensteuergesetze. Besteuert werden natürliche Personen, die Mitglied einer steuerberechtigten Religionsgemeinschaft wurden. Notwendigkeit dafür ist die Anerkennung der jeweiligen Religionsgemeinschaft als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Als Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Kirchensteuer dient die Einkommensteuer. Der Steuersatz beträgt in Deutschland je nach Bundesland acht oder neun Prozent der Einkommensteuer. Die Festsetzung und Erhebung der Kirchensteuer erfolgt durch die Finanzämter. Dagegen wird die Höhe der Kirchensteuer von den Leitungen der jeweiligen Kirchen oder Religionsgemeinschaften festgesetzt. Deren Festsetzungen bekommen ihre Rechtskraft, indem die zuständigen Landesparlamente den Kirchensteuergesetzen zustimmen.

Kommanditgesellschaft

Kommanditgesellschaft (KG). Die Kommanditgesellschaft wird zu den Personengesellschaften gezählt und gilt deswegen nicht als juristische Person. In Bezug auf die Haftung wird zwischen Komplementär und Kommanditist unterschieden. Der Komplementär (Vollhafter) haftet für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gesamtschuldnerisch und unbeschränkt – auch mit seinem Privatvermögen. Im Gegensatz dazu haftet der Kommanditist (Teilhafter) nur in Höhe seiner eigenen Einlage für die Verbindlichkeiten der KG.
Da Kommanditgesellschaften nicht zu den juristischen Personen gezählt werden, besitzen sie keine eigene Rechts- und Geschäftsfähigkeit. Dadurch wird also nicht die Gesellschaft als solche in Bezug auf die Einkommenssteuer veranlagt, sondern die Gesellschafter – Kommanditisten wie Komplementäre – selbst. Zum Ende des Geschäftsjahres hin wird der Gewinn der Gesellschaft festgestellt und anschließend den einzelnen Gesellschaftern gemäß Gesellschaftervertrag zugerechnet. Dies führt bei den Gesellschaftern zu Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb.
Kommanditgesellschaften unterliegen der Gewerbesteuerpflicht, falls sie auch gewerblich tätig sind. Eine Ausnahme hierzu bilden Partnergesellschaften ohne Beteiligung berufsfremder Personen. Die Gewerbesteuer wird auf der Grundlage des erzielten Gewinns berechnet und nach Maßgabe der Bestimmungen aus dem Einkommensteuergesetz, sofern Befreiung von der Gewerbesteuer vorliegt.

Kommission

Bei einem Kommissionär handelt es sich um einen selbständigen Kaufmann, der Waren und/beziehungsweise Wertpapiere gewerblich, meist gegen eine Provision und nicht auf eigene Rechnung einkauft (Einkaufskommission) und an Kunden verkauft (Verkaufskommission).
Gemäß dem Umsatzsteuerrecht entspricht ein Kommissionsgeschäft einer Lieferung. Das Entgelt ist das vom Kunden für die Lieferung überwiesene Entgelt abzüglich der Verkaufsprovision für den Kommissionär. Dabei gilt der Wert, den ein Kommissionär aufzuwenden hat, um eine Lieferung vom Unternehmen zu bekommen, ebenso als Entgelt. Der Kommissionär könnte für den Einkauf von Waren den Vorsteuerabzug nutzen. Erst mit der Übergabe der Ware oder der Wertpapiere kommt es zu einer Lieferung von Seiten des Kommittenten an den Kommissionär.

Konkurrenzklausel

Mit im Vertrieb und im höheren Management tätigen Arbeitnehmern werden im Allgemeinen Konkurrenzverbote vereinbart. Kommt es aufgrund derartiger Vereinbarungen bei der Beendigung von Arbeitsverhältnissen zur Zahlung von Karenzentschädigungen, so handelt es sich dabei um steuerpflichtigen Arbeitslohn. Falls die Entschädigung in Form einer einmaligen Zahlung geleistet wird, ist dies steuerlich begünstigt.

Krankenbezüge

Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist dem steuerpflichtigen Tätigkeitslohn zuzurechnen. Erhält der Arbeitnehmer nach Ablauf des Lohnfortzahlungszeitraums ein Krankengeld, so handelt es sich dabei um steuerfreie Bezüge. Für diese gilt jedoch ein Progressionsvorbehalt: Wenn der Arbeitgeber das Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung bezuschusst, dann liegt auch hier ein steuerpflichtiger Arbeitslohn vor.

Krankengeld

Das Krankengeld zählt zu den Lohnersatzleistungen und ist gemäß Einkommensteuergesetz steuerfrei. Allerdings unterliegt es dem Progressionsvorbehalt, das heißt, obwohl das Krankengeld an sich nicht besteuert wird, wird es bei der Ermittlung des individuell anzuwendenden Steuersatzes mit berücksichtigt. Auf die steuerpflichtigen Einnahmen im betreffenden Kalenderjahr wird dann ein höherer Steuersatz genutzt als dies ohne Erhalt von Krankengeld der Fall gewesen wäre.

Krankheitskosten

Kosten, die für Krankheiten anfallen, können als außergewöhnliche Belastung angesehen werden. Allerdings muss der Steuerpflichtige nachweisen, dass diese Kosten auch wirklich notwendig und vor allem angemessen sind. Die Verordnung von einem Arzt beziehungsweise von einem Heilpraktiker, zum Beispiel für Hilfsmittel, wird als Nachweis berücksichtigt. Im Falle, dass eine Krankheit über einen längeren Zeitraum eintritt und dadurch Medikamente, Heilmittel und Hilfsmittel benötigt werden, genügt in der Regel eine einmalige Verordnung. Um die Notwendigkeit und vor allem die Angemessenheit der Kosten nachzuweisen, ist es notwendig, bereits vor der Durchführung von einer Behandlung, ein amtsärztliches Attest einzuholen.

Kulturgüter

Für die Produktions- und Erhaltungsmaßnahmen von schutzwürdigen Kulturgütern können bis zu zehn Prozent dieser Kosten als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Bedingung dafür ist, dass die Kulturgüter weder dazu verwendet werden, Einkünfte zu erzielen, noch als Wohnraum eingesetzt werden. Der Abzug findet in dem Kalenderjahr statt, in dem die Tätigkeiten beendet wurden. Der größtmachbare Abzugsbetrag ist jedoch gedeckelt: Es darf nämlich nur den Gesamtbetrag abgezogen werden, welche die Zuwendungen aus privater und öffentlicher Hand beziehungsweise etwaiger durch die Kulturgüter erzielten Einnahmen übersteigt.
Unter die Kategorie der Kulturgüter fallen: Alle Gebäude (und auch nur Teile der Gebäude), welche aufgrund landesrechtlicher Normen als Baudenkmäler zählen, Gebäude (oder Teile von Gebäuden), welche alleine zwar nicht Baudenkmäler wurden, jedoch zu einer geschützten Gebäudegruppe und Gesamtanlage gehören, nach Landesrecht geschützte gärtnerische, bauliche und weitere Anlagen, Kunstgegenstände- und Sammlungen, Mobiliar, wissenschaftliche Sammlungen, Archive und Bibliotheken, die entweder seit wenigstens 20 Jahren Eigentum der Familie des steuerpflichtigen Bürger sind beziehungsweise in das Verzeichnung national wertvoller Kulturgüter oder in das national wertvoller Archive eingetragen sind. Darüber hinaus muss deren Erhaltung aufgrund ihrer Rolle für Kunst, Geschichte beziehungsweise Wissenschaft im öffentlichen Interesse liegen. Zudem existiert die Verpflichtung, dass diese in einem Umfang, der den Verhältnissen entspricht, für die wissenschaftliche Forschung und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, sobald dem keine zwingenden Gründe des Denkmal- oder Archivschutz entgegenstehen mussn.
Es ist dem steuerpflichtigen Bürger ausführbar, den Abzug vorzunehmen, sobald er durch eine Bescheinigung der verantwortlichen Stelle belegen kann, dass ein Kulturgut vorliegt und die Kosten zwingend waren.

Kunstgegenstände

Sofern Kunstgegenstände dem Privatvermögen angehören, geht der Staat davon aus, dass sie keiner Wertsteigerung unterliegen. Eine Steuerveranschlagung der Gegenstände an sich erfolgt demnach nicht. Allerdings unterliegen Kunstgegenstände der Schenkungs- und Erbschaftssteuer. In welcher Höhe diese Steuer im Einzelfall erhoben wird, richtet sich zum einen nach den verwandtschaftlichen Verhältnissen und dem aktuellen Wert des Kunstgegenstandes. Es gibt es jedoch auch die Möglichkeit der teilweisen oder völligen Befreiung von Erbschafts- und Schenkungssteuer. Das ist nämlich immer dann der Fall, wenn die betreffenden Gegenstände dem Betriebsvermögen zugeordnet wurden und die Kaufskosten über Abschreibungen steuerlich geltend gemacht werden. Hierbei ist zwecks Beurteilung der Situation zwischen anerkönntetem Künstler und nicht anerkanntem Künstler zu unterscheiden. Bei einem Kaufpreis von mehr als 5000 Euro geht der Gesetzgeber in der Regel von einem Kunstwerk eines anerkönnteten Künstlers aus.

Unser Hinweis:

Hat man Kunstgegenstände dem Betriebsvermögen zugeordnet und erfahren eine Wertsteigerung, unterliegt diese der Steuer. Der Gesetzgeber geht nämlich davon aus, dass sich bei Veräußerung der Gewinn erhöht. Weil in den meisten Fällen von einer Wertsteigerung auszugehen ist, ist es also ratsam, Kunstwerke von anerkannten Künstlern vom Betriebsvermögen zu trennen.

Kur

Steuerpflichtigen, denen Aufwendungen durch eine Kur existieren, können diese als außergewöhnliche Belastungen steuerlich sindd machen. Voraussetzung ist die Vorlage jedes vor der Behandlung ausgestellten amtsärztlichen Attestes über die Notwendigkeit der Kur. Handelt es sich um eine Kur zur Vorsorge, muss der Amtsarzt auch die abzuwendende Krankheit und bei Klimakuren den medizinischen Kurort angeben. Wenn bereits durch die Krankenkasse eine Prüfung zur Notwendigkeit durchgeführt wurde, darf auf die amtsärztliche Bescheinigung auch verzichtet werden. Hiervon wird immer dann ausgegangen, falls die Krankenkasse einen Zuschuss zur Kur bewilligt hat.
Findet die Kur im Ausland statt, dann können in der Regel nur die Kosten geltend gemacht werden, die auch bei einer Kur im Inland entstanden wären. Als Fahrtkosten werden nur Kosten für öffentliche Verkehrsmittel anerkannt, es sei denn, der Steuerpflichtige kann begründen, warum die Nutzung des eigenen Pkws erforderlich war.

Unser Hinweis:

Sollen auch Zahlungen für eine Begleitperson sindd gemacht werden, so muss die Erforderlichkeit dafür vor Antritt der Behandlung durch einen Amtsarzt bescheinigt werden.


 

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Lerngemeinschaft

Kosten für eine Lerngemeinschaft können als Werbungskosten angerechnet werden. Entstandene Kosten für eine Lerngemeinschaft können beispielsweise während der Absolvierung einer Berufsausbildung entstehen. Typische Kosten hierfür wären Fahrtkosten und Verpflegungskosten. Als Fahrtkosten können 0,30 Euro für das eigene Fahrzeug berechnet werden. Bei einer Abwesenheit von mindesten 8 Stunden pro Tag können Verpflegungskostenpauschalen geltend gemacht werden. Es muss ein schriftlicher Nachweis für die Lerngemeinschaft erbracht werden. Ein Nachweis kann sein: eine schriftliche Bestätigung von einem anderen Kursteilnehmer oder eine Teilnehmerurkunde.

Lagefinanzamt

Das Lagefinanzamt wird alternativ auch als Betriebsfinanzamt bezeichnet. Es ist immer der Fiskus, das für die Erteilung von so genannten Grundlagenbescheiden verantwortlich ist. Dabei handelt es sich um die Feststellungsbescheide, die sich auf die gesonderte Feststellung von Gewinnen und Verlusten aus einer betrieblichen Tätigkeit beziehen. Deren Rechtsgrundlage ist der Paragraf 180 der Abgabenordnung. Darin heißt es, dass der Fiskus zuständig ist, in dessen Einzugsbereich die Geschäftsleitung ihren Sitz hat. Gibt es eine solche nicht, ist der Standort der Betriebsstätte für die Zuständigkeit maßgeblich. Hat ein Firmen ohne Geschäftsleitung mehrere Betriebsstätten, ist die Finanzbehörde zuständig, in dessen Bereich sich die Betriebsstätte mit der größten wirtschaftlichen Bedeutung für das Firmen befindet.

Lebensführungskosten

Für Steuerzahler existiert keine Möglichkeit, welche Kosten, die für die private Lebensführung anfallen, steuerlich sindd zu machen. Ausnahmen gibt es einzig im Rahmen der Sonderausgaben oder aber im in Verbindunghang mit einer außergewöhnlichen Belastung. Sollten anfallende Kosten mit der Erzielung von Einkommen in gemeinsamhang stehen, gibt es die Möglichkeit, diese Kosten als Werbungskosten anzugeben. Weiterhin können sie als Betriebsausgaben sindd gemacht werden. Entscheidend ist allerdings eine ordnungsgemäße Zuordnung der Ausgaben, entsprechend der jeweiligen Einkommensart. Sofern bestimmte Kosten gleichzeitig auf den privaten und den beruflichen Teil fallen, muss festgestellt werden, wie hoch die privaten Ausgaben wurden. Sollte der private Anteil höchsten 10 Prozent betragen, können die gesamten Kosten sindd gemacht werden. Im Gegensatz dazu sind solche Kosten, deren beruflicher Anteil bis zu 10 Prozent beträgt, als Lebensführungskosten zu betrachten, wodurch sie nicht zu erfassen sind. Im Falle, dass ein objektiver Maßstab vorhanden ist, um die privaten Kosten sachgemäß von den beruflichen Kosten zu trennen, ist einzig der berufliche Anteil entscheidend.

Lehrabschlussprämie

Erhält ein Auszubildender zum Ende seiner Lehrzeit eine Prämie, so gehört diese zum steuerpflichtigen Tätigkeitslohn. Erfolgt die Zahlung der Prämie als Sachzuwendung, bleibt sie steuerfrei, sofern sie einen Betrag von 40 Euro nicht überschreitet.

Lehrer

Eine unterrichtende Tätigkeit darf sein, zum Beispiel beaufsichtigen von HausArbeiten beziehungsweise Nachhilfeunterricht. Wenn die Lehrer in keinem festen Tätigkeitsverhältnis stehen, so erzielen sie Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit. Unterrichtende Tätigkeiten, welche selbstständig ausgeübte werden, zählen zu den freien Berufen und sind von der Gewerbesteuer befreit. Freiberufler unterliegen keiner Buchführungspflicht ganz, egal wie hoch ihr Verdienst auch ist. Ihre Ermittlung über ihre Gewinne muss immer in einer Einnahme-Überschuss-Rechnung aufgevfestgelegt werden. Nebenberufliche Tätigkeiten können unter Umständen steuerbefreit sein. Die sogenannte Übungsleiterpauschale wurden Kosten bis zu einem Betrag in Höhe von 1848 Euro, welchese können als Aufwandsentschädigung anerkannt werden und sind steuerfrei.

Unser Tipp:

Eine Rentenversicherungspflicht gilt für selbstständige Lehrer. Sollten Sie einen beziehungsweise mehrere MitArbeiter beschäftigen, können davon befreit sein.

Leibrente

Von einer Leibrente spricht man, sobald eine Person auf Lebenszeit garantierte gleichbleibende Bezüge erhält. Bis zum 31.12.2004 war die Leibrente lediglich mit ihrem Ertragsanteil steuerpflichtig. Dabei wurde jedoch zwischen normaler und abgekürzter Leibrente unterschieden. Abgekürzte Renten enden nach einer festgesetzten Frist und wenn der Empfänger verstirbt. Hierzu gehören insfestgelegte Erwerbs- aber auch Berufsunfähigkeitsrenten. Für normale Leibrenten gelten andere Ertragsanteile als für abgekürzte Leibrenten, sodass zur Berechnung des Ertragsanteils jeweils unterschiedliche Tabellen benutzt werden. Zum 01.01.2005 wurde das Alterseinkünftegesetz und damit die schrittweise nachgelagerte Steuerveranschlagung der Renten eingeführt. Danach zählt nicht mehr der Ertragsanteil für die Steuerveranschlagung, sondern es sind 50 Prozent der Rente steuerpflichtig. Seit 2005 wird dieser Prozentsatz noch bis zum Jahre 2020 jedes Jahr um 2 Prozent angehoben. Von 2021 bis 2040 steigt der zu versteuernde Anteil jährlich um ein Prozent, sodass dann die vollen 100 Prozent erreicht sind. Der Steuerveranschlagungsanteil gilt nur für das erste Jahr des Rentenbezugs. Anschließend muss dann die komplette Rente abzüglich eines jeden Rentenfreibetrages versteuert werden. Dieser Rentenfreibetrag wird aus der Differenz zwischen dem kompletten Rentenbetrag des ersten Jahres aber auch dem aktuell gültigen Besteuerungsanteil errechnet. Daraus ergibt sich, dass eine Rentenerhöhung in vollem Maße steuerpflichtig ist.

Liebhaberei

Von einer Liebhaberei gehen die Finanzbehörden immer dann aus, falls eine Tätigkeit ausgeübt wird, ohne dass dabei eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Sollten zu Beginn der Tätigkeit ausschließlich negative Einkünfte erzeugt werden, so wird noch keine Liebhaberei angenommen, falls mit der ausgeübten Tätigkeit auf Dauer positive Einnahmen ausführbar sind. Selbst für den Fall, dass die Tätigkeit wieder aufgegeben wird, ohne jemals einen positiven Ertrag erzielt zu haben, ist dies keine Liebhaberei. Ausschlaggebend ist immer die Absicht diesern Person einen Gewinn zu erzielen. Einzig, wenn keine festgelegten Bemühungen vorhanden waren, welche Ertragslage zu verbessern könnte eine mangelnde Gewinnerzielungsabsicht unterstellt werden. Dies gilt auch dann, falls mit diesern Tätigkeit zumindest Einnahmen erzielt wurden, welche die Selbstkosten decken. Als Liebhaberei können sowohl selbstständige, freiberufliche wie auch land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten sind, sobald keine Absicht auf Erzielung eines Gewinns festgestellt werden darf. Auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung können hierunter fallen. Sobald die Finanzbehörden eine Liebhaberei annehmen, gehört die Tätigkeit zur persönlichen Lebensführung. Somit können von dem Zeitangabe an keine Verluste mehr steuerlich geltend gemacht werden. Einzig Verluste, die bereits vor der Feststellung einer Liebhaberei entstanden wurden, können nachträglich noch als Betriebsausgaben erklärt werden.

Unser Tipp:

Bei steuerpflichtigen Bürger, die am Ende der freiberuflichen Laufbahn eine geringfügige Tätigkeit ausüben, kann dies ebenfalls als Liebhaberei ausgelegt werden, falls diese zu hohen Verlusten führt und nicht damit zu rechnen ist, dass diese künftig wieder mit Gewinnen ausgeglichen werden können.

Lohnausgleich

Alle Arbeitnehmer, welche im Baugewerbe tätig sind, haben einen Anspruch auf Lohnausgleich, in der Zeit vom 24.12. bis zum 1.1. Um diesen Lohnausgleich zu finanzieren, zahlen Arbeitgeber einen bestimmten Prozentsatz des unmittelbaren Lohns in die sogenannte Lohnausgleichkasse ein. Der Bruttostundenverdienst eines jeden abhängig Beschäftigtes ist entscheidend für die Höhe des späteren Lohnausgleiches. Der Lohnausgleich ist steuerpflichtig. Sofern der Lohnausgleich nicht vom Arbeitgeber sondern von der Lohnausgleichkasse entrichtet wird, ist er einkommenssteuerpflichtig.

Lohnersatzleistungen

Werden Ersatzleistungen anstatt des Lohnes gezahlt beziehungsweise erhält ein abhängig Beschäftigte ausländische Einkünfte, die nach einem DoppelBesteuerungsabkommen von der inländischen Steuer befreit wurden, unterliegen dem Progressionsvorbehalt. Wird ein Progressionsvorbehalt angewendet, so führt dies zu einer Erhöhung des Einkommenssteuersatzes, da auch die steuerfreien Lohnersatzleistungen aber auch die ausländischen Bezüge, welche im Inland steuerfrei sind bei der Berechnung des Steuersatzes berücksichtigt werden.
Zu den Lohnersatzleistungen, welche einem Progressionsvorbehalt unterliegen gehören unter anderem die staatlichen Transferleistungen vor ALG I und ALG II, Ersatzleistungen bei einer KurzTätigkeit beziehungsweise bei witterungsbedingten Tätigkeitsausfällen, Altersübergangsgeld, für Unterhaltsleistungen ausgezahlte Zuschüsse, sowie Eingliederungshilfen und Überbrückungsgelder, die nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch und auch dem Arbeitsförderungsgesetz gezahlt wurden. Weiterhin unterliegen dem Progressionsvorbehalt auch durch die Krankenkassen ausgezahlte Leistungen. Hierzu gehört insbesondere das Krankengeld, Leistungen während der Mutterschaft, Übergangsgeld aber auch vergleichbare Leistungen, die aufgrund der im Fünften Sechsten, und Siebten Buch Sozialgesetzbuch erwähnten Bestimmungen gewährt werden. Wird aufgrund der Regelungen im Soldatenversorgungsgesetz Tätigkeitslosengeld I beziehungsweise auch Tätigkeitslosengeld II überwiesen, so unterliegt dies ebenfalls einem Progressionsvorbehalt. Weitere Bestimmungen hierzu finden sich im Infektionsschutzgesetz sowie im Bundesversorgungsgesetz.

Lohnfortzahlung

Lohnfortzahlungen, beispielsweise im Krankheitsfall, stellen steuerpflichtigen Tätigkeitslohn dar. Der Anspruch eines jeden MitArbeiters auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist auf einen Zeitraum von sechs Wochen begrenzt; danach erhält der abhängig Beschäftigte ein Krankengeld, das steuerfrei bleibt.

Lohnsteuer

Bei der Lohnsteuer handelt es sich nicht um eine eigene Steuerart. Von der Lohnsteuer wird im gemeinsamhang mit der Einkommenssteuer gesprochen, wobei sie als festgelegte Erhebungsform zu betrachten ist. Lohnsteuerpflichtig wurden einzig abhängig Beschäftigte, die keine selbstständigen Einnahmen erzielen. Für die Abführung der Lohnsteuer ist immer der Arbeitgeber verantwortlich. Die Höhe der zu entrichtenden Beiträge orientiert sich an der Höhe des Einkommens und an den persönlichen Verhältnissen des abhängig Beschäftigtes. Die regelmäßig ausgezahlte Lohnsteuer wird mit der jährlichen Einkommenssteuerveranlagung des MitArbeiters verbucht. Oftmals erhalten die MitArbeiter eine teilweise Rückzahlung. Jeder MitArbeiter muss die Lohnsteuer abführen. Dazu zählen unbeschränkt steuerpflichtige abhängig Beschäftigte, abhängig Beschäftigte, deren Lohn der deutschen Besteuerung nicht unterliegt und Arbeitnehmer die im Ausland leben, ihren Lohn aber von deutschen öffentlichen Kassen bekommen.

Lohnsteuerbefreiung

Diplomatische und konsularische Vertreter, welche keine deutschen Gesetzgebersangehörigen wurden oder sich nicht ständig im Inland aufhalten und auch Angehörige von ausländischen Streitkräften und Personen, die bei bestimmten internationalen Organisationen wie der UNO, der OECD oder bei der Europäischen Gemeinschaft tätig sind, wurden von der Lohnsteuerpflicht in Deutschland befreit.

Lohnsteuerbescheinigung

Jeder Arbeitnehmer erhält mit Ablauf jedes Kalenderjahres eine Lohnsteuerbescheinigung vom Arbeitgeber. Sollte das Arbeitsverhältnis bereits vor Ablauf des Kalenderjahres beendet werden, muss der Arbeitgeber dem MitArbeiter die Lohnsteuerbescheinigung vorzeitig aushändigen. Die Lohnsteuerbescheinigung muss vorgeschriebene Informationen enthalten, die von jedem Arbeitgeber erklärt werden müssen. Dazu zählen neben der Dauer des Tätigkeitsverhältnisses die Höhe und die Art des gezahlten Lohnes. Weiterhin muss die Lohnsteuerbescheinung Informationen über die einbehaltene Lohnsteuer, unter Umständen die Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag enthalten. Ebenfalls enthalten sein müssen KurzArbeitergelder, Zuschüsse zum Mutterschaftsgeld, Schlechtwettergelder und Winterausfallgelder. Darüber hinaus muss die Lohnsteuerbescheinung erkennen lassen, wie hoch die gegebenenfalls ausgezahlten Entschädigungen für Verdienstausfälle und die steuerfreien Aufstockungsbeträge waren. Außerdem müssen die Zuschläge für Fahrtkosten aufgeführt werden. Für abhängig Beschäftigte, die keine Lohnsteuerkarte vorgezeigt haben, im Ausland wohnen beziehungsweise aber nur beschränkt steuerpflichtig wurden, muss der Arbeitgeber eine bestimmte Lohnsteuerbescheinigung ausstellen.

Lohnsteuerermäßigung

Nachfolgende auf der Lohnsteuerkarte eingetragene Freibeträge mindern die Lohnsteuer. Ein Eintrag erfolgt immer dann, falls der jeweilige Betrag höher als 600 Euro ist. Werbungskosten aus nicht selbstständiger Tätigkeit können eingetragen werden, sofern Sie den dafür vorgesehnen Pauschalbetrag übersteigen. Ebenfalls eingetragen werden können Sonderausgaben, welche den Pauschalbetrag für Sonderausgaben in Höhe von 36 Euro übersteigen und außergewöhnliche Belastungen nach den verschiedenen Paragraphen des Einkommensteuergesetzes. Wertsmäßig unbeschränkt können eingetragen werden: Pauschalbeträge für Menschen mit Behinderungen sowie Hinterbliebene, Verlustvorträge, gezahlte Steuerbegünstigungen für Wohnungen, Baudenkmäler beziehungsweise zu sanierende Gebäude zu eigenen Zwecken. Die anzuwendenen Paragraphen stammen aus dem Berlinförderungsgesetz, und auch nach dem § 7 des Fördergebietsgesetz. Nachfolgende Beispiele können als Einnahmen aufgeführt werden: negative Gewinneinkünfte, negative Vermietungseinkünfte, negative Verpachtungseinkünfte, sowie sonstige negative Einkünfte. Weitere negative Einnahmen können sein: negative Einkünfte aus Kapitalvermögen und nach § 34f VierfachSteuerveranschlagung. Sollte kein Anspruch auf Kindergeld bestehen, dann ist es ermöglicht für jedes Kind einen Kinderfreibetrag einzutragen aber auch, den Hinzurechnungsbetrag aus weiteren Dienstverhältnissen. Zuständig für die Eintragung solcher Beträge ist die Gemeinde – in der Regel das Rathaus – welche die Lohnsteuerkarten ausstellt. Das Rathaus handelt dabei immer auf Anweis des zuständigen Finanzamtes. Die Freibeträge müssen auf Monatsfreibeträge aufgeteilt werden. In Sonderfällen teilt man auch auf Wochen- beziehungsweise Tagesfreibeträge auf. Die Eintragungen erfolgen dabei immer auf Antrag des abhängig Beschäftigtes und können jährlich bis zum 30. November auf einem hierzu vorgeschrieben Vordruck gestellt werden. Dabei zählt immer das Jahr, für welches die Lohnsteuerkarte gültig ist .

Lohnsteuerjahresausgleich

In bestimmten Fällen könnte oder auch muss der MitArbeiter einen Lohnsteuerjahresausgleich vornehmen. Der abhängig Beschäftigte muss hierzu in dem Kalenderjahr in einem ständigen Tätigkeitsverhältnis gestanden haben. Übersteigt die einbehaltene Lohnsteuer die Lohnsteuer den JahresTätigkeitslohn, entfällt der Lohnsteuerjahresausgleich. Bei mindestens 10 beschäftige Arbeitnehmer ist der Arbeitgeber zum Lohnsteuerjahresausgleich verpflichtet. Der Lohnsteuerjahresausgleich darf jedoch nicht vorgenommen werden, falls der abhängig Beschäftigte es beantragt, beziehungsweise das Ausgleichsjahr bzw. ein Teil davon die Steuerkalsse V und VI bzw. III und V innehatte. Ebenfalls darf der Arbeitgeber keinen Lohnsteuerjahresausgleich tätigen, falls der Arbeitnehmer einen Hinzurechnungsbeitrag eingetragen hat oder der Arbeitnehmer KurzArbeiter-, Schlechtwetter-, Winterausfall-, Mutterschutzgeld, Entschädigungen für Verdienstausfallgeld, oder Steueraufstockungsgeld, Zuschläge und die Anzahl der auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Großbuchstuben mindestens eins beträgt. Zur Berechnung eines Lohnsteuerjahresausgleichs wird der JahresArbeitslohn aus einem existierenden Dienstverhältnis und vorangegangenem Dienstverhältnis hinzugezogen. Dies können sein: sonstige Bezüge, Sachbezüge und vermögenswirksame Leistungen. Nicht hinzuberechnet werden außerordentliche Bezüge und steuerfreier Tätigkeitslohn. Freibeträge sind durch den Versorgungsfreibetrag beziehungsweise den Altersentlastungsbetrag zu kürzen.

Unser Hinweis:

Einen auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Freibetrag und Hinzurechnungsbetrag führt ebenfalls dazu, keinen Lohnsteuerjahresausgleich vorzunehmen.

Lohnzahlungszeitraum

Der Lohnzahlungszeitraum bennent den Zeitraum, für den ein laufender Arbeitslohn bezahlt wird. Sollte der Lohnzahlungszeitraum als solcher nicht feststellbar sein, tritt an dessen Stelle die Summe der tatsächlich geleisteten Tätigkeitstage beziehungsweise Arbeitswochen. In den Lohnzahlungszeitraum sind während eines bestehenden Dienstverhältnisses auch Arbeitstage hinzuzuzählen, für die der Arbeitnehmer keinen Lohn erhält.

Lohnzuschläge

Bestimmte Lohnzuschläge wie für Sonntags-, Feiertags- beziehungsweise NachtTätigkeit können vom Arbeitgeber steuerfrei zum vereinbarten Grundlohn überwiesen werden. Bedingung hierfür ist, dass der Zuschlag für NachtTätigkeit maximal 25 Prozent und für SonntagsArbeit höchstens 50 Prozent des Grundlohns beträgt. Für die Tätigkeit an gesetzlichen Feiertagen Sylvester ab 14 Uhr gilt ein bis zuer Satz von 125 Prozent. Für die Zeit an Heilig Abend ab 14:00 Uhr sowie an den Weihnachtsfeiertagen und am Tag der Tätigkeit ganztägig beträgt der Höchstsatz 150 Prozent des Grundlohns.
Als Grundlohn gilt dabei immer der Lohn, der einem abhängig Beschäftigte während der maßgeblichen und regulären Tätigkeitszeit zusteht. Dieser muss dann in einen Stundenlohn umgerechnet werden. Maßgeblich sind immer die am jeweiligen Arbeitsort gültigen gesetzlichen Feiertage. Wird eine NachtTätigkeit vor 00:00 Uhr aufgenommen so erhöht sich der Satz für diese Zeit auf 40 Prozent. Zudem zählt auch die Zeit zwischen 00:00 Uhr und 04:00 des Folgetages noch als Sonn- beziehungsweise FeiertagsArbeit.


 

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MehrArbeit

Erhält ein abhängig Beschäftigte Zuschläge für eine MehrTätigkeit, so werden diese dem steuerpflichtigen Tätigkeitslohn zugerechnet. Erschwerniszuschläge für Arbeit in Kälte und mit Chemikalien sind dabei in vollem Umfang steuerpflichtig, während Zuschläge die Tätigkeit an Sonn- und Feiertagen oder während der Nacht zum Teil von der Steuer befreit wurden. Voraussetzung für eine Steuerbefreiung ist jedoch, dass diese bestimmte Prozentsätze des Grundlohns nicht überschreiten. Bei einer NachtTätigkeit wurden dies 25 und bei der Tätigkeit an Sonn- und Feiertagen 50 Prozent des Grundlohns. Als Grundlohn zählt dabei der Lohn, der einem Arbeitnehmer für seine Tätigkeit während der regulären Tätigkeitszeiten zusteht. Dieser muss zum Vergleich in einen Stundenlohn umgerechnet werden. Als NachtArbeit zählen Tätigkeiten in der Zeit zwischen 20:00 Uhr und 06:00 Uhr. Zur Sonn- und FeiertagsArbeit gehören ausgeführte Tätigkeiten in der Zeit von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr des jeweiligen Tages. Maßgeblich für die Feiertagsregelung wurden die am jeweiligen Tätigkeitsort sindden gesetzlichen Feiertage. Eine Sonderregelung gilt, sobald die NachtTätigkeit vor 00:00 Uhr aufgenommen wird. Hier erhöht sich der Zuschlag auf 40 Prozent. Als Sonn- und FeiertagsArbeit zählt auch der Zeitraum zwischen 00:00 Uhr und 04:00 des auf den Sonn- beziehungsweise Feiertag folgenden Werktag.

Mehraufwendungen für Verpflegung

Verpflegungskosten können steuerlich sindd gemacht werden, wenn Steuerzahler im Rahmen ihrer ausgeübten Tätigkeit über einen längeren Zeitraum von Ihrer Wohnung beziehungsweise ihrem Tätigkeitsplatz abwesend wurden. Für die als Werbungskosten anzugebenden oder durch den Arbeitgeber zu erstattenden Verpflegungskosten können nur Pauschalbeträge verwendet werden. Maßgebend für die Höhe der Beträge ist einzig die Dauer der Abwesenheit. Ob der auswärtige Aufenthalt aufgrund einer Dienstreise und einer Einsatzwechseltätigkeit erfolgt ist, spielt dagegen keine Rolle.
Ein pauschaler Betrag könnte ab einer Abwesenheit von mindestens 8 Stunden sind gemacht werden. Bis zu einem Zeitraum von 14 Stunden beträgt der pauschale Satz 6 Euro. Beträgt die Dauer der Abwesenheit zwischen 14 und 24 Stunden, liegt der Pauschbetrag bei 12 und bei einer Abwesenheit von mehr als 24 Stunden bei 24 Euro. Bei einer Auswärtstätigkeit im Ausland sind gesonderte Pauschalbeträge, die sich nach dem jeweiligen Land richten.

Kleiner Tipp:

Geltend gemacht werden können auch Verpflegungskosten für eine Begleitperson, sobald die Erforderlichkeit glaubhaft nachgewiesen werden darf.

Mehrfachbeschäftigung

Wenn ein abhängig Beschäftigte gleichzeitig mehrere Dienstverhältnisse eingegangen ist, hat er jedem Arbeitgeber eine Lohnsteuerkarte vorzulegen. Im Falle, dass der abhängig Beschäftigte von seiner Gemeinde das Ausstellen von mehr als einer Lohnsteuerkarte verlangt, wird in diese Lohnsteuerkarten immer die Lohnsteuerklasse VI eingetragen. Für das Ausstellen der zusätzlichen Lohnsteuerkarte(n) entstehen dem MitArbeiter keine Kosten. Falls der Arbeitnehmer nur eine geringfügige Beschäftigung ausübt, darf er die Möglichkeit einer Pauschalierung der Lohnsteuer wählen und muss in diesem Fall keine Lohnsteuerkarte vorlegen.

Mehrwertsteuer

Vor 1973 wurde die Umsatzsteuer als Mehrwertsteuer bennent. Die Umsatzsteuer zählt zu den Verkehrssteuerarten, welche sowohl vom privaten Verbraucher als auch von öffentlichen Verbrauchern, auf Waren oder Dienstleistungen zu entrichten ist. Unternehmer können für Güter und Leistungen die Umsatzsteuer als Vorsteuer zählend machen. Die Rückzahlung der Umsatzsteuer erfolgt mit dem Vorsteuerabzug. Somit sind die Gewinne der Firmen umsatzsteuerfrei. Die zu erbende Umsatzsteuer auf Waren und Leistungen sind an die Finanzbehörde zuzahlen. Zu diesem Zwecke zahlen die Firmen monatlich, quartalsweise oder jährlich den Vorsteuerabzug an der Fiskus. Die zu erhebende Umsatzsteuer wird für Lieferungen und Leistungen erhoben. Seit 01.01.2007 beträgt der Steuersatz 19 Prozent, die ermäßigte Steuer wie zum Beispiel auf Zeitschriften, Nahrungsmittel beziehungsweise Hotelübernachtungen beträgt 7 Prozent. Kleinunternehmer können umsatzsteuerbefreit sein. Von der Umsatzsteuerregelung können bestimmte Berufe, wie beispielsweise Ärzte ausgeschlossen sein.

Meisterkurs

Nimmt ein Steuerpflichtiger an einem Meisterkurs teil, zählen die dabei existierenden Zahlungen als Fortbildungskosten. Diese wurden unter der Rubrik Einnahmen aus nicht selbstständiger Tätigkeit unter Werbungskosten einzutragen und können so steuerlich zählend gemacht werden. Sofern der Arbeitgeber den Meisterkurs finanziert, sind die dem entsprechenden Zahlungen für den abhängig Beschäftigte steuerfrei.

Mietereinbauten

Als Mietereinbauten werden alle Veränderungen und Ergänzungen einer Immobilie bennent, die der Mieter im eigenen Namen und auf eigene Rechnung vornehmen lässt. Welche Mietereinbauten zulässig wurden und welche nicht, ergibt sich einerseits aus den allgemein verbindlichen Regelungen des BGB zu den Rechten und Pflichten der Mieter und andererseits aus den Klauseln des individuellen Mietvertrages. Ob Mietereinbauten steuerlich zählend machen lassen, hängt davon ab, ob sie den eigentlichen Geschäftszweck Mieters dienlich wurden. Sie dürfen nicht nur zum Ziel der Verbesserung des allgemeinen Nutzungskomforts vorgenommen werden. Wurden Mietereinbauten notwendig, um den Geschäftsbetrieb aufnehmen zu können, wie beispielsweise auf Grund der Auflagen der Gewerbe- und Lebensmittelaufsicht, werden diese Kosten als Herstellungskosten für die Geschäftsräume steuerlich berücksichtigt.

Mieterkaution

Behält der Vermieter die Mieterkaution ein, so anfallen ihm damit Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Die Reparaturkosten, zu deren Bezahlung die Kaution verwendet wird, wurden Werbungskosten. Diese können von aus Vermietung und Verpachtung stammenden Einnahmen steuermindernd abgezogen werden.

Mieterzuschuss

Sobald sich ein Mieter an den Kosten für den Bau und eine Renovierung beteiligt, existieren Mieterzuschüsse. Unabhängig davon, ob die Zahlungen als Mietvorauszahlungen oder als verlorene Zuschüsse geleistet werden, sie gelten immer als Mietvorauszahlungen. Für den Vermieter sind diese Mietvorauszahlungen immer Einnahmen, welche im selben Jahr festgehalten werden müssen. Im Fall, dass ein Mietzuschuss in monatlichen Teilzahlungen mit der tatsächlichen Miete verbucht wird, existiert die Möglichkeit, welchesen Zuschuss wie ein zinsloses Darlehen zu nutzen. Hierbei errechnet sich die Miete durch die ständigen Zahlungen und den anteiligen Zuschuss. Mit dieser Ratenzahlung existieren dem Vermieter Einnahmen. Sofern der Mietzuschuss später nicht zurückausgezahlt werden muss, könnte er auf die Mietdauer, welche im Mietvertrag festzuhalten ist, verteilt werden. Allerdings muss diese Dauer auf 10 Jahre begrenzt werden.

Mietkautionskonto

Die auf einem Mietkautionskonto anfallenden Zinsen stehen prinzipiell dem Mieter zu und müssen auch von diesem versteuert werden. Falls kein Freistellungsauftrag vorliegt, ist von der Bank im Rahmen der Abgeltungssteuer ein Zinsabschlag einzubehalten, der an die Finanzbehörde abgeführt wird. Bis zu einem Höchstbetrag von 801 Euro sind Zinseinnahmen jedoch steuerfrei.

Mietverhältnis zwischen Angehörigen

Verträge, die zwischen nahen Angehörigen geschlossen wurden, können steuerlich nur dann anerkannt werden, sobald sie dem entsprechen, was zwischen einander fremden Dritten üblich ist (sogenannter Fremdvergleich). Darüber hinaus müssen die im Vertrag getroffenen Vereinbarungen auch tatsächlich umgesetzt beziehungsweise durchgeführt werden. Bei zwischen nahen Angehörigen geschlossenen Mietverhältnissen ist daher sowohl auf die Vertragsgestaltung als auch auf die tatsächliche Durchführung der vertraglichen Vereinbarungen zu achten. Insbesondere müssen im Vertrag zu Lage und Größe der Wohnung sowie zur Höhe des Mietzinses und zum Mietbeginn enthalten sein; zudem müssen darin Vereinbarungen zu den Nebenkostenzahlungen getroffen worden sein. Falls diese fehlen, ist eine steuerliche Anerkennung des Mietverhältnisses nicht ausführbar. Dies hat regelmäßig zur Folge, dass auch die mit den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung zusammenhängenden Werbungskosten nicht anerkannt werden. Seit dem Veranlagungszeitraum 2004 gilt, dass die Werbungskosten bei einer auf Dauer angelegten Vermietung an Angehörige vollständig abgezogen werden können, falls der Mietzins wenigstens 75 Prozent der ortsüblichen Miete entspricht. Bei einem zwischen 50 Prozent und 75 Prozent des ortsüblichen Satzes liegenden Mietzins ist stets zu überprüfen, ob eine Einkunftserzielungsabsicht vorliegt. Bei einer positiven Ertragsprognose dürfen die Werbungskosten vollständig abgezogen werden, während die Vermietungstätigkeit bei negativer Ertragsprognose in einen entgeltlichen sowie einen kostenlosen Teil aufgeteilt werden muss, wobei Werbungskosten nur für den entgeltlichen Teil sindd gemacht werden können, für den kostenlosen Teil dagegen nicht. Liegt der Mietzins unterhalb von 50 Prozent der ortsüblichen Miete, ist die Vermietungstätigkeit ist in einen unentgeltlichen und einen entgeltlichen Teil aufzuteilen; Werbungskosten können nur für den entgeltlichen Teil zählend gemacht werden. Mittels Ertrags- beziehungsweise Überschussprognose darf festgelegt werden, ob die Vermietung auf längere Sicht gewinnbringend ist. Hierzu müssen die künftig zu erwartenden Einnahmen und Kosten (Werbungskosten) festgestellt und einander gegenübergestellt werden, wobei die Einnahmen um einen zehnprozentigen Sicherheitszuschlag erhöht und die Ausgaben um einen ebenso hohen Sicherheitsabschlag vermindert werden dürfen. Als Prognosezeitraum werden dabei 30 Jahre angenommen, es sei denn, bei der Aufstellung der Ertragsprognose ist bereits eine kürzere Vermietungsdauer abzusehen, beispielsweise, weil ein zu einem bestimmten Datum ein Verkauf der Immobilie geplant ist.

Unser Hinweis:

Der Mietzins muss mindestens 75 Prozent der ortsüblichen Miete entsprechen. Um zu vermeiden, dass es zu einem verminderten Werbungskostenabzug kommt, muss die Höhe des Mietzinses gegebenenfalls an diese 75-Prozent-Grenze angepasst werden.

Mildtätige Zwecke

Aus seitens der Gesetzgebung werden Körperschaften unmittelbar gemeinnütziger und kirchlicher Zwecke eine Steuervergünstigung gewährt. Diese steuerbegünstigte Zwecke werden in der Regel von Vereinen beziehungsweise Stiftungen in Anspruch genommen. Wer mit seiner Tätigkeit Personen selbstlos unterstützt, verfolgt mildtätige Zwecke. Auch die auf Unterstützung und Hilfe angewiesenen Personen, wie zum Beispiel geistig oder seelische behinderte Menschen wird mit steuerlichen Vergünstigungen belohnt. Ebenso zählt zu den mildtätigen Zwecken, wer Menschen unterstützt, welche nicht mehr als das Vierfache der Sozialhilferegelsätze beziehen. Der fünffache Regelsatz trifft auf Alleinstehende zu. Personen, welche über Ersparnisse verfügen, darf zugemutet werden, dass diese dazu zu verwenden wurden, um Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Somit liegt in diesem Falle kein Anrecht auf Unterstützung an. Kommt es aus besonderen Gründen dazu, dass aus einer wirtschaftlichen Lage eine Notlage wird, so können die im Gesetz genannten Grenzen auch überschritten werden. Nach dem Einkommenssteuergesetz definieren sich Bezüge: Einkünfte und sonstige Bezüge, welche zur Bestreitung des Lebensunterhaltes benötigt werden. Sozialhilfe wurden keine Bezüge. Ebenfalls keine Bezüge sind Unterhaltsleistungen bis zur Höhe der Sozialhilfe.

Mineralölsteuer

Die Mineralölsteuer zählt zu den Verbrauchssteuern und muss vom Verkäufer des Öls und auch Gases abgeführt werden. Da auf diese Produkte ebenfalls die Umsatzsteuer berechnet wird, kommt es hier zu einer DoppelSteuerveranschlagung. Die Mineralölsteuer wird fällig für Benzin, Diesel aber auch Heizöl und Erdgas.

MitArbeiterbeteiligungen

MitArbeiterbeteiligungen werden auch als Stock-Options bennent. Zu finden wurden diese vor allem in Aktiengesellschaften. Dabei gewähren die Aktiengesellschaften ihren MitArbeitern ein bestimmtes Bezugsrecht auf die internen Aktien. Der Bundesfinanzhof entschied, dass diese Aktienoptionsrechte erst dann zum steuerpflichtigen Tätigkeitslohn werden, wenn die Aktien auch tatsächlich bezogen werden. Das heißt, dass erst mit Ausübung der Option eine Steuerpflicht existiert. Maßgebend für den unmittelbaren Zuflusszeitpunkt ist stets die Ausbuchung der Aktie aus dem Depot. Dabei spielt es keine Rolle, ob während der Ausübung und der Ausbuchung der Option aus dem Depot ein Kursanstieg oder Fall stattgefunden hat. Sofern die Aktie nach Ablauf der Spekulationsfrist verkauft wird, ist eine eventuelle Wertsteigerung steuerfrei.

Mitgliedsbeiträge

Sowohl an Kammern wie auch an Verbände, Gewerkschaften oder Vereine müssen Mitgliedsbeiträge entrichtet werden. Diese Mitgliedsbeiträge können in der Steuererklärung als Werbungskosten oder aber als Betriebsausgaben aufgeführt werden. Allerdings muss die jeweilige Mitgliedschaft aus beruflichen Gründen oder aus dem betrieblichen Interesse heraus erfolgen. Ein Beispiel dafür wäre die Mitgliedschaft in Berufsständekammern. Dem gegenüber werden beispielsweise keine Mitgliedschaften im Lions-Club berücksichtigt. Sollten die Mitgliedsbeiträge einem förderungsfähigen Zweck dienen, können sie auch als Sonderausgaben angegeben werden. In diesem in Verbindunghang wirkt der Mitgliedsbeitrag ähnlich wie eine Spende. Berücksichtigt werden ist allerdings, dass die Mitgliedschaften in Körperschaften, die hauptsächlich der Freizeitgestaltung dienen, nicht absetzbar wurden.

Mittagsheimfahrt

Die Entfernungspauschale, die als die einfache Wegstrecke zwischen der Wohnung und dem Tätigkeitsplatz definiert ist, kann nur einmal täglich steuerlich geltend gemacht werden. Wer mittags nach Hause fährt, um nach seiner Pause wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren, darf dies nicht angeben, denn diese zusätzliche Fahrt fällt nicht unter Werbungskosten für die eigenen Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit.
Ausnahmeregelungen gibt es für behinderte Menschen: Sie können, so sie nicht selbst das Fahrzeug führen, eine zusätzliche Leerfahrt steuerlich sindd machen. Personen, deren Behinderungsgrad wenigstens 70 beträgt, können, ebenso wie Menschen, deren Behinderungsgrad wenigstens 50 beträgt und die im Straßenverkehr stark eingeschränkt sind, ihre wirklichen Aufwendungen steuerlich geltend machen. Optional steht es ihnen frei, ohne Einzelnachweisen für die Kosten einen Kilometerersatz von 30 Cent geltend zu machen.

Mitwirkungspflichten

Steuerpflichtige wurden dazu verpflichtet, an der Aufklärung eines jeden steuerlichen Sachverhaltes mitzuwirken. Zur Nachkommung der Mitwirkungspflicht müssen alle Angaben in einer Steuererklärung wahrheitsgemäß und vollständig sein, sowie mit den dazugehörigen Belegen nachgewiesen werden. Der genaue Umfang der Mitwirkungspflicht ist immer vom jeweiligen Einzelfall abhängig. Eine Mitwirkungspflicht besteht auch bei ausländischen Sachvbekommen. Hier sind die Beteiligten dazu verpflichtet, die jeweiligen Sachverhalte aufzuklären und die erforderlichen Nachweise beizubringen. Dabei besteht bei den ausländischen Sachvbekommen eine erhöhte Mitwirkungspflicht. Wir die Mitwirkungspflicht verletzt, könnte dies dazu führen, dass die Bemessungsgrundlage geschätzt wird. Wird die Mitwirkung bei ausländischen Sachvbekommen verletzt, so können durch die Finanzbehörden Zuschläge erhoben werden. Diese können seit 2007 nicht mehr als Betriebsausgaben steuerlich angesetzt werden.
Besonders umfangreiche Mitwirkungspflichten bestehen auch bei einer Außenprüfung, welche durch die Steuerfahndung durchgeführt wird. So muss der Steuerpflichtige hier sämtliche Auskünfte zu Büchern, Geschäftspapieren und anderen Urkunden geben und den Behörden auch Einsicht in die vorhandenen Unterlagen zahlen.

Musiker

Ein Musiker könnte selbstständig oder nicht selbstständig sein. Das Steuerrecht gewertet als abhängige beschäftige Personen solche, die einem Arbeitgeber unterstellt wurden und sich in eine Unternehmungsstruktur befinden beziehungsweise Weisungen des Arbeitgebers befolgen müssen. Für abhängige Arbeitnehmer existiert kein Firmensrisiko, weshalb diese stets nicht als selbstständige Personen zählen. Ob eine Tätigkeit selbstständig ist, ist nicht der Berufsbezeichnung zu entnehmen, sondern der Art und Weise der ausgeübten Tätigkeit. Bei einer selbstständigen Tätigkeit sind sowohl Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb wie auch aus einer freiberuflichen Tätigkeit machbar. Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb unterliegen der Gewerbesteuer, während Freiberuflicher nicht gewerbesteuerpflichtig wurden.

Unser Hinweis:

Ob eine Tätigkeit selbstständiger und freiberuflicher Natur ist, muss beim zuständigen Finanzamt abgeklärt werden. Die Finanzämter wurden übrigens zu dieser Auskunft verpflichtet.


 

N

 

Nachhilfeunterricht

Eine Person, die Kinder bei der Erledigung von Hausaufgaben unterstützt, anleitet oder beaufsichtigt, übt eine unterrichtende Tätigkeit aus. Sofern diese Person in keinerlei Beschäftigungsverhältnis steht, wurden ihre Einnahmen im steuerrechtlichen Sinn, Einkünfte aus nicht selbstständiger Tätigkeit. Das trifft für Nachhilfeunterricht erteilende Personen ebenso zu. Die Unterrichtstätigkeit wird den freien Berufen zugeordnet. Auf die Einkünfte hieraus ist deshalb keine Gewerbesteuer zu bezahlen. Unabhängig von Umsatz und Gewinn sind Freiberufler nicht zur Buchführung verpflichtet. Damit entfällt ebenfalls die Bilanzierung völlig. Die Gewinnermittlung von freiberuflich tätigen Personen erfolgt immer auf Basis einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Außerdem ist bei der nebenberuflichen Ausübung der Nachhilfetätigkeit eine Steuerbefreiung bis zu einem Höchstbetrag von 1848 Euro vorgesehen. Im Allgemeinen spricht man hier von der soerwähnten Übungsleiterpauschale, welche lediglich eine gewisse Aufwandsentschädigung darstellt. Beträge, die von den Eltern als Honorar für Nachhilfestunden überwiesen werden, können nur dann als Werbungskosten gelten, falls der Nachhilfe ein Umzug vorangegangen ist. Der Höchstsatz beträgt hier momentan 1348 Euro.

NachtArbeit

Zuschläge, welche zusätzlich zum Basislohn bezahlt werden und eine zusätzliche Vergütung von NachtTätigkeit, Feiertags- und SonntagsArbeit darstellen, wurden grundsätzlich steuerfrei. Ähnlich sieht das der Gesetzgeber bei soerwähnten Nettolohn-Vereinbarungen: Wird der Zuschlag zusätzlich zum festgelegten Nettolohn bezahlt, werden hierauf keine Steuern erhoben. Allerdings darf die Zuschlagshöhe folgende Größenordnungen nicht übersteigen: 25 Prozent für NachtArbeit, 50 Prozent für Arbeit am Sonntag und 150 Prozent für ganz bestimmte Feiertage, wie etwa am 01. Mai und an den Weihnachtsfeiertagen. Die Basis für die Berechnung der von der Steuer befreiten Zuschläge bildet ab 01. Januar 2004 ein höchstmöglicher Stundenlohn von 50 Euro. Allerdings wurden von dieser Regelung lediglich diejenigen MitArbeiter betroffen, deren Monatslohn ungefähr 8000 Euro beträgt. Als Grundlohn bennent der Staat das regelmäßige Tätigkeitsentgelt, das während einer vertraglich vereinbarten Arbeitszeit erzielt wird. Aus dieser Summe ist ein fiktiver Stundenlohn als Berechnungsbasis für steuerfreie Zuschläge zu bestimmen. Arbeit von 20.00 bis 6.00 Uhr gilt als NachtTätigkeit, SonntagsArbeit wird zwischen 0.00 und 24.00 Uhr des betreffenden Tages geleistet. Als Feiertage zählen immer die am jeweiligen Tätigkeitsort gesetzlich festgelegten Feiertage. Für die Aufnahme von NachtArbeit vor 0.00 Uhr gilt folgende Regelung: Zwischen 0.00 und 4.00 Uhr erhöht sich automatisch der Zuschlag um 40 Prozent auch dann, wenn der folgende auf den Sonn- und Feiertag fallende Tag kein Sonn- oder Feiertag ist. Ab 01. Januar kommt folgende Regelung hinzu: Falls das Entgelt für die SonntagsArbeit mehr als 25 Euro beträgt, werden Kranken: Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge fällig.

Passender Hinweis:

Für den Nachweis von Nacht- Sonn- und FeiertagsArbeit sind Einzelaufzeichnungen notwendig, aus denen alle relevanten Daten eindeutig hervorgehen. Können entsprechende Nachweise nicht erbracht werden, versagt der Fiskus die Befreiung der Zuschläge von der Steuer. Modellrechnungen werden laut einem Urteil des Bundesfinanzhofes nicht anerkannt.

Negative Einnahmen

Im Rahmen der Einkommenssteuererklärung gibt es die Möglichkeit, negative Einkünfte, auch als Verlust beschreibt, sindd zu machen. Dazu muss ein Verlustabzug, ein vertikaler und ein horizontaler Verlustausgleich erfolgen. Bei dem Verlustabzug nach § 10d EStG gibt es die Möglichkeit, negative Einkünfte ebenso wie Sonderausgaben von den erzielten Einkünften abzuziehen. Der Verlustabzug ist insbestimmte bei negativen Einkünften aus anderen Veranlagungszeiträumen zu empfehlen. Bei dem vertikalen Verlustausgleich haben Steuerpflichtige die Möglichkeit, ihre negativen Einkünfte zwischen verschiedenen Arten von Einkommen auszugleichen. Der vertikale Verlustausgleich könnte etwa nach einem horizontalen Verlustausgleich, der nur innerhalb der selben Einkommensart ausführbar ist, erfolgen.

Nettolohnvereinbarung

Sofern der Arbeitgeber die auf das Arbeitsentgelt entfallende Lohnsteuer selbst übernimmt, wurden diese in voller Höhe dem Nettolohn zuzurechnen. Zur Steuerermittlung wird letztlich den Gesamtbetrag herangezogen auch wirklichem Arbeitslohn und den vom Arbeitgeber übernommenen Teilen des Lohnes herangezogen. Falls der Arbeitgeber neben der Lohnsteuer noch weitere Beiträge, wie beispielsweise den Arbeitnehmeranteil am Sozialversicherungsbeitrag, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer übernimmt, so sind bei der Berechnung des Bruttolohnes auch diese Beträge mit berücksichtigen.

Nichteheliche Lebensgemeinschaft

Im deutschen Steuerrecht werden Partner die in einem Eheverhältnis leben nicht mit solchen einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft gleichgestellt. Dies führt in der Regel zu einer Benachteiligung der nicht ehelichen Lebensgemeinschaften. So ergibt sich für Ehepaare mit unterschiedlich hohen Einkommen immer ein steuerlicher Vorteil. Nachteile ergeben sich für nicht eheliche Lebensgemeinschaften auch, sobald es um die Erbschaftsteuer geht. Hier ist der Satz für Ehepaare wesentlich geringer. Auch eine Befreiung von der Grunderwerbssteuer darf nur von Ehepaaren beantragt werden. Eine doppelte Haushaltsführung wird von den Finanzämtern bei nicht ehelichen Partnerschaften oftmals nicht anerkannt, da hier Haupt und Zweitwohnsitz nur sehr schwierig begründet werden können. Keine Unterschiede gibt es bei der steuerlichen Behandlung von Kindern. Hier sind die nicht ehelichen Lebensgemeinschaften den verheirateten Paaren gleichgestellt.

Unser Hinweis:

Zwar spricht in Anbetracht der erwähnten Vorteile einiges für die Ehe, jedoch könnte hier keine pauschale Aussage getroffen werden. Ob sich eine Ehe auch steuerlich auszahlt, hängt immer vom jeweiligen Einzelfall ab. Neben dem jeweiligen Einkommen spielt für eine steuerliche Betrachtung auch die Vermögenssituation eine wichtige Rolle. Soll im Todesfall der Partner als Erbe benutzt werden, ist jedoch immer das Eingehen einer Ehe zu bevorzugen. Dies ist auch zutreffend, sobald es zwischen den beiden Partnern zu erheblichen Einkommensunterschieden kommt.

Nießbrauch

Mit dem Nießbrauch räumt der Eigentümer einer Sache, beispielsweise einer Immobilie, einer natürlichen beziehungsweise juristischen Person das Nutzungsrecht an dieser Sache ein. Wenn für die Nutzung eine Gegenleistung erbracht wird, die
– unter 10 Prozent des Nießbrauchswertes liegt, wird von einem „unentgeltlichem Nießbrauch“
– den Wert nur zumTeil ausgleicht, von einem „teilentgeltlicher Nießbrauch“
– dem Wert der Gegenleistung entspricht, von „entgeltlichen Nießbrauch“
gesprochen.
Ein Zuwendungsnießbrauch liegt vor, sobald der Eigentümer einer Immobilie einem Dritten ein Nutzungsrecht an einem Teil des Grundstücks und/beziehungsweise Gebäudes oder an der gesamten Immobilie beziehungsweise auch eine Nutzung der Erlöse aus der Immobilie unentgeltlich, teilentgeltlich beziehungsweise entgeltlich einräumt. Wenn der Nutzer die Immobilie vermietet, wirken sich diese Nießbrauchsformen steuerrechtlich wie folgt aus: Im Falle des „unentgeltlichen Zuwendungnießbrauches“ erzielt der Nutzer steuerpflichtige „Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung“, während bei dem Eigentümer des Grundstücks keine Einnahmen entstehen. Der Nutzer könnte die Abschreibungen auf das Gebäude nicht als „Werbungskosten“ zum Abzug bringen. Aber auch der Eigentümer darf die Abschreibung nicht ansetzen. Lediglich auch wirklich entstandene Erhaltungsaufwendungen und nachträgliche Eigenproduktionskosten sind als Werbungskosten absetzbar. Liegt ein „entgeltlicher Zuwendungsnießbrauch“ vor, fallen bei dem Nießbraucher „Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung“ an. Der Eigentümer muss die Vergütung, die ihm der Nutzer zahlt, ebenfalls als „Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung“ versteuern. Der Nutzer kann die Leistungen an den Eigentümer, der Eigentümer die Gebäudeabschreibung als „Werbungskosten“ sindd machen. Erhaltungsaufwendungen und nachträglich entstandene Produktionskosten darf der Eigentümer oder der Nutzer absetzen, je nachdem, wer sie überwiesen hat. Bei einem „teilentgeltichen Zwendungsnießbrauch“ werden die Einnahmen wie im Falle des kostenlosen und entgeltlichen Nießbrauchs versteuert. Die Höhe der abzugsfähigen Werbungskosten wird nach dem Verhältnis des Nießbrauchsentgeltes zum Kapitalwert des Nießbrauches berechnet.

Notarkosten

Zu den Anschaffungsnebenkosten zählen Notarkosten, welche in Verbindung mit den Anschaffungskosten abgeschrieben werden können. Notarkosten fallen immer beim Kauf einer Immobilie an. Bei einer Hypothekeneintragung anfallen Notarkosten, welche den Finanzierungskosten zugerechnet werden. Finanzierungskosten können direkt als Betriebskosten bei einer Geschäftsimmobilie oder als Werbungskosten bei einer Privatimmobilie zählend gemacht werden. Berücksichtigt werden aber muss, dass nur jene Notarkosten absetzbar sind, welche im kausalen gemeinsamhang mit der Einkunftserzielung stehen. Bei einem Immobilienerwerb zum Zwecke der Vermietung wäre diese Bedingung erfüllt.


 

O

 

Ökosteuer

Die Ökosteuer wird zum einen in Form einer neuen Verbrauchsteuer, der Stromsteuer, zum anderen als erhöhte Mineralölsteuer erhoben.
Die Stromsteuer wird aufgrund des Stromsteuergesetzes (StromStG) seit dem 01.04.1999 im Steuergebiet Bundesrepublik Deutschland, ohne das Gebiet Büsing und die Insel Helgoland, erhoben. Die Einnahmen fließen einzig in den Bundeshaushalt. Stromsteuer wird erhoben für
:
– die Entnahme von Strom durch den Endverbraucher im Steuergebiet
– die Entnahme von Strom durch den Stromversorger mit Ausnahme der Entnahme für die Stromerzeugung
– Strom, der selbst erzeugt wurde, wenn die Nennleistung größer als 2 MW ist.
Die Steuer wird für Strom erhoben, der in der Zusammenfassung des Steuergebietes entnommen wurde, ohne Berücksichtigung des Erzeugungslandes. Somit unterliegt auch Strom der im Ausland produziert, aber in Deutschland verbraucht wurde, der Stromsteuer. Steuerpflichtig ist immer das Stromerzeugungsunternehmen. Aber auch der Stromverbraucher muss Stromsteuer entrichten, wenn er:
– Strom aus eigener Erzeugung selbst verbraucht
– Strom aus anderen Gesetzgeberen direkt bezieht
– bei der Entnahme von Strom gegen sinddes Recht verstößt.
Die Stromsteuerschuld muss vom Steuerpflichtigen beim Hauptzollamt angemeldet werden. Der Steuerschuldner kann zwischen monatlicher und jährlicher Zahlung wählen.
Im Rahmen der Ökosteuer wurden zeitgleich mit der Einführung der Stromsteuer die Steuersätze für die bereits bestehende Mineralölsteuer erhöht. Diese Verbrauchsteuer muss vom Verkäufer des Mineralöls ausgezahlt werden.

Operatingleasing

Eine entgeltliche Überlassung von Vermögensgegenständen vom Leasing-Geber zum Leasing-Nehmer nennt sich Leasing und ist eine Sonderform der eigentlichen Überlassung. Entscheidend für die steuerliche Beurteilung ist, wem von beiden das Vermögensgegenstand zugerechnet wird. Ebenfalls ausschlaggebend wurden die vertraglich getroffenen Regelungen. Die Leasingverträge werden unterschieden in: Operatingleasing, Finanzierungsleasing und Spezialleasing. Die beim Operatingleasing geschlossenen Verträge sind normale Mietverträge und können beidseitig sofort beendet werden. Versicherungskosten wie auch Reparatur- und Wartungsleistungen werden vom Leasing-Geber übernommen. Bei Vertragskündigung darf vom Leasing-Nehmer das erworbenen Gegenstand ohne weitere Verpflichtungen zurückgegeben werden. Die Leasingraten beim Leasing-Nehmer sind Betriebsausgaben und beim Leasing-Geber Betriebseinnahmen.

Ortsübliche Miete

Als ortsübliche Miete wird die Miete bennent, welche für nach Art, Größe, Baujahr, Beschaffenheit Ausstattung und Lage vergleichbare Wohnungen üblich ist.

Siehe hierzu auch: Mietverhältnis zwischen Angehörigen, Verbilligte Vermietung

Orchesterleiter

Orchesterleiter können auswählen, ob sie ihre Tätigkeit selbstständig beziehungsweise nichtselbstständig ausüben. Hat der Orchesterleiter einen Angestelltenvertrag mit einem Arbeitgeber geschlossen, liegt eine nichtselbstständige Tätigkeit vor. Sollte das Orchester etwa unter dem Namen des Orchesterleiters stehen und immer mit diesem Leiter zusammen auftreten, darf eine selbstständige Tätigkeit vorliegen. Mit dem soerwähnten „Künstlererlass“ nahm die Finanzverwaltung offiziell Stellung zur steuerrechtlichen Einordnung von einem Orchesterleiter.

Outplacement-Beratung

Outplacement-Beratungen dienen der beruflichen Neuorientierung. Eine solche Beratung bieten Beschäftigungsgesellschaften oder Beratungsunternehmen an. Häufig wird im Rahmen von Abfindungsregelungen vereinbart, dass ein Arbeitnehmer nach seinem Ausscheiden aus einem Arbeitsverhältnis durch eine Outplacement-Beratung unterstützt wird. Durch die Zahlungen für eine solche Beratung wird die für eine Abfindung zählende steuerliche Förderung nicht infrage gestellt.


 

P

 

Parkplatzkosten

Falls der Arbeitnehmer einen Parkplatz anmietet, der sich in unmittelbarer Nähe zum Tätigkeitsort befindet, sind die Kosten nicht als Werbungskosten und können daher nicht steuerlich sindd gemacht werden. Mit der Entfernungspauschale sind auch die Parkplatzkosten abgefunden. Mietet jedoch der Arbeitgeber den Parkplatz an und überlässt diesen seinem Arbeitnehmer unentgeltlich, sieht der Fiskus darin keinen zusätzlichen steuerpflichtigen Arbeitslohn. Auch Sozialabgaben werden nicht fällig.

Kleiner Hinweis:

Es ist steuertechnisch günstiger, wenn der Arbeitgeber den Parkplatz anmietet und dem MitArbeiter kostenlos überlässt.

Parteispenden

Steuerzahler, welche Mitglied in einer politischen Partei sind beziehungsweise an diese Spenden, können die Mitgliedsbeiträge wie auch die getätigten Spenden steuerlich sindd machen. Die Ermäßigung beträgt 50 Prozent der jeweiligen Ausgaben und ist auf einen maximalen Wert von 767 Euro für Alleinstehende sowie 1.534 für gemeinsam veranlagte Ehepaare beschränkt. In dem Fall, dass die getätigten Spenden bzw. Beiträge die erwähnten Beträge übersteigen, so darf die Differenz als Sonderausgaben aufgeführt werden. Die Höhe der machbaren Sonderausgaben ist dabei auf 1534 Euro für Alleinstehende und auch 3068 Euro für Verheiratete Steuerpflichtige beschränkt. Berücksichtigt werden dabei nur solche Beträge, die an politische Parteien geflossen sind, welche den Bestimmungen des § 2 Parteiengesetz entsprechen. Dazu werden auch parteiähnliche Vereine berücksichtigt, falls diese an Wahlen auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene beteiligt waren und hierbei mindestens ein Mandat errungen haben bzw. falls feststeht, dass der Verein auch an der nächsten Wahl wieder teilnehmen will.

Passender Hinweis:

Ein Alleinstehender der zum Beispiel 3.000 Euro an eine politische Partei spendet darf hiervon zunächst einmal 50 Prozent ansetzen. Da die steuerliche Ermäßigung auf 767 Euro begrenzt ist, würde der Restbetrag von 733 Euro als Sonderausgabenabzug berücksichtigt werden.

Partiarisches Darlehen

Im Falle jedes partiarischen Darlehens erhält der Kapitalgeber neben den Zinsen auch einen Anteil am Geschäftsgewinn zugesprochen; alternativ darf ihm über den Zins hinaus auch eine Gewinnbeteiligung mit einem garantierten Mindestgewinn eingeräumt werden. Die Einnahmen aus partiarischen Darlehen zählen zu den Einnahmen aus Kapitalvermögen. Sie unterliegen dementsprechend der Kapitalertragsteuer.

Partnerschaftsgesellschaft

Wer Partner einer Partnerschaftsgesellschaft ist, erzielt Einkünfte aus einer nicht selbstständigen Arbeit. Steuerlich gewertet gelten die einzelnen Partner als Freiberufler. In dem Fall, dass berufsfremde an der Gesellschaft beteiligt sind, so erzielen diese Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb. Dies führt in der Regel dazu, dass die Gesellschaft wie eine Personengesellschaft gewertet wird. Da Personengesellschaften nicht als juristische Person gelten, besitzen diese keine eigene Rechts- und Geschäftsfähigkeit. Daraus ergibt sich, dass die Einkommenssteuer nicht für die Gesellschaft, sondern für die einzelnen Gesellschafter einer Personengesellschaft berechnet wird. Bei Beendigung des Geschäftsjahres muss der Gewinn der Personengesellschaft festgelegt und auf die vorhandenen Gesellschafter aufgeteilt werden. Dies führt bei den einzelnen Gesellschaftern zu Einnahmen aus einem Gewerbebetrieb.
In den meisten Fällen wurden Personengesellschaften gewerblich tätig, weshalb sie zumeist auch der Gewerbesteuer unterliegen, falls dazu keine Befreiung vorliegt. Die Gewerbesteuer errechnet sich immer aus dem nach den Regeln des Einkommenssteuergesetzes festgestellten Gewinn. In dem Fall, dass keine Befreiung vorliegt, unterliegen die getätigten Umsätze der Personengesellschaft auch der Umsatzsteuer.

Pauschalierung der Einkommensteuer

Sachprämien sind jene Prämien, die ein Steuerzahler unentgeltlich für die persönliche Inanspruchnahme erhält. Sofern diese zum Zwecke der Kundenbindung dienen und in einem für alle klar ersichtlichen Verfahren gewährt werden, wurden Sachprämien bis zu einem Wert von in Höhe von 1224 Euro steuerfrei. Wird dieser Betrag überschritten, so ist der darüber liegende Wert steuerpflichtig. Zur Vereinfachung könnte eine Pauschalversteuerung vorgenommen werden. Als Bemessungsgrundlage zur Pauschalierung dient der Gesamtwert der Prämien, welche der im Inland sitzende Steuerpflichtige erhält. Der Pauschsatz beträgt dabei 2 Prozent. Die pauschale Einkommenssteuer ist als Lohnsteuer dem zuständigen Finanzamt anzumelden. Spätestens nach Ablauf von 10 Tagen ist der Wert ans zuständige Betriebsstättenfinanzamt zu zahlen.

Pauschalierung der Lohnsteuer

Falls die Lohnsteuer nicht auf Basis des tatsächlich erzielten Tätigkeitslohnes und anderen personenbezogenen Daten erhoben wird, sondern lediglich ein per Gesetz festgelegter Prozentsatz einzubehalten ist, spricht der Fiskus von einer Pauschalisierung der Lohnsteuer. Der allgemeingültige Satz liegt aktuell bei 25 Prozent. Arbeitgeber haben bei nur kurzfristiger Beschäftigung von MitArbeitern die Möglichkeit, auf eine Lohnsteuerkarte zu verzichten und ersatzweise diese 25 Prozent Abgabe pauschal einzubehalten. Von einer kurzfristigen Beschäftigung geht der Fiskus aus, falls der MitArbeiter lediglich sporadisch beschäftigt wird. Die in Verbindunghängende Anzahl der Arbeitstage darf dabei 18 am Stück nicht überschreiten. Der Arbeitslohn pro Tag muss im Durchschnitt unter 62 Euro bleiben. Auch unter der Voraussetzung, dass die Beschäftigung zu einem nicht vorhersehbaren Zeitangabe und äußerst zeitnah erforderlich ist, ist die Pauschalregelung gerechtfertigt. Auch Beträge, welche der Beköstigung der MitArbeiter dienen, etwa um verbilligte und kostenlose Mahlzeiten während der Dienstzeit sicherzustellen, wurden der Pauschalisierung zu unterwerfen. Allerdings darf hierbei die Aufwendung für Mahlzeiten kein Lohnbestandteil sein. Auch Erholungsbeihilfen oder Zuschüsse zu Betriebsfeiern, falls sie bestimmte Beträge nicht übersteigen und nachgewiesenermaßen für den eigentlichen Zweck verwendet wurden, werden im betreffenden Kalenderjahr pauschal versteuert. Das Gleiche gilt für Erstattungsbeträge von Verpflegungsmehraufwendungen durch den Arbeitgeber, im Falle, dass die feststehenden Pauschalbeträge nicht höher als die stattfindenen Kosten sind. Überlässt ein Arbeitgeber seinem MitArbeiter Computer, Zubehör und den entsprechenden Internetzugang verbilligt beziehungsweise kostenfrei, gilt ein Pauschalsteuersatz von 20 Prozent. Im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung, das heißt bei wenigen WochenTätigkeitsstunden und geringem Einkommen darf ebenfalls auf die Vorlage einer Lohnsteuerkarte verzichtet und stattdessen eine pauschalisierte Lohnsteuer von 20 Prozent plus Kirchensteuer und Solidaritätsbeitrag erhoben werden. Welche Tätigkeitsumfänge im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung erlaubt sind, regelt eindeutig das SGB IV. Der Arbeitgeber ist in diesem Falle von der Zahlung von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung befreit. Für Fahrtkostenzuschüsse, die vom Arbeitgeber für Fahrten zwischen Wohnsitz und Arbeitsplatz gewährt werden, fällt eine pauschale Steuer von 15 Prozent an. In Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft beträgt der Pauschalsatz für Aushilfskräfte fünf Prozent. Fallen bestimmte Tätigkeiten nicht das gesamte Jahr über an und werden dazu Aushilfskräfte beschäftigt, gilt ein Pauschalsteuersatz von zwei Prozent. Das SGB IV regelt zudem die Voraussetzungen für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, für die Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen wurden. In diesen Fällen darf der Arbeitgeber zwei Prozent vom Arbeitslohn pauschal erheben, wobei hierin sowohl Kirchensteuer als auch Solidaritätszuschlag bereits beinhaltet sind.

Pendlerpauschale

Als Pendlerpauschale wird im Allgemeinen das bezeichnet, was im Steuerrecht als „Entfernungspauschale“ definiert ist. Die dafür zählende gesetzliche Grundlage ist der Paragraf 9 des deutschen Einkommenssteuergesetzes.
Dieses sagt aus, dass bei der Pendlerpauschale die Strecke zwischen dem Wohnsitz und seiner regelmäßigen Tätigkeitsstelle berücksichtigt wird. Allerdings ist der Begriff „Wohnsitz“ hier nicht unbedingt damit gleichzusetzen, wo der Selbstständige und MitArbeiter seinen melderechtlichen Hauptwohnsitz hat. Das Steuerrecht stellt auf den so genannten Lebensmittelpunkt ab. Und das ist in der Regel die Stelle, wo die gesamte Familie lebt. In allen anderen Fällen wird die Wohnung als Ausgangspunkt genommen, in der sich der Steuerzahler überwiegend aufhält. Eine Ausnahme ergibt sich dann, wenn jemand eine Hauptwohnung und eine Zweitwohnung hat. Befindet sich die Zweitwohnung weiter entfernt und wird nur gelegentlich benutzt, dann wird steuerlich nur der Weg von der Hauptwohnung angerechnet. Als regelmäßige Fahrtstrecke wird der kürzeste Weg zwischen dem Tätigkeitsort und dem Wohnsitz angerechnet. Dabei stellt die Steuergesetzgebung auf die Straßenverbindung ab.
Bei der Pendlerpauschale ist es völlig gleichgültig, auf welche Weise man den Weg zur Arbeit zurück legt. Sie darf genauso zählend gemacht werden, sobald man zu Fuß geht, mit dem Fahrrad fährt oder öffentliche Verkehrsmittel benutzt, als wenn man mit dem eigenen Auto fährt oder sich zur Kostenreduzierung und Schonung der Umwelt einer Fahrgemeinschaft anschließt. Lediglich die ständige Benutzung von Flugzeugen und die Kosten für die Fahrt mit einem Taxi wurden aus der steuerlichen Berücksichtigung der Pendlerpauschale ausgeschlossen. Auch darf die Pendlerpauschale dann nicht zählend gemacht werden, falls durch den Arbeitgeber ein kostenfreier Sammeltransport zum Beispiel zur einer Großbaustelle oder von einem Werksteil zu einem anderen zur Verfügung gestellt wird.
Die heutigen gesetzlichen Regelungen zur Pendlerpauschale beruhen auf einem Urteil, das unter dem Aktenzeichen 2BvL 1/07 vom Bundesverfassungsgericht im Jahr 2008 gefällt worden ist. Die vorhergehende Regelung, verstieß nach Auffassung der Verfassungsrichter gegen das im Grundgesetz verankerte Gebot der Gleichbehandlung und dem Gebot, dass Existenzminimum steuerlich zu verschonen. Deshalb fand eine Gesetzesänderung statt, die rückwirkend zum 1. Januar 2007 gegriffen hat. Damit wurde auch die Regelung gestrichen, dass die ersten 20 Kilometer der Fahrt zur Tätigkeitsstätte steuerlich nicht berücksichtigt werden. Deshalb zählt seitdem wieder jeder Kilometer.
Die Pendlerpauschale beträgt 30 Cent je gefahrenen einfachen Kilometer. Gewährt wird sie für die Tage, an denen die Tätigkeitsstätte auch wirklich nachweisbar aufgesucht worden ist. Das heißt, dass Kranken- und Urlaubstage dabei unberücksichtigt bleiben. Nicht angerechnet werden die Kilometer, für die vom Arbeitgeber Fahrtkosten erstattet werden. Auch die Zeiten wegfallen, in denen man beim Neueinstieg in einen Job Fahrtkostenzuschüsse von der Agentur für Arbeit bekommt.
Muss man auf eigene Kosten wechselnde Einsatzorte aufsuchen, dann kann man diese Fahrtkosten über einen Einzelnachweis geltend machen. Dafür ist eine Bestätigung des Arbeitgebers notwendig, wann man wo eingesetzt gewesen ist.

Personalrabatt

Die vom Arbeitgeber gewährte Rabatten in Form von reduzierten beziehungsweise gar kostenlosen Waren und Dienstleistungen müssen beim abhängig Beschäftigte als steuerpflichtiger Tätigkeitslohn erfasst werden. Durch die Rabattregelung ergeben sich jedoch die Möglichkeit von Steuervorteilen.. Bei der Bezifferung der Waren beziehungsweise den Dienstleistungen ist immer vom Bruttopreis auszugehen, den normale Personen für die erbrachten Leistungen hätten zahlen müssen. Dabei wurden immer die Preise maßgebend, welche im jeweiligen Zeitraum Bestand hatten, in dem der MitArbeiter die Leistungen empfangen hat. Dabei darf ein Abschlag von 4 Prozent abgezogen werden. Bis zu einem Betrag von 1224 Euro pro Jahr sind Waren und Dienstleistungen steuerfrei. Die Ware oder Dienstleistung ist vom Arbeitgeber als Sachbezug dem Lohnkonto zuzuweisen. Gleichwohl muss der Abgabetag aber auch auch der Abgabeort vom Arbeitgeber dokumentiert werden. Unter die Rabattregelung entfallen nur solche Waren oder Dienstleistungen, welche der Arbeitgeber zum Verkauf bzw. als Leistungen auch an Dritte anbietet. Dies können unter anderem sein: Freifahrten oder auch Freiflüge für in Verkehrsbetrieben Tätigkeitendes Personal, Kohle für MitArbeiter im Bergbau, Milch an abhängig Beschäftigte aus der Landwirtschaft, Rabatte auf Autos an Personal der Autowirtschaft aber auch verbilligte Kreditzinsen an Bankpersonal. Als Alternative zur Rabattregelung könnte durch einen Pauschalbetrag des Tätigkeitslohnes ebenfalls Steuerfreiheit erlangt werden. Bei normalen bis mittleren Einkommenverhältnissen wird in der Regel die Rabattregelung angewandt.

Personenbeförderung

Von Personenbeförderung wird gesprochen, sobald Personen, mit einem Fahrzeug gleich welcher Art, fortbewegt werden. Man spricht auch von einer Beförderungsleistung. Sofern diese Beförderungsleistung im Inland erfolgt, unterliegt sie grundsätzlich der Umsatzsteuer. Bei jeder Personenbeförderung sind bestimmte Sonderregelungen zu beachten. So ist die Personenbeförderung beispielsweise steuerfrei, sobald kranke beziehungsweise verletze Menschen mit einem geeigneten Fahrzeug befördert werden. Des Weiteren gilt zu bedanken, dass Beförderungen in der Zusammenfassung einer Gemeinde, oder im Rahmen einer Strecke von maximal 50km der ermäßigten Steuerveranschlagung unterliegen, im Falle, dass sie über den Schienenbahnverkehr, mit Oberleitungsomnibussen, im Fährverkehr und im Linienverkehr mit Schiffen, Kraftfahrzeugen oder im Kraftdroschkenverkehr erfolgen.

Personengesellschaften

Es wird unterschieden zwischen Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften. Nachfolgende Gesellschaftsformen wurden Personengesellschaften: die Offene Handelsgesellschaft (OHG), die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), welche Kommanditgesellschaft (KG) und die Partnerschaftsgesellschaft. Personengesellschaften haben keine eigene Rechts- und Geschäftsfähigkeit und zählen nicht als juristische Person. Es können keine Personengesellschaften zur Einkommenssteuerverpflichtung herangezogen, jedoch die einzelnen Gesellschafter der jeweiligen Personengesellschaften. Am Jahresabschluss wird der Gewinn der Personengesellschaft festgestellt und den einzelnen Gesellschafter zugeteilt. Die Zurechnung des Gewinns auf die einzelnen Gesellschafter sind die Einkünfte aus dem Gewerbebetrieb. Gewerblich tätig sind Personengesellschaften fast immer und müssen folglich Gewerbesteuer entrichten, falls keine Gewerbesteuerbefreiung erteilt wurde. Das Einkommenssteuergesetz enthält die Bestimmungen zur Ermittlung der Gewerbesteuer. Es könnte ein Gewinn hinzugerechnet oder ein Verlust abgezogen werden. Bei keiner etwaigen Steuerbefreiung muss ebenfalls die Umsatzsteuer abgeführt werden.

Pflegekinder

Bedingung für ein Pflegekindschaftsverhältnis ist, dass das angenommene Pflegekind im Zuhause seiner Pflegeeltern wohnt. Die Pflegeeltern müssen über einen lang angelegten Zeitraum in einer familienähnlichen Beziehung zu dem Pflegekind stehen. Ist die Zeit, in der das Pflegekind lebt, von kurzer Dauer entsteht kein Pflegekindsverhältnis. Sogenannte Kostkinder zählen ebenfalls nicht als Pflegekinder. Bei einem Haushalt, in dem mehr als 6 Kinder leben, darf vermutet werden, dass es sich hierbei auch um Kostkinder handelt. Das Pflegegeld entfällt hier ersatzlos. Zu einem Pflegekindschaftsverhältnis kommt es nur, wenn keine andauernde persönliche Bindung zu den leiblichen Eltern gibt es. Dabei wurden gelegentliche Besuchskontakte jedoch durchaus ausführbar. Kosten für das Pflegekind müssen mittlerweile nicht mehr zu einem Großteil aus eigenen Finanzen bestritten werden. Die Kinder dürfen nicht mit dem Ziel der Erzielung eines jeden zusätzlichen Einkommens in den Haushalt aufgenommen werden. Diese Regelung gilt nicht nur für Fälle ab 2004, sondern für alle Fälle, bei denen noch kein bestandskräftiger Einkommenssteuerbescheid vorliegt.. Bei einer rechtlichen Anerkennung des Pflegekindes kommen die Pflegeeltern ind den Genuss von Kindergeldern, Kinderfreibeträgen sowie weiteren Vergünstigungen.

Unser Hinweis:

Nach einer Rechtssprechung des niedersächsischen Finanzgerichts vom 31.03.2005 steht Familienangehörigen, welche nach dem Tod der Eltern behinderte Kinder in Pflege nehmen, Kindergeld zu.

Pflegepauschbetrag

Steuerzahler haben die Möglichkeit, bei Ihrer Steuererklärung einen Pflegepauschbetrag in Höhe von jährlich 924 Euro zählend zu machen. Dieser steht allen Pflichtigen zu, welche aufgrund einer außergewöhnlichen Belastung die Pflege einer anderen Person übernehmen. Damit der Pflegepauschbetrag gewährt wird, müssen einige Grundlagen erfüllt sein. So muss die zu pflegende Person dauerhaft hilfebedürftig und somit auf Pflege angewiesen sein. Darüber hinaus muss die Pflege im Inland erfolgen, entweder in der Wohnung des Steuerpflichtigen beziehungsweise aber in der Wohnung des Pflegebedürftigen. Ferner muss die Pflege persönlich und ohne die Zahlung von einem Entgelt erfolgen. Sollte eine pflegebedürftige Person von mehreren Steuerpflichtigen gleichzeitig gepflegt werden, kann der Pflegepauschbetrag entsprechend auf alle Pflegepersonen aufgeteilt werden. Eltern, die ein pflegebedürftiges Kind haben, erhalten den Pflegepauschbetrag unabhängig vom Pflegegeld.

Unser Hinweis:

Grundsätzlich muss die Pflegeperson hilflos sein, damit der Pflegepauschbetrag gewährt wird. Ein entsprechender Beleg über die Hilflosigkeit muss vorgelegt werden. Dieser darf von einer amtlichen Stelle ausgestellt werden.

Pflegeversicherung

Personen die nach dem 31.12.1957 geboren wurden, konnten bisher eine zusätzliche Pflegeversicherung auf freiwilliger Basis abschließen. Diese Beträge können bis zu einem Maximalbetrag in Höhe von 184 Euro als Vorsorgeaufwand in Abzug gebracht werden. Für die Beträge der gesetzlichen Pflegeversicherung gilt der Vorsorgeaufwand jedoch als nicht abzugfähig, da diese bereits berücksichtigt wurden, als der Versorgungshöchstbetrag berechnet wurde. Sämtliche Leistungen einer Pflegeversicherung zählen zu den Einnahmen, für die keine Steuer erhoben wird.

Unser Hinweis:

Um mit dem Pflegegeld nicht verlustig zu geraten, muss der Pflegeaufwand detailliert nachgewiesen werden. Wenn dies nicht geschieht, droht der Pflegepauschbetrag verloren zugehen. Das Pflegegeld darf einzig für den Pflegebedürftigen verwendet werden.

Planungskosten

Wer ein Gebäude errichtet, kann die Planungskosten zu den Produktionskosten zählen. Sofern ein Steuerpflichtiger Planungskosten für ein Gebäude gezahlt hat, das im späteren Verlauf doch nicht wie geplant gebaut wurde, könnte er diese Planungskosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Somit gehören diese Planungskosten auch nicht zu den späteren Aufwendungen, die für ein anderes Gebäude existieren. In den Planungskosten inbegriffen wurden Kosten für einen Architekten, einen Statiker und aber für eine Baugenehmigung.

Policendarlehen

Bei einem Policendarlehen handelt es sich um einen Kredit, der mittels einer Lebensversicherung abgesichert wird. Die Höhe des Darlehens reicht dabei höchstens bis zum Rückkaufwert der Versicherung. Allerdings gibt es die Gefahr, dass der Sonderausgabenabzug der Lebensversicherungsbeiträge dabei ausfällt. Denn dieser darf nicht sindd gemacht werden, wenn die Versicherungsansprüche dafür dienen, einen Kredit zu tilgen oder zu sichern und die Kosten des Darlehens zudem als Betriebsausgaben oder aber Werbungskosten abgezogen werden können. Diese Regelung wird auf Risikolebensversicherungen allerdings nicht angewandt. Gibt es keinen Sonderausgabenabzug, dann ist auch die ausbezahlte Versicherungssumme voll steuerpflichtig. Folglich wird somit auch der Ertragsanteil der Versicherung besteuert.

Unser Hinweis:

Bei einer Lebensversicherung, welche dazu benutzt wird, um einen Kredit abzusichern, bleiben die Erlöse weiterhin von der Steuer befreit.

Praxisgebühr

Seit dem 01.01.2004 wird die Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal erhoben. Sie ist steuerlich den außergewöhnlichen Belastungen zuzuordnen. Eine steuerliche Entlastung entsteht nur dann, wenn die für den steuerpflichtigen Bürger zumutbare Belastung überschritten wird.

Preisgelder

Preisgelder müssen immer dann versteuert werden, sobald sie in einem kausalen in Verbindunghang mit einer Einkunftsart stehen. Hat der Preisträger zu der Erzielung eines Preisgeldes ein festgelegtes Werk geschaffen, so ist immer von einem wirtschaftlichen zusammenhang auszugehen. Ein Kinofilm dessen künstlerischen Wert einen Filmpreis erzielt wäre ein Typisches Beispiel dafür. Der Filmpreis muss dann in jedem Falle versteuert werden. Bei einer freiberuflichen Tätigkeit des Künstlers unterliegt das Preisgeld den Einkünften aus selbstständiger Tätigkeit. Der Preis für das Lebenswerk eines Künstlers stellt hingegen keinen wirtschaftlichen in Verbindunghang dar.

Privatausgaben

Hat ein Steuerzahler Kosten, die nicht mit der Erzielung von Einnahmen in in Verbindunghang stehen, so handelt es sich um Privatausgaben. Privatausgaben können steuerlich nur geltend gemacht werden, falls sie den Sonderausgaben oder den außergewöhnlichen Belastungen zuzurechnen wurden.

Private Lebensführung

Für Aufwendungen, welche zur privaten Lebensführung anfallen, existiert keine Möglichkeit, welchese steuerlich zählend zu machen. Einzige Ausnahme wurden Zahlungen, die zu den außergewöhnlichen Leistungen und auch zu den Sonderausgaben gehören. Dagegen können Aufwendung, welche für die Gewinnung von Einnahmen anfallen auch als Werbungskosten bzw. als betriebliche Ausgaben steuermildernd verwendet werden. Voraussetzung dazu ist, dass eine Zuordnung der Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben zur jeweiligen Art der Einkünfte erfolgt.
Bei Aufwendungen, die sowohl beruflicher wie auch privater Natur wurden, muss der private Anteil festgestellt und herausgerechnet werden. Liegt der private Anteil bei weniger als 10 Prozent, können diese komplett als Werbungskosten beziehungsweise Betriebsausgaben erklärt werden. Dagegen zählen Kosten, welche überwiegend aus privaten Gründen entstanden wurden, den privaten Aufwendungen zuzurechnen. Lässt sich der berufliche Anteil jedoch zweifelsfrei feststellen, so kann dieser steuerlich berücksichtigt werden.

Private Pkw-Nutzung

Firmenfahrzeuge, die auch privat benutzt werden ergeben für den Nutzer einen geldwerten Vorteil, welcher der Einkommenssteuerpflicht unterliegt. Zur Ermittlung des geldwerten Vorteils könnte entweder die Listenmethode beziehungsweise die Fahrtenbuchmethode benutzt werden.
Geldwerter Vorteil nach der Listenpreismethode
Die Listenpreismethode wird in der Praxis auch als Ein-Prozent-Methode beschreibt. Dabei bestimmt sich die Höhe des geldwerten Vorteils danach, welche Fahrten genau durchgeführt werden. Bei reinen Privatfahrten beträgt dieser 1 Prozent des inländischen Listenpreises, des jeweiligen Fahrzeugs. Wird das Firmenfahrzeug zu Fahrten zwischen Wohn- und Tätigkeitsstätte benutzt, so wurden pro Kilometer für den einfache oder auch Hin- und Rückweg 0,03 Prozent des Listenpreises anzusetzen. Für Fahrten, welche im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung durchgeführt werden, gilt für jeden Kilometer zwischen Beschäftigungsort und Wohnort ein Satz von 0,02 Prozent des Listenpreises.
Ermittlung nach der Fahrtenbuchmethode
Bei Firmenfahrzeugen, für die ein Fahrtenbuch geführt wird, darf der geldwerte Vorteil in Höhe der für die privaten Fahrten angefallenen auch wirklichen Kosten angesetzt werden. Hierzu gehören insbestimmte Abschreibungen, Kosten für Reparaturen, Zinsaufwendungen für Finanzierungen, Kosten für Benzin aber auch die KFZ-Steuer.

Passender Hinweis:

Ein Einzelkostennachweis mit einem individuellen Kilometersatz ist immer dann lohnenswert, falls das betreffende Fahrzeug nicht mehr als zu 30 Prozent für private Zwecke benutzt wird. Vorab ist jedoch immer eine Vergleichsrechnung zwischen Listenpreis- und Fahrtenbuchmethode durchgeführt werden.

Privatschule

In besonderen Fällen können Kosten für eine Privatschule sindd gemacht werden. Ein besonderer Fall liegt vor, sobald z.B. ein behindertes Kind in Ermangelung einer geeignete staatliche Schule eine Privatschule besuchen muss. In diesem Fall darf zum Schulgeld auch noch der Pauschbetrag für Behinderte abgesetzt werden. Ein bestimmter Fall könnte auch sein, falls einem Kind der Weg nicht zuzumuten ist und eine Privatschule günstiger zu erreichen ist. Das Schuldgeld könnte als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Es muss der Nachweis erbracht werden, welcher den Besuch einer Privatschule rechtfertigt und dieser muss von der zuständigen obersten Landeskulturbehörde bestätigt werden.

Privatvermögen

Alle Vermögenswerte, welche nicht als Betriebsvermögen deklariert sind, zählen zum Privatvermögen. Zur Steuerberechnung ist diese Unterscheidung von erheblicher Bedeutung. Die Wertsteigerung des persönlichen Vermögens ist eng begrenzt. Die restlichen Wertsteigerungen wurden nicht steuerpflichtig, dagegen ist das Betriebsvermögen jedoch immer steuerpflichtig. Bei Wertverlusten kehrt sich der Vorteil natürlich um. Nur steuerpflichtige Wertsteigerungen können im Umkehrschluss als Minderung zur Anwendung kommen. z.B. Der Steuerpflichtige hat Wertpapiere als Privatvermögen angelegt und innerhalb der Spekulationsfrist wieder veräußert. Die Gewinne wurden steuerfrei, ein machbarer Verlust würde auch nicht berücksichtigt werden. Bei einer Haltung der Aktien im Betriebsvermögen wurden Gewinne auch außerhalb der Spekulationsfrist steuerpflichtig und auch ein Verlust könnte abzugsmindernd berücksichtigt werden.

Progressiver Steuersatz

Bei der Einkommensteuer wird ein progressiver Steuersatz angewandt. Das heißt, dass sich der Einkommensteuersatz bei steigendem Einkommen erhöht. Hohe Einkommen unterliegen somit höheren Einkommensteuersätzen als niedrige Einkommen. Durch die Anwendung eines progressiven Steuersatzes soll eine Berücksichtigung der individuellen Leistungsfähigkeit der steuerpflichtigen Bürger erreicht werden.

Promotion

Sofern es eindeutig belegbar ist, dass eine Promotion infolge beruflicher Notwendigkeit erfolgte, weil ansonsten etwa eine Weiterverfolgung der Karriere ausgeschlossen gewesen wäre, können Promotionskosten als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Diese Regelung gibt es seit 2003. Vorher waren Zahlungen zur Erlangung des Doktortitels Ausbildungskosten. Das war auch dann der Fall, falls die dazugehörigen Kosten für eine Zweitpromotion entstanden waren und die Fortbildung berufsbegleitend erfolgte. Ausbildungskosten wurden Sonderausgaben und können bis bis zu 920 Euro jährlich sindd gemacht werden. Im Falle der Notwendigkeit einer auswärtigen Unterkunft erhöht sich dieser Betrag auf insgesamt 1227 Euro. War die Dissertation hingegen Gegenstand eines Tätigkeitsverhältnisses, sind keine Ausbildungskosten im steuerlichen Sinn entstanden, sondern Werbungskosten.

Unser Tipp:

Im Falle, dass die Aufwendungen für eine Dissertation als Werbungskosten anerkönntet werden sollen, muss zwingend auf die entsprechende berufliche Notwendigkeit verwiesen werden. Nur dann gestattet der Fiskus die Geltendmachung der gesamten Kosten. Gelingt die Glaubhaftmachung dagegen nicht, ist lediglich ein beschränkter Abzug als Sonderausgaben ausführbar.


 

Q

 

Quellensteuer

Bei der Quellensteuer handelt es sich nicht um eine eigene Erhebungsart. Stattdessen ist die Quellensteuer ein Oberbegriff für andere Steuern. Schon bei der Entstehung von Einnahmen wird die Quellensteuer erhoben. Beispiele für eine Quellensteuer wären die Lohn- beziehungsweise Kapitalertragssteuer. Im Falle, dass ein Steuerpflichtiger die Einkommenssteuer zahlen muss, wird die bereits ausgezahlte Quellensteuer vom Finanzamt verrechnet. Sollte die zu zahlende Einkommenssteuer geringer ausfallen, als die bereits ausgezahlte Quellensteuer, erstattet das
Finanzamt die überzahlten Beträge zurück.


 

R

 

Rabattfreibetrag

Erhält ein Arbeitnehmer im Rahmen seiner Beschäftigung vom Arbeitgeber Sachleistungen, so wurden diese bis zu einem Wert von 1.080 Euro steuerfrei. Dieser Rabattfreibetrag betrug bis zum 31.12.2003 noch 1.224 Euro. Zu den Sachleistungen gehören sowohl Waren wie auch Dienstleistungen, soweit diese nicht überwiegend zur Deckung des Bedarfs der Arbeitnehmer hergestellt und nicht pauschal versteuert wurden.
Um die Sachbezüge zu bewerten, wird ein Wert in Höhe von 96 Prozent des endgültigen Verkaufspreises angenommen. Erhalten bei Luftfahrtunternehmen beschäftigte MitArbeiter reduzierte Flüge, so kann dazu ein Durchschnittswert angenommen werden. Wie diese bestimmt werden können, geht aus einem Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen vom 07.12.2000 hervor. Sollten die Sachbezüge einen Wert von 44 Euro pro Monat nicht übersteigen, müssen diese nicht berücksichtigt werden. Liegen diese jedoch darüber, so muss nicht nur die Differenz, sonder der gesamte Sachbezug steuerlich berücksichtigt werden.

Passender Hinweis:

Der monatliche Freibetrag von 44 Euro könnte auch zur Ausgabe von Gutscheinen verwendet werden.

Realsplitting

Unterhaltszahlungen an einen geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehepartner wurden im Rahmen des Realsplittings von der Steuer abzugsfähig. Entsprechend sind die Unterhaltsleistungen im betreffenden Kalenderjahr als Sonderausgaben, falls sie einen Wert von 13.805 Euro nicht übersteigen. Allerdings muss der Unterhaltsempfänger das erhaltende Geld als „sonstige Einkünfte“ versteuern. Falls der eine Partner ein hohes und der andere ein vergleichsweise sehr niedriges beziehungsweise kein Einkommen bezieht, darf das Realsplitting insgesamt zu einer deutlich verringerten Steuerlast führen.

Unser Hinweis:

Falls der Steuerzahler gegenüber mehreren geschiedenen und dauernd getrennt lebenden Partnern unterhaltspflichtig ist, darf der Höchstbetrag von 13.805 Euro auch mehrfach sindd gemacht werden.

Reisekostenerstattung

Erhält der MitArbeiter von seinem Arbeitgeber die Reisekosten erstattet, so liegen für den MitArbeiter steuerfreie Einnahmen vor, wodurch der Abzug von Werbekosten komplett entfällt. Eine Erstattung der Reisekosten durch den Arbeitgeber ist vorteilhafter, weil der Arbeitnehmer die vollen 100 Prozent erstattet bekommt und nicht nur einen Pauschalbetrag dazu ansetzen könnte. Wenn ein Unternehmer die Reisekostenerstattung erhält, liegen Betriebseinnahmen vor, welche umsatzsteuerpflichtig sind. Werden die Reisekosten jedoch aus öffentlichen Kassen erstattet, so zählen diese Beträge nicht als Betriebseinnahmen und wurden dadurch steuerfrei.

Reisekosten

Als Reisekosten können steuerlich die Kosten für Fahrten, Verpflegung beziehungsweise Übernachtung sowie Reisenebenkosten berücksichtigt werden, falls diese durch eine auswärtige Tätigkeit entstehen, welche zumindest so gut wie einzig aufgrund einer beruflichen Veranlassung erfolgt. Derartige Kosten können als Betriebsausgaben und – bei Einnahmen aus nicht selbstständiger Tätigkeit, im Falle, dass die Kosten nicht vom Arbeitgeber übernommen werden – als Werbungskosten abgezogen werden. Voraussetzung für eine steuerliche Berücksichtigung von Reisekosten ist, dass diese durch das Tätigkeits- beziehungsweise Dienstverhältnis veranlasst wurden. Das etwa für Dienstreisen, aber auch für Fahr- oder Einsatzwechseltätigkeiten, bei denen Reisekosten anfallen. Als Fahrtkosten können bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel die unmittelbaren Kosten angesetzt werden; bei Nutzung des privaten Fahrzeugs kann dagegen der pauschale oder individuelle Kilometersatz angewandt werden. Bei den Übernachtungskosten ist ein Nachweis der unmittelbaren Kosten durch entsprechende Belege notwendig; alternativ ist auch der Ansatz von Übernachtungspauschbeträgen ausführbar. Verpflegungskosten können nur im Rahmen von Verpflegungspauschalen angesetzt werden. Reisenebenkosten sind alle durch eine Reise entstandenen Kosten, die weder den Fahrt- noch den Verpflegungs- und Übernachtungskosten zuzuordnen wurden, zum Beispiel Gepäckkosten, Zahlungen für beruflich bedingte Ferngespräche und beruflichen Schriftverkehr mit dem Arbeitgeber, Straßenbenutzungskosten wie Mautgebühren beziehungsweise Fähr- und Parkplatzkosten und auch durch Verkehrsunfälle verursachte Kosten. Der Vorsteuerabzug von Reisekosten ist möglich, falls der Arbeitgeber beziehungsweise Unternehmer Leistungsempfänger ist und eine ordnungsgemäße Rechnung besitzt. Für Verpflegungspauschalen und Kilometergeld ist der Vorsteuerabzug jedoch nach wie vor ausgeschlossen.

Unser Hinweis:

Dient eine Unternehmerreise auch touristischen Zwecken, so handelt es sich um eine verdeckte Gewinnausschüttung, falls das Unternehmen die Reisekosten übernimmt. Wenn aus privaten Gründen andere Personen auf eine Reise mitgenommen werden, die betrieblich veranlasst ist, können Unfallkosten, die den privat Mitreisenden während der Reise anfallen, nicht als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

Repräsentationsaufwand

Das Finanzamt kann sich vorbehalten, dass Betriebsausgaben unangemessen erscheinen und diese ablehnen. So ein Fall liegt vor, falls das Finanzamt der Meinung ist, das eine teurere Ausstattung eines Geschäftsraumes und ein wertvolles Auto privat benutzt wird und somit nicht zu den Betriebsausgaben zählt. Genaue Prüfungen werden in folgenden Fällen vorgenommen: Hotelkosten bei einer Geschäftsreise, Verpflegung von Geschäftsfreunden, Pkw-Kosten und auch bei Flugreisen und bei einer hochwertigen Ausstattung von Geschäftsräumen. Der Staat ist mittlerweile jedoch angehalten, diese Entscheidungen großzügig zu treffen. Unter Berücksichtigung der Größe des Firmens, der Umsatzhöhe und auch die Anschauung einiger Geschäftspartner liegt eine Angemessenheit vor.

Riester-Rente/ Steuerveranschlagung

Besitzt ein Arbeitnehmer eine private und staatlich geförderte Altersvorsorge, so müssen die dafür aufgewendeten Beiträge aus bereits versteuertem Einkommen stammen. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um den bereits für die Lohnsteuer berücksichtigten Tätigkeitslohn. Zudem Vermögen der Altersvorsorge zählen neben den Beiträgen auch die erhaltenen Zulagen aber auch Erlöse und Wertsteigerungen. Für den Zeitraum einer Ansparphase ist dieses Vermögen immer steuerfrei. Kommt es dann zu einer Auszahlung, so muss der Ertragsanteil versteuert werden. Daraus ergibt sich, dass auch die bekommenen Förderungen während der Auszahlungsphase versteuert werden müssen, da diese einen Teil des Vermögens darstellen.
Ob die nachträgliche Steuerveranschlagung auch in Zukunft noch Bestand haben wird, ist derzeit noch unklar. Es gibt derzeit einige Bedenken, ob diese Form der Steuerveranschlagung den Regelungen der Verfassung entspricht. Rentenzahlungen gehören steuerlich gesehen zu den sonstigen Einkünften. Liegt hier eine sogenannte schädliche Verwendung vor, so darf verlangt werden, dass sämtliche Zulagen wie auch bereits gewährte Steuervorteile zurücküberwiesen werden müssen. Dazu muss auch eine eventuell vorhandene Wertsteigerung als zusätzliche Einnahme komplett versteuert werden.

Riester-Rente/ Anlageprodukt

Um eine staatliche Zulage zu bekommen, und aber vom Sonderausgabenabzug zu profitieren, muss ein ausgewähltes Anlageprodukt staatlich zertifiziert sein. Damit Anlageprodukte eine staatliche Zertifizierung erhalten, muss die Gewährleistung einer Mindestabsicherung für das Alter vorhanden sein. Entscheidend ist dabei mindestens eine Nominalwerterhaltung der eingezahlten Beiträge. Für die spätere Rentenzahlung über das Ablageprodukt stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Etwa die lebenslange Leibrente beziehungsweise die monatlich gleichbleibende Rente und aber monatlich steigende Rentenbeträge. Eine zusätzliche Restkapitalverrentung muss vor allem bei der zweiten Möglichkeit vorhanden sein. Dem Steuerzahler müssen mit der Vollendung des 80. Lebensjahres mindestens 10 Prozent des Anfangskapitals zur Verfügung gestellt werden. Zu den förderungsfähigen Produkten zählt etwa die Rentenversicherung. Ebenso Kapitalisierungsprodukte, Bankauszahlungspläne oder aber Investmentfonds. Weiterhin existiert die Möglichkeit, eine staatliche Förderung für die betriebliche Altersvorsorge zu erhalten. Dafür ist es aber notwendig, welche Beiträge vom versteuerten und vom sozialversicherungspflichtigen Lohn zu entrichten. Arbeitslohn, der pauschal versteuert wurde, könnte nicht berücksichtigt werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Beginn der Rentenauszahlung. Dieser muss mit der normalen Altersrente zusammentreffen. Sollte das Kapital vorzeitig ausausgezahlt werden, werden die staatlichen Förderungen nachträglich verwehrt. Eine komplette Rückzahlung der Zulagen und Steuervorteile wäre nötig.

Riester-Rente

Im Zuge der Rentenreform wurde neben der gesetzlichen und betrieblichen Altersrente mit der kapitaldeckenden privaten Altersvorsorge noch eine dritte Form der Altersversorgung eingeführt. Diese besteht im Einzelnen aus einer privaten Sparleistung sowie einer zusätzlichen staatlichen Förderung. Umgangssprachlich wird diese Form der Altersvorsorge auch als Riester-Rente bezeichnet. Förderfähig wurden dabei nur solche Produkte, welche eine staatliche Zertifizierung besitzen und auf den Namen des Zulageberechtigten abgeschlossen wurden. Möglich sind hierbei unter anderem Rentenversicherungen, Fonds- sowie Banksparpläne. Wie hoch die staatliche Förderung ausfällt, ergibt sich zum einen aus dem Familienstand und zum anderen aus der Anzahl der Kinder. Förderberechtigt sind zudem auch Zahlungen, die an eine Pensionskasse bzw. an einen Pensionsfonds und auch eine Direktversicherung geleistet wurden. Somit haben abhängig Beschäftigte auch die Möglichkeit über eine betriebliche Altersversorgung in den Genuss der staatlichen Förderungen zu gelangen. Dabei ist die Inanspruchnahme der staatlichen Zulagen nicht immer auch die vorteilhafteste Lösung. Alternativ dazu existiert auch die Möglichkeit, einen Sonderausgabenabzug vorzunehmen. Dieser ist jedoch was die Höhe der Beiträge betrifft begrenzt.

Passender Hinweis:

Eine staatliche Förderung ist vor allem für Personen mit einem geringen oder eher durchschnittlichen Einkommen von Vorteil. Verschiedene Analysen haben zu dem Ergebnis geführt, dass sich diese Form der Altersvorsorge für Singles mit einem Jahreseinkommen von nicht mehr als 10.500 Euro besonders lohnt. Für Familien mit zwei Kindern hierzu ein Jahreseinkommen von etwa 33.000 Euro errechnet.


 

S

 

Sachprämien

Erhält ein steuerpflichtiger Bürger unentgeltliche Sachprämien für die persönliche Inanspruchnahme von Dienstleistungen von Firmen, so zählen diese zu den steuerfreien Einnahmen, falls sie nicht einen Wert von 1.224 Euro pro Kalenderjahr übersteigen und falls sie in einem planmäßigen und jedermann zugänglichen Verfahren gewährt werden, welches Kundenbindungszwecken im allgemeinen Geschäftsverkehr dient.

Sachspenden

Sachspenden werden als Wertabgaben deklariert und stammen aus geldwertem Vermögen des Spenders. Zur Ermittlung des Wertes der Sachspende wird der Marktpreis, der auch gemeiner Wert beschreibt wird, herangezogen. Werden Gegenstände aus dem Betriebsvermögen entnommen, so wird der entnommene Wert plus die Umsatzsteuer als Buchwert zugrunde gelegt. Die Sachspenden können nur steuerbegünstigt sein, wenn sie der Förderung eines jeden Steuerbegünstigten Zweck dienen. Dem Finanzamt muss dafür eine Spendenquittung vorgezeigt werden. Die Spendenquittung muss neben dem Wert auch die genaue Bezeichnung des Gegenstandes enthalten.

Unser Hinweis:

Auch bereits gebrauchte Vermögensgegenstände können als Sachspende benutzt werden.

Sachwertverfahren

Der gemeine Wert von Grundstücken wird entweder nach dem Sachwert- und dem Ertragswertverfahren berechnet. Dabei wird das Sachwertverfahren etwa bei sonstigen unbebauten Grundstücken angewendet. Zu diesen gehören alle Grundstücke, die nicht zu den Mietwohngrundstücken, Geschäftsgrundstücken oder zu den für beide Varianten genutzten Grundstücken gehören. Ein- und Zweifamilienhäuser gehören ebenfalls nicht zu den sonstigen Grundstücken. Unterscheiden sich die Ein- und Zweifamilienhäuser jedoch hinsichtlich Ausstattung und Nutzung von denen herkömmlicher Bauten, wird ebenfalls das Sachwertverfahren genutzt. Zudem wird das Sachwertvrfahren für Geschäftsgrundstücke verwendet, für die keine Jahresrohmitte festgestellt und auch sonst keine Miete geschätzt werden könnte.

Saisonbetrieb

Falls eine Geschäftstätigkeit regelmäßig unterbrochen wird und eine Gewerbetätigkeit über einen bestimmten Zeitraum ruht, spricht man von einem Saisonbetrieb. Kurbetriebe oder Baubetriebe gelten als typische Saisonbetriebe. Die Gewerbesteuerpflicht wird für den Zeitraum der Inaktivität eines jeden Betriebes nicht aufgehoben. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Unterbrechung aufgrund der Beschaffenheit des Betriebes notwendig ist. Die Pflicht zur Gewerbesteuer erlischt in der Regel erst dann, sobald der Gewerbebetrieb vollständig eingestellt wird.

Sammelbeförderung

Erfolgt eine Beförderung vom Wohnort des abhängig Beschäftigtes zu seiner Arbeitsstätte durch ein Fahrzeug des Arbeitgebers, so liegt eine kostenlose und vergünstigte Sammelbeförderung vor. Findet die Fahrt ausschließlich zwischen Wohn- und Tätigkeitsstätte statt und ist diese betrieblich notwendig, so ist die Sammelbeförderung steuerfrei. Kann Beförderung nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln und und nur beschwerlich durchgeführt werden, wird die Sammelbeförderung anerkönntet. Wird der MitArbeiter an stetig wechselnden Dienstorten und wechselnden Tätigkeitsstätten tätig, liegt ebenfalls eine Sammelbeförderung vor.
Seit dem 01.01.2004 ist es für Arbeitgeber nicht mehr möglich, eine Entfernungspauschale für die Sammelbeförderung geltend zu machen.

Schenkung

Von einer Schenkung wird gesprochen, sobald Vermögen unter Lebenden übertragen wird. Grundsätzlich gilt als Schenkung jede freiwillige Zugabe, durch die sich der Beschenkte bereichern kann. Falls von dem Beschenkten eine Gegenleistung erwartet wird, wird die Höhe der Schenkung gemindert. Allerdings gilt das nur, im Falle, dass die Gegenleistung bewertbar ist. Schenkungen werden einfach zum Termin der Zuwendung steuerpflichtig. Die Steuersätze für eine Schenkung wurden gleich mit den Steuersätzen für Erbschaften. Abgesehen von den gleichen Steuersätzen wurden zumeist auch die ausführbaren Steuerfreibeträge gleich. Lediglich die Versorgungsfreibeträge werden bei Schenkungen nicht berücksichtigt. Steuerpflichtig ist somit der Schenkungsbetrag, der die jeweils gültige Freibetragsgrenze übersteigt. Das Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Schenkenden und dem Beschenkten bestimmt über die Höhe der Freibeträge. Als Faustregel gilt, dass die höchsten Freibeträge zwischen sehr nahen Verwandten in Kraft treten. Beispielsweise bei Ehepartnern.

Unser Hinweis:

Vom Finanzamt werden keine Kettenschenkungen über nähere Verwandte akzeptiert, sofern die Mittelperson nicht frei über den geschenkten Gegenstand verfügen konnte. Von Kettenschenkung wird zum Beispiel gesprochen, falls der Vater der Tochter einen Gegenstand schenkt, welchen die Tochter später an den Ehemann weiterverschenkt. Selbstredend gehen die erhofften Steuervorteile dabei verloren.

Schenkungssteuer

Bei Überschreitung des Freibetrages obliegt der unentgeltliche Erwerb unter Lebenden der Schenkungssteuer. Je nach Grad und Abhängigkeit der Verwandtschaftsverhältnisse zwischen dem Schenkenden und Beschenkten können Freibeträge festgestellt werden. Der höchste Freibetrag findet Anwendung bei sehr nahen Verwandtschaftsverhältnissen. Dies Können sein: Eltern, Kinder und Ehepartner. Des Weiteren wird die Schenkung geringfügiger besteuert. Schenkungssteuer muss bezahlt werden, sobald Vermögen von einer Person auf eine andere übergeht. Stichtag für die Schenkungssteuer ist jener Zeitangabe, an dem die Schenkung gewesen ist. Schenkungssteuer können folgende Zuwendungen sein: Vereinbarungen einer Gütergemeinschaft zugunsten jedes Ehepartners, durch Erbverzicht erhaltene Abfindungen und vorzeitige Auszahlung jedes nicht ehelichen Kindes als Erbausgleich.

Kleiner Hinweis:

Als steuerpflichtiger Erwerb zählt die übernommene Steuer des Schenkenden.

Schuldzinsen

Steuerzahler, die Schulden machen um daraus Einnahmen zu erzielen können die dazu berechneten Zinsen als Werbungskosten oder auch Betriebsausgaben steuerlich sindd machen. Dies ist zum Beispiel der Fall, falls ein Gewerbetreibender eine neue Maschine über ein Darlehen finanziert. Auch die Anschaffung von Büromöbeln eines jeden Freiberuflers auf Kredit fällt unter diese Regel. Dagegen gehören Schulden für den privat genutzten PKW oder das bewohnte Eigenheim zu den privaten Kosten. Die Zinsaufwendungen finden deshalb steuerlich keine Berücksichtigung.
Sollte ein mit einem Darlehen finanziertes Vermögensgegenstand sowohl privat wie auch gewerblich benutzt werden, so müssen die jeweiligen Anteile bestimmt werden. Die Schuldzinsen für den zur Erzielung von Einnahmen genutzten Teil können dann steuermildernd eingesetzt werden. Ein Beispiel dafür ist, falls eine Immobilie teilweise eigenverwendet und zum Teil vermietet wird. Hier darf der betriebliche Anteil anhand der Nutzungsfläche bestimmt werden.

Schulgeld

Bei gezahltem Kindergeld beziehungsweise auch Kinderfreibeträgen darf der MitArbeiter 30 Prozent von den Kosten des Schulgeldes, als Sonderausgabe anrechnen. Um unter diese Sonderregelung zu fallen, muss das Kind eine staatlich anerkannte Bildungseinrichtung, Ersatz- oder Ergänzungsschule besuchen. Beherbungs-, Betreungs- und Verpflegungsausgaben sind vom Abzug ausgenommen. Bei im Ausland gelegenen deutschen Schulen darf keine Sonderausgabe in Anspruch genommen werden. Als steuerpflichtiger Bürger haben Sie nachzuweisen, dass der Abzug von Schulgeld vorliegt. Es werden Nachweise über die wirtschaftlichen bezahlten Schulgeldkosten sowie die Anerkennung der Bildungsstätte benötigt. Aufgrund eines Urteils des Bundesfinanzhofs vom 16. November 2006 können Kinder welche im Vorschulalter bereits eine Privatschule besuchen nicht sindden gemacht werden.

Kleiner Tipp:

Auch für Deutsche Schulen im Ausland können die Schulgelder als Sonderausgabe abgesetzt werden. Es ist aber auch hier der Nachweis zu erbringen, dass es sich um eine nach dem Gesetz anerkannte Bildungseinrichtung, Ersatzschule beziehungsweise Ergänzungsschule handelt. Die meisten „Europäischen Schulen“ entsprechen diesem staatlich anerkanntem Status. Somit sind 30 Prozent des ausgezahlten Schulgeldes als Sonderausgabe absetzbar.

Solidaritätszuschlag

Der Solidaritätszuschlag wurde zum 01.01.1995 eingeführt. Erhoben wird der Solidaritätszuschlag von der berechneten Einkommenssteuer minus der vorhandenen Freibeträge. Auf die zu entrichtende Einkommenssteuer sowie auf die Körperschaftssteuer wird zusätzlich noch der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent erhoben. Wurde bei der Vorauszahlung von Einkommens- oder auch Körperschaftsteuer bereits ein Solidaritätszuschlag erhoben, so wird dieser bei der Einkommenssteuererklärung wieder verrechnet.
Beim Abzug des Solidaritätszuschlags vom Arbeitslohn erfolgt die Bemessung anhand der Lohnsteuer. Bei der jährlichen Steuererklärung ist die Höhe der zu zahlenden Einkommenssteuer maßgebend.

Sonderabschreibung

Weiterhin zu normalen Abschreibungen können auch Sonderabschreibungen sindd gemacht werden. Als Bedingung für Sonderabschreibungen muss, die normale Abschreibung linear vorgenommen worden sein. Die degressive Abschreibung wird nur bei sogenannten Ansparabschreibungen erlaubt. In einigen Sonderfällen könnte eine Sonderabschreibung bereits bei der Anzahlung vorgenommen werden. So können zum Beispiel Privatkrankenhäuser ihre Anlagegüter als Sonderabschreibung zählend machen. Dasselbe gilt für die Kohle- und Bergbauindustrie. Sonderabschreibungen können umfassen: besondere Gebäude wie beispielsweise Denkmäler, bestimmte Industriezweige und auch Klein- und Mittelstandsbetriebe. In den meisten Fällen wird dafür die Ansparabschreibung verwendet. Diese ist vor allem für Klein- und Mittelstandsbetriebe günstig. Sie dürfen bereits vor Kauf eines jeden Gutes Rücklagen bilden, welche Gewinn mindernd angerechnet werden können.

Sonderausgaben

Alle Kosten, die der privaten Lebensführung zuzurechnen wurden, zählen zu den soerwähnten Sonderausgaben. Diese können weder als Werbungskosten noch als Betriebsausgaben sindd gemacht werden. Durch Sonderausgaben könnte die Steuerlast verringert werden, denn diese mindern den Gesamtbetrag der Einnahmen. Als Sonderausgaben können folgende Leistungen in Anrechnung gebracht werden: bei getrennten und geschiedenen Eheleuten der zu zahlende Unterhalt, Versicherungsbeiträge Kranken-, Pflege-, Unfall- und Haftpflicht, Rentenversicherung und auch Versicherungen für Lebens- und Todesfälle. Weitere Beiträge mindern die Einnahmen: freiwillig gezahlte Pflegeversicherungen, Kirchensteuer, Honorare für Steuerberater, Kosten für Schulen und Ausbildung, aber auch Spenden.

SonntagsTätigkeit

Neben dem Grundlohn ausgezahlte Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und NachtTätigkeit, die tatsächlich geleistet wurde, wurden steuerfrei. Im Fall einer Nettolohnvereinbarung wird der Zuschlag nur als steuerfrei anerkönntet, wenn er zusätzlich zu dem vereinbarten Nettolohn ausgezahlt wurde.
Die Zuschläge dürfen
– für NachtTätigkeit 25 Prozent
– für SonntagsArbeit 50 Prozent
– für Arbeit an den gesetzlichen Feiertagen und am 31.12. ab 14:00 Uhr 125 Prozent
– für Arbeit am 24.12. ab 14:00 Uhr, am 25.12., 26.12. und 01.05. 150 Prozent
des Grundlohns nicht übersteigen. Als Grundlohn gilt der Arbeitslohn, den der Arbeitnehmer für seine regelmäßige Tätigkeitszeit erhält, umgerechnet in einen Stundenlohn.
Grundsätzlich gilt die Arbeit zwischen 20:00 Uhr und 6:00 Uhr als NachtArbeit. Wurde die NachtTätigkeit vor 0:00 Uhr aufgenommen, wird ein Zuschlagssatz von 40 Prozent statt 25 Prozent anerkannt. Als Sonntags- und FeiertagsTätigkeit gilt die Tätigkeit zwischen 0:00 Uhr und 24:00 Uhr. Folgt der Sonntags- oder FeiertagsTätigkeit eine NachtTätigkeit, gilt der höhere Zuschlag auch für die Zeit von 0:00 Uhr bis 4:00 Uhr des folgenden Arbeitstages. Als Feiertage sind die jeweiligen gesetzlichen Feiertage am Ort der Arbeitsstätte.

Unser Tipp

s: Das Finanzamt gewährt die Steuerbefreiung auf ausgezahlte Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und NachtArbeit nur dann, falls sie durch Einzelaufzeichnungen nachgewiesen werden.

Sonstige Bezüge

Zur Entlohnung der Arbeit gehören nicht nur der Arbeitslohn, sondern auch viele zusätzliche monetäre Bezüge. Beispiele für zusätzliche monetären Leistungen können sein: Urlaubsgeld, Weihnachtsbonus, 13. und 14. Monatsgehalt oder auch Jubiläumsgelder aber auch Abfindungen, Schichtzuschläge und Verkäuferprovisionen. Übersteigen die sonstigen Bezüge einen Betrag von 150 Euro pro Monat nicht, dann werden diese wie Arbeitslohn deklariert. Allerdings ist diese Regelung zum 01.01.2004 weggefallen. Sonstige Zuwendungen sind immer in dem Jahr als bezogen, indem sie der Arbeitgeber auszahlt. Dagegen gilt der Tätigkeitslohn erst in dem Jahr als bezogen, in dem der Lohnzahlungszeitraum zu Ende ist.

Sonstige Einnahmen

Sonstige Einnahmen sind all jene Einnahmen, welche nach § 22 des Einkommensteuergesetzes wie folgt definiert werden: alle Leibrenten wie zum Beispiel gesetzliche Ruhegelder, Einnahmen die aus sich wiederholenden Bezügen, Einkünfte die sich aus wiederholenden Zuschüssen und anderen Vorteilen wie zum Beispiel Unterhaltsgeld, ergeben, und auch Einnahmen aus privaten Spekulationsgeschäften. Ferner gehören all jene Einnahmen wie Entschädigungen, amtliche Zulagen, bezuschusste Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, Übergangs-, Überbrückungs-, Sterbegelder, Versorgungsabfindungen, Versorgungsbezüge sowie Altersvorsorgeverträge. Sonstige Einkünfte wie zum Beispiel ein Lottogewinn zählen nicht zu dieser Einkunftsart und sind folglich steuerfrei. Ebenso wurden private Veräußerungsgeschäfte, falls diese keine Spekulationsgeschäfte wurden, steuerfrei.

Sparerfreibetrag

Als Sparerfreibetrag wird in der deutschen Gesetzgebung ein pauschaler Abzug bennent, der im Jahr 1975 eingeführt und im Jahr 2009 im zusammenhang mit den Gesetzen zur Abgeltungssteuer durch den Sparer-Pauschbetrag abgelöst wurde. Zum Termin der Einführung trug dieser steuerliche Abzugsposten die Bezeichnung „Grundsparförderung“. Anfänglich war sein Wert pro Jahr und Person auf 300 DM festgelegt, was umgerechnet 153 Euro entspricht. Die höchsten Freibeträge gab es in den Jahren 1993 bis 1999. Dort konnten pro Jahr und Person umgerechnet 3.068 Euro steuerlich zählend gemacht werden. Seit der Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 ist der Sparerfreibetrag pro Person und Kalenderjahr auf 801 Euro definiert worden. Die gesetzliche Grundlage findet sich im Paragrafen 20 des Einkommenssteuergesetzes. Dort ist auch nachzulesen, dass als Sparerfreibetrag für ein gemeinsam zur Steuer veranlagten Ehepaar ein Wert von 1.602 Euro angerechnet werden muss.
Um den Sparerfreibetrag in Anspruch nehmen zu können, muss man einen so genannten Freistellungsantrag stellen. Das ist bei den Firmen notwendig, bei denen die unter die Kapitalertragssteuer und Abgeltungssteuer fallenden Einnahmen zu Buche schlagen. Da es sich in beiden Fällen um eine Quellensteuer handelt, wurden sie verpflichtet, die Steuer im Namen und Auftrag des Kunden an den Gesetzgeber zu zahlen. Der Sparer/teilhaber bekommt am Ende des Jahres eine Bescheinigung über diese Beträge. Die Steuer fällt für alle Beträge an, welche über die im Freistellungsantrag erwähnten Summen hinaus gehen. Sie beträgt aktuell 25 Prozent. Zusätzlich muss Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag überwiesen werden.
Seit der Umstellung auf den Sparer-Pauschbetrag und die Abgeltungssteuer muss man die 25 Prozent nicht mehr hinnehmen. Alternativ könnte beim Finanzamt auch die Verrechnung über den persönlichen Steuersatz beantragt werden. Das lohnt sich insfestgelegte dann, falls mit anderen Einkommensarten nicht einmal der jährliche Grundfreibetrag ausgeschöpft werden darf.

Spenden

Bei Spenden handelt es sich um freiwillige Geld- beziehungsweise Sachleistungen, für die keine Gegenleistung erfolgt. Fördert ein Steuerpflichtiger durch eine Spende mildtätige,religiöse, kirchliche, wissenschaftliche Zwecke oder solche, die als besonders förderungswürdig anerkönntet sind, so kann die Spende im Rahmen der Einkommensteuererklärung zum Abzug gebracht werden. Hierfür sind jedoch bestimmte Grenzen. Auch Mitgliedsbeiträge und Spenden an politische Parteien sind auf diese Weise steuerlich abzugsfähig. Leistungen, denen Gegenleistungen gegenüberstehen, sind dagegen im steuerlichen Sinne keine Spenden. Das trifft beispielsweise auf Eintrittsgelder für Benefizveranstaltungen beziehungsweise den Preis der Lose bei einer Wohlfahrtstombola zu. Seit dem 01.01.2007 gilt, dass Zuwendungen, d. h. Spenden und Mitgliedsbeiträge, welche der Förderung der in den Paragrafen 52 bis 54 der Abgabenordnung genannten steuerbegünstigten Zwecke dienen, bis zu einer Höhe von zwanzig Prozent der gesamten Jahreseinkünfte eines Steuerzahler als Sonderausgaben sindd gemacht werden dürfen. Bei Firmen können Spenden bis zu einer Höhe von 0,2 Prozent der Summe von Umsätzen und gezahlten Löhnen steuerlich berücksichtigt werden. Überschreiten abziehbare Zuwendungen die Höchstbeträge oder ist eine Berücksichtigung im Veranlagungszeitraum der Zuwendung nicht machbar, so werden sie in den folgenden Veranlagungszeiträumen im Rahmen der Höchstbeträge als Sonderausgaben abgezogen.
Demgegenüber galt bis zum 31.12.2006, dass Spenden für religiöse, kirchliche sowie gemeinnützig Zwecke bis zu einer Höhe von fünf Prozent der jährlichen Einkünfte berücksichtigt werden konnten. Handelte es sich um die Förderung von mildtätigen, wissenschaftlichen beziehungsweise als besonders förderungswürdig anerkannten kulturellen Zwecken, so erweiterte sich der Höchstbetrag auf zehn Prozent. Spenden an politische Parteien konnten bis zu einer Höhe von 1.650 Euro bei Ledige Steuerpflichtigen beziehungsweise von 3.300 Euro bei Verheirateten als Sonderausgaben abgezogen werden, im Falle, dass keine Steuerermäßigung nach Paragraf 34 g EStG gewährt werden konnte. Für Spenden über 25.565 Euro galt die sogenannte Großspendenregelung, welche eine Aufteilung der Spende auf unterschiedliche Veranlagungszeiträume ermöglichte. Ein Rücktrag in das vorherige Veranlagungsjahr war ebenso ausführbar wie ein Vortrag auf die nächsten fünf Jahre.
Spenden können nur als Sonderausgabe abgezogen werden, sobald der Begünstigte dem Steuerpflichtigen eine Zuwendungsbestätigung (auch als Spendenbescheinigung bennent) ausgestellt hat. Dafür ist vom Zuwendungsempfänger ein amtlicher Vordruck zu verwenden. Übersteigt die Spende einen Wert von 200 Euro nicht (bis 31.12.2006 100 Euro), dann genügt als Nachweis auch der Buchungs- oder Zahlungsbeleg.

Passender Hinweis:

Spendenbescheinigungen istn dann ausgestellt werden, sobald die Spende erfolgt, da eine nachträgliche Ausstellung und Einreichung beim Finanzamt nicht mehr steuermindernd anerkannt werden könnte, wenn der Steuerbescheid schon bestandskräftig ist.

Splittingverfahren

Bei gemeinsam veranlagten Ehepartnern könnte bei der Einkommenssteuerberechnung das Splittingverfahren angewendet werden. Die Steuer wird wie folgt errechnet: Halbierung des Steuereinkommens in Anwendung des Splittungsverfahrens. Der festgestellte Steuerbetrag wird hiernach verdoppelt und als Steuer entrichtet. Nicht nur Ehepartner können vom Splittungsverfahren profitieren, sondern auch, verwitwete Einkommenssteuerpflichtige im auf den Tod des Ehepartners folgenden Veranlagungszeitraum, in, sofern beide Ehegatten vor dem Tod gemeinsam veranlagt waren. Bei einer Trennung der Ehepartner gilt das Splittingverfahren noch in dem Steuerjahr der begangenen Trennung, falls beide zuvor gemeinsam veranlagt waren.

Passender Hinweis:

Vorteile aus dem Splittingsverfahren führen zu Steuervorteilen beider Ehegatten besonders bei unterschiedlich hohen Einnahmen. Erzielt ein Ehepartner ein sehr hohes Einkommen und der andere Ehepartner wenig bis gar kein Einkommen, könnte der höchste Vorteil erreicht werden.

Sponsoring

Eine festgelegte Form von Werbung ist das Sponsoring. Hierbei werden unternehmerische Ziele mit öffentlichen und personenbezogenen Personen verknüpft. Die Sponsoringformen lassen sich unterteilen in Kultur-, Sport- und Sozialsponsoring. Die hierfür entstandenen Kosten können zum einen Betriebsausgaben, wie auch Spenden und steuerlich nicht abzugsfähige Ausgaben darstellen. Die Aufwendung von Sponsoring-Maßnahmen sind immer dann Betriebsausgaben, falls das Firmen damit ein wirtschaftliches Ziel verfolgt. Die Angemessenheit ist jedoch immer in einem soliden Rahmen bleiben. Bei einer freiwillig erbrachten Leistung, der keine Gegenleistung gegenübersteht, gilt als Spende. Bei einer Nichtanerkennung von Spenden und Betriebsausgaben liegen nicht abziehbare Aufwendungen vor.

Sportverein

Die Einnahmen, welche aus sportlichen Veranstaltungen stammen und 30.678 Euro brutto pro Jahr nicht übersteigen, nennen sich Zweckbetrieb eines Sportvereins. Allerdings gehört der Verkauf von Lebensmitteln und auch Werbung nicht zu den sportlichen Veranstaltungen. Beim Verzicht auf Anwendung der Umsatzsteuer deklariert sich die Sportveranstaltung als Zweckbetrieb. Nimmt an sportlichen Veranstaltungen kein Vereinssportler teil, wird auf die Anwendung der Umsatzsteuer verzichtet. Gleiches hat Gültigkeit, falls kein Vereinssportler seinen Namen, seines Bildes beziehungsweise seine sportlichen Betätigungen zu Werbezwecken benutzt. Nimmt ein fremder Sportler an dem Vereinssportfest teilt, wird ebenfalls auf die Umsatzsteuer verzichtet. Alle anderen sportlichen Veranstaltungen wurden als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb anzusehen und unterliegen somit der Steuerveranschlagung.

Sprachkurs

Um Werbungskosten bei den Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit zählend zu machen, muss der Sprachkurs oder auch die Sprachreise beruflich bedingt sein. In diesem Fall können Reisekosten, Übernachtungs-und Verpflegungskosten, und auch die Seminargebühren zur Anerkennung kommen. Es wird streng geprüft, ob ein Sprachkurs beruflich notwendig ist. Dabei beachtet man folgende Regelungen: Der Sprachkurs muss nicht nur beruflich notwendig sein, sondern auch auf den Beruf zugeschnitten sein, wie zum Beispiel Businessenglisch oder Handelsfranzösisch. Des Weiteren muss der Sprachkurs mindestens 6 – 8 Stunden täglich betragen. Touristische Programme sind nur am Wochenende ermöglicht und die Sprachreise darf nicht am Ende als Urlaub verlängert werden. Selbige Anwendungen greifen auch bei einer Berufsausbildung.

Steuerberaterkosten

Seit dem 01.01.2006 sind Steuerberatungskosten nur noch entweder als Betriebsausgaben oder als Werbungskosten absetzbar. Eine steuerliche Berücksichtigung als Sonderausgaben ist dagegen nicht mehr möglich. Bis zum 31.12.2005 galt folgende Rechtslage: Als Steuerberatungskosten galten neben den für die steuerliche Beratung im eigentlichen Sinne aufgewandten Kosten auch jene für Steuerfachliteratur, Beitragszahlungen an Lohnsteuerhilfevereine aber auch Unfallkosten, welche auf dem Weg zum Steuerberater verursacht wurden. Nicht zu den Steuerberatungskosten zählten dagegen die Kosten im zusammenhang mit der Verteidigung in Steuerstrafverfahren. Steuerberatungskosten konnten sowohl als Werbungskosten als auch als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Im gemeinsamhang mit unternehmerischen Tätigkeiten anfallende Steuerberatungskosten konnten (und können weiterhin) als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

Steuerbescheid

Mit dem Steuerbescheid setzt die Finanzbehörden die Steuer fest. Er ist ein offizieller Verwaltungsakt und, falls nichts anderes festgelegt ist, hat er immer schriftlich zu erfolgen. Schriftliche Steuerbescheide müssen bestimmten formellen Anforderungen genügen. So müssen die Art und die Höhe der Steuer eindeutig ersichtlich sein, ebenso die genaue Person und Institution, die die Steuer schuldet. Aus dem Bescheid müssen eindeutig Zeiträumen und alle gesetzlich verankerten Rechtsbehelf Belehrungen hervorgehen. Der Rechtsbehelf ermöglicht dem Steuerzahler, bei Unstimmigkeiten gegen den Bescheid oder Teile seines jeden Inhaltes beim zuständigen Finanzamt vorzugehen. Falls das Finanzamt dem eingelegten Rechtsbehelf eine Absage erteilt, hat der Steuerzahler die Möglichkeit, beim zuständigen Finanzgericht zu klagen. Sollte auch die Klage erfolglos bleiben, kann ein Revisionsverfahren beim Bundesfinanzhof angestrengt werden. Allerdings muss zuvor das Finanzgericht die Revision überhaupt zugelassen haben. An in Verbindungveranlagte Ehepartner ergeht grundsätzlich nur ein gemeinsamer Steuerbescheid. Damit wurden beide Parteien gegenüber der Steuer automatisch Gesamtschuldner. Sofern die Ehepartner verschiedene Anschriften besitzen, ist der Steuerbescheid jeweils getrennt zuzustellen. Das gilt auch, falls eine getrennte Veranlagung bereits beantragt wurde.

Steuerfreie Einnahmen

Zu den bedarftesten steuerfreien Einnahmen zählen die Leistungen aus einer Pflegeversicherung beziehungsweise einer Krankenversicherung. Aber auch Leistungen aus der gesetzlich vorgeschriebenen Unfallversicherung, Kinderzuschüsse beziehungsweise bestimme Sachleistungen aus Rentenversicherungen gehören dazu. Übergangsgelder, Zuwendungen zur Alterssicherung von Landwirten, Tätigkeitslosengeld, Mutterschaftsgeld, Arbeitslosenhilfe, KurzArbeiter- und Winterausfallgeld, festgelegte Eingliederungsbeihilfen und auf dem Rentengesetz basierende Kapitalabfindungen wurden von der Steuer vollständig befreit. Zahlt ein Arbeitgeber aufgrund der Auflösung des Tätigkeitsverhältnisses seinem ehemaligen MitArbeiter eine Abfindung, ist diese bis zu einem Höchstbetrag von 8181 Euro steuerfrei. Dabei ist es unerheblich, ob diese Zahlung freiwillig oder infolge eines jeden Gerichtsbeschlusses getätigt wird. Reisekostenerstattungen aus öffentlichen Kassen, Trennungsgelder und Umzugskostenbeihilfen, Prämien aufgrund von Heirat oder Geburt unterliegen nicht der Steuer, sobald sie einen Betrag von 358 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen. Kindergeld wird immer immer steuerfrei ausbezahlt. Des Weiteren dürfen Ausbilder, Trainer, Erzieher, Künstler oder Übungsleiter bis zu 1848 Euro im Jahr einnehmen, ohne dass darauf Steuer fällig wird, falls sie ihre Tätigkeit nachgewiesenermaßen nebenberuflich ausüben. Auf Zuwendungen des Arbeitgebers in Form von Berufsbekleidung, Zuschüssen für Fahrten zwischen Tätigkeitsstelle und Wohnung mit öffentlichen Linienverkehrsmitteln und Sachprämien bis zu einem Wert von 1224 Euro pro Jahr, müssen ebenfalls keine Steuern gezahlt werden.

Steuerklassen

Ist ein MitArbeiter uneingeschränkt steuerpflichtig, bekommt er vom Finanzamt eine Lohnsteuerklasse zugewiesen. Für Ehepartner gibt es die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Steuerklassen zu wählen, wobei Folgendes gilt: Ledige Steuerpflichtige, verheiratete, geschiedene oder verwitwete abhängig Beschäftigte bekommen die Steuerklasse 1, im Falle, dass für sie die Steuerklasse 3 und Steuerklasse 5 nicht zutrifft. Die Lohnsteuerklasse 2 gilt für steuerpflichtige MitArbeiter, welche verheiratet, geschieden, verwitwet oder ledig wurden und den Haushaltfreibetrag in Anspruch nehmen. In die Steuerklasse 3 gehören ausschließlich verheiratete steuerpflichtige abhängig Beschäftigte. Die Ehegatten dürfen jedoch gemäß Steuerrecht nicht dauernd getrennt leben und müssen beide unbeschränkt steuerpflichtig sein. Dabei bezieht der eine Ehepartner entweder gar keinen Arbeitslohn oder befindet sich in der Steuerklasse 5. Außerdem gilt die Steuerklasse 3 im gesamten Kalenderjahr für verwitwete unbeschränkt Steuerzahler, falls der verstorbener Ehepartner und sie selbst zum Termin des Todes steuerpflichtig waren und gemeinsamlebten. Nach einer Ehescheidung bleibt trotzdem für das gesamte Kalenderjahr die Lohnsteuerklasse 3 bestehen. Voraussetzung ist jedoch, dass nicht einer der ehemals verheirateten Partner in dem betreffenden Jahr erneut geheiratet hat. Die Lohnsteuerklasse 4 ist für verheiratete steuerpflichtige MitArbeiter relevant, die in einem gemeinsamen Haushalt leben. Zudem beziehen beide Parteien lohnsteuerpflichtiges Arbeitsentgelt. Die Lohnsteuerklasse 5 wird dagegen eingetragen, sobald beide Ehepartner einer lohnsteuerpflichtigen Beschäftigung nachgehen und einer der Partner die Lohnsteuerklasse 3 gewählt hat. Bezieht ein Beschäftigter parallel von mehr als einem Arbeitgeber lohnsteuerpflichtiges Tätigkeitsentgelt, so gilt nach dem festzustellenden Haupterwerb für alle weiteren die Lohnsteuerklasse 6. Verheiratete Steuerpflichtige können immer bis zum 30. November des laufenden Jahres und ein Mal pro Jahr beim zuständigen Finanzamt einen Steuerklassen-Wechsel bekommen.

Steueroasen

Mit dem Begriff Steueroasen werden Länder und Gebiete bennent, in denen Steuern entweder nicht erhoben werden oder in denen die Steuersätze sehr gering sind. Beispiele sind unter anderem Andorra, Monaco, Antigua und Barbuda, Bahamas, die Britischen Jungferninseln, welche Kanalinseln, Mauritius und ander mehr.

Steuerrückerstattung

Ist die im Steuerbescheid ausgewiesene Steuerschuld für das ausgewiesene Steuerjahr niedriger als die bereits einbezahlte Steuer, erfolgt eine Steuerrückerstattung. Betroffene Steuerarten wurden hier insbesondere die Lohnsteuer oder Kapitalertragssteuer. Bei Privatpersonen zählen Steuererstattungen nicht zu den Einnahmen. Anders jedoch bei Erstattungen von betrieblichen Steuern. Hierbei handelt es sich in aller Regel um Betriebseinnahmen. Wurde eine Steuererklärung nicht fristgerecht eingereicht, darf der Fiskus auch für Steuererstattungen Säumnisgebühren verlangen.

Steuervergünstigungen

Steuervergünstigungen sind alle jene Vergünstigungen die der Gesetzgeber seinen Einwohnern zu deren Vorteil gewährt. Durch steuerliche Ermäßigungen sollen Steuerpflichtige, sobald beispielsweise die Leistungsfähigkeit durch Kinder eingeschränkt ist oder falls aufgrund einer Behinderung erhöhte Kosten vorhanden sind finanziell entlastet werden. Nach den Steuergesetzen können folgende Steuervergünstigungen zu einer Steuerminderung führen:
Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Freibeträge. Steuervergünstigungen können auch sogenannte Gestaltungen wie zum Beispiel Übertragen von Geldern an die Kinder sein. Gängige Varianten sind: Verträge mit Angehörigen, vorweggenommene Schenkungen und auch die Wahl einer Rechtsform für Betriebe.

Stiftung

Die Stiftung setzt sich die Förderung eines bestimmten, in ihrer Satzung festgeschriebenen Zwecks zum Ziel. Meist widmet sich eine Stiftung Aufgaben aus sozialen Bereichen, der Gesundheit, Bildung und Erziehung, Religion, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung und auch Umwelt beziehungsweise Völkerverständigung. Darüber hinaus werden Familienstiftungen und unternehmensverbundene Stiftungen gegründet.
Steuerrechtlich wird zwischen Stiftungen, die einen gemeinnützigen Zweck und Stiftungen, die keinen gemeinnützigen Zweck verfolgen, unterschieden:
Eine „Gemeinnützige Stiftung“ ist der selbstlosen Förderung der Allgemeinheit dienen. Dementsprechend sind diese Stiftungen weitgehend steuerbefreit. Die Frage, ob der Zweck einer Stiftung als „gemeinnützig“ anzuerkennen ist, wird im § 52 der AO (Abgabenordung) definiert. Zu den Stiftungen, deren Zweck nicht als gemeinnützig anerkennt wird, und die dementsprechend auch nicht steuerbegünstigt sind, gehören „Familienstiftungen“, weil ihr Vermögen einzig bestimmten Familien dient. Ebenfalls nicht steuerbegünstigt wurden Stiftungen im Firmensbereich. Diese werden in der Regel errichtet, falls der Stifter den Bestand des Firmens im Fall von Erbstreitigkeiten oder fehlender geeigneter Erben sichern will.

Passender Hinweis:

„Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung“, welche von Gemeinnützigen Stiftungen aus Mitgliedsstaaten der EU in Deutschland erzielt wurden, unterliegen nicht der Körperschaftsteuer.

Stiftungshöchstbetrag

Der Stiftungshöchstbetrag ist zum 01.01.2007 weggefallen. Im Gegenzug bestehen nun bessere Abzugsmöglichkeiten für Gelder, die in das Stiftungskapital einer Stiftung fließen. So gibt es die Möglichkeit, Vermögensstockspenden sowohl im Veranlagungszeitraum, der getätigten aber auch auch in den nächsten neun Veranlagungszeiträumen bis zu einem Betrag von 750.000 steuerlich zählend zumachen. Dabei gilt der genannte Betrag zuzüglich zu den für Spenden festgesetzten Höchstbeträgen. Innerhalb dieser zehn Jahre könnte der Abzugsbetrag nur einmal in Anspruch genommen werden.
Vor dem 31.12.2006 konnte zusätzlich zum Gründungshöchstbetrag und zu den getätigten Spenden pro Jahr ein Betrag von 20.450 Euro steuermildernd verwendet werden. Dieser Betrag wurde als Stiftungshöchstbetrag bennent. Somit bestand die Möglichkeit, gestiftete Gelder zweimal als Sonderausgaben sindd zu machen. Einmal wurde der abzugsfähige Betrag nach dem vorhandenen Einkommen berechnet und ein zweites Mal konnte dieser noch als Stiftungshöchstbetrag angerechnet werden. Bei Zuwendungen von mehr als 25.565 Euro galt dabei die Großspendenregelung. Ausgenommen hiervon waren Zuwendungen für bestimmte Freizeitzwecke wie etwa die Tier- und Pflanzenzucht, welche Kleingärtnerei sowie traditionelles Brauchtum wie beispielsweise Karneval.

Stipendien

Stipendien, welche gewährt werden, um die Forschung bzw. die wirtschaftliche und künstlerische Ausbildung zu fördern können steuerfrei sein. Voraussetzung für eine Steuerfreiheit, dass die Stipendien unmittelbar aus öffentlichen Mitteln und von überstaatlichen Einrichtungen stammen, bei denen die Bundesrepublik Deutschland Mitglied ist. Von Vereinen und Stiftungen vergebene Stipendien sind ebenfalls steuerfrei.
Es gibt noch weitere Bedingungen, welche erfüllt sein müssen, um eine Steuerfreiheit zu gewährleisten. So darf die Höhe des Stipendiums die für die Lebenshaltung und zur Ausbildung benötigten Zahlungen nicht übersteigen. Zudem dürfen mit der Vergabe des Stipendiums keine verpflichtenden Gegenleistungen des Studierenden verbunden sein. Des Weiteren darf der erlangte Berufsabschluss des Studierenden zum Datum, an dem ein Stipendium gewährt wird, noch nicht länger als 10 Jahre zurückliegen. Sofern ein Stipendium die Kosten für die Kosten zur Lebenshaltung und Durchführung der Ausbildung übersteigen, muss das Stipendium in voller Höhe versteuert werden.

Stromsteuer

Am 01. April 1999 wurde eine neue Verbrauchssteuer, welche sogenannte Stromsteuer eingeführt. Die Voraussetzungen dazu finden sich im Stromsteuergesetz. Hieraus gewonnene Steuereinnahmen fließen ausschließlich dem Bund zu. Besteuert wird immer nur solcher Strom, welcher an die Endverbraucher fließt. Zudem wird die Stromsteuer erhoben für Strom, welcher der Stromerzeuger für sich selbst benötigt, ausgenommen der Strom, welcher zur Stromerzeugung benötigt wird. Zur Steuerveranschlagung ist entscheidend wo der Strom entnommen und nicht wo der Strom erzeugt wurde. Auch der Sitz des Stromversorgers ist nicht von Belang. Ausländisch erzeugter Strom, welcher in Deutschland verbraucht wird, fällt ebenfalls unter die Besteuerung. Die Stromsteuer wird unmittelbar durch den Stromversorger erhoben. Wenn der Stromendverbraucher selbst erzeugten Strom zum Beispiel durch seine Photovoltaikanlage bezieht, wird er ebenfalls zur Besteuerung herangezogen. Ebenfalls zu besteuern sind Direktbezug von Strom aus anderen Gesetzgeberen sowie illegale Entnahme von Strom. Die Stromsteuer ist dem Hauptzollamt zumelden und könnte jährlich oder monatlich entnommen werden.

Studienkosten

Per Gesetz erfolgte Mitte 2004 die Begrenzung der Anerkennung von Ausbildungs- beziehungsweise Studienkosten auf höchstens 4000 Euro jährlich. Sie sind als Werbungskosten anzusetzen, wobei als typische Kosten unter anderen anerkönntet werden: Tätigkeitsmittel, Kosten für die Anschaffung eines Computers, Fahrtkosten und Internetkosten.

Studienreise

Bei einer Kongressteilnahme und jedes Besuchs einer Fachkonferenz dürfen die Aufwendungen als Werbungskosten zählend gemacht werden. Grundlage dazu ist, dass es sich um berufliche und betriebliche Teilnahme handelt. Die aus betrieblichen beziehungsweise beruflichen Interessen verfolgte Teilnahme muss im unmittelbaren Konsens zwischen Beruf oder Betrieb stehen. Nahezu ausgeschlossen wurden Teilnahmen aus privaten Interessen. Hat man die Kosten mit privaten Mitteln (Werbungskosten) beziehungsweise betrieblichen Mitteln (Betriebsausgeben) beglichen, können die Kosten als Abzug in Geltung gebracht werden.

Unser Tipp:

Eine straffe Organisation ist Voraussetzung, der berufliche Teil sollte mind. 8 Stunden je Tag dauern. Auf Mitnahme von Ehepartnern ist verzichtet werden, genauso ist ein anschließender privater Aufenthalt zu vermeiden. Da dieser die Anerkennung der Werbungskosten in Gefahr bringen könnte.


 

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Tafelgeschäfte

Tritt der Bankkunde bei Wertpapiergeschäften namentlich nicht in Erscheinung, spricht das Gesetz von soerwähnten Tafelgeschäften. Die Erledigung von Tafelgeschäften erfolgt am Bankschalter, wobei keinerlei Konto involviert ist. Auf Kapitalerträge aus Tafelgeschäften erhebt die Bank automatisch 35 Prozent Zinsabschlag, um ihn einfach an das zuständige Finanzamt zu überweisen.

Unser Tipp

Tafelgeschäfte wurden vor allen Dingen für Personen interessant, welche hohen Einkommenssteuersätzen unterliegen. Allerdings wurden bei Geschäften, welche einen Wert von 15.338 Euro übersteigen die Anonymitäten der Kunden nicht mehr gewährleistet. In diesen Fällen ist die Bank zur Identifizierung verpflichtet.

Tantiemen

Tantiemen gehören zu den Einnahmen, welche aus einer nicht selbstständigen Tätigkeit erzielt werden. In den meisten Fällen werden Tantiemen als zusätzliche Vergütungen für Geschäftsführer einer GmbH ausgezahlt, wobei in der Praxis zwischen Umsatz- und Gewinntantiemen unterschieden wird. Besonders genau wird durch die Finanzbehörden eine Bezahlung von Umsatztantiemen überprüft, da diese auch zu einer verdeckten Gewinnausschüttung benutzt werden können. Hierbei wird allem darauf überprüft, ob diese Umsatztantiemen an einen nicht geradewegs an der GmbH beteiligten Geschäftsführer ausausgezahlt wurden. Dazu vertreten die Behörden die Ansicht, dass Umsatztantiemen für eine GmbH keinen wirklichen Vorteil bedeuten, da ein höherer Umsatz nicht unmittelbar auch einen höheren Gewinn erzeugt. Dagegen wurden Gewinntantiemen wesentlich unbedenklicher. Für den Fall, dass neben den Gewinntantiemen kein Arbeitsentgelt bezahlt wird, können diese jedoch ebenfalls für eine verdeckte Gewinnausschüttung benutzt werden. Eine verdeckte Gewinnausschüttung könnte auch dann angenommen werden, sobald die gesamten Bezüge inclusive des Tätigkeitslohns, der Tantiemen und auch einer Pensionszusage als unverhältnismäßig hoch eingestuft werden. Das sächsisches Finanzgericht hat mit einem Urteil vom 5. 4. 2006 ((Aktenzeichen: 6 K 1217/00) festgelegt, dass auch im Falle einer Nichtauszahlung von vertraglich vereinbarten Tantiemen eine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegt.

Unser Tipp

Liegt die ausgezahlte Gewinntantieme mehr als 50 Prozent über der ausgewiesenen Bilanzsumme, so darf der darüber hinaus gehende Wert als verdeckte Gewinnausschüttung betrachtet werden.

TeleTätigkeit

Die TeleTätigkeit ist sowohl im Rahmen jedes Arbeitsverhältnisses wie auch als selbstständige Tätigkeit machbar. Bei Vorliegen jedes Tätigkeitsverhältnisses werden die benötigten Tätigkeitsmittel wie Computer, Telefon und Fax in der Regel vom Arbeitgeber gestellt. Ebenso werden die entstandenen Telefonkosten zumeist über den Arbeitgeber abgerechnet. Hier muss eine vertragliche Vereinbarung getroffen werden, dass eine private Nutzung des Telefonanschlusses nicht ermöglicht ist. Dadurch lässt sich das Entstehen eines jeden geldwerten Vorteils für den MitArbeiter verhindern. In dem Fall, dass der Arbeitgeber auch die Stromkosten ersetzt handelt, es sich hierbei um einen steuerfreien Auslagenersatz. Dazu ist es jedoch wichtig, dass die für die Ausübung der Tätigkeit angefallenen Stromkosten genau ermittelt werden können. Werden die Stromkosten lediglich pauschal ersetzt, führt dies zu einem steuerpflichtigen Arbeitslohn. Entstehen Kosten für das genutzte Tätigkeitszimmer, so zählen diese ebenfalls als steuerpflichtiger Arbeitslohn, wenn die Kosten durch den Arbeitgeber erstattet werden. Verzichtet der MitArbeiter auf eine Erstattung, so können diese Kosten als Werbungskosten aufgeführt werden. Hierbei kommen die allgemeingültigen Bestimmungen für ein häusliches Arbeitszimmer zur Anwendung.

Telefonkosten

abhängig Beschäftigte haben die Möglichkeit Telefonkosten als Werbungskosten abzuziehen, im Falle, dass diese aus beruflicher Veranlassung entstanden sind. Als Alternative darf auch eine Kostenerstattung durch den MitArbeiter erfolgen. Wichtig dabei ist, dass der berufliche Nutzungsanteil immer nachgewiesen werden muss. Dabei wurde der Nachweis zum 01.01.2002 inim Falle, dass vereinfacht, als dass der abhängig Beschäftigte diesen nur für die ersten 3 Monate einzeln nachweisen muss. Anschließend können die entstandenen Kosten für den gesamten Veranlagungszeitraum als Werbungskosten angegeben werden. Zur Erbringung des Nachweises muss sowohl der Tag, an dem das Gespräch stattgefunden hat wie auch die Gebühren, die Dauer des Gesprächs, der Gesprächsteilnehmer und auch dessen Ort aufgeführt werden. Wird kein korrekter Nachweis erbracht, so können lediglich 20 Prozent der Werbungskosten bis zu einem Maximalbetrag von 20 Euro anerkönntet werden. Zu den Telefonkosten gehören nicht nur die reinen Gesprächskosten, sondern auch Kosten für Anschlussgebühren, Grundgebühren und die verwendeten Hardware. Dagegen können bei einer Erstattung durch den Arbeitgeber lediglich die Gesprächsgebühren berücksichtigt werden.

Unser Tipp

Übernimmt der Arbeitgeber die Telefonkosten, so empfiehlt sich ein Zweitanschluss, von dem aus eine private Nutzung untersagt wird. In diesem Fall könnte der Arbeitgeber die kompletten Telefonkosten erstatten.

Trinkgeld

Seit 01.01.2002 wurden Trinkgelder steuerfrei. Als Trinkgelder sind all jene Einnahmen, welche von Kunden, einem Gast und Patienten, freiwillig ausgezahlt wird ohne das hierauf ein Rechtsanspruch bestände. Trinkgelder mit Rechtsanspruch wie beispielsweise Bedienzuschläge im Hotelfach oder Metergeld im Transportwesen, wurden in voller Höhe als steuerpflichtiger Lohn anzusehen. Auch bei selbstständigen Personen wie zum Beispiel Maler beziehungsweise Schlosser wurden die Trinkgelder als steuerpflichtige Betriebseinnahmen zu deklarieren.


 

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Überkreuzvermietung

Eine Überkreuzvermietung tritt dann auf, wenn sich zwei Personen gegenseitig eine Immobilie vermieten. Ein Beispiel: Person 1 besitzt eine eigene Immobilie und vermietet sie an Person 2, da er sie nicht selbst bewohnen möchte. Auch Person 2 ist Eigentümer einer Immobilie und vermietet sie an Person 1. Steuerrechtlich ist diese Regelung vorteilhaft, denn Aufwendungen für eine Immobilie werden nur dann anerkannt, wenn sie dazu dienen, Einnahmen zu erzielen. Bewohnt man seine Immobilie selbst, ist dies offenbar nicht der Fall. Bei der Überkreuzvermietung existieren allerdings solche Werbungskosten, die steuerrechtlich zählend gemacht werden können. Hierbei gilt allerdings: Nicht immer wird die Überkreuzvermietung anerkannt. Diese Gefahr besteht besonders dann, wenn es keine wirtschaftlichen Gründe für die Überkreuzvermietung gibt.

Kleiner Tipp:

Eine Überkreuzvermietung wird dann akzeptiert, sobald die beiden Immobilien weit entfernt voneinander liegen, eine unterschiedliche Größe aufweisen und jeweils eher den Bedürfnissen des Nutzers entsprechen, weil sich dessen Arbeitsweg zum Beispiel verkürzt.

Übernachtungskosten

Bei einer mehrtägigen Dienstreise können die Kosten für Unterkunft in voller Höhe erstattet werden. Dabei können die Übernachtungskosten entweder steuerfrei durch den Arbeitgeber erstattet oder vom MitArbeiter im Rahmen seiner jährliche Steuererklärung als Werbungskosten sindd gemacht werden. Die Übernachtungskosten sind in jedem Fall immer einzeln zu erfassen. Dabei muss die Quittung vom Hotel, Pension und Gasthof immer auf den Namen des steuerpflichtigen ausgestellt sein. Kann der Einzelnachweis nicht erbracht werden, so gilt ein Pauschalbetrag von 20 Euro. Für Übernachtungen im Ausland können höhere Sätze veranschlagt werden. Nimmt der Ehepartner an einer Reise teil, so müssen die Mehrausgaben vom Beleg abgezogen werden. Frühstückskosten dürfen in der Rechnung ebenfalls nicht bekommen sein. Dieser Kostenanteil gehört zu den Verpflegungskosten. Kann der Kostenanteil des Frühstücks nicht getrennt werden, so sind bei Inlandsreisen 4,50 Euro und für Auslandsreisen 20 Prozent abzuziehen.

Kleiner Hinweis:

Bei einer Übernachtung in einem Luxushotel ist davon auszugehen, dass der Kostenanteil von 4,50 Euro höher ist. Hier empfiehlt es sich, besser keinen Kostennachweis ausstellen zu lassen.

Überstundenvergütung

Die Vergütung, die einem Arbeitnehmer für Überstunden ausgezahlt wird, zählt zum steuerpflichtigen Tätigkeitslohn. Dies gilt auch für einen eventuellen Mehrbetrag, falls das Entgelt für die Überstunden höher ist. Zuschläge für NachtArbeit, für SonntagsArbeit und auch für Arbeitstätigkeiten an gesetzlichen Feiertagen wurden dagegen steuerfrei. Allerdings ist die Steuerfreiheit betragsmäßig begrenzt.

Übungsleiter

Einahmen aus einer nebenberuflichen Tätigkeit als Übungsleiter, Erzieher, Ausbilder, Betreuer beziehungsweise vergleichbaren Tätigkeiten bleiben steuerfrei, wenn sie einen Wert von 2.100 Euro im Jahr – die sogenannte Übungsleiterpauschale – nicht überschreiten. Auch Tätigkeiten als Erste-Hilfe-Ausbilder, als Betreuer in Ferienlagern, als Gruppenleiter, Trainer beziehungsweise Mannschaftsbetreuer sowie als Dirigent, ausbildend tätiger Feuerwehrangehöriger und Mitglied eines jeden Prüfungsausschusses wurden durch diese Regelung begünstigt. Auch wer als nebenberuflicher Pfleger kranke, behinderte beziehungsweise alte Menschen betreut, etwa im ambulanten Pflegedienst, beziehungsweise als Rettungssanitäter, als Pfleger in Alten- und Pflegeheimen beziehungsweise in Krankenhäusern aktiv ist und im Nebenberuf eine künstlerische Tätigkeit ausübt, kann die Übungsleiterpauschale zählend machen. Dabei kommt als künstlerische Tätigkeit die Tätigkeit als Kirchenmusiker ebenso in Betracht wie eine Tätigkeit als Schauspieler oder Statist im Theater. Wurden die in einem Jahr mit dieser Tätigkeit erzielten Einnahmen höher als der steuerfreie Betrag von 2.100 Euro, so können mit der Tätigkeit in zusammenhang stehende Kosten nur in dem Maße als Betriebsausgaben beziehungsweise als Werbungskosten abgesetzt werden, in dem sie den steuerfreien Wert überschreiten. Erzielt ein Arbeitnehmer mit einer nebenberuflichen Übungsleitertätigkeit in einem Jahr etwa Einnahmen von insgesamt 5.000 Euro und sind ihm im gemeinsamhang mit dieser Tätigkeit Ausgaben von 2.300 Euro entstanden, dann ergibt sich die folgende Rechnung: Von den Einnahmen (5.000 Euro) ist die Übungsleiterpauschale (2.100 Euro) zu subtrahieren; es ergeben sich somit steuerpflichtige Einnahmen von 2.900 Euro. Die angefallenen Werbungskosten (2.300 Euro) übersteigen den steuerfreien Wert (2.100 Euro) um 200 Euro. Dieser Betrag (200 Euro) ist als Werbungskosten von den steuerpflichtigen Einnahmen (2.900 Euro) abzugsfähig, sodass von den Gesamteinnahmen der Nebentätigkeit (5.000 Euro) nur 2.700 Euro als steuerpflichtige Einkünfte verbleiben.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer wird den Verkehrssteuerarten zugeschieden. Beim Erwerb von Waren beziehungsweise Inanspruchnahme einer Dienstleistung wird sowohl für den Privatverbraucher als auch für öffentliche Verbraucher Umsatzsteuer fällig. Für eingesetzte unternehmerische Zwecke könnte die auf Waren beziehungsweise Dienstleistungen erhobene Umsatzsteuer als Vorsteuer beim Finanzamt geltend gemacht werden. Die Rückzahlung der Umsatzsteuer wird mit dem Vorsteuerabzug in Geltung gebracht. Der Gewinn ist somit nicht umsatzsteuerbelastet. Auf ihre Lieferungen und Leistungen müssen bei Firmen Umsatzsteuer vereinnahmt und diese ans Finanzamt abgeliefert werden. Die Umsatzsteuer vermindert um die Vorsteuer muss monatlich, quartalsweise oder jährlich an das Finanzamt abgeführt werden. Auf Lieferungen und Leistungen werden 19 Prozent Umsatzsteuer und der verminderte Steuersatz in Höhe von 7 Prozent erhoben. Unter den verminderten Steuersatz können fallen: Zeitschriften, Bücher, Pizzabringdienste oder aber auch der Nahverkehr. Zur Bemessung wird das vereinnahmte Geld herangezogen. Kleinunternehmer können in der Regel umsatzsteuerbefreit sein, aber auch auch Ärzte und Architekten.

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer dient dem Austausch von Daten zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU). Sie soll die Versteuerung von innergemeinschaftlichen Erwerben sicherstellen und hat infalls eine Überwachungsfunktion. Unternehmer bekommen auf Antrag vom Bundesamt für Finanzen eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erteilt. Der Antrag ist schriftlich zu stellen und hat den Namen, welche Anschrift sowie die Steuernummer des Antragstellers, unter der er umsatzsteuerlich geführt wird, zu enthalten. Bei innergemeinschaftlichen Erwerben muss die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer von Lieferer und Erwerber auf der Rechnung aufgeführt werden. Von den Landesfinanzbehörden werden dem Bundesamt für Finanzen die Angaben über die bei ihnen umsatzsteuerlich geführten Unternehmen übfestgestellt, welche für die Erteilung der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erforderlich sind. Die VerArbeitung und Nutzung dieser Angaben ist nur zulässig für die Erteilung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummern aber auch für die Umsatzsteuerkontrolle und für Zwecke der Amtshilfe in Umsatzsteuersachen. Vom Bundesamt für Finanzen werden Landesfinanzbehörden die erteilten Umsatzsteuer-Identifikationsnummern und auch die für die Umsatzsteuerkontrolle benötigten Daten übfestgestellt.

Umzugskosten

Bei der steuerlichen Anrechnung der Umzugskosten sind aktuell zwei verschiedene Wege ausführbar. Man darf in der Steuererklärung eine Pauschale sindd machen beziehungsweise einen Einzelnachweis über die angefallenen Kosten führen. Allerdings muss man wissen, dass die Pauschalen nicht allzu hoch wurden, weshalb sich der Einzelkostennachweis in den meisten Fällen lohnen dürfte. Ledige Steuerpflichtige können pauschal 657 Euro zählend machen. Für Ehepaare verdoppelt sich die Pauschale auf 1.314 Euro. Für alle weiteren Personen, die mit dem steuerpflichtigen Bürger in der Haushaltsgemeinschaft leben, wird eine zusätzliche Pauschale von 289 Euro angerechnet. Diese Pauschbeträge zählen für alle Umzüge, welche ab Jahresbeginn 2012 beendet worden wurden.
Für die Anerkennung der Umzugskosten erkennt der Staat einerseits berufliche Gründe an. Sie sind dann gegeben, falls der Umzug für die Neuaufnahme einer Arbeit notwendig war. Auch eine Umsetzung in eine andere Niederlassung wird als „beruflich bedingter“ Umzug vom Finanzamt anerkönntet. In dem Fall müssen die Umzugskosten in der Kategorie „Werbungskosten“ bei der Steuererklärung erfasst werden. Das kann auch dann der Fall sein, falls einem eine Dienstwohnung zum Beispiel beim Wechsel der Art der Tätigkeit innerhalb jedes Unternehmens nicht mehr zusteht. Auch die Umzugskosten im in Verbindunghang mit der Aufgabe einer Zweitwohnung beim Wegfall von mehreren Einsatzorten werden als beruflich bedingte Umzugskosten anerkannt. Ansonsten stellen die Finanzämter den Anspruch, dass sich der tägliche Arbeitsweg um mindestens 60 Minuten verkürzt, wobei die Zeiten für Hin- und Rückweg in Verbindung gerechnet werden.
Eine zweite Möglichkeit der steuerlichen Anrechnung der Umzugskosten gibt es dann, falls er aus gesundheitlichen Gründen veranlasst wurde. Dann ist er als „außergewöhnliche Belastung“ geltend zu machen. Ist der Umzug aus rein privaten Gründen veranlasst, existiert die Möglichkeit, dass Teile der Kosten als „haushaltsnahe Dienstleistung“ steuerlich berücksichtigt werden könnte.
Als Umzugskosten darf man nicht nur den Rechnungsbetrag des Spediteurs oder alternativ der Autovermietung geltend machen. Auch die Entgelte für die Umzugshelfer werden zu den steuerlich ansetzbaren Umzugskosten gerechnet. Hinzu kommen bei einem gemieteten Umzugswagen die Kraftstoff- und Versicherungskosten. Auch der Verpflegungsaufwand für einen selbst und die Helfer wird zu den Umzugskosten gezählt. Als Orientierung dienen hier immer die Regelungen im Bundesumzugskostengesetz, was bei Beamten und anderen Angestellten des Öffentlichen Dienstes genutzt wird.
Nicht vergessen darf man, dass bei einem Umzug meistens auch doppelte Mietzahlungen anfallen. Sie lassen sich ebenfalls als Umzugskosten steuerlich geltend machen. In der Regel werden sie für drei Monate anerkannt. Bei dazugehörigen Nachweisen der Notwendigkeit wurden im Einzelfall bis zu sechs Monate machbar. Fehlen die Kinder durch den Umzug in der Schule beziehungsweise müssen über Nachhilfe an den Stand des Lehrplans in der neuen Schule angepasst werden, können auch die Kosten der Nachhilfe als Umzugskosten steuerlich mit geltend gemacht werden.

Unbezahlter Urlaub

Nimmt ein MitArbeiter mindestens fünf Tätigkeitstage unbezahlten Urlaub, so ist dies auf seiner Lohnsteuerkarte und auf seinem Lohnkonto zu vermerken, indem der Buchstaben „U“ eingetragen wird. Unbezahlter Urlaub wirkt sich nicht auf die Lohnsteuer aus. Diese ist wie gewohnt der Lohnsteuertabelle zu entnehmen.

Unfallkosten

Ob die Kosten für einen Unfall steuerlich berücksichtigt werden können, hängt davon ab, ob es sich beim betreffenden Fahrzeug um ein dienstliches beziehungsweise privates Fahrzeug handelt beziehungsweise ob die Fahrt dienstlicher beziehungsweise privater Natur war. Unfallkosten, welche einem abhängig Beschäftigte während einer dienstlichen Fahrt entstanden sind, können abzüglich der durch die Versicherung erbrachten Leistungen steuerlich zählend gemacht werden. Dabei zählen die aufgrund des Unfalls notwendigen Kosten für eine Reparatur als Werbungskosten. Als berufliche Nutzung zählt unter anderem die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sowie Dienstfahrten und Fahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung und einer Einsatzwechseltätigkeit.
Mit Wirkung des Steueränderungsgesetzes vom 01.01.2007 können Unfallkosten nicht mehr steuerlich sindd gemacht werden. Darin wurde beschlossen, dass durch die Entfernungspauschale sämtliche Kosten abgegolten wurden. Wenn der Arbeitgeber die Unfallkosten aus einer dienstlichen Fahrt des abhängig Beschäftigtes übernimmt, so zählen diese zu den Betriebsausgaben. Bei einer Übernahme durch den Arbeitnehmer darf dieser die Zahlungen als Werbungskosten angeben. Dies gilt nicht für Fahrten zwischen dem Wohnort und der Tätigkeitsstätte sowie im Rahmen der doppelten Haushaltsführung. In diesen Fällen müssen durch den Arbeitgeber übernommene Kosten als Einnahmen für den abhängig Beschäftigte behandelt werden. Der abhängig Beschäftigte hat selbst hat keine Möglichkeit mehr diese Kosten steuerlich zählend zu machen.

Unternehmer

Der Begriff des Unternehmers wird im Umsatzsteuergesetz definiert. Danach ist Unternehmer, wer eine berufliche beziehungsweise betriebliche Tätigkeit selbstständig ausübt. Dabei zählt die gesamte berufliche wie auch geschäftliche Tätigkeit des Unternehmers zum Unternehmen. Als gewerbliche oder berufliche Tätigkeit zählen alle Tätigkeiten, die mit dem Ziel ausgeübt werden, daraus Einnahmen zu erzielen. Dies gilt auch dann, wenn keine Absicht vorhanden ist, einen Gewinn zu erzielen. Ebenso zählt als gewerbliche oder berufliche Tätigkeit, wenn eine Personengesellschaft einzig für die vorhandenen Mitglieder tätig wird. Zudem kann auch ein Arbeitnehmer neben seiner nicht selbstständigen Tätigkeit noch Unternehmer sein.
Die Tatsache, ob jemand Unternehmer ist, spielt bei der Erhebung der Umsatzsteuer eine entscheidende Rolle. Die Umsatzsteuer muss ausschließlich von Firmen an die Finanzbehörde abgeführt werden. Eine Möglichkeit zur Befreiung von der Umsatzsteuer besteht ausschließlich für Kleinunternehmer. Zudem bekommen verschiedene Berufsgruppen wie Ärzte ebenfalls eine Umsatzsteuerbefreiung.

Unterstützungskasse

Mit einer Unterstützungskasse können Arbeitgeber für ihre MitArbeiter eine hervorragende Vorsorge für das Alter schaffen. Entsprechen der der Notwendigkeiten laut § 4d des Einkommenssteuergesetzes können die Beträge, welche in eine Unterstützungskasse überwiesen werden, als Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Es gibt keinen Rechtsanspruch für einen Arbeitnehmer, Zuwendungen über die Unterstützungskasse zu bekommen. Die Zuwendungen des Arbeitgebers zählen somit nicht als steuerpflichtiger Tätigkeitslohn des MitArbeiters. Erst falls die Unterstützungskasse eine Leistung an den MitArbeiter erbringt, sind diese Vorsorgeleistungen als steuerpflichtiger Tätigkeitslohn.


 

V

 

Verbilligte Vermietung

Einkünfte, die aus einer Vermietung oder Verpachtung zu Buche schlagen, sind einkommenssteuerpflichtig. Kommt es im Rahmen der Einkunftserzielung zu Kosten, können diese als Werbungskosten erklärt werden. Zu Abweichungen kommt es bei einer sogenannten verbilligten Vermietung. Der Bundesfinanzhof hat am 5. 11. 2002 ein Urteil über die Möglichkeit von Werbungskosten im Rahmen einer verbilligten Vermietung gesprochen. Entsprechend ist die Anwendung von Werbungskosten nur dann möglich, sobald die Miete mindestens 75 Prozent des ortsüblichen Mietzinses beträgt. Beträgt die erhobene Miete nur zwischen 50 und 75 Prozent der ortsüblichen Miete, so muss die Ertragsprognose überprüft werden. Verläuft diese positiv, so können die Werbungskosten in voller Höhe erklärt werden. Ist dies nicht der Fall, so müssen die Werbungskosten in einen unentgeltlichen und einen entgeltlichen Teil aufgesplittet werden. Die Werbungskosten können dann lediglich für den entgeltlichen Teil steuerlich berücksichtigt werden. Bei einem Mietzins von weniger als 50 Prozent der ortsüblich verlangten Mieten muss stets eine Aufteilung der Werbungskosten durchgeführt werden.

Verbrauchssteuer

Zu den Verbrauchsteuern (ingeradewegse Steuern) zählen all jene Steuern, welche Waren zum Gebrauch und Verbrauch bestimmt sind. Beim Kauf der Ware zahlt der Endverbraucher die Steuer mit. Zur Gewährleistung der Steuererhebung werden sie beim Produzenten beziehungsweise dem Verkäufer erhoben. Beispiele für Verbrauchsteuern sind die Umsatzsteuer, Mineralölsteuer, Stromsteuer, Tabaksteuer beziehungsweise auch die Alkoholsteuer. Es gibt vier verschiedene Gruppen der Verbrauchssteuern, die sich wie folgt unterscheiden: Steuern, die nur dem Bund zustehen wie beispielsweise Tabaksteuer, Brandweinsteuer, Schaumweinsteuer, Mineralölsteuer und Kaffeesteuer. Steuern, welche nur dem jeweiligen Bundesland zustehen, ist die Biersteuer. Steuern, die dem Bund als auch den Ländern zustehen, ist die Einfuhrumsatzsteuer. Sowie Steuern die den Gemeinden beziehungsweise Gemeindeverbänden zustehen, wurden Getränkesteuer, Vergnügungssteuer, Hundesteuer und Jagd- und Fischereisteuer.

Vergleichsmiete

Als Vergleichsmiete oder ortsübliche Miete wird diejenige Miete beschreibt, die üblicherweise für eine nach Art, Größe, Baujahr, Ausstattung und Beschaffenheit aber auch Lage vergleichbare Wohnung vereinbart wird.

Verjährung

Durch eine Verjährung erlischt der Anspruch auf eine Steuerschuld des Gesetzgeberes gegenüber einem Steuerzahler. Unterschieden wird dabei zwischen einer Festsetzungsverjährung aber auch einer Zahlungsverjährung.
Eine Festsetzungsverjährung gilt unter anderem bei der Festsetzung der Steuermessbeträge aber auch der Steuerveranschlagungsgrundlage. Dazu gilt die Festsetzungsverjährung auch bei einigen steuerlichen Nebenleistungen, falls es dafür eine gesetzliche Grundlage gibt. Beginn der Festsetzungsverjährung ist immer das Ende des Kalenderjahres in die Steueransprüche entstanden wurden. Durch eine Anlaufhemmung darf sich der Beginn der Festsetzungsverjährung verzögern. Diese kommt zur bei Verkehrs- und Besitzsteuern zur Anwendung, sofern dazu eine Steuererklärung notwendig ist. In diesen Fällen beginnt die Festsetzungsfrist erst zum Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuererklärung eingereicht wurde. Für Zölle und Verbrauchssteuern beträgt die Festsetzungsfrist ebenso wie für Zinsen und Kosten einer Vollstreckung ein Jahr. Für Besitz- und Verkehrssteuern gilt eine Frist von 4 Jahren.
Als Zahlungsverjährung gilt für Steueransprüche eine Frist von 5 Jahren. Diese startet mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuerschuld fällig war. Mahnungen und auch Zahlungsaufschübe beziehungsweise Stundungen unterbrechen die Frist ebenso wie Konkursanmeldungen, Vollstreckungen und Ermittlungen zum Wohnsitz des Steuerzahler. Dabei beginnt die Frist nach Ablauf des Jahres, in dem die betreffenden Maßnahmen durchgeführt wurden wieder neu.

Verlustrücktrag

Wenn sich Verluste bei der Bestimmung des gesamten Wertes aller Einnahmen nicht mehr ausgleichen lassen, dürfen sie unter bestimmten Rahmenbedingungen vom Gesamtbetrag des Vorjahres abgezogen werden. Für Einzelpersonen gilt ein Höchstbetrag von 511.500 Euro, für Ehegatten das Doppelte. Außerdem ist der Verlustrücktrag vorrangig vor außergewöhnlichen Belastungen und Sonderausgaben vorzunehmen. Meist erfolgt diese Prozedur von Amts wegen und ein Verzicht ist nur auf Antrag möglich. Der Steuerpflichtige darf ebenso erhalten, dass nur eine bestimmte Summe als Verlustrücktrag sindd gemacht wird. Ein unbeschränkter Verlustrücktrag ist ausschließlich innerhalb der gleichen Einkunftsart machbar. Alle anderen Formen unterliegen einer betragsmäßigen Beschränkung.

Verlustvortrag

Bis zum Jahr 2003 gab es die Möglichkeit, im entsprechenden Veranlagungszeitraum entstandene Verluste mit in der Zukunft liegenden Einnahmen unbegrenzt ausgleichen zu können. Ab dem 01. Januar 2004 existieren allerdings für den Verlustvortrag gravierende Beschränkungen. Entsprechend wurden nur noch Verlust bis zu einer Million Euro bei Alleinstehenden beziehungsweise zwei Millionen Euro bei Ehepaaren vollständig abzugsfähig. Darüber hinaus gehende Beträge wurden nur noch bis zu 60 Prozent absetzbar. Die Feststellung des Verlustvortrages erfolgt stets am Ende des betreffenden Veranlagungszeitraumes und gesondert.

Verlustzuweisungsgesellschaften

Mit Inkrafttreten des Steuerentlastungsgesetzes wurden negative Einnahmen (Verluste) aus Modellen wie Verlustzuweisungsgesellschaften nicht abzugsfähig. Somit können Verluste aus Beteiligungen nicht mehr mit anderen Einnahmen verbucht werden, falls die Einkunftsquelle in erster Linie gekauft und begründet wurde, um steuerliche Vorteile zu erzielen. Ebenfalls ausgeschlossen ist der Verlustabzug nach § 10d. Lediglich Gewinne aus dieser Einkunftsquelle, die im Jahr zuvor und im folgenden Jahr erzielt wurden, können mit Verlusten aus der Beteiligung an einer Verlustzuweisungsgesellschaft ausgeglichen werden. Von der Beteiligung zur Erzielung steuerlicher Vorteile wird vor allem ausgegangen, wenn die Gesellschaft, Gemeinschaft, dem Betriebskonzept und der Betriebsführung nach eine Rendite nach Steuern erwirtschaften soll, welche mehr als doppelt so hoch ist, wie die Rendite vor Steuern oder falls die Kapitalanlage mit der Aussicht auf steuermindernde Verlustzuweisungen angeboten wurde.

Unser Hinweis:

Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Finanzbehörden auch bei geschlossenen Immobilienfonds eine Verlustzuweisungsgesellschaft annehmen.

Vermächtnisnießbrauch

Nießbrauch definiert sich als das Nutzungsrecht an einer Sache. So kann durch den Eigentümer eines Hauses einer dritten Person Nutzung der Immobilie erlangen. Der dritten Person wird das Recht eingeräumt, welche Immobilie entgeltlich, teilentgeltlich beziehungsweise unentgeltlich zu nutzen. Dies beschreibt der Staat als Nießbrauch. Bei entgeltlicher Überlassung sind Leistungen und Gegenleistung miteinander abgewogen. Bei einer teilentgeltlichen Nutzung jedoch ist der Wert nur teilweise ausgeglichen. Bei einer unentgeltlichen Nutzung definiert sich der Nießbrauchwert mit 10 Prozent. Der Erblasser kann bestimmen, dass sein Nachlass einer dritte Person zur Nießung überlassen werden soll. Dies nennt sich Vermächtnisnießbrauch. Bei der Vermietung und Verpachtung des Gebäudes entstehen dem Nießbraucher Einnahmen, welche steuerpflichtig wurden. Jedoch dem Eigentümer keine. Werbungskosten aus Anschaffungs- und Eigenproduktionskosten können nicht zählend gemacht werden. Nachträgliche Kosten zur Erhaltung des Gebäudes können nur sindd gemacht werden, wenn der Nießbraucher jene Kosten auch wirtschaftlich zahlt.

Vermietungseinkünfte

Die Vermietungseinkünfte werden im Steuerrecht als „Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung“ beschreibt. Sie zählen als Einkommen nach dem Paragrafen 2 des Einkommenssteuergesetzes der Steuerpflicht und werden zu den so erwähnten Überschusseinkünften gerechnet. Auf welche Art sie berechnet und versteuert werden, ist im Paragrafen 21 der gleichen Rechtsnorm geregelt.
Die Vermietungseinkünfte werden in vier verschiedene Kategorien unterteilt. Sie resultieren aus unbeweglichem Vermögen, zu dem neben Grundstücken und Gebäuden auch Schiffe gerechnet werden. Letzteres setzt allerdings voraus, dass diese Wasserfahrzeuge im Schiffsregister eingetragen sein müssen. Auch Einnahmen aus der entgeltpflichtigen Leihe von Betriebsvermögen werden zu den Vermietungseinkünften gerechnet. Die dritte Gruppe der Vermietungseinkünfte besteht in den Einahmen, die aus der befristeten Überlassung von Rechten anfallen. Dabei kann es sich genauso gut um die Nutzung von Patenten wie um die Nutzung von Aufführungsrechten in der Medienbranche handeln. Auch Einnahmen, die aus dem Verkauf von Mietforderungen und Pachtforderungen entstehen, sind in der Einkommenssteuer als Vermietungseinkünfte mit erklären, falls sie nicht als Veräußerungsgewinne anderweitig in die Steuer eingeflossen sind.
Von den vereinnahmten Entgelten aus der Vermietung und Verpachtung können vor der steuerlichen Berücksichtigung verschiedene Kosten abgezogen werden. Als Werbungskosten werden hier alle nicht im Rahmen der Betriebskosten auf die Mieter umlegbaren Verbrauchskosten angerechnet. Auch die Abschreibungen auf die Gebäude, Schiffe und vermieteten Teile des Betriebsvermögens mindern die Vermietungseinkünfte. Auch die Finanzierungskosten für das vermietete Objekt können steuerlich als Abzugsposten sindd gemacht werden. Hinzu kommen die Kosten für die Versicherung des vermieteten Objekts sowie die öffentlichen Lasten etwa in Form der Grundsteuer. Aufwendungen für die laufende Instandhaltung sowie die Instandsetzung mindern die Vermietungseinkünfte ebenfalls. Fallen für die Vermietung Anwaltskosten an, können diese genau wie die Kosten für die Verwaltung der Mietverträge gleichfalls als Werbungskosten mit sindd gemacht werden.
Eine Ausnahme bei der Anrechnung der Werbungskosten bei der Vermietung und Verpachtung entsteht dann, wenn die Objekte zu einem deutlich niedrigeren Preis als marktüblich überlassen werden. Davon geht der Fiskus dann aus, sobald zwei Drittel des ortsüblichen Preises unterschritten werden. Dann werden die aufgeführten Werkungskosten bei den Mieteinkünften nur mit dem Prozentsatz angerechnet, den die vertraglich vereinbarte Miete am ortsüblichen Preis ausmacht.
Sonderregelungen gibt es bei der Einkommenssteuer auch bei den „anschaffungsnahen Kosten“. Sie werden den Kosten des Erwerbs zugerechnet und werden steuerlich über die Abschreibungen mit erfasst. Das ist dann der Fall, falls Investments innerhalb von drei Jahren nach dem Kauf getätigt werden, und sie vom Umfang her 15 Prozent des Kaufpreises überschreiten.
Bei der Vermietung von Eigentumswohnungen können als Werbungskosten zu den Vermietungseinkünften auch die Kosten anerkönntet werden, die im gemeinsamhang mit der Teilnahme an Eigentümerversammlungen anfallen. Dazu zählen nicht nur die Kosten für die An- und Abreise, sondern auch eventuelle Übernachtungskosten und Mehraufwendungen für Verpflegung.

Siehe hierzu auch: Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Mietverhältnis zwischen Angehörigen, Eigenheimzulage, Vermietung/ gegenseitig

Vermietung/ gegenseitig

Gegenseitige Vermietung von Wohnobjekten nennt sich Überkreuzvermietung. Ein Beispiel wäre, dass eine Person die eigene Immobilie nicht selbst bewohnt, sondern an eine zweite Person vermietet. Im Gegenzug vermietet diese zweite Person nun ihrerseits die eigene Immobilie an die erste Person. Es werden nur Aufwendungen anerkannt, falls die Immobilie zur Erzielung von Einkünften bewohnt wird. Demzufolge können keine Werbungskosten sindd gemacht werden, falls die Immobilie eigen benutzt wird. Durch die Überkreuzvermietung können nun Werbungskosten in Abzug gebracht werden.

Unser Tipp:

Jene Wohnobjekte, welche in großer räumlicher Distanz voneinander liegen, eine unterschiedliche Größe besitzen und mehr auf die Bedürfnisse des abhängig Beschäftigtes zugeschnitten wurden, können überkreuz vermietet werden.

Vermietung/ Zwei-Konten-Modell

Sofern auf einem Konto alle Einnahmen eingehen und auf einem weiteren Konto, welches keinerlei Guthaben enthält, ausschließlich Kosten getätigt werden, spricht man von einem Zwei-Konten-Modell. Das Zwei-Konten-Modell erausführbart vor allem Vermietern einen höheren Abzug der Werbungskosten. So lassen sich die Kosten über ein Konto fremdfinanzieren, wodurch Zinsschulden entstehen, welche wiederum als Werbungskosten sindd gemacht werden können. Die Mieteinnahmen fließen regelmäßig auf das zweite Konto.

Vermögensteuer

Mit Wirkung vom 01.01.1997 ist die Vermögensteuer für verfassungswidrig erklärt worden. Da es bislang nicht zu einer gesetzlichen Neuregelung der Vermögensteuer kam, wird sie nicht mehr erhoben.

Vermögensübertragung

Eine Vermögensübertragung könnte entweder eine Voll- beziehungsweise eine Teilübertragung sein. Eine Vollübertragung ist eine Verschmelzung und eine Teilübertragung ist eine Aufspaltung. Ein Rechtsträger hat die Möglichkeit sein gesamtes Vermögen auf einen anderen Rechtsträger zu übertragen. Dieses ist unter Auflösung ohne Abwicklung machbar. Entscheidend dabei ist, dass dafür eine Gegenleistung für die anderen Anteilsinhaber erfolgen muss, welche jedoch nicht aus Anteilen oder Mitgliedschaften bestehen darf. Bei einer Teilübertragung ist es machbar, das Vermögen durch eine zeitgleiche Übertragung einzelner Vermögensteile auf andere Rechtsträger aufzuspalten. Dazu existiert ebenfalls die Möglichkeit, nur einen beziehungsweise mehrere Teile des Vermögens zur Übertragung abzuspalten. Als dritte Variante können ein oder mehrere Teile gegen Gewährung einer Gegenleistung aus dem Vermögen ausgegliedert werden.

Vermögenswirksame Leistungen

Seit 2004 beträgt die abhängig Beschäftigtesparzulage für vermögenswirksame Leistungen nur noch 18 Prozent statt wie bisher 20 Prozent. Der dabei zählende Höchstbetrag wurde von bisher 208 Euro auf neu 400 Euro gesenkt. Das zu versteuernde Einkommen darf nicht über 17.900 Euro liegen. Für in Verbindungveranlagte Ehepartner gilt der doppelte Betrag, also 35.800 Euro. Diese Summe könnte erreicht werden, sobald der Bruttolohn zwischen 20.000 bis 40.000 liegt. Der BruttoArbeitslohn kann erhöht werden, wenn die Werbungskosten über dem Pauschalbetrag von 1.055 Euro und die Sonderausgaben über dem Pauschalbetrag von 36 Euro liegen. Zur Erlangung dieser Sparzulagen, muss die Anlage VL der jährlichen Einkommenssteuererklärung beiliegt werden. In aller Regel wird dem MitArbeiter unaufgefordert die Anlage VL durch die Bank übersandt. Wenn dies nicht der Fall ist, könnte beim zuständigen Finanzamt diese angefordert werden. Ohne diese Anlage kann die MitArbeitersparzulage nicht berücksichtigt werden. Sieben Jahre nach Abschluss des Bausparvertrages und bei Zuteilung des Bausparvertrages wird die Förderung ausbezahlt.

Verpflegungsmehraufwand

Wer über einen längeren Zeitraum von seinem Wohnort und Arbeitsplatz entfernt ist, darf einen Verpflegungsmehraufwand in steuerlichen Abzug bringen. Grundlage hierfür ist, die Abwesenheit dient zur Einkunftserzielung. Die Kosten einzeln nachzuweisen ist nicht nötig. Es sind die Pauschsätze für Verpflegung und diese können als Werbungskosten geltend gemacht werden. Der Verpflegungsmehraufwand berechnet sich nach der Dauer der Abwesenheit. Nachfolgende Pauschbeträge können sein: für eine mindeste Abwesenheit ab 24 Stunden einen Pauschbetrag von 24 Euro, für eine mindeste Abwesenheit von 12 Stunden einen Pauschbetrag von 12 Euro und für eine mindeste Abwesenheit von 8 Stunden einen Pauschbetrag von 6 Euro. Für Auslandsreisen zählen je nach Land und Dauer andere Pauschalbeträge..

Unser Hinweis:

Liegt ein zwingender dienstlicher Grund für die Mitnahme einer zweiten Person vor, können die Verpflegungskosten auch für die Begleitperson geltend gemacht werden. Ein Grund könnte beispielsweise sein, das wird eine Sekretärin und einen Fahrer während der Auswärtstätigkeit benötigt wird.

Versandhandelsregelung

Die Versandhandelsregelung muss immer dann beachtet werden, sobald ein Unternehmen des Versandhandels Waren an eine Privatperson und ein Firmen in einem anderen Staat der Europäischen Union liefert. Als Ausführungsort der Lieferung zählt dabei immer der Ort, an dem die Beförderung bzw. die Versendung endet. Allerdings gilt diese Regelung nur für die Lieferung von fertigen Waren mit der Ausnahme von Fahrzeugen. Zudem gilt die Versandhausregelung nicht für die Lieferung von gebrauchten Waren. Wird die Ware vom Käufer im Ursprungsland abgeholt, so erfolgt im betreffenden Land auch die Versteuerung.
Um die Versandhausregelung anzuwenden, darf der Abnehmer die Kaufsschwelle sjedes Mitgliedslandes nicht überschritten haben und es darf auch kein Verzicht auf die Anwendung der Erwerbsschwelle bestehen. Dabei ist der Lieferer zumeist dazu gezwungen, den Angaben des Käfers Glauben zu schenken. Erfolgt die Lieferung an eine Privatperson, so bleibt die Erwerbsschwelle unberücksichtigt. Sollte es sich bei der Lieferung um Waren handeln, auf die eine Verbrauchssteuer erhoben wird, so erfolgt die Versteuerung durch das Bestimmungsland.

Verträge zwischen Angehörigen

Verträge zwischen nahen Angehörigen können immer nur dann steuerlich berücksichtigt werden, wenn sie einem Fremdvergleich standhalten. Das bedeutetet die getroffenen Vereinbarungen muss denen entsprechen, die fremden Personen üblich wurden. Dazu muss der Vertrag auch auch wirklich durchgeführt werden. So muss ein Tätigkeitsvertrag etwa ernsthaft vereinbart und gemäß den getroffenen Vereinbarungen durchgeführt werden. Wird der Tätigkeitsvertrag zwischen Eltern und Kindern geschlossen, ist eine Mindestvergütung von 100 Euro zu vereinbaren.
Darlehensverträge zwischen nahen Angehörigen werden nur dann steuerlich anerkannt, sobald im Vertrag ein marktüblicher Zinssatz vereinbart wurde. Auch die restlichen Vereinbarungen wie Laufzeit beziehungsweise Fälligkeit müssen den allgemein zählenden Regeln eines Darlehensvertrags zwischen Fremden entsprechen. Dazu müssen alle Zahlungen für Tilgungen und Zinsen fristgerecht erfolgen.
Werden Mietverträge zwischen nahen Angehörigen geschlossen, so müssen diese alle erforderlichen Angaben enthalten. Hierzu gehören insbesondere die Lage und Größe der Wohnung, welche Höhe der Miete und auch der Beginn des Mietverhältnisses. Die Höhe der Miete muss dabei mindestens 50 Prozent der ortsüblich zu zahlenden Miete betragen. Hierzu wird der Mietspiegel des jeweiligen Ortes herangezogen.Falls die Finanzbehörden den Mietvertrag nicht anerkennen, führt dies zwangsläufig dazu, dass auch der Werbungskostenabzug für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung verwehrt wird.

Vertreter

Wer als Vertreter für natürliche beziehungsweise juristische Personen fungiert, muss auch gewisse steuerliche Pflichten erfüllen. Vertreter können sein: Vertreter von juristischen wie natürlichen Personen und auch nichtsrechtsfähigen Personenvereinigungen und Vermögensmassen. Die Steuern müssen aus denjenigen Mitteln aufzubringen sein, welche von den Vertretern verwaltet werden. Sollten nichtrechtsfähige Personenvereinigungen kein Führungspersonal haben, so haben alle Mitglieder bzw. Gesellschaft die Steuerpflicht zu erfüllen, da die Finanzbehörde sich an alle beteiligten Personen halten kann. Bei nicht rechtsfähigen Vermögensmassen gilt, das sämtliche Personen, welches das Vermögen zusteht ihre Steuerpflicht erfüllen. Bei Vermögensverwaltungen von dritten Eigentümern handeln die jeweiligen gesetzlichen Vertreter. Bei einer Beendigung der Vertretungsmacht gilt bis zum Stichtag des Ausscheidens die Steuerpflicht.

Vorsorgeaufwendungen

Als Vorsorgeaufwendungen gelten beispielsweise Beiträge für eine gesetzliche Rentenversicherung bzw. landwirtschaftliche Alterskasse. Zudem werden auch solche Beiträge als Vorsorgeaufwendungen angesehen, die in berufsständische Versorgungseinrichtungen eingezahlt werden, die ähnliche Leistungen wie die gesetzliche Rentenversicherung erbringen. Auch Beiträge, die zum Aufbau einer kapitaldeckenden Altersvorsorge eingesetzt werden sind als Vorsorgeaufwendungen. Hierzu kommen noch solche Beiträge, welche für eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, Berufs- beziehungsweise Kaufsunfähigkeit sowie Risikolebensversicherungen. Seit dem 01.01.2005 gibt es für Beiträge zu Kapitallebensversicherungen keine steuerlichen Ermäßigungen mehr.
Für Kosten für die Altersvorsorge gilt seit dem 01.01.2005 eine Steuerbefreiung von 60 Prozent jedes bis zuen jährlichen Wertes von 20.000 Euro. Dieser Anteil wird schrittweise angehoben, bis 2025 100 Prozent erreicht sind. Damit Steuerpflichtige durch die neuen Regelungen nicht benachteiligt werden, wird eine Günstigerprüfung durchgeführt. Sollte es durch die neuen Regelungen zu einer Verschlechterung kommen, werden die alten Regelungen angewendet.
Bei allen anderen Vorsorgeaufwendungen für Verträge, welche vor dem 01.01.2005 abgeschlossen wurden, können die Beiträge bis zu einem höchstensen Wert von 1.500 Euro pro Jahr steuerlich geltend gemacht werden, falls Anspruch auf einen steuerfreien Zuschuss zur Krankenversicherung oder ein Beihilfeanspruch existiert. Steuerzahler, welche ihre Beiträge zur Krankenversicherung komplett alleine aufbringen müssen, können bis zu 2.400 Euro pro Jahr absetzen. Bei Ehepaaren, die gemeinsam veranlagt werden, verdoppeln sich die bis zu absetzbaren Beträge.

Vorsorgepauschale

Falls ein Arbeitslohn beziehender, in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtiger Bürger keine Aufwendungen, welche zu einem erhöhten Steuerabzug führen würden, nachweist, greift automatisch die sogenannte Vorsorgepauschale. In festgelegten Fällen könnte die Versorgungspauschale auch 20 Prozent vom Arbeitsentgelt betragen. Das gilt insbestimmte für MitArbeiter, welche im vergangenen Kalenderjahr beitragsfrei in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert waren, deren Arbeitgeber einen Antrag auf Versicherungsbefreiung gestellt und erfolgreich umgesetzt hat, beziehungsweise deren Aufgabe der Tätigkeitsstelle eine Abfindung beziehungsweise ersatzweise eine lebenslange Versorgung nach sich zieht. Ab dem 01 Januar 2005 hat sich die Rechtslage geändert: Die Versorgungspauschale hat von nun an einen Höchstbetrag von 1500 Euro. Sie errechnet sich aus der Summe des 50-prozentigen Beitrages zur Rentenversicherung und elf Prozent Arbeitsentgelt. War dieser abhängig Beschäftigte während des gesamten Jahres beziehungsweise in Teilen davon auf Arbeitgeberantrag oder aufgrund gesetzlicher Regelungen von der Zahlung der Versicherungsbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung befreit und erhält er im Falle sjedes Ausscheidens aus dem Betrieb ein lebenslängliches Auskommen beziehungsweise auch eine dem entsprechende Abfindung, beträgt die Versorgungspauschale nur noch 11 Prozent vom Tätigkeitsentgelt und höchstens 1500 Euro.

Vortragstätigkeit

Erzielt ein steuerpflichtiger Bürger aus einer Vortragstätigkeit Einnahmen, so unterliegen diese in bestimmten Fällen nicht der Umsatzsteuer. Dies trifft zu, sobald die Einnahmen mit Kursen, Vorträgen beziehungsweise anderen wissenschaftlichen oder belehrenden Veranstaltungen zu Buche schlagen, die eine juristische Personen des öffentlichen Rechts, eine Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie oder eine Volkshochschule durchführt, und wenn die Einnahmen überwiegend für die Deckung von Kosten verwendet werden. Dasselbe gilt, sobald die Veranstalter Einrichtungen sind, welche gemeinnützigen Zwecken und aber Zwecken von Berufsverbänden dienen.

Vorweggenommene Erbfolge

Von einer vorweggenommenen Erbfolge spricht man immer dann, wenn bereits zu Lebzeiten des späteren Erblassers Vermögen übertragen wird. Eine vorzeitige Übertragung empfiehlt sich vor allem bei großen Vermögen, da die dazu zählenden Freibeträge alle 10 Jahre erneut in Anspruch genommen werden können. Um in den vollen Genuss der Freibeträge zu kommen, könnte folglich alle 10 Jahre eine dem Freibetrag dem entsprechende Summe an den Erben übertragen werden. Für Kinder gilt der Freibetrag sowohl für ein Erbe vom Vater wie auch von der Mutter. Diese können folglich alle 10 Jahre sowohl 205.000 Euro vom Vater wie auch von der Mutter steuerfrei übertragen bekommen.
Nach Möglichkeit istn sogenannte Kettenschenkungen jedoch vermieden werden. Diese liegt zum Beispiel vor, sobald zunächst der Vater einen Betrag auf die Mutter überschreibt und damit die Bedingung verknüpft, dass diese den betreffenden Wert auf den Sohn übertragen muss. Dieser Vorgang darf von den Finanzbehörden als Umgehungsversuch gewertet werden, wodurch die Gefahr existiert, dass der Freibetrag gestrichen wird. Aus diesem Grunde sollten Verpflichtungserklärungen bei einer Überschreibung immer unterlassen werden. Ebenfalls muss eine sofortige Weitergabe aber auch die Überschreibung von identischen Beträgen vermieden werden. Wie bei einer gemischten Schenkung mit einem entgeltlichen und einem kostenlosen Teil verfahren wird, darf aus dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 26. 2. 2007 entnommen werden.


 

W

 

Wegegeld

Wegegeld wird Arbeitnehmern vom Arbeitgeber gezahlt, um ihnen angefallene Fahrtkosten zu ersetzen beziehungsweise eine Wegzeitentschädigung zu gewähren. Ersetzt der Arbeitgeber dem MitArbeiter Fahrtkosten, so ist dies steuerfrei, im Falle, dass es sich um Reisekosten handelt, die bei einer Dienstreise angefallen sind. Erstattet der Arbeitgeber dagegen dem abhängig Beschäftigte seine Zahlungen für Fahrten zwischen der Wohnung und der täglichen Tätigkeitsstätte, handelt es sich um steuerpflichtigen Arbeitslohn. Wegegeld, das für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ausgezahlt wird, ist jedoch steuerfrei. Wird Wegegeld als Ersatz für den Zeitaufwand gezahlt (Wegzeitentschädigung), so liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn vor.

Weiterbildungskosten

Weiter- und Fortbildungen können all jene Personen steuerlich zählend machen die in dem betreffenden Beruf bereits tätig wurden. Als Beispiel: Ein Manager besucht ein Fortbildungsseminar über Führungsstile. Die daraus existierenden Kosten können als Fortbildungskosten geltend gemacht werden und wurden von den Ausbildungskosten abzugrenzen. Fortbildungskosten können entweder als Werbungskosten abgesetzt werden. Alternativ können die Kosten auch vom Arbeitgeber erstattet werden, sodass diese steuerfrei sind. Zur Anerkennung solcher Kosten müssen diese beruflich begründet und vom Arbeitgeber eine Bescheinigung ausgestellt werden. Von ganz erheblichen Nutzen ist eine Bescheinigung des Arbeitgebers, dass die Fortbildungsmaßnahme sehr zum Wohle des Firmens ist. Somit droht keine Umwandlung von Fortbildungskosten zu Tätigkeitslohn. Als Fortbildungskosten können Seminargebühren, Reisekosten, Unterbringungs- und Verpflegungskosten und auch Kosten für Tätigkeitsmaterialien.

 

Welteinkommen

Bei Vorliegen einer unbeschränkten Steuerpflicht unterliegen nicht nur inländische, sondern auch ausländische Einnahmen eines steuerpflichtigen Bürger im Inland der Besteuerung. Besteuert wird somit das Welteinkommen, das sich aus den inländischen und den ausländischen Einnahmen gemeinsamsetzt. Um eine DoppelSteuerveranschlagung zu vermeiden, können ausländische Einnahmen von der Steuerveranschlagung freigestellt und ausländische Steuern auf inländische Steuern angerechnet werden, sofern dies zwischen den betreffenden Fiskusen in einem entsprechenden Abkommen so vereinbart wurde.

Werbungskosten

Zu den Werbungskosten zählen alle Kosten, welche notwendig wurden, um ein Einkommen zu erzielen, zu bekommen und zu sichern. Dabei können die Werbungskosten sowohl bei einer nicht selbstständigen Tätigkeit wie auch bei der Erzielung von Einnahmen aus Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung beziehungsweise anderweitigen Einnahmen anfallen. Bei der durchzuführenden Einkommenssteuererklärung müssen die Werbungskosten immer bei der jeweiligen Einkunftsart aufgeführt werden, wodurch die jeweiligen Einnahmen gemindert werden. Was die Einnahmen aus nicht selbstständiger Tätigkeit und aus Kapitalvermögen betrifft, können als Werbungskosten auch Pauschalbeträge erklärt werden. Dabei liegt der Pauschalbetrag für die Werbungskosten für eine nicht selbstständige Tätigkeit bei 920 Euro. Für Kapitalvermögen können Alleinstehende einen Pauschalbetrag von 51 Euro und Verheiratete Steuerpflichtige einen Pauschalbetrag von 102 Euro in der Einkommenssteuererklärung angeben. Bei den sonstigen Einnahmen gilt ein pauschaler Wert von 102 Euro für die Werbungskosten. Die Pauschbeträge mussn immer dann angegeben werden, wenn die auch wirklich entstandenen Werbungskosten geringer sind.

Werbungskosten/ Arbeitnehmer

Ein abhängig Beschäftigte könnte folgende Werbungskosten zählend machen: Kosten für Tätigkeitsmittel wie zum Beispiel Schreibwaren, Kopierkosten, Kosten für Telefon, Internet und PC, Kosten für Arbeitsräume und Lager, Kosten für spezifische Arbeitskleidung, Kosten für Aus- und Fortbildung, Qualifizierungsmaßnahmen, Fahrt-Verpflegungs- und Unterbringungskosten, Bewerbungskosten, Sprachlehrgänge, Seminarkosten, Kosten für Berufsliteratur, Kosten für Absicherung beruflicher Risiken, Bankgebühren, Verpflegungsmehraufwand und Umzugskosten.

Unser Tipp

Nach einem Urteil vom niedersächsischen Finanzgericht vom 08.06.2006 können alle Kosten die durch Mobbing am Tätigkeitsplatz entstanden wurden als Werbungskosten geltend gemacht werden. Solche Kosten können sein: Mitgliedsbeiträge und Fahrtkosten zum Besuch einer Selbsthilfegruppe.

Werbungskosten für Kapitalanleger

Zu den Werbungskosten jedes Kapitalanlegers gehören die folgenden Zahlungen: Kosten für Beratungsleistungen, Damnum, Depotgebühren, Fachliteratur, Finanzierungskosten, Fremdkapitalzinsen, Reisekosten, Safemieten, Software, Telefon- und Internetkosten.

Werbungskosten / Vermieter

Vermieter haben immer typische Anwendungen, die steuerlich als Werbungskosten erklärt werden können. Dazu zählen etwa Abschreibungen. Ebenso das Büromaterial, welches regelmäßig benötigt wird. Auch die dauernden Lasten und die Fahrtkosten können als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Dazu kommen Nebenkosten, Gebühren für ausführbare Makler, Kontoführungsgebühren, Reparaturkosten und Telefonkosten. Auch die Rechnungen für Steuerberater, für notwendiges Werkzeug oder die Schuldzinsen können steuermindernd benutzt werden.

Unser Tipp

Falls eine Immobilie gemischt verwendet wird, muss die Zuordnung der Kosten gewissenhaft erfolgen. Bei einer falschen Zuordnung der Kosten darf vor allem während der Bauphase ein hoher Wert machbarer Werbungskosten verloren gehen.

Werbungskosten-Pauschbetrag

Zum Abzug von Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit kann die Werbungskosten-Pauschale in Abzug gebracht werden. Als Alternative können die Werbungskosten auch einzeln angegeben werden, was sich besonders bei höheren Werbungskosten anbietet. Pro Kalenderjahr darf grundsätzlich der Gesamtbetrag in Rechnung gestellt werden, auch wen der MitArbeiter nur wenige Tage im Jahr geTätigkeitet hat. Für gemeinsam veranlagte Ehepaare gilt immer die doppelte Werbungskosten-Pauschale. Beschränkt steuerpflichtige Personen können diese jedoch nicht nutzen. Versorgungsempfänger dürfen nur noch den reduzierten Werbungskosten-Pauschbetrag bei der Steuererklärung angeben. Diese Regelung gilt seit dem 01.01.2005. Zum Ausgleich darf dem Versorgungsempfänger ein Versorgungskostenfreibetrag von 900 Euro gewährt werden.

Unser Tipp

Bei Überschreitung des Pauschalbetrages istn Werbungskosten in einzelnen Belegen nachgewiesen werden.

Wirtschaftsgut

Die Steuerlehre verwendet den Begriff des Vermögensgegenstandes zur Bezeichnung von Bewertungsobjekten, welche das Betriebsvermögen bilden. Es existiert allerdings keine gesetzliche Begriffsdefinition. Gemäß der Rechtsprechung sind alle diejenigen Güter Vermögensgegenstände, welche im Wirtschaftsleben nach der Verkehrsanschauung selbstständig bewertbar aber auch in ihrer Einzelheit von Bedeutung und im Falle der Veräußerung greifbar sind. Die Rechtsprechung hat mehrere Kriterien zur Abgrenzung entwickelt. So sind Vermögensgegenstände sämtliche Rechtsgegenstände aber auch alle vermögenswerten Vorteile inklusive tatsächlicher Zustände aber auch konkreter Möglichkeiten. Zudem muss die Erlangung des Vermögenswerts Kosten verursacht haben, welche für mehrere Wirtschaftsjahre Nutzen stiften. Desweiteren werden Eigenständigkeit und Verkehrsfähigkeit – zumindest die Möglichkeit der Übertragung mit dem Betrieb – verlangt, um etwas als Wirtschaftsgut klassifizieren zu können.

Unser Tipp

Es ist nicht statthaft, verlustbringende Vermögenswerte aus dem Privatvermögen ins Betriebsvermögen einzulegen, welche Einbringung zum Ziel hat, dem Betrieb statt eines Nutzens einen Verlust zuzuführen.

 

Wohneigentümergemeinschaften

Sofern Wohneigentümergemeinschaften mit nachhaltiger Absicht Einnahmen erzielen, zählen sie als unternehmerisch tätig. Weder bei den Mitgliedern noch bei dem Geschäftsführer einer Wohneigentümergemeinschaft handelt es sich um Unternehmer. Somit unterliegen die Leistungen der Wohneigentümergemeinschaft nicht der Umsatzsteuer. Alle Leistungen der Wohneigentümergemeinschaft, wie zum Beispiel die Gebrauchsleistung des Wohneigentums, beziehungsweise aber die Leistungen zu Instandhaltung wurden umsatzsteuerbefreit. Dazu zählen auch Leistungen wie zum Beispiel die Verwaltung oder aber die Bereitstellung von Wärme beziehungsweise der Gleichen.

 

Wohnungsbauprämie

Der Fiskus honoriert den Bau von Eigenwohnheimen mit der sogenannten Wohnungsbauprämie. Diese beträgt seit 2004 8,8 Prozent der jährlichen Bausparsummen. Der Höchstsatz liegt für Alleinstehende bei 512 Euro und für Verheiratete Steuerpflichtigen bei 1024 Euro über einen Zeitraum von 7 Jahren. Bei noch geringeren Bausparsummen als 512 Euro wird auch die Förderung verringert. Voraussetzung für die Gewährung der Wohnungsbauprämie ist, dass das vorhandene Jahreseinkommen unter einem Betrag von 25.600 Euro liegt. Für verheiratete und gemeinsam veranlagte Ehepaare verdoppelt sich das höchstense Jahreseinkommen. Sollten die Werbungskosten nicht über den Pauschbeträgen liegen, entspräche dies einem BruttoTätigkeitslohn in Höhe von 27700 Euro oder auch 56200 Euro. Die Prämie darf beim Finanzamt von der Bank des Bauherrn angefordert werden. Wurde der Bausparvertrag erst nach dem 31.12.1991 abgeschlossen, so erfolgt die Zahlung der Wohnungsbauprämie erst nach der erfolgten Zuteilung. Bei älteren Bausparverträgen erfolgt die Zuteilung noch jährlich.


 

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Zero-Bonds

Von Zero-Bonds spricht man im Steuerrecht, sobald es um sogenannte Nullkupon-Anleihen geht. Konkret handelt handelt es sich um Schuldverschreibungen beziehungsweise festverzinsliche Wertpapiere, deren Zinsen sich aus der Differenz von Emissionspreis und dem Einlöse-Wert bei Veräußerung oder am Ende der Laufzeit berechnen. Sobald eine Auszahlung erfolgt, entstehen im steuerrechtlichen Sinn Einnahmen aus Kapitalvermögen. Die Laufzeit von Zero-Bonds beträgt in der Regel 30 Jahre. Bei vorfristiger Veräußerung zählt die Differenz zwischen Anschaffungs- und Verkaufspreis als Rendite.

 

Zimmervermietung

Zimmervermietungen, welche von Fremden für einen kurzen bestimmten Zeitraum in Anspruch genommen werden, wurden umsatzsteuerpflichtig. Nach dem Umsatzsteuergesetz ergeben sich jedoch folgende Ausnahmen: Die Beherbergung und auch Verköstigungen an überwiegend junge Personen bis Vollendung des 27. Lebensjahres und zum Zwecke von Erziehung-, Ausbildung- und Fortbildungszweck. Bei Beherbergung wie Verköstigungen an körperlich Versehrte durch anerkannte Verbände, Körperschaften und Personenvereinigungen der freien Wohlfahrtspflege oder angeschlossenen Wohlfahrtsverbänden. Der Service der deutschen Jugendherbergen aber auch des Hauptverbandes für Jugendwanderungen und Herbergen e. V., einschließlich zu diesen Verbänden gehörenden Unterteilungen, Einrichtungen und Jugendherbergen, falls die Leistungen den Zwecken der jeweiligen Satzung dienen.

Zinsabschlag

Beim Zinsabschlag handelt es sich um eine festgelegte Form der Kapitalertragssteuer. Der Zinsabschlag beträgt 30 Prozent des Kapitalertrages, wobei sich dieser bei Tafelgeschäften auf 35 Prozent erhöht. Der Zinsabschlag wird auf Zinserträge erhoben, und falls kein Freistellungsauftrag vorliegt bzw. der darin angegebene Betrag überschritten, wurde durch das jeweilige Kreditinstitut an der Fiskus abgeführt. Der Zinsabschlag darf erst bei der jährlichen Einkommenssteuererklärung mit der zu zahlenden Einkommenssteuer verrechnet werden.
Von einem Zinsabschlag befreit sind auf Girokonten befindliche Guthaben, die mit weniger als einem Prozent versteuert wurden. Zinsen von weniger als 10 Euro, welche nur einmal jährlich gutgeschrieben werden, sind ebenfalls von einem Zinsabschlag ausgenommen. Dazu wird unter gewissen Grundlagen auch für Zinsen auf Bausparguthaben kein Zinsabschlag erhoben.

 

Unser Tipp

Falls vom kontoführenden Kreditinstitut ein Zinsabschlag an das Finanzamt abgeführt wurde, sollte in jedem Fall eine Einkommensteuererklärung durchgeführt werden. Dies gilt insfestgelegte dann, falls außer den Kapitalerträgen keine weiteren Einkommen erzielt wurden, was insbesondere bei Rentnern und Studenten vorkommt.

Zinsscheine

Wer über einen Zinsschein verfügt, erhält in der Regel einen bestimmten Zinsanspruch. Urkundlich verbriefte Anleihen sind in der Regel mit verschiedenen Zinsscheinen verbunden. Der fällige Zinsbetrag lässt sich einlösen, sobald der Zinsschein eingereicht wird. In solch einem Fall beträgt die Kapitalertragssteuer 35 Prozent. Grund dafür ist die Tatsache, dass es sich hierbei um ein Schaltergeschäft handelt.

Zugewinngemeinschaft

Grundsätzlich leben Ehepaare in einer Zugewinngemeinschaft, es sei denn, der bürgerlich-rechtliche Güterstand wurde durch einen Ehevertrag anderweitig geregelt. Die Zugewinngemeinschaft endet mit dem Tod eines Ehepartners bzw. durch die Scheidung. Im Todesfall unterliegt ein zu Lebzeiten nicht ausgeglichener Zugewinn durch Vermögensübertragung nicht der Erbschaftsteuer. Im Falle einer Scheidung ist der Ausgleichsbetrag nicht schenkungsteuerpflichtig. Vermögen, das ein Ehepartner in die Zugewinngemeinschaft eingebracht und später allein erworben hat, ist nicht Bestandteil des gemeinschaftlichen Vermögens. Jeder Ehepartner verwaltet sein Vermögen selbstständig. Über das gemeinsam erhälte Vermögen darf ein Ehegatte nur bedingt verfügen. Entscheidungen, welche das gesamte Vermögen beziehungsweise einzelne Haushaltsgegenstände betreffen, bedürfen der Zustimmung des Ehepartners.

Zukunftssicherungsleistungen

Ausgaben jedes Arbeitgebers, welche den Arbeitnehmer selbst und ihm nahestehende Personen im Falle von Unfall, Krankheit, Invalidität und Tod absichern sollen, werden als Zukunftssicherungsleistungen bezeichnet. Alle Arbeitgeberbeiträge zu gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen, wie Arbeitslosen-, Renten-, Kranken-, oder Pflegeversicherung, gehören hierzu. Auf diese Beiträge wird grundsätzlich keine Steuer erhoben. Falls sich der abhängig Beschäftigte nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichern muss und dementsprechend auch keine Beiträge einbezahlt, wurden folgende Arbeitgeberleistungen steuerfrei: Beiträge in eine freiwillige gesetzliche Rentenversicherung und berufsgruppenabhängige Versorgungseinrichtung, Beiträge zu einer Lebensversicherung. Allerdings dürfen die Arbeitgeberzuschüsse nicht höher sein als die Hälfte der vom abhängig Beschäftigte gezahlten Gesamtaufwendungen. Außerdem darf bei der Höhe der Zahlungen durch den Arbeitgeber, derjenige Arbeitgeberanteil, der in einer gesetzlichen Versicherung üblich wäre, nicht überschritten werden, um die Steuerfreiheit zu gewährleisten.

Zumutbare Belastung

Von der Summe der außergewöhnlichen Belastungen werden die zumutbaren Belastungen abgezogen. Nur der restliche Betrag von den noch verbleibenden außergewöhnlichen Belastungen kann noch steuermindernd berücksichtigt werden. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des steuerpflichtigen Bürger soll hiermit berücksichtigt werden. Als zumutbare Belastungen gelten folgende Prozentsätze:
Bei Einnahmen bis zu 15340 Euro und keinen Kindern gilt bei Anwendung der Grundtabelle 5 Prozent und bei Anwendung der Splittingtabelle 4 Prozent. Bei Einnahmen von 15340 bis 51130 Euro und keinen Kindern gilt bei Anwendung der Grundtabelle 6 Prozent und bei Anwendung der Splittingtabelle 5 Prozent. Bei Einkünften über 51130 Euro und keinen Kindern gilt bei Anwendung der Grundtabelle 7 Prozent und bei Anwendung der Splittingtabelle 6 Prozent. Bei einem Einkommen in Höhe von 15340 Euro und ein oder zwei Kinder gilt die zumutbare Belastung 2 Prozent. Bei einem Einkommen zwischen 15340 bis 51130 Euro und einen beziehungsweise zwei Kinder gilt 3 Prozent. Ab einem Einkommen von über 51130 Euro und ein beziehungsweise zwei Kinder zählen 4 Prozent. Bei einem Einkommen in Höhe von 15340 Euro und drei und mehr Kinder gilt die zumutbare Belastung 1 Prozent. Bei einem Einkommen zwischen 15340 bis 51130 Euro und drei oder mehr Kinder gilt 1 Prozent. Ab einem Einkommen von über 51130 Euro und drei und mehr Kinder gelten 2 Prozent.