Digitaler Euro: Was jetzt wirklich beschlossen ist
September 11, 2026Unterschied Rendite Verzinsung: Wohin Deine 100 Euro fließen
September 11, 2026Es gibt maximal 21 Millionen davon. Über zwanzig Millionen sind bereits geschürft. Und der Kurs steht heute rund siebenunddreißig Prozent unter seinem Höchststand vom Oktober 2025. Bezahlen kann man damit tatsächlich. Und trotzdem, wenn Du mich fragst: Ist Bitcoin eine Währung? Aus meiner Sicht nicht.
Ist Bitcoin eine Währung? Diese Frage wird oft diskutiert. Der Begriff selbst weckt viele Assoziationen und Debatten.
Ich erkläre Dir in diesem Beitrag, warum ich diese beiden Begriffe sauber trenne. Nicht, um Dir etwas auszureden. Sondern damit Du weißt, worüber Du eigentlich redest.
Was steckt hinter dem Namen?
Ein entscheidender Aspekt, der immer wieder aufkommt, ist die Frage: Ist Bitcoin eine Währung? Viele Menschen sind sich darüber uneinig.
Fangen wir ganz vorne an. Ein Bit ist die kleinste digitale Speichereinheit, die es gibt. Sie kennt nur zwei Zustände: Null oder Eins. Und Coin heißt auf Englisch schlicht Münze. Bitcoin ist also wörtlich eine digitale Münze.
Der Vorreiter der Kryptowährungen ist damit virtuell. Er ist nicht greifbar.
Warum kannst Du Bitcoin nicht in die Hand nehmen?
Die Diskussion darüber, ob ist Bitcoin eine Währung oder nicht, ist komplex und erfordert eine tiefere Analyse der Eigenschaften von Bitcoin.
Vergleich das einmal mit dem Geld in Deiner Hosentasche. Münzen und Banknoten sind gesetzliche Zahlungsmittel, und sie sind körperlich vorhanden. Zahlst Du sie auf ein Bankkonto ein, verlieren sie dieses Merkmal. Sie werden elektronisch.
Aber Du kannst sie jederzeit zurückholen. Du gehst an den Automaten und hast wieder Scheine in der Hand. Beim Bitcoin geht das nicht. Er ist ausschließlich elektronisch.
Für viele bleibt die Frage relevant: Ist Bitcoin eine Währung? Trotz seiner Nutzung als Zahlungsmittel wird er oft als Anlageobjekt betrachtet.
Das zweite Hauptkennzeichen ist die Blockchain, ein dezentrales System. Digitale Zahlungsmittel dieser Art bestehen unabhängig von Banken und von Staaten. Das Geld liegt damit außerhalb des Einflussbereichs der Zentralbanken.
Und das kann durchaus ein Vorteil sein. Denn Zentralbanken und Geschäftsbanken verändern die umlaufende Geldmenge, und damit verändern sie die Kaufkraft Deines Geldes. Wie das im Alltag funktioniert, habe ich im Beitrag zur Geldschöpfung durch Banken auseinandergenommen.
Ein weiterer Punkt im Vergleich zu traditionellen Währungen ist die Frage: Ist Bitcoin eine Währung? Diese Debatte hat erhebliche Auswirkungen auf die Marktpsychologie.
Wie weit ist die Obergrenze schon erreicht?
Die Obergrenze von Bitcoin wirft ebenfalls die Frage auf: Ist Bitcoin eine Währung? Diese Limitierung könnte langfristige Konsequenzen für seinen Wert haben.
Beim Bitcoin ist die Menge begrenzt. Mehr als 21 Millionen Stück darf es nie geben. Diese Begrenzung ist inzwischen keine Theorie mehr, sondern ziemlich konkret.
| Kennzahl | Stand |
|---|---|
| Maximale Menge | 21 Millionen |
| Bereits geschürft (August 2026) | rund 20,075 Millionen |
| Anteil an der Gesamtmenge | 95,6 Prozent |
| Belohnung je Block seit April 2024 | 3,125 Bitcoin (vorher das Doppelte) |
| Nächstes Halving | erwartet für April 2028 |
Der Nachschub versiegt also planmäßig. Das ist der eigentliche Unterschied zu unserem Geld, bei dem der Nachschub eine politische Entscheidung ist.
Woher kommt das Ganze überhaupt?
Der Ursprung ist bis heute ein Rätsel. Im Jahr 2008 wurde unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto ein Manuskript über eine digitale Währung veröffentlicht. Ein Jahr später tauchte die passende Anwendung auf.
Es heißt, Nakamoto habe sich darüber geärgert, dass bei jeder Transaktion ein Bezahldienstanbieter als Zwischenverdiener mitverdient. Und er habe sich gefragt, warum die Abwicklung überhaupt in Euro oder Dollar stattfinden muss. Es ging doch gar nicht um den Austausch von Währungen. Es ging um Produktwerte und Dienstleistungswerte.
Wie stark schwankt der Kurs wirklich?
Hier werde ich stutzig. Der Wert schwankt, und zwar heftig.
| Stichtag | Wert |
|---|---|
| 6. Oktober 2025 (Höchststand) | 126.080 US-Dollar |
| 26. August 2026 | 78.586 US-Dollar |
| Alle Bitcoin zusammen am 26. August 2026 | rund 1,585 Billionen US-Dollar |
Rechne das einmal nach: Wer im Oktober 2025 gekauft hat, sieht heute rund siebenunddreißig Prozent weniger. Ich sage Dir ausdrücklich nicht, wo der Kurs morgen steht. Das kann niemand, und ich versuche es gar nicht erst. Ich zeige Dir nur, was Schwankungsbreite in Zahlen bedeutet.
Was hat sich rechtlich verändert?
Zwei Dinge, die ich Dir nicht unterschlagen will.
Erstens sind seit Januar 2024 in den USA Spot-ETFs auf Bitcoin zugelassen, also börsengehandelte Fonds, die das Ding direkt halten. Darin liegen inzwischen rund 98,6 Milliarden Dollar. Im Jahr 2026 sind daraus allerdings netto rund 2,6 Milliarden wieder abgeflossen.
Zweitens gilt in der EU seit dem 30. Dezember 2024 die Verordnung MiCA vollständig. Der Markt ist reguliert, nicht mehr Wildwest. In Deutschland gilt weiterhin die einjährige Haltefrist. Wer länger als ein Jahr hält, zahlt beim Verkauf keine Steuer. Ein Vorstoß vom Juli 2026, diese Frist abzuschaffen, ist bisher kein Gesetz. Prüfe das für Dich, bevor Du irgendetwas tust.
Ist Bitcoin eine Währung oder nur ein Tauschmittel?
Damit sind wir bei der Frage, um die es eigentlich geht. Mit Bitcoin kann man bezahlen. Macht ihn das zu einer Währung?
Ich sage: nein. Denn die Bezahleigenschaft ist im Kern nichts anderes als eine Tauscheigenschaft. In schweren Zeiten wurden Nahrungsmittel getauscht, Medikamente, Zigaretten. Macht das Zigaretten zu einer Währung? Ein funktionierender Tauschhandel ist mit fast allem möglich, solange die Tauschpartner die Ware akzeptieren.
Aber was bedeutet das wirklich? Ist Bitcoin eine Währung oder nur ein Tauschmittel? Ist Bitcoin eine Währung? Diese Frage müssen wir uns immer wieder stellen.
Welche Einwände habe ich?
Die Grundidee finde ich trotzdem gut. Geld von Politik und Finanzsystem zu trennen, das war der eigentliche Antrieb. Aber ich habe Einwände.
Erstens die Schwankungsbreite, die den Bitcoin als Zahlungsmittel unpraktikabel macht. Wer morgens nicht weiß, was sein Geld abends wert ist, bezahlt damit ungern die Miete. Zweitens hat sich das Ganze vor allem als hochgradig schwankendes Spekulationsobjekt gezeigt. Drittens ist es mit der viel gepriesenen Sicherheit nicht so weit her: Betrug und Diebstahl treten regelmäßig auf.
Und viertens der Energiehunger. Hier korrigiere ich mich, und ich tue das gern offen. In meinem Buch steht, die Mining-Maschinen gingen in großem Stil vom Netz, weil sich das Herstellen nicht mehr rechne. Das ist nicht eingetreten. Der Stromverbrauch des Netzwerks liegt nach den Zahlen der Universität Cambridge bei rund 138 Terawattstunden im Jahr, im Dezember 2025 waren es sogar rund 190. Immerhin: Etwa 52 Prozent davon stammen aus nachhaltigen Quellen. Der Kritikpunkt bleibt bestehen. Nur eben mit den richtigen Zahlen.
Ein Vorwurf hält dagegen nicht, was er verspricht. Kritiker sagen, so etwas erleichtere Geldwäsche. Nur wird jede einzelne Transaktion im Detail aufgezeichnet und ist dauerhaft einsehbar. Fair bleiben muss man auch bei Dingen, die man kritisch sieht.
Ein weiterer Aspekt, den man nicht ignorieren kann, ist, dass die Frage „Ist Bitcoin eine Währung?“ oft von den Medien aufgegriffen wird.
Was heißt das für Dich?
Nicht, dass Du kaufen oder verkaufen sollst. Das ist Deine Entscheidung, und ich mische mich da nicht ein.
Denke daran, dass es entscheidend ist, zu verstehen, was es bedeutet, wenn jemand sagt: Ist Bitcoin eine Währung? Dies könnte dir helfen, informierte Entscheidungen zu treffen.
Sondern dass Du die Begriffe sauber trennst. Zahlungsmittel ist nicht gleich Währung. Und nutze nur Dinge, die Du bis ins Detail verstehst.
Wie es weitergeht
Im nächsten Beitrag geht es um die staatliche Antwort darauf: den digitalen Euro. Die beiden Themen gehören zusammen, auch wenn sie aus völlig unterschiedlichen Richtungen kommen.
Schreib mir gern in die Kommentare, ob Du Bitcoin für Geld hältst oder für etwas ganz anderes.
Für mich bleibt die Frage bestehen: Ist Bitcoin eine Währung? Diskutiere gerne mit mir darüber in den Kommentaren.
Zum Weiterlesen: Bitcoin
Dieser Beitrag gibt meine persönliche Einschätzung wieder und ist keine Anlageberatung.
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass die Antwort auf die Frage „Ist Bitcoin eine Währung?“ von vielen Faktoren abhängt.
Bildrechte: Adobe Firefly