Funktion des automatischen Handelssystems

Funktion des automatischen HandelssystemsFunktion des automatischen Handelssystems

Die Funktion des automatischen Handelssystems geht über die Technik hinaus. Heute soll die technische Seite ein wenig näher beleuchtet werden. Was passiert beim automatischen Handel und wie wirkt sich das auf die angeschlossenen Depots aus?

Man muss es sich so vorstellen, dass ein Handelssystem sämtliche angegliederten Depots parallel verwaltet. Dabei ist der Handel von der Depoteinlage abhängig. Das System ist für eine Mindesteinlage von 10.000 Euro ausgelegt. Ab dieser Depoteinlage läuft es sozusagen richtig „auf allen Zylindern“. Ist die Depoteinlage geringer, kann das dazu führen, dass nicht alle möglichen Orders (sogenannte Lots) mitgenommen werden können.

Funktion des automatischen Handelssystems und die Depothöhe

Dies liegt daran, dass die Mindestlotgröße von 0.01 Lot (Microlots) durch die Ausrichtung des Handelssystems auf 10.000 Euro Einlage vorgenommen wurde und alle Positionsgrößen, die diese Mindestgröße von 0.01 Lot unterschreiten, folglich nicht als Order geöffnet werden können. Sollten nun weitere Orders geöffnet werden, die zu einem laufenden Tradecycle gehören z. B. 0.05 oder 0.5 Lot werden diese durch die MAM Technologie des Handelssystems auf die jeweilige Depotgröße des jeweiligen Einzeldepots skaliert. So kommt dann bei einem Depot mit einer geringeren Einlage z. B. 5.000 Euro noch der entsprechend verkleinerte Lot (0.02) an.

Ferner werden meist mehrere Trades in Abhängigkeit der Marktbewegungen durch den hinterlegten Algorithmus in einem Tradingcycle geöffnet. Fast 85 Prozent der Zeit diese sind in einer Minuslage, da das System auf Bewegung und Korrektur reagiert. Wenn also der Markt sich ständig nur in einer Bewegung bzw. Richtung befindet (z. B. durch Marktnachrichten und Weltgeschehen) und keinerlei nennenswerte Korrekturen stattfinden, wird der Trade bis zum TP (Take Profit / Gewinnziel) eben in einer optischen Minuslage sein. Am Ende gewinnt das System dennoch, denn das ist seine Aufgabe.

Traden mit Hebel

Seit August 2018 hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) europaweit den Hebel für den Forexhandel auf 1:30 reduziert. Höhere Hebel sind nur Profitraden vorbehalten, die einen entsprechenden Nachweis darüber erbringen müssen. Gerade kleinere Depots profitieren von einem größeren Hebel, denn so ist es möglich, bereits ab 5.000 Euro in den Handel einzusteigen. Da die kleineren Depots über eine Vermögensverwaltung und ein „managed account“ gehandelt werden, kann hier mit einem Hebel von 1:200 gehandelt werden.

Warum der Hebel

Um 1 Lot im EURUSD handeln zu können, benötigt man 100.000 Euro. Das hätte zur Folge, dass Depots unter 100.000 Euro gar nicht mit so einem System handeln könnten. Da viele Depots folglich nicht mit einem Hebel von 1:1 arbeiten können, wird auf einen größeren Hebel zurückgegriffen. Um jetzt zu verstehen, was bei einem Hebel von 1:200 passiert, müssen die 100.000 Euro Mindestbetrag durch 200 geteilt werden. Um nun 1 Lot zu handeln, benötig man nicht mehr 100.000 Euro, sondern nur noch 500 Euro.

Würde das Depot nach aktueller ESMA Regulierung bei einem Hebel von 1:30 arbeiten, mussten rund 3.333,33 Euro für 1 Lot zurückgelegt werden. Durch den Hebel wird ein so genannter Margin Level gebildet. Je größer der Hebel ist, desto mehr kann gehandelt werden. Der Hebel wird von sogenannten Liquiditätsprovidern zur Verfügung gestellt. Im Klartext stellen diese Gesellschaften (Deutsche Bank, HSBC usw.) den Trader Kapital zur Verfügung, welches er gar nicht besitzt. Bei einem Hebel von 1:200 kann ein Trader dann mit 500 Euro in den Markt gehen, als hätte er 100.000 Euro aktiv im Handel.

Der Hebel von 1:200 in einem Profi-Handelssystem ist somit ein Privileg und ein Segen, bezogen darauf, dass der Rest von Europa nur mit einem Hebel von 1:30 handeln kann und somit viele Trader nicht mehr profitabel handeln können. Das hat einen nachhaltigen Effekt auf über 90 Prozent der derzeitig existierenden Handelsstrategien.

Spreu trennt sich vom Weizen

Es kommt somit nicht ausschließlich auf die Leistungsfähigkeit des Handelssystems an, sondern auch um die Rahmenbedingungen der Handelsumgebung. Erst eine sinnvolle Kombination aus Beidem ermöglicht etwas, was man als eine runde Sache bezeichnen kann.

Bildrechte: Fotolia, Urheber: Thomas Detert, ID: #14238168

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