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Juni 17, 2022Vermögensschutz ist keine Frage der Rendite, sondern der Kaufkraft. Wer sein Geld auf dem Konto liegen lässt, verliert es nicht über Nacht – er verliert es langsam, in kleinen Scheiben, und merkt es erst, wenn es weg ist. Dieser Beitrag zeigt Dir, wovor Du Dein Vermögen schützen musst und wie Vermögenssicherung praktisch funktioniert.
Vermögensschutz beginnt mit einer unbequemen Zahl
Der Verbraucherpreisindex für Deutschland stand im Juli 2026 bei 125,6 Punkten – Basis ist das Jahr 2020 mit 100. Im Klartext: Was 2020 hundert Euro gekostet hat, kostet heute gut 125 Euro. Ein Viertel der Kaufkraft ist in fünfeinhalb Jahren verschwunden. Die aktuelle Inflationsrate von 2,8 Prozent (Juli 2026) klingt harmlos, sie kommt aber auf dieses bereits erhöhte Niveau obendrauf. Gefallene Preise gibt es nicht mehr. (Quelle: Statistisches Bundesamt)
Genau darin liegt der Denkfehler vieler Sparer: Sie warten darauf, dass „es wieder normal wird“. Der Preisanstieg der vergangenen Jahre wird jedoch nicht zurückgenommen. Er ist eingepreist – dauerhaft.
Warum Dein Bankguthaben kein Eigentum ist
Der zweite Grund für Vermögensschutz ist rechtlicher Natur. Geld, das Du auf ein Konto einzahlst, gehört Dir nicht mehr. Es wird in eine Forderung gegen die Bank umgewandelt. Und Forderungen können ausfallen.
2013 hat Zypern vorgeführt, was das bedeutet: Zur Rettung der zyprischen Banken wurden Sparguthaben herangezogen. Seit dem 1. Januar 2015 gilt in der gesamten EU – und damit auch in Deutschland – die sogenannte Haftungskaskade: Im Krisenfall haften zuerst Eigentümer und Gläubiger einer Bank, und zu den Gläubigern gehören ihre Sparer. Kundeneinlagen sind aus Sicht der Bank „berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten“.
Unvorstellbare Geldmengenausweitung – und was davon geblieben ist
Im Juli 2009 startete die EZB ihr erstes Aufkaufprogramm; ihre Bilanzsumme lag damals bei rund 2 Billionen Euro. Im Sommer 2022 war sie auf 8,8 Billionen Euro angeschwollen. Seither baut die EZB Bestände ab: Zum 21. August 2026 weist das Eurosystem 5,91 Billionen Euro aus. (Quelle: Europäische Zentralbank)
Das ist die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte: Auch nach dem Rückbau liegt die Bilanz noch immer knapp dreimal so hoch wie vor der Finanzkrise – und das Geld, das in den Jahren dazwischen entstanden ist, hat seine Wirkung auf die Preise längst entfaltet. Ein Rückbau der Bilanz macht die Preissteigerungen nicht rückgängig. Die Inflation im Euroraum lag im Juli 2026 bei 2,9 Prozent und damit weiter über dem Ziel von zwei Prozent.
Der Staat ist das dritte Risiko
Die deutsche Schuldenquote stieg 2025 auf 63,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, nach 62,2 Prozent im Jahr zuvor; die Staatsschulden wuchsen um 144 Milliarden auf rund 2,8 Billionen Euro (Quelle: Deutsche Bundesbank). Die Maastricht-Grenze von 60 Prozent ist damit erneut gerissen.
Gleichzeitig ist die Belastung der Arbeitseinkommen extrem: 49,3 Prozent des Arbeitgeberaufwands gehen bei einem alleinstehenden Durchschnittsverdiener an Steuern und Sozialbeiträgen ab. Weltweit liegt nur Belgien darüber, der Schnitt der Industrieländer beträgt 35,1 Prozent (Quelle: OECD, Taxing Wages 2026). Wer mehr will, muss woanders hinschauen – und schaut auf Vermögen.
Umdenken – weg von „was kann ich rausholen“ zu „wieviel kann ich retten“
Vermögensschutz verlangt einen Perspektivwechsel. Die Frage lautet nicht mehr, welches Produkt die höchste Rendite verspricht, sondern wie viel Kaufkraft am Ende einer Krise noch übrig ist. Es gilt zu retten, was zu retten ist.
Und das geht mit Bankguthaben, Lebensversicherungen oder Bausparverträgen nun einmal nicht. Alle drei sind Geldwerte: Sie lauten auf Euro, sie sind Forderungen, und sie verlieren mit dem Euro. Sachwerte verhalten sich anders – sie sind nicht das Versprechen eines Schuldners, sondern die Sache selbst.
Vermögenssicherung Schritt für Schritt
- Bestandsaufnahme: Welche Deiner Anlagen sind Geldwerte, welche Sachwerte? Meist ist der Geldwert-Anteil größer als gedacht.
- Reserve trennen: Was Du kurzfristig brauchst, bleibt liquide. Alles andere braucht einen anderen Platz.
- Gegenparteirisiko prüfen: Bei jedem Produkt die Frage stellen – wer schuldet mir was, und was passiert, wenn er ausfällt?
- In Sachwerte umschichten: Edelmetalle, Boden, produktives Eigentum. Physisch und im eigenen Zugriff, nicht als Zertifikat.
- Rechtsraum beachten: Wo eine Sache lagert, entscheidet mit darüber, wer im Ernstfall Zugriff hat.
Vermögensschutz ist damit kein einmaliger Kauf, sondern eine Reihenfolge von Entscheidungen. Dieser Beitrag ist meine persönliche Einschätzung und keine Anlageberatung.
Und das ist nicht nur die Inflation, die die Geldwerte zerstört. Es sind auch die Gesetzesvorlagen, die Bankguthaben, Fondsanteile, Lebensversicherungen, Staatsanleihen und Immobilien zu lohnenden Zielen für Enteignungen machen. Ja, Du liest richtig! Das ist keine Verschwörungstheorie, das ist bitterer Ernst.
Auf meinem Kanal auf Youtube findest Du dazu eine Playlist. Sie hat den Titel: „Enteignungsgrundlagen für unsere Ersparnisse“
Dort zeige ich Dir auf, wo Du diese Gesetze nachlesen kannst und was diese in letzter Konsequenz für Deine Ersparnisse bedeuten.
Schau Dir bitte meinen kostenlosen Kurs an. Dort zeige ich Dir, wie ich diese Probleme für mich und meine Familie gelöst habe. Vielleicht magst Du meinen Ansatz, dann kannst Du heute noch den Grundstein für den Schutz Deiner Ersparnisse legen.
Bildrechte: Michael Sielmon


