Enteignungspläne - Mit dem Kopf im Sand lebt es sich besser

Enteignungspläne werden immer dann geschmiedet, wenn der Staatshaushalt nicht mehr funktioniert bzw. der Staat sich sanieren muss. In diesem Fall ist der Bürger die erste Adresse. Im Wort Bürger steht Bürge. Es heißt ja, dass die Kreditfähigkeit des Staates sich aus der finanziellen Kraft der Steuerzahler ableitet. Und die Steuerzahler sind die Bürger oder heißt es Bürgen?

Werfen wir einen Blick auf die aktuelle Situation. Wir sehen Betriebe, die geschlossen wurden, Unternehmer, die ihre Ersparnisse dafür aufbrauchten, ihre Mitarbeiter so lange wie möglich zu bezahlen. Wir sehen überall Zahlungsschwierigkeiten bei den Unternehmen. Und wir sehen schleppende Auszahlungen von Corona-Hilfen, die obendrein viel zu oft viel zu gering sind.

Zahlungsschwierigkeiten überschatten den Warenverkehr. Nun gut, Firmen haben die Möglichkeit, die Erlöse für ihre Warenlieferungen über Kreditversicherer absichern. Würde der Warenempfänger aufgrund von Zahlungsunfähigkeit die Warenrechnung nicht begleichen können oder käme es zu einem Zahlungsverzug von mehr als 5 Monaten, würde die Rechnung durch den Kreditversicherer beglichen.
Dieser Schutz ist selbstverständlich nicht billig. Die Versicherungsprämien für solche Fälle sind aufgrund des hohen Risikos gepfeffert.

Durch die Corona-Politik der Regierungen stieg das Insolvenzrisiko besonders auch bei Unternehmen außerhalb Deutschlands stark an. Die Menge der Versicherungsfälle wird immer größer. Früher oder später würde die Flut an Versicherungsfällen die Versicherer in die Knie zwingen. Wenn die Versicherer ausfallen, brechen Lieferketten ab und der Warenaustausch käme ins Stocken.

Deshalb gab die Bundesregierung im Jahr 2020 Garantien an die Versicherungswirtschaft ab über ein Gesamtvolumen von 30 Mrd. Euro (Quelle). Als Ausgleich müssen 65 Prozent der Prämieneinnahmen der beteiligten Kreditversicherer an den Bund weitergeleitet werden. Die Bundesregierung ist damit also indirekt der Kreditversicherer.

Am 04.12.20 wurden die Hilfen für die Kreditversicherer bis Juni 2021 verlängert.

In der betreffenden Veröffentlichung heißt es, dass knapp 60 Prozent der Prämieneinnahmen für das erste Halbjahr 2021 dem Bund zufließen sollen (Quelle).

Insolvenzen ausgesetzt aber nicht vom Tisch

Besteht die Gefahr der Anwendung der Enteignungspläne? Schauen wir mal. Außerdem hat die Regierung 2020 das Gesetz zur Insolvenzantragspflicht außer Kraft gesetzt. Diese Aussetzung wurde in diesem Jahr bis zum 30.04.21 verlängert. Falls eine wirtschaftliche Schieflage durch die Corona-Maßnahmen erzeugt wurde, brauchen Unternehmen erstmal keinen Insolvenzantrag stellen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass diese Unternehmen nicht insolvent sind. Das Problem wird lediglich in die Zukunft verschoben. Durch eine Auszahlung von Hilfen sollte das Unternehmen überlebensfähig bleiben, so die Voraussetzung. Ob eine Pleite betroffener Unternehmen damit vom Tisch sein wird, bleibt noch abzuwarten.

Steigende Insolvenzraten ziehen auch höhere Kreditausfälle für Banken nach sich. Wenn faule Kredite die Belastungsgrenze der Institute erreichen, wäre eine Finanzkrise kaum noch abzuwenden. Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) forderte im März 2020 von den Instituten ein [… flexibles und pragmatisches Handeln […]. Olivia Harder formulierte: „Tatsächlich ermuntert die EBA die Banken sogar, auf gewisse Vorsichtsmaßnahmen zu verzichten (Quelle).

Knapp 9 Monate später schreibt die EZB einen Brandbrief an Großbanken, die Institute sollten Kreditrisiken in der Coronakrise stärker beachten (Quelle).

Dieses Kartenhaus ist bis heute nur deshalb nicht eingestürzt, weil die führenden Notenbanken der Welt wahnsinnige Mengen frischen Zentralbankgeldes schufen. Die EZB wird z. B. bis Sommer 2021 um die 3 Billionen Euro zusätzlich emittieren. Geringere Anforderungen an Sicherheiten oder die zeitliche Ausdehnung längerfristiger Kredite an Banken werden dabei eine Begleiterscheinung sein.

Die Staatsverschuldung in den USA stieg von Dezember 2019 bis Dezember 2020 um 4,55 Billionen US-Dollar an (Quelle); damit verbunden natürlich auch die Zinsbelastung der US-amerikanischen Bevölkerung.

Angesichts dieser Perspektiven ist die Vogel-Strauß-Taktik für viele sicherlich nachvollziehbar, allerdings wenig zielführend. Wenn das Kartenhaus zusammenfällt, ist die Sprichwörtliche „Kacke am Dampfen“ und dann ist es für Vorkehrungen zu spät.

Was ist also zu tun, um sich vor Umsetzung der Enteignungspläne zu schützen?

Als erstes musst Du raus aus den Geldwerten. Die Regierung hat die gesetzliche Basis für Enteignungsszenarien bei Staatsanleihen, Fonds, Lebensversicherungen und für Bankkonten in der Hinterhand. Die Frage ist also nicht, ob diese Möglichkeiten seitens der Regierung genutzt werden, sondern wann.

Um welche Gesetze es sich handelt, darüber findest Du in meinem Blog weitere Beiträge.

Das Geld muss in Sachwerte wie z. B. Edelmetalle und dann raus aus dem Zugriffsbereich der EU, also in die Schweiz oder nach Liechtenstein. Dort hat die EU keinen Zugriff auf Dein Vermögen. Die Edelmetalle speichern die Kaufkraft zuverlässig, so dass die Inflation keinen negativen Effekt mehr hat. Bei Geldwerten zehrt die Inflation bekanntlich die Kaufkraft auf (Schleichende Enteignung).

Einen genauen Fahrplan bzw. eine genaue Vorgehensweise kann ich Dir in meinem Erfahrungsbericht unter http://strategiereport.de an die Hand geben. Dort erhältst Du alle Informationen und Anleitungen, um Dein Erspartes nachhaltig zu schützen. Mach etwas daraus, schütze Dich vor den Enteignungsplänen und stecke den Kopf nicht in den Sand.

Bildrechte: Bernd Liebl, Magdeburg

2 Gedanken zu „Enteignungspläne – Mit dem Kopf im Sand lebt es sich nicht besser“

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