Volkskrankheit Verschuldung

Verschuldung

In vielen Haushalten herrscht Ebbe im Geldbeutel. Oft ist der Monat länger als das Gehalt, übersteigen die Kosten die Einkünfte. Ein unerwartetes Ereignis kann dann gleich dem Fallen von Dominosteinen eine Lawine auslösen, die zu guter Letzt in der kompletten Zahlungsunfähigkeit und der privaten Insolvenz endet.

Das Gefährliche an der Verschuldung ist die Psychologie. Die Anbieter versprechen finanzielle Freiheit, doch in Wirklichkeit macht man sich total abhängig. Es beginnt mit dem Disporahmen, der dazu einlädt, Geld auszugeben, welches einem nicht gehört. Es geht sehr schnell, da hat man sich daran gewöhnt und am Ende bewegt sich das Konto nur noch im Disporahmen und wird mit den hohen Zinsen belastet. Die Lösung ist eine Umschuldung. Aus dem genehmigt überzogenen Betrag wird ein Ratenkredit gemacht, mit dem dann der Betrag Monat für Monat zurückgeführt werden soll. Manchmal klappt das sogar, oft aber nicht.

Die monatlichen Raten belasten den ohnehin schon knappen Etat zusätzlich und verschlimmern die Situation eigentlich nur. Die bloße Aussicht auf Liquidität schafft Hoffnung, man könne die Situation, in der man sich befindet, lösen. Und tatsächlich löst der Geldregen der Darlehensauszahlung einen kurzfristigen Hoffnungsschub aus, der einem die Gewissheit gibt, dass alles gut wird. Wird es aber nicht, denn am Ende des Monats kommt die unvermeidbare Quittung in Form der Abbuchung. Das Spiel beginnt von neuem, nur in einer anderen Qualität, denn jetzt sind die Kosten noch höher, die Einnahmen sind aber die gleichen wie vorher.

Manche Banken sind darauf spezialisiert, auf Umschuldungen. Man fasst alle laufenden Kredite zusammen und macht einen großen, der alle diese kleineren Kredite ablöst. Gern wird dabei ein Versicherungspaket mit angeboten, welches bei Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit eintritt, aber natürlich nicht umsonst zu haben ist. Da so große Summen meist nicht so schnell zurückgezahlt werden können, muss die Laufzeit verlängert werden, um die Höhe der Raten zu vermindern. Eine längere Laufzeit kostet allerdings. Der Zinssatz geht in die Höhe und verteuert noch einmal alles. Und was passiert, wenn die Last so groß wird, dass sie die Leistungsfähigkeit des Darlehensnehmers übersteigt und er zahlungsunfähig wird?

Die Zahl der privaten Insolvenzen lag im vergangen Jahr bei 115.269. Seit 2010 (139.110) ist die Zahl rückläufig und trotzdem alarmierend hoch, denn im Jahr 2000 lag die Anzahl der Insolvenzen bei 14.024. Die gute Nachricht ist, dass diese Menschen sich zukünftig nicht mehr verschulden werden, denn Banken werden aufgrund der multiplen Schufa-Einträge einen großen Bogen um diese Menschen machen. Allerdings hat das auch eine Kehrseite. Denn was ist, wenn man etwas für die Arbeit braucht, was man sich nicht leisten kann, ein Auto z.B.?

Die weitreichenden Konsequenzen, die durch eine Insolvenz auf den Betroffenen zukommen, sind den meisten gar nicht bewusst. Daher ist es ratsam, Vorsicht walten zu lassen und sich nicht für Quatsch, den man nicht braucht, zu verschulden. Gerade junge Menschen, die ihr erstes Geld verdienen, erliegen den Reizen, sich Sachen auf Pump zu kaufen und verlieren schnell den Überblick und die Kontrolle. Darlehen sind keine Kleinigkeit!

Infos zum Autor: Michael Sielmon
Foto: Bilddatenbank Fotolia

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