Krebserregende Chemikalien in Pflegemitteln – Wenn Du das wüsstest, würdest Du wählerischer werden?

Krebserregende Chemikalien in Pflegemitteln sind keine Seltenheit. Sie werden jeden Tag millionenfach benutzt, um sauberer zu sein, besser auszusehen, besser zu duften oder den Alterungsprozess aufzuhalten, Cremes, Lotionen, Pasten, Parfums und so weiter. Die Produktpalette ist endlos und der Markt wächst. Die mit krebserregenden Substanzen versetzten Produkte sind erheblich häufiger ans natürliche. Ein genauer Blick tut not, um sich zu schützen.

Wenn es um krebserregende Chemikalien in Pflegemitteln geht, sollte man keinen Spaß verstehen. In gebräuchlichen Körperreinigungs- und -pflegemitteln und Kosmetika finden sich häufig gesundheitsschädliche bis sogar krebserregende Chemikalien.

Gefährliche Giftcocktails

Die Palette ist recht vielschichtig. Da gibt es zum Beispiel Sensibilisatoren (lösen auf normalem Gewebe nach wiederholter Anwendung allergische Reaktionen aus), Hautreizmittel, Wachstumsgifte (das sind Giftstoffe, die vordergründig das physische und geistige Wachstum von Kindern beeinträchtigen), endokrine Disruptoren (das sind Substanzen, die die Produktion von Hormonen stoppen bzw. ihre Weiterleitung im Körper blockieren, wodurch Störungen von Wachstum und Entwicklung, negative Beeinflussung der Fortpflanzung oder erhöhte Anfälligkeit für spezielle Erkrankungen auftreten können), Mutagene (das sind Stoffe, die Veränderungen in der DNA herbeiführen und zu Krebs oder Geburtsschäden führen), Neurotoxine (sind Stoffe, die menschliche Reproduktionsorgane schädigen).

Du siehst, hier werden keine halben Sachen gemacht. Es lohnt sich also vor dem Kauf von Körperpflegeprodukten ein wenig genauer hinzuschauen und dafür zu sorgen, dass krebserregende Chemikalien in Pflegemitteln nicht an den Körper kommen.

Giftiges Zähneputzen

Nahezu jede Zahncreme oder Mundspülung enthält Fluorid. Fluorid soll den Zahnschmelz stärken. Frag mal Deinen Zahnarzt darüber aus, er wird Dir einen Vortrag darüber halten, wie gut das Fluorid für Deine Zähne ist.

Aber wenn das so wäre, warum findet man auf Zahncremes und Mundspülungen Warnhinweise? Warum müssen Mundspülungen außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden und weshalb ist der Verschluss kindersicher?

Auf manchen Zahncremes und Mundspülungen findet man, je nach enthaltener Fluoridmenge den beunruhigenden Hinweis: „Achtung, für Kindern unter 6 Jahren unzugänglich aufbewahren! Wenn mehr als die für das normale Putzen benötigte Menge geschluckt wird, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt oder die nächste Giftnotrufzentrale.“

Kinder schlucken, sie müssen Ausspucken erst lernen

Hast Du Kinder? Kinderzahnpasta ist lecker. Sie hat wohlschmeckende Aromen und viele Kinder putzen sich damit nicht nur die Zähne, sie schlucken die Zahnpasta auch liebend gern. Dadurch brauchen sie ständig Nachschub. Wie passt das denn jetzt zusammen? Tatsächlich werden Kinder durch den Geschmack von Kaugummi oder Süßigkeiten zum Schlucken animiert. Die Zahnpasta ist folglich schnell alle und der Umsatz dadurch größer. Ein Schalk, wer Böses dabei denkt.

Fluoride vergiften schleichend

Die Wirkung von Fluoriden, die regelmäßig in kleinen Mengen geschluckt werden, ist nicht spürbar. Ihre Wirkung ist viel schlimmer, denn sie wirken nachhaltig als Zellgifte und hemmen Enzyme des Stoffwechsels. Aber ihre Wirkung ist nicht akut, sie ist schleichend, langsam und unauffällig. Die dadurch stattfindende Verlangsamung des Stoffwechsels ist daher kaum registrierbar und zeigt sich meist erst nach Jahren, wenn die ersten Gesundheitsschäden auftreten. Diese können dann nur sehr schwer mit der Aufnahme der Fluoride in Verbindung gebracht werden.

Fluoride schwächen die Immunität

Unser Immunsystem ist auf die perfekte Arbeit der Enzyme angewiesen. Fluoride leisten auch hier ganze Arbeit und schwächen das Immunsystem über Jahre in kleinen Raten bis zum Versagen. Plötzlich wird der Mensch anfällig für verschiedenste Krankheiten. Auch hier wird in der Regel kein Zusammenhang zur Fluoridaufnahme beim Zähneputzen hergestellt.

Krebserregende Chemikalien in Pflegemitteln – Tod den Keimen durch Triclosan

Triclosan ist höchst umstritten und verspricht eine antibakterielle und antimikrobische Wirkung. Der Stoff wird beispielsweise als Bakterienhemmer für Desinfektionsmittel, Geschirrspülmittel, Handseife, Deodorants, Zahncremes und Mundwässer verwendet. Über 200 Wissenschaftler und Ärzte forderten in der Fachzeitschrift „Environmental Health Perspectives“, Triclosan, unter dem Verweis auf Studien zu erhöhten Risiken für Krebs und andere Erkrankungen, weltweit komplett zu verbieten.

Forscher schlagen Alarm

Die Kanadische Medizingesellschaft (Canadian Medical Association) von Canada Health forderte im August 2009, jegliche Nutzung von Triclosan in Körperpflegeprodukten aufgrund aufgetretener bakterieller Resistenzen einzustellen. In den erwähnten Studien aus den Jahren 2006 und 2009 geht hervor, dass die Belastung des Körpers durch Triclosan sich sehr negativ auf die Konzentration des Schilddrüsenhormons auswirkt. Die Entwicklung ist analog der Immunisierung von Krankenhauskeimen gegen Antibiotika. Wer sich diese Erreger einfängt, kann das durchaus mit dem Leben bezahlen.

Ein strahlendes Lächeln, aber nicht mit Natriumlaurylsulfat

Natriumlaurylsulfat wird als Emulgator in Salben und Lotionen sowie Reinigungsmitteln, vor allem in Handspülmitteln, Zahncremes und flüssigen Waschmitteln verwendet. Natriumlaurylsulfat wird als allergieauslösend und hautreizend betrachtet, weswegen seine Verwendung in Kosmetika umstritten ist. Zahncremes mit Natriumlaurylsulfat können zur Bildung von Mundgeschwüren (Aphten) beitragen. Forscher gehen davon aus, dass Natriumlaurylsulfat die schützende Schleimhaut des Mundes austrocknen kann, so dass er anfällig für Reizstoffe wird, die wiederum zur Bildung von Aphten führen.

Abrasiva für empfindlichere Zähne

Manche Menschen reagieren stärker auf Heißes, Kaltes, Süßes oder Saures an den Zähnen. Diese übermäßige Sensibilität der Zähne kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Einer lautet „Abrasion“. Abrasion kann durch sogenannte abrasive Zahnpasten begünstigt werden. Beispielsweise können Pasten zur Zahnaufhellung oder zur Zahnsteinkontrolle stärkere Abrasiva enthalten.

So kann man die Abrasivität messen

Mit dem RDA lässt sich die Abrasivität feststellen. RDA bedeutet „Relative Dentin Abrasion“ oder übersetzt „verhältnismäßiger Abrieb an den Zähnen“. Es sagt unter Anderem aus, wie groß die Putzkörper in einer Zahncreme sind und wie gut diese den Schmutz abreibt. Je höher der RDA-Wert ist, desto stärker ist der Abrieb. In Deutschland ist ein maximaler Wert von 250 RDA zugelassen.

Test nicht für jeden Hersteller interessant

Bei der RDA-Bewertung handelt es sich um einen Test, der die Abrasivität der Zahncreme auf die mittlere Zahnschicht überprüft. Dieser Test ist den herstellenden Firmen zugänglich. Die meisten verzichten jedoch auf seine Nutzung. Bevor die RDA eines Produkts nicht bekannt ist, können weder Zahnarzt noch Verbraucher einschätzen, inwieweit eine Abrasion der Zähne durch die verwendete Zahncreme verursacht wird.

Das Ringen um den guten Geschmack – Künstliche Süßungsmittel

Die Diskussion über die schädliche Wirkung künstlicher Süßungsmittel, wie zum Beispiel Saccharin, dauert seit Jahrzehnten an. Bei Zulassungsbehörden herrscht deshalb Unsicherheit über die Gefährlichkeit der künstlichen Süßungsmittel, die besonders häufig auch in Zahnpflegeprodukten zu Verwendung finden. Canada Health hat beispielsweise Saccharin zwischenzeitlich noch nicht als sicher eingestuft. Das zu bewerten ist jedem selbst überlassen.

Krebserregende Chemikalien in Pflegemitteln und Damenhygieneartikeln

Die Hersteller von Binden und Tampons vermitteln ein Bild einer modernen, dynamischen Frau. Diese kann auch an ihren Tagen alles machen, was sie will. Egal, was passiert, sie fühlt sich sicher und vor allem frisch und sauber. In konventionellen Tampons und Binden können zahlreiche krebserregende Substanzen stecken. Das hat natürlich keinen Platz in der Werbung. Und auf der Verpackung auch nicht, denn diese Stoffe müssen nicht auf der Verpackung deklariert werden. In Tests des Verbrauchermagazins ÖKOTEST wurden in elf von fünfzehn Hygieneprodukten Chemikalien gefunden. Die Mehrzahl der Tampons und Binden scheint also Gifte zu enthalten. Auch hier ist Vorsicht geboten denn der Intimbereich ist besonders stark durchblutet und damit sehr empfänglich für den Kontakt zu giftigen Stoffen.

Krebserregende Substanzen Dioxin, Formaldehyd und Glyphosat in Hygieneprodukten

Das Gift Dioxin entsteht als Nebenprodukt zum Beispiel beim Bleichen von Viskose oder Baumwolle durch Chlor. Obwohl seit den Neunzigerjahren neuere Bleichverfahren für die Herstellung von Tampons und Binden zum Einsatz kommen, lassen sich dennoch nach wie vor Dioxinrückstände in Tampons und Binden finden.

Umweltgift Dioxin

Dioxin ist aufgrund von Verschmutzungen sowohl in der Luft als auch in der Erde und im Wasser vorhanden. Damit gelangt es unweigerlich auch in Naturmaterialien, wie zum Beispiel Baumwolle hinein. Laut Studien soll der Anteil an Dioxinen in Monatshygieneprodukten so gering sein, dass der Gebrauch nicht als gesundheitsgefährdend einzustufen ist. Experten warnen jedoch, dass aufgrund der sehr hohen Aufnahmefähigkeit der vaginalen Schleimhäute auch ein sehr kleiner Anteil von Dioxin durch gering giftige Tampons gefährlich sein kann. Tampons bleiben über etliche Stunden pro Tag im Körper. Damit hat der Körper ausreichend Zeit, freigesetzte Dioxine aufzunehmen und im Fettgewebe einzulagern. Dioxine brauchen für den Abbau sehr viel Zeit. Je nach Gift kann sich der Abbau über Jahre hinziehen. Da aber allmonatlich stetig neue Gifte aufgenommen werden, ist ein Abbau kaum möglich.

Konservierungsmittel Formaldehyd

Formaldehyd wirkt keimtötend, konservierend und desinfizierend. Allerdings gehört Formaldehyd zu den krebserregenden Substanzen, die in vielen Alltagsprodukten wie Desinfektionsmitteln, Farben, Lacken und Kosmetikartikeln enthalten ist. Bei Monatshygieneprodukten steckt Formaldehyd meist in der Folie, in der die Produkte einzeln verpackt wurden. Daraus kann das Gift seinen Weg in die Tampons finden.

Laut einer Untersuchung von Ökotest wurde Formaldehyd in zwei Tampon-Marken festgestellt. Obwohl hier ebenfalls der erlaubte Grenzwert nicht erreicht wurde, ist das Ergebnis als sehr kritisch zu betrachten, da Tampons und Binden auch hier über einen langen Zeitraum an und im Körper verbleiben.

Die Grundlage für den festgelegten Grenzwert liefern übrigens Taschentücher. Taschentücher berühren den menschlichen Körper jedoch nur wenige Sekunden lang und kommen kaum mit den Schleimhäuten in Berührung.

Pestizit Glyphosphat

Glyphosat ist ein Pestizid und wird (leider!) zur Bekämpfung von Unkraut und Schädlingen in der Landwirtschaft benutzt. Dass es schädlich für die Umwelt und den Menschen ist, ist zwischenzeitlich unumstritten. Einer Untersuchung der Universität von La Plata/Argentinien zufolge wurde Glyphosat in Baumwollprodukten wie Binden und Verbänden gefunden. Die WHO hatte Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen eingestuft. Die Gefahr, durch Glyphosat an Lungen- und Lymphdrüsenkrebs zu erkranken, sei erhöht.

Bildrechte: Michael Sielmon, Brey

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