Angst vor Corona; was ist schlimmer – das Virus oder die Angst?

Angst vor Corona

Angst vor Corona, muss das sein? Angst; dieser Gefühlszustand stellt sich ein, wenn wir uns in einer ungewohnten Situation befinden oder wir uns auf so eine Situation zubewegen. Angst wird meist von Stress begleitet. Wir reagieren irrational, tun Dinge, die wir sonst nicht tun.

Eine ungewohnte Situation können wir schlecht einordnen. Wir wissen es nicht. Was können oder sollen wir tun? Wir wollen das Beste, versagen aber auf ganzer Linie. Hilft uns die Angst? Vertreibt sie die Situation? Ich glaube, Angst macht alles viel schlimmer. In der Situation mit dem Virus kann ich nichts tun – überhaupt nichts!

Vertrauen schaffen, Ruhe bewahren

Wenn es mich erwischen soll, wird es mich erwischen. Und ob es dann ein Virus, eine andere Krankheit, ein Verbrechen oder ein schwerer Unfall sein wird, der mich aus dem Leben tilgt, ist mir völlig egal.

Was nützt es mir, wenn ich mich fertigmache? Lebe ich dadurch länger oder ruhiger? Selbstverständlich könnte ich in Panik auf der Jagd nach Handschuhen und Desinfektionsmittel durch die Läden klappern. Und wie vielen Menschen begegne ich dabei?

Der Tod und die Panik

Meine Freundin hat mir neulich eine Geschichte erzählt. Es geht um den Tod, der vor einer Stadt steht und um Einlass bittet. Ein Bürger fragt den Tod, was er wolle. Der Tod antwortet: „Ich möchte meine 100 Menschen holen, so wie jedes Jahr.“ Der Bürger bittet den Tod um etwas Zeit, bevor er ihn reinlässt. Danach nimmt er die Beine in die Hand, um die Menschen in der Stadt zu warnen. Nachdem er fertig ist, lässt er den Tod herein.

Ein Jahr später steht der Tod wieder vor den Toren dieser Stadt. Der Bürger, der schon letztes Jahr Dienst hatte, fragt den Tod, warum er statt 100 Leuten 10.000 geholt hätte.

Der Tod antwortet: „Ich habe nicht 10.000 geholt. Ich habe Wort gehalten und nur meine 100 Menschen geholt, so wie jedes Jahr. Die restlichen 9.900 Menschen hat die Panik geholt.“

Macht Euch nicht fertig! Lasst Euch nicht verrückt machen. Versucht einen klaren Kopf zu behalten. Und selbst wenn es Euch erwischen sollte, wollt Ihr Eure letzten Tage tatsächlich in Angst, Panik und Schrecken verbringen?

Bildrechte: Michael Sielmon