Preisentwicklung des Bitcoin

Preisentwicklung des Bitcoin ist nichts für schwache Nerven. Nach dem Absturz des Bitcoin Ende 2017 ging es mit einigen Unterbrechungen wieder bergauf mit der digitalen Währung. Seitdem ist die Kryptowährung unschlüssig, in welche Richtung sie tendieren möchte. Es hat den Anschein, dass gerade jetzt in der Corona-Krise die Angst der Menschen vor Vermögensverlusten die Fantasie in den Bitcoin beflügelt. Seit März scheint es nur eine Richtung zu geben. Während die Freunde der Crypto-Szene begeistert über den neuen Anstieg sind, sollte man über den Begriff der Währung seriös nachdenken. Ist der Bitcoin überhaupt eine Währung?

Über eines können wir uns im Klaren sein, Papiergeld ist nicht die Zukunft und Kryptowährungen werden sich früher oder später etablieren und das Geld ablösen. Aber wird der Bitcoin dabei eine Rolle spielen? Zweifellos ist der Bitcoin für Spekulanten ein begehrtes Ziel. Die Preisentwicklung macht deutlich, dass eine wiederaufflammende Euphorie stattfindet. Aber das hatten wir alles schon zur Genüge, nicht nur mit dem Bitcoin. Ich erinnere an die Dotcom-Blase, die Anfang der 2000er geplatzt ist und verbrannte Erde bei den Aktionären hinterließ. Der Börsengang der Deutsche Telekom AG, begleitet von einer hervorragenden Werbekampagne des damals populären, fiktiven Anwalts Liebling Kreuzberg und der Volksaktienkampagne in der Bildzeitung lockte viele Aktienneulinge an die Börse. Die Aktie wurde stark überzeichnet und der Kurs schoss in die Höhe und erreichte sein Maximum mit 90,671 Euro je Aktie. Dann brach der Kurs ein. Bis heute hat diese Aktie nicht einmal annähernd dieses Hoch wieder erreicht. Der aktuelle Kurs (25.08.2020) liegt bei 15,25 Euro.

Telekom Aktie
Entwicklung der Telekom Aktie
Bitcoin Preisentwicklung
Bitcoin Preisentwicklung

Viele Technologieunternehmen hatten einen ähnlichen Verlauf. Damals glaubte der Anleger, dass eine Firma, die irgendetwas mit Internet machte, eine Goldgrube wäre. Die meisten gibt es heute gar nicht mehr. Mit dem Bitcoin wiederholt sich die Geschichte. Doch hier sind die Bitcoin-Anhänger hartnäckiger. Sie sehen die Preisentwicklung des Bitcoin optimistich.

Bitcoin kurz erklärt

Geht man vom Namen Bitcoin aus, ist Bitcoin eine digitale Münze. Ein Bit ist hierbei die kleineste digitale Speichereinheit (mit den Werten Null oder Eins) und Coin ist das englische Wort für Münze. Der Pionier der Kryptowährungen ist somit virtuell, also nicht substanziell. Gesetzliche Zahlungsmittel wie Münzen oder Geldscheine sind im Gegensatz dazu physisch. Zahlt man gesetzliche Zahlungsmittel auf ein Konto ein, verlieren sie ihr Merkmal als gesetzliches Zahlungsmittel und werden ebenso virtuell. Dennoch kann dieses virtuelle Geld immer z.B. am Geldautomaten von Neuem zu gesetzlichen Zahlungsmitteln umgewandelt werden. Nicht so beim Bitcoin, er ist einzig elektronisch.

Ein Hauptmerkmal des Bitcoin ist das dezentrale System, die Blockchain. Digitale Zahlungsmittel bestehen autonom von Banken oder Staaten. Dadurch liegt das virtuelle Geld auch abseitig des Einflussbereichs der Zentralbanken wie z. B. der Europäischen Zentralbank (EZB), die das normale Geld beherrscht. Das kann zweckdienlich sein, denn Zentralbanken und Banken verändern die umlaufende Geldmenge und damit die Kaufkraft des Geldes. Die Zahl der Bitcoins ist beschränkt, denn es kann nur höchstens 21 Millionen Bitcoins geben, welche in jeweils 100 Millionen diskrete Einheiten aufgeteilt werden können. Also liegt das Extremum bei 2,1 Billiarden Geldeinheiten.

Der Ursprung des Bitcoin ist ein Geheimnis. Im Jahr 2008 wurde unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto ein Dokument über eine digitale Währung bekannt. Im Jahr darauf tauchte die zugehörige Anwendung auf.

Passt der Währungscharakter zur Preisentwicklung des Bitcoin?

Mit Bitcoins kann bezahlt werden. Doch macht dieses Merkmal den Bitcoin zu einer Währung? Die Bezahleigenschaft ist im Grunde nicht viel mehr als eine Tauscheigenschaft. In schweren Zeitphasen wurden Essen, Alkohol oder Zigaretten getauscht. Macht das diese Dinge zu einer Währung? Ein florierender Tauschhandel ist mit allem möglichen machbar, so lange die Tauschgegenstände von den Handelspartnern akzeptiert werden.

Die Loslösung des Geldes von Politik und vom Finanzsystem war der ursprüngliche Hintergrund bei der Etablierung des Bitcoin. So ein Gedanke ist im Prinzip positiv, denn ein Geldsystem in privater Hand, so wie heute allgegenwärtig, ist eine Umverteilungsmaschine für Vermögen. Bitcoin funktioniert weltweit. Insoweit wäre er eine ideale Alternative zum Fiatgeld. Allerdings schwankt sein Wert extrem, denn dieser wird ausschließlich durch die Investoren definiert.

Bitcoins sind unzweifelhaft Tausch- sowie Zahlungsmittel, allerdings keine Währung. Sogar als Zahlungsmittel sind Bitcoins angesichts der riesigen Kursschwankungen unpraktikabel. Die Kryptowährung hat in den letzten Jahren mehr gezeigt, dass sie ein auffällig unsicheres Spekulationsobjekt ist. Und auch mit der hochgepriesenen Sicherheit ist es nicht so weit her. Betrug und Diebstahl treten immer häufiger auf. Und die Blockchain wurde aufgrund der enormen Energiekosten immer kleiner, denn Mining-Maschinen gingen im großen Stil vom Netz, da es immer unrentabler war, Bitcoins herzustellen.

Mit de derzeitigen Preisentwicklung des Bitcoin stabilisiert sich diese Situation wieder. Doch was passiert, wenn der Kursverfall von 2017 sich wiederholt? Auszuschließen ist das nicht. Es wäre kurzsichtig, darauf zu vertrauen, dass es ewig so weitergeht. Schließlich dachte man das damals auch. Sobald große Player Gewinne mitnehmen und im großen Stil Bitcoin abstoßen, könnte sich das Szenario von 2017 wiederholen.

Zentralbanken werden ihre Macht nicht abgeben

Ein dezentrales System ohne Mittelsmänner wäre eine großartige Sache. Doch die bestehenden Machtstrukturen lassen sich nicht so ohne Weiteres aushebeln. Die Zentralbanken basteln seit längerem schon an ihrer eigenen, modifizierten Form einer Kryptowährung. Und sie haben genug Einfluss, dieses System letztendlich durchzusetzen. Aber ob das geschieht, wird uns die Zukunft zeigen.

Bitcoin oder Altbewährtes?

Ist Bitcoin wirklich unantastbar und nicht aufzuhalten? Ist die Preisentwicklung des Bitcoin vorhersagbar; ist der Bitcoin ein Wertspeicher, wie zum Beispiel das Edelmetall Gold? Hat Bitcoin echte Substanz? Diese Fragen müssen gestellt werden. Kryptowährungen werden zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz zu den derzeitigen Geldsystemen. Davon auszugehen, dass die Finanzkonzerne das einfach so hinnehmen werden, dürfte blauäugig sein. Die Institute sind dabei, ihre eigenen Kryptowährungen zu entwickeln. Das zeigt, dass das System durchaus Potenzial hat, es belegt aber auch, dass die Banken ihre eigenen Strategien entwickeln. Die Finanzinstitute und die davon abhängigen Staaten werden nicht abwarten und schauen, was passiert. Dessen muss man sich stetig bewusst sein. Es bleibt jedoch abzuwarten, wohin die Reise langfristig gehen wird.

Wer bewährte Wertspeicher sucht, ist mit Edelmetallen wahrscheinlich besser bedient. Edelmetalle sind eine wichtige Ergänzung für jedes Depot. Selbst jetzt, wo Gold vergleichsweise teuer ist, ist es eine bessere Investition als jede Geldwertanlage. Die Tage des Papiergeldes sind gezählt. Wer weiter daran festhält, läuft Gefahr, enteignet zu werden – schleichend oder im Fall eines Zusammenbruchs abrupt. Auch das wird die Zukunft zeigen.

Ich glaube, Vermögensschutz und Vermögensaufbau mithilfe von physischen Sachwerten kann nicht verkehrt sein.

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Ein Gedanke zu „Preisentwicklung des Bitcoin – ein Mahnmal der Phantasie“

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